„Lieben wir den neuen Papst. Er kümmert sich um die Armen und verachtet das Dogma“

Benedikt XVI. auf dem Stuhl im Vatikan, doch nicht dem Stuhl des Petrus
Benedikt XVI. sitzt im Vatikan, aber nicht auf dem Stuhl des Petrus

(Rom) Je tiefer die Katholische Kirche in das Pontifikat von Papst Franziskus eintaucht, desto mehr läßt sich beobachten, daß nicht wenige während des Pontifikats von Benedikt XVI. entstandene, aktive Internetinitiativen ihre Ausrichtung angepaßt haben oder gegenüber dem neuen Pontifikat in ein Schweigen versunken sind oder ihre Arbeit völlig eingestellt haben. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig. Sie reichen von einer empathischen Papolatrie über Verunsicherung bis zur Verwirrung, die durch gewisse Gesten und Worte des argentinischen Papstes verursacht werden. Die Wahrscheinlichkeit ist unter Katholiken groß, daß sie eher das Schweigen wählen, als den regierenden Papst zu kritisieren. Diesen Weg sind bestimmte Priester gegangen, die unter Benedikt XVI. sehr aktive Blogs im Internet betrieben. Nicht selten dürfte dabei hinter dem neuen Schweigen Angst vor Vergeltung stecken. Ein Phänomen, Angst vor Sanktionen, das zu den Zeiten des angeblich so „gestrengen“ Benedikts XVI. unbekannt war, für jede Seite. Das Klima unter dem neuen, „offenen“ Papst hat sich hingegen grundlegend geändert.

Das neue Schweigen der Normalisten

Papst Benedikt XVI. stimulierte die Diskussion in Form einer breiten intellektuellen Auseinandersetzung. Eine vernunftbetonte Sicht, die sich auf ein ausgeprägtes Bewußtsein für das Sakrale stützte. Papst Franziskus scheint mit einem unterentwickelten Sensus für die Heilige Liturgie aus dem Bauch heraus zu handeln. Eine Ausrichtung, die viele Mitläufer zu finden scheint, erleichtert sie ja tatsächlich auch das Mitlaufen: „Wer bin ich, um zu urteilen?“, die Leugnung eines absolut Guten, die „Abschaffung“ der Sünde, der Eindruck eines Laissez faire und einer undefinierten, fluiden Praxis. Wenn man es nicht die Anpassung der Kirche an den vorherrschenden Relativismus nennen will, dann kommt man einer Öffnung gegenüber dem Relativismus jedenfalls sehr nahe. Mit einem Papst auf dem Thron, der sich mehr darum bemüht, Christen zu kritisieren, die nach Glaubenssicherheit suchen, weil ihnen das von Christus der Kirche und damit der Menschheit anvertraute Glaubensgut nicht beliebig und damit egal ist, scheinen manche Katholiken das Schweigen zu bevorzugen. In ein Schweigen kann man versinken, ein Schweigen kann man aus Sorge bevorzugen, in ein Schweigen kann man gezwungen werden, ein Schweigen kann man auch als Form des inneren Exils wählen.

Neue „hitzige“ Eiszeit

Der ehemalige Chefredakteur des Catholic Herald, William Oddie schrieb am 12. Juli einen Leitartikel zum Blogeintrag eines jener Priester, die unter Benedikt XVI. besonders aktiv waren. Der Eintrag lautet: „Um die Einheit der Kirche zu wahren, kommt die Treue zum Papst jetzt besser durch Schweigen zum Ausdruck“. Eine Position, die Katholisches.info nicht teilt. Die Überlegungen Oddies machen jedoch den stattfindenden Klimawandel in der Kirche hin zu einer neuen „hitzigen“ Eiszeit sichtbar. Jener Eiszeit, die jüngst ein Landpfarrer in der norditalienischen Diözese Novara zu spüren bekam (siehe eigenen Bericht Kirchliche Ehelehre für Kardinal Baldisseri „Wahnsinn“? – Kardinal Collins widerspricht Kasper). Der Pfarrer hatte es gewagt, im Pfarrblatt das Ehesakrament zu verteidigen und dabei bestimmte, auch unter Katholiken verbreitete Praktiken zu kritisieren. Umgehend wurde er von Neo-Kardinal Lorenzo Baldisseri, dem Sekretär der Bischofssynode vor der internationalen Presse dem Spott preisgegeben. Zeitgleich sagte Kardinal Thomas Collins, Erzbischof von Toronto genau dasselbe, was der Dorfpfarrer gesagt hatte. Eine unübersehbare Verwirrung, die durch die gegensätzlichen Aussagen zweier Kardinäle (und eines armen Pfarrers) am selben Tag verursacht werden. Wie aber sah die Reaktion in der katholischen Internetwelt aus? Wer berichtete, wer schwieg, wer rechtfertigte das unsägliche, alles andere als väterliche Verhalten von Kardinal Baldisseri?

Katholisches.info ist der Meinung, daß das zunehmend bestürzte Schweigen mancher „Normalisten“, die irritiert sind, sich ohnmächtig fühlen und alles nur mehr für sinnlos erachten, aber Kritik an bedenklichen Haltungen des Pontifex für undenkbar halten, nicht der richtige Weg ist. Vielmehr ist mehr denn je ein respektvolles, aber mutiges, klares und standhaftes Wort zur Verteidigung der Wahrheit gefordert.

Weg ins innere Exil

Dennoch läßt es nicht unbeeindruckt, was William Oddie schreibt, wenn er meint, sich immer weniger persönlich involviert und damit angesprochen zu fühlen. Das was in der Kirche geschieht, scheint nicht mehr das Seine zu sein. Der Weg in das innere Exil. Warum? Weil die Wirklichkeit offensichtlich den Erwartungen widerspricht. Doch gerade in schwieriger Zeit muß das, darf das, was in der Kirche geschieht nicht gleichgültig lassen, darf es keinen Rückzug in das Schneckenhaus geben, denn zur Option des Schweigens und des Rückzugs gilt es zu sagen: non possumus, non volumus, non debemus. Das bedeutet, dem Papst wirklich treu zu sein. Nicht das Schweigen. Die Zukunft kennt nur der Herr, wir haben also keinen Grund zur Resignation, so verlockend diese Option auch sein mag, angesichts dessen, was fast tagtäglich an neuen Irritationen durch Papst Franziskus und seine Entourage ausgelöst wird. Der nun zusehends ins Schweigen verfallende William Oddie gehört zu den „Normalisten“, zu jenen zahlreichen katholischen Blogs und Nachrichtenseiten, die seit 16 Monaten mantrahaft behaupten, daß „kein Blatt“ zwischen Benedikt XVI. und Franziskus passe, daß lediglich der Stil anders sei. Doch mehr als zur Autosuggestion taugt die Formel offenbar nicht.

Hier der Leitartikel von William Oddie, der in der britischen katholischen Wochenzeitung Catholic Herald veröffentlicht wurde, deren Chefredakteur er von 1998-2004 war. Oddie ist ein „Normalist“. Nach der Ankündigung des Amtsverzichts von Papst Benedikt schrieb er den Leitartikel „Väter treten nicht zurück“. Nach der Wahl von Franziskus bekannte er sich umgehend als uneingeschränkter Anhänger des neuen Papstes. Seine Überlegungen gewinnen dadurch 16 Monate nach dem Konklave spezifisches Gewicht.

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Um Einheit der Kirche zu wahren ist es besser zu schweigen

von William Oddie

“Father Blake meint, daß zur Wahrung der Einheit der Kirche, die Treue zum Papst derzeit besser durch Schweigen zum Ausdruck kommt. Ich fürchte, daß er damit recht haben könnte“.

Was geschieht genau, wenn Bischöfe und Priester zu den grundlegendsten Fragen des Glaubens und der Moral – zu den Lehren, die im Katechismus der Katholischen Kirche so klar erklärt sind – sich so radikal voneinander unterscheiden und wenn gleichzeitig ein Kardinal diese Lehren als „Wahnsinn“ und ein anderer sie als unveränderliche Lehre der Kirche bezeichnet? Weiß noch jemand, was die Kirche glaubt?

Die Frage führte mich erneut zu einem der kämpferischsten Blogs, die ich seit einiger Zeit lese, zu einem Eintrag, den ich bereits mehrfach gelesen habe, seit ich ihn am vergangenen Freitag zum ersten Mal sah. Er ist sehr kurz und ich bin versucht, ihn als letzte Botschaft von Father Blake zu bezeichnen1 Ich schaue meinen Blog an und stelle fest, daß ich selbst eigentlich das beste Beispiel bin. Ich fühle mich immer weniger beteiligt. Ich schreibe weniger Einträge als früher. Immer öfter denke ich, daß das Schweigen alles ist.

Unter Benedikt fand ein glorreicher Kampf stand, ein ständiger Kampf, der auf den Papst fokussiert und durch den Papst motiviert war, um zur Kirche zurückzukehren, wie sie wirklich vom Konzil gewollt war. Ein Kampf für die Hermeneutik der Kontinuität. Es war ein Kampf, der am Ende aussah, als würden wir ihn gewinnen. Dann kam der Schlag mit dem Amtsverzicht von Benedikt.

Nach einem untragbaren Interregnum wurde ein neuer Papst gewählt, ein guter und heiliger Mann mit dem Herz eines Hirten. Alles schien gut zu gehen, auch wenn er nicht dieselbe dogmatische Neigung Benedikts hatte. Alles diesbezügliche wurde der Glaubenskongregation überlassen. Ich fand mich wieder, wie ich erklärte, daß Franziskus aus hermeneutischer Sicht ganz Ratzingerianer sei, völlig orthodox, alles was ein Papst eben brauche, nur der Stil sei anders. Das glaube ich noch immer. Aber es liegt eine zunehmende Unsicherheit in der Luft, die nicht mehr übersehen werden kann. „Man wußte, wo die Kirche und der Papst stehen“, sagt Father Blake. Jetzt haben wir einen Papst, der von vielen Feinden der Katholischen Kirche geliebt wird, wie der Abtreibungsverfechterin Jane Fonda, die vergangene Woche twitterte: „Lieben wir den neuen Papst. Er kümmert sich um die Armen und verachtet das Dogma“.

