Es gibt nur einen Papst – Katholiken dürfen nicht progressiver Versuchung erliegen

Ein Papst oder zwei Päpste?
Ein Papst oder zwei Päpste?

(Rom) Die ungewöhnliche Situation zweier Päpste, eines amtierenden und eines „emeritierten“ fördert eine anhaltende Diskussion über den „Bruch“, den ausgerechnet der Papst der „Kontinuität“, Benedikt XVI. als Schlußpunkt seines Pontifikats setzte – zur großen Freude progressiver Theologen. Der Historiker Roberto de Mattei warnt glaubenstreue Katholiken, der progressiven Versuchung zu erliegen, in Benedikt XVI. in irgendeiner Form noch den Papst zu sehen, den man eventuell dem amtierenden Papst entgegenstellen könnte. Warum es eine „Versuchung“ ist und warum man ihr „widerstehen“ soll, führt er im nachfolgenden Aufsatz aus.

Der Vatikanist Sandro Magister erinnert in diesem Zusammenhang daran, daß die einzigen bisher zurückgetretenen Päpste nach ihrem Rücktritt nicht „emeritierte Päpste“ waren, sondern wieder Kardinäle. Einer zog sich wieder in die Abgeschiedenheit seiner Einsiedelei zurück, der andere trat in den Diplomatischen Dienst seines Nachfolgers.
Pius XII. hatte während des Zweiten Weltkrieges für den Fall einer Besetzung des Vatikans durch deutsche Truppen ein Rücktrittsschreiben aufgesetzt. „Wenn die Deutschen diese Linie überschreiten, werden sie nicht mehr den Papst, sondern Kardinal Pacelli antreffen.“ Der Papst sollte nicht zur Geisel einer der kriegführenden Parteien werden. Papst Benedikt XVI. sah sich nicht einer solchen Notsituation gegenüber.

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Einer und nur einer ist Papst

von Roberto de Mattei

Unter den vielen und vielgestaltigen Aussagen von Papst Franziskus der letzten Zeit ist eine, die eine genauere Beurteilung ihrer Tragweite verdient.

Auf der Pressekonferenz vom 18. August 2014 an Bord des Flugzeuges, das ihn nach seiner Korea-Reise nach Italien zurückbrachte, sagte er unter anderem:

„Ich denke, dass der emeritierte Papst keine Ausnahme ist, aber nach vielen Jahrhunderten ist dies der erste Emeritus. […] Vor 70 Jahren waren auch emeritierte Bischöfe eine Ausnahme, es gab sie nicht. Heute sind Bischöfe im Ruhestand eine feste Einrichtung. Ich meine, dass „emeritierter Papst“ bereits eine Institution ist. Warum? Weil unser Leben länger wird, und in einem gewissen Alter hat man nicht mehr die Fähigkeit, gut zu regieren, denn der Leib wird müde, die Gesundheit ist vielleicht gut, aber man ist nicht fähig, alle Probleme einer Regierung wie jener der Kirche voranzubringen. Und ich glaube, dass Papst Benedikt diesen Schritt vollzogen hat: die Einrichtung der emeritierten Päpste. Ich wiederhole: Vielleicht sagt mancher Theologe mir, dass das nicht richtig ist, aber ich sehe das so. Die Jahrhunderte werden sagen, ob es so ist oder nicht, wir werden sehen. Sie können mir sagen: „Und wenn Sie sich eines Tages nicht in der Lage fühlen weiterzumachen?“ Dann würde ich dasselbe tun, ich würde dasselbe tun! Ich werde viel beten, aber ich würde dasselbe tun. Er hat eine Tür aufgetan, die institutionell und nicht außergewöhnlich ist.“

Die Institutionalisierung der Figur eines emeritierten Papstes schiene damit eine vollzogene Sache zu sein.

Gibt es die „Doppelherrschaft“ zweier Päpste?

Einige katholische Autoren wie Antonio Socci, Vittorio Messori und Ariel Levi di Gualdo haben auf die Problematik aufmerksam gemacht, die durch die ungewöhnliche Situation zweier „Päpste“ entstanden ist und die auf die Existenz einer Art päpstlicher „Doppelherrschaft“ hinzuweisen scheint. Ein revolutionärer Bruch mit der theologischen und rechtlichen Überlieferung der Kirche paradoxerweise durchgeführt ausgerechnet vom Papst der „Hermeneutik der Reform der Kontinuität“.

Nicht zufällig begrüßte die „Schule von Bologna“, die sich immer durch ihre Opposition gegen Benedikt XVI. auszeichnete, mit Genugtuung seinen Verzicht auf das Pontifikat. Nicht nur wegen des Abtritts eines abgelehnten Papstes, sondern gerade wegen dieser „Reform des Papsttums“, die er durch seine Entscheidung eingeleitet habe, den Titel eines emeritierten Papstes anzunehmen.

Die Hermeneutik der „Kontinuität“ Benedikts XVI. habe sich dadurch in eine Geste des starken historischen und theologischen Bruchs umgewandelt.

Der historische Bruch rührt von der in zweitausend Jahren Kirchengeschichte absoluten Seltenheit der Abdankung eines Papstes her. Der theologische Bruch aber liegt gerade in der Absicht, die Figur des emeritierten Papstes zu institutionalisieren.

Progressive Autoren lieferten begeistert theoretische Rechtfertigung des „papa emerito“

Vor allem die progressiven Autoren sind die ersten, die sich beeilten, eine theoretische Rechtfertigung dieser Neuheit zu liefern. Dazu gehört der Kirchenrechtler Don Stefano Violi (Theologische Fakultät der Emilia-Romagna) mit dem Aufsatz La rinuncia di Benedetto XVI tra storia, diritto e coscienza (Der Amtsverzicht Benedikts XVI. zwischen Geschichte, Recht und Gewissen) in der Rivista teologica di Lugano (XVIII/2, 2013, S. 155-166). Ebenso Valerio Gigliotti, der Geschichte des Europäischen Rechts an der Universität Turin lehrt, mit dem Schlußkapitel seines Buches La tiara deposta. La rinuncia al papato nella storia del diritto e della Chiesa (Die abgelegte Tiara. Der Verzicht auf das Papstamt in der Geschichte des Rechts und der Kirche, Florenz, 2013, S. 387-432).

Laut Violi unterscheide Benedikt XVI. in der Declaratio, mit der er am 11. Februar 2013 seine Abdankung ankündigte, das Petrusamt, das munus, dessen Wesen vorwiegend geistlich sei, von seiner Ausübung.

„Die Kräfte erscheinen ihm ungeeignet für die Ausübung des ‚munus‘, nicht für das ‚munus‘ selbst“, so Violi. Der Beweis für das geistliche Wesen des „munus“ sei in folgenden Worte der Declaratio Benedikts XVI. ausgedrückt:

Bene conscius sum hoc munus secundum suam essentiam spiritualem non solum agendo et loquendo exsequi debere, sed non minus patiendo et orando.

Offizielle Übersetzung: „Ich bin mir sehr bewußt, daß dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet.“

Neudefinition als „sakramentales“ Papstum?

In dieser Passage unterscheidet Benedikt XVI., laut Violi, nicht nur zwischen „munus“ und „executio muneris“, sondern auch zwischen einer administrativen „executio“, die durch die Handlung und das Wort (agendo et loquendo) und einer „executio“, die durch das Gebet und das Leiden (orando et patiendo) zum Ausdruck kommt. Benedikt XVI. würde damit seinen Verzicht auf die aktive Ausübung seines Amtes erklären, nicht aber auf das Amt selbst, das „munus“ des Papsttums: „Gegenstand seines unwiderruflichen Verzichts ist die ‚executio muneris‘ durch die Handlung und das Wort (agendo et loquendo), nicht das ‚munus‘, das ihm für immer anvertraut wurde“, so Violi.

Auch Gigliotti ist der Meinung, Benedikt XVI. habe mit dem Augenblick, da er aufhörte, Papst zu sein, einen neuen rechtlichen und persönlichen Status angenommen.

Die Unterscheidung zwischen dem traditionellen Attribut der „potestas“ und dem neuen des „servitium“, zwischen der rechtlichen und der geistlichen Dimension des Papsttums, habe die Tür „zu einer neuen mystischen Dimension des Dienstes am Volk Gottes in der Gemeinschaft und der Liebe“ aufgetan. Von der „plenitudo potestatis“ des Papstes gehe man über zu einer „plenitudo caritatis“ des emeritierten Papstes, „einem dritten Status sowohl gegenüber der vorhergehenden Erhebung auf den Stuhl Petri als auch jener der obersten Leitung der Kirche: es ist der ‚dritte Corpus des Papstes‘, jener der operativen Kontinuität im Dienst der Kirche durch das kontemplative Leben“.

Bewunderer Benedikts XVI. „müssen Versuchung widerstehen“

Meines Erachtens müssen die Bewunderer Benedikts XVI. die Versuchung zurückweisen, diese Thesen sich anzueignen, in der Hoffnung, sie zu ihren Gunsten nützen zu können.

Unter konservativen Katholiken gibt es bereits Stimmen, daß die Existenz zweier Päpste für den Fall einer weiteren Verschlimmerung der anhaltenden religiösen Krise, es ermöglicht, den emeritierten Papst Benedikt XVI. dem amtierenden Papst Franziskus entgegenzustellen.

Diese Position ist nicht die der Sedisvakantisten, aber von derselben theologischen Schwäche.

In Krisenzeiten sollte man nicht auf die Menschen schauen, die zerbrechliche und vergängliche Geschöpfe sind, sondern auf die Institutionen und die unvergänglichen Grundsätze der Kirche. Das Papsttum, in dem sich auf vielfältige Weise die Katholische Kirche konzentriert, gründet auf einer starken Theologie, deren Eckpfeiler freigelegt und wiedergewonnen werden müssen. Es gibt vor allem einen Punkt, von dem man nicht abrücken darf. Die allgemeine Lehre der Kirche hat immer unterschieden zwischen der Weihegewalt und der rechtlichen Vollmacht. Erstere wird durch die Sakramente verliehen, zweitere durch göttlichen Auftrag im Fall des Papstes, oder durch kanonischen Auftrag im Falle der Bischöfe und Priester. Die Rechtsvollmacht kommt direkt von Petrus her, der sie seinerseits direkt von Jesus Christus erhalten hat. Alle anderen in der Kirche, vom Höchsten bis zum Geringsten, erhalten sie von Christus durch seinen Stellvertreter, „ut sit unitas in corpore apostolico“ (Heiliger Thomas von Aquin, Ad Gentes IV c.7).

Papst weder Superbischof noch Endpunkt einer sakramentalen Kette

Der Papst ist daher weder ein Superbischof noch der Schlußpunkt einer sakramentalen Kette, die vom einfachen Priester über den Bischof bis zum Papst aufsteigt. Das Episkopat stellt die sakramentale Fülle des Weiheamtes dar, weshalb es über dem Bischof kein höherrangiges Merkmal gibt, das eingeprägt werden könnte. Als Bischof ist der Papst allen anderen Bischöfen gleich.

Wenn der Papst dennoch jeden anderen Bischof überragt, dann nicht wegen eines höheren Weiheamtes, sondern wegen des göttlichen Auftrags, der sich seit Petrus auf jeden seiner Nachfolger überträgt, nicht auf dem Erbweg, sondern durch eine rechtmäßig erfolgte und aus freien Stücken angenommene Wahl. Deshalb könnte der, der den Stuhl Petri besteigt, auch ein einfacher Priester sein oder sogar ein Laie, der nach seiner Wahl zum Bischof geweiht wird. Papst wäre er nicht erst ab dem Augenblick seiner Bischofsweihe, sondern unmittelbar ab dem Augenblick, in dem er seine rechtmäßig erfolgte Wahl annimmt.

Päpstlicher Primat ist rechtlicher, nicht sakramentaler Natur

Der päpstliche Primat ist nicht sakramentaler, sondern rechtlicher Natur. Er besteht in der Vollmacht, die ganze Kirche zu weiden, zu regieren und zu leiten, das heißt mit der höchsten, ordentlichen, unmittelbaren und universellen Jurisdiktion, unabhängig von jeder anderen irdischen Autorität (Art. 3 der dogmatischen Konstitution des Ersten Vatikanischen Konzils Pastor Aeternus).

Der Papst ist mit einem Wort der, der die höchste Jurisdiktionsgewalt hat, die „plenitudo potestatis“, um die Kirche zu leiten. Deshalb ist der Nachfolger des Petrus zuerst Papst und dann erst Bischof von Rom. Er ist Bischof von Rom, weil er Papst ist und nicht Papst, weil er Bischof von Rom ist.

Der Papst beendet gemeinhin sein Amt mit dem Tod, aber seine Jurisdiktionsgewalt ist weder unauslöschlich noch nicht abtretbar. In der Leitung der Kirche gibt es sogenannte Ausnahmefälle, die von den Theologen studiert wurden, wie die Häresie, die physische und moralische Unfähigkeit und der Verzicht, dazu mein Aufsatz „Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione“ (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), abgedruckt in Fede e Cultura (Verona 2013, S. 106-138).

Amtsverlust durch Tod, Absetzung oder Verzicht

Der Ausnahmefall Verzicht wurde vor allem nach der Abdankung vom Pontifikat von Cölestin V. studiert, der vom 29. August bis zum 13. Dezember 1294 für dreieinhalb Monate Papst war. Damals kam es zu einer theologischen Diskussion zwischen jenen, die den Rücktritt für ungültig hielten und jenen, die dessen rechtliche und theologische Grundlage verteidigten.

Unter den zahlreichen Stimmen, die sich damals erhoben, um die allgemeine Lehre der Kirche zu verteidigen, ist an Ägidius von Viterbo (1243-1316), Romanus genannt, zu erinnern, Autor des Traktats De renunciatione papae. Ebenso an seinen Schüler Augustinus Triumphus von Ancona (1275-1328), der uns eine beeindruckende Summa de potestate ecclesiastica hinterlassen hat, in der ausführlich sowohl das Problem des Verzichts auf das Pontifikat (q. IV), als auch der Absetzung des Papstes (q. V) behandelt wird. Beide sind Augustiner-Eremiten, waren Schüler des heiligen Thomas von Aquin und gelten als völlig rechtgläubig. Sie gehören zu den entschiedensten Verfechtern des Jurisdiktionsprimats des Papstes gegen die Ansprüche des damaligen Königs von Frankreich und des römisch-deutschen Kaisers.

Papst nicht Papst, weil Bischof von Rom, sondern umgekehrt

Dem Doctor Angelicus folgend (Summa Theologica, 2-2ae, q. 39, a. 3) zeigten sie die Unterscheidung zwischen der „potestas ordinis“ und der „potestas iurisdictionis“ auf. Erstere kommt vom Weihesakrament her, stellt ein unauslöschliches Merkmal dar und ist nicht Gegenstand eines möglichen Verzichts. Zweitere ist rechtlicher Natur, wird nicht durch den unauslöschlichen Charakter der heiligen Weihe eingeprägt und kann daher verlorengehen durch Häresie oder Absetzung oder auch durch Verzicht. Ägidius betonte den Unterschied zwischen „cessio“ und „depositio“, der ein Papst nicht unterworfen werden kann außer wegen einer schwerwiegenden und anhaltenden Häresie. Der entscheidende Beweis, daß die „potestas papalis“ nicht einen unauslöschlichen Charakter einprägt, ist die Tatsache, daß es „keine apostolische Sukzession geben könnte, solange ein häretischer Papst am Leben ist“ (Gigliotti, S. 250).

Diese Lehre, die seit zwanzig Jahrhunderten allgemeine Praxis der Kirche ist, kann daher als göttliches Recht betrachtet werden und als solches ist es unveränderbar.

Konzil ersetzte klares „potestas“ durch zweideutiges „munus“

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Konzept der „potestas“ nicht ausdrücklich abgelehnt, aber beiseitegelegt, indem es mit dem neuen zweideutigen Konzept des „munus“ ersetzt wurde. Artikel 21 von Lumen Gentium scheint zu lehren, daß die Bischofsweihe nicht nur die volle Weihegewalt, sondern auch die Amtsgewalt zu lehren und zu regieren verleiht. Doch in der gesamten Kirchengeschichte wurde der Akt der Bischofsweihe von jenem der missio canonica, der kanonischen Sendung unterschieden, mit der eine Rechts- und Lehrbefugnis erteilt wird.

Diese Zweideutigkeit entspricht der Ekklesiologie der Konzilstheologen und Nachkonzilstheologen (Congar, Ratzinger, de Lubac, von Balthasar, Rahner, Schillebeeckx …), die den Anspruch erhoben, die Sendung der Kirche auf eine sakramentale Funktion zu reduzieren, indem sie den rechtlichen Aspekt zurückdrängten.

Der Theologe Joseph Ratzinger zum Beispiel, obwohl er nicht die Vorstellung von Hans Küng von einer charismatischen, entinstitutionalisierten Kirche teilte, entfernte sich von der Tradition, als er im Primat des Petrus die Fülle des apostolisches Amtes sah, indem er den Amtscharakter an den sakramentalen Charakter koppelte (Johann Auer/Joseph Ratzinger: Die Kirche, das allgemeine Heilssakrament = Kleine Katholische Dogmatik, Bd. 8, Pustet, Regensburg 1983).

Diese sakramentale, aber nicht rechtliche Vorstellung der Kirche begegnet uns heute in der Gestalt des emeritierten Papstes.

„Sakramentales“ Verständnis des Papsttums?

Wenn der Papst, der auf das Pontifikat verzichtet, den Titel eines Emeritus beibehält, will er damit in gewisser Weise sagen, daß er Papst bleibt. Es ist klar, daß in der Definition das Substantiv gegenüber dem Adjektiv überwiegt. Warum aber ist er nach seiner Abdankung noch Papst? Die einzige mögliche Erklärung ist, daß die Wahl zum Papst ihm einen unauslöschlichen Charakter verliehen hat, die auch nicht durch den Verzicht verloren geht. Die Abdankung würde in diesem Fall das Ende der Ausübung der Vollmacht voraussetzen, aber nicht das Ende des päpstlichen Charakters. Dieser dem Papsttum zugesprochene unauslöschliche Charakter kann wiederum nur aus einer ekklesiologischen Sichtweise erklärt werden, der die rechtliche Dimension des Pontifikats der sakramentalen unterordnet.

