Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils

Die "Früchte" des Konzils
Die „Früchte“ des Konzils

(New York) Die traditionsverbundene, vierzehntägig in den USA erscheinende katholische Zeitschrift The Remnant veröffentlichte eine Karikatur (siehe Facebook), mit der die „Früchte“ des Zweiten Vatikanischen Konzils dargestellt werden sollen.

Von den „Früchten“ des Konzils „ist zwar viel die Rede, gesehen habe ich sie allerdings noch nie, obwohl ich seit 30 Jahren danach Ausschau halte“, wie jüngst ein Priester im persönlichen Gespräch sagte, der Mitte 40 ist. Katholisches.info veröffentlicht die Karikatur in deutscher Ausgabe kommentarlos als Gedankenanreger.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: The Remnant

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht
Chlodwig

Das nenne ich eine gute bildliche Darstellung der aktuellen Situation der Kirche. Es gibt eben manche Dinge, die können auf Grund des Naturrechts nicht abgeändert werden. Wer das Fundament entfernt, darf nicht mehr mit einem fest stehenden Haus rechnen.

peter789

Die Ministrantinnen negativ zu erwähnen finde ich falsch. Ohne sie wären die meisten Messen ohne Ministranten

zeitschnur
@ chlodwig - dass Frauen keine formellen Priester werden könne, liegt weniger am Naturrecht, denn das würde es nicht plausibel machen angesichts der Tatsache, dass die heidnischen Religionen sehr wohl Schamaninnen und Priesterinnen kennen, ohne dass das irgendwie unpassend erschiene. Im Gegenteil – auch das Heidentum hat immer gespürt, dass der naturgegebene Anteil der Frauen am Numinosen, ihre Sensibiltät dafür und ihr weiträumigerer Zugang dazu erheblich größer ist als der der Männer… Dass der katholische Priester ein Mann sein soll, hängt einzig und alleine an der Bildstruktur, die Gott mit den Geschlechtern je verschieden verbunden hat. Weil Jesus als Mann… weiter lesen »
Ralph

Da geht doch einiges wohl durcheinander. Da kommt keiner mit. Ich empfehle nichts zu schreiben, wenn man damit den Anderen „Munition“ gibt.

Schneeflöckchen

Das ist mit Verlaub Unsinn – in der kirchlichen Tradition wird die größere Schuld immer bei Eva angesiedelt. Eva nahm die verbotene Frucht an sich, Adam nahm sie von seiner Gefährtin. Daraus eine generelle Geringschätzung der Frauen abzuleiten, ist genauso falsch.

Seefeldt
„dabei ist Eva, wie auch der Apostel Paulus sagt, verführt worden, was ihre Tat im Klartext mildert. Adam dagegen hat vollbewusst gesündigt, denn der Apostel sagt, Adam sei nicht verführt worden, in ihm hätten aber alle gesündigt. In Eva sind alle verführt.“ Diejenigen mit dem verzerrten Frauenbild sind vor allem die Sedisvakantisten; unter den traditionstreuen Katholiken finden sich Frauenhasser weitaus seltener. Aber doch: Wahrheit muß Wahrheit bleiben. Die Bibel sagt in Gen 3,1-6 folgendes: Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Jahwe gemacht hatte. Sie sprach zu dem Weibe: „Hatt Gott wirklich gesagt: Ihr dürft nicht von… weiter lesen »
ein besorgter Christ

@ Schneeflöckchen das ist Unfug, die Kirche sieht die Hauptschuld schon immer und ewig bei Adam.Gehen Sie mal Ostern in die Kirche!
Christus sühnt Adams Schuld, der der Mensch ist, durch den der Tod in die Welt kam (Paulusbrief)

Seefeldt

@ „besorgter Christ“:

Wie dokumentiert, war es Eva, die den Apfel nahm, davon aß und ihn dann Adam gab, also liegt die größere Schuld eindeutig bei Eva – womit sich selbstverständlich keine generelle Geringschätzung der Frau rechtfertigen läßt.

zeitschnur

@ Ralph

Wer sind denn die „Anderen“?

