Haben wir es schon bemerkt? Wir sind mitten im Vaticanum III

Hat das Dritte Vatikanische Konzil bereits begonnen, ohne Einberufung und Versammlung, sondern diesmal gleich über die Medien??
Hat das Dritte Vatikanische Konzil bereits begonnen, ohne Einberufung und Versammlung, sondern diesmal gleich über die Medien??

(Mailand) Nach einiger Zeit des Schweigens meldet sich der katholische Publizist Alessandro Gnocchi wieder zu Wort. Mit dem Rechtsphilosophen Mario Palmaro bildete er ein kongeniales publizistisches Duo. Eine Zusammenarbeit, die durch den allzufrühen Tod Palmaros im vergangenen März ein abruptes Ende fand. Palmaro war innerhalb weniger Monate der analytisch präziseste und wortgewaltigste Kritiker des Pontifikats von Papst Franziskus geworden. Das Duo Palmaro&Gnocchi weigerte sich, den wohlmeinenden Ratschlägen und Beispielen zu folgen und einer öffentlichen Kritik des Papstes das Schweigen vorzuziehen. Seit einigen Wochen betreut Alessandro Gnocchi, nun im Alleingang, eine ständige Kolumne für die Internetseite Riscossa Cristiana. Sein jüngster Kommentar wurde gleichzeitig auch von der Tageszeitung Il Foglio veröffentlicht, die bereits der Kritik Palmaros und Gnocchis an Papst Franziskus ein Forum bot.

Alessandro Gnocchis jüngster Text ist eine Reaktion auf das erneute Interview, das Papst Franziskus dem Atheisten freimaurerischer Tradition Eugenio Scalfari gewährte. Mit dem Pontifikat von Papst Franziskus wurde La Repubblica, das linke und notorisch kirchenfeindliche Flaggschiff unter Italiens Tageszeitungen zu einer Art offiziösem Sprachrohr des Papstes. Es scheint, daß sich das eigentliche, authentische Lehramt des argentinischen Papstes mehr in den weltlichen Medien äußert als in den offiziellen, vom Vatikan mit vorbereiteten Erklärungen. Hat das Dritte Vatikanische Konzil bereits begonnen, ohne Einberufung und Versammlung, sondern diesmal gleich über die Medien?

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Haben wir es schon bemerkt? Wir sind mitten im Vaticanum III

von Alessandro Gnocchi

(Rom) Gott sei Dank gibt es noch manch guten Christen, der den Tollkühnen im Auge behält, der früher oder später versuchen wird, ihm den Glauben unter der Nase zu verändern. Bewaffnet mit der Steinschleuder, Glaubenslehre und Evangelium legt er sich hinter der Mauer der nächsten Synode über die Familie auf die Lauer, um herauszufinden, ob homosexuelles Verhalten, Zusammenleben, wiederverheiratet Geschiedene und so weiter in der Verweltlichung, zum gängigen Wechselgeld in den Dokumenten der Heiligen Römischen Kirche werden. Oder er durchkämmt getarnt die desolaten existentiellen Ränder in der Erwartung, dort einige lehramtliche Seiten sezieren zu können, in denen schwarz auf weiß festgehalten wird, daß endgültig alles anders ist. Aber abgesehen davon, daß er sich mit veralteten und unverstandenen Waffen ausgerüstet hat, hat er an den falschen Orten Stellung bezogen.

Inzwischen sind die Orte, an denen man kämpft, um den Glauben und die Lehre zu retten, nicht mehr jene, die traditionell dafür vorgesehen waren. Die erneuernden und verweltlichenden Katholiken wissen genau, daß das Geheimnis der Macht in jenem Satz des Romans „Der Gattopardo1 verborgen ist, den Tankred Falconari ausspricht: „Wenn wir wollen, daß alles bleibt, wie es ist, muß sich alles ändern“. Sie aber, höhnisch klerikal, haben ihn auf unbegreifliche Weise umgedreht: „Wenn wir wollen, daß sich alles ändert, muß alles bleiben, wie es ist“. Dort wo die Dogmatik nicht kann, kommt die Pastoral ins Spiel, sodaß die Praxis die Theorie schluckt, ohne daß irgend jemand etwas auszusetzen hätte: alles ändert sich, während alles unverändert bleibt.