Es ist möglich, daß Benedikt XVI. diesen Standpunkt teilt, der von Violi und Gigliotti in ihren Veröffentlichungen dargelegt wird. Aber selbst die Eventualität, daß er sich die These der Sakramentalität des Papsttums zu eigen gemacht hätte, bedeutet nicht, daß sie wahr ist. Außer in der Phantasie irgendeines Theologen existiert kein vom rechtlichen Papsttum getrenntes geistliches Papsttum. Wenn der Papst, per definitionem der, der die Kirche leitet, auf die Ausübung der Leitungsgewalt verzichtet, verzichtet er auf das Papsttum. Das Papsttum ist kein geistlicher oder sakramentaler Zustand, sondern ein „Amt“, oder anders gesagt, eine Institution.

Monarchisches Prinzip konstitutives Unterscheidungsmerkmal gegenüber allen Kirchen und Religionen

Die Tradition und die Praxis der Kirche sagen in aller Klarheit, daß nur einer und zwar einer allein Papst ist und die Vollmacht untrennbar mit ihm verbunden ist. Das monarchische Prinzip in Zweifel zu ziehen, das die Kirche trägt, hieße, den mystischen Leib einer untragbaren Zersetzung auszusetzen. Was die Katholische Kirche von jeder anderen Kirche oder Religion unterscheidet ist gerade die Existenz eines einheitlichen Prinzips, das durch eine Person verkörpert wird und das direkt von Gott eingesetzt ist. Die Unterscheidung zwischen der Leitung und der Ausübung der Leitung, die auf das Papstamt nicht anwendbar ist, könnte – wenn schon – zum besseren Verständnis des Unterschieds zwischen Jesus Christus, der unsichtbar die Kirche regiert, und seinem Stellvertreter, der durch göttliche Vollmacht, die sichtbare Regierung ausübt, dienen.

Die Kirche hat ein einziges Haupt und einen einzigen Gründer, Jesus Christus. Der Papst ist der Stellvertreter Jesu Christi, Mensch-Gott, aber im Unterschied zum Gründer der Kirche, der in seinen beiden Naturen, der menschlichen und der göttlichen vollkommen ist, ist der römische Papst nur menschliche Person, dem die Merkmale der Göttlichkeit fehlen.

Neigung zur Vergöttlichung des Menschlichen – Vermenschlichung des Göttlichen

Heute neigen wir zur Vergöttlichung, zur Verabsolutierung dessen, was in der Kirche menschlich ist, die Kirchenvertreter, und hingegen zur Vermenschlichung, zur Relativierung dessen, was in der Kirche göttlich ist: ihr Glauben, ihre Sakramente, ihre Tradition. Aus diesem Fehler erwachsen schwerwiegende Folgen auch auf psychologischer und geistlicher Ebene.

Der Papst ist ein menschliches Geschöpf, wenn auch mit einer göttlichen Sendung ausgestattet. Ihm wurde keine Sündenlosigkeit verliehen und die Unfehlbarkeit ist ein Charisma, das er nur unter präzisen Bedingungen ausüben kann. Er kann sich, wenn er nicht ex cathedra spricht und nicht das immergültige und unveränderliche Lehramt der Kirche darlegt, in politischer, pastoraler und doktrineller Hinsicht irren. Das ändert nichts daran, daß dem Papst die höchsten Ehren erwiesen werden müssen, die einem Mensch erwiesen werden können und daß seiner Person authentische Verehrung entgegengebracht werden muß, wie dies die Heiligen immer taten.

Bis zum Beweis des Gegenteils ist Franziskus rechtmäßig erwählter Papst

Man kann über die Absichten Benedikts XVI. und seine Ekklesiologie diskutieren, aber es ist sicher, daß man zur gleichen Zeit nur einen Papst haben kann und daß dieser Papst bis zum Beweis des Gegenteils Franziskus ist, der am 13. März 2013 rechtmäßig erwählt wurde.

Papst Franziskus kann kritisiert werden, auch hart, wenn auch immer mit dem nötigen Respekt, aber er ist bis zu seinem Tod oder dem eventuellen Verlust seines Pontifikats als rechtmäßiger Papst anzuerkennen.

Benedikt XVI. hat nicht nur auf einen Teil seines Pontifikats verzichtet, sondern auf das ganze Pontifikat. Und Franziskus ist nicht nur ein Teilzeit-Papst, sondern ganz Papst.

Wie er seine Vollmacht ausübt, ist natürlich eine andere Sache. Aber auch in diesem Fall bieten uns die Theologie und der sensus fidei die Instrumente, um alle theologischen und kanonischen Probleme, die in Zukunft auftreten könnten, zu lösen.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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115 Comments

  1. De jure mag Franziskus rechtmäßiger Papst sein, doch de facto ist er durch einen Putsch auf dem Papstthron gehievt worden. Soll man solch einen Papst Gehorsam leisten? Nein! Er verweigert alle päpstlichen Insignien, und bezeichnet sich als“ Bischof von Rom“. Damit hat er auch keine päpstliche Autorität. Er schließt sie damit für sich selbst aus. Somit muß keiner seinen Dekreten Folge leisten.

    • Bitte welcher Putsch?
      Und wenn es einer war, warum hat keiner etwas mitgekriegt?

      Ich finde die Idee, dass Benedikt der richtige Papst ist, und Franziskus sozusagen ein Fake Papst schon faszinierend, aber es gibt keinerlei Anzeichen dafür.

      • Es geht hier nicht darum, dass ich mit Papst Franziskus auch so meine Probleme habe, es geht darum, wenn Papst Benedikt mit sanfter, oder brutaler Gewalt zum Rücktritt gezwungen worden wäre, dann muss es dafür Anzeichen geben, die gibt es aber nicht.
        Ergo ist halt derzeit Papst Franziskus Papst.
        Es sei denn wir sagen ein Papst kann überhaupt nicht zurücktreten, dann ist Benedikt weiter Papst, aber da kommen wir mit den 3-4 Papstrücktritten die es in der Kirchengeschichte schon gegeben hat, auch wieder in die Bredouille.
        Insbesondere mit Papst Cölestin, der ja immerhin als Heiliger gilt.
        Es ist eine bescheuerte Situation. Wir haben einen Papst der nicht mehr Papst sein will (Papst Benedikt) und einen anderen der auch nicht wirklich Papst sein will, außer es geht gegen die Frommen!
        Es ist wie in einer Patchworkfamilie, der richtige Vater zieht sich zurück um das Drama nciht weiter zu forcieren, der neue Vater fühlt sich nciht zuständig vielleicht auch aus gutem Willen und das Kind fühlt sich verraten von allen.

      • Unterschrieben ja, Dario!
        Aber mit welchem Erfolg?
        Die „Veranstaltung“ scheint ausverkauft zu sein.
        hier:
        http://www.thegatewaypundit.com/2014/09/satanists-sell-out-black-mass-at-oklahoma-civic-center/?PageSpeed=noscript

        Eine weitere erschreckende Nachricht, vorausgesetzt, sie stimmt:
        Einem fünfjährigen Jungen wurden bei einem satanischen Ritual die Augen ausgestochen.
        hier:
        http://www.dailymail.co.uk/news/article-2750647/Terrified-five-year-old-boy-eyes-gouged-spoon-mother-five-relatives-satanic-ritual.html

        Wo waren die Eltern?
        Haben sie dies tatsächlich zugelassen?
        Ich kann mir kaum vorstellen, dass so etwas geschehen kann!

      • @ Marienzweig – meine Antwort steht jetzt über Ihrem Kommentar

        Auch wenn es nicht verhindert werden sollte -
        sie jedenfalls haben Ihr Scherflein dazu beigetragen, dass diese Gotteslästerung verhindert werde – vergelt’s Gott dafür! Der liebe Gott wird Ihnen das hoch anrechnen, er lässt sich an Belohnung nicht übertreffen, da können Sie sicher sein!! Ansonsten gab es außer von Ihnen keine Rückmeldung. Alle anderen Diskussionen sind wieder mal wichtiger, man übergeht einfach den Greuel gegen Gott, der sich in schon 5 Tagen, sprich nächsten Sonntag, ereignen soll. Sind die denn alle zu beschäftigt mit anderen Themen und taub? Ich verstehe solche Katholiken nicht – unfassbar!!!!!

      • Noch einmal, @Dario, meine Frage von weiter oben:
        Falls Papst Franziskus davon erfahren haben sollte, warum ergreift er nicht das Wort und zwar vernehmlich.
        Ich verstehe nicht, dass so etwas Abscheuliches von kirchlicher Seite unkommentiert bleibt.
        Übrigens, ich habe Ihren Link weitergegeben.

        Immer wieder muss ich in diesen für Christen -insbesondere für Katholiken- so harten Zeiten gegen eine gewisse Mutlosigkeit ankämpfen.
        Im Grunde hilft mir nur meine ganz persönliche Beziehung zu Gott darüber hinweg.
        Kontemplation, Gebet – und dann wird es wieder still in mir.
        Nur ER kann helfen.
        Von Rom erwarte ich mir keine Hilfe mehr.

      • @Dario, falls es Sie interessiert, was ich zusätzlich zur Unterschrift noch formuliert habe, hier:

        „Wenn es für Sie auch kein Problem darstellen sollte:
        Doch die von Ihnen erlaubte „Veranstaltung“ ist nicht nur eine extreme Beleidigung Gottes, ein schreckliches Sakrileg, sie ist auch widerlich und abstoßend, eine unglaubliche Verhöhnung aller Werte.

        Ich glaube als Christin fest daran, dass Sie sich für diesen Affront gegen Gott einmal werden verantworten müssen.
        Gott ist nicht nur barmherzig, ER ist auch gerecht!“
        ER lässt sich Seiner nicht spotten!

      • Dario, ich habe auch unterschrieben. So eine Gotteslästerung muss gestoppt werden. Außerdem haben wir uns als Christen im Sinne der Nächstenliebe um alle Menschen zu sorgen. Auch das Heil der Veranstalter und der Teilnehmer dieses Kultes sollte uns ein Anliegen sein. Beten wir dafür, dass sie davon ablassen, diese große Sünde zu begehen.
        Per Mariam ad Christum.

      • @Markus
        Haben Sie die Teufelsstatue gesehen, die man aufstellen will?
        Ein Horror, da gefriert einem das Blut in den Adern, grauenvoll!!!
        Auf dieser entsetzlichen Erde fühle ich mich nicht mehr zuhause.

      • @Dario
        Diese schwarzen Messen sollen offenbar dem Teufel dazu dienen, seine Pläne doch noch „durchzuboxen“. Viele seiner bösen Intrigen seien durch unser aller Gebet abgehalten worden. Ich möchte Ihren Aufruf zur Petition nicht schmälern. Und doch frage ich mich: Was bringt es wirklich? Denkt der Initiand dieser Petition, dass man mit den Listen von gesammelten Unterschriften nur unter der Nase der Satanisten wedeln muss und sie dann zur Einsicht kommen? Es sind nur Namen im Internet (vielleicht ausgedruckt auf einem Papier), gesammelt in Ländern, die in Oklahoma nichts ausrichten werden. Diese Namen im Netz (vielleicht ausgedruckt auf einem Papier), sind nicht vor Ort und sie beten nicht. Diese Namen im Netz (vielleicht ausgedruckt auf einem Papier), rufen nicht die Himmelskönigin um Hilfe an.
        Was etwas bringt ist ein grosses Aufgebot an Gläubigen und Priestern die sichtbar vor Ort den Rosenkranz beten. Sowie unser aller Gebet als solidare Kämpfer für Jesus Christus aus der Ferne. Von hier aus können wir im Gebet die Muttergottes und ihre Engelschar hinsenden.
        Deshalb unterschreibe ich nicht. Deshalb bete ich. Und sollten sich die Satanisten auch hier an die Öffentlichkeit wagen, werde ich ihnen (mit hoffentlich ganz vielen anderen Gläubigen und Priestern) mit dem Rosenkranz entgegentreten!

    • Mit Verlaub, Ihre These steht Kirchenrecht und der Tradition unserer Hl. Kirche völlig entgegen: Papst Franziskus wurde vom Kardinalskollegium zum Papst gewählt, hat diese Wahl angenommen, ist damit Papst der katholischen Kirche. Episcopus Romanus („Bischof von Rom“) ist einer der 8 offiziellen Titel eines Papstes, somit mag sich Papst Franziskus so nennen, wenn es ihm dazu beliebt. Die aktuellen päpstlichen Insignien trägt Papst Franziskus sehr wohl (Fischerring, Ferula und Pallium), d.h. ihm von daher päpstliche Autorität abzusprechen ist höchstens Wunschdenken. Auf der anderen Seite müssen wir einem päpstlichen Befehl dann durchaus den Gehorsam verweigern, wenn das Befolgen des Befehles eine Sünde wäre (z.B. Ehebrecher zur Hl. Kommunion einzuladen). Beten wir also für Papst Franziskus, auf dass er sein Amt nach dem Willen Gottes richtig führen möge.

  2. am Faschingsmontag ist Papst benedikt zurückgetreten,,,,also ehrlich gesagt ein scherz?
    es gibt Zeichen die eine Sprache sprechen,,,,und eine Sprache die zeichen ergibt.

    • Diese „vielsagende“ Andeutung ist inhaltlich derart primitiv, dass ich sie mit Benedikt beim besten Willen nicht in Verbindung bringen kann. Aber es gibt da einen Spruch: wer es zuerst gerochen, aus dem ist es gekrochen. Schon mal gehört? Es gibt durchaus eine Sprache die Zeichen ergibt…

  3. Erstens möchte ich sagen, dass es für mich unmöglich ist, in Herrn Bergoglio den Papst zu sehen. Für mich bleibt Benedikt XVI Papst. Er hat nämlich nicht aus Faulheit und weil er keinen Bock mehr hat, auf die aktive Ausübung seines Amtes verzichtet, sondern weil ihm die Kräfte ausgingen. Er hat es gut mit der Kirche gemeint und hat auf einen würdigen Nachfolger gehofft, den wir leider nicht bekommen haben.
    Zweitens ist auf kirchenrechtlicher Basis nur einer mit den Vollmachten ausgestattet, die Kirche zu leiten. Dies ist zu unseren Leidwesen gegenwärtig leider Herr Bergoglio. Laut Roberto de Mattei sei Benedikt XVI aber in keiner Form mehr Papst, sieht ihn also als degradiert in den Kardinalsstand, gewissermaßen straf-zurückversetzt. Dies ist aber mit der Tradition der Kirche nicht zu vereinbaren, da das Papsttum in der Tat einen unauslöschlichen Charakter besitzt. Benedikt hat als emeritierter Papst nicht mehr Macht als normale emeritierte Bischöfe, besitzt aber dennoch eine besondere Ehrenstellung, da er der emeritierte Bischof von Rom ist, also emeritierter Papst. Ähnlich einem Familienoberhaupt, das die Führung der Familie seinem Sohn / seiner Tochter übergibt, trotzdem aber die besondere Ehrenstellung des Älteren / Ältesten behält. Es ist also auch ein Respekt vor dem Alter. Benedikt ist ca. 10 Jahre älter als Bergoglio. Es ist aber eine reine Ehrenstellung ohne Jurisdiktion.
    Der unauslöschliche Charakter des Papsttums kommt am besten in den heiligen Päpsten zum Ausdruck die es laut der Theorie von Roberto de Mattei dann nicht geben könnte. Denn da es laut dieser Theorie keine verstorbenen Päpste gibt und es auch keine lebenden Heiligen gibt und der Papst sich auch nicht selbst heiligsprechen kann, gibt es auch keine heiligen Päpste.
    f
    Folgende Begriffe und Ausdrücke sollten, um einen sakramentalen Charakter des Papsttums zu vermeiden, abgeschafft werden:
    Heilige Päpste
    Papstbegräbnis
    Papstgrab
    Papstgrotte
    Die Papstwürde ist dann nichts Ewiges mehr, sondern was Vorübergehendes. Ein Papst hört dann nämlich genau dann auf, Papst zu sein, wenn er freiwillig auf sein Amt verzichtet oder wenn er stirbt. Folglich kann also auch kein Papst beerdigt werden. Und unter dem Petersdom ruhen keine Päpste, sondern die Bischöfe von Rom, die eine Zeit lang Papst waren. Die Papstwürde kommt und geht, sie ist nicht ewig.
    Die Anrede Heiliger Papst Pius X ist dann auch falsch. Richtig müsste sie heiliger Kardinal Sarto oder, da auch die Kardinalswürde nichts Ewiges ist, da kein Weiheamt, heiliger Bischof Sarto. Sarto WAR zweifellos ein großer Papst und IST zweifellos ein großer Heiliger, aber KEIN heiliger Papst. Die Bruderschaft St. Pius X sollte sich dementsprechend auch umbenennen.
    Wenn aber ein verstorbener Papst weiterhin Papst ist, ist dies auch ein zurückgetretener Papst. Er genießt nicht mehr und nicht weniger Ehren als seine verstorbenen Vorgänger. Benedikt XVI hat also die gleiche Stellung inne wie zum Beispiel Benedikt XV, nicht aber wie Pius X, denn ein heiliggesprochener Papst genießt selbstverständlich mehr Ehren.

    • Fortsetzung:
      Ich halte nichts von der Theorie von Roberto de Mattei. Benedikt XVI ist weiterhin, wie seine verstorbenen Vorgänger, Papst. Es gibt insgesamt 266 Päpste. 264 verstorbene und 2 lebende und 265 ehemalige und einen amtierenden. Benedikt XVI ist aber natürlich nicht in der Form weiterhin Papst, wie in Nordkorea Kim II-sung weiterhin Präsident ist. Faktisch ist zwar Kim Jong-un Staatsoberhaupt Nordkoreas, aber de jure ist Kim II-sung ewiger Präsident. Ewiges Kirchenoberhaupt ist Jesus Christus. Deswegen wird auch Benedikts Name, wie die seiner verstorbenen Vorgänger, nicht im Hochgebet erwähnt. Alle 266 Namen zu nennen wäre auch sehr zeitintensiv.
      Soweit wäre alles legitim. Benedikt reiht sich in die Linie der ehemaligen Päpste ein und macht einem rechtmäßigen Nachfolger Platz. Da aber sein Nachfolger durch seine Amtsführung es für mich unmöglich macht, ihn als Papst anzuerkennen, bleib dies für mich weiterhin Benedikt. Auch ist es anzuzweifeln, ob Benedikts Amtsverzicht wirklich völlig freiwillig war. Dies ist nämlich Voraussetzung für die Gültigkeit eines Amtsverzichts.
      Per Mariam ad Christum.

      • Sie haben im Prinzip Recht, indem Sie das Dilemma beschreiben – auch in theoretischer Hinsicht.