Mit anderen Worten: Für Fonda und Gleichgesinnte ist die Kirche keine dogmatische Größe und daher keine Bedrohung mehr. Das ist es, was die Welt heute annimmt: Alles unterliegt ständigen Veränderungen. Bald werden die wiederverheiratet Geschiedenen, so denken sie, zu hören bekommen, daß sie getrost wie alle anderen Gläubigen die Heilige Kommunion empfangen können. So hat es Kardinal Kasper beim Konsistorium im Februar dargestellt. War der Papst mit ihm einverstanden? Diesbezüglich scheint es eine gewisse Unsicherheit zu geben, obwohl der Heilige Vater bereits das Beharren von Kardinal Müller, daß sich nichts ändert, gewähren läßt.

Wir werden sehen, was bei der Synode passiert, doch ich fürchte, daß es noch weitergehend sein wird. Was wir bereits heute sehen, ist, daß die vielversprechende und glückliche Morgenröte die durch das Pontifikat von Benedikt XVI. für die Kirche angebrochen war, sich aufgelöst hat, um nie wiederzukehren. Und ich und viele andere, wie mir scheint, fühlen, daß es immer weniger Dinge gibt, die wir sagen können.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Chiesa e Postconcilio

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  1. Was übrigens nicht der Fall ist, wie neuere Einträge zeigen. []

101 Comments

  1. „Wer bin ich, um zu urteilen?“
    Im Falle der Franziskaner der Immakulata hat Herr Bergoglio aber sehr klar geurteilt.
    Er „verachtet das Dogma“.
    Wenn er das Dogma verachten sollte, hätte sich Bergoglio doch selber exkommuniziert, wenn man das Papstamt als dienendes und nicht als absolutistisches Amt versteht. Es herrscht aber die weitverbreitete Meinung, dass ein Papst allmächtig sei und sich nirgendwo unterzuordnen habe. Man meint wohl auch, dass der allmächtige Papst Jesus an der einen oder anderen Stelle korrigieren müsse, wie beispielsweise bezüglich der Unauflöslichkeit der Ehe. Diese Leute vergesse wohl völlig, dass der Papst Stellvertreter Christi und nicht Nachfolger Christi oder Christus selbst ist.
    Per Mariam ad Christum.

  2. Der Pessimismus dieses William Oddie ist unerträglich. Wer sich selbst zum Schweigen verurteilt, wird natürlich nichts bewegen. Ein Beispiel, dem man auf keinen Fall folgen sollte.

  3. Schweigen, Rückzug, Resignation …
    oder reden, die Finger auf die Wunden legen …?
    Ich denke, es ist auch Sache des Charakters des Einzelnen.
    Auf jeden Fall gibt es ein beredtes Schweigen, sogar ein lautes Schweigen.

    Die Kirche ist zerrissen!
    Unsere Pfarrei bekommt ab 15. September einen jungen Vikar.
    Auf einem Foto ist er mit dem römischen Kragen abgebildet, was mich vorab schon mal gefreut hat.
    Ein PGR-Kollege, extrem liberal ausgerichtet- äusserte sich daraufhin per Mail schon ablehnend. Der Kaplan scheine ihm nicht fortschrittlich. Es läge nun an jenem, ihn „vom Gegenteil zu überzeugen“.
    Der junge Vikar muss also so sein oder werden, wie der betreffende PGR es möchte: fortschrittlich.
    Ist das eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit?

    • @ Marienzweig

      PGR und ( „gute“) Zusammenarbeit? Das kann man vergessen! Allein das Wort PGR verursacht mir schon Schmerzen! Es ist überall das Gleiche – eine Bande von völlig glaubenslosen Wichtigtuern und Selbstdarstellern ( Pardon, fast hätte ich’s vergessen -. Wichtigtuerinnen und Selbstdarstellerinnen), die in der Gemeinde das Sagen haben. Emsig arbeiten sie für die Vernichtung der katholischen Kirche. Ein Priester, und schon gar kein traditionell gläubiger, hat hier keine Chance! Schneller als er denken kann, wird er ausgeschaltet bzw. „gegangen“!
      Nicht nur in unserer Gemeinde steht der PGR voll hinter der Vereinigung „Wir sind Kirche“!

      • Wir sind ein winziges PGR-Team:
        Unser lehramtstreuer Priester, der aber leider gessundheitlich angeschlagen und daher ziemlich schwach ist und drei Leute, zwar katholisch, doch sich immer mehr der evangelischen Kirche angleichen wollend und ich.
        Ich fühle mich mehr und mehr fremd und bin heilfroh, wenn im nächsten Jahr ein neues Team gewählt wird.
        Dann kann ich mich endlich zurückziehen und darf wieder eine einfache Beterin sein.
        Auch unser Pfarrer wird uns verlassen.
        Wird er in seinem neuen Wirkungsfeld mehr Menschen vorfinden, die glücklich sind, katholisch zu sein?
        Krank und angeschlagen war er den unterschwelligen Kämpfen wohl nicht mehr gewachsen.
        Glauben Sie mir bitte, wenn ich Ihnen sage: Nicht alle PGR´s fallen in die Kategorie, die Sie beschreiben.
        Ich gehöre definitiv nicht dazu.
        Aber es wird den Einzelnen unter uns immer schwerer gemacht, katholisch zu sein.
        Wir sind ja rückständig und stehen dem Umbau der katholischenKirche und damit dem Fortschritt im Weg.
        Welcher Weg wird das sein?

  4. Vor einigen Tagen schrieb auf kath.net Folgendes:

    „Es vollzieht sich, auch hier wieder in der Diskussion, eine schleichende Protestantisierung des Glaubens. An die Stelle der einen Wahrheit in der Kirche, die lehramtlich festgelegt ist, tritt die Interpretation des Laien, der, je nach Weltblick, sich seine eigene Glaubenswahrheit basteln muss, weil, wie Sie ja schreiben, Kardinäle „Fehler“(!) machen und die Verbindlichkeit der Lehre infrage stellen. Ohne Verbindlichkeit ist jedoch kein glaubwürdiges Zeugnis abzulegen.

    Für einen harmlosen Fehler würde ich das Bestreiten grundlegender Lehrinhalte der Kirche nicht ansehen. Im Gegenteil, durch dieses Bestreiten der Verbindlichkeit der Lehre gerät der Glaube notwendig in die Krise. Dies anzusprechen ist mehr als notwendig, denn ohne verbindliche Wahrheit ist der Glaube leer; ein schönes Märchen.

    Es hat also nichts mit Mäkelei zu tun, wenn man auf diesen schleichenden Zersetzungsprozeß hinweist.“

    weiter schrieb ich: „Wenn nicht einmal die katholische Lehre von einigen exponierten Kardinälen ernst genommen wird, wie soll dann ein Laie für eine authentische Verkündigung sorgen? Was ist denn für Kardinal Lehmann noch authentisch am katholischen Glauben?

    Mittlerweile gefällt sich doch ein nicht unwesentlicher Teil hoher Amtsträger der Kirche, nahezu alles an Katholizität zur Disposition zu stellen. Unter dem Schlachtruf der notwendigen, will heißen zwingenden(!) „Reformen“, reißt man das Fundament nieder und teilt an die Gläubigen nur heiße Luft aus.

    Lehre braucht immer Lehrautorität, wo die dahin fällt, bleibt von der Lehre nichts übrig. Am Deutlichsten wird das am Ehebegriff, der mittlerweile derart durchlöchert ist, dass man statt von Ehe nur noch von Lebensentwürfen sprechen mag.

    Authentizität ist ohne konkrete Bestimmung nicht herstellbar, im Relativismus wird eben nur noch mit Zitronen gehandelt.“

    Danach brach ein wütender Sturm der Entrüstung los. Mir wurde unterstellt, ich hätte einen neurotischen Charakter und klammere mich an Systeme! Zudem sei nun belegt, dass ich ein Pharisäer übelster Sorte sei.

    Wörtlich schrieb ein User, der von einer anderen Leserin – die ihn wohl kennt – als Theologe (Priester?!) angesprochen wurde: „Dieses Phänomen des sich Klammerns an ein System, hier die Glaubenslehre, dort der ökonomische Erfolg, wieder woanders der gesellschaftliche Prestige-Erfolg, ist weit verbreitet. Fällt dieses System, fällt auch der Mensch, der sich daran bis jetzt festgehalten hat. Die Angst vor diesem Fall ist nicht gering und das prägt das Wesen solcher Menschen.“

    Auf meine Bitte an die Redaktion, solche direkten, persönlich beleidigenden Angriffe doch zu unterbinden, geschah nichts, im Gegenteil, die Angriffe nahmen noch an Intensität zu, ich wurde der Unfähigkeit bezichtigt, logisch strukturiert zu diskutieren und überhaupt sei ich ein ganz schlimmer Finger, der ja nur Zwietracht säen wolle.

    Angesichts solcher Anfeindungen kann einem schon mal ein Missvergnügen überkommen.

    • bin auf kath.net sogar schon häufig zensiert, d.h. gelöscht worden, wenn ich mich beklagt habe, dass der Papst mich verwirrt.

      Er hat Verständnis für alles und jeden (Evangelikale, Wieder(zivil)verheiratete, Gefängnisinsassen, egal ob zu recht oder nicht, etc etc) nichts und niemanden will er verurteilen

      Nur die Leute, die die Kirche noch religiös und nicht gewerkschaftlich definieren, indem sie z.B. eine anständige Liturgie möchten, indem sie aus dem leben wollen, was immer gilt und nicht jeder Gesellschaftsmode(llen) hinterherlaufen wollen etc., die werden platt gemacht

      • Kath.net ist genau ein Beispiel für jene Internetseiten, die sich opportunistisch mit den neuen Verhältnissen arrangiert haben bzw. der Papalatrie verfallen sind. Dass dieselbe Seite noch vor anderthalb Jahren leidenschaftlich für die Positionen Benedikts geworben hat, erweist sich im Nachhinein als unglaubwürdig. Besonders unangenehm stoßen mir die „Franziskusperlen“ auf. Das ist peinlichste Hofberichterstattung.