In den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte Ernesto Bonaiuti, der Fürst der Modernisten, bereits die Theorie dazu geliefert:

„Bisher wollte man Rom ohne Rom oder sogar gegen Rom reformieren. Man muß Rom mit Rom reformieren, indem man die Reform durch die Hände jener gehen läßt, die reformiert werden sollen. Das ist die wirkliche und unfehlbare, allerdings schwierige Methode. Hoc opus, hic labor. […] Der äußere Kult wird fortbestehen wie die Hierarchie, aber die Kirche, da Lehrmeisterin der Sakramente und ihrer Ordnung, wird die Hierarchie und den Kult gemäß der Zeit ändern: sie wird jene einfacher und liberaler machen und diesen spiritueller; und so wird sie schrittweise ein orthodoxer Protestantismus und nicht ein gewalttätiger, aggressiver, revolutionärer und ungehorsamer.“

Und nun, da die Operation auf fast unumkehrbare Weise vollzogen ist, fühlen sich die guten Christen, bewaffnet mit Steinschleuder, Glaubenslehre und Evangelium desorientiert und gehen auf die Jagd nach dem Gegner, dort, wo sich dieser nie finden lassen wird. Sie sind überzeugt, daß wie zur Zeit der lieben alten Häresien die Doktrin auf der Ebene der Doktrin, die Grundsätze auf der Ebene der Grundsätze und die Dogmen auf der Ebene der Dogmen verteidigt werden müssen, weil sie weiterhin Denkkategorien und Methoden anwenden, die stillschweigend bereits seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil über Bord geworfen wurden.

Das ist aber noch nichts, denn inzwischen ist auch die Zeit des legendären Konzils vorbei. Noch kein Papst hat es so selten zitiert wie Franziskus, den die Hermeneutik des Bruchs so gut wie überhaupt nicht interessiert und noch weniger die Erneuerung in der Kontinuität. Die katholische Welt befindet sich bereits mitten im Dritten Vatikanum, das über die Medien einberufen und zelebriert wird. Die römische Location wurde durch die globale Aula ersetzt, was einen Marshall McLuhan nicht wenig in Unruhe versetzt hätte, der imstande war, den Fürst der Welt als großen Elektronik-Ingenieur zu bezeichnen. Die Vorbereitungsschemata wurden von den Massenmedien redigiert und verbreitet und die Diskussion steht bereitwillig auch für den armseligsten weltlichen Lufthauch offen. Und Schritt um Schritt werden jene Canones redigiert werden, vor denen das Zweite Vatikanum noch aus Furcht vor der Moderne zurückschreckte. Laut den Vorgaben des klerikal-innovatorischen Gattopardismus wird aber die Veränderung durch die große Illusion maskiert, daß alles immer gleich bleiben wird. Aus diesem Grund wird es die Welt sein, die den in der Kirche stattfindenden Wandel mitteilt, was diese offiziell nicht bestätigen wird.

Vor 50 Jahren, in der geologischen Ära des Zweiten Vatikanums dachte man noch, daß das Anathema sit in wenigen, kurzen, klaren Zeilen im Namen und für Gott aus der Zitadelle den Blitz gegen den Irrtum und die Häresie zu schleudern hat. Aus diesem Grund hielten sich die Konzilsväter davon fern: Der Waffenstillstand mit der Welt verlangte Unsicherheit, Zweifel, Zweideutigkeiten, die entsprechend im Sinne von Dialog und Nachgiebigkeit interpretierbar waren, aber gewiß keine ausdrückliche Erklärung.

