Liturgische „Sensibilität“ von Papst Franziskus führt zur Absetzung von Kardinal Cañizares

Kardinal Cañizares  mit Papst Benedikt XVI
Kardinal Cañizares mit Papst Benedikt XVI

(Rom/Madrid) Es wurde bereits seit einigen Tagen geschrieben. Nun erfolgte die Bestätigung. Papst Franziskus ernannte heute Erzbischof Carlos Osoro von Valencia zum neuen Erzbischof von Madrid. Die Absetzung von Kardinal Antonio Cañizares Llovera, den Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung durch Papst Franziskus wurde bereits wenige Wochen nach dem jüngsten Konklave erwartet. Nun schickt ihn der argentinische Papst zurück nach Spanien als neuen Erzbischof von Valencia. Entscheidend ist nicht diese Beförderung, die rangmäßig mehr einer Deklassierung ähnelt, sondern die Wegbeförderung aus Rom.

Damit erfolgt jene zweite Absetzung eines Präfekten der Römischen Kurie, die bereits seit dem Spätfrühling 2013 von Beobachtern erwartet wurde. Mit der Wahl eines neuen Papstes verfallen alle Ämter an der Römischen Kurie. Im Zuge seines personellen Umbaus der Kurie entfernte Papst Franziskus jene beiden von insgesamt neun Präfekten, die dem Kirchenverständnis von Papst Benedikt XVI. am nächsten standen. Bereits am 21. September 2013 wurde Kardinal Mauro Piacenza als Präfekt der Kleruskongregation abgelöst. Heute folgte auch das delikate Ressort der Heiligen Liturgie und der Sakramente. Delikat nicht zuletzt wegen der von Papst Franziskus zur Schau gestellten geringen liturgischen Sensibilität.

Liturgischer Mißbrauch für Franziskus kein Anstoß? – Liturgische Würde des Alten Ritus schon

Während der Papst bisher in keinem Zusammenhang Kritik an den vor allem im Westen verbreiteten liturgischen Mißbräuchen kundtat, ließ er mehrfach Unverständnis, ja sogar Abneigung gegenüber dem überlieferten Römischen Ritus erkennen, vor allem gegen die Gläubigen, die diesem Ritus anhängen.

Daß es unter Papst Franziskus kein Motu proprio Summorum Pontificum gegeben hätte, mit dem Papst Benedikt XVI. 2007 die durch die Liturgiereform von 1969 entstandene Schieflage im innersten Kernbereich des Glaubens korrigierte und dem überlieferten Ritus kirchenrechtlich wieder weitgehendes Heimatrecht und Gleichberechtigung neben dem Novus Ordo verschaffte, wird weder im näheren noch weiteren Umfeld des argentinischen Amtsinhabers bezweifelt.

Kardinal Piacenza und Kardinal Canizares von Papst Franzikus deklassiert
Kardinal Piacenza und Kardinal Canizares von Papst Franzikus als Präfekten einer Römischen Kongregation abgesetzt

Die bereits bei seinem ersten öffentlichen Auftritt sichtbar gewordene Abneigung gegen die Bemühungen seines Amtsvorgängers, in der Kirche wieder das Verständnis für das Sakrale zurückzugewinnen, setzt sich mit der Absetzung von Kardinal Cañizares fort. Eine Neubesetzung wurde noch nicht vorgenommen. Traditionsverbundene Kreise hegen Befürchtungen. Unter den im vergangenen Jahr am häufigsten genannten Kandidaten, befand sich auch Kurienerzbischof Piero Marini, der päpstlichen Zeremonienmeister von Johannes Paul II.

Zu nahe am Kirchenverständnis von Benedikt XVI.

Mit Kardinal Piacenza war der Versuch Benedikts XVI. verbunden, dem Klerus mit dem heiligen Johannes Maria Vianney einen Patron zum Vorbild zu geben, der unerschütterlich im überlieferten Kirchen- und Glaubensverständnis verankert war. Ein „vorkonziliares Priesterbild“, das kirchenintern so heftig bekämpft wurde, daß der Versuch scheiterte.

Mit Kardinal Cañizares ist das Bemühen Benedikts XVI. verbunden, die Heiligkeit der Liturgie zu stärken und dieses Bemühen vor allem durch die Aufwertung des überlieferten Ritus zu verstärken. Benedikt XVI. beendete damit nicht nur die Monopolstellung des Novus Ordo, sondern setzte ihn durch den Vetus Ordo unter Druck. Tatsächlich zeitigte das päpstliche Handeln weltweit Früchte. Ein Prozeß, der durch die Wahl von Papst Franziskus erheblich ins Stocken geraten ist. Kritiker werfen Kardinal Cañizares vor, kaum auf liturgische Mißbräuche im Novus Ordo reagiert zu haben.

Unverständnis für liturgische „Restauration“

Persönlich integer, aber nicht besonders kämpferisch, zelebrierte der Kardinal mehrfach in der überlieferten Form des Römischen Ritus, so auch im Herbst 2012 anläßlich der ersten Internationalen Wallfahrt der Tradition nach Rom. Es war das erste Mal seit der Liturgiereform, daß an einem Hauptaltar des Petersdomes wieder in größerem Rahmen ein Meßopfer im Alten Ritus zelebriert wurde.