      • @ Kostadinov (17. Juli 2014 um 11:55) „bin auf kath.net sogar schon häufig zensiert, d.h. gelöscht worden“

        Es gibt kein einziges Medium in Österreich das mehr zensuriert als kath.net.
        Die Haupttätigkeit von kath.net ist die Unterdrückung des Rechts auf eine freie Meinung.

      • Richtig, bei kath.net. haben sich die Claqueure Bergoglios versammelt. Jegliche Kritik wird gelöscht. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht..

    • Ich versuchte, meine Position sachlich durch Zitate aus Papst Benedikts Jesus Buch zu erläutern, wurde darob nur um so wüster angefeindet:

      Der Leser, der mich als Pharisäer beschimpfte, offenbar weil ich die Gültigkeit der katholischen Glaubenslehre so deutlich betonte, schleuderte mir entgegen: „Sie sind aber besonders deutliche Beispiele einer engen, angstvollen Haltung. Zwar auf einem intellektuell guten Niveau, aber somit noch schädlicher als das dumpfe Geschimpfe, das sich am Internet so oft findet…Ich habe zum Kontrast den berühmten Ausspruch von J. Ratzinger zitiert. Seine ‚Liberalitas Bavarica‘ ist, was bei @Suarez so schmerzlich fehlt. “

      Bei dem zitierten Satz von Papst Benedikt handelte es sich um folgenden:

      Besagter Leser: „Wie erfrischend dagegen das gelassene Ratzinger-Wort auf die Journalistenfrage „Wie viele Wege gibt es zu Gott?“ Sagte der Mann, der damals noch ‚Panzerkardinal‘ genannt wurde: „So viele wie es Menschen gibt.“

      Er sah diesen Satz als schlüssigen Beleg dafür an, dass die Lehre der Katholischen Kirche, je nach Interessenlage, immer neu zu interpretieren sei.

      Meine Antwort: „Sie lösen den Satz Papst Benedikts aus dem Zusammenhang. Schon der Eingangssatz aus der von mir unten zitierten Passage aus dem Jesus Buch macht deutlich, dass Papst Benedikt durchaus die Gefahr einer subjektiven Fehldeutung des Glaubens, seine Zurichtung hin zu einer weltlichen Erlösungsideologie, sieht und klar benennt. Nichts anderes habe ich hier auch geschrieben und muss mir nun von Ihnen darum eine gestörte Persönlichkeit unterstellen lassen.“

      „Sucht zuerst das Reich und seine Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere dazugegeben“(Mt 6,33).

      „Mit diesem Wort ist eine Ordnung der Prioritäten für das menschliche Tun, für unsere Haltung im Alltag gesetzt…Damit der Mensch recht bitten kann, muss er in der Wahrheit stehen. Und die Wahrheit ist das ‚zuerst Gott, Gottes Reich‘(Vergl. Mt 6,33).Zuerst müssen wir aus uns selbst herausgehen und uns Gott öffnen. Nichts kann recht werden, wenn wir mit Gott nicht in der rechten Ordnung stehen“ (J.Ratzinger)

      half nichts, ich war ein für allemal als Pharisäer stigmatisiert, der eine gestörte Persönlichkeit hat.

      So wurde ich mit Verbalinjurien nur so überzogen:

      Hier eine weitere Kostprobe: „Wer Angst hat und meint, eine Zuflucht gefunden zu haben, sei es in einem Denksystem, sie es bei der Institution, die es pflegt, muss jeder Veränderung misstrauen, denn sie bedroht seine Sicherheit. ..Und wer sich überzeugt hat, in der EINZIG möglichen Wahrheit zu stehen, kann jeden anderen Weg als den eigenen nur als Verirrung oder „Verwässerung des Glaubens“ begreifen.“

      Ich will aber auch nicht unterschlagen, dass mir zwei hochgeachtete Leser in der Not beisprangen, und auf den wütenden Furor mit einer sachliche Entgegnung antworteten. Ich gebe zu, ich fühlt mich, wie in einem totalitären Staat, in dem schon das leiseste Bekenntnis zu Katholizität wüsteste Beschimpfungen nach sich zieht.

      • @ Suarez
        Ich bewundere Sie, dass Sie sich mit Papolatrieanhängern und Veränderungsliebhabern herumschlagen.
        Meines Erachtens ist das Energieschwendung. Machen Sie doch lieber ein eigenes Blog auf, da zensiert sie (noch) keine. Zu sagen haben Sie doch katholisch (!!!) Fundiertes:
        https://www.blogger.com/home

      • Hochgeehrter @Suarez,

        Bei der wilden Benützung des Wortes „Pharisäer“ wird immer vergessen daß Unser Herr Jesus Christus selber im pharisäischen Milieu geboren und aufgewachsen ist.
        Das Leben mit und in der Bibel war zentral für die fromme jüdische Bevölkerung damals; die Sadduzäen befanden sich weit entfernt in de größeren Städten- sie kommen in den Evangelien kaum vor.
        Im Besonderen werden mit ihnen keine große Gespräche durch Jesus geführt.
        Schon am Anfang des Johannesevangeliums tritt übrigens der Pharisäer Nikodemus auf, mit dem Symposion- Abendgespräch mit Mahlzeit- über die Frage nach dem „Ewigen Leben“.- hier geht ves tatsächlich um Fundamentales, und die Frage und ihre ausführliche Beantwortung zeichen auch wie brennend diese Frage damals für das pharisäische Judentum war.
        Daß derselbe Nikodemus dann auch noch unter dem Kreuz steht und den Leichnam des Herrn mit Josef von Arimathea versorgt, macht ihn nur sympathischer.
        Es gibt Totschlagewörter und Totschlagephrasen.
        Ihre enorme Geduld bei langwierigen Gesprächen und Ihr unverdrossen Einsatz für den Glauben rufen große Bewunderung bei mir vor.
        Man sollte übrigens dort, wo der Einsatz nicht auf guter Erde fällt, den Staub von seinen Füßen schütteln.

        Cresce et prospere procede!

      • Hochgeehrter @Adrien Antoine,

        Sie haben natürlich Recht, dass es sich um eine schlagwortartige Verwendung handelte, die allein darauf abzielte, mich zu kränken und herabzusetzen. Genau das ist ja das Erschreckende an dem Ablauf dieser Diskussion auf kath.net. Es zeigt, wie reflexartig bestimmte progressive Gruppen in der Kirche ihre Folterinstrumente der Verunglimpfung herausholen und sofort; „Kreuzige Ihn“ rufen. Diese Wut, ja ich muss es Hass nennen, ist mir unerklärlich und macht mir schon ernste Sorgen.

        Papst Benedikt vergleicht in seinem Buch Jesus von Nazareth an einer Stelle die Pharisäer mit dem älteren Bruder aus dem Gleichnis des verlorenen Sohnes. Der Vater weise auch den älteren Bruder nicht zurück, sondern es heiße ja in dem Gleichnis: „Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein“ Lk 15,31

        An einer anderen Stelle wiederum, wo es um die Reaktion der Pharisäer auf das Ährenraufen der Jünger am Sabbat geht, stellt Papst Benedikt heraus, dass die Pharisäer sich durch Jesus in ihrer herausgehobenen Stellung als Priester durch Jesus und seine Jünger bedroht fühlten.

        Es betrübt mich mittlerweile zunehmend, und das passt sehr gut zu diesem Artikel hier auf katholisches.info, dass die progressiven Gruppen allein schon durch ihr aggressives Auftreten, eine Meinungsdominanz herstellen, die schwer zu durchbrechen ist. Hinzu tritt die Attitüde, man tue dies alles nur aus reinster Barmherzigkeit, aus Sorge um den Glauben. Ähnlich geht ja auch Papst Franziskus mit den Franziskaner der Immakulata um, die er aus reinster Barmherzigkeit mit den schärfsten Sanktionen belegt und denen er keinerlei Raum für eine authentische Glaubensausübung lässt.

        Zur Kritik an einem Papst möchte hier noch auf einen, wie ich denke, sehr wichtigen Punkt hinweisen. Papst Franziskus ist es, der die Pastoral gegen die kirchliche Lehre stellt und so einen inneren Widerspruch erst herbeiführt. Er selbst ist es also, der die Einheit der Kirche, immer auch geschichtlich verstanden, wenn nicht zerstört, so doch zumindest infrage stellt. Es erscheint mir völlig legitim und mit dem katholischen Glauben an die Heilige Katholische Kirche vereinbar, diese widersprüchliche Haltung des Papstes zu kritisieren, ja sie aus innerster Glaubensüberzeugung, die aus dem Wort Gottes erwächst, abzulehnen.

        Und herzlichen Dank nochmals, für Ihren lieben Zuspruch!

      • “ Ich gebe zu, ich fühlt mich, wie in einem totalitären Staat, in dem schon das leiseste Bekenntnis zu Katholizität wüsteste Beschimpfungen nach sich zieht.“

        …und das auch noch von den eigenen Leuten!

        Lieber Suarez,

        Sie können es gelassen nehmen. Das Beste, was Ihnen auf Kath.net passieren kann, ist, dass man Sie sperrt, weil Sie in Schwarze getroffen haben.

        Sie sind ja nicht der Erste, dem das auf Kath.net passiert ist. Sie haben aber auf einem derart hohen Niveau argumentiert, dass man Sie erst relativ spät als „Feind der Sache“ indentifiziert hat. Das ärgert natürlich besonders.

      • Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
        Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

        Zumindest ist mir dieses Wort Jesu immer ein großer Trost.
        Für Menschen, die auch noch aus der Anonymität heraus ihre Grobheiten und ihren Unglauben ins WWW streuen kann ich nur beten.
        z.B. Barmherzigkeitskosenkranz, Wundenrosenkranz, mar. RK

        Diesen geistigen Kampf können wir locker gewinnen, denn wir sind nicht allein. s. Brief an die Epheser 5
        Aufruf zum Kampf
        10 Und schließlich: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn!11 Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt.12 Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.13 Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.14 Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an15 und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.16 Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.17 Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.
        18 Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen,
        19 auch für mich: daß Gott mir das rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden,20 als dessen Gesandter ich im Gefängnis bin. Bittet, daß ich in seiner Kraft freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist.

      • T. de Ahumada sagt:
        17. Juli 2014 um 17:05
        Schauen Sie mal hier:
        http://www.kath.net/news/46781
        Was soll man dazu denn noch sagen?

        Zuerst dachte ich, Peter Winnemöller macht sich zum Narren. Dann habe ich verstanden, dass er Satire schreibt. Unter Zensurverhältnissen ist das oft der einzige Weg, um zu Gehör zu kommen.

      • @Leo Lämmlein

        Zitat: „Dann habe ich verstanden, dass er Satire schreibt.“

        Sie haben wirklich eine besondere Art von Humor!

      • Willkommen in der Realität- in der neuen Form einer real existierenden Diktatur! Einer Diktatur die giftig reagiert je mehr sie sich mit der Wahrheit, vor allem der Wahrheit des Glaubens, konfrontiert sieht! Diktatur im denken, handeln und fühlen. Wir sind in einem geistigen Kerker, der Kerkermeister lässt es nicht zu, wenn ein Gefangener frech wird- wenn er sich aufbäumt gegen die offensichtliche Gefangenschaft. Denk ich an Deutschland in der Nacht- dann bin ich um den Schlaf gebracht…!

    • Geehrter Suarez,
      Sie denken sehr strukturiert und klar, beschreiben Realitäten, ziehen logische Konsequenzen und gelangen so zur Wahrheit. Da man die Wahrheit nicht wiederlegen kann, muß man ihr oder dem, der sie ausspricht, Gewalt antun. Wir leben in Zeiten, in denen so viele wie noch nie Zugang zur Lehre der Kirche haben könnten. Sie müßten nur die richtigen Seiten im „www“ aufrufen. Aber wer nutzt es zur Glaubensbildung?
      Die Kirche, welche die Tradition der Apostel fortsetzte, indem sie diesen Glauben immer weiter entfaltete, verkommt zu einer Sache des Sentiments. Die Kirche soll nicht mehr für das Seelenheil des Menschen Sorge tragen. Sie soll die eigenen Befindlichkeiten befriedigen. Paul Hackers Werk über das ICH bei Martin Luther war für mich in diesem Zusammenhang sehr erhellend.
      Mir geht es in Familie, Pfarrei und bei kath.net ähnlich wie Ihnen.
      Bleiben Sie tapfer und verlieren Sie nicht Ihren Humor!
      Alles Gute!

    • Das“ System“ der Glaubenslehre, aha!
      Fällt dieses System fällt auch der Mensch, aha!
      Vergessen Sie diesen „Theologen“ und ärgern Sie sich nicht über diesen „Blindgänger“ – der Mann hat ja nicht alle Latten …

    • @ Suarez

      Versteh die Kath.net-Population nicht – waren die nicht gerade gestern noch „konservativ“ und schimpften ausführlich auf jeden, der irgendwie dem armen Benedikt in die Quere kam und etwa relativistisch sein wollte?

      Das, was man Ihnen jedoch vorwirft, läuft wohl doch mehrheitlich darauf hinaus, dass Sie nicht relativistisch denken. Wer es „nötig hat“, nicht relativistisch zu denken, der kann – in deren Logik – nur schwach sein.

      Fazit: Man wird nun auf kath.net mit F. relativistisch. Hü hott – das ist wohl deren intellektuelle Maxime. Da kann man nicht diskutieren, wenn man immer nur hören will, was einem gerade nach Tagesform passt.

  5. Ja kümmert er sich denn auch wirklich um die Armen? Kann mir jemand mal konkrete Massnahmen nennen, die er getroffen hat? Oder ist alles nur Verbal-Show?

    Wenn es keine Armen mehr gäbe, würde ja der ganzen Industrie der Befreiungstheologie die Geschäftsgrundlage wegbrechen…

    • Er sollte den Kirchengelder-Verschwendungs-Prozess stoppen, der beispielsweise durch den Bau unnötiger und vom Konzil nicht gewollter Volksaltäre befeuert wird. Beim „nachkonziliaren Umbau“ von Kirchen werden Millionen verschwendet, die man für karitative Zwecke hätte verwenden können. Solange er diesen Prozess nicht stoppt, ist das gerede von der „bescheidenen Kirche“ heuchlerisch und falsch, die ja offenichtlich so viel Geld besitzt, dass sie nicht weiß wohin damit.
      Per Mariam ad Christum.

      • ist ja auch logisch… wenn er helfen würde, die Armen aus der Armut zu befreien, würde ja die gesamte Geschäftsgrundlage der Befreiungstheologie wegbrechen

    • Sehr richtig. Die politik sollte der Papst den Politikern überlassen. es gibt genug, die das Los der armen verändern wollen mit zum teil verheerenden Ergebnissen für die Gesamtgesellschaft. Alleiniges Geschwätz bringt nichts weiter. Theologie ist eben die schwache Seite dieses Papstes, daher die Abwälzung auf Allgemeinheiten. Papatrie finde ich eine gelungene Wortbildung.

  6. Nicht immer ist Schweigen angebracht. Papst Pius XII.
    hat bereits im Jahre 1949 ein in einer eindrücklichen Mahnrede auf dem Petersplatz
    vor den Gefahren der kirchlichen Verbeugung vor dem Geist der Welt gewarnt:
    -
    „Wollt ihr eine Kirche, die schweigt,
    wo sie sprechen müsste,
    eine Kirche, welche das Gottesgesetz abschwächt,
    es an den Geschmack des menschlichen Willens anpassen will,
    wenn sie verpflichtet ist, es mit lauter Stimme zu proklamieren,
    eine Kirche, welche sich entfernt vom unerschütterlichen Fundament,
    auf welches Christus sie begründet hat,
    um sie bequem dem unbeständigen Stand der Tagesmeinung anzupassen
    oder sie der gerade gültigen Meinung preiszugeben
    [….]
    Geliebte Söhne und Töchter!
    Geistliche Erben einer ungezählten Legion von Bekennern und Märtyrern!
    Ist dies eine Kirche, die ihr verehrt und liebt?
    Würdet ihr in einer solchen Kirche die Linien des Angesichtes eurer Mutter erkennen?
    Würdet ihr euch einen Nachfolger des ersten Petrus vorstellen können,
    der sich solchen Ansprüchen beugen würde?“
    -

    • @defendor

      Sie haben immer wieder prima Eingaben durch Zitate, die für die jeweilige Situation zutreffend sind bzw. diese entlarven bzw. das Heilmittel bedeuten können. Ich lese Sie gerne und lerne dabei.

      Danke für diese Handreichungen!

  7. Tief traurig!
    Vor 10 Jahren neu bekehrt, blühte meine Liebe zu Gott ganz tief auf. Ich hatte einen Hl. Vater, Bennedikt, dem ich blind gefolgt wäre, dem ich auch heute noch 100 % vertraue. Ich habe sehr geweint als er zurücktrat.
    Dann kam Franziskus und alles war anders.
    Schweigen???? Wir dürfen doch gar nicht mehr reden, bei kathnet werden Leserbriefe, die auch nur im Ansatz kritisch sind, einfach nicht abgedruckt. Unsere Priester vor Ort – Schweigen-!
    Ich habe gefragt, mehr als einmal und immer wieder „keine Antwort“ (die treuen Priester), lautes Jubeln( die Modernisten). Und wissen Sie was? Der Satz: „Wer bin ich, diesen zu verurteilen…“ hat mich ebenfalls mundtot gemacht. Auch wenn der eine oder andere darüber lacht: ich habe auch Angst, mich durch offene Ablehnung gegenüber dem Papst selbst zu exkommunizieren. Für mich gilt: Du bist Petrus der Fels, heißt also Jesus vertrauen und der katholischen Kirche die Treue halten.
    Herr, wo bist du??? Nur die innere Gewissheit, dass GOTTES Wege nicht unsere Wege sind hält mich noch hoch.
    Zurückziehen, schweigen, leiden. Gleichgesinnte finden sich nicht mehr viele und zu einer offenen Spaltung unter Katholiken will ich nicht beitragen.
    Wer bin ich, diesen zu verurteilen…..stöhn
    Die Hl. Messe in unserer Stadt hat sich jetzt schon ganz schön verändert. Wir singen mittlerweile auch Englisch und werden DEUTLICH moderner. Ich komme mir vor wie im falschen Film der einfach nicht enden will.
    Und keiner holt mich da raus. Selbst meine „alten“ Eltern, weit über siebzig sagen, freu dich doch: ENDLICH mal ein guter Papst.
    Na Bravo.
    Verwirrung ohne Trost. Tragen wir es. Der Gottesmutte zuliebe.

    • Mir geht es wie Ihnen, liebe sabine-f. Ich fühle mich auch innerlich zerrissen. Einerseits möchte ich der Katholischen Kirche, meinem Glauben an die eine wahre Kirche, die Treue bewahren, andererseits sehe ich aber immer deutlicher, wie der katholische Glaube erodiert, sich in ein Stuhlkreis-Gesingsang und Tingeltangel auflöst, das den Geist nicht erhebt, sondern ihn nur herabzieht.

      Ich komme aus dem Bistum Limburg, Sie können sich vorstellen, was das heißt!