        Übrigens ist etwas „Unauslöschliches“ ja sowieso nicht immer sakramental verfasst. Ich finde Herrn de Mattei hier sehr oberflächlich.
        Sie beschreiben es ja anhand des Familienoberhauptes, der ein Unternehmen an sein Kind weitergibt, obwohl er noch lebt. Er ist dennoch der Unternehmensgründer, der Senior irgendwie, und der Vater sowieso – selbst wenn alle seine Kinder stürben, bliebe er dennoch Vater und keiner könnte ihn mit Recht zurücksetzen auf den Stand eines Kinderlosen oder ihn andernfalls gar dem Sohn oder der Tochter unterordnen im rechtlichen Sinn – selbst die säkulare Welt hat eine natürlich empfundene Scheu vor einer solch monströsen Vorstellung: ein Vater oder eine Mutter können niemals demKind moralisch untergeordnet werden, und wenn wir Kinder beobachten, die ihre alten Eltern so behandeln, packt uns Entsetzen, weil wir wissen, dass das zutiefst widergöttlich und unnatürlich ist.
        Nun wird einer einwenden, das sei ein natürlicher Status und mit dem rechtlichen Status des Papstes nicht vergleichbar.
        Da bin ich mir allerdings nicht restlos sicher – zeugt doch schon der Name „papa“ dafür, dass hier eine Art „Father-in-law“ mit allen Wesensmerkmalen erzeugt wird, per Rechtsakt ein Vater dem Geist, wenn auch nicht dem Blut nach, aber selbst das würde man auch natürlicherweise so sehen, dass ein Adoptivvater immer der Vater bleibt, gleich, was geschieht. „Vater im Geist“ heißt, dass der Papst natürlich nicht der wirkliche Vater ist, weil wir hier auf Erden niemand Vater nennen dürfen (wie Jesus sagte), aber Vater im stellvertretenden Sinn für den himmlischen Vater. Im Prinzip ist auch der leibliche Vater nur Stellvertreter des himmlischen Vaters und hat selbst am Kind nicht dessen Rechte und Befugnisse autonom. Die größere „Entfernung“ vom und die schwächere Wirkung des natürlichen Vaters aufs Kind (als der natürlichen Mutter) hängt damit m.E. zusammen. Während die Mutter unmittelbarer, in wesentlich engerer Verbindung und deutlicher als Mittlerin (wie die Frau prinzipiell gnadenhaft, aber vollkommen verwirklicht nur in Maria) mit dem Kind auf Christus hin verbunden ist (und Jesus auch ausdrücklich davon spricht, dass in IHM der Gläubige viele geistige Mütter erhalten wird, die er als Mutter ansprechen darf), ist beim Vater ein Tabu aufgebaut, weil der Vater einerseits den Vater im Himmel abbildet, andererseits aber vor IHM selbst nur in Furcht und Zittern seine Knie beugen kann und sich wie auch die Frau an der Gestalt Mariens orientieren soll. Gerade deshalb ist der Heilige Josef der „neue Vater“ in Christus, ein dienender Adoptivvater, dessen Autorität er jederzeit vor dem verantworten muss, der ihn befähigt, aber auch das ist doch eine Wesenseinzeichnung, wenn auch nicht auf dem Wege des Sakramentes! Anders ergäbe das doch überhaupt keinerlei geistlichen Sinn und wäre nichts als ein bürokratisch verwaltetes Amt.

      • zeitschnur, Sie schreiben:
        .
        //…weil der Vater einerseits den Vater im Himmel abbildet, andererseits aber vor IHM selbst nur in Furcht und Zittern seine Knie beugen kann und sich wie auch die Frau an der Gestalt Mariens orientieren soll…//
        .
        „… da sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten… Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel…“ (Lukas 11,1-2) Wie maßgebend ist für Sie dieses Wort des Herrn?
        Haben Sie eine richtigere, bessere Antwort als Jesus?
        Auf welcher Grundlage?
        Wir sollen Gott den Vater fürchten, aber ebensosehr und noch mehr ihn lieben, glühend und zärtlich lieben, denn: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft …“ (Markus 12,30), und „du sollst den Herrn dienen Gott, anbeten und ihm allein dienen (Kýrion tòn Theón sou proskynéseis kaì autô móno latreúseis; Matthäus 4,10).“
        Wie hätte sich Jesus ausdrücken sollen, um es noch klarer zu sagen?
        Wer erlaubt es Ihnen, Maria, die Mutter des Herrn, an diesen Platz zu stellen?

      • @ Leo Lämmlein

        Ja, und – wo ist das Problem? Bitte keine Marienphobie, Sie haben da was in den falschen Hals gekriegt.

        Ich zitier mich noch mal selbst:

        „//…weil der Vater einerseits den Vater im Himmel abbildet, andererseits aber vor IHM selbst nur in Furcht und Zittern seine Knie beugen kann und sich wie auch die Frau an der Gestalt Mariens orientieren soll…//“

        Also was habe ich gesagt? hab ich gesagt, dass Maria an der Stelle Jesu steht? Nein, das habe ich nicht! ich habe gesagt, dass der menschliche Vater den himmlischen Vater abbilden soll (das legt alleine schon die Äquivokation nahe!). Nun hat Jesus aber gesagt, wir sollten hier niemanden Vater nennen. Dennoch nennen wir unsere leiblichen und geistlichen Väter „Vater“ (Pater, Papa, Papst). Dies kann nur rechtmäßig geschehen, wenn diese so Angesprochenen ihre Knie vor dem Vater im Himmel beugen mit der Frau – eben wie Maria in vollkommenstem menschlichem Vorbild.
        Also noch mal für Sie: Maria ist das Vorbild im Glauben für jedermann!
        Was ist daran falsch?
        Sie ist die erste, die das Vaterunser vollkommen betet!

        Was Jesus betrifft gilt: „Ich und der Vater sind eins!“ Nein? Für Sie nicht?

        Worum geht es Ihnen?

    • //Worum geht es Ihnen?//

      Das wissen Sie, aber darauf gehen Sie nicht ein.
      Es geht um die richtige Gewichtung, die uns von Jesus Christus und den Aposteln vorgegeben ist.
      „Bitte keine Marienphobie“ ist keine Antwort.

      • „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft …“
        Selbstverständlich gilt das für jeden Gläubigen, an dieser richtigen Gewichtung hat @zeitschnur m.E. nicht gerührt.
        „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammtelt sind…“ da kann es doch nicht falsch MIT Maria die Knie vor dem himmlischen Vater zu beugen. Die Gewichtung um die es dann geht ist, dass wir Maria als Mittlerin und Fürsprecherin beim Vater anrufen dürfen und wir uns ihrer Ehre (als „Vorbild im Glauben“, „Urbild der Kirche“, „Zuflucht der Sünder“, „Turm Davids“ …) entsprechend verhalten sollten. So habe ich die Gewichtung im Posting von @zeitschnur verstanden.

      • Welche Gewichtung und im Bezug auf was? Und woher wissen Sie, was „richtig“ ist, wenn die Kirche leider eben nun mal lehramtlich eine andere Gewichtung vorgenommen hat, als Sie das für „biblisch“ halten?

        Sie sind längst zum Protestanten geworden, das ist zu spüren, das ist aber Ihre Sache, und Sie sollten das dann auch ehrlich sagen und nicht mich für etwas angreifen, was nun mal ebenfalls Bestand der katholischen Lehre ist, auch wenn es Ihnen, den Modernisten und allen Protestanten samt den Macho-Tradis nicht passt.

        Es genügt ein Rundgang durch eine mittelalterliche Stadtkirche, ein Streifzug durch die Literatur großer Heiliger und Kirchenlehrer schon vor 1000 Jahren oder 1500 Jahren, und Sie werden unschwer das erkennen, wovon auch ich spreche.

        Sie wollen aber etwas anderes, das sei Ihnen unbenommen, aber katholisch ist es halt nicht.

        das Chaos könnte nicht größer sein!

        Es ist irre, dass man selbst auf einem traditionalistsichen Forum angegriffen wird, wenn man das sagt, was große Heilige und alle Päpste des 19. Jahrhunderts und die meisten des 20.Jh vor dem Konzil genau so vertreten haben!
        Irre!

      • @ zeitschnur
        „Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel…“ (Apg 2,42).
        „Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht,durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe – es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet.“ (1 Kor 15,1-2)

  4. Mattei geht an der eigentlichen Problematik vorbei. Natürlich kann es nur einen Papst geben. Die Frage ist jedoch, ob der göttliche Auftrag des Petrusdienstes tatsächlich (ohne hinreichenden Grund) aufgegeben werden kann. Jenen, die dieses aus progressiver Sicht befürworten, geht es doch nicht um die Frage, ob der Zurücktretende Papst bleibt oder nicht. Es geht ihnen darum, den Rücktritt vom Papstamt als Normalfall der Beendigung päpstlicher potestas einzuführen und damit die potestas selbst zu marginalisieren. Es handelt sich hierbei um die Abschaffung des Iurisdiktionsprimates durch die Hintertür! Mattei begreift offensichtlich nicht, wo die eigentliche Zersetzungsarbeit beginnt. In diesem Sinne ist die „sakramentale Auffassung“ des Papstamtes und Ratzinges Festhalten am geistlichen munus fast wie ein letzter Versuch das monarchische Prinzip des Amtes zu retten. In der Tat kann ein Papst auf die Ausübung seines Amtes verzichten und diese Ausübung delegieren, aber er bleibt dennoch Papst. Somit kann unter normalen Umständen niemals ein neuer Papst gewählt werden, so lange der alte noch lebt, ohne das Papstamt selbst zu beschädigen.

    • Ja, gut gesehen und so deckt es sich auch mit der nicht-theologisch, nicht-rationalen, sondern gefühlten Wahrnehmung vieler draußen.
      Für mich stellt sich die Frage, wenn Benedikt XVI die Ausübung des Amtes delegiert hat, ohne damit sein „Papsttum“ aufgeben zu können, ob er dies gesehen hat (dafür spricht der gewählte Status „emeritiert“) und wenn ja, warum.

  5. @reichsrömer
    Vieles spricht für Ihre These, dass Franziskus durch einen Putsch diverser Kardinäle gegen Benedikt an die Macht gekommen ist. Die Pressionen haben wir alle als Zeitzeugen erlebt und die Fakten sprechen für diese These, auch ich bin davon überzeugt, d. h. ich glaube daran. Aber die Schwäche dieser These besteht darin, dass sie sich nicht beweisen lässt. Unsere These wird zusätzlich gestützt, durch das Verhalten von Franziskus, er übt sein Amt aus ohne verbal Papst sein zu wollen. Er löst sich von der Tradition, er löst sich von der bisherigen lehramtlichen Moralverkündigung etc. , er erklärt zwei seiner Vorgänger zu Heiligen ohne die offenen Fragen ihrer Vita zu klären und entlässt dazu den „Advokatus Diaboli“, dem die Aufgabe zustand, offene und durchaus prekäre Fragen im Lebenlauf zu klären… und … und. Alles tat er unter Inanspruchnahme seiner päpstlichen Autorität. Diese Fragen belasten das Gewissen mancher Katholiken heute nochmehr, als die zu recht gestellte Frage, ob Papst Benedikt freiwillig und ohne Zwang und Pressionen aus dem Amt geschieden ist. Wir reden dabei über den Schlüssel zur heilsgeschichtlichen Interpretation der Zeit, in der wir leben. Die Apokalypse verheisst der Kirche zwar kein gute Ende, dafür aber die Auferstehung (mit Christus) von den Toten. Möglicherweise erklärt sich hiermit die nicht auflösbare Verwirrung.

    Allen Schreibern und Lesern: Laudetur Jesus Christus

    • Menschlich ist die verworrene Lage der katholischen Kirche und der ganzen Christenheit wohl nicht mehr zu lösen. Das kann nur noch durch sein direktes Eingreifen der Herr der Kirche selbst. Den heiligen Geist, der die Kirche beseelt und leitet, habe ich dabei nicht vergessen. Aber die Christen haben ihm von Anfang an nicht nur gehorcht, sondern noch mehr sich ihm widersetzt. Nur so konnte es zu der gegenwärtigen Verwüstung kommen. Es wiederholt sich in gewisser Weise die Geschichte der vorchristlichen Menschheit, besonders des alttestamentlichen Bundesvolks, die eine Geschichte der Abtrünnigkeit gegen den wahren Gott und der Widersetzung gegen seine immer neuen Bundesschlüsse war. Aber Gott der HErr wird sein Ziel erreichen, welches das Ziel der gesamten Heilsgeschichte ist: sich ein priesterliches und königliches Volk aus der Menschheit herauszurufen, das ihm in Ewigkeit in Liebe dient.

  6. Hw Pater lic. Sven Conrad von der Petrus-Bruderschaft FSSP:
    -
    [….]
    „Aber auch mit Blick auf die Kirchengeschichte wissen wir,
    dass einerseits ( nach menschlichem Urteil )
    schwache Päpste die Kirche nicht untergehen liessen,
    dass aber andererseits sehr wohl
    alle Reformbewegungen,
    die sich vom Felsen Petri gelöst haben,
    letztlich untergehen mussten.
    [….]
    -

  7. Schon lustig, dass es wieder einmal die bösen Tradis sind, die man hier angreift…

    In der Tat wäre es besser, wenn Ratzinger nicht mehr öffentlich aufträte, denn wir haben nur einen Papst, Papst Franz.

    • Es wäre aber noch viel besser, wenn auch Herr Bergoglio nicht mehr öffentlich auftreten würde und stattdessen Platz für einen würdigen Nachfolger Petri macht.
      Per Mariam ad Christum.

  8. Puh – in dem Aufsatz geht aber einiges durcheinander.
    Dass wir keine zwei Päpste haben KÖNNEN, dürfte klar sein, aber dass wir dennoch zwei Päpste haben, ist genauso klar – und zwar durch das faktische Auftreten und Reden derer, die Papst sind.
    Leider setzt sich de Mattei überhaupt nicht mit der Problematik auseinander, dass es nicht zum ersten Mal Situationen in der Kirche gab, in denen mehrer Päpste existeiren, über deren Rechtmäßigkeit und Unrechtmäßigkeit nicht ganz einfach entschieden werden kann.
    Dass sowohl Benedikt als auch F. jeweils klare häretische Positionen vertreten haben, und F. dabei im Gegensatz zu B. den einsamen Vogel abschießt, stellt ja eben viele vor das Problem: Was fangen wir mit diesem extremen papa haereticus an, der auch in eindeutig unfehlbaren Akten fehlt (und de Mattei lügt sich was in die Tasche, wenn er Heiligsprechungen plötzlich als fallible Akte deklariert hat – alleine die Formel stellt schon klar, dass es sich um einen unfehlbaren Akt des Papstes handelt!)? Und dass das nicht erst virulent wird, wenn er selbst darüber zu entscheiden geruht, dass er Häretiker ist (was an sich schon abstrus und rechtlich unfassbar ist!!!), liegt doch so auf der Hand, wie kaum etwas klarer auf der Hand liegen kann.
    Der konservative Katholik entscheidet, so an einen häretischen Hirten ausgeliefert, zwischen Ertrinken und Vergiftetwerden. Das ist böser Rat!
    De Mattei schreibt doch selbst, dass sich alles, was in der Kirche jurisdiktionell geschieht, daran gekoppelt natürlich vor allem im Sinne der Lehre und der Sakramente, gemäß dem monarchischen Prinzip vom Papst herleitet – und das muss man durchaus geistlich-geistig, nicht bloß formal verstehen, andernfalls ergäbe es doch keinerlei Sinn!
    Wie aber soll man noch rechtgläubige Akte von einem häretischen Papst ableiten? Häretiker ist einer immer ganz, auch wenn er gelegentlich noch Richtiges sagt! Und das war eigentlich auch immer klar!
    Naturgemäß wird man vom häretischen Papst nur häretische Akte ableiten können.
    Und genau so sieht es in der Kirche auch aus!
    Theologisch schwach ist also alleine die Position de Matteis, weil sie sich in formelle Fragen flüchtet und auf die reale Situation keinerlei logische und damit befriedigende und befreiende Antwort zu geben weiß.
    Es ist eine betuliche, abwiegelnde, ja eigentlich eine verklemmte Antwort, die das Problem unter „Kontrolle“ halten will. De Mattei führt Vergleiche mit der Vergangenheit an, die nicht vergleichbar sind. Er unterschlägt, dass wir in einer völlig neuen, dramatischen Lage sind, auf die wir keine Antworten in historischen, ganz anders gelagerten Situationen suchen können und dürfen.
    Jede wahrhaftige Antwort muss philosophisch sein.
    Das hier ist jedenfalls keine solche Antwort.

    • Dazu kommt, dass die Meinung, ein rechtmäßiger Papst könne erst nach dem Ableben des häretischen Papstes gewählt werden, auch historisch Blödsinn ist.
      Auf dem Konstanzer Konzil wurde mit dem Dekret „Haec sancta“ in einer Not- und Ausnahmesituation das Konzil bevollmächtigt, die vorhandenenen Päpste abzusetzen und einen neuen zu wählen. Einer ging übrigens nicht freiwillig…

      Ohne solch rigide Maßnahmen wäre die Kirche nicht gerettet worden.

      Solange wir also weiterhin weicheiern, wird es weiter bergab gehen. Und wenn nun die paar handverlesenenen, vielleicht noch halbwegs rechtgläubigen Bischöfe, deren Weihen aber zweifelhaft sind, durch den honorigen und professoralen Herrn de Mattei derart eingelullt worden sind – und in diesen gesellschaftlichen Rängen glaubt man dem Professor nahezu alles – ist vollends gar nichts mehr zu erwarten von dieser Seite. Die Tradition ist also nun auch angekommen im modernistischen Lager…und stimmt den Modernisten in deren Kardinalbehauptung zu, dass ein Papst selbstverständlich fast immer fallibel sein kann außer vielleicht in den seltenen ex cathedra-Akten, die man dann auch noch so weit dezimiert in ihrem Vorkommen, dass der Papst eigentlich immer fallibel ist, auch in den ehemals als ex cathedra betrachteten Akten…
      Schön – was hat er dann bloß gegen das Konzil, der Herr de Mattei?

      • Zum Konzil von Konstanz: Es stimmt nicht, dass es alle 3 Päpste abgesetzt hat. Es hat den Papst der römischen Linie als den rechtmäßigen anerkannt. Es traf mit ihm die Vereinbarung, dass es sich vom ihm neu einberufen ließ und er dann zurücktrat. Erst durch die Einberufung durch den Papst der römischen Linie im Jahr 1416 wurde es zu einem rechtmäßigen Konzil. Alle Akte vorher sind null und nichtig, insbesondere auch das Dekret „Haec sancta“.

      • Das stimmt ja so nicht.