@ seefeldt

“Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen” (1. Timotheus, 2:14)

das ist Schriftwort. Tut mir leid. Denekn Sie nochmals drüber nach.

zeitschnur
@ seefeldt und schneeflöckchen noch als Nachtrag: Sie zitieren doch selbst aus der Genesis und müssen bei präzisem Lesen feststellen, dass Adam keineswegs verführt wurde, sondern ohne Debatte und Kommentar oder Skrupel aß. Das geschieht ohne irgendeinen Hinweis darauf, dass er „verführt“ worden wäre. Er tut es einfach, weil Eva ihm die Frucht gibt. Da Paulus ausdrücklich sagt, Adam sei nicht verführt worden, muss man das ernstnehmen! Wenn Sie das „Gericht“ vor Gott lesen, befragt Gott die beiden Menschen, was sie getan haben. Eva sagt, sie sei verführt worden und habe daraufhin gegessen (was so stimmt – sie wurde angegangen,… weiter lesen »
ein besorgter Christ
@ seefeld und Schneeflöckchen das war doch die Lesung von heute: Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. 13Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; 14dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist. 15Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit… weiter lesen »
zeitschnur
@ seefeldt Sie liegen falsch und widersprechen dem Schrifttext: „Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertretung eines Gebotes gesündigt hatten….Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt.“ (Römer 5, 14 + 18) Eindeutiger geht’s nicht. Es geht nicht drum, was Sie oder ich glauben, interpretieren zu dürfen, sondern darum, was die Schrift selbst konstatiert. Eva wurde vom Satan direkt angegriffen (Adam nicht) und erlag der… weiter lesen »
Seefeldt
@ zeitschnur: Ihre Tatsachenverweigerung ist wirklich frappierend. Den Originaltext aus der Schrift, Gen 3,1-6, habe ich doch zitiert, und demnach nahm Eva den Apfel, aß davon und gab ihn anschließend Adam. So steht es im Original, im originalen Schriftwort, und das und nur das ist maßgebend. Leider weiß ich jetzt nicht, ob Sie aus Unehrlichkeit oder Ungenauigkeit den letzten Teilsatz aus Ihrem Timotheus-Zitat nur unvollständig zitierten und damit verfälschten. Also hiermit vollständig mit eigener Hervorhebung dessen, was Sie unterschlugen: „das Weib aber ward verführt und hat die Übertretung eingeführt.“ Die Einführung der Übertretung geht also auch laut Paulus auf Eva… weiter lesen »
zeitschnur
@ seefeldt Sie lesen weder mein Posting noch die Schrift nüchtern. Das fängt schon damit an, dass Sie von einem Apfel reden, obwohl von einem Apfel keine Rede ist, sondern einer unbestimmten Frucht. Und so geht das weiter. Das ist schon symptomatisch dafür, dass Sie im Kopf traditionelle Vorurteile und Zusätze vermixen mit Schrifttext. Auch @ besorgter Christ hat Ihnen noch mal die Schriftstellen zitiert, die eindeutig Adam als den Hauptverantwortlichen kennzeichnen. Wollen Sie etwa das NT korrigieren? Dass durch Eva und deren Verführtheit die Übertretung eingeführt wurde, widerspricht dem nicht. Auch die Abfolge des „Gerichtes“ macht als Abfolge keine… weiter lesen »
ein besorgter Christ
@ seefeld. die Sache mit der Schrift ist die, dass sie nur im Gesamtzusammenhang zu verstehen ist. Gerade die Adam Eva, wer hat Schuld Frage? Zeigt es doch. Richtig ist, wenn man sich auf Genesis 1-3 beschränkt, so kann man, gerade weil jeder eben die Schrift auf dem Hintergrund seiner Zeit liest, durchaus auf die Idee kommen, dass Eva es gewesen ist, die sozusagen die Hauptschuldige gewesen ist, diejenige, die den (menschlich) irreparablen Schaden zu verantworten hat. Nur, die gesamte Tradition und die nachfolgenden Schriftstellen geben das einfach nicht her. Schriftstellen habe ich angegeben. Tradition ist in Maria die neue… weiter lesen »
Seefeldt
@ zeitschnur: Es ist ja wieder einmal typisch für Sie, wie Sie sich aus Ihren eigenen Widersprüchen mit Spitzfindigkeiten zu retten versuchen, hier mit dem „Apfel“ versus „Frucht“. Wie Sie angesichts von Gen 3, 1-6 sich darin verbeißen können, daß Adam der Hauptschuldige gewesen sein soll, ist nur mit einer Verstocktheit ohnegleichen erklärbar. Also nochmals: Gen 3, 1-6 ist das Original, der Urtext, auf den es allem anderen voran ankommt. Und da ist die Sache klar: Die Schlange verführt Eva und wird damit zur Erst- und Hauptschuldigen, Eva nimmt die Frucht, ißt davon, gibt sie an Adam weiter und wird… weiter lesen »
Seefeldt
„Das Recht nennt so etwas „unterlassene Hilfeleistung“.“ Von Recht haben Sie wirklich keine Ahnung, unterlassene Hilfeleistung ist etwas ganz anderes. „dennoch muss festgehalten werden, dass Gott ihr das nirgends vorwirft“ Sagen Sie mal – das würde ja bedeuten, daß Jahwe Eva für nichts bestraft hätte. Gehts noch? Eva wurde dafür bestraft, daß sie sich von der Schlange verführen ließ, von der Frucht aß und sie an Adam weitergab. „Aber es wäre blasphemisch, dies als ein Wollen Gottes zu betrachten“ Dazu nochmals Gen 3, 16: „… Ich will dir viel Mühsal schaffen …“ Sie können ja jetzt wählen: Entweder ist für… weiter lesen »
zeitschnur
Trifft die Karikatur die Lage? Man denkt, es gäbe da noch den starken, gesunden, grünenden Baum des „wahren“ Konzils, nur die doofen Geistdeskonzils-Typen, die immerhin alle kirchlichen Institutionen besetzt, die die gesamte (!) Theologie kontaminiert und die traditionelle Frömmigkeit mit den Vokabeln der Tradition in eine charismatische und wunderfitzige Unnüchternheit umgemünzt haben, seien bloß ein Ableger, ein unbedeutender Ast, der gerade von selber abgefault ist… Schön wär’s. Ich fürchte, das, was hier als unbedeutender Ast dargestellt ist, müsste man als den ganzen Baum zeichnen. Auch finde ich die Schlagwörter zu kurz gegriffen. Mir geht es so, dass mir, je länger… weiter lesen »
eiss