      Als auf einmal mitten in der Heiligen Messe ein Protestbrief gegen den eigenen Bischof verlesen wurde, mit wutverzerrtem Gesicht, vom PGR-Vorsitzenden, unter den Augen des Pfarrers, da wusste ich, dass unsere Kirche nun in einer gewaltigen Schieflage ist, dass da etwas nicht mehr stimmt und vor allem, dass hier kein Geist der Liebe, sondern nur noch der des Hasses, der Missgunst und der Überheblichkeit, herrscht.

      Wie als sei plötzlich ein Damm gebrochen, so hat sich der Ungeist nach dem Rücktritt unseres geliebten Papst Benedikts in die Kirche ergossen und scheint den Glauben restlos weggeschwämmt zu haben. Überall sieht man engagierte Damen (bitte jetzt nicht denken, ich wolle hier ein Ressentiment gegen Frauen ausleben, es sind nun mal bei uns die Pastoralreferentinnen, die das Zepter schwingen), die den Glauben in atemberaubenden Tempo verflachen und auf Kleinkindniveau herabdrücken. Es gleicht mehr einem Schunkeln, denn einem würdigen Gottesdienst. Ich überlege mir ernsthaft, solche Gottesdienste in Zukunft komplett(!) zu meiden.

      Natürlich wird unsere Kirche nicht fallen, es gibt sie ja noch, so z.B, in Afrika, wo wir heute sicher die treuesten Katholiken und besten Bischöfe haben, nur eben nicht hier, in Europa und auch nicht in Lateinamerika.

      Man sollte auch nicht übersehen, dass die Kirche in der Geschichte auf Grund des Hochmutes einiger Päpste und Bischöfe, schwersten Schaden genommen hat. Wo sind denn heute die zahlreichen Christen im Libanon, in der heutigen Türkei, in Syrien oder an der ganzen Küste Nordafrikas. Lediglich noch kleine versprengte Enklaven, wo einst der Glaube blühte, der dann solche großen Heiligen, wie Augustinus hervorgebracht hat.

      Wir dürfen im Glauben nicht schlapp machen und treu zur Katholischen(!) Kirche stehen, denn nur um die geht es, nicht um ein schlechtes Imitat. Es gab schon Zeiten mit Gegenpästen und schlimmsten Wirren, auch heute wieder, scheint sich ein Unwetter über der Kirche zusammenzubrauen.

      Ich weiß auch, wie schmerzlich es speziell für Sie ist, wo sie erst einmal Vertrauen in den Glauben gefunden haben, dieses Vertrauen wieder stark in Mitleidenschaft gezogen zu sehen. Manchmal, wenn es mir wirklich ob der Situation richtig schlecht geht, nehme ich ein Buch von Papst Benedikt zur Hand oder ich stöbere etwas bei Augustinus und dann fühle ich, wie meine Brust wieder frei wird, wie wieder die Freude hochkommt,

      Wir sollten uns viel öfter gegenseitig von diesen freudigen Erlebnissen berichten, ohne unsere Sorgen zu verschweigenl

    • @ sabine: Mir ergeht es ähnlich. Ich habe mich in eine Art innere Emigration begeben. Es werden wieder andere Zeiten kommen. Christus weiß sehr genau, was Er uns im Moment abverlangt. Es ist unser Kreuz, das wir tragen müssen, zu alledem, was wir privat schon tragen. Aber hier hilft nur Ausharren, Vertrauen auf Gott und wissen, dass wir vielleicht die passenden Fragen und Antworten noch nicht zusammenfügen können.
      Papst Franziskus ist unser Papst, das ist so, aber Christus ist unser Herr. Das ist für mich noch etwas anderes.
      Ich vertraue auf die Allmacht des Dreieinigen Gottes.

    • „selbst zu exkommunizieren“

      Soviel Paranoia halte ich in Anbetrcht dessen, was Papst Franz I. macht, für völlig unnötig.

    • Durch Festhalten an der wahren katholischer Lehre und das deren öffentliche Verteidigung spaltete niemand die Katholiken, im Gegenteil. Die Spaltung geht von der anderen Seite aus.
      Wir sind eine Familie von drei Konvertiten und finden besonders das Schweigen der Priester unerträglich.
      Die Dogmatik gilt nämlich nach wie vor, auch unter einem „undogmatischen Papst“, der sich schon letztes Jahr vom kommunistischen Staatspräsident Italiens unwidersprochen als „undogmatisch“ loben lies:
      http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/11/danke-dass-jeglicher-dogmatismus-fehlt.html

    • Wir erleben eine Zeit der Scheidung. Unter den Dreschflegeln des Zeitgeistes trennen sich Spreu und Weizen. Wer seine Stimme gegen die Unwahrheit erhebt, spaltet nicht, sondern klärt!
      Bilden Sie sich weiter. Trauen Sie sich, die Gottesdienste in denen es um das zweckfreie Lob Gottes geht und wo man nicht das „Wir“ feiert. Und wenn man deswegen zu einer der stigmatisierten Bruderschaften gehen muß! Legen Sie diese Scheu ruhig ab. Lesen sie den Trienter Katechismus. Lesen Sie Lebensgeschichten der Heiligen.
      Nur Mut!
      Der Lohn wird sich einstellen!

    • Mich würde das Ganze noch mehr beunruhigen, wenn Benedikt nicht mehr wäre. Ich würde dann Franziskus‘ Gesten auch nicht hinterfragen.
      Benedikt lebt aber zum Glück noch, nennt sich aber nach wie vor „Papst“, für mich stimmt da etwas nicht. Ich befürchte nach wie vor, dass mit Papst Benedikt übles Spiel getrieben wurde und er sich gezwungen fühlte, sein Amt abzugeben. Ich glaube nicht, dass auch Gott ihn abberufen hat.

    • ging mir genauso! Und die schlimmen Bibelrunden und Glaubensgespräche haben mir den Rest gegeben. Dem Herrn sei es gedankt, daß Er mich zur Priesterbruderschaft St. Pius geführt hat. Ich muß zwar 50 km fahren, aber dort ist es noch richtig katholisch und glaubensstärkend. Auch die Büchertische sind voll wertvoller katholischer Literatur und nicht wie in unserer Bremer Konzilskirche voller bunter Flyer für alle möglichen Veranstaltungen.

    • Geehrte @sabine-f, Geehrte @einfache Konvertitin,
      Ich verstehe Ihre Traurigkeit, Ihre innere Verrissenheit sehr gut.
      Ich habe als ganz kleines Kind die vorkonziliäre Zeit kennengelernt (und wohl sehr tüchtig in einer sehr katholischen Familie), das Konzil indirekt über Familienmitgliedern in Rom sehr intens miterlebt, war ich auch noch klein, und dann ab 1965 die weitestgehende Demolierung des Glaubens und der Kirche (die modernistische Revolutionäre waren bei uns schon vor Konzilsende weit nach vorne geprescht).
      Es schmerzt gewaltig einen Amoklauf gegen den Glauben, gegen das Heilige mitzuerleben- es schmerzt noch mehr wenn man sieht daß andere dazu auch Bauchschmerzen haben und leiden, und trotzdem resignieren und in Stille schweigen.
      Die große Leuchtpunkte für mich war meine tiefchristliche Mutter und die Großeltern, das Gebet, einige sehr gute Lehrer und ein alter Dominikaner, langjähriger Afrikamissionar, überzeugter Flame und (vom Bistum und seinen Orden ausgebootet) Mitarbeiter von „Kirche in Not/Ostpriesterhilfe“.
      Später habe ich dann viele sehr überzeugte und edle Gläubigen, Priester und Mönche kennengelernt- erst gemobbt, dann rausgeworfen später wieder versöhnt, teils auch gelobt.
      Das Wichtige jedoch ist: authentisch zu sein in seinem Stand als Christen: militärisch gesprochen: auch ohne Befehl oder Unterstützung des Befehlhabers das Notwendige und Richtige zu tun, geführt von seinem gewissen und von der kirchlichen Lehre, stets wieder an der Tradition geschärft.
      Als Landwirt: wenn der Hirte krank ist oder unpaßlich, dann hüten die Schäferhunde trotzdem die Herde.

  8. Schweigen ? Anpassen ? Oder doch den Weg gehen, der die katholische Wegbereitung verlangt.
    Mancherorts wird man ja ausgeloggt, wenn man sich an Perligem nicht erfreut. Dieser Papst itrennt die Spreu vom weizen auf seine Art.

    • @Ralph

      „Dieser Papst trennt die Spreu vom Weizen auf seine Art.“

      Stimmt! Und was er in seinen Scheunen sammelt nennt er Weizen, doch ist es die Spreu. Die große Täuschung läuft da ab und nur wenige begreifen es?

      Den guten Weizen (Beispiel: Franziskaner der Immaculata) lässt er vor der Vollreife dreschen, damit dieser zur Spreu verkommt…..

  9. „Er hasst das Dogma“ – sehr treffend formuliert, vielleicht ungewollt. Dieser Hass ist typisch für jeden waschechten modernistischen Apostaten. Denn der Modernismus ist im Grunde agnostisch und somit tyrannisch. Wenn es keine Wahrheit gibt, dann hat man der Macht und Gewalt zu folgen, ohne zu hinterfragen. Man hat sich der mächtigen Willkür zu fügen, sei es letztlich nur die anonyme Macht der Geschichte, der Modernität u.Ä.