        Natürlich waren viele der Meinung, der Nachfolger Alexanders V., der auf dem Konzil in Pisa von der römischen und avignonesischen Gefolgschaft gewählt 1409 worden war, Johannes XXIII., sei der rechtmäßige Papst, als das Konstanzer Konzil begann.
        Die Weigerung der in Pisa förmlich abgesetzten Päpste, also Gregor XII. (röm. Linie) und Benedikt XIII., führte zum Dreierschisma. Und warum es überhaupt ein Schisma gab, sollte man auch genau nachlesen.

        Es ist bis heute kaum zu klären, wer nun „wirklich“ der „Richtige“ war…soweit ich weiß hat man auch die vollzogenen Weihen von allen dreien akzeptiert.

        „Haec sancta“ ist natürlich nicht null und nichtig, denn wenn es das wäre, hätte das erklärt werden müssen. Johannes XXIII. hatte das Konzil am 5.11.1414 eröffnet, weil man ihn zunächst für den rechtmäßigen Papst hielt. das Dekret „Haec sancta“ wurde am 6.4.1415 erlassen, nachdem sich Johannes XXIII. den weiteren Geschehnissen durch Flucht entzogen hatte. Ohne dieses Dekret wäre das Konzil zerfallen und es gäbe keine katholische Kirche mehr seit 1415.

        Da ja gerade eine Ausstellung zu dem Thema stattfindet, kann jeder sich in den neu erschienen Forschungsschriften gut selbst informieren.

      • Welcher Meinung „viele“ waren, ist irrelevant. Das Konzil von Konstanz hat die Neueinberufung durch Gregor XII., den Papst der römischen Linie, akzeptiert und ihn als den rechtmäßigen Papst anerkannt. Nur das zählt. Das Dekret „Haec sancta“ hat keinerlei Rechtskraft, weil vorher ohne den rechtmäßigen Papst erlassen. Dass muss nicht extra erklärt werden. Man hätte sich auch ohne dieses Dekret gleich mit dem rechtmäßigen Papst so einigen können, wie es dann geschehen ist. Eine rechtmäßige Absetzung eines Papstes durch ein Konzil oder sonstwen gibt es jedenfalls nicht und dementsprechend auch keine rechtmäßige Neuwahl vor seinem Ableben oder Rücktritt. „Prima sedes am nemine iudicatur“.

      • Sie haben sich diese Position zurechtgelegt.
        Aber man muss Sie dann eines fragen: wenn Gregor der rechtmäßige Papst gewesen sein sollte und das Konzil das anerkannt haben sollte – warum dann überhaupt der Rücktritt Gregors? Das wäre ja dann ziemlich absurd. Nicht wahr? Warum lässt man dann einen neuen rechtmäßigen Papst durch ein Konzil wählen?
        Außerdem würden Sie damit das vorangegangene Konzil in Pisa für häretisch erklären müssen, denn dort wurde zur Überwindung des Schismas bereits ein neuer Papst gewählt, dem dann Johannes XXIII. folgte…

      • Gregor hätte sich nicht durchsetzen können. Es gibt Situationen, in denen es besser ist, auf einen berechtigten Anspruch zu verzichten anstatt kompromißlos auf seiner Position zu beharren. Die Rechtmäßigkeit der römischen Linie war anerkannt, aber die Gegner dieser Position konnten auf diese Weise auch einigermaßen ihr Gesicht wahren und man konnte zusammen neu anfangen.
        Das so genannte Konzil von Pisa ist selbstverständlich häretisch.

      • … also um es kurz zu machen: Sie verbreiten hier eine private Meinung als Überzeugung der Kirche. Das ist nicht redlich!

        Die Kirche – in dem Fall war das erst ma Martin V. –, aber auch alle Nachfolger, hat das Dilemma des abendländischen Schismas auf sich beruhen lassen und niemals eine Aussage darüber gemacht, wer der Richtige war, weil es schlicht nicht entscheidbar war.

        Aus diesem Grund hat man die Weihen der verschiedenen Seiten anerkannt und auch Personen in der Nachfolge der getrennten Seiten heiliggesprochen.

        Sie machen es sich einfach und wollen alles schön gerade biegen, aber so war es nicht, und sie haben keine lehramtliche Ausage auf Ihrer Seite. Und das ist für mich der spingende Punkt.

      • In den offiziellen Papstlisten der Kirche werden die Päpste der römischen Linie als die rechtmäßigen anerkannt.

      • Sie verwechseln da etwas: Die Nennung der römischen Linie in Listen ist keine ausdrückliche Anerkennung der römischen oder Ablehnung der pisaner Linie, zumal ja gerade die römischen Anhänger in Pisa Alexander V. gewählt hatten – also schon von daher ist das sehr undurchsichtig. es wird einfach nur der öffizielle römische Papst genannt, ohne dass damit geklärt wäre, ob er der rechtmäßige Papst war – eben das war ja nicht zu klären.
        Relevant ist aber v.a. die rechtliche Folge – und die geht eben nicht von einer eindeutigen Rechtmäßigkeit der römischen Linie aus, sondern ließ es auf sich beruhen und erkannte alle Rechtsakte (also auch die der anderen) an.

        So etwas muss in der Kirche immer ausdrücklich festgestellt werden.

        Weder ist das Konzil von Pisa als häretrisch verurteilt worden, sondern es wird im Gegenteil als rechtmäßige Synode der Kirche gezählt! Noch hat die Kirche je ausdrücklich definiert, wer nun der richtige Papst war. Sie löste das Dilemma durch ein Neuwahl durch das Konzil!

      • Pisa wird doch nicht als rechtmässiges Konzil anerkannt, das stimmt doch nicht, was Sie da behaupten. Ausgangpunkt der Diskussion war ja letztlich die Frage, ob ein „Konzil“ ohne Papst rechtmäßig zusammentreten und den Papst absetzen kann. Und dafür ist Pisa/Konstanz eben kein von der Kirche anerkannter Präzedenzfall, weil das Konstanzer Konzil erst durch die Einberufung durch Gregor XII. seine Legitimität erhielt und dieser freiwillig zurückgetreten ist. Deswegen ist Ihre Aussage oben: „Dazu kommt, dass die Meinung, ein rechtmäßiger Papst könne erst nach dem Ableben des häretischen Papstes gewählt werden, auch historisch Blödsinn ist. Auf dem Konstanzer Konzil wurde mit dem Dekret „Haec sancta“ in einer Not- und Ausnahmesituation das Konzil bevollmächtigt, die vorhandenenen Päpste abzusetzen und einen neuen zu wählen“ von Grund auf falsch.

      • @ Steininger

        Was reden Sie da nur? Sie verfälschen mein Posting und die Kirchengeschichte!

        Ich schrieb, dass die Synode von Pisa rechtmäßig gilt. Die SYNODE!

        Außerdem begeben Sie sich mit Ihren privaten Optionen auf ein gefährliches ideologisches Gleis. Ich zitiere Ihnen mal den kurzen Wikipedia-Artikel:

        „Kirchenintern war es jahrhundertelang umstritten, ob Alexander V. und Johannes XXIII. als gültige Päpste anzusehen seien – Alexander VI. ging bei der Nummerierung offenbar von der Gültigkeit aus, während Johannes XXIII. 1958 mit der Neubelegung der Nummer darstellte, dass es sich beim „Namensvetter“ der Obödienz von Pisa um einen Gegenpapst handelte und die heutig herrschende Ansicht bildete.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Konzil_von_Pisa)

        Wenn Sie das Standardwerk „Gebhardt Handbuch der deutschen Geschichte Band 6. Friedrich Baethgen: Schisma und Konzilszeit, Reichsreform und Habsburgs Aufstieg“ zur hand nehmen, werden Sie entdecken, dass die Verflechtugnen der kirchlichen mit den fürstlichen Interessen so verfilzt war, dass man durchaus davon sprechen kann, dass das Papsttum durch die Konkurrenz der weltlichen Monarchen fast untergegangen wäre.
        Nirgends aber wurde je die Synode von Pisa verurteilt oder für ungültig erklärt, ganz zu schweigen von häretisch.
        Das Lehramt hat das offengelassen.

        Da Sie privat (die Kirche hat dazu wie gesagt kein Urteil gesprochen) aber so eindeutig gegen Johannes XXIII (+ Alexander V.) votieren, muss ich Sie fragen, was Sie damit ausprechen wollen: War Roncalli für Sie damit der „echte“ Johannes XXIII., oder war nicht vielmehr er der unechte – wenn Sie sehen, in welches Unglück er die Kirche gestürzt hat? Oder wollen Sie gar in Roncalli eine konziliaristische, gallikanische Wiederauferstehung des abgesetzten Johannes XXIII. in Konstanz sehen?

        Woher nehmen Sie Ihre Gewissheiten angesichts der Tatsache, dass es zu der Frage keine eindeutige lehramtliche Aussage gibt?

      • Dass ein Konzil, das von keinem Papst einberufen und von keinem bestätigt wurde, nicht gültig ist, versteht sich doch von selbst.

      • Ausserdem: Sie behaupten eine mögliche Gültigkeit des Konzils von Pisa und seiner Papstabsetzungen. Wollen Sie den Satz „ Prima sedes a nemine iudicatur“ in Frage stellen? Sie sollten sich dann schon im klaren sein, dass das nicht mehr katholisch ist.

  9. Wir leben im Zeitalter der Gaukler, alle berühmten Leute heute könnte man in einen Zirkus sperren, Musiker Tänzer und Redenschwinger. So verhält es sich leider auch mit der Situation Roms und einer Befreiung Roms! Während alle nach Rom schauen und nicht auf das was zentral von Bedeutung ist, erliegt der Zuschauer einem Taschenspieler Trick, dem Geist der Ablenkung und Verwirrung, Sie auch. Sobald der Richtige, rechtmäßig handelt, wäre Wut, Hass und Chaos die Folge und Rom würde brennen. Aber ist es nicht recht, rechtmäßiges auch zu tun? Nun es wird getan werden, die Frage des Papstes ist gar nicht so zentral. Zentral ist die Frage des Königtums. Man vergesse nicht, auch bei Christus ging es um die Krone, Verrat und Tod waren das Resultat! Ich bitte jeden Priester der dies liest, debattieren sie nicht über rechtliches oder philosophisches, leben sie apostolisches Priestertum. Debatten sind Gauklertricks der Freimaurerei, es war ja ihr bestreben einen Papst zu erwischen den man über die Philosophie ködern konnte, und genau so ködern sie auch unsere Priester dann. Sie wären nur jemand, der einem Zug hinterher rennt den er längst verpasst hat. Ziege ist Ziege, und Bock ist Bock, Priester ist Priester, und Krieger ist Krieger. Diese Leute verstehen nur das Schwert. Würden Sie in der Levante einem IS-Opfer über dem Weg laufen, und faseln von Christus haut der Ihnen den Kopf vom Hals, vielleicht haben Sie Glück und es geht schnell und Sie werden nicht vorher noch vergewaltigt. Und wundert Es Euch eigentlich nicht das Transsexuelle auch in islamischen Ländern verkehren können? Wäre mal interessant zu sehen was so mancher Wüstenfuchs in seinem Haarem hat. Es reicht ein Funke, und Ihr bekommt schon was Euch auch gehört, allerdings brennt dann umgangssprachlich gesagt, der Baum. ‚Und NEIN, es hat nicht mit Rom und dem weißen Kalifen von Rom zu tun, ein Kalif ist ein Stellvertreter Gottes, welch Ironie. Ein Hirte weidet keine Wölfe soviel weiß sogar so ein kleiner Geist wie ich, Respekt und Achtung dem apostolischen Priestertum gegenüber ist eins, so n Gottkönig der sich anbeten lässt bei seiner, nennen wir es Inthronisierung, ist etwas anderes. Im Christentum ist Thron und Altar getrennt, beim Antichristen nicht. Nun ja das hat man nun davon. Der Funke kommt in Deutschland, brennen wird die Welt, auch Rom, Gott will es. Solange gilt: Mein Pferd! Mein Pferd! Mein Königreich für ein Pferd!!! Jammert nicht um den Papst, ob der nun Franziskus oder Benedikt heißt ist irrelevant, es ist so als würde man drüber diskutieren gewinnt der FC Bavaria oder AS Rom am Samstag. Warm nehmt Ihr Euch nicht was Euch gehört? Dann wäre der Budenzauber vorbei, die Türe dazu hat Christus in seiner Weisheit und Gnade Euch aufgelassen, selbst Eure Priester sehen Sie nicht, ich respektiere die Priester und mag Sie, aber Fakt ist Fakt, nicht mal die Priester ham gemerkt wo die Türe unser Herr Jesus Christus offen gelassen hat. So bis neulich ich schau mal nach meinem Gaul!

    • ???

      Der König sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

      Und das Nachdenken wird uns wohl nicht erspart bleiben. Das Petrusamt hat übrigens der König selbst gestiftet. Das Lehramt ist Schlüssel zur Stabilität in der Kirche. ER wollte es so – und dass ER recht hatte sehen wir an der Zerstörung des Papstamtes und der vorhandenen Instabilität.
      Es gibt keinen Priester ohne prinzipielle Herleitung von der Autorität des Papstes.
      Ein Priester hat hinsichtlich der Lehre überhaupt keine Befugnisse. Vielleicht ist Ihnen das nicht klar! Und selbst der Bischof hat nur dann Lehrgewalt, wenn er sie im Verein mit dem Papst ausübt. Ist Lehre der Kirche…Alle anderen, Priester, Laien, Männer, Frauen dürfen nachdenken, schreiben, prophetisch reden, aber sie sind darin vollkommen der Entscheidung des Lehramtes unterworfen. Der priester sitzt hier also in einem Boot mit den Laien.
      Was ihm bleibt, ist die Befugnis, die Sakramente zu spenden, die er spenden darf.
      Es ist also ganz daneben, nun einem priesterlichen Größenwahn das Wort zu reden.

      Ja – die Verwirrung wird immer schlimmer.

  10. Wenn das Papstamt es erlaubt, dass (ich rede jetzt allgemein und nenne keine Namen) Häretiker oder Apostaten die Kirche zerstören, bei welchem Unterfangen sie listigerweise unterhalb des Unfehlbarkeitsanspruchs bleiben und trotzdem auf Gehorsam und Gefolgschaft von 1,2 Milliarden Katholiken und eigentlich aller Christen (1/3 der Weltbevölkerung) pochen dürfen, – dann stimmt etwas Grundsätzliches an diesem Papstamt nicht, oder zumindest am Verständnis des Papstamstes. Denn etwas steht ohne Zweifel fest: zu d i e s e m Zweck kann der Herr Jesus Christus das Papstamt bzw. den Petrusdienst nicht eingesetzt haben.

    • Natürlich nicht! Und deshalb hat die Kirche ja definiert, welche Aussagen dazu führen, dass einer verflucht ist… Mir will das ja keiner glauben, obwohl das so klar wie Kloßbrühe ist. Man wird mit der dümmlichen Sedisvakantismuskeule plattgemacht, obwohl das das Argument der Schläger und Mörder ist.
      Aber wenn es heißt, der und der ist verflucht, und einer im Petrusdienst sagt genau das, was bisher unter Anathem stand – wie bescheuert kann man eigentlich noch sein, wenn man dann nicht sofort auch mit geringer Intelligenz erkennt, dass der Bursche da oben nicht der Papst sein kann, weil er ein offenkundiger Häretiker ist. Wenn einer den Koran küsst – was muss eigentlich noch passieren? Bloß weil er dann die konservativen Sexhysteriker mit konservativer Familienmoral beruhigt wird das marginalisiert?
      Dabei ist eine sexuelle Entgleisung viel viel weniger schlimm als das Küssen des Korans, der Christus verleugnet!
      Seit Johannes XXIII. wird starrsinnig eine Häresie nach der anderen verkündet, und die Christenheit sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange…und behauptet, dem nachzufolgen, der mit seiner Mutter der Schlange den Kopf zertritt.
      Ja, so werden die Weisen vor Gott zu Toren…

      Hört mir doch bloß auf…

  11. Ich möchte folgenden Brief zitieren, da er mir sehr treffend erscheint:

    Nummer CCCLXXIV (374) 13. September 2014
    FEHLBARE PÄPSTE
    ________________________________________
    Weder Liberalisten noch Sedisvakantisten hören gerne, daß sie wie Kopf und Zahl von ein- und derselben Münze sind; und dennoch trifft es zu. Beispielsweise stellen sich beide keine dritte Alternative vor. Nehmen wir zum Beispiel den Brief an die drei Bischöfe von Bischof Fellay vom 14. April 2012, wo er zu seinem Liberalismus keine Alternative außer den Sedisvakantismus sah. Umgekehrt denken viele Sedisvakantisten, wer die Konzilspäpste für echte Päpste hält, könne nur ein Liberalist sein, und wer den Sedisvakantismus kritisiert, fördere den Liberalismus.

    Doch in Wirklichkeit ist dies überhaupt nicht so!

    Warum?
    Weil beide die Unfehlbarkeit des Papstes übertreiben und damit denselben Irrtum begehen.

    Warum tun sie das?
    Vielleicht weil auf beiden Seiten moderne Menschen stehen, welche mehr an Personen als an Institutionen glauben? Doch warum sollte das ein Merkmal des modernen Menschen sein? Weil ab ungefähr dem Protestantismus immer weniger Institutionen wahrhaftig das Gemeinwohl suchen, sondern immer mehr Privatinteressen, wie z.B. das Geld („meine monetäre Forderung an Dich“), was natürlich unseren Respekt vor diesen Institutionen schmälert. Beispielsweise bewahrten einige gute Männer die verkommene Institution namens Modernes Bankwesen davor, all seine üblen Wirkungen sofort zu entfalten, aber die verkommenen „Bankster“ von heute zeigen doch, was die Institutionen der Mindestreserve-Banken und Zentralbanken in sich von Anfang an waren. Wegen der Feinde von Gott und Mensch steckt der Teufel in den modernen Strukturen.

    Somit ist es verständlich, daß die modernen Katholiken dazu neigten und neigen, zu viel Vertrauen in den Papst und zu wenig Vertrauen in die Kirche zu setzen. Damit sind wir auch schon bei der Antwort an jenen Leser, welcher mich fragte, warum ich nicht in derselben Weise über die Unfehlbarkeit schreibe wie die klassischen katholischen Handbücher der Theologie. Gewiß sind diese Handbücher auf ihre Weise wunderbar, doch wurden sie alle vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschrieben und neigen dazu, dem Papst eine Unfehlbarkeit zuzugestehen, welche der Kirche gehört (!)