Gut beschrieben.
Es gibt keinen sicheren Ort, der außerhalb des Problems steht.

ein besorgter Christ
Man wünscht sich manchmal brennend, dass das ganze verfaulte Gebäude kollabieren möge, damit man sich nicht immer verrennt. Ich persönlich vergleiche die Kirche immer mit einer alten Burg, die teilweise restauriert, teilweise verfallen ist, jedoch es will einfach keiner mehr drin wohnen, und die, die drin wohnen wollen, die werden von den Museumswärtern gar nicht verstanden. Wenn ich ein Bild malen sollte, dann würde ich die Burg auf dem Felsen Petri malen und nebendran, die Bewohner, die alle in modernen Reihenhäusern und Appartments wohnen und sich nur drüber streiten, was wer aus dem Gemäuer mitnehmen darf, in welches Museum man… weiter lesen »
zeitschnur

Sehen Sie mal diese Miniatur aus „Scivias“ von Hildegard v. Bingen:

http://www.abtei-st-hildegard.de/wp2012/tawato/uploads/2011/12/Bildschirmfoto-2011-12-09-um-17.01.14.png

Schauen Sie das untere Feld des Bildes an – ist es das, was zu Ihrem inneren Bild passt? (Lesen Sie auch den Hildegard-Text der Schau III, 11)

Leo Laemmlein

Ich fürchte, diese humorvolle, idyllische Karikatur trifft nicht die Wahrheit.
Zur Erinnerung, was der Herr Jesus Christus in der Bergpredigt lehrte:

Matthäus 7
16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube oder von Disteln Feigen?
17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte.
18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte.
19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
20 Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

