Steckt die Großloge hinter kommissarischer FI-Verwaltung?

Die Großloge und der Kommissar
Die Großloge und der Kommissar

(Rom) Steckt die Hand der Großloge hinter der kommissarischen Verwaltung der Franziskaner der Immakulata (FI)? Ein weiteres Schlaglicht auf eine umstrittene Maßnahme der römischen Ordenskongregation mit Billigung von Papst Franziskus.

Das vielbesungene Florenz, Reiseziel von Schöngeistern und Kunstliebhabern, ist die italienische Hauptstadt der Freimaurerei. In der Stadt am Arno gibt es kein Viertel und keinen Stadtteil, in dem sich nicht der Tempel einer Loge befindet. Der in Florenz verstorbene Pater Florido Giantulli S.J. (1906-1974), einer der besten katholischen Kenner der Freimaurerei sagte: „Es gibt keine Vereinigung, ob laizistisch oder katholisch, in die nicht der lange Arm der Loge reicht.“ Der Jesuit verfaßte unter anderem das grundlegende Werk: „L’Essenza della Massoneria italiana: il naturalismo” (Das Wesen der italienischen Freimaurerei: der Naturalismus), das 1973, kurz vor seinem Tod, mit doppelter Imprimatur des Jesuitenordens und des Erzbischofs von Florenz ebendort veröffentlicht wurde. Pater Giantulli bezahlte seine Studien über die „freimaurerische Sekte“ (Pius IX.) mit jenem Preis, der besonders antifreimaurerischen Autoren vorbehalten ist: Nach seinem Tod wurde er mit dem Gerücht verleumdet, er sei ein „unbeschürzter Logenbruder“ gewesen.

Seit den 60er Jahren ist die Kirche still geworden zur Freimaurerei

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hörte die Katholische Kirche fast zur Gänze auf, über die Freimaurerei zu reden. Es schien, als sei plötzlich ein geheimes Stillhalteabkommen in Kraft getreten. Eine gegenseitige „Akzeptanz“ im Zeichen des Pluralismus. Wenige katholische Autoren, Priester und Laien, setzten das Studium und die Beobachtung dieses Geheimbundes fort. Im deutschen Sprachraum etwa Alfons Maria Kardinal Stickler (1910-2007); Bischof Rudolf Graber (1903-1992) von Regensburg; dessen Schüler, der Priester Manfred Adler (1928-2005) und der österreichische Laientheologe und Politikwissenschaftler Robert Prantner (1931-2010). Alle vier wurden stark angefeindet. Die beiden Letztgenannten wurden wegen ihrer Publikationen und Vortragstätigkeit Ziel heftiger Medienkampagnen, die erhebliche persönliche Opfer forderten. Adler wurde von der Diözese Speyer aus dem Schuldienst entfernt und von seinem Orden, den Missionaren vom Heiligen Johannes dem Täufer (MSJ) rausgeworfen. Prantner wurde der Lehrstuhl für Ethik und Christliche Gesellschaftslehre an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz bei Wien entzogen, was man seither beschönigend Emeritierung nennt. Joseph Kardinal Ratzinger als Glaubenspräfekt stemmte sich im November 1983 gegen die Behauptung von Teilen der Kirche, daß Kreuz und Loge vereinbar geworden seien. Nicht wenige Kirchenvertreter ignorierten den Zwischenruf des Kardinals und späteren, von freimauerischer Seite verachteten Papstes. Dazu gehört der Wiener Dompfarrer Toni Faber, um nur ein Beispiel zu nennen.

Fides Catholica, eine Zeitschrift forderte die Freimaurerei heraus

In anderen europäischen Ländern westlich des ehemaligen Eisernen Vorhangs liegen die Dinge nicht anders, so auch in Italien. Dort war das Thema soweit marginalisiert und mit einem medialen Tabu umgeben worden, daß die wenigen kirchlichen Autoren (nicht Sensationsjournalisten), die sich dennoch damit befaßten, leicht als randständige „Spinner“ abgetan werden konnten. Bis 2006. In jenem Jahr erschien im Verlag der Franziskaner der Immakulata die neue Fachzeitschrift Fides Catholica. Die Schriftleitung übernahm Pater Serafino Maria Lanzetta, Lehrbeauftragter für Moraltheologie am ordenseigenen Priesterseminar Immaculata Mediatrix. Bereits in der ersten Nummer ging die Zeitschrift zur Sache und veröffentlichte von Pater Paolo Maria Siano FI, der ausgewiesene Kenner der Freimaurerei im Orden, vielleicht sogar der derzeit bedeutendste katholische Freimaurer-Experte, den Aufsatz „Eine Studie zur Unvereinbarkeit zwischen Freimaurerei und Katholischer Kirche“. Darin zeigte er auf, daß sich die „moderne Feimaurerei, seit ihrer Gründung im Jahr 1717, durch eine aufklärerische und eine magisch-esoterische Komponente charakterisierte, mit dem Ziel den ‚dogmatischen Integralismus‘ zu überwinden, die der Grund für Spaltungen und die Verabsolutierung der Wahrheit sei, um die Menschen in einer breiten, natürlichen Religion zusammenzuführen, in der die Art, Gott zu erkennen, der Subjektivität des Einzelnen überlassen, ihm aber ein Kult gegeben werden soll.

Zahlreiche weitere Veröffentlichungen in Fides Catholica zur Freimaurerei folgten. Pater Siano ging aber über die bloßen Feststellungen hinaus und kreuzte öffentlich mit den Logenbrüdern die Klinge, als die übliche Mischung aus Lächerlichmachen und Verrückterklären auch auf ihn angewandt werden sollte.

Freimaurerischer Satanskult und Angriffe der Loge

Loge Har Tzion Rom
Loge Har Tzion Rom

„Nach einer 2009 in Florenz stattfindenden Tagung zur Vorstellung von Fides Catholica durch meinen Mitbruder Pater Serafino Maria Lanzetta ergriffen einige im Publikum anwesende Freimaurer das Wort, darunter Vittorio Vanni von der Loge Stella del Mattino (Nr. 1031 – Florenz, Großorient von Italien). Er bezichtigte mich in vornehmer Art, in der Freimaurerei etwas zu suchen, was es dort nicht gebe, einen freimaurerischen Satanskult… Die Verantwortlichen der Internetseite der römischen Loge Har Tzion Montesion (Nr. 705 – Rom, Großorient von Italien) veröffentlichten am 16. Juli 2009  ein esoterisches Loblied auf den Teufel, den ihr Logenbruder, der Psychoanalytiker und Hochgradfreimaurer Emilio Servadio (33. Grad des Alten Angenommenen Schottischen Ritus) 1974  verfaßt hatte: ‚Der Teufel als Freund, mit dem man reden kann, der Teufel als Instrument, das uns verwandelt, uns vervollkommnet, uns zum Einen gelangen läßt, zur Befreiung der Dualität… Es ist notwendig, den Teufel wieder in Luzifer rückzuverwandeln…’“. SoPater Siano in seinem „Handbuch“ über die Freimaurerei . Dort findet sich auch der Hinweis, daß Vittorio Vanni „einen Aufsatz über ‚den Teufel des Tarot‘ veröffentlichte, in dem er ihn als ‚Prinzip oder positive Energie und als notwendigen Weg lobte, um zum Licht zu gelangen… das Gute und das Böse sind das einzige Licht‘“.

Kommissarische Verwaltung wegen Opposition zur Freimaurerei?

„Im Licht der jüngsten Ereignisse, seit Beginn der kommissarischen Verwaltung im Juli 2013,  scheinen viele Dinge zu bestätigen, was manche sofort vermuteten. Die Franziskaner der Immakulata bezahlen nun für ihren Widerstand gegen die Freimaurerei. Dazu gehört das Auftauchen und die Rolle von ‚Professor‘ Mario Castellano, der als Einflüsterer des „Rebellen“-Bruders Alfonso Bruno gilt. Pater Bruno ist seit dem Umsturz der neue ’starke‘ Mann im Orden der Franziskaner der Immakulata oder dem, was davon noch übrig ist“, so Riscossa Christiana. Der in der Auseinandersetzung mit der Freimaurerei besonders aktive Konvent von Ognissanti wurde durch den Apostolischen Kommissar aufgelöst und umbesetzt. Pater Lanzetta wurde nach Österreich und Pater Siano nach Afrika exiliert.

Daß die kommissarische Verwaltung damit zu tun hat, daß die Franziskaner von Pater Manelli den “Dialog” eines Teils der Kirche mit der Freimaurerei behinderte, davon ist auch der Historiker und ehemalige christdemokratische Vize-Bürgermeister von Florenz, Giovanni Pallanti überzeugt. Der Kolumnist der Tageszeitung La Nazione schrieb jüngst:

„Als am 1. März 2013 an der Kirche Ognissanti von Florenz [von den Franziskaner der Immakulata betreut] von diesem Orden zwei Bücher von Pater Paolo Maria Siano vorgestellt wurden (Das „Handbuch“ zur Freimaurerei und „Die Freimaurerei zwischen Esoterik, Riten und Symbolik“), die 2012 im ordenseigenen Verlag erschienen waren, der auch die Zeitschrift Fides Catholica herausgibt, dachte ich, daß es sich um ein historisches Ereignis handelt.
Noch nie, soweit ich weiß, wurde in Florenz in einer öffentlichen Veranstaltung mit mehreren Hundert Anwesenden die Freimaurerei wegen ihrer Geheimnistuerei und ihre Kirchenfeindlichkeit kritisiert. Pater Lanzetta führte den Vorsitz. Pater Siano referierte.
Ob es ein Zufall ist? Nach diesem Tag begannen die Probleme für die Franziskaner der Immakulata und ihren Florentiner Konvent von Ognissanti. Es mag ein reiner Zufall sein… Persönlich glaube ich kaum an solche Zufälle.“

Zufall oder nicht: Heute herrscht im Kloster Ognissanti „Friedhofsruhe“

Die Worte des ehemaligen Vize-Bürgermeisters stammen nicht von den „üblichen“ Kreisen, den „Traditionalisten“, „Pelagianern“ und „Kryptolefebvrianern“ oder wie immer man sie zu „freundlicherweise“ betitelt, sondern von einem bekannten Vertreter des linken Flügels der ehemaligen christdemokratischen Partei, den man nicht von den neuen Sanhedrin-Mitgliedern als „reaktionär“ abtun kann, ohne sich überhaupt einer Diskussion stellen zu müssen.

„Wie geht nun also der gerettete ‚Dialog‘ zwischen Klerikalen und Freimaurern weiter? Können sie nun ruhig schlafen? In Ognissanti in Florenz herrscht unter kommissarischer Verwaltung Ruhe – Friedhofsruhe“, so Riscossa Christiana.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Traditio Catholica

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35 Comments

  1. Ein Auszug aus „Die antichristliche Verschwörung“
    von Msgr Henri Delassus:
    Dieser vermittelt die Strategie der Freimaurerei im Kampf gegen die Kirche:
    -
    „Am 15. Januar 1881 veröffentlichte das Blatt ‚Le journal de Geneve‘ (‚Genfer Zeitung‘)
    eine Unterredung seines Pariser Korrespondenten
    mit einem der Führer jener freimaurerischen Mehrheit,
    die damals wie heute die Abgeordnetenkammer beherrscht.
    Dieser sagte:
    ‚Hinter all dem steht eine mächtige Inspiration,
    ein ausgeklügelter und methodischer Plan, der bald mehr,
    bald weniger reibungslos und pünktlich abläuft, aber mit unbesiegbarer Logik.
    Was wir durchführen, ist die
    permanente Belagerung des römischen Katholizismus…
    Wir wollen ihn zur Kapitulation zwingen oder zerbrechen.
    Wir wissen, wo seine Lebenskräfte sind, und genau dort wollen wir ihn treffen“

    -

    Sehr Aufschlussreiches gerade auch für die heutigen „Dialog“-Verhältnisse !
    Die permanente Belagerung der Kirche durch die Freimaurerei scheint
    in eine nächste Phase getreten zu sein…..
    der Infiltration freigeistigen Gedankengutes !

    Dazu passend auch diese Nachricht:

    Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero
    - übrigens einer der übelsten Vorantreiber der mörderischen Abtreibung in Spanien –
    hat an einem internationalen Symposium über den Weltfrieden
    an der Nebrija-Universität von Madrid vom 14. Juli
    seiner freigeistigen Gesinnung folgend eine
    „dauernden Allianz der religiösen Bekenntnisse“ eingefordert.
    Diese solle dann eine „Allianz der Zivilisationen“ hervorbringen
    und mit der UNO (!) eng verbunden sein.

    Und dann das übliche „humane“ wahrheitsferne „Friedens“-Gerede
    als Propaganda für die „Weltreligion“
    unter Ausschluss der Ewigen Wahrheit Jesus Christus….
    ja gar die Forderung nach einer „Weltreligonspolizei“ !?
    -

    „Die Allianz genügt heute nicht mehr.
    Was nötig ist, das ist die Union, die Vereinigung.
    Die Vereinigung der Religionen, der Kulturen, zugunsten des Friedens
    Eine globale religiöse Autorität, welche als „Grundprinzipien“
    die Achtung des religiösen Pluralismus und die Religionsfreiheit hat,
    um die Kriege zu beenden.“
    -

  2. Das war mirt Sicheheit kein Zufall!
    Die Bücher von Pater Siano als „der Freimaurer-Experte“ – anschließend die öffentliche Veranstaltung mit den vielen Kritikern der Freimaurerei – das war ein Frontalangriff – das konnte man nicht ignorieren – die „Ränkeschmieder“ sahen sich gezwungen zu handeln. Im Orden der Franziskaner der Immakulata haben sie „MACHTVOLL“durchgegriffen!
    Das war nicht das Ende! Sie rechnen nicht mit JESUS CHRISTUS dem ALLMÄCHTIGEN HERRN DER WELT, der seine Feinde, voll von Bosheit und Heimtücke, vernichtet. SEIN IST DER SIEG!!!

    • Das wäre eine Erklärung wert. Welcher Bischof würde die Seminaristen der FI weihen, wenn sie offen dem Papst den Gehorsam aufkündigen? Etwa die angepassten Bischöfe der FSSPX, die eine Exkommunikation nicht mehr in Kauf nehmen?
      Die FI müssten eine Gemeinde um sich scharen, die ihnen auch die Treue hält, wenn sie exkommuniziert würden. Und sie hätten nicht mal einen Bischof, der dann die Kinder firmt. Der Weihen übernimmt, die dem Bischof allein zustehen.
      Es gibt kein Priestertum ohne Bischöfe, die FI kann ohne Bischof nicht den Gehorsam verweigern.
      Und irgendwelche Sedisvakantenbischöfe aus seltsamen, nicht legitimen Linien dürften für Katholiken nicht in Frage kommen.
      Es gibt übrigens auch einen Widerstand im inneren Leiden. Wenn man eine scheinbar aussichtslose Situation durchhält und aufopfert. Sich mit dem gekreuzigten Christus im Leiden und im Gebet vereinigt.
      Ich weiß, in der heutigen Kirche ist das kaum noch ein Thema.

      • Ich würde meinen Glauben verlieren, wenn mein Glaube lehrte, dass ich in einer solchen Situation Gehorsam zu sein hätte. Der Glaube ist doch nicht absurd. Bischof Williamson lehrt übrigens seit längerem, dass die Katholiken möglicherweise ihre Sakramente verlieren könnten.

  3. Für mich ist die strategische Lage der ganzen Sache ziemlich offenkundig:

    Es ging darum, die „Tradition“ innerhalb der Pseudokirche, die längst nicht mehr die Kirche ist, festzubinden. Ich selbst habe das lange nicht begriffen. Man hat das leicht geschafft – nicht mal die Piusbrüder wagen es, dem häretischen „Papst“ das „una cum“ aufzukündigen, obwohl man bei Dom Guéranger in seinem Werk über die Heilige Messe (gibt es bei Sarto) nachlesen kann, wie es von alters her als eine Entweihung des Messopfers und eine schwerste Beleidigung des Herrn (kommt bei Erkennen einer echten Sünde gegen den Hl. Geist nah) galt, im „Te igitur“ zu bekennen, man stünde in Gemeinschaft mit Häretikern, deren Namen als Christusfeinde dem geopferten Herrn als „Autorität“ zugemutet werden wie eine logische Verneinung dessen, der hier geopfert wird.

    Die „Afterkirche“ gesteht der „Tradition“ das eingeschränkte Auffahren ihrer Museumseisenbahn zu, aber wehe, sie will nun hauptsächlich die Strecke befahren – dann ist Schluss! Das war zuviel und der ganze Eisenbahn-Trachtenverein muss einen erheblichen Rüffel verpasst bekommen, aber nicht zu sehr, damit nicht etwa die Verbliebenen erkennen, dass sie inmitten der Hölle der Illusion des Himmels erlegen sind. Nein – sie müssen gehalten werden, damit sie nicht etwas draußen eine starke Bastion aufrichten! Drinnen sind sie am besten aufgehoben und kontrollierbar!

    Unterdessen zerstört man ein solches Nest überhand nehmender Museumsloks in Uruguay, ja, das ist weit von hier, und wer weiß, streut man, was da wohl alles mitschwingt, widersprechende Nachrichten, Unklarheiten, aber am Ende steht fest – das Museumsspiel ist so gestutzt, dass es nicht mehr fliegen kann, aber das Flattern lässt man ihnen, um nicht alle Illusionen zu zerstören oder die Leute gar dazu zu bewegen, draußen etwas Starkes aufzubauen! Siehe oben.

    Man scheut sich auch nicht, ein heiliges Kind zu präsentieren, das seine Krankheit für den zerstörten Orden aufopfert und dafür von Bergoglio, dem Zerstörer, Alter-Mann-küsst-Kinder-Audienz gewährt bekommt. Die sentimentale „Tradition“ wagt es nicht, den Zynismus zu benennen und ermordet lieber die, die es tun, als dass sie aus dem dumpfen Schlaf trunkener Tölpel erwachen wollen.

    Natürlich hält man dann auch die FSSP außen vor, tut so, als gäbe es sie gar nicht. und hier treffen sich die Interessen: damit man ungestört seine Museumseisenbahn durch die Hölle fahren lassen kann, hält man sich zurück, stets in beleidigendem Bekenntnis zur beauftragenden Häresie und Christusfeindschaft.

    Die vielen Jahre in diesem Stil haben das klare und redliche Erkenntnisvermögen herabgesetzt.
    Es wird immer so weiter gehen – Hauptsache man verbleibt una cum haeretico und verleugnet damit automatisch das Messopfer. Bergoglio samt der angenommen Loge oder wer auch immer dahintersteckt – es darf traditionalisiert werden, solange es im Underdog-Modus ist und stets das Minuszeichen des Antichristen draufgepappt bleibt!

    • Weil wir untereinander stehen: Der Sedisvakantistenkommentar von @ Zeitschnur klingt für mich bar jeder Logik…
      Ich schreibe das nicht, um mit @ Zeitschnur zu debattieren, was bei diesem Hass sowieso nicht möglich wäre, sondern um Missverständnisse zu vermeiden.

      • @Zeitlos: Muß mich doch jetzt einmal hinter „zeitschnur“ stellen und es aufgeben, nur still mitzulesen.
        Zunächst einmal zu Ihrer These, daß es unmöglich sei, mit jemandem zu debattieren, der haßt: Ich hasse die Sünde – und dies ist recht so. Und selbstverständlich kann man gerade darum mit mir disputieren.
        Für mich klingt der Kommentar zeitschnurs sehr wohl logisch, auch der bemühte Vergleich mit Museumseisenbahnen ist nachvollziehbar. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, wie man diesen „Papst“ ernstnehmen will. Und bei meinen „“ gilt es nicht zimperlich zu sein: Es gab anerkannt von Forschung und Wissenschaft schon Gegenpäpste und immer wieder in der Kirchengeschichte wurden Päpste von nicht wenigen nicht anerkannt. Das gehört also dazu, zumal, wenn es dermaßen offensichtlich ist, wie zur Zeit.
        Das ist doch ein Scharlatan, der da regiert. Im besten Fall glaubt er wirklich, durch seine lockere Art noch an den „Rändern“ „was rüberbringen“ zu können, wie es bei nicht wenigen der Fall ist, die wie er neokatholisch sozialisiert wurden.
        Wäre Christus heute ein UN-Mann? Wohl kaum. Würde er den Etatisten das Wort reden und deren private Konkurrenz einseitig verdammen? Wohl kaum. Würde Christus gegen die Armut Politik machen – und diese am Ende gar noch fördern? Sicher nicht. Franziskus ist ein politgläubiger 68er-Revoluzzer, der Christus – und seine Position – nur benutzt für seine eigenen Überzeugungen. Nie und nimmer ist dieser ungemein widersprüchliche Mann, der dennoch so selbstherrlich regieret und jedes demütige Amtsverständnis missen läßt, rechtschaffener Nachfolger auf dem Stuhle Petri. Er schwätzt widersprüchlich und handelt apodiktisch: Das paßt niemals nicht zusammen.
        Man wird ihn wohl historisch irgendwie als Papst einordnen müssen, doch auch so gesehen spricht viel dafür, daß er ein Gegenpapst ist, auch wenn man dies noch nicht voll erkennen mag, was ja durchaus typisch für eine geschichtliche Beurteilung ist.
        Jedenfalls kann man den Beitrag zeitschnurs nicht mit der Sedisvakantistenkeule abtun. Dafür sind die offensichtlichen Mißstände dieses Regiments zuviele und zu deftig.

      • wenn es einen Gegenpapst gibt, muss es ja auch einen „richtigen“ Papst geben?
        Wer soll das sein?
        Und wenn der Gegenpapst nur von einer Minderheit der Kardinäle oder unrechtmäßig gewählt wurde. so trifft das auch Papst Franziskus nun genau nicht zu, der wurde von allen wahlberechtigten Kardinälen relativ schnell und damit auch mit überwältigender Mehrheit gewählt.

      • Besorgter Christ,

        warum setzt ein Gegenpapst das Vorhandensein eines richtigen Papstes voraus?

      • Naja wenn wir einen Gegenpapst haben, dann muss es ja, rein logisch, einen richtigen Papst geben.

  4. Was ich hier lese klingt logisch. Wenn es stimmt, wovon auszugehen ist, dann hatten die FI keine Chance zum Weiterwachsen, zum Blühen, zum Sich-Ausbreiten.
    Intern zum überlieferten römischen Ritus zurückzukehren, Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils kritisch zu untersuchen und gegen die Freimaurer zu kämpfen, das geht in der „Konzilskirche“ nicht, das führt in den Untergang.

    Wenn weite Teile der Hierarchie und Startheologen überzeugt waren und sind, dass Kreuz und Loge miteinander zu vereinbaren sind, dann kann mich der Niedergang der katholischen Kirche nicht wundern.
    Auch nicht der unbegreifliche Hass, der Benedikt XVI. entgegenschlug von Seiten der Leitmedien. Was der frühere Glaubenspräfekt weitgehend erfolglos 1983 in die Debatte einbrachte, dass das Kreuz und die Loge nicht zu vereinbaren sind, war vor dem 2. Vatikanischen Konzil wenigstens offiziell Konsens.
    Doch es wird immer deutlicher: Die katholische Kirche war bereits vor dem 2. Vatikanischen Konzil im Glauben wie entkernt. Der Neomodernismus hätte nicht auf so breiter Front siegen können, wenn der Glaube vorher nicht schon hohl gewesen wäre.
    Der Glaube an das Kreuz, an die Erlösung durch den Gottmenschen Jesus Christus, wurde nicht offiziell geleugnet. Aber er war kraftlos, oft nur noch Routine.

    Wann begann diese Entwicklung? Wann verlor das Konzil von Trient seine Wirkung? Ich meine in der Entwicklung der Frömmigkeitsformen, die die buchstäbliche Liebe und Treue der Katholiken zum Kreuz, zum gekreuzigten Erlöser überwucherten.

    Der Kreuzweg hat keinen Verfasser, er entstammt der Volksfrömmigkeit. Die Wegekreuze, die anzeigen, dass in dieser Region früher die Katholiken lebten, geben ein Zeugnis ab vom Glauben der katholischen Kirche, von der Liebe des katholischen Volkes zum Erlöser.
    Wenn diese Liebe erlischt, nur noch dogmatisch geglaubt wird, kommt es zum Niedergang der katholischen Kirche. Dann wird später auch nicht mehr dogmatisch an die Erlösung durch Jesus Christus geglaubt. Weil die gelebte Praxis auf Dauer den Glauben auch lehrmäßig beeinflusst.

    Nein, die äußeren Gegner der katholischen Kirche sind nicht die Gefahr. Sie sind gefährlich genug. Doch eine Kirche, die an ihren Erlöser glaubt, untrennbar mit Ihm auch geistlich, auch im Gebet verbunden ist außer der Teilnahme am Messopfer, fällt ihren Gegnern nicht zum Opfer. Und wenn sie blutig verfolgt wird, dann bleibt sie im Untergrund lebendig und fruchtbar.

    Die Freimaurer hätten nicht diese Macht, wenn innerhalb der katholischen Kirche die Frömmigkeit, die sich auf den gekreuzigten Erlöser richtete, nicht abgelöst worden wäre durch andere Frömmigkeitsformen, die Ihn in den Hintergrund drängen. Die ein frommer Mix waren. Schon vor dem 2. Vatikanischen Konzil

    Wann begann diese verhängnisvolle Entwicklung? Wann begann das Konzil von Trient in der Vergangenheit zu versinken?

    Für mich ist das die Frage aller Fragen…

    • 1) Wie ernst ist der römisch-katholischen Kirche, trotz der päpstlichen Enzykliken, mit ihrer Gegnerschaft gegen die Freimaurerei gewesen? Kennen Sie Katholiken, insbesondere Geistliche, die im Laufe der Jahrhunderte wegen aufgedeckter Logenmitgliedschaft exkommuniziert wurden? Ich kenne keinen einzigen.
      2) Katholische Sexualmoral mit bischöflicher Duldung heute:
      http://www.kjg-freiburg.de/attachments/785_2_Woche_-_17.3._-_Recht_auf_sexuelle_Selbstbestimmung.pdf
      Das zahlt der deutsche Kirchensteuerzahler mit.

    • Die Sache ist einfach die, es gibt ergreifende Text aus der Zeit vor dem Konzil, wo die Leute versuchten ihrer jeweiligen Leiden (und die waren teilweise immens) mit Christus zu tragen.
      Nach dem Konzil sah man in der Kirche ein Institution, die dazu gut war dass es einem möglichst gut gehen sollte.
      Es steckt in jedem Menschen drin, dem Kreuz entfliehen zu wollen, das ist schon klar, aber das Christentum ist die einzige Religion die dem Leiden einen Sinn, einen erlösenden Sinn gegeben hat, weil Christus die Welt durch das Kreuz erlöst hat.

    • Ist Ihnen bekannt, dass auch Benedikt, den Sie offenbar verehren, zu Zeiten, als er noch Ratzinger war, ein prominentes und gern gesehenes Mitglied im „Rotary-Club“ war, erst in München, dann in Rom?! „Rotary“ ist bekanntlich eine Organisation der Freimaurer. Wie stellen Sie sich zu diesem Sachverhalt?

      Bergoglio war übrigens in keinem dieser unseligen „Clubs“.

      • Bergoglio ist wohl auch eher der Großmeister himself …

        Und warum schreiben Sie einfach so einen Quatsch über Papst Benedikt XVI?

    • Immerhin haben Sie’s jetzt mal deutlich durchscheinen lassen, wer in Ihren Augen Schuld „an dieser Entwicklung“ haben soll: Maria.

      Im Übrigen schreiben Sie anderen so viel „Hass“ zu, dass Sie meines Erachtens geradesogut ein U-Boot jener Ideologie sein könnten, die alle, die sich ihr in den Weg stellen, mit „hate crimes“ überziehen.

      Da nützt Ihnen Ihre Anhänglichkeit zum Holocaust-Verharmloser Williamson auch nichts, der sich offenbar nicht schämt, eine „Priestervereinigung“ mit gleichgesinnten Rebellen unter dem Namen dessen zu „moderieren“, dessen Vater durch die Deutschen im KZ Sonnenburg umgekommen ist.

  5. Freimaurer klingt natürlich spannender und dämonischer. Aber könnte es nicht auch sein, dass es einfach Neid, Ignoranz, Intriganz und Blödheit der verantwortlichen FdI-Jäger sind?

    • Eine Mischung aus allem…würde ich sagen! Okkultismus gepaart mit Ignoranz und Blödheit…aber je dämlicher eine Sache ist, desto größere Chancen hat sie in der „offiziellen“ Kirche, sich durchzusetzen!

      • Dem stimme ich auch zu. Nur die Freimaurer sind es nicht allein. Es ist ja gerade typisch, dass sie sich immer um Bundesgenossen bemühen.

  6. Die Alta vendeta ist das Strategiepapier der Freimaurer zur Eroberung der katholischen Kirche,diese beginnt mit der folgenden Forderung:

    - Alle Freimaurer, die in der Kirche arbeiten, müssen Folgendes in die Hand nehmen und durchsetzen:
    1. Entfernt St. Michael, den Beschützer der kath. Kirche, aus allen Gebeten innerhalb und außerhalb der hl. Messe, ein und für alle Mal. Entfernt seine Statuen. Sagt, es lenkt von Christus ab.
    Diese Forderung wurde mit Beginn des VII vollumpfänglich erfüllt. Seit diesem Zeitpunkt bittet die Kirche nicht mehr um den Schutz des Erzengels Michael gegen die Irrlehren und Zersetzung.

    Ich empfehle als gegenmaßnahme allen das tägliche Michaelsgebet von Papst Leo XIII.
    Es ist unsere Hilfe gegen den Einfluss der Freimaurer.
    Gottes Segen und den Schutz des Hl. Michael

  7. Ergänzend könnte man den Heiligen Erzengel auch noch mit diesem Anruf um Hilfe bitten:

    Heiliger Erzengel Michael, du Anführer der guten Engel, siehe, wir kommen täglich mehr in Bedrängnis. Der Kampf, den du im Himmel begonnen hast, tobt seit Adam weiter auf dieser Erde. Wir stehen im Vorfeld der Apokalypse. Der große Abfall von Gott hat begonnen. Der allmächtige Schöpfer des Himmels und der Erde wird totgeschwiegen, seine Gebote werden verachtet. Der Mensch erliegt den Einflüsterungen Satans und macht sich selbst zum obersten Gesetzgeber und Richter. Die heilige Kirche unseres Herrn Jesus Christus wird nicht nur von Äußeren Feinden, sondern, was noch weit gefährlicher ist, von Feinden im Innern zerstört. Der Weinberg des Herrn trägt Spuren der Verwüstung. Heiliger Erzengel Michael, höre unseren Notschrei! Wir können diesen Frevel, diesen Hochmut, dieses Morden und Abtreiben und die Feigheit der Guten kaum mehr ertragen. Komm uns mit deinen Legionen zu Hilfe! Wirf deine große Frage «Wer ist wie Gott?» in Flammenschrift über die Horizonte! Du hast die abgefallenen Engel aus dem Himmel in die Tiefe der Hölle gestürzt, vertreibe den Rauch Satans aus dem Inneren der Kirche! Heiliger Erzengel Michael! Nicht nur unsere Lippen, auch unsere Hände, unsere Tränen, unsere Herzen schreien zu dir, sieh unsere Not, unsere Müdigkeit. Sieh die Kirche in ihrer Ohnmacht und Erniedrigung! Den Israeliten, wenn sie zu dir als ihrem Bundesengel um Hilfe gerufen haben, hast du mit deinen Engeln geholfen; ihre Feinde sahen euch wie Feuerschwerter und wichen zurück. Sind wir weniger als die Israeliten? Ist die Kirche nicht die Erbin des Auserwählten Volkes, die Braut deines Herrn? Sind wir, Kinder Mariens, nicht die Kinder deiner Königin? Heiliger Erzengel Michael, unser Bundesengel, komm in der Kraft Gottes zu uns, warne uns, schütze uns, komm mit deinen Legionen, komm uns zu Hilfe mit allen himmlischen Heerscharen und zeige, dass ihr Engel Gottes stärker seid als die Pforten der Hölle. Heiliger Erzengel Michael, in glühendem Eifer für die Ehre Gottes hast Du die ungehorsamen Engel in den Abgrund der Hölle hinabgestossen. Erflehe uns die Gnade, dass wir vom gleichen Eifer entflammt den furchtbaren Gotteshass unserer Tage bekämpfen und unsere Kraft für Gottes größere Ehre einsetzen. Amen.

  8. @Seinsheim
    In der URL sind Sonderzeichen vorhanden, die aus unerklärlichen Gründen nicht angezeigt werden. Einfach nach Gebetsstätte Wigratzbad googlen, um die Bilder anzuschauen.

  9. Das erfährt man sonst nirgenfds. Hierfür auch besten Dank. Dass die Freimaurer durchaus aktiv sind, kann man sich gut denken. Im Mainstream wird das natürlich nicht berichtet. Die Gründe kann man sich wohl denken. Das Tamtam in den Medien um Florenz, die Verzückung der Berichterstatter, hatte mich schon immer etwas peinlich berührt.

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