    In diesen Handbüchern wird beispielsweise die Krone der Unfehlbarkeit einzig als eine feierliche Definition durch den Papst oder durch den Papst auf einem Konzil, aber auf jeden Fall durch den Papst, präsentiert. Das heutige liberalistisch-sedisvakantistische Dilemma war die Folge, und als solche auch eine Bestrafung(!) für die Neigung, die Person überzubewerten und die Institution unterzubewerten, denn schließlich ist die Kirche keine rein menschliche Institution.

  12. Fortsetzung:

    Denn erstens
    ist auf dem Berg des Ordentlichen Lehramtes die Schneekappe des Ausserordentlichen Magisteriums nur in sehr beschränkter Weise der Gipfel – denn er ist völlig unterstützt vom Felsgipfel unterhalb des Schnees ab.
    Zweitens
    wissen wir vom maßgebenden Text über die Unfehlbarkeit, von der Definition des wahrlich katholischen ersten Vatikanischen Konzils (1870), daß die päpstliche Unfehlbarkeit von der Kirche kommt, und nicht umgekehrt. (!)

    Nur wenn der Papst alle für eine ex cathedra Lehre notwendigen vier Bedingungen anwendet, dann, sagt die Definition, besitzt er „jene Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche in der endgültigen Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenlehre ausstatten wollte”. Natürlich ist das so, denn von wem könnte die Unfehlbarkeit sonst stammen, außer von Gott? Die besten unter den Menschen, und einige Päpste waren wirklich gute Menschen, mögen so gut wie keine Fehler begangen haben, aber solange sie mit der Erbsünde behaftet sind, können sie nicht unfehlbar wie nur Gott allein sein. Wenn diese Menschen unfehlbar sind, dann kommt diese Unfehlbarkeit von außerhalb ihrer Menschheit ihnen zu, durch ihre Menschheit, aber von Gott her, welcher durch seine Kirche sie zu schenken gewählt hat.
    Diese Unfehlbarkeit darf dann nur ein momentanes Geschenk für die Dauer einer Definition sein.

    Das bedeutet, daß außerhalb der ex cathedra Momente nichts einen Papst davon abhält, Unsinn(!) zu reden, wie die neue Religion des Zweiten Vatikanischen Konzils. Daher benötigen weder Liberalisten noch Sedisvakantisten diesen Unsinn ernstzunehmen, und sollten ihn auch nicht beachten, weil, wie schon Erzbischof Lefebvre sagte, wir 2000 Jahre an unfehlbarer Kirchenlehre durch das Ordentliche Magisterium besitzen, durch welches wir beurteilen können, daß Unsinn vorliegt.

    Kyrie eleison.

    „Fürchtet diese Zeiten nicht, denn sie werden nicht schwer sein, wenn ihr Meine Hand der Barmherzigkeit annehmt und lernt, vollkommen auf Mich zu vertrauen. Ich segne euch heute im Namen Meines Vaters und vermache jedem von euch Meine Stärke, Meinen Mut und Meine Widerstandsfähigkeit, denn ihr werdet diese Eigenschaften brauchen, wenn ihr wahre Christen, treu zu Meinem Heiligen Wort, bleiben wollt.

    Euer Jesus“

    In diesem Sinne:

    - Kopf hoch
    - Augen auf
    - keine Furcht
    … JESUS selbst kommt bald – Halleluja!

    • „Pastor aeternus“ sagte demgegenüber folgendes (1870):

      „Wir lehren also und erklären: Nach den Berichten des Evangeliums wurde der Jurisdiktionsprimat (Regierungsvorrang) über die ganze Kirche Gottes von Christus dem Herrn unmittelbar und direkt dem heiligen Apostel Petrus verheißen und übertragen. (…)

      Zu dieser ganz eindeutigen Lehre der Heiligen Schrift, die die katholische Kirche allezeit auch in diesem Sinn verstanden hat, stehen in offenem Gegensatze gewisse verwerfliche Ansichten, deren Vertreter die von Christus dem Herrn seiner Kirche gegebene Regierungsform umstürzen wollen, indem sie leugnen, dass Petrus allein vor den übrigen Aposteln – und zwar vor jedem einzelnen wie vor ihrer Gesamtheit – von Christus mit dem wahren und eigentlichen Jurisdiktionsprimat ausgerüstet wurde; oder indem sie behaupten, der Primat sei nicht unmittelbar und direkt dem heiligen Petrus selbst, sondern der Kirche übertragen und erst durch die Kirche an Petrus als ihren Diener weitergegeben worden.“ (http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pastor_aeternus_%28Wortlaut%29)

      Damit muss sich nun mal auch ein Bischof Williamson abfinden – der Papst hat seine Autorität nicht von der Kirche, sondern unmittelbar von Christus. Er gehört nach diesen Worten des Konzils Vat. I nun eindeutig zu denen, die verwerfliche Ansichten verbreiten. Wer ihm folgt, schließt sich damit dem Widerspruch gegen unfehlbar verkündete Konzilsbeschlüsse an.

      Na denn.

  13. Erstens ist festzuhalten: Das Papstamt ist eine Funktion, und besitzt daher keinen unauslöschlichen Charakter. Es ist daher falsch, wenn der Papstbruder nach der Abdankung seines Bruders in den Medien feststellte, man könne vom Papstamt nicht mehr heruntersteigen. Natürlich kann man das, da es ja keine sakramentale, sondern eine jurisdiktionelle Stufe ist. Allerdings müßte ein solcher Amtsverzicht freiwillig, ohne Furcht und Zwang erfolgen. Und da habe ich meine starken Vorbehalte. Mich erinnert der Rückzug Ratzingers an den Verzicht Kaiser Karl I. von Österreich, der ja auch nicht abdankte, sondern lediglich auf seinen Anteil an den Regierungsgeschäften verzichtete, im übrigen sich aber weiterhin als Kaiser von Österreich fühlte, was auch im vereinfachten Protokoll und den Titulaturen so weit wie möglich beibehlten wurde. Im Falle Benedikts drängen sich die Parallelen nachgerede auf. Natürlich bleibt er der 266. Papst der Kirchengeschichte. Die Frage ist, ober es auch aktuell noch ist. Abgesehen davon, daß Bergoglio offensichtlich als Ehrenrotarier von seinen jüdischen und freimaurerischen Hintermännern an die Macht geputscht wurde, und es die göttliche Vorsehung nicht zuläßt, daß er in den Apostolischen Palast zieht und sich der päpstlichen Insignien bedient da besagter Herr den Luxus eines 5-Sterne Hotels und den Beifall der Asphaltgazetten den alten Gemäuern im Vatikan vorzieht, denkt Ratzinger offensichtlich nicht daran, auf seine päpstlichen Ehrenrechte zu verzichten. Sowohl Titel als auch Auftreten weisen ihn nach wie vor als Pontifex Romanus aus, ein in der Geschichte der Kirche noch nie dagewesenes Faktum. Bergoglio hingegen verzichtet ostentativ darauf. Nolenti non fit iniuria, kann man da nur sagen, er will nicht Papst i.S. der katholischen Kirche sein, da sein Logenauftrag die Zerstörung derselben zwecks Etablierung der von Peres mittlerweile offen angedachten jüdisch-freimaurerischen ONE WORLD RELIGION DES ANTICHRISTEN ist. Hier geht es nicht mehr um ein ästhetisches Problem, sondern nur mehr um nackte Tatsachen. Wer das Auge davor verschließt, dem kann man leider nicht mehr helfen. Wie Gott letztlich eingreifen wird, um dieses schreckliche Dilemma zu lösen, ist ein Mysterium, hinter das wir nicht blicken können. Selbsthilfe i.S. sedisvakantistischer Theorien ist angesichts der Zersplitterung dieser Gruppen offensichtlich nicht der Wille Gottes. Wie man hört, sind die in Österreich von der FSSPX abgefallenen Widerstandspriester bereits in verschiedene Lager gespalten – so wie bei den Protestanten. Unser Auftrag kann nur sein, zu stehen und zu kämpfen und mit felsenfestem Vertrauen des Sieges der Ubefleckten zu harren.

    • Pastor aeternus (1870) sagt immerfort wieder, dass das Petrusamt von Christus selbst hergeleitet wird und eine Gnadengabe ist:

      „Diese Gnadengabe der Wahrheit und nie wankenden Glaubens ist also Petrus und seinen Nachfolgern auf diesem Stuhl von Gott verliehen worden, damit sie ihres erhabenen Amtes zum Heil aller walten können; damit durch sie die ganze Herde Christi vom Giftkraut des Irrtums ferngehalten und auf den Fluren der himmlischen Lehre geweidet werde; endlich damit die ganze Kirche nach Beseitigung jedes Anlasses zur Spaltung in der Einheit bewahrt bleibe, und auf ihr Fundament gestützt den Anstürmen der Hölle standhalten könne.“

      Ein erhabenes Amt ist keine bloße „Funktion“.

      Wo steht, dass das Papstamt „nur“ ein jurisdiktionelles Amt ist? rein jurisdiktionelle Ämter sind niemals mit Gnadengaben ausgestattet, sondern mit der gewöhnlichen Begleitung des Inhabers durch Schutzengel etc.

      Es leitet sich das Papstamt jedoch unmittelbar von Christus und nicht von der Kirche selbst her – es ist geradezu blasphemisch, das nun auf eine bloße „Funktion“ zu reduzieren, die man an und ablegt.
      Benedikt spürt doch selbst, dass das nicht geht – und deswegen trägt er das Weiß.
      Das Papstsein hört nicht einmal mit dem Tod auf – oder warum sollten wir einen „Heiligen Pius X.“ verehren und nicht einfach Bischof Sarto?

  14. Für mich ist und bleibt Benedikt XVI der echte und einzige Papst, bis dass der Tod uns scheidet, auch wenn er im Moment sein Amt nicht ausübt – aus welchen Gründen auch immer. Jedenfalls werde ich einem falschen Propheten auf dem Petrusstuhl, der noch nicht einmal einen Fischerring trägt, nicht gehorchen.

    • @ marienkind I.
      Das unterschreibe ich auch, allerdings mit folgender Einschränkung: Ich gehorche nur dann, wenn Sprechen und Handeln in der Tradition des Lehramtes steht. Für Bergoglios eigenmächtige Eskapaden stehe ich nicht zur Verfügung. Zudem habe auch ich keinerlei Zweifel, dass Papst Benedikt der rechtmäßige Papst bis zu seinem Tod ist, Und einem falschen propheten werde ich auch nicht hnterher rennen.

      • Sie sollten genau lesen, werte Sarah. Marienkind I maßt sich durchaus kein Urteil über den wahren Papst an, er/sie verteidigt ihn sogar. Das sollte jeder Katholik tun.
        Per Mariam ad Christum.

  15. „Der Papst ist mit einem Wort der, der die höchste Jurisdiktionsgewalt hat, die „plenitudo potestatis“, um die Kirche zu leiten. Deshalb ist der Nachfolger des Petrus zuerst Papst und dann erst Bischof von Rom. Er ist Bischof von Rom, weil er Papst ist und nicht Papst, weil er Bischof von Rom ist.“

    Die Sicht des eben gewählten K. Bergoglio zum Papst dagegen ist völlig konträr. Kaum hat er die Wahl zum Papst angenommen, blendet er das Amt des Nachfolger des Petrus komplett aus. Er spricht sogar davon, daß die Aufgabe der Kardinäle im Konklave sei, Rom den Bischof zu geben und nicht der Kirche den Stellvertreter Christi.
    Papst em. Benedikt ist für ihn emeritierter Bischof und nicht Papst.
    „Und jetzt beginnen wir diesen Weg – Bischof und Volk –, den Weg der Kirche von Rom, die den Vorsitz in der Liebe führt gegenüber allen Kirchen; einen Weg der Brüderlichkeit, der Liebe, des gegenseitigen Vertrauens.“
    Demnach gibt es nur noch Ortskirchen und die Ortskirche von Rom mitsamt Bischof und Volk hat den Vorsitz inne.
    Die EINE, HEILIGE, KATHOLISCHE und APOSTOLISCHE KIRCHE mitsamt Papstamt erledigt?

    Zur Erinnerung, die ersten offiziellen Worte vom 13.3.13 von PAPST FRANZISKUS von der Mittlere Loggia der vatikanischen Basilika:

    Brüder und Schwestern!
    Guten Abend!

    Ihr wißt, es war die Aufgabe des Konklaves, Rom einen Bischof zu geben. Es scheint, meine Mitbrüder, die Kardinäle, sind fast bis ans Ende der Welt gegangen, um ihn zu holen. … Aber wir sind hier. … Ich danke euch für diesen Empfang. Die Diözese Rom hat nun ihren Bischof. Danke. Zunächst möchte ich ein Gebet sprechen für unseren emeritierten Bischof Benedikt XVI. Beten wir alle gemeinsam für ihn, daß der Herr ihn segne und die Mutter Gottes ihn beschütze. (Vater unser …Gegrüßet seist du, Maria …Ehre sei dem Vater…)

    Und jetzt beginnen wir diesen Weg – Bischof und Volk –, den Weg der Kirche von Rom, die den Vorsitz in der Liebe führt gegenüber allen Kirchen; einen Weg der Brüderlichkeit, der Liebe, des gegenseitigen Vertrauens. Beten wir immer füreinander. Beten wir für die ganze Welt, damit ein großes Miteinander herrsche. Ich wünsche euch, daß dieser Weg als Kirche, den wir heute beginnen und bei dem mir mein Kardinalvikar, der hier anwesend ist, helfen wird, fruchtbar sei für die Evangelisierung dieser schönen Stadt.

    Und nun möchte ich den Segen erteilen, aber zuvor bitte ich euch um einen Gefallen. Ehe der Bischof das Volk segnet, bitte ich euch, den Herrn anzurufen, daß er mich segne: das Gebet des Volkes, das um den Segen für seinen Bischof bittet. In Stille wollen wir euer Gebet für mich halten.

    Jetzt werde ich euch und der ganzen Welt, allen Männern und Frauen guten Willens, den Segen erteilen. [Segen]

    Brüder und Schwestern, ich verabschiede mich von euch. Vielen Dank für den Empfang. Betet für mich und bis bald! Wir sehen uns bald: Morgen möchte ich die Mutter Gottes aufsuchen und sie bitten, ganz Rom zu beschützen. Gute Nacht und angenehme Ruhe.

  16. Ich bin keine Theologin, ich sehe nur folgende Fakten, die ich als einfache Leserin so nach und nach den verschiedensten Publikationen entnehmen konnte und mit Vorsicht zusammenbaue: Papst Benedikt sollte bereits 2005 durch Bergoglio verhindert werden. Das klappte nicht. Ua. blieb Kardinal Daneels aus Zorn über diesen neuen Papst mindestens der Feier nach der Wahl fern, angeblich reiste er sogar sofort aus Rom ab. Da haben andere mehr Hintergrundwissen, die das bestätigen können oder zurückweisen. Papst Benedikt hat von Anfang an Feinde gehabt, innerhalb und außerhalb des Vatikans, die alles daran gesetzt haben, ihm alle Hindernisse in den Weg zu werfen, die einen so feinsinnigen, dabei mit eher zerbrechlicher Gesundheit ausgestatteten, aber dafür mit einem unzerstörbaren Gottvertrauen gesegneten Diener Gottes über kurz oder lang an den Rand seiner Kräfte bringen mussten. Wie er Peter Sewald gegenüber einmal sagte und dieser festhielt: Meine Macht endet hier an der Tür.
    Was innerhalb der Kurie und insbesondere in den Reihen der deutschen Bischöfe gegen Papst Benedikt los war, können wir einfachen Gläubigen nur erahnen, verschiedene Statements, wie von Zollitsch nach der Wahl Bergoglios lassen es ahnen, die Reaktionen nach der Freiburger Rede auch. Die „Kehrtwendungen“ verschiedener deutscher Bischöfe und Kardinäle seit März 2013 tun ihr übriges.
    Dann die Berichterstattung in den Medien. Bei Bergoglio ist alles großartig. Benedikt wurde sogar vorgeworfen, dass Gott ihm ein Zeichen der Versöhnung in Auschwitz gesandt hat. Wäre der Regenbogen jetzt über den italienischen Massengräbern gestanden, die Medien wären durchgedreht.
    All die Skandale, mit denen Papst Benedikt fertig werden musste, ein Mann, der aus tief verwurzelter Frömmigkeit stammt und ein echter Glaubender Diener Gottes ist. Seine Gesundheit am Ende seines Pontifikats spricht Bände und legt Zeugnis ab, unter welchem Druck dieser Mann stand.
    Wissen wir, mit welchen Mitteln Benedikt letztendlich aus dem Amt gedrängt wurde? Wie man es angestellt hat? Wie subtil und brutal zugleich?
    Für mich war es ein Putsch, einer mit leisen Mitteln, wo an Stellen zugeschlagen wird, wo man außen keine Verletzungen sehen kann. Scheinbar alles rechtens ist.
    Die schnelle Wahl Bergoglios passt dazu. Eigentlich war sie zu erwarten, denn er stand ja in der Warteschleife, all die Jahre.
    Dieses Pontifikat jetzt raubt mir den letzten guten Willen, den ich zu Anfang wie jeder Katholik diesem neuen Amtsinhaber gegenüber hatte. Da ich kein kritikloser Jubelperser bin, noch nie gewesen bin, kann ich je länger, desto weniger, den jetztigen Amtsinhaber akzeptieren. Mit allem, was er anstellt und sagt.
    Es tut mir leid, für mich ist und bleibt Benedikt XVI. der wahre Papst. Aufgrund all dessen, was wir so bruchstückhaft erfahren haben. Mag ich damit zur Schismatikerin, Häretikerin, Abtrünnigen oder Sedisvakantin werden. Ich kann nur auf das Verständnis und die Gnade meines Herrn Jesus Christus hoffen.

  17. Es ist wohl klar, was Roberto de Mattei sagt, dass es immer nur einen Papst geben kann. Und es ist auch richtig, dass das Amt des Papstes über dem Amt des Bischofs von Rom steht. Petrus war immer Papst, auch als er noch in Jerusalem oder in Antiochia war. Und es ist sehr überzeugend, dass das Papstamt ein Jurisdiktionsamt ist und kein unwiderrufliches Sakrament. Aber die Frage bleibt, ob Benedikt wirklich zurückgetreten ist. Er sagt selber, dass er nun das Petrusamt in einer anderen Form ausübt, durch das Fürbittgebet für die ganze Kirche. Das scheint ihm das einzig mögliche zu sein, seitdem ihm die Ausübung seines Amtes in anderer Form unmöglich gemacht ist. Er residiert weiter im Vatikan, er trägt das päpstliche Kleid, nur übt er die Jurisdiktion nicht aus.
    Dann aber wäre es klar, dass das Konklave nur eine makabere Scheinveranstaltung war und dass der, der als Papst Franziskus ausgegeben wird, nicht das ist, was er vorgibt zu sein. Und er kann sagen und tun, was er will, es muss niemanden in der Kirche binden.