Kardinal Canizares zelebrierte 2012 im Petersdom im Alten Ritus
Kardinal Canizares zelebrierte 2012 im Petersdom im Alten Ritus

Kardinal Piacenza war zum Zeitpunkt seiner Absetzung gerade 69 geworden. Kardinal Cañizares ist 68. Um ein altersbedingtes Ausscheiden handelte es sich weder beim einen noch beim anderen Purpurträger. Beide wurden, wie es Gepflogenheit der Kirche ist, mit wohlklingenden und prestigeträchtigen Ämtern abgefunden. Der entscheidende Punkt an den Umbesetzungen ist jedoch die dahinter stehende Richtungsentscheidung. Papst Franziskus will nicht nur durch Gesten, sondern durch Fakten das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. korrigieren. Dafür wurde er letztlich auch gewählt.

Entspannung gegenüber Ministerpräsident Rajoy?

Antonio Maria Kardinal Rouco Varela, der bisherige Erzbischof von Madrid scheidet wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Amt. Wie unter Papst Benedikt XVI. üblich, beließ er ihn zwei Jahre länger im Amt. Daraus wurde genau ein weiteres Jahr, weil sich Papst Franziskus für diese Personalentscheidung ausreichend Zeit nehmen wollte. Spanien spielt in der spanischsprachigen Welt, zu der auch Argentinien gehört, eine deutlich wichtigere Rolle als andere europäischen Staaten.

Kardinal Rouco Varela war ein entschlossener Gegner der sozialistischen Regierung Zapatero und ihrer Gesellschaftspolitik. Aufgrund seines persönlichen Gewichts und als Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz übte er entscheidenden Einfluß auf die Bischofsernennung in Spanien aus. Politisch stand er dem rechten Flügel des bürgerlichen Partido Popular (PP) nahe. Damit aber nicht dem derzeit amtierenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, dem auf der Suche nach Mehrheiten eine leise Kirche lieber wäre.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: 30Giorni/MiL/Asianews/Le Forum Catholique

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43 Comments

  1. Starke Indizien sprechen dafür, dass Benedikt XVI. zum damaligen Zeitpunkt nicht freiwillig zurückgetreten ist, sondern zurückgetreten wurde.

    Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass seine mächtigen Widersacher, die Strippenzieher im Hintergrund, ihm „Summorum Pontificum“ nie verziehen haben.

    Der Kampf gegen den überlieferten römischen Ritus ist in vollem Gange.
    Herr Bergoglio, gewählter Papst Franziskus, scheint ihn zu hassen. Er sucht sich das Personal aus, das er braucht, um ihn zu zerstören.

    Dann ist Ungehorsam angesagt, wie er von Erzbischof Lefebvre praktiziert wurde, um nicht nur den Ritus, sondern auch das katholische Priestertum zu retten.

    Werden sich Bischöfe finden, die zur Verteidigung bereit sind? Mit allen Konsequenzen?

    Natürlich muss es so schlimm nicht kommen. Doch diese Möglichkeit auszuschließen, lieb und fromm den Kopf in den Sand zu stecken, halte ich nicht für verantwortbar.

    • Ungehorsam ? Wer der Lehre folgt, ist nie ungehorsam. Lefebvre war nie ungehorsam, wenn er keine unkatholischen Wege mitging.

      • Sehr richtig!
        Ungehorsam waren jene, und sind es heute noch, die den Modernismus mit allem grotesken Treiben hochjubeln und hochgejubelt haben!!

    • @ Zeitlos sagt nicht weniger,

      als daß Seine Heiligkeit Benedikt XVI. öffentlich gelogen hat: Bei seinem Rücktritt und erst vor kurzem wieder in einem Brief an einen Journalisten.

      Mehr sog i ned!

  2. Schon die Ernennung zum Erzbischof von Madrid wäre eine deutliche bergoglionische Ohrfeige für Kardinal Cañizares gewesen. Ihn aber auch noch ausgerechnet in das abgelegte Bistum des Mannes abzuschieben, den man ihm als Primas vor die Nase setzt, ist eine Infamie, die in trauriger Weise die perfide Rachsucht Bergoglios und seiner Kamarilla offenbart. Der Witz bei der ganzen Geschichte ist aber der, dass Kardinal Cañizares diese „Deklassierung“ im Grunde nur zur Ehre gereicht. Denn nun kann er erhobenen Hauptes den Staub der Casa Martha von den Füßen schütteln und ist der Gefahr entronnen, sich mit den Machenschaften dieses plebejischen Mannes gemein machen zu müssen..

    • Werter hicesthodie: Trotz Hauptstadt ist das Erzbistum Madrid eine für iberische Verhältnisse sehr junge Diözese (1885/1964).

      Spaniens Primas ist der Erzbischof von Toledo. Aber jetzt kommt’s: Kardinal Cañizares hatte eben dieses Amt VOR seinem Appointment an die Gottesdienstkongregation innegehabt… Beste Grüße!

    • Der Primatialsitz von Spanien ist nicht Madrid sondern Toledo. Kard. Canizares Llovera war der Primas vor seiner Berufung nach Rom gewesen. In Valencia übernimmt er sein viertes Bistum und seinen fünften Posten als Bischof. Es ist zugleich seine Heimatdiözese. Somit sagen ihm die Modernisten in Rom ganz unverschämt: go home!