Leo Laemmlein
Die faulste Frucht ist m.E. die, dass ein Konzil und seither der katholische Weltkatechismus, fünf Päpste und Tausende Bischöfe, mit andern Worten: dass fast die ganze katholische Hierarchie seit dem Konzil die Katholiken, die Christen und die Menschheit lehrt, dass der Gott des Islams identisch sei mit dem Gott des Christentums. Das ist die giftigste Frucht in der zweitausendjährigen Geschichte des Christentums. Sie ist schuld daran, dass jetzt überall und immer mehr interreligiöse Andachtsräume, Kapellen, Tempel … errichtet werden. Sie wird in die völlige Apostasie der Christenheit führen, bei nur einem kleinen Rest, der dem wahren Gott treu bleibt. Der… weiter lesen »
Seefeldt
Streng genommen gibt es keinen „Gott des Christentums“ und keinen „Gott des Islam“. Es gibt nur einen Gott, der sich in Jesus Christus offenbarte. Diejenigen, die seiner Offenbarung glauben, sind die treuen Christen. Die Mohammedaner und auch die Juden haben eine falsche Vorstellung von Gott, und deswegen wäre es für die Klarheit besser, die mohammedanische Gottesvorstellung „Allah“ zu nennen, wie das ja auch die Mohammedaner selbst tun, und die jüdische Gottesvorstellung „Jahwe“, wie das ja auch die Mosaisten (Juden im religiösen Sinne) selbst tun. Mir scheint sogar das Hauptproblem des Christentums unserer Zeit die Vermengung von Gott mit der jüdischen… weiter lesen »
defendor
Zu diesem Artikel sehr gut passend die Ausführungen von Hw Christian Sieberer: - „Pfarrer kommen heute immer seltener aus Pfarren, da dort der Priester häufig nicht als Priester gebraucht wird. Er hat für ein schönes Gemeinschaftsfest am Sonntag zu sorgen, bei dem sich alle wohlfühlen. Der Priester als Priester, Hirte und Lehrer ist nur wenig gefragt, gerade in den ihm vorbehaltenen Diensten (Beichte, Krankensalbung,…) In den Pfarren findet man immer wieder ältere Priester, die sich selbst als „frustrierte Konzilsgeneration” bezeichnen, und Jahrzehnte lang die Anthropozentrik bis zum Glaubenszweifel gelebt haben. Doch was ist aus dem angekündigten großen Aufbruch nach dem… weiter lesen »
Ralph

Zehntausende hätten aufgegeben ? Was ist denn das für eine Zahl ??

defendor

Und noch ein Zitat von Hw Sieberer :
-
„In den Pfarren findet man immer wieder ältere Priester, die sich selbst als „frustrierte Konzilsgeneration” bezeichnen, und Jahrzehnte lang die Anthropozentrik bis zum Glaubenszweifel gelebt haben. Doch was ist aus dem angekündigten großen Aufbruch nach dem Konzil geworden? War die Öffnung zur Welt nicht häufig eine erstaunlich einfallslose Anbiederung an den Zeitgeist? Wo sind die Massen in die Kirche geströmt, die man durch die „Modernisierung” der Liturgie und Verkündigung gewinnen wollte? “
-

zeitschnur
Für mich ist allerdings bei dem Wort „Massen“ Vorsicht angesagt – nirgends steht, dass dem wahren Glauben die „Massen“ zuströmen. Im Gegenteil, die normale Situation des Christen ist, dass er in seiner Umwelt Befremden auslöst. Es kann daher kein Argument sein, dass nach dem Konzil die „Massen“ ausgeblieben sind. „Und ihr?“ fragte Jesus. „Wollt ihr auch weggehen?“ Und da sagt Petrus diese unvergleichlichen Worte: „Wo sollen wir hingehen Herr, Du hast Worte des Lebens…“ Hier liegt m.E. auch ein Denkfehler der „Tradition“ – nirgends war uns politische Macht und der Zuspruch von Massen verheißen! Und v.a.; unser Herr hat gerade… weiter lesen »
Seefeldt

„So wird es wohl auch sein, bevor er wiederkommt: einige Frauen, ein einziger Mann und dabei Seine Mutter…“

Das stimmt nicht – es waren mehrere Männer dabei: zunächst einmal die an den beiden anderen Kreuzen, dann auch diejenigen, die vorübergingen, und nicht zuletzt die römischen Soldaten.

zeitschnur
@ seefeldt Naja, Sie wissen genau, was ich meine, und falls nicht, sag ich es Ihnen noch mal. Es geht ja nicht um Polemik hier, sondern um eine sehr traurige Tatsache – dass nämlich viele berufen waren, aber am Ende wenige sich als Erwählte erweisen werden. Es geht nicht darum, ob da zufällig Personen vorbeigingen oder vom Kommandanten hinbeordert wurden. Auch die beiden Schächer waren weder Jünger Jesu gewesen noch gar freiwillig an diesen schrecklichen Ort gekommen… Es geht darum, wer von den Anhängern Jesu den schweren Weg bis zum Schluss mitging. Und ich meinte das auch bildlich: dass wohl… weiter lesen »
Seefeldt

@ zeitschnur:

Der heilige Petrus war nicht am Kreuze, ganz im Gegenteil – und doch berief Christus ihn zum Papst.