  18. zeitschnur sagt:
    16. September 2014 um 11:07
    ???

    Der König sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

    Ich stimme Ihnen ja zu, nur eigentlich hat es nie geschadet christliche Monarchien an der Seite der Kirche zu haben, welche auch die Kirche weltlich schützen. Die Angriffe auf Rom haben mit Sicherheit nicht Ihren Höhepunkt erreicht, leider. Und ich sagte auch nicht es sollte etwas am Priesteramt geändert werden, vielleicht drückte ich nicht deutlich genug aus. Weltlich kann rechtlich was geändert werden, dann hätten alle hier ihre christlichen Rechte und Pflichten nicht nur juristisch auch im Gemeinschaftsleben, und das Christentum wäre unantastbar. Im Gegenteil heute finden mediale Verunglimpfungen und Hetzkampagnen statt, leichter Widerspruch zum Eigentlichen, bedenke man die christliche, europäische Kultur. Leider gibt es Leute heutzutage, die an dem Ast sägen auf dem sie sitzen, ohne es zu merken, egal ob in den Medien in der Politik oder sonst wo. Ob und wer wirklich Papst ist, wird die Zeit zeigen. Gewisse Dinge sind eigentlich in Deutschland nicht diskussionswürdig wie das Thema Gewalt gegen Homosexuelle, das Grundgesetz sagt da genug zu, die Menschen sind geschützt. Der Angriff auf das Christentum wird am Ende denen auch nichts bringen, denn Impotente können nun halt mal keine Kinder zeugen. Was ernsthaft ein Problem sein wird, weder die Treuen Christen lassen sich aus Rom verjagen, zu Recht, noch diese Transgender-Kirche, was bleibt ist ein Schrecken mit Ende. Was wirklich fehlt ist allerdings seitens der treuen Christen eine Vorkämpfer-Figur die öffentlich Position bezieht und auch öffentlich für die Werte, in die Bresche springt, viele Menschen in Deutschland denken schon richtig, auch wenn man nicht in die Kirche geht. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, es ist so. Viele denken und fühlen ähnlich, wissen nicht mal das es traditionelle Katholiken gibt. Solange der Zustand nicht behoben ist, ändert sich leider wenig. Und man bedenke immer mehr Leute sehen das so wie es jetzt läuft, nicht weiter laufen kann. Wenn schon bayrische Religionslehrer nicht wissen um die Existenz traditionellen Christentums, ist das vielleicht das eigentliche Problem, weniger wer Papst ist. Wie immer gilt , auf das Beste hoffen, auf das Schlimmste vorbereitet sein.

    • Leider haben diese christlichen Monarchien allzu oft sogar sehr geschadet, weil der König nämlich mit dem Papst um die Macht kämpfte, und dies mit allen Bandagen.

      Ich weiß, dass viele Tradis die Monarchie vergötzen, aber sie ignorieren die faktische Geschichte des Abendlandes und die prinzipielle Höchst-Anfälligkeit der Monarchie für die Tyrannis (wie sie die spätrömischen Kaiser uns so grauenvoll zeigen) einfach. Aber auch diverse byzantinische Kaiser und Kaiserinnen sind echte Horrorgestalten…

      Thomas von Aquin hat zwar die gerechte Herrschaft eines einzigen Monarchen für die beste Regierungsform gehalten, aber nur, wenn sie auch recht ausgeübt wird. Er hat genauso klar festgestellt, dass keine andere Form dermaßen pervertieren und eskalieren kann wie die Monarchie, wenn sie sich in Form der Tyrannis eines einzelnen auslebt. Auf der Messlatte unserer Monarchien hat man alles angetroffen – einen Heinrich IV., der – nach den Aussagen der Quellen – ein Vergewaltiger und Mörder war und den Papst mit allen Mitteln austrickste, oder solche wie hier in Baden z.B. den Marggrafen von Baden-Baden, den Türkenlouis, oder seine Frau, die nach ihm regierte, die fromme, und für die ganze Region einst äußerst segensreiche Markgräfin Sibylla Augusta (Ja – das war das Zollitschland einstmals!), von deren positiver Wirkung wir heute noch zehren…

      Das ist also ganz abhängig vom guten Willen des einzelnen Monarchen, wie Sie sehen, und das Volk war dem immer hilflos ausgeliefert, wobei ja aufgrund der Schrift Thomas von Aquins (De regno) auch ein Absetzen schlechter Monarchen durchaus legitim sein könnte – ist aber eine heiße und kontroverse Diskussion (gewesen)…

  19. Die Frage inwieweit Benedikt XVI. noch Papst ist oder nicht, ist sekundär. Schlimm ist sein Schweigen gegenüber den Eskapaden seines Nachfolgers. Ich kann und will nicht glauben, daß er mit allem was Herr Bergoglio, dieser Pseudopapst, von sich gibt konform geht. Diesen Blödsinn, daß zwischen ihm und Franziskus kein Blatt Papier paßt, da sie so eng beieinander seien, glaubt doch keiner. Sich still leidend zu verkriechen ist keine Lösung. Es wirft sich allerdings dennoch die Frage auf, ob und wie weit Benedikt mit Herrn Bergoglio theologisch übereinstimmt. Sein Schweigen ist jedenfalls unerträglich. Was seine juristische Stellung als Papa Emeritus betrifft, so ist er, falls er zum Rücktritt durch diverse Kreise genötigt wurde – wovon ich überzeugt bin – immer noch rechtmäßiger Papst, und Bergoglio ein Ursurpator.

  20. In (meinem) Glaubensbekenntnis (CREDO) kommt kein Papst vor … die HEILIGE Kirche sehr wohl und Pontius Pilatus – aber der Papst? NO!

    Und ich glaube – soweit ich’s weiss, man korrigiere mich … – in keinem der bisherigen Glaubensbekenntnisse
    (Nicäa, Athanasius, etc. pp.)
    steht ein/der Papst als ein „an ihn zu Glaubender“ drin.

    Damit ist für mich alles gesagt …

    ach nein, eines noch: ist der ASCII-CODE – bekannt?

    Hier zum nachprüfen: http://www.tcp-ip-info.de/tcp_ip_und_internet/ascii.gif

    ALT 66 = B
    ALT 69 = E
    ALT 82 = R
    ALT 71 = G
    ALT 79 = O
    ALT 71 = G
    ALT 76 = L
    ALT 73 = I
    ALT 79 = O

    66+69+82+71+79+71+76+73+79=666

    Für jeden PC-Besitzer selbst nachvollziehbar:
    1) öffne ein beliebiges Dokument
    2) halte die „ALT“-Taste und gleichzeitig tippe man die jeweilige Nummer (siehe oben)
    3) Nach jeder Nummer lasse man die „ALT“-Taste frei –> es erscheint der jeweilige Buchstabe (siehe oben)

    Dann – so man sich die Mühe machen und es nicht glauben will – addiere die Nummern.

    JA – noch EINS: man Lese Offb. 13,18 nach:
    „Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig“

    Am Besten das ganze Kapitel:
    http://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/offenbarung/13/#1

    Ita est —> Obliviscimini Bergoglionem !

    • Entweder ist mein Rechner hin, oder Sie sind ein Charlaten! Jeder, der einen Rechner hat, kann nachprüfen, daß nach dem Loslassen der ALT-Taste gar nichts erscheint. Wenn an Ihrer Protestantenpropaganda, die sich auf die ketzerische Elberfelder Bibel beruft, nicht mehr dran ist, dann kann ich jetzt beruhigt schlafengehen. Im übrigen: Wer an die Kirche glaubt, glaubt natürlich auch an die gottgesetzte Sendung des Petrus und seiner Nachfolger. Daß wir momentan mit einem häretischen Scheinpapst geschlagen sind, ändert an dieser grundsätzlichen Tatsache nichts: Ubi Petrus, ibi Ecclesia!

    • … et in unam sanctam et apostolicam ecclesiam! Petrus der Apostelfürst ist der erste Papst, damit ist das Papsttum sehr wohl im Credo verankert.

    • Man muss die Ziffern des Ziffernblocks benutzen. Das ist wirklich interessant, in der Weltsprache des Computers für jedermann erkennbar.

      In 2 Thess 2 heißt es ja auch, dass sich der Sohn des Verderbens in den Tempel, also in die Kirche setzen wird.

      Totus tuus

      • Danke! Pardon egk888, es stimmt also. Nur daß man das nicht auf das von Christus gestiftete Papsttum anwenden darf, sondern auf die Figur Bergoglio.

        Ceterum censeo Bergoglium esse deponendum!

    • Sicherer als irgendwelche Codes ist das Wort Gottes:
      Man lese in der Offenbarung im 17. Kapitel die Verse 9-11:
      Hier zeigt sich der Verstand, der Einsicht besitzt: Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen das Weib sitzt; auch sind es sieben Könige. Fünf sind gefallen, einer ist da und der andere ist noch nicht gekommen. Und wenn er kommt, soll er nur kurze seit bleiben. Das Tier, das war und nicht ist, ist selber der achte; er kommt aus den sieben und geht ins Verderben.

  21. Die Verwirrung, die sich in dieser Frage breit macht, hängt m.E. ursächlich damit zusammen, dass wir in der Kirche vor lauter Demokratisiererei weithin das Bewusstsein verloren haben, dass ein Amt, biblisch gesehen, kein Mandat ist, das man annimmt und nach einer gewissen Zeit wieder ablegt, sondern ihm immer die Erwählung durch Gott vorausgeht. Das war bei den Patriarchen so, bei den Propheten, den israelitischen Königen wie auch bei den Aposteln und folglich bis in die jüngste Zeit in der katholischen Kirche. (Es ist in diesem Zusammenhang interessant, dass Jesus die Schlüsselgewalt dem Simon überträgt, nachdem ihm der Vater durch das petrinische Messiasbekenntnis dessen Erwählung offenbart.) Ein Konklave ist demnach auch keine Versammlung von Funktionären, die sich mittels allerlei menschlicher Klügelei und Absprachen einen Geeigneten aus ihrer Mitte erwählen, sondern vielmehr eine Zusammenkunft von Trägern geistlicher Vollmacht, die in der Abgesondertheit (cum clave) den Heiligen Geist auf sich herabrufen, damit er ihnen den aus ihrer Mitte zeige, den Gott für dieses Amt erwählt hat. Eine solche Erwählung trägt immer personalen Charakter, es wird die ganze Person des Erwählten ergriffen, sie ist auf Lebensdauer angelegt. Dies wird schon allein aus dem Umstand deutlich, dass sich jeder Papst einen neuen Namen zulegt, er hernach inthronisiert und mit einer (Lehr-)Autorität ausgestattet wird, die die jedes anderen Bischofs und sogar die der Gemeinschaft aller Bischöfe übersteigt. Daher war für die Kirche in gesunden Zeiten immer klar, dass ein Papst niemals pars inter pares, sondern durch seine potestas und der mit ihr verbundenen auctoritas über die Gemeinschaft der Bischöfe gestellt ist. Natürlich kann es Ausnahmen hinsichtlich der lebenslangen Ausübung des von Gott übertragenen Amtes geben, da wo die Erwählung die psychischen oder physischen Kräfte des Erwählten übersteigt. Daraus folgt als ultima ratio die grundsätzliche Möglichkeit einer Resignation, sie kann aber eben NIEMALS zur REGEL werden, wie es uns Bergoglio und seine Denkschule weismachen wollen. Für sie ist der Papst eine Art Präsident, ein Ehrenvorsitzender, einer, der die Gemeinschaft der Katholiken oder noch besser: die Gemeinschaft aller Religionen lediglich repräsentiert, ein Vorsitz „in der Liebe“, natürlich ohne jede wirkliche Vollmacht. Ein solches präsidialdemokratisches Amtsverständnis steht dem biblisch-kirchlichen diametral gegenüber, denn der Handelnde ist hier nicht mehr Gott, sondern letztlich der Mensch, der die göttliche Dimension ausblendet und gemäß rein menschlicher Logik und innerweltlicher Maßstäbe wählt, was gut und richtig ist. Aus dem Blickwinkel einer rein menschlichen Ratio, die die göttliche Dimension negiert, erscheint ein Rücktritt vom P.amt aus gesundheitlichen oder anderen Gründen genauso plausibel, wie bspw. eine aktive Sterbehilfe, durch die man Menschen vor sinnlosem Leid bewahrt.

    • “ … der Papst eine Art Präsident, ein Ehrenvorsitzender, …“

      Ganz genauso wirkt Papst Franziskus auf mich.
      Ich respektiere ihn als Mensch, nenne ihn auch mit seinem Titel, bete für ihn, aber zu mehr bin ich nicht fähig.

      Hätte sich Petrus lediglich als Präsident oder Ehrenvorsitzender auf Zeit gesehen, wäre er vermutlich nicht fähig gewesen, sich ans Kreuz schlagen zu lassen.
      Und dazu noch kopfüber, da er sich selbst in dieser schmerzhaften und grauenvollen Situation Jesus unterordnen wollte.

    • Das ist sicherlich der richtigere Ansatz: es geht um das Amt, das vor Gott nie einfach nur ein „Mandat“ ist, sondern eine echte Berufung zu etwas.
      Spricht man aber von Berufung, geschieht auch eine Einprägung in das Wesen. Solche Einprägungen müssen ja nicht immer einen sakramentalen Charakter haben. Wie ich oben schon sagte. Auch das Muttersein ist ein natürliches, unauslöschbares Wesensmerkmal, v.a. aufgrund der unweigerlichen leiblichen Verbindung mit dem Kind, die natürlich kein Sakrament ist, aber dennoch für immer einer Person eingeprägt wird in dem Moment, in dem sie das Kind von Gott empfangen hat – denn es ist ja nie einfach bloß sie selbst oder gar der Mann, der sich damit auch sofort wieder verabschieden kann, der hier das neue Leben „macht“, sondern der Schöpfer selbst. Ähnlich sah man das stets beim Gottesgnadentum: ein Monarch war lebenslang und über den Tod hinaus in seinem persönlichen Wesen dieser Monarch.

      Wie Sie es sagen, war die Aufgabe dieser Autorität in allen genannten Fällen eine ultima ratio in einem durch die Sünde total verfahrenen Fall, nicht die Regel. Diese Ausnahme hinterließ stets einen Bruch in den Seelen.
      Ein Papst, der häretisch ist, ist ein Widerspruch in sich selbst, so, wie eine Mutter, die ihr Kind tötet, ihr Muttersein aufhebt. Niemand darf einen solchen Papst, der ein satanischer Seelenmörder ist, anerkennen! Andernfalls beleidigt er Christus.

      Wenn einer von Christus unmittelbar ins Papstamt berufen wird – und nicht von der Kirche! – dann entspricht das den Vorgängen bei der Mutterschaft oder einer Königswahl: natürlich bedient sich Gott menschlicher Mittler, natürlich zeugt die Mutter ihr Kind auch selbst mit dem Mann, natürlich wählen die Kurfürsten oder Kardinäle als bloße Menschen den König oder Papst, beim König kommt oft noch die natürliche Abkunft zeugender fürstlicher Eltern hinzu, aber all diese Autorität wäre hinfällig, wenn sie nicht von Gott gegeben wäre (wie Jesus dem Pilatus sagte). Aber das Pilatus-Beispiel zeigt uns, dass da, wo viel gegeben wird, auch die Möglichkeit zur Perversion am größten ist: der Regierungsvertreter Pilatus wird leicht zum Tyrannen, der nur sein eigenes Wohl sucht, die Kardinäle missbrauchen die gottgegebene Vollmacht (die ja auch nicht sakramental ist) bei der Papstwahl, der Papst kann seine Autorität ebenfalls total pervertieren, wie wir sehen, aber dann ist er nicht „der“ Papst, sondern eben eine Perversion, die man nicht anerkennen darf. Ebenso wie die vielen Mütter, die zwar Kinder zeugen in der Kraft des Schöpfers (!) und ihr Mandat total pervertieren, indem sie sich der Kinder noch vor der Geburt wieder entledigen.

      Die Trennlinie verläuft also nicht zwischen „sakramental“ (volkstümlich für „lebenslang“) und „jurisdiktionell“ (volkstümlich für vorübergehend), sondern zwischen vorübergehenden menschlichen Ämtern und gottgegebenen Vollmachten, die nicht immer sakramental verfasst sein müssen, aber dennoch auch über den Tod hinaus Geltung haben.

      • Ja sehr gut formuliert und ich denke mal, was den oft zitierten Heiligen Geist bei der Papstwahl angeht, so hat Gott der Herr, den Menschen und den Kardinälen den Verstand gegeben, dass sie ihn benutzen und Gott ist nicht wie eine überbesorgte und überkümmernde Mutter die ihre Aufgabe darin sieht, dem Kind die Suppe auszulöffeln, die es sich eingebrockt hat.
        Nein die Kardinäle müssen zunächst mal einsehen, was sie da angerichtet haben, aber auch davon ist weit und breit nichts in Sicht!
        SInd alle scheinbar untergetaucht, oder verstummt.

  22. @hicesthodie
    Gestern las ich in einem Buch über die Papstwahlen im 17. Jahrhundert mit all ihren Ränkespielen:
    „Am Ende (=nach der Papstwahl) war es immer der Heilige Geist. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das habe ich aus „berufenen Mündern“ auch nach der letzten Wahl gehört. Es ist bedrückend zu erkennen, dass die Berufung auf den Heiligen Geist zum Totschlagsargument
    für die geworden ist, die erkennbar lieber auf das eigene Ego und die Mittel der Politik vertrauen.
    Unabhängig von dieser Erkenntnis habe ich ein abgrundtiefes Vertrauen in das wahre Wirken des Heiligen Geistes.

  23. „Papst ist natürlich nur der, der rechtmäßig gewählt ist (wobei die Rechtmäßigkeit der Wahl mit genügender Deutlichkeit ein öffentliches Faktum in der Kirche sein muß), der die Wahl angenommen hat, also nicht durch offenkundige Häresie oder Schisma sich von ihr trennt, und der handlungs- und zurechnungsfähig ist. Eine Feststellung des Vorhandenseins oder Fehlens dieser Voraussetzungen (vorausgesetzt, dass ihr Fehlen eine reale Möglichkeit ist, worüber keine Einhelligkeit in der Theologie herrscht) kann durch die Kirche (Kardinäle, Konzil usw.) getroffen werden, ohne dass dadurch eine rechtliche Superiorität einer anderen Instanz über den Papst gegeben ist …
    Die alte theol. Durchdenkung dieser Möglichkeiten kann entsprechend den Zeitverhältnissen durchaus reale Bedeutung haben und hat heute wieder begonnen“ (,Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i.Br. 1957 – 1968, Neuauflage 1986, Stichwort „Papst“, Bd. 8, Sp. 47f.).