      • Danke Carlo&leo für die Richtigstellung! Inhaltlich ändert dies aber nichts, sondern macht die Sache, wie leo es schon bemerkt, eher noch schlimmer.
        Und wenn es wirklich ein „freiwilliger“ Entschluss gewesen sein sollte, so wie es einige Medien kolportieren, dann träfe erst recht der letzte Satz meines obigen Kommentars zu.

    • Und die Jubelvaticanisten (z.B. A.Tornielli), die sich das Bejubeln aller Handlungen und Äußerungen ( Perlen genannt, wie die, dass Christus Petrus nicht zum Felsgrund seiner Kirche gemacht habe – sondern uns alle, letzter Angelus) zur Lebensaufgabe gemacht haben, behaupten jetzt ganz frech, Kardinal Canizares habe um diese Versetzung gebeten, weil er “ den Geruch der Schafe annehmen wolle“ .
      Die, die sowas jetzt exkulpierend in die Welt setzen,haben auf alle Fälle schon mal die Intelligenz der Schafe zu ihrer eigenen gemacht. Mäh!

      • Es ist bei einem Hirten total unwichtig für die Erfüllung seines Dienstes daß er den Geruch der Schafe hat; spätestens bei der Schafschur bekommt er dies sowieso.
        Äusserst wichtig dagegen ist daß die Schafe die Stimme ihres Herrn kennen und der Herr die Schafe seiner Herde kennt: und hier geht es um den Glauben, die Einheit mit den uns Vorausgegangenen, um die lebendige Tradition, um die Wahrheit.
        Auf diesem Gebiet scheinen mir sehr große Diskrepanzen und Defekte vorhanden zu sein.
        Und ebenfalls äusserst wichtig ist daß die Hirtehunde, die cani di pastore maremmano e abbruzzese, vom Jungwelpenalter an den Schafsgeruch verinnerlicht haben; die Herde schützen sie dann instinktmäßig gegen Wölfe und Angreifer jeder Art.
        (Übrigens: auf kath.net hat ein empathischer Poster diese Aussage v. P. Franziskus (durch Kard. Canizares dann noch sehr demütig wiederholt) als “ weniger gelungen“ beschrieben)
        Mihi quidem iam nunc ridere libet (Erasmus , Coll. familiaria/ Abbatis et Eruditae)

  3. als ehemaliger Besucher der neuen Messe, kann ich nur jeden Katholiken raten wenigstens einmal eine Messe nach alten Ritus zu besuchen. Habe die Messe auch nur so aus Neugier besucht und wußte gleich beim ersten mal, daß das die richtige Messe ist.
    Ihr werdet den Unterschied merken, auch wenn ihr kein latein versteht (ich kann auch kein latein). Also keine Angst haben etwas neues altes zu besuchen.
    Außerdem sollte jeder kath. Christ auch über dieses Schott Messbuch verfügen:
    http://www.sarto.de/product_info.php?info=p780_Schott-1962–Roemisches-Messbuch.html
    es ist nicht nur für die Messe, man hat für jeden Tag eine Kleinigkeit (mit Daum) zu lesen, was ich ganz praktisch finde.

    • Kann ich zustimmen und unterschreiben. Mir ging es ganz genauso. Ich habe nun vermutlich auch durch mein mitwirken in einer Schola schön langsam ein Verständnis für Latein entwickelt. Der Sarto Verlag war für mich eine große Bereicherung in der entsprechenden Literatur. Der Hl. Geist führt automatisch dorthin, wenn man sich führen lässt.

    • Hervorragend, danke. Sie haben kein Latein gelernt? Dann lernen Sie es bitte. Ich habe mit 16 Jahren in einem halben Jahr diese Sprache mir soweit angeeignet, dass ich in die 5. Gymnasialklasse aufgenommen werden konnte – dies während des Abschlusses einer Handelsschule. Ich war schulisch in modernen Sprachen, die mich wenig interessiert haben, schwach und schlecht und wusste nicht, dass ich eine Begabung für alte Sprachen habe. Vielleicht haben Sie das auch und dann, das sage ich Ihnen, ist der Gottesdienst in der erhabenen lateinischen Sprache, der Sprache der Kirche noch viel freudvoller und beglückender – es hebt an fortwährend in einem zu singen: introibo ad altare Dei, ad Deum qui laetificat juventutem meam. Dazu ist es nie zu spät. Dieses Glück wünsche ich Ihnen – quod faxit omnipotens Deus!

      • Sehr geehrte Frau Züger,

        Ich hatte die Möglichkeit, Latein zu lernen, sie aber leider nicht intensiv genutzt und so mußte ich mit einem Gnadenfünfer meine „Karriere“ abbrechen.

        Ich halte es für eine Schande, daß Latein in der Kirche praktisch abgeschafft wurde. Ich bin aber entschieden nicht der Meinung, daß alle Lateinisch können müssen.
        Dafür haben die Petrusbrüder, P. Martin Schramm in der Schweiz, mir den „Beweis“ geliefert. Der hat einen Minischott herausgegeben, und der hätte genügt. Ein paar Gebete, die ausschließlich für den Priester sinnvoll sind, hätte man für die Gläubigen umformen können, wenn man vor dem Konzil soweit gedacht hätte (die Konservativen) oder überhaupt gewollt hätte (die Progressiven, sprich Revoluzzer).

        Ich erinnere mich, daß ich als kleiner Bub in der Messe neben einen alten Mann, eher um die 40, zu sitzen kam. Er hatte eines dieser kleinen Gebetbücher in der Hand und betete daraus für sich. Das ist mindestens 65 Jahre her.