Nun, da die Umarmung mit der Moderne, personifiziert durch das Pontifikat von Papst Franziskus, in- und außerhalb der Kirche offenkundig und bejubelt ist, gibt es keine Bedenken mehr. Das Anathema sit kommt wieder in Mode, nun aber im Namen und für die Welt, und – der Natur der Medien folgend, in denen das Ereignis Substanz annimmt, findet es sich nicht mehr als Schlußfolgerung von Konstitutionen und Dekreten, sondern auf den Titelseiten der Tageszeitungen.
Vom „Wer bin ich, um zu urteilen?“, das zur Frage der Homosexualität ausgesprochen wurde und das auf Google in 0,28 Sekunden 940.000 Ergebnisse ergibt, bis zur Exkommunikation der Mafiosi auf der Ebene von Sibari, die bei der italienischen Google-Suche in 0,38 Sekunden 412.000 Ergebnisse liefert (selbst bei der deutschen Suche in 0,21 Sekunden satte 23.900 Ergebnisse), kann man sich leicht eine Vorstellung machen, welche Kanons der päpstlichen Narration die Welt destilliert.

Es ist aber unschwer vorhersehbar, daß das Schußfeld sich bald auch auf den Bereich intra muros ausdehnen wird und die ersten, die fallen werden, wie viele Päpstlichen Zuaven bei der Verteidigung des Kirchenstaates, werden die guten Christen sein, die mit Schleuder, Glaubenslehre und Evangelium den Glauben bewachen. Um zu wissen, ob man noch katholisch ist, wird man so jeden heiligen Tag die Titelseite der Repubblica lesen müssen.

Erstveröffentlichung: Riscossa Christiana/Il Foglio
Einleitung/Übersetzung: /Giuseppe Nardi
Bild: Riscossa Christiana

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  1. Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Erstveröffentlichung 1958, erste deutsche Ausgabe unter dem Titel „Der Leopard“ 1959 []

26 Comments

  1. Hat es eigentlich einen tieferen Sinn, dass Gott Mario Palmaro so frühzeitig abberufen hat?

    Wollte Er die Kritik am Papst nicht mehr?

    Sehr verwirrend. Ich hätte doch gedacht, dass ein Gegenpol – und sei es nur ein Laie – zu den revolutionären Veränderungen sinnvoll ist.

  2. Aufgrund der aktuellen betrüblichen Vorgänge muss man mittlerweile davon ausgehen, dass folgende Aussagen des Papstes im ersten Interview mit dem Freimaurer Scalfari durchaus so gefallen sind:
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    „Das Zweite Vatikanische Konzil hat beschlossen, der Zukunft mit einem modernen Geist ins Gesicht zu sehen und sich für die moderne Kultur zu öffnen.
    Die Konzilsväter wussten, dass Öffnung zur modernen Kultur religiöse Ökumene bedeutete und Dialog mit den Nichtglaubenden.
    Seitdem ist sehr wenig in diese Richtung getan worden.
    Ich habe die Demut und den Ehrgeiz, es tun zu wollen.“
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  3. In der Tat ist es so, daß das 2. Vat. Konzil kaum noch eine Rolle spielt in dem Sinne, daß es zur inneren Zerreißprobe führen würde mit Ausnahme derer, die noch Rückzugsgefechte führen wie bspw. Kardinal Kasper und Konsorten. In gewisser Weise hat das Konzil auch bei vielen niemals eine solche Rolle gespielt wie bei letztgenanntem Personenkreis. Die Menschen, die von den Modernisten manipuliert werden sollten, haben sich dem entzogen, indem sie der Kirche den Rücken gekehrt haben. Die Modernisten predigen daher folgerichtig den leeren Bänken.