    Die wahre Stellvertretung Christi ist somit an klare Vorgaben gebunden. Ein ausdrücklicher Amtsverzicht macht – providentiell? – deutlich, dass der „Erwählte“ auch zum Ausdruck bringen muss, ob er das Amt überhaupt noch ausüben kann oder will, ausdrücklich oder einschließlich, dann eben erkennbar an seinem Verhalten (Demenz, Irrlehre …).
    Andererseits kann die Herde den wahren Hirten auch nur daran erkennen, dass er ausdrücklich die Stelle Jesu Christi vertritt und nicht mit einer anderen Stimme spricht (vgl. Joh. 10). Ein Irrlehrer verzichtet also auch auf sein Amt durch die Abkehr vom Glauben.

    Keiner bleibt ewig der aktuelle Papst, auch Pius X. nicht, sonst bräuchten wir ja keinen Nachfolger mehr und kein anderer Papst dürfte mehr an dessen Vorschriften was ändern. Wenn man von „Papst Pius X.“ spricht, meint man, dass er damals Papst war, aber nicht heute.

    • Das hatte ich ja nicht gemeint – ich meinte, dass auf den Papst selbst bezogen eine unauslöschbare Berufung erfolgt, wenn er sie annimmt. Das heißt nicht, dass er heute noch regierender Papst ist, aber wir kämen nicht auf die Idee zu sagen, „Heiliger Giuseppe Sarto“, sondern wir sprechen ihn in der Bitte um Fürsprache immer noch als Papst an – nicht weil er noch irdischer, amtierender Papst ist, sondern weil diese Berufung und Autorität seinem Wesen nach wie vor eingezeichnet ist.

      In allem anderen stimme ich Ihnen aber ausdrücklich zu – wer eine Berufung in der Absicht annimmt, sie zu pervertieren, hat sie damit logisch natürlich nicht angenommen. Deswegen ist für mich Bergoglio samt der ganzen nachkonziliaren Mischpoke auf dem Stuhl Petri auch nicht der Papst. Jeder von denen hat an entscheidenden Punkten der tradierten Lehre derart dreist und zentral widersprochen, dass es mir ein Rätsel ist, wie man das nicht mehrheitlich sehen konnte…

    • @Zeitschnur: die letzten sechs Päpste sind für Sie keine Päpste, wie Sie wiederholt dargelegt haben. Was aber unterscheidet diese Ihre Position dann vom Sedisvakantismus, dem Sie, wenn ich Ihre Postings recht verstanden habe, doch auch nicht zugerechnet werden wollen?

      • Sedisvakantismus ist ein Totschläger-Argument. In aller Regel operieren damit v.a. Leute aus dem betonharten FSSPX-Lager, um die Frage nach der Rechtmäßigkeit eines häretischen Papstes und des „una cum“ im Messkanon positiv zu beantworten und die Zweifler und Kritiker mundtot zu machen.
        Man sieht es ja oben an dem Williamson-Zitat – diese Leute scheuen nicht mal davor zurück, klar definierte Dogmen in ihr Gegenteil zu verdrehen, nur um ihre Theorie aufrechtzuhalten.

        Diese Leute denken, die Rettung der Kirche müssten sie mit einem strategischen Kalkül beantworten.

        Argumentationsmuster ist stets: wie sollen wir denn weiter Bischöfe haben, wenn wir den Papst nicht anerkennen, wie soll die Sukzession weitergehen, wenn…
        Auf diese falsche Annahme sagte schon Johannes der Täufer: Wenn Gott will, wird er aus den Steinen hier Kinder Abrahams erwecken. Will sagen: Gott wird schon für die Sukzession sorgen! Aber nicht um den Preis der Wahrheit! Hier begönne der wahre Glaube überhaupt erst…
        Man erkennt den Papst an, erkennt ihn aber faktisch überhaupt nicht an. Im Grunde ist auch diese Haltung der FSSPX sedisvakantistisch – denn die Anerkennung des Papstes ist reines Lippenbekenntnis, dem keinerlei geistliche Unterwürfigkeit assoziiert ist.. Ich finde das schizophren bzw. verlogen, unwahrhaftig und eines Katholiken nicht würdig. In aller regel wird der „Sedivakantismus“ als theologische Schwäche diffamiert, ohne dass dabei auch nur ein einzigews echtes theologisches Argument zur Sprache kommt – oben bei de Mattei ja genauso.

        Man muss allerdings hinsehen, was überhaupt gemeint ist – „Sedisvkantismus“ ist ein Wort, das man so und so verstehen kann. Ich versuche es also präziser zu fassen:

        Ich finde es in der nachkonziliaren Lage seltsam zu sagen, der Stuhl Petri sei vakant – eben weil er ja besetzt ist, wenn auch von einem Wolf. Eine tatsächliche Sedisvakanz liegt also nicht eigentlich vor, sondern eine Art ….

        …Sedisperversitas…

        …eine Art „credere ovile lupo“ des Heiligen Stuhls – tatsächlich eine Karnevaliade. Bergoglio hat ja präzise gesagt, dass die Päpste nach dem Konzil Karneval waren, er damit aber nun Schluss machen wird: er zeigt uns doch, dass er nicht der Papst ist, aber den Stuhl Petri dennoch besetzt und nicht hergeben wird.

        …da sitzt zwar einer, aber er hat keine Autorität. Ein vatikanischer Hausbesetzer, ein „Instandbesetzer“, unter dem die Bude noch volends verwahrlost.

        Es ist wie in diesen Märchen, in denen die Familie so lange auf die Rückkehr des Vaters wartete, und dann kommt ein falscher Vater und gibt sich als den richtigen aus, um die Familie zu berauben und zu zerstören.

        Sedisvakanz – schön wär’s! Es ist viel, viel, viel schlimmer!

      • Liebe Zeitschnur,
        Ihre Unterscheidung verstehe ich nicht ganz:
        // Man erkennt den Papst an, erkennt ihn aber faktisch überhaupt nicht an. Im Grunde ist auch diese Haltung der FSSPX sedisvakantistisch – denn die Anerkennung des Papstes ist reines Lippenbekenntnis, dem keinerlei geistliche Unterwürfigkeit assoziiert ist. //

        Wenn nun aber da einer sitzt, der keine Autorität hat, wie Sie schreiben, „ein vatikanischer Hausbesetzer, ein „Instandbesetzer“, unter dem die Bude noch volends verwahrlost.“ – dann können Sie dem doch eigentlich, im Wissen um diese „Sedisperversitas“, auch keine „geistlich Unterwürfigkeit“ entbieten?

        Wie sollte dann aber konkret der Messkanon im Hochgebet korrekterweise lauten – die Stelle auslassen? Benedikt statt Franziskus setzen?

        Welche Position sollte diesbezüglich S.E. Bischof Fellay bei seinen Verhandlungen in Rom zu vertreten?

        Er ist wirklich alles schlimm. In dieser verderblichen Verwirrung können wir uns als Laien wohl an den Katechismus Papst Pius‘ X halten und vor allem ans Gebet – zum hl. Geist.

        Da kommt mir die Stelle in Sacharja 13,7-9 in den Sinn:
        „7Schwert, mache dich auf über meinen Hirten und über den Mann, der mir der Nächste ist! spricht der HERR Zebaoth. Schlage den Hirten, so wird die Herde sich zerstreuen, so will ich meine Hand kehren zu den Kleinen
        8Und soll geschehen im ganzen Lande, spricht der HERR, daß zwei Teile darin sollen ausgerottet werden und untergehen, und der dritte Teil soll darin übrigbleiben
        9Und ich will den dritten Teil durchs Feuer führen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Die werden dann meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören. Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen HERR, mein Gott!“

      • @ agricola

        Man kann einem solchen Hausbesetzer nicht Unterwürfigkeit anbieten, indem man ihn mit den Lippen anerkennt, ihm dann aber die Unterwürfigkeit faktisch wieder entzieht!

        Man muss ihn das nennen, was er ist: einen Häretiker und Hausbesetzer, einen, der sich durch die starrsinnige häretische Haltung selbst ad absurdum führt, auf jeden Fall aber kein Nachfolger Petri ist und in seinen Lehraussagen für mich völlig abzulehnen ist.

        Im Messkanon darf niemals die Gemeinschaft mit einem Häretiker bekannt werden, weil man andernfalls Christus aufs Schlimmste beleidigt. Das war bis vor kurzem allgemeine Überzeugung der Kirche. Zum Beispiel schreibt Dom Guéranger:

        „Denn es ist erforderlich in diesem Glauben zu sein, um in der Zahl derer, welche die heilige Kirche erwähnt (im Te igitur, Anm. zeitschnur), begriffen zu werden. Man muss rechtgläubig, orthodox sein (…Indem die Kirche hervorhebt: OMNIBUS ORTHODOXIS ATQUE CATHOLICAE ET APOSTOLICAE FIDEI CULTORIBUS, zeigt sie uns ganz genau, dass sie an dieser Stelle für solche, welche den Glauben nicht haben, die sich weder in gutem noch in richtigem Glauben befinden, die ihren Glauben nicht von den Aposteln herleiten, nicht betet. (…) Darauf (auf die Auslöschung eines rechten Messopfers, Anm. z.) wird auch das Streben des Antichrist gerichtet sein. Er wird alle Mittel anwenden, um die Darbringung des heiligen Messopfers zu verhindern, damit dies mächtige Gegengewicht gegen seine Herrschaft in Wegfall komme, und Gott die Schöpfung vernichte; denn es ist dann kein Grund mehr vorhanden, dieselbe bestehen zu lassen.“ (Dom Prosper Guéranger, Die Heilige Messe, Sarto 2004, S. 78f)

        Wenn also ein Häretiker als der genannt wird, von dessen Primat man diese Hl. Messe herleitet, ist es automatisch keine katholische Messe mehr. Sie hat zwar den formalen Anschein, aber da sie vom Widersacher abgeleitet ist, ist es eben nur der äußere Schein und eine Beleidigung Christi.
        Man muss befürchten, dass all diese Hl. Messopfer echte Karnevaliaden sind, natürlich ungewollt, aber von der Sache her schon – es ist, als habe einer vor das Messopfer ein Minuszeichen gesetzt, indem es eben una cum adversario gefeiert wird.

        Denken Sie darüber in Ruhe nach – ich habe keine Befugnisse, hier verbindlich zu raten, aber ich denke nach und lese das, was uns das Lehramt, als es noch intakt war, zur Orientierung hinterlassen hat. Und in dieser Forschung verlasse ich mich nicht auf selbsternannte Lehramtsersatzbruderschaften, sondern auf das, was tatsächlich hinterlassen ist.
        Ich fürchte, es genügt nicht, bloß den Katechismus Pius X. zu lesen. Der ist zwar gut, aber überhaupt nicht ausreichend angesichts der verworrenen Lage und kann auf die tausend komplexen Frage kaum eine sichere Antwort geben. Er handelt gerade mal die basalsten Basics ab – mehr nicht. Man muss die ganze lehramtliche Tradition rezipieren.

        Es gibt nur eine Möglichkeit: den häretischen Papst, samt dem von ihm hergeleiteten Bischof weglassen!

    • Wenn „Hirten“ die Tradition der Kirche verfolgen und verleugnen, wird die Frage nach der Rechtmäßigkeit ihrer Amtsausübung nie vermieden werden können.
      Beten wir, dass hier endlich wieder endlich wieder zu einem geordneten kirchlichen Leben zurück gefunden werden kann!

  24. Ich glaube kaum, dass jemals ein Papst solche Verwirrung und solches Durcheinander verursacht hat, wie Bergoglio. Der große Verwirrer ist aber niemals etwas von Gott gewolltes, denn Gott ist die vollkommene Liebe und Harmonie. Bergoglio macht sich über alles lustig, was einem Katholiken heilig ist. Daran sieht man, dass er die Kirche nicht lieben kann, sondern seine despotische Machtstellung nutzt, um Fakten zu schaffen, die unumkehrbar sein könnten. Und das soll ein vom Heiligen Geist Erwählter sein? Dass ich nicht lache! Bei den Jublern kann man ja noch eine geisse Dämlichkeit und geistige Verwirrung geltend machen, aber Bergoglio ist der reißende Wolf im Gewand des demütigen Schafes. DER täuscht uns nicht mehr!

    • Sehr gut beschrieben! Man bedenke, Bergoglio sitzt zwischen den Stühlen, seine Äußerungen sind oft sehr interpretierbar was mediale Fehlinterpretationen zu lässt, Keine klare Position, Beispiel Fliegerinterview und Thema Homosexuelle. Er hat Recht, sofern man sich nicht schlecht über andere Menschen äußert, versäumt es allerdings auf die Pflichten der Menschen die dem Recht vorstehen hinzuweisen, im Einklang mit der Natur und auch der eigenen Natur zu Leben. Dann wäre das mediale Gepolter wieder groß gewesen. Er sagt Halbwahrheiten, und diese entsprechen nicht der vollen Wahrheit. Sein Auftreten ist wie die eines Diplomaten, er sitzt zwischen den Stühlen, und begeht nennen wir es rhetorische Seiltänzerei. Wenn die Kreise die sich unberechtigterweise in den Vatikan eingeschlichen haben, auch in weltlichen Institutionen sitzen, bleibt nur eins! Haben Sie eine Feier und jemand in Ihrem eigenen Haus macht Ärger und Probleme, kommt der Punkt wo Sie die Person des Hauses Verweisen, gegebenen Falles notfalls polizeilich. Können Sie nicht die Polizei in einem solchen Fall verwenden, warum auch immer, müssen die Gäste alle selbst aktiv werden. Genau da ist der Hund begraben, Oft genug hat Bergoglio schon angedeutet die Menschen sollen demonstrieren, ihre Meinung kund tun. Medial wird das auf Homo, Scheidung was auch immer gemünzt, jedoch weiss jeder im Volk sind die Themen gar nicht so angesehen, das ist die Homo-Krux, ein 17 jähriger Homo kassiert selbst heute eher Kopfnüsse als Lob und Anerkennung. Egal was mediale Minderheiten behaupten, am Ende behauptet sich der Volkswille. Was zur totalen europäischen Revolution fehlen würde, wäre das Offen legen seitens Bergoglios, in welch verfahrener Situation der Vatikan ist. Würde bedeuten nicht lauwarm diplomatisch zu reden sondern Butter bei die Fische. Ich denke man sollte nicht vergessen, welch Elend Krieg oder wirtschaftliche Not mit sich bringen, und man vielleicht auch versucht den Schaden so gering wie möglich zu halten. Es ist leicht vom angewärmten Sessel, Dinge zu erörtern oder diskutieren, die Realität ist meistens jedoch viel bitterer. Interessant ist das, genau so eine Revolution ja Rom zerstören soll. Wer genau den ersten Dominostein umwerfen wird steht nirgends, nur im Volk seien Linke und Rechte was immer das sein mag, und halt dazwischen die Christen, und alle haben Hass auf die Christen. Liegt das vielleicht am ersten Dominostein? Wird der Stein den die Bauleute verworfen haben vom Eckstein zum Schlussstein? Es würde alles passen! Fakt ist, gewisse Leute die im Vatikan nichts verloren haben müssen da weg, ein homosexueller Kardinal oder Bischof müsste suspendiert werden. Ich denke es kommt ein Tag, an diesem Tag wird auch Bergoglio Farbe bekennen müssen, und diesen Tag wird niemand von uns allen vergessen Sollte er Falsch spielen, bewusst, kommt der Tag wo Benedikt Farbe bekennt. Kleidungstechnisch hat er dies ja schon, sagt aber noch nicht alles. Wir leben in einem Minenfeld! Seid wachsam.

  25. Ich möchte den Beitrag von „röm.kath.“ nochmals aufgreifen. Eine rechtmäßige Wahl setzt die Einhaltung der canonisch festgelegten Regeln voraus. Diese beginnt mit der Frage nach dem rechtmäßigen Rücktritt des alten Papstes, konkret Papst Benedikt XVI. Wir wissen die verlesene Declaratiio enthielt mindest zwei Syntaxfehler. Es gibt Stimmen – auch aus unabhängiger Wissenschaft, die erklären, dass sie trotzdem wirksam gewesen sei. Aber eindeutig ist das nicht.
    Die zweite Frage ist bereits öfter hier diskutiert worden, wie frei war Benedikt XVI bei seiner Entscheidung wirklich.
    Stand er unter Pressionen, wie die Mehrzahl (ich auch) in diese, Forum zu erkennen glauben, war sein Rücktritt nicht gültig.

    • Syntax-Fehler wären sicher nur dann relevant, wenn der Sinn der Aussage nicht mehr eindeutig verstanden werden könnte.
      Und „Unfreiheit“ kann man auch nicht ohne Weiteres annehmen, wenn jemand selbst etwas ausdrücklich und wiederholt geäußert oder bestätigt hat.

  26. 2 Päpste: das ist die Situation der jetzigen Zeit, einer Endzeit. Ohne den äußeren Rücktritt des Joseph Ratzinger vom Bischofsstuhl von Rom wäre es womöglich noch unübersichtlicher geworden. Papst ist Joseph Ratzinger nach wie vor.
    Warum legte sich Kardinal Bergoglio den Namen Franziskus zu? Der hl. Franz v. Assisi und Papst: das passt irgendwie nicht. Er gibt zwar selbst eine einfache Erklärung dazu, aber das kann nicht alles sein.
    Es bleibt nur der Gedanke, daß er nicht wirklich Papst sein will und wollte- schon von Beginn an, obwohl er damit rechnen mußte, gewählt zu werden in Anbetracht der etwa 40 Stimmen, die er beim Konklave 2005 erhielt. Dementsprechend wird manches Verhalten usw. verständlicher. Und wenn Papst Franziskus nunmehr schon von einem eigenen möglichen Rücktritt spricht, unterstreicht das doch diese Annahme.