        Wie geht es mir heute? Immer wieder habe ich das Gefühl, daß ich mit den lauten Gebeten des Zelebranten durch die Messe gezerrt werde. Noch nie ist es mir gelungen, im entsprechenden Bereich der Messe meiner verstorbenen Angehörigen zu gedenken, weil ich ja ein „aktiver“ Teilnehmer der Messe bin, der sich nicht ausklinkt. Dagegen sind die Fürbitten oft eher Ärger erregend.

        Gott hat sicher nicht übersehen, als Peter Scholl-Latour vor wenigen Tagen vor seinem Richterstuhl erschien, daß er mir mit seinem Buch: Der Tod im Reisfeld, das ich viele Jahre später auf dem Flohmarkt erwarb, mir den Anstoß gab, den Schott hervor zu holen und den Introitus wieder einmal zu beten. Damals begann es mir aufzugehen, wie groß der Unterschied zwischen Alter und Neuer Messe ist. Diese ist gültig, weil sie Opferung, Wandlung und Kommunion umfasst. In Oberelchingen und Kloster Roggenburg, beide nahe Ulm, begann mir der krasse Gegensatz zwischen Hochaltar und dem Beistelltischchen Volksaltar aufzugehen. Das ganze ist nicht stimmig.

        Was mir nicht klar ist, könnten Sie mir vielleicht erklären. Der jetzt ehemalige Stadtpfarrer unserer Kreisstadt machte nur Eucharistiefeiern. Gibt es dazu einen klaren Bezug zur betonten Mahlfeier? Direkt auffällig war das aber nicht.

      • Dem verehrten Konrad Georg möchte ich einfach sagen: es ist nicht absolut notwendig Latein zu können – aber ad esse quoad se- nicht ad esse simpliciter – dh. zum besseren und freudvolleren Mitvollzug der heiligen Liturgie. Für mich – ein erleuchteter Beichtvater sagte mir dies – ist es wichtig bewusst in Gottesgegenwart dabei zu sein – nicht auf alles zu hören was das gesprochen und gepredigt oder vorgebetet wird wie ein Haftelmacher – sondern, dort wo ich angerührt bin im inneren Gespräch mich mit dem Herrn diese Dinge zu bereden. Immer die Passion Christi und seiner Zeugen im Herzen erwägen „Er starb aus Liebe für uns Sünder noch hebt Ers Kreuz für uns empor“ Vor allem – wenn ich Ihnen dies raten darf – suchen Sie sich einen Gottesdienst aus der Sie nicht (oder am wenigsten) nervt. Früher bin auch schon aus solchen Gottesdiensten herausgelaufen. Aber das kann ich jetzt nicht mehr, bin ich doch seit Jahren ans Haus gebunden.

  4. Es wird doch immer gesagt, dass sich Papst Benedikt XVI und Herr Bergoglio so nahe stehen und dass kein Blatt zwischen beide passt. Anscheinend stehen sich die beiden wohl doch nicht so nahe, wenn Herr Bergoglio allen eine Ohrfeige gibt, die Papst Benedikts Kirchenverständnis zu nahe stehen.
    Per Mariam ad Christum.

    • „Herr Bergoglio“ ist immer noch seine Heiligkeit, Papst Franziskus, Stellvertreter Christi. Das sollten Sie als gute/r Katholik/in auch respektieren.

      • Zwingen Sie doch Bergoglio nicht etwas auf, was er selber gar nicht sein will. Er will weder Heiligkeit, noch Papst sein, sondern ganz schlicht „Bischof von Rom“. Und einen guten Katholiken macht nicht die Anbetung Bergoglios zum guten Katholiken, sondern die Erfüllung der 10 Gebote und die Lehre der Heiligen Kirche.