    Ob Kontinuität- oder Bruchtheologie: mit dem Abdanken von Papst Benedikt XVI. hat sich auch das 2. Vat. Konzil irgendwie in die Geschichtsbücher verabschiedet. Jetzt kann man ganz emotionslos das Ganze betrachten. Und das ist auch nicht schlecht so.
    Der Kampf von Papst Benedikt war bleibend gut und wichtig. Sein geistliches Erbe wird die Kirche nachhaltig prägen, obgleich es momentan nicht so danach aussieht.
    Die Feinde der Kirche können sich nun mit und ohne Papst Franziskus austoben- und das ist es dann auch. Man sollte m.Er. da nämlich zeitlich über den aktuellen Tellerrand hinaussehen. Diese ganzen Stürme im Wasserglas werden sich wieder legen. Man muß diese Stürme ernst nehmen,nicht zu ernst (sogar humorvoll in machen Fällen wie die lustigen Scalfari-Interviews), aber sie werden der Kirche Christi nichts anhaben können gemäß den Worten des Herrn, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden.

    So wie es jetzt ist, ist es. Die Kirche befindet sich in gewisser Weise wieder am Anfang wie vor knapp 2000 Jahren. Jeder Christ muß die Entscheidung für sich treffen und so wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Es wird eine neue, gereinigte Kirche geben, eine mit Glaubenden und nicht mehr mit Postenjägern und Ignoranten der Lehre.

    • Ganz richtig. Es gibt diese gereinigte Kirche schon. Man hat versucht sie auszumerzen, aber es ist nicht gelungen. Sie agiert an „geheimen“ Orten, wo eine neue Generation von Gläubigen heranwächst, die Jugend der Tradition.

    • Lieber Franzl!

      Die einzige Kirche Christi, die die Pforte der Hölle nicht überwältigen werden, ist eben auf Petrus gebaut…

      Franziskus ist im Petrusamt.

      Wie lösen Sie das Problem?

      Ich helfe Ihnen:

      Lösung A: Christus hat seine Kirche im Stich gelassen, die Pforten der Hölle habe sie überwältigt, und Franziskus führt die Massen durch eben diese Pforten zur ewigen Verdammnis, den Massen der Ignoranten der Lehre.

      Lösung B: Christus, steht zu seinem Versprechen. „Tu es Petrus, et super hanc petram aedificabo ecclesiam Team, et porta inferi non praevalebunt adversus eam“. (Zugegeben: Manche „Lehrelehrer“ scheinen diese Ur-Lehre unseres Herrn zu ignorieren…)

      • Lösung C: Franziskus ist zwar in Petrusamt, vernachlässigt und sogar missbraucht seine Amtsautorität und missachtet sie (besonders Geschenk und Privileg der Unfehlbarkeit). Dann darf man ihm nicht zu hören, nicht gehorchen, denn Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen.
        Übrigens ein Austoben des Franziskus in Petrusamt kann der Kirche nicht so schlimm zu beschädigen, dass die Pforten der Hölle die Kirche überwältigen. Es hat einige gute Seiten für die Kirche. Die wichtigste ist Ausklärung und Begrenzung des Dogma der Unfehlbarkeit und Austilgung von dem päpstlichen Autoritätsbegriff einer primitiven unkritischen Papolatrie und blinden Gehorsamspflichtes.

      • @Dax (Ihr Nickname vermischt gekönnt den Deutschen Aktienindex mit dem Namen des größten mitteleuropäischen Marders, für seine unablässige Grab- und Unterminierungsarbeit besonders bekannt):

        1. Es heißt ecclesiam Meam (d.h. von unserem Herrn Jesus Christi) nicht „Team“(wobei illustrativ „Tuam“ dann von Bergoglio bedeuten sollte).
        Die Hl. Kirche ist kein Privateigentum des Papstes, ebensowenig als die kirchliche Lehre.
        Der Hl. Robertus Bellarminus hat zu dem Verwehr der Gläubigen gegen einen häretischen Papst alles schon gesagt.