Will heißen: Zur Nachfolge Christi gehörte nicht unbedingt das Verharren am Kreuze (die anderen Apostel, von Johannes abgesehen, waren ja auch nicht da).

Und es steht zwar nicht in der Heiligen Schrift, doch ist in der katholischen Überlieferung von der Heiligen Lanze und auch von der Bekehrung jenes Soldaten die Rede. Definitiv bekehrte sich ja auch einer der beiden Schächer, die neben Christus gekreuzigt wurden.

zeitschnur
@ seefeldt Bleiben Sie beim Thema. Sie kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen. Mein Ur-Posting griff den Vorwurf ans Konzil auf, es seien keien Massen in die Kirche geströmt, und das habe ich kritisch hinterfragt, weil uns nirgends Massen verheißen sind. Im Gegenteil. Ich verwies darauf, dass am Schluss nur ganz wenige Jesus FREIWILLIG UND BEWUSST bis zum Kreuz begleiteten und zog den Schluss, dass das wohl auch heute so ist. Dass Gott gnädig ist und selbst daraus noch etwas macht, ist zwar wahr, hat aber mit dem, was ich sagen wollte, nichts zu tun – mir ging es um das… weiter lesen »
Seefeldt

@ zeitschnur:

Ich habe lediglich Ihrer Falschbehauptung widersprochen, daß nur ein einziger Mann bei Christi Kreuz gewesen sei. Ihre Falschbehauptung ist widerlegt, doch leider fehlt Ihnen schon wieder die Ehrlichkeit, das zuzugeben; stattdessen versuchen Sie nun auf das „Thema“ auszuweichen. Typisch für Sie …

Shuca

Wenn der Herr dieser Welt der Luzifer heißt dieses Konzil fürchten würde dann hätte er die gesamte säkulare Welt in Stellung gegen dieses Konzil gebracht. Man hätte es schon längst zu Kleinholz verarbeitet. Man brauchte nur den Konzilsgeist die Maske runterreißen. Aber diese Welt lobt dieses Konzil über den Klee und brüllt immer weiter noch mehr Reformen. Reformen, Reformen und am Ende soll es wohl auch eine Reformation sein.
„Und wer diese Welt liebt kennt den Vater nicht“.
„Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist“.
Per Mariam ad Christum.

IMEK

Reformation?
Revolution wäre zutreffender.

Zeitlos
@Zeitschnur, was meinen Sie bloß, wenn Sie sagen, Maria sei in gewisser Weise vor Ihm gewesen? Die zweite göttliche Person ist Mensch geworden, sie ist vom Himmel herabgestiegen und ist Mensch geworden durch das Wirken des Heiligen Geistes aus Maria der Jungfrau. Wenn Gott Mensch wird, wählt er immer eine Frau, das ist naturnotwendig. Jeder Sohn kommt nach seiner Mutter, rein zeitlich- biologisch. Das können Sie kaum besonders hervorheben, aber was dann? Und jetzt kommt das Entscheidende: Jesus Christus besitzt ausschließlich die göttliche Person, jedoch zwei Naturen, die göttliche und die menschliche. Die Kirche hat das unmissverständlich gegen die verschiedenen… weiter lesen »
Seefeldt

@ Zeitlos:

Sie schreiben ja vieles richtig, vor allem, daß Christus ewig ist und auch schon vor Abraham war, aber dem Satz „Seine menschliche Natur wurde aus dem Körper seiner Mutter erschaffen.“ muß ich entschieden widersprechen. Es heißt im Großen Glaubensbekenntnis eindeutig „gezeugt, nicht geschaffen“ und „nahm Fleisch an durch den Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau“ (das griechische „σαρκωθεντα“ und das lateinische „incarnatus est“ treffen den Vorgang besser, so wie das griechische „ενανθρωπησαντα“ den Vorgang besser als das lateinische „homo factus est“ und das deutsche „ist Mensch geworden“ bezeichnet).