      • Herr Bergoglio ist mit Sicherheit kein Heiliger. Ob er Papst ist, da bin ich mir nicht sicher. Da er aber kaum Stellvertreter Christi ist, er scheint Jesu Aussage „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. NIEMAND KOMMT ZUM VATER, AUSSER DURCH MICH.“ wohl nicht für richtig zu halten, ist er wohl auch nicht Papst. Außerdem tut Herr Bergoglio doch selbst alles dafür, damit man keinen oder nur sehr schwer Respekt vor ihm haben und Ehrfurcht für ihn empfinden kann. Das fängt schon bei seiner unter seiner weißen Kleidung hervorstechenden schwarzen Kleidung an, obwohl ein Papst nicht schwarz trägt. Die päpstlichen Farben sind weiß und rot. Rot hat er komplett als päpstliche Farbe abgelegt oder besser gesagt nie angezogen. Diese roten Kleidungsstücke sind beispielsweise die Schuhe, die Mozetta, der Camauro und der Saturno. Herr Bergoglio scheint rot wohl einfach nicht zu mögen, denn auch als Kardinal hat er kaum rot, sondern größtenteils schwarz getragen. Anstelle der roten, könnte Bergoglio auch weiße Schuhe trage und dazu auch weiße Hosen und weiße Socken, wie für einen Papst üblich. Stattdessen sind diese Kleidungsstücke demonstrativ schwarz und dieses Schwarz schimmert unter der weißen Soutane ebenso demonstrativ hervor. Dieses Aussehen lässt ihm eine schlampige Erscheinung geben und nimmt ihm die durch die päpstliche Kleidung ausstrahlende Unantastbarkeit. Diese Wirkung ist wohl beabsichtigt und nimmt mir persönlich deswegen auch die Ehrfurcht vor Bergoglios Person. Auch seine Daumen-hoch-Geste anstatt der päpstlichen Segensgeste lässt die Ehrfurcht sinken. Dies alles hört sich jetzt eher nebensächlich an, das weiß ich, aber dies summiert sich in seinem Regierungsstil. Er scheint alle anderen zu mögen und nur die treuen Katholiken zu hassen. Jede Verhöhnung und Verspottung des Herrn in der neuen modernistischen Messe lässt er durchgehen, nur die alte Messe, die die tiefste Ehrfurcht vor Gott hervorkommen lässt, hasst er. Auch wurden bei einer Messe, die Bergoglio selbst zelebriert hat, nämlich beim Weltjugendtag die geweihten Hostien, obwohl dies strengstens verboten ist, in Plastikbechern aufbewahrt. Auch seine liturgische Kleidung lässt zu wünschen übrig. Wenn man in die heilige Messe geht, zieht man normalerweise seine beste Kleidung an. Dies gilt sowohl für die Leihen, als auch für die Kleriker. Da die liturgischen Gewänder eigentlich Christus representieren sollen, der Zelebrant handelt in persona Christi, sind diese korrekterweise sehr aufwändig und kostbar gestaltet. Bergoglio scheint aber wohl anzunehmen, das die liturgischen Gewänder ihn selbst repräsentieren. Wenn das aber so sein sollte, dann sollte er ganz auf Gewänder verzichten und stattdessen in einer armseligen Kutte vor dem Herrn treten. Bergoglio muss ja auch nicht unbedingt Gewänder mit Gold und Edelsteinen tragen. Er könnte stattdessen solche tragen, die in edler Einfachheit gestaltet sind.

      • Fortsetzung

        Stattdessen trägt er, meiner Meinung nach, wahrhaft hässliche Gewänder. Zu nennen sind vor allem seine legendäre Mitra und seine legendäre Kasel mit dem braunen Besatz. Weniger könnte hier mehr sein. Er könnte stattdessen einfach eine völlig weiße Mitra und völlig weiße Kasel tragen, vielleicht mit einem oder mehreren Kreuzen bestickt. Stattdessen trägt Bergoglio meistens nichtssagende und schäbbige Gewänder. Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber Bergoglios Mitra hat immer die gleiche Form. Ein senkrecht aufsteigender Balken mit einem Querbalken an der Basis. Es ist weder als normales Kreuz erkennbar, noch ist es das päpstliche Kreuz, da zwei Querbalken fehlen. Ich weiß nicht, ob diese Form irgendeine Bedeutung hat. Bergoglio verweigert Gott in der Messe erkennbar die höchste Ehrfurcht. Dazu gehört auch, dass er die Kniebeuge bei der Wandlung unterlässt. Wenn es gesundheitliche Gründe haben sollte, sollte er es einfach sagen. Stattdessen lässt er Interpretationsspielraum offen und lässt sich in allen möglichen anderen Situationen, Stichwort „Gründonnerstag“, knieend abbilden. Kurzum: Wenn Bergoglio Gott die Ehrfurcht verweigert und ihn fast wie einen Kumpel sieht, muss man auch Bergoglio, auch wenn er momentan das Papstamt innehat, die Ehrfurcht verweigern.

        Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Herr Bergoglio Herr Bergoglio ist, nicht mehr und nicht weniger. Er hat vor mir den allgemeinen Respekt, den ich jedem Menschen schulde. Mehr ist nicht drinn. Um ehrlich zu sein, habe ich sogar vor jedem Müllmann, jedem Menschen an der Kasse und jedem Fabrikarbeiter mehr Respekt, als vor Bergoglio. Der Grund ist, dass erstgenannte einer ehrlichen Arbeit nachgehen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sogar vor Atheisten/Ungläubigen habe ich mehr Respekt als vor Bergoglio, weil diese in der Regel dies für sich persönlich halten und Gläubige normalerweise nicht belästigen und sie ungestört ihrem Glauben nachgehen lassen. Herr Bergoglio dagegen gefährdet die Gläubigen dagegen und ist eine größere Gefahr für die Kirche, als fast jeder Ungläubige auf dieser Welt.

        Zum Schluss noch eine Frage an sie Sarah.
        Ich habe gemerkt, dass sie eine große Franziskus-Verehrerin sind und hier immer wieder alle auffordern, Bergoglio ja nicht zu kritisieren. Haben sie für Papst Benedikt XVI die gleiche Ehrfurcht gehabt wie für Franziskus oder ist diese besondere Ergebenheit und Papsttreue ein Novum für Sie? Ist man also nur den Päpsten treu, die man selber auch mag. Über eine Antwort von ihnen würde ich mich freuen.
        Per Mariam ad Christum.

      • Mei, ich werde für Sie beten, damit Sie zurückkehren zum katholischen Glauben: „Wir erklären, sagen und definieren nun aber, dass es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein.“ So schreibt Papst Bonifaz VIII. in seiner Bulle Unam Sanctam (DS 875).