        2. Der Herr spricht hier zu Petrus, und wohl in diesem Sinne daß er diesem von Ihm persönlich ausgewählten Apostel mit einer Aufgabe betreut.
        Nirgends steht geschrieben daß Petrus (und noch viel mehr seine Nachfolger) dieses Amt und diesen Dienst stets tüchtig und nach bestem Können und Vermögen ausüben wird.
        Das letzte Lemma kann genauso gut bedeuten, daß, was auch mit dem Pontifex passiert, die Hl. Kirche nie zu Grunde geht.
        Da ist der Einsatz, das franke Wort der kleinen tapferen Katholiken, auch und besonders gegen klerikal-diktatorial aufgelegte Gehorsamkeitserpressung, wichtiger und notwendiger denn je- Teil der Rettung der Kirche.

        (Übrigens: hier auf dem Lappersdijck ging der Dachs weg nachdem ein junger Fuchs mit seiner verwesenden und vergrabene Beute einen großen Gestank anrichtete).

      • Und ich helfe Ihnen:

        „Tu es Petrus, et super hanc petram aedificabo ecclesiam Team, et porta inferi non praevalebunt adversus eam“

        So, das nehmen wir mal grammatisch und inahltlich auseinander: Es sind zwei Hauptsätze, die durch ein „et“ miteinander verbunden sind. Dieses „et“ ist aber nicht eine Konjunktion, die die inhaltiche Abhängigkeit des zweiten Hauptsatzes einleitet. Das wird an der Setzung eines zweiten Prädikates („non praevalebunt“) nach dem „et“ sichtbar“.

        Es heißt also nicht „Du bist Petrus….und so/und darum werden die Pforten der H. sie nicht..“

        Es sind also zwei Hauptsätze, die völlig legitim auch als jeweils ein eigener Satz geschrieben werden könnten:
        - Du bist Petrus, auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen.
        - Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.

        Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen – das ist die tröstliche Botschaft. Und es ist trotz der inhaltlichen Zielrichtung des Satzes auf die Wichtigkeit des Petrusamtes hin offen, in welcher umfassenden Beziehung das zu Petrus steht: einerseits sicher, um anzudeuten, dass die Kirche auch menschlich auf einen festen Grund gebaut werden wird, solange wir in dieser Fremde hier leben. Ob aber dieser menschliche Grund ausreicht, um vor den Pforten der Hölle zu bewahren? Es wäre geradezu blasphemisch, das anzunehmen! Das steht eben nicht in dem Satz, und es kann auch gedacht werden, dass die Pforten der Hölle trotz allem, trotz auch der Schwäche des Felsens nicht siegen werden, weil die Kirche IHM gehört, weil ER sie als „meine Kirche“ bezeichnet.
        Darum und darum, weil ER sich mit uns verbunden hat, darum werden wir nicht überwunden.
        Darum und nur darum, weil ER sich mit unserem Blut verbunden hat, und weil ER Gott ist und der Böse IHM nichts anhaben kann, darum und nur darum sind wir geschützt – im Zweifelsfall, im apokalyptischen Fall auch vor einem häretischen Papst, denn nirgends wird ausgeschlossen, dass es einen solchen geben kann – im Gegenteil, für das Ende der Zeiten ist vorhergesagt, dass der Satan sich in den Tempel Gottes setzen wird.

      • Sehr geehrter @Dax:
        in Anlehnung, was @Zeitschnur hier am 29.07.2014 geschrieben hat, möchte ich es so sagen: Der Herr hat die Kirche für alle Weltzeit auf den Felsen/Petrus gebaut, auf den Simon, Sohn des Johannes aus Betsaida. Dieser ist der Fels und er bleibt immer Fels. Seine Nachfolger im Amt sind ebenfalls „Fels“, aber nicht der Urfels, sondern auf den Fels Simon Petrus irgendwie „draufgepackt“. Aus diesem Grunde kann es weniger gute „Felsen“ geben und gab es sie womöglich auch schon. Trotzdem konnten soz. weniger starke Nachfolger Petri dem Felsen Petrus, der immer Grundstein bleibt, keinen Schaden zufügen.