zeitschnur
@ zeitlos Ich meine damit, dass Gott auch einfach so ins Fleisch hätte kommen können, anders irgendwie, Gott hätte machen können, dass er einfach plötzlich als Gottmensch da ist. ER hätte sich nicht zwingend dabei einem Menschen anvertrauen, durch einen realen Menschen ins Fleisch kommen müssen. Vorher war ER gezeugt vor aller Zeit aus dem Vater, nun wurde ER auch aus einer Frau, einer realen Frau gezeugt. das heißt, was Sein Menschsein betrifft, trat Er tatsächlich soweit zurück, dass Er den menschen, der IHN ins Fleisch gebar, im Fleisch vorhergehen ließ. Mein Maß ist nicht das alles, was Sie da… weiter lesen »
Zeitlos
Nein, er konnte „nicht so ins Fleisch kommen“, Jesus Christus ist wahrer Mensch. Wäre er anders „ins Fleisch gekommen,“ wir müssten ihn anders bezeichnen. Wir bezeichnen ihn ja auch teilweise anders: Wir sagen Gottmensch, denn die biologische Zeugung mit einer Frau und einem Mann fand nicht statt. Deshalb Gottmensch. Der Sohn Gottes hat keinen biologischen Vater. Im übrigen sind nicht nur Sie persönlich gemeint, Sie müssen nicht alles auf sich beziehen: Ein paar Klicks im Internet genügen, um festzustellen, dass es eine autonome Marienverehrung gibt, die weder mit einem Glaubensbekenntnis noch mit einem Dogma übereinstimmt. Marianische Häresien wurden unter Papst… weiter lesen »
zeitschnur
@ zeitlos Können Sie mir verraten, warum Gott nicht einen Gottmenschen hätte erschaffen können ohne ihn durch eine Frau ins Fleisch zu bringen? Sind Gott nicht alle Dinge möglich? Und sagt das große Credo nicht audrücklich, er sei gezeugt und nicht geschaffen, damit es da keine Missverständnisse gibt? Wenn man Missverständnisse vermeiden will, dann bezieht man sich auf Missverständnisse, die es gibt, die möglich sind und die auch denkbar gewesen wären. Dass ER es aber so wollte, so und nicht anders (was nicht heißt, dass ER es es nicht hätte anders können – das wäre ein logisch unzulässiger Schluss), das… weiter lesen »
Zeitlos
Der ursprüngliche Titel für die allerseligste Jungfrau lautet „Theotokos“ = Gottesgebärerin. Erstmals wurde er verwendet auf dem Konzil von Ephesos, 431. Wie gesagt, es ging primär um Jesus Christus. Gegen die Irrlehre des Nestorius, der zwei Personen in Jesus Christus annahm und lehrte: die göttliche und die menschliche Person. Diese Lehre wurde zurückgewiesen: Jesus Christus besitzt eine Person, die göttliche Person. Bei der Menschwerdung nahm sie die menschliche Natur an. Maria ist deshalb Gottesgebärerin. Die katholische Dogmatik verwendet das Synonym Gottesmutter, weil es sprachlich eingängiger ist als „Gottesgebärerin.“ Ebenfalls die Lutheraner, im Gegensatz zu den Reformierten. Diese fürchten mit dem… weiter lesen »
zeitschnur

Jetzt bleiben Sie doch mal auf dem Teppich – ich verdunkle hier gar nichts und bin auch keine Häretikerin – was soll das? Sie sind bloß nicht in der Lage, das, was ich schreibe, in geistiger Freiheit zu lesen.
Aber eines ist sicher: Sie legen damit jetzt schon das Maß an, mit dem Sie einmal gemessen werden.

Zeitlos

Wo habe ich Sie als Häretikerin bezeichnet.? Bitte, korrekt lesen.
Ich sprach von katholischen Neomodernisten, die nach einem „einfachen Monotheismus streben“, das Christentum einreihen wollen in die „abrahamitischen Religionen“ , wie das Judentum und den Islam. Ich habe Sie nicht beschuldigt, dass Sie gedanklich etwas damit zu tun haben, dass sie es geäußert hätten.

zeitschnur

@ zeitlos

Diese Debatte hat ja schließlich einen langen Vorlauf, und mehr als einmal haben Sie mir häretische Positionen hinsichtlich Marias unterstellt – schon vergessen? Kann man alles hier in den Artikelkommentaren verfolgen. Es gibt, da Sie Ihr Posting ja an mich gerichtet hatten, keinen Grund für mich, nach den vorangegangenen Wochen zu glauben, dass mit dem Schluss NICHT auch ich schon wieder ich gemeint sein soll.

Zeitlos
@Seefeldt: „Gezeugt, nicht geschaffen“ bezieht sich eindeutig auf die zweite göttliche Person, den Logos, nicht auf seine Menschwerdung. Sie haben dennoch recht: „Geschaffen“ ist auch für die Menschwerdung Jesu Christi falsch. Ich hätte beim Glaubensbekenntnis bleiben sollen: „Geschaffen“ ist völlig verkehrt ausgedrückt. „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus Maria, der Jungfrau, und ist Mensch geworden“ kann und muss es richtig heißen. Die Menschwerdung ist die souveräne Tat Jesu Christi, auch wenn sie durch das Wirken des hl. Geistes geschieht. Auch im Deutschen ist die Aussage eindeutig. Es war reine Unaufmerksamkeit. Doch mich erschöpft das „Marienthema“ in dieser… weiter lesen »
Zeitlos

Eine Unaufmerksamkeit: Natürlich besuchen nur die Gläubigen die hl. Messe, die Priester zelebrieren sie. Umso unverständlicher ist mir, warum sie die Gläubigen auffordern, bestätigen, bestärken, ihr geistliches Leben rein marianisch zu gestalten. Inzwischen ist zu befürchten: Ein Priester, der das nur ein wenig korrigieren wollte, würde mit dem erbitterten Widerstand der Gläubigen rechnen müssen. Sie würden sich in Stuttgart über ihn beschweren, auch wenn er noch so tüchtig wäre.
Leider scheint diese Entwicklung unumkehrbar.

Punta Cana

Verzeihen Sie, aber die Gläubigen sind Kirchgänger, keine Besucher der Heiligen Messe. Bitte, die Gläubigen sind doch Glieder des mystischen Leibes Christi! Es gibt wohl zwei Formen der schlimmen Verfehlung, das ist einerseits das Tiefstapeln und andererseits das Hochstapeln. Ich denke, sowohl Klerus als auch Laien sind hier in ständiger Gefahr der Verzerrung des wahren Maßstabes.

Seefeldt
@ Zeitlos: Ist mir schon klar, daß das Wort „Geschaffen“ für die Menschwerdung Christi eine bloße Unaufmerksamkeit war. Mir war es aber doch wichtig, zu betonen, daß Christi Menschwerdung keine Erschaffung war. Eine zweite Unaufmerksamkeit, und auch hier wieder eine bloße Unaufmerksamkeit, sind die „Besucher der Heiligen Messe“. „Kirchgänger“ ist aber auch nicht so toll, denn tatsächlich kommt es auf die Heilige Messe an. Klar, der Priester feiert die Heilige Messe, er allein; aber die Gläubigen (und schon gar nicht die Ministranten) sind keine bloßen Besucher. Ich bin mir nicht sicher, welche Redewendung die Sache wirklich genau bezeichnen könnte. „Der… weiter lesen »
Kerstin

„Die Ministrantinnen negativ zu erwähnen finde ich falsch. Ohne sie wären die meisten Messen ohne Ministranten“

Dank des Zickenterrors am Altar, getraut sich kaum noch ein Junge den Dienst am Altar zu versehen.

Bevor hier in Deutschland durch Ungehorsam viele Pfarreien schon lange vor der offiziellen Erlaubnis Mädchen eingesetzt hatten, war dies eine Domäne wo ein Junge auch noch Junge sein konnte und an die Heiligen Geheimnisse herangeführt wurde

Logische Folge: Fehlen Jungen-Ministranten, so fehlen später Priesterberufungen

Übrigens war der Akolythen-Dienst eine Nieder Weihe
In Ermangelung geweihter Männer dürfen diesen Dienst auch Jungs versehen

rampolla

Resentiments helfen nicht weiter . Ewiges Gejammere auch nicht . Schließen Sie sich doch der
St. Piusbruderschaft an ,dann kommen Sie auf Ihre Kosten ! Aber vor allem TUN SIE WAS .Dieses
überschawappende Selbstmitleid ist einfach nur PEINLICH

wpDiscuz