      • Sarah,
        vor allem sollten wir darum beten, dass Herr Bergoglio zum katholischen Glauben zurückfindet, sofern er ihn jemals besessen hat. Ansonsten sollten wir Gott bitten, uns möglichst schnell einen wahrhaft katholischen Papst zu schenken. Dass aber jedes menschliche Geschöpf dem römischen Bischof unterworfen ist, ist leider nur eine Wunschvorstellung, denn wenn das so wäre, hießen die Wandlungsworte nun wieder „für viele“, wie es vom Papst angeordnet wurde. Wer hält sich aber bitte heute noch daran, was der Papst sagt?

        PS: Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet.

        Per Mariam ad Christum.

      • Selbstverständlich galt meine Treue auch Benedikt XVI., Markus! Ich wähle hier nicht. Und wenn es eben einen neuen kirchenpolitischen Kurs gibt, dann folge ich. Ich kann nicht erkennen, wo Papst Franziskus auch nur ein Dogma verletzt haben könnte.
        Ach ja, was das „Pro Multis betrifft“: Papst Benedikt hat nicht die sofortige Änderung, sondern eine Änderung bei der Neuauflage des Messbuches angeordnet. Das ist vernünftiges Kirchenrecht und soweit ich sehe, hält sich die deutsche Kirche auch daran. Denn ein eigenmächtiges Ändern zu „Für viele“ durch einzelne Priester wäre derzeit nicht nur unerlaubt, sondern auch verungültigend. Ehe Sie, Markus, also vielerlei durcheinander werfen, sollten Sie gehorsam sein und Kirchenrecht lernen.

      • Ich maße mich nicht an, über den Papst zu urteilen, ich setze nur einiges zusammen. Ich muss Ihnen sagen, dass ich Franziskus am Beginn seines Pontifikates durchaus geschätzt habe. Ich mochte ihn und er kam mir immer sehr freundlich vor. Nur habe ich dann gemerkt, dass dieses Bild vom freundlichen Papst Franziskus nicht stimmt, sondern dass er mehr ein übler Machtmensch ist, machtgieriger, als es Benedikt XVI je war. Ich habe Bergoglio das erste halbe Jahr beobachtet und mir erst dann zusammengereimt, was er wirklich ist. Es ist nicht wie ein liebevoller Vater, wie ich Papst Benedikt XVI immer gesehen habe, sondern mehr wie ein böser Stiefvater. Sehr schweren Schaden hat mein Eindruck von ihm genommen, als er den Orden der Franziskaner der Immakulata zu sich in den Vatikan lud und sie zur Unterordnung unter Komissar Volpi aufforderte. Er wusste also nicht nur von Volpis Terrorherrschaft; diese war sogar von ihm gewollt. Ein freundlicher Papst, der Menschen unterdrückt? Da kann doch was nicht stimmen. Er will nicht urteilen, urteilt aber doch. Er will weniger Zentralismus, entsendet dann aber einen Visitator in eine paraguayische Diozöse, der kurzerhand weitere Priesterweihen verbietet. Auch seine Beliebtheit von großen außerkirchlichen Kreisen kommt mir merkwürdig vor. Warum lassen sich diese dann nicht alle aus dieser Begeisterung heraus taufen? Die Antwort ist, dass sie sich von Bergoglio die Zerstörung der heiligen katholischen und apostolischen Kirche erhoffen. Auch wenn er die Kirche nicht zerstört, warum setzen sie diesbezüglich so viele Hoffnungen in ihn. In Papst Benedikt XVI haben sie nie solche Hoffnungen gesetzt. Warum wird Bergoglio von der Homo-Lobby gelobt? Warum bezeichnet er Menschen, die regelmäßig den Rosenkranz beten als Rosenkranzfanatisten? Warum beschimpft er die überlieferte Messe als „Mode“, nicht aber die nicht nach den Vorgaben des Missale Paul VI gefeierte neue „Messe“, bei der Gott verspottet und zum Narren gehalten wird? Korrekt zelebriert wäre die Messe Pauls VI in Latein und mit dem Rücken zur Gemeinde. Das Konzil hat weder von Volksaltären gesprochen, noch von Priestern, die am Rosenmontag mit Pappnasen vor dem Opferaltar stehen. Es kommt mir allgemein so vor, dass Bergoglio alles nicht-katholische liebt und alles katholische hasst. Er hasst wirklich fromme Menschen. Er akzeptiert unvollkommene Menschen nicht nur; er will, dass sie unvollkommen sind. Und diese unvollkommenen Menschen sollen natürlich auch nur eine unvollkommene Messe bekommen, in der Gott erkennbar nicht die größte Ehre zu teil wird.
        Bergoglio kommt mir zusammengefasst nicht vor wie der Papst der una sancta catholica et apostolica ecclesiae, sondern wie ein Papst von allem Nichtkatholischen. Er wäre als Rabbi oder als Führer einer evangelikalen Sekte siche glücklicher.

        Zum Schluss noch eine Frage:
        Wann erscheint denn die Neuauflage des deutschen Messbuches mit den korrigierten Wandlungsworte, von der Sie gesprochen haben?

        Per Mariam ad Christum.