    Es könnte sein, daß der jetzige Zustand der Vorsehung Gottes entspricht. Die vielen Probleme wie Anforderungen heutzutage kann kein Mensch mehr (allein) schultern. Auch ein Papst stößt heute an Grenzen. Deswegen erübrigt sich eine Allgemeinkritik an beiden Päpsten. Heute muß Gott selbst sichtbar eingreifen und den Teufel samt Anhang in die Hölle stürzen. Und das möchte die Muttergottes aus eigenem Willen tun in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Das sind Tatsachen: „am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“ sagt sie selber in Fatima. Der Sieg kommt also nicht durch die Päpste, sondern durch Sie, die Jungfrau und Gottesgebärerin.

    Die Tatsache, daß Papst Franziskus vom Doppelkontinent Amerika kommt, weist möglicherweise auch noch zusätzlich darauf hin und daß er an einem 13. gewählt wurde.
    Im (weiblichen) Namen Amerika ist der Name Maria irgendwie enthalten. Das ist sicherlich Fügung, denn die Apostolin Amerikas ist tatsächlich die Mutter des Herrn, Maria. Sie hat durch ihre Erscheinungen am damaligen Stadtrand von Mexiko-Stadt und ihrem Bildnis auf der Tilma die Herzen der „Amerikaner“/“Indios“ geöffnet, bewegt und sie zu ihrem Sohne geführt.

    Man kann selbst nur beten, nach Heiligkeit streben und möglichst immerzu (kleine) Opfer bringen, damit das Reich Christi, das der Sieg Marias ist, umso schneller komme.

  27. Man muß dieses Ereignis der „2Päpste“ in der Hermeneutik der Kontinuität“ des Papstamtes seit dem Konzil sehen es begann mit der praktischen Abschaffung des päpstlichen Hofes der Ablegung der Tiara der verweigerung der Krönung durch 2 Päpste die abschaffung der Krönung durch Benedikt XVI und dann eben das de facto neue Amt Papa Emeritus es ist die Anpassung des Amtes an das Konzil.
    Es stellt sich die Frage, ist das Amt damit genau so problematisch geworden, wie alles nach den Konzilsreformen und kann es überhaupt ausgeübt werden.

  28. @röm.kath.
    Nein ein Syntaxfehler kann sehr wohl relevant sein. Die Declaratio muss (nach Canon) in fehlerfreiem Latein geschrieben sein!! Es genügt also nicht zu sagen: aber der Verfasser hat es so gemeint. Die Declaratio muss gemäß Wortlaut umsetzbar sein. Das ist im übrigen ein Rechtsgrundsatz, der auch im deutschen Recht gilt.

      • Ich weiß die Fehler nicht, habe jedoch vor vielleicht einem Monat im Radio (B5 aktuell) mal einen Bericht über Lateinsprecher in Italien, ich glaub sogar in Rom, gehört. Es war eine Art Lateinschule, wo man aber nicht nur Latein lernt, sondern Latein zu sprechen, sich in Latein zu unterhalten. Die Aussprache war – o Graus! – italienisch; das nur nebenbei.

        Die Teilnehmer dieses Lateinkurses – so der Bericht – wurden auch darauf aufmerksam gemacht, dass sogar Benedikt XVI. bei seiner Rücktrittserklärung Anfängerfehler in Latein gemacht hat. Wohl gemerkt: Anfängerfehler!

        Ich weiß aber nicht, ob er diese Anfängerfehler nur mündlich gemacht hat oder ob sie im verlesenen Schreiben standen oder ob etwa verlesenes und veröffentlichtes Schreiben nicht identisch sind.

    • Bloß ist das kein Syntaxfehler in der Declaratio! Dieses unsägliche Gerücht hält sich zäh, immer mit dem Zusatz, dass das schließlich ein Professor gesagt habe.

      Ich habe das neulich hier schon mal aufgezeigt und nachgewiesen, dass hier kein Syntaxfehler vorliegt.

      Vielmehr versuchen gewisse Kreise auf Teufel komm raus Hinweise zu (er)finden, die sie darüber versichern, dass der Rücktritt Benedikts ungültig sei.

      Benedikt ist sichtlich gültig zurückgetreten!

      Es tut mir leid – aber er vertritt doch selbst häretische Meinungen, wenn auch wesentlich intelligenter und feinsinniger als dieser vulgäre Mann aus Argentinien. Ich fürchte, dass theologisch nicht allzu viel Papier zwischen die beiden passt.

      Allerdings passt rein ästhetisch sehr viel Papier zwischen die beiden. Benedikt war und ist für die Traditionalisten eine perfekte narzisstische Spiegelfläche. Anstatt ihm, der hervorragender Lateiner ist, aus eigenem Unvermögen Syntaxfahler zu unterstellen, sollte man lieber einmal drangehen und seine theologischen Werke kritisch rezipieren. Er widerspricht an verschiedenen Stellen ausdrücklich der tradierten Lehre und wollte auch den alten Ritus nicht wieder einführen, sondern endgültig in seiner Unversehrtheit durch eine neue Melange zerstören und für immer verbieten. das wird auf das Motu proprio hin auch noch kommen, wartet’s nur ab! Genauso wenig war ihm das „pro multis“ wirklich ein Anliegen – er hat doch selbst im deutschen Novus Ordo in FR „für alle“ gesagt.

      Wann wachen wir endlich auf!?

      • „für alle“ wird so lange gesagt werden, bis ein von Rom approbiertes Messbuch mit neuem Text kommt, ganz einfach, vorher darf der Priester noch nicht mal abweichen. Ob dieses Buch je kommt, ist eine andere Frage

      • …also ich kenne Priester, die laut und vernehmlich „für viele“ gesagt haben, auf Deutsch vesteht sich, und dass viele Panik haben, hier auszuscheren, kann ich mir bei der feigen und störrischen Bande denken, andererseits galt Benedikts Wunsch ab dem Moment, ab dem er ihn aussprach – die deutschen Bischöfe haben ja mal wieder ihren modernistischen Sedivakantismus durchgezogen und sich widersetzt und den Papst hingehalten.. der allerdings ja selber nicht hinter seinem Gerde stand…

        Dennoch: er ist der Papst und hätte jedes Recht der Welt gehabt, „für viele“ zu sagen…das ist also ein äußerst schwaches Argument…

        Man möge sich aber klarmachen, dass mit dem „für alle“ die authentisch überlieferten Einsetzungsworte verfälscht wurden. Wenn irgendwo die Veränderung oder ein Fehler im Wortlaut oder der Syntax etwas im ganzen ungültig machen DANN HIER AN DIESER SENSIBLEN STELLE. Die Neue Messe ist auf Deutsch höchtswahrscheinlich alleine schon deswegen ungültig, weil sie Fabeln erzählt und nicht das, was Jesus gesagt hat.

  29. Ein – womöglich (?) interessantes – Detail bzgl. „pro multis“:

    Man schlage das neue Gotteslob auf ==> Seite 666 (!)

    Mehr sag ich nicht …
    OK – doch: assoziierte Stelle in Offenbarung: 13. Kapitel

    • Können Sie einem in der Schweiz lebenden bitte mitteilen, was auf dieser Seite ist? 😉

      ich komm an das neue GL schlecht ran…

      • Die Einsetzungsworte werden richtig angeführt: „das für euch und für viele vergossen wird.“ Das wird allerdings völlig entwertet, da auf Seite 663 festgestellt wird, das diese Form nicht verwendet werden darf, sondern nur das aktuelle Messbuch maßgeblich ist. Und da steht: „für alle“. Und das wird sich unter Bergoglio sicher nicht zum Besseren wenden. Davon abgesehen wurden hier 2 Priester gemaßregelt, die dem Wunsch S.H. Papst Benedikt XVI entsprochen haben und „für viele“ beteten. Das wurde ihnen mit dem Hinweis untersagt, dass sie sich an die gültige Liturgie zu halten hätten. Das gilt aber nicht für diejenigen, die sich ihren eigenen Privatritus zusammenbasteln- die werden sogar noch ermuntert !

      • Gültige Liturgie? XD
        Dann sollten sie mal anfangen, endlich dafür zu sorgen, dass die gültige Liturgie immer und überall gefeiert wird. Man stelle sich vor, gutgläubige Menschen hätten noch nie den Leib des Herrn empfangen, weil durch die gefälschten Wandlungsworte die Wandlung ausgeblieben ist.
        Eines ist allerdings klar: Bei einer Bierzeltmesse, bei der die Anwesenden rauchen, trinken und sich unterhalten und dann noch die falschen Worte benutzt werden und vielleicht auch nicht liturgische Geräte aus Gold oder anderen Edelmetallen benutzt werden, wie vorgeschrieben, findet keine Wandlung statt, denn Gott lässt sich nicht auf den Arm nehmen.
        Per Mariam ad Christum.

      • @ egk88

        Helfen Sie mir – ich habe keine so guten Augen – was ist das, was Sie da auf dem Passport Bergoglios wahrzunehmen glauben bzw. woher wissen Sie, dass das keine Photomontage ist? Ein Teufelsgesicht – oder haben alle Passportbesitzer so ein Zeichen drauf?

      • Liebe @zeitschnur,

        ich helfe gerne, vor allem da Sie es sind – Sie wissen ja (wie kaum eine andere ?), dass man nur mit dem Herzen gut sieht … und damit, denke ich, sind Sie reich gesegnet 🙂 !

        Hier zur Bestätigung, dass es
        erstens keine Fotomontage ist (Bild 4/4):
        http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/papst-franziskus-hostien-aus-der-heimat-12843912-b4.html

        zweitens: dass des neben dem Foto eine Art „Wasserzeichen“ desselben bei argentinischen Pässen gibt.

        drittens: ich sehe mal nichts bildlich diabolisches – da genügt mir die Zahl seines Namens „BERGOGLIO“ allemal (siehe oben) …

        Im Übrigen habe ich dieses Bild seines Passport deswegen gepostet, um klar und unwiderruflich klar zu machen welche IDENTITÄT == welchen NAMEN er hat/trägt:
        ==> BERGOGLIO … schlicht und ergreifend 😉

        Offb. 13,17-18:
        … habe denn das Malzeichen, nämlich den NAMEN des Tiers oder die Zahl seines NAMENS.
        Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig

        ergo: Obliviscimini Bergoglionem !

        PS:
        zur weiteren Verifikation empfehle ich das Google-“Orakel“ –
        SuchString==
        argentinischer Pass Jorge Mario BERGOGLIO

      • @ egk 88

        Erst mal danke – ich stehe allerdings auf dem Schlauch und verstehe immer noch nicht, was an dem Pass nun so seltsam sein soll – der Mann heißt Bergoglio, das ist sein bürgerlicher Name für seine argentinische Identität.
        Was ist daran nicht in Ordnung?
        Dass er nicht verzeichnen ließ, dass er Papst ist?
        Das mag befremden, zeigt uns aber doch eher einen, der nicht wirklich Papst sein will. Glauben Sie mir, der Antichrist wird alle macht, deren er habhaft werden kann, voll in Anspruch nehmen, unter falschem Namen versteht sich.

        Ich habe eine dunkle Erinnerung an irgendeine Passdebatte – kommt mir aber eigentlich nicht so wesentlich vor, um ehrlich zu sein.

        Also DAS ist für mich kein Grund, an ihm zu zweifeln…es sind für mich ausschließlich lehrmäßige Gründe, die mich mehr als zweifeln lassen.

        Das mit der Zahl – bitte verzeihen Sie mir, dass ich bei so was eher skeptisch bin. Wenn man alleine zusammenrechnet, was Poster hier auf der Site schon an Interpretationen der Zahl 666 zum besten gegeben haben, addiert mit all denen Kandidaten, für die man seit Jahrhunderten die Zahl in den Namen rechnet, haben wir eine ganze Stadt voller Antichristen…

        Ich denke nicht, dass Bergoglio das ist.
        Aber er ist vielleicht der, der ihm den Platz vollends freigibt – er hat sich ja demonstrativ neben seine „Stühle“ gesetzt.
        Es heißt in der Prophetie, dass das Tier sich in den Tempel auf den Thron setzen wird – nicht irgendwie nebendran. Bergoglio tut etwas anderes: er mistet jetzt aus, entfernt den letzten noch verbliebenen Widerstand in der konziliaren Kirche, um wirklich den Weg frei zu machen…

      • Liebe @zeitschnur,

        ich denke, es geht egk888 darum, dass es nicht willkürlich ist, dass der Name in Großbuchstaben geschrieben werden muss, um auf den Zahlenwert des Tieres zu kommen, sondern seine offizielle Identität so lautet. Bei normaler Schreibweise – großer Anfangsbuchstabe und Rest klein – ergibt sich eine andere Summe.

        @egk888
        Es gibt tatsächlich auch eine online-Version der Einheitsübersetzung:
        http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/

        Zur biblischen Auslegung:
        2 Thess 2,7f sieht keine Übergangsphase vor, die Ablösung erfolgt direkt.
        Offb 13,11 vergleicht mit einem Lamm, es besteht also eine äußerliche (oberflächliche) Ähnlichkeit mit unserem Herrn Jesus Christus. Allerdings redet es wie der Drache.

        Nach Don Gobbis Blauem Buch:
        Das erste Zeichen ist die Verbreitung der Irrtümer, die zum Verlust des Glaubens und zum Abfall vom Glauben führen.

        Das zweite Zeichen ist der Ausbruch von Kriegen und Bruderzwistigkeiten, die zur Vorherrschaft der Gewalt und des Hasses und zu einem allgemeinen Erkalten der Liebe führen, während Naturkatastrophen, wie Epidemien, Hungersnöte, Überschwemmungen und Erdbeben immer häufiger werden.

        Das dritte Zeichen ist die blutige Verfolgung all jener, die Jesus und seinem Evangelium die Treue halten und im wahren Glauben stark bleiben. Inzwischen wird das Evangelium auf der ganzen Welt verkündet werden.

        Was kommt noch?
        Das vierte Zeichen ist der unheilvolle Greuel, der von jenem vollzogen wird, der sich Christus widersetzt, das heißt vom Antichrist. Er wird in den heiligen Tempel Gottes eintreten und sich auf seinen Thron setzen, indem er sich selbst als Gott anbeten läßt.
        Dazu heisst es:
        Indem man die protestantische Lehre annimmt, wird man sagen, daß die Messe nicht ein Opfer ist, sondern allein ein heiliges Mahl, nämlich das Andenken an das , was Jesus bei seinem letzten Abendmahl getan
        hat. Und so wird die Zelebration der heiligen Messe unterdrückt werden. In dieser Abschaffung des täglichen Opfers besteht der unheilvolle Greuel, der vom Antichrist durchgeführt wird, dessen Dauer ungefähr dreieinhalb Jahre sein wird… .
        Das fünfte Zeichen wird von außergewöhnlichen Phänomenen gebildet, die sich am Firmament des Himmels abspielen werden.

        Totus tuus

  30. Die Zeit des Antichristen lässt doch noch lange auf sich warten. Erst kommt die große Reinigung durch die dreitägige Finsternis, dann wird der christliche Glaube einige Jahrzehnte gelebt, und dann erst kommt der Antichrist, um die Christen zum Glaubensabfall zu verführen.

    Momentan wäre es nicht angebracht, den Antichrist auf die Menschheit loszulassen, da ja die große Mehrheit die wahre katholische Lehre gar nicht kennen gelernt hat. Die Prüfung der Menschheit durch den Antichristen ergibt erst einen Sinn, wenn die Menschheit die wahre Lehre kennt, von der abzubringen er sie versuchen darf.

  31. Interessante Meinungen-allesamt,
    (m)eine, bescheidene, Orientierung aufgrund der „Zeichen der Zeit“ zu den „letzten Dingen“ (Eschatologie) … in Ihrer Konkretheit gegossen, aufgrund aktuellster Informationen – so man sie wahr haben will: 🙂

    Im große Bogen beginnend – konkreter werdend:
    Lt. 2. Petrus 3,ff sind die (Schöpfungs-)Tage gleich 1.000 Jahre und vice-versa (auch Ps. 90 … 2 Zeugen !)
    —> nun, wir wissen. lt. bibl. Zeitrechnung, dass wir am Ende des 6. Tages sind

    P. em. Benedikt XVI hat die vaccine „de Gloria Olivae“. Ich deute diese auf Offb.11,4 (Sach. 4,ff ff … wieder 2 Zeugen !)
    —> solange Er lebt müssten/sollten diese beiden Pro-tagonisten Gottes auftreten (so meine Zeittheorie stimmt), sicherlich aber erst NACH den Antagonisten, als quasi göttliche Antwort

    Offb.13,ff : zu den beiden An-tagonisten Gottes:
    - das „erste Tier“ aus dem „Meer“, das nach einer „Todeswunde“ wundersam geheilt wird und „pseudoprophetas“ (fehlgeleitet wie Bileam) benannt ist stellt den geistigen „Steigbügelhalter“ für das 2. Tier dar. Quasi den „Wegbereiter“ (er wird sich selbst in der Nachfolge Joh. d. Täufers „verkaufen“ wollen) zur Durchsetzung der „entkernten“ NewWorldReligion (NWR) … mehr sag ich jetzt nicht mehr 😉
    - das „zweite Tier“ ist der eigentliche politisch, kriegerische Antichrist, der sich – letztlich – wirklich als der „ins Fleisch“ wiedergekommene Jesus Christus erklären wird und sich auf dessen Thron setzt … Steigbügelhalter dazu ist das 1. Tier …
    aus dem Kapitel geht (im Urtext) nicht klar hervor welcher der beiden die Zahl des Namens 666 hat, zusammenarbeiten tun sie jedenfalls, heisst es doch in Offb. 19,20: das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verführte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte.
    (spätestens hier ist zu akzeptieren, dass die Hölle nicht leer ist, sein wird …)

    Wer interessiert ist an einem „Profiling“ des – noch kommenden – politisch, kriegerischen AC der kann hier fündig werden: http://db.tt/GZa7prF8

    - das verheissene „zuerst komme ich als König der Barmherzigkeit“ (Sr. Faustina) wird die – nicht nur von Ihr, sondern auch z.B. in Garabandal(1961 – Avisio) – „Warnung“=“Seelenschau“=“Weltbeichte“=“Nahtoderfahrung“ für jederman im Alter > 7 Jahre sein. Das soll NACH der Flucht P. Benedikts aus ROM und nach dem „Outing“ des „Manns des Friedens“ (Micha,4) == des Antichristen, erfolgen.
    Dem folgt ein (kurzes) Zeitfenster zur Verkündigung des vollständigen wahren Evangeliums, der Frohbotschaft Jesu Christi in völliger Unverfälschtheit für alle Menschen aller Nationen, Religionen, etc. pp.

    Tja – und dann kommt die „heiße“ Phase (RFID, …) siehe in Offb.14ff … beendet vom „in Herrlichkeit“ wiederkehrenden Herrn Jesus v. Nazareth:
    Apg.1,11: …wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren

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