    • Ich finde es wirklich primitiv was hier auf katholisches.info betrieben wird. Ich finde es einfach nur einseitig und extremistisch, auf welche Weise man den Heiligen Vater Papst Franziskus, den ich persönlich kenne, zu Grunde richtet. Dieser Papst steht in Kontinuität mit dem was Papst em. Benedikt XVI gelehrt und verkündet hat. Abgesehen davon, was die die tridentinische Messe betrifft, so meine ich, sollte man nie versucht sein, den Ritus ideologisieren zu wollen. Will man Papst Franziskus in dieser Hinsicht besser verstehen lernen, so muss man sich dessen bewusst werden. Die Franziskaner der Immakulata wollen eben nunmal, was deren Ordensausrichtung widerspricht, sich auf den bloßen Ritus des vetus ordo fixieren, was gänzlich naiv und töricht ist. Letztlich geht es um die volle Akzeptanz des Konzils und das was im Zuge dessen entstanden ist. Manchmal so meine ich sind die Gottesfrage und auch das Sozialengangement zum Wohle des Nächsten immenser wichtiger, als derartige liturgische oder dogamtische Überlegungen anzustellten. Papst Franziskus ändert die Lehre der Kirche nicht, nein vielmehr, er möchte den Menschen einen pastoralen Zugang erschließen. Neben der Verkündigung der reinen Lehre gehört auch dazu den anderen, der nicht so denkt, in seiner Würde und Ganzheit und Verschiedenheit zu akzeptieren.

      • Sagen wir mal so, laut dem was Papst Benedikt gelehrt hat, baut die Eucharistie die Kirche auf und damit das geschehen kann, braucht es die einigende Kraft des Papstamtes.
        Warum nur äußert sich der aktuelle Papst nicht dazu, warum will er gar nicht Papst sein?
        Warum feiert er Messe, mit einem Gesicht wie ein Teenager, dem keine Ausrede eingefallen ist, und der nun die Messe halt über sich ergehen lässt, aber wenigstens via Mimik seinem Missfallen Ausdruck verleiht?
        Wenn Sie Papst Franziskus wirklich persönlich kenne, dann bitte, fragen Sie ihn mal, was er eigentlich will und warum er das katholische offensichtlich so haßt?
        Warum er alle und jeden versteht nur die eigenen Leute verunglimpft und da ganz unbarmherzig ist?

      • Nach diesem Statement, braucht man sich nicht zu fragen, wer hier naiv und töricht (und absolut blind) ist!!! So denken Modernisten!

      • Erstens hat nicht Papst em. Benedikt XVI gelehrt und verkündet, sondern Papst Benedikt XVI. Als Emerit verkündet er nämlich nichts mehr, sondern hat sich ins Gebet zurückgezogen.
        Zweitens wundere ich mich über die Begeisterung, die Herrn Bergoglio aus allen Teilen der Welt entgegenkommt. Es ist ja nicht so, dass diese sich alle aus dieser Begeisterung heraus taufen lassen und zum Dreieinigen Gott und seinen Geboten bekennen. Die Begeisterung besteht vielmehr aus einer Schadenfreude, dass Bergoglio die Kirche Stück für Stück zersetzt. Man freut sich, treue Katholiken mit „Aber euer eigener Papst hat gesagt…“ mobben zu können. Wenn sie Herrn Bergoglio persönlich kennen, so bitte ich sie, diesen zur Barmherzigkeit zum Orden der Franziskaner der Immakulata und seines kranken Ordensgründers aufzurufen. Gnade und Barmherzigkeit werden unter Bergoglio nämlich nicht allen Menschen, sondern nur bestimmten Gruppierungen zu teil. Andere werden unterdrückt und verfolgt. Herr Bergoglio ist ein Absolutist, der Respekt, Unterordnung und Gehorsam fordert und keinesfalls ein liebender Hirte, der allen Stimmen Gehör schenkt. Die Vorstellung von „Franziskus“ als gutmütigen und bescheidenen Hirten ist leider nur eine Wunschvorstellung. Allein sein gewählter Name ist schon Spott und Heuchelei, da er einen gleichnamigen Orden ohne Gnade vernichtet.
        Zum Schluss noch eine abschließende Frage an Sie, verehrter Romtreu. Warum wird dieser Papst von den Feinden der Kirche bejubelt und von treuen Söhnen der Kirche gefürchtet?
        Per Mariam ad Christum.

      • Haben Sie schon mal daran gedacht, dass ca. 98% der Katholiken und 99,99% der Weltbevölkerung Herrn Bergoglio nicht persönlich kennen und wohl nie kennen lernen werden, sondern darauf angewiesen sind, lediglich seine medial reichlich verbreiteten Äußerungen und Handlungen zu kennen? Was er zu Ihnen persönlich sagt und in seinen privaten Räumlichkeiten tut, interessiert mich (und wohl auch die meisten Menschen) zugebenermaßen herzlich wenig. Und wenn ich auch mal persönlich werden darf: Ich bin in der glücklich unglücklichen Lage, jahrelang theologische Vorlesungen gehört und Bücher gelesen zu haben, die nicht nur für alles „Vorkonziliare“, sondern selbst für die „Konzilspäpste“ JPII und BXVII nichts als Spott und Verachtung übrig hatten und zwar nicht aus persönlichen Gründen, sondern aus tiefster Überzeugung. Sowohl die wichtigsten Äußerungen als auch den Stil finde ich seit dem 13.03.2013 in den offiziellen Meldungen aus dem Vatikan wieder. Umso mehr in den reichhaltigen Äußerungen des Scalfari-Magisteriums. Wen möchten Sie hier für dumm verkaufen? Vielleicht wünschen Sie sich, dass die Katholiken keine Ahnung von der echten katholischen Lehre haben. Oder dass sie zumindest ihr Nachdenken ausschalten, damit sie ja nicht auf den Gedanken kommen, den katholischen Glauben mit dem zu vergleichen, was sie nun aus der Casa Santa Marta geboten bekommen. Vielleicht rechnen Sie gar nicht damit: der „Kryptolefebvrianismus“ ist mehr verbreitet, als Ihnen und Ihren privaten Bekanntschaften lieb ist. Gott segne Sie!

      • @Romtreu

        Na ja, von Zugrunderichten kann ja wohl kaum die Rede sein.

        Der Papst wird von den Medien und der Politik hofiert, ganz anders war es bei Papst Benedikt, dem der wütende Hass der Medien und der Politik sowie der Homo Lobbygruppen täglich entgegenschlug.

        Die Kontinuität der Lehre wird nicht durch einen einzelnen Papst, quasi in absolutistischer Weise hergestellt, sondern sie entsteht aus der Kontinuität des Papstamtes und seiner Entscheidungen in der ganzen Geschichte der Kirche. Wo man nur ein Moment herausgreift, erfasst man nicht die ganze Wahrheit, sondern wenn, dann nur einen Teilbereich. In der Geschichte der Kirche und damit auch der Päpste, gab es immer auch Abwege, Irrungen, die dann wieder korrigiert wurden. Lehrentscheidungen haben sich daher früher über sehr lange Zeiträume ausgebildet, die weit über ein einzelnes Pontifikat hinausreichten. Man wusste eben, dass die Wahrheit überzeitlich ist und wir Menschen, mit unserem begrenzten Verstand, sie nur in einem gemeinsamen, intensiven Prozeß erfassen können.

        Es war früheren Päpsten bewusst, dass sie keine Monarchen oder gar Souveräne sind, sondern dass sie in der Verantwortung vor Gott und der ganzen(!) Kirche stehen. Ganze Kirche meint aber immer auch das Vergangene , also die Geschichte. Eine päpstliche Lehrentscheidung, die im klaren Widerspruch zu früheren Lehrentscheidungen stünde, riefe ein unauflösbares Paradox hervor. Wo sich die Kirche selbst widerspricht, da gerät die ganze Lehrautorität ins Wanken. Schon Jesus macht die Pharisäer auf den inneren Widerspruch aufmerksam, wenn ein reich in sich gespalten ist:

        Mt 12,25 Doch Jesus wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, geht zugrunde, und keine Stadt und keine Familie, die in sich gespalten ist, wird Bestand haben.

        Diese Worte Jesu gelten immer auch für die Kirche und wenn ich eine bescheidene Bitte vortragen kann, so bitten Sie den Papst diese Worte Jesu im Herzen zu behalten, denn es ist wirklich erschütternd, mit ansehen zu müssen, wie dieser Papst seinen Vorgängern gegenüber. die kirchliche Lehre als eher untergeordnet beiseite schiebt. Es drängt sich hier alles andere als der Eindruck der Bescheidenheit des Papstes auf.

        Papst Franziskus scheint das Papstamt nicht sonderlich zu achten, sondern lediglich zu benutzen, um seine aus der Befreiungstheologie stammenden Vorstellung einer anderen Kirche, einer „revolutionären“ Kirche, umzusetzen. Bei diesem Papst finden sich sehr viele Anklänge aus dem Marxismus, so wie überall in der Befreiungstheologie. Diese Theologische Richtung hat aber, was ihre tieferes Fundament in der Lehre anbetrifft, wenig bis gar nichts zu bieten, sie ist im Grunde hohl, ein schön anzuschauendes Gewächs, dessen Früchte aber ungenießbar sind, weil außer der bitteren Schale nichts an ihnen zu finden ist.

      • @ Romtreu

        Sie stellen viele behauptungen auf, als wäre nicht hier auf Katholisches.info schon seit dem Antritt dieses Papstes ausführlich dargestellt, durchdiskutiert und nachgewiesen worden, inwiefern er tatsächlich sogar Häretisches sagt und tut, abgesehen von den vielen Unklarheiten, Widersprüchen und Seichtheiten.
        Sie sprechen von „primitiv“ gegenüber einem Forum, das versucht, in die Tiefe zu denken, sauber zu recherchieren und präzise zu argumentieren, machen selbst aber nicht einen Finger krumm, Ihre legitimen Einsprüche gegen die hier vertretene Sicht, auch zu begründen, wie das auf einem gewissen akademischen Niveau eigentlich Standard. Offenbar hat man das in gewissen Szenen noicht nötig – da genügt es, etwas zu meinen.
        Und so handelt auch F. – er denkt ja nicht dran, auch nur irgendetwas zu begründen. So hat er seine unverschämte und rechtlose Vorgehensweise gegen die FI nicht einmal angemessen und nachvollziehbar begründet.
        Was Sie dem Orden unterstellen, ist eine glatte Lüge – er war und ist birituell.

      • @ Zeitschnur und (fast) allen anderen, die hier schreiben:

        Ich bitte Sie höflichste, was mir NOCH KEINE(R) auf diese Website hat beantworten können:

        Welche konkrete Dogmen hat Papst Franziskus widersprochen, sodass man ihm Häretiker nennt? Bitte um Auflistung. Danke.

        Ich warte….

        Und übrigens @ Suarez:

        Tja, die reine Lehre kann zu Sackgasse werden – wenn sie nicht im lebendigen Umgang mit dem Auferstandenen angenommen und gelebt wird, ist sie tot und tötend. Wie eben bei den Pharisäern. Ja, die Wahrheit wird uns frei machen, aber die befindet sich zuerst und vor allem in dem persönlichen Umgang mit dem, der selbst die Wahrheit ist, und nicht bloß in einem System theologischer Überlegungen, der noch keinen gerettet hat. Christus allein rettet. Oder, wie der Kard. Van Thuan sagte, ja, wichtig ist „Gott, nicht die Werke Gottes“, wie glänzend auch immer diese sein mögen.

      • @Dax

        „Tja, die reine Lehre kann zu Sackgasse werden – wenn sie nicht im lebendigen Umgang mit dem Auferstandenen angenommen und gelebt wird, ist sie tot und tötend. Wie eben bei den Pharisäern.“

        Im Gegensatz zu Ihnen, werter Dax, habe ich nicht die Hybris, aus dem bloß Subjektiven heraus, Wahrheit zu setzen. Wahrheit ist immer auch etwas geschichtliches, mir zukommendes. Ich muss mich also erst für die außer mir liegende Wahrheit öffnen. Es ist immer ein Erfahrungsprozeß, der in der Katholischen Kirche in eine Glaubenslehre mündet, die mein subjektives Erkenntnisvermögen notwendig übersteigt.

        Ihr Glaubensverständnis ist, ich erlaube es mir hier zu sagen, protestantisch, es speist sich aus dem Eigenen. Sie formulieren einen starken Vorbehalt gegen die Lehre, die Ihnen nur dann wahr erscheint, wenn Sie in ihr subjektives Denkschema passt. So würde ich es nie sehen, ich versuche, die kirchliche Lehre zu verstehen, immer am Wort Gottes orientiert. Dabei habe ich sehr deutlich vor Augen, dass nicht ich der letzte Maßstab der Auslegung bin, sondern das Auslegung sich in der Zeit und der ganzen Kirche vollzieht, teilweise über Generationen hinweg. Insofern habe ich kein starres Verständnis von der katholischen Glaubenslehre, sie ist in der Zeit gewachsen, es gab Irrungen, aber sie hat sich immer wieder durch die Karft des Heiligen Geistes gereinigt. Mein Vertrauen beruht also nicht allein auf meinem Urteilsvermögen, das wäre viel zu dürftig, sondern auf das Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche von Anbeginn. Es geht also darum, aus dem Subjektiven ins Objektive herauszutreten und nicht umgekehrt, wie Sie es hier vor Augen haben, auch wenn Sie es etwas vernebelnd formulieren.

        Ein selbstgemachter Glaube, werter Dax, trägt nicht, er wird irgendwann zu einer bloßen Selbstspiegelung, zur Täuschung, so wie wir es im verabsolutierten Vernunftbegriff des Säkularismus heute mehr denn je sehen.

        Auch kann sich die Gaubenslehre nicht selbst widersprechen, will sie nicht aus dem Göttlichen herausfallen. Darum sagte Jesus: Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. (Mk 3,24 )

      • @ Dax

        Schreiben wir nicht seit 16 Monaten?
        Wenn einer z.B. sagt, es gebe keinen „katholischen Gott“, dafür an anderer Stelle sagt, die Muslime beteten zumselben Gott Abrahams, der widerspricht dem Dogma vond er Dreifaltigkeit – das ist nämlich der katholische Gott.

        Und so könnte ich vieles wiederholen, was ich schon so oft wiedergekäut habe, dass ich es nicht mehr wiederhole…Klicken Sie doch einfach zurück in die F.-Artikel, dann finden Sie auch die Kommentare drunter.

        Sie spielen die „reine Lehre“ gegen den „lebendigen Glauben“ aus. Was für ein Unsinn!
        Ich kenne – in der Entgleisung – nur Leute, die entweder nicht wissen, was reine Lehre ist und sich hinter „lebendigem Glauben“ verschanzen, wozu Sie zu zählen sind, und dann solche Betonkopftradis, die einfach zu wenig von der Lehre wissen, weil sie sich haben ideologisieren lassen. Wenn dann ein Papst des 19. Jh gewagt hat, was anderes gelehrt zu haben, als es in deren Schädel passt, drehen sie durch und belehren als nachmalige Gläubige den längst verblichenen Papst rückwirkend, weil sie ja den Katechismus von Pius X. gelesen haben. Ja, das gibt es auch, trifft aber nicht auf jeden, der katholisch ist und laut denkt, zu.

        Es ist wichtig, nicht ideologisch, sondern offen, aber redlich und präzise ranzugehen.
        Leider kann ich für Sie nun auch nicht fehlendes Lehrwissen aufarbeiten. Das muss man schon selber und akribisch aufarbeiten und wird sehen, dass man an kein Ende kommt und erkennt blitzartig, dass das hohle Gelaber F.s eine Schande ist.

    • Dogma ist doch der Glaube. Wer das Dogma haßt, haßt den Glauben. Das ist ganz einfach. Dieser papst ist eine Zumutung.

    • Einer, der die derzeitige Situation in der Kirche für „normal“ und nicht regelwidrig hält.

  10. Meines Erachtens ist Schweigen jetzt unangebracht. Jesu Lehren werden von vielen Obrigkeiten verdreht und die Kirche – der Leib Christi – leidet und wird zur Kreuzigung geführt.Wenn wir jetzt schweigen und uns abwenden, sagen wir: „Wir kennen Ihn nicht“.

  11. Papst Felix III sagte:
    „Sich dem Fehler nicht zu widersetzen, heißt ihn zu billigen. Und die Wahrheit nicht zu verteidigen, heißt, sie zu unterdrücken. Und tatsächlich – es zu verabsäumen, einen bösen Menschen zurechtzuweisen – wenn wir es aber könnten – ist nicht weniger Sünde, als diesen zu ermutigen.“

    Papst Leo I sagte:
    „Jener, der den anderen im Irrtum sieht, und sich nicht dazu bemüht, diesen zu korrigieren, verhält sich selbst im Irrtum.“

    Hl. Papst Pius V sagte:
    „Und die Boshaftigkeiten der Welt bestehen aufgrund von lauwarmen Katholiken.“

    Hl. Papst Pius X sagte:
    „Der Herrschaft Satans ganze Stärke besteht aus der leichtfertigen Schwäche der Katholiken.“

    Hl. Augustinus sagte:
    „Heilende Zurechtweisungen sollten für alle verwendet werden, die sündigen, damit sie nicht selbst zu Grunde gehen, oder sie selbst der Untergang für andere sind… Lass deswegen niemanden behaupten, eine Person darf nicht zurechtgewiesen werden, wenn diese vom rechten Wege abkommt, oder, dass ihre Umkehr und Beständigkeit nur Gott verlangen kann.“

    Heilige Katharina von Siena:
    “ Wir wurden oft genug ermahnt, leise zu sein! Rufe es 100.000 –fach aus. Ich sehe, dass die Welt wegen unseres Schweigens verdorben ist.“

    • …das Katharina-Zitat…heiß! Eine uralte katholische Krankheit, zu schweigen, wo man reden muss und zu reden, wo man besser still ist.

      Wann ist welche Lage eingetreten?

      Auf jeden Fall, wenn man aufgrund seiner Erkenntnis in der Lehre deutlich merkt, dass etwas in die falsche Richtung läuft – dann muss man reden, auch mit dem Risiko, dass man sich vergaloppiert.

      Es ist Wahnisnn – ich kenne die meisten Kirchenchristen nicht anders als renitent gegen „die Dogmen“, distanziert zum Papst, in seliger Ignoranz gegenüber der Lehre der Kirche, dafür umso großsprecherischer, selbsternannt fortschrittlicher und eigenmächtiger. man war bis vor einem Jahr stolz darauf, gegen benedikt was vorbringen zu können.
      Jetzt plötzlich ist gehorsam wieder ganz groß in Mode, man wird mundtot gemacht, man wird bedroht, man wird isoliert.
      Allerdings ist es leider eine Illusion, wenn man treuherzog meint, dieser ideologische Stil hätte sich nicht auch unter die „Tradition“ gemishct – nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.

      Deshalb finde ich dieses Forum bis jetzt nach wie vor sehr sehr freidenkerisch im wahrsten Sinne des Wortes – nicht „nulldenkerisch“ oder „chaosdenkerisch“, sondern „freidenkerisch“, weil man immer noch frei und ausführlich Gedanken äußern darf, weil man Kritik äußern darf, weil man heftig streiten darf, ohne dass man selbst oder der andere Streithahn ausgeschaltet wird – ich denke, so vertieft man die Themen, und ein totalitäres Keulenschwingen wie von @ Romtreu hat hier deshalb kaum eine Chance. Ich hoffe, dass das so bleibt.

  12. E N D L I C H !
    Jetzt wird das gesagt, wofür wir hier, seit Bergoglio wütet, ständig von den Jubelkatholiken Prügel bezogen haben. Es ist unübersehbar, dass auf dem Altar von Bergoglios Demut die Tradition der Kirche geopfert wird. Das Einzige, was mich noch ärgert, ist die Feigheit der Jubler, die jetzt vornehm gesagt „schweigen“ und es Anderen überlassen, zu retten, was zu retten ist. Hochachtung vor katholisches.info, dass sie nicht auf die billigen Tricks des argentinischen Zauberlehrlings hereingefallen sind wie so viele Andere.

  13. @Suarez: „Papst Franziskus scheint das Papstamt nicht sonderlich zu achten, sondern lediglich zu benutzen, um seine aus der Befreiungstheologie stammenden Vorstellung einer anderen Kirche, einer „revolutionären“ Kirche, umzusetzen. “

    oder wie es der Entertainer Harald Schmidt mal sagte: „Papst Benedikt war grosses Latinum, jetzt haben wir einen Gesamtschulpapst“

    oder wie ich es mal auf kath.net zu posten versuchte: Papst Franziskus ist zuviel Soziologie und zu wenig Theologie

  14. Ein älterer Herr sagte mir einmal: Selten hatte ich Differenzen mit meiner Frau. Ich habe ihr zu allem ja gesagt und selber getan, was mir beliebte. Ist es anders mit Bergoglio, er sagt zu allem ja und tut was ihm und seinen Wählern genügt.

  15. @Suarez,ich habe mit grossem Gewinn ihre Beiträge gelesen und bin im Glauben mächtig gestärkt worden-wie auch von so manchen anderen usern.Die scheinbar intellektuellen Invektiven denen Sie ausgesetzt sind ob Ihres herrlichen Bekenntnisses zu Gott, zu Christus und Seiner Kirche ehren Sie.Dafür bin einfach nur dankbar.Manchmal scheint die Sprache dieser Progressisten der Stürmerredaktion oder dem Propagandaministeriums (=Desinformationszentrum) der ehem.UdSSR entliehen zu sein.Psychologisch schmerzen einen solche negativa mehr als 100 Lobesbezeugungen.Da dürfen und müssen wir auf Jesus unsern Herrn schauen.respice faciem Christi tui.Heute habe ich als alte, einfache Seele Anna Katharina Emmerich gelesen von der Dornenkrönung und Verhöhnung des Herrn.An das habe ich denken müssen wie Sie Ihre Reaktionen an besagtem Forum erwähnten.Die aktuelle Verwirrung ist gross-dann sind Wendehälse, Judasse-einfach nur schwache, in Grunde armselige Menschen eben grossspurig und geschwätzig da.Ihre Ansicht teile ich ganz.Ich frage mich-hat Bergolio überhaupt ein theologisches Examen bestanden?Kann er eine quaestio des Aquinaten diskutieren? hat er einen einzigen Kirchenvater gelesen?Kann er über seinen eigenen Schatten springen(absolute Voraussetzung der Nachfolge Christi-teschuva-beständige Hinkehr und Umkehr zu Gott und Seinem Werk)?kann er überhaupt sich italienisch korrekt ausdrücken?ich bin alt und habe nichts mehr zuverlieren-aber ich bin stolz katholisch zu sein,denn nicht nur ich bin den Gesetzen der Biologie unterworfen-es werden wieder andere Zeiten kommen und darauf freue ich mich mit dem ganzen Himmel.ohne Karneval und ohne Tango.quod faxit deus in sua inennarabili misericorda ac potestate in saecula saeculorum.amen.

  16. Ich empfehle allen Bergoglio-Kritikern, erst einmal über ihn zu lesen, z. B. das diaologische Werk El Gesuita, dass auch bereits in deutscher Sprache publiziert wurde. Nebenbei gesagt bin ich selbst Theologiestudent und denke, bezüglich mancher unsinniger Argumentationen, welche hier betrieben werden, ist es wohl ebenso sinnvol den Charakter von fides et ratio ins Zentrum dieses Forums zu stellen. Gläubig sein, heißt nicht dumm sein. Es wird viel über diesen liebenswürdigen Papst diskutiert, aber seine tiefe, persönliche Spiritualiät, findet dabei wenig Beachtung. Es geht in der Kirche primär um Gott und nicht um etwaige strukurelle Diskussionen, wie z. B. die des Ritus oder die Zweiteilung und Differenzierung zwischen Konservativen und Liberalen. Wie möchte man Einheit leben und repräsentieren, wenn diese nicht einmal in der einen heiligen, katholischen und apostolischen Kirche gelebt wird. Wir müssen erst einmal alles Denken in Lagern ablegen und den anderen in seiner Andersartigkeit akzeptieren und verstehen lernen. Dies versucht Papst Franziskus und hoffentlich noch viele andere. Das wort lautet nicht Konfrontation und Disputation sondern vielmehr Dialog, aber nicht ein bloßes Zwiegespräch sondern ein von Liebe gepräger und toleranter Umgang mit den anderen in steter Bezogenheit auf Gott, den Allmächtigen, der Sinn und Ursprung allen Seins ist. Bevor man den Bischof von Rom, wie er sich zurecht nennt, sollte jeder erst einmal auf seine eigene Rechtgläubigkeit aber auch auf seine eigene Persönlichkeit blicken und siehe dar, wir alle sind sündige Menschen und müssen uns vor Gott eines Tages verantworten. Vergessen wir nie all das was Papst Franziskus anf Früchten aussät, besonderes nenne ich das soziale Engagement dieses Papstes. Er ist vielleicht kein exzellenter Theologe aber ein umso größerer Hirte, der die Sorgen und Nöte seinger Gläubigen versteht und zu lindern versucht. Ein Mann von tiefen Glauben und überschwenglicher Frömmigkeit. Jemand der das Individuum im Blick hat und durch seine Gesten Menschen und Welt verändern kann. Er ist wahrlich ein Werkzeug Gottes. Deo gratias.

    • Romtreu,
      ist das nicht das im Original spanische Werk, in dessen englischer Übersetzung man einen Bergoglio-Witz gegen den gekreuzigten Herrn ausgelassen hat?

      • hicesthodie, herzlichen Dank für Ihre Situationsanalyse. Dann gibt es noch eine dritte Gruppe derer, die Wortwiderstand leisten, zu der viele in diesem Forum gehören. Aber auch das ist nicht ungefährlich, denn mit Zunge und Tastatur kann man viel Unheil anrichten.

      • But the main emblem of Catholicism is a Crucified Christ dripping blood…

        The exaltation of suffering in the Church depends heavily on the time and culture. The Church represents Christ in the cultural atmosphere of the time that one lived. Looking at the Eastern icons, the Russians, for example, it is found that there are few images of the crucified suffering. Rather it represents the resurrection. But if we look at the Spanish Baroque or Cuzco, we find the patience of Christ ripped away because the Baroque emphasized the passion of Jesus. The White Crucifixion, Chagall, who was a Jewish believer, is not cruel (but) it is hopeful. Pain is shown there calmly. I believe that it is one of the most beautiful things he painted.

        Dem üblen Witz voraus ging voraus ging eine Ausführung über die Darstellung des leidenden Jesus am Kreuz. Offenbar behagen ihn die realistischen Darstellung überhaupt nicht.
        Dagegen findet er die `weiße Kreuzigung` von Chagall hoffnungsvoll und nicht grausam und überhaupt das beste was dieser je gemalt habe.

        Nur schaut man sich dieses Bild an dann sieht man eine völlige Verzerrung der Kreuzigung Jesu.
        Jesus trägt einen jüdischen Gebetsschal anstelle des Lendenschurzes, einen Turban und keine Dornenkrone. Die Inschrift enthält im INRI Bereich eine kabbalistische Verfluchung Jesu.

        Daß der Papst ein Problem mit dem Leiden unseres Herrn Jesus Christus hat zeigt die Plakette, die er um den Hals hängen hat, anstelle des Brustkreuzes.

      • @ IMEK 18. Juli 2014 um 17:29
        Das Ärgste an der berühmten Weißen Kreuzigung von Marc Chagall, dem Lieblingsbild von Papst Franziskus, ist, dass es einen Fluch gegen den Herrn Jesus Christus enthält, nämlich in der Kreuzaufschrift. Wie die antichristlich eingestellten Rabbinen lässt Chagall aus dem hebräischen Namen Jesu den letzten Konsonanten, ein Ajin, weg, so dass nur die Konsontanten Jod – Schin – Waw übrigbleiben, was die Rabbiner akronymisch als „Jimmách schemó wesichró“ lesen, zu deutsch: Getilgt sei sein Name und sein Andenken. Das Thema Blasphemie bei Papst Franziskus kommt uns ja leider schon bekannt vor.

      • @Leo Laemmlein
        Der Verehrer der weißen Kreuzigung verehrt nicht Jesus Christus unseren Herrn, sondern hat sich seinen eigenen Jesus fabriziert.

        „White Crucifixion is a bolshevik ideological representation of Jesus. It has nothing to do with the real Jesus or Gospel. It depicts a Hasidic „Jesus“ who was crucified solely ‚because he was a Jew,‘ just as it is alleged that ‚Jews‘ are always persecuted, for no other reason than that ‚they are Jews,‘ in other words, „Esau hates Jacob,“ the fundamental tenet of the protection racket of rabbinic Judaism.“
        http://mauricepinay.blogspot.de/2014/03/wrapping-up-bergoglios-love-for.html

        Außerdem verrät er Seine Kirche in einem atemlosen Tempo, wie anhand einiger Zeugnis nachzuvollziehen ist:

        http://blog.steveskojec.com/2014/07/19/why-would-all-these-people-lie-about-pope-francis/

    • Entschuldigen Sie werter Romtreu, das ist doch Satire was Sie das schreiben!
      Von tiefem Glauben und überschwänglicher Frömmigkeit merkt man bei Papst Franziskus ja schwer wenig.
      Und von seiner tiefen Spiritualität auch nichts, und was sein soziales Engagement angeht, worin bitte besteht selbiges?
      Er redet permanent von den Armen, und definiert im gleichen Atemzug, Sünden die besonders schlimm sind, die Sünden der Korruption z.B, nur müsste es als Südamerikaner auch wissen, dass gerade die Korruption für die Armen oft die einzige Möglichkeit, ist die Familie überhaupt „durchzubringen“.
      So sagt er, er wäre für die Armen und verdammt sie in der nächsten Perle!