      • Sarah, Ihrer Argumentation zur Einführung des Pro multis kann ich voll und ganz folgen. Ich habe mir nochmals die entsprechende Einleitung zur Inkraftsetzung von Gesetzen im Handbuch des Kirchenrechts angesehen, Sie haben völlig recht.
        Ich habe mir auch durch den Kopf gehen lassen, was Sie zu Bonifaz VIII. schreiben. Es hat mich sehr, sehr nachdenklich gemacht. Aber auch hier muss ich Ihnen schweren Herzens Recht geben. Papst Franziskus ist Papst und nur Gott Rechenschaft pflichtig. Wir hingegen schulden ihm, wenn wir katholisch sein wollen, unser aufrichtiges Gebet, unsere Liebe und Treue und vor allem unseren Gehorsam!

      • Alberto Knox,
        unserer Gebet schulden wir dem Papst immer, um ihn so bei seiner schweren Aufgabe zu unterstützen. Unserer Gehorsam schulden wir ihm nur, wenn er selber Gott gehorsam ist. Es besteht keinerlei Pflicht, einem Papst zu gehorchen, der der Kirche schadet, und das tut Herr Bergoglio mit Sicherheit. Was Sie verblendet ist die falsch verstandene Bedeutung des Unfehlbarkeitsdogmas. Der Papst ist nicht in jedem Wort, das er von sich gibt, unfehlbar, sondern nur, wenn er ein Dogma verkündet, zuletzt Pius XII bei der Verkündigung der unbefleckten Empfängnis Mariens und der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel.
        Ein Papst ist grundsätzlich nicht rein und makellos. Er ist ein Mensch und Menschen machen Fehler. Jesus selbst hat zu Petrus gesagt: „Weg mit dir Satan, geh mir aus den Augen, denn du hast nicht im Sinn was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“, als ihn dieser davon abhalten wollte, nach Jerusalem zu gehen, wo er gekreuzigt werden würde. Harte Worte Jesu zu seinem treuen Anhänger Petrus. Diese Aussage Jesu passt allerdings erstaunlich gut auf den derzeitigen Amtsinhaber.
        Per Mariam ad Christum.

  5. Hoffnung stirbt zuletzt: Es waren ja immer die Bischofskonferenzen, die Papst Benedikt blockiert haben. Ein Bischof mehr mit ordentlichem Kirchenverständnis schadet der spanischen Konferenz sicher nicht. Wohl kaum Bergoglios Absicht, aber vielleicht hat sich unser Fußballfan ja ein Eigentor geschossen? Ich weiß, ich träume 😀

    Fragt sich nur, wer jetzt die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung übernimmt…

  6. Immerhin werden viele hier in trauriger Weise bestätigt, die das Wüten Bergohlios vom ersten Tag an durchschaut hatten und sich auch hier viele Unverschämtheiten von den Jubelhorden anhören mussten. Allein die Unehrbietigkeit des argentinischen Schafhirten gegenüber dem heiligsten Sakrament ließ ihn als Papst denkbar ungeeignet erscheinen. Mittlerweile darf man feststellen, dass Bergoglio eine Art Privatkirche hochzieht und sich einen Dreck um die ecclesia catholica schert. Papst Paul VI. hatte Unrecht, als er feststellte, der Rauch Satans sei in den heiligen Tempel Gottes eingedrungen- nein man hat ihm die Türen weit geöffnet, so dass er bequem hineinschlurfen konnte. Niemand von den feigen Kardinälen hat ihn aufgehalten- jetzt bekommen die ersten ihre Quittung ausgestellt. Merke: Jubelnde Blödheit schützt nicht vor Strafe.

  7. Es stellt sich die Frage, wie lange Papst Benedikt noch auf dem Territorium des Vatikans sein kann.
    Ja, das scheint die „Revolution Bergoglio“ zu sein, die die Mehrzahl der Kardinäle gewollt hat. „Jetzt gehts richtig los“, sagte Erzbischof Zollitsch nach der „Rücktrittserklärung“ von Papst Benedikt XVI.

    Jedenfalls läuft es mehr und mehr auf den schon lange angekündigten Bruch der Kirche hinaus. Diesen Bruch hat die Muttergottes selbst, die seligste Jungfrau Maria, verschiedenen Personen schon vor vielen Jahren angekündigt. Die wahren Beter werden wieder in Katakomben gehen müssen und die hl. Eucharistie werde gefährdet sein, bevor, wie sie sagt, sie dem Satan den Kopf zertreten und eine neue lange Zeit des Friedens anbrechen werde. Der Satan, sagt Maria, wütet mehr denn je, weil seine Tage gezählt sind. Er verdoppelt seine Anstrengungen und seine Wut ist ungeheuer.
    Aber es soll/muß viel gebetet und (auf)- geopfert werden.

    • so ist es, ganze Bücherschränke.
      Und immer mehr setzt sich aus den vielen Einzelteilchen das Puzzle Bergoglio zusammen; der Mann der nicht Papst sein will und der darüber hinaus das Papstamt abschaffen will.
      Das ging mit der Mozzetta am Abend seiner Wahl los ( „der Karneval ist vorbei“) mit den Roten Schuhen und der Weigerung (aus psychiatrischen Gründen….. wie Recht er doch hatte) im päpstlichen Apartamento zu wohnen, über gezielte Unhöflichkeit ( wie die Brüskierung von Orchestern und Solisten, deren Konzerte zu besuchen, er mit der bemerkenswerten Begründung, daß er kein Renaissanceprinz sei, verweigerte, und Zuspätkommen oder unangekündigtes Nichterscheinen zu geplanten Terminen, das rüde Zurückweisen von Geschenken etc etc) bis zu seiner an der Mimik ablesbaren Unlust, die Hl. Messe zu feiern, das Desinteresse an der Liturgie und die geradezu manische Suche nach Kameras, Mikros und Beifall- schlicht Populismus.
      Dass er das Papstamt als nicht existent betrachtet, hat er ja beim vorigen Angelus in seiner Interpretation des “ tu es Petrus, et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam“ deutlich bewiesen. Diese Verkündung habe nicht dem Simon gegolten sondern dessen unerschütterlichem Glauben. Der sei der Fels, auf dem die Kirche errichtet werde und so- so der Bischof von Rom- könne jeder von uns auch dieser Felsen sein. Folge: man kann also für Petrus keinerlei Sondervollmachten oder Rechte oder einen Primat unter den Bischöfen aus den Worten Christi ableiten. Vor allem nicht das Papstamt. Schade eigentlich.