        Weil dieser gute Fels/Simon Petrus immer ist, ganz gleich wieviele Nachfolger und welcher Qualität diese sein mögen, werden die Pforten der Hölle die Kirche auch nicht überwinden. Der durch alle Zeiten hindurch „lebendige“ Grundfels ist immer Petrus, der Sohn des Johannes.

  4. Lösung D: Solange Papst Benedikt noch lebt, ist dieser der vor Gott gültige Papst. Bergoglio wurde von bestimmten Gruppen in das Amt geschoben, Benedikt wurde vom Amt verdrängt, denn er war es, der dieses Verderben noch etwas zurückhalten konnte.

  5. @magdalena
    Ich gehe davon aus und bin tief überzeugt, , dass Sie recht haben und die Situation richtig beurteilen. Benedikt stand für die Wahrheit und verkündete sie. Dafür schulde ich ihm Dank und Respekt. Mit Bergoglio beginnen alle meine Zweifel. Er verkündet erkennbar die Wahrheit , die in der Kontinuität der Tradition liegt und auf Christus selbst zurückgeht, nicht mehr.
    Unser Aller Problem besteht in der Zusage Christi „Du bist Petrus der Fels, auf Dich werde ich meine kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ Ist Bergoglio noch der Fels, obgleich wir ihn als solches nicht mehr erkennen können? Oder meint Jesus, als er diese Worte aussprach weniger die Person als die einmalige Glaubenskraft des petrinischen Bekenntnisses, das in der Kirche weiterlebt und nicht überwältigt wird? Auf letztere Version gründet sich trotz aller Wirrnis der Zeit und des jetzigen Papstes mein Glaube.

  6. Eine sehr berechtigte Frage, die sich mir auch angesichts des frühen Todes eines Mannes, der bis zuletzt sehr kritisch das Wirken Seiner Heiligkeit, Papst Franziskus kommentiert hat.
    Franziskus wurde von Christus zum Oberhaupt seiner Kirche berufen. In dem heute jeder Laie seine Meinung zum Besten gibt, was der Hl. Vater alles „falsch“ macht, wird das Volk Gottes durch private Kommentaren wie besagten Herr Palmaro beeinflusst. Schon unsere Großeltern wussten, dass Gott seiner nicht spotten lässt.

  7. Das ist Ihre Interpretation und gleichzeitig eine Möglichkeit, die Sie ins Spiel bringen.

  8. Nein, ich weiche nicht aus, ich entscheide nur selbst, welche Fragen ich beantworte und welche nicht. Im Gegensatz zum Tenor der Beiträge hier möchte ich mir nicht anmassen, über mögliche Strafen Gottes für andere Menschen zu urteilen. Ich kann aber ihren Einwurf, ob es sich um eine Strafe Gottes gehandelt haben könnte, gut nachvollziehen.

    Gleichzeitig möchte ich sie aber brüderlich daran erinnern, dass wir uns wohl die Frage stellen dürfen, uns zugleich aber nicht Spekulationen über Strafen Gottes hingeben sollen. Der Heilsplan Gottes orientiert sich nicht an unserer Logik, umso mehr sollten wir das Vertrauen auf Christus ausrichten.

    • „Eine sehr berechtigte Frage, die sich mir auch angesichts des frühen Todes eines Mannes, der bis zuletzt sehr kritisch das Wirken Seiner Heiligkeit, Papst Franziskus kommentiert hat“.

      Ach, und ich meinte gelesen zu haben, Palmaro verstarb „nach langer, schwerer Krebskrankheit“; dass diese erst nach dem 13.3.13 ausgebrochen war, ist mir neu.

      Wie sehr aber persönliche Abneigung die Sinne trübt, dafür steht Ihre Frage beispielhaft, verkennt sie doch in eklatanter Weise denn Sinn und den Zweck, wozu Katholiken glauben, auf der Erde zu sein: in den Himmel zu kommen!

      Denn wie heißt es dazu in der Allerheiligenlitanei?

      A SUBITANEA ET IMPROVISA MORTE, LIBERA NOS DOMINE !

      Mario Palmaro wurde dies gewährt. Gnade uns Gott, dass er uns nicht vom Hocker fallen lässt.

  9. Wer von uns wünscht sich nicht die Gnade, vorbereitet den letzten Weg anzutreten?
    Im Übrigen habe ich deutlich gemacht, dass ich zeitschnurs Einlassung und Input, ob ich seinen Tod als Strafe Gottes sehe, nicht als Gegenstand öffentlicher Diskussion sehe. Ich hege auch keine Abneigung gegen Herrn Palmaro, seine Sichtweisen haben das Gewicht wie die von jedem anderen Laien auch. Auch wenn Sie das möglicherweise nicht nachvollziehen können: für mich ist immer noch der Papst das Oberhaupt der katholischen Kirche, auch wenn ich ebenfalls mit mancher Entscheidung Bauchschmerzen habe.

    • Was soll das eigentlich? Sie stellen eine Frage, die aber nicht offen ihr Visier runterklappt, sondern unter einer Decke verborgen etwas andeutet. Ich darf auch brüderlich daran erinnern, dass ein Christ jajaj oder neinnein sagt und nicht von hinten durch die Brust ins Auge kommen sollte.
      Zur Erinnerung zitiere ich noch mal Ihr Psoting:

      „Eine sehr berechtigte Frage, die sich mir auch angesichts des frühen Todes eines Mannes, der bis zuletzt sehr kritisch das Wirken Seiner Heiligkeit, Papst Franziskus kommentiert hat.
      Franziskus wurde von Christus zum Oberhaupt seiner Kirche berufen. In dem heute jeder Laie seine Meinung zum Besten gibt, was der Hl. Vater alles „falsch“ macht, wird das Volk Gottes durch private Kommentaren wie besagten Herr Palmaro beeinflusst. Schon unsere Großeltern wussten, dass Gott seiner nicht spotten lässt.“

      Welche Frage haben Sie sich denn gestellt?
      ich hatte sie ehrlich gesagt auf das allererste Psoting von Frank Bell bezogen, als hier noch nicht so viel stand wie jetzt, konnte das so aussehen:

      Frank Bell:
      „Hat es eigentlich einen tieferen Sinn, dass Gott Mario Palmaro so frühzeitig abberufen hat?
      Wollte Er die Kritik am Papst nicht mehr?“

      Und jetzt Ihre Antwort

      „Eine sehr berechtigte Frage? etc.“

      Wie anders hätte man das denn sonst verstehen sollen?

  10. Den Gedanken, welchen Sie da einbrachten, ist natürlich eine Möglichkeit. An Ihren Spekulationen darüber, was Strafe Gottes ist oder sein könnte, beteilige ich mich aber nicht. Wie aber mehrfach angeführt halte ich es für einen interessanten Gedankengang, den Sie da einbrachten.

    Mein Post dürfen Sie aber auch gerne unter Bezugnahme auf Frank Bells Beitrag, welchen Sie nur zur Hälfte zitierten, verstehen:

    Sehr verwirrend. Ich hätte doch gedacht, dass ein Gegenpol – und sei es nur ein Laie – zu den revolutionären Veränderungen sinnvoll ist.

  11. @ the_true-life
    Was haben Sie denn nun mit Ihrer Aussage bezweckt? Wenn zeitschnur und andere in ihrer Einschätzung nicht richtig liegen, dann konkretisiren Sie ihre Aussage doch einfach!

  12. Ich bin für das verantwortlich was ich sage und nicht für jenes, was andere sich daraus ableiten oder verstehen WOLLEN. Insofern sehe ich mich nicht in der Pflicht, jedes Hirngespinst zu kommentieren.
    Über die verschiedenen Gottesbilder und Vorstellungen von der Gerechtigkeit Gottes hier die den Tod als Strafe für Kritik an Seiner Heiligkeit, Papst Franziskus für möglich halten, über die kann ich wirklich nur verwundert und auch mit einer gewissen Sorge den Kopf schütteln!

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