      • Der Karneval ist nicht vorbei. Es werden weiterhin Karnevalsgottesdienste gefeiert und mir ist nicht zu Ohren gekommen, dass Herr Bergoglio Karnevalsgottesdienste, obwohl diese eigentlich sowiso verboten sind, nochmals ausdrücklich verboten hat.
        Dass er nicht Papst sein will, ist falsch, denn dann hätte er am Abend seiner Wahl die Papstwürde demütig abgelehnt. Er genießt es geradezu, Papst zu sein und die Macht zu haben, ehemalige Wiedersacher, auch unter Bischöfen, auszuschalten. Und wenn der Papst seiner Meinung nach keinerlei Sondervollmachten innehabe, dann soll er sich gefälligst aus den internen Angelegenheiten anderer Diozösen raushalten, wie in Paraguay, und den Orden der Franziskaner der Immakulata in Ruhe lassen.
        Dieser Mann wiederspricht sich dauernd selbst.
        Er ist der „personifizierte Wiederspruch“.
        Per Mariam ad Christum.

      • @Markus
        ja das hätte er tun müssen am Abend seiner Wahl, nur ist er leider in keiner Weise demütig. Daß er seine Macht genießt und sich ihrer gern bedient, um echte oder vermeintliche Widersacher abzustrafen ( who is he to judge???) , würde ich sofort zugeben. Daß er das Petrus-Amt nicht liebt, aber geht aus so vielen seiner Worte hervor, daß leugnen zwecklos ist, daß er es liebend gern abschaffen würde, ist wohl auch klar, daran arbeitet er ja seit seiner Wahl
        Der Jubel der interessierten Medien zeigt: sie haben verstanden.

  8. Ist es nicht absolut unüblich, dass eine Kongregation nach dem Ausscheiden des Präfekten (außer bei plötzlichenTodesfall) vakant bleibt? Was heißt das für die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung?
    Weiß jemand mehr?

    • Zugegebenerweise reine Spekulation, aber bemerkenswert war es schon, dass einer der ersten Empfänge des neugewählten Pontifex damals dem Inhaber des unglaublich wichtigen Kurienamtes als „President of the Pontifical Committee for International Eucharistic Congresses“, Mgr. P. Marini, galt, zuvor päpstlicher Zeremonienmeister.

  9. @ Franzel
    Sie fragen sich wielange Papst Benedikt XVI noch im Vatikan bleiben wird. Wenn nichts besonderes geschieht, sehr lange.
    Bevor Benedikt diese Wohnung bezog, wurde sie erstaunlich lange und kostenintensiv umgebaut. Warum? Ein behindertengerechtes Bad geht eindeutig schneller. Die merkwürdig lange Zeit regt die Spekulation an.
    Ein Faktum wurde kurz nach seinem Rücktritt beschrieben: Benedikt trägt einen Schrittmacher.
    Ein moderner Schrittmacher ermöglicht eine weitgehende Kontrolle eines Menschen unter dem Vorwand der medizinischen Versorgung. Es besteht die Möglichkeit die Vitalfunktionen nicht nur abzulesen, sondern auch zu kontrollieren und damit das Befinden zu beeinflussen. Damit haben Sie die beste elektronische Überwachung eines Menschen. Einziger mir bekannter Nachteil des Systems ist die geringe Reichweite, das mit einer guten Verwanzung aufgehoben werden kann. Ich beschreibe gerade ein Edelgefängis mit modernster Technik. Erkundigen Sie sich bei Patienten mit modernsten Schrittmachern, was möglich ist und wie angenehm elektrische Stromschläge mitten ins Herz sind. Therapeutisch können sie notwendig und lebensrettend sein zur Wiederherstellung einer entgleisten Herzrythmus. Aber es gibt auch den Fluch der Technik. Mit dem Kardinal Canizares geht einer der letzten Getreuen von Benedikt.

  10. @ Hans
    Seltsam, wie doch mancher nachdenkliche User hier unabhängig vom anderen auf die selben Schlußfolgerungen kommt. Ich hatte nach dem Rücktritt des Heiligen Vaters sofort den Gedanken: Geh weg aus Rom und verlebe Deinen Lebensabend in einer sicheren Zufluchtsstätte in Bayern. Man hätte diesen Ort so wählen können, dass sowohl die Vertraulichkeit, als auch der Schutz des Heiligen Vaters gewährleistet wäre. In Rom selber traue ich den feigen Wendehälsen ohnehin alles zu- vielleicht mit Ausnahme einer großen Niedertracht; die gestehe ich den Herrschaften allerdings gerne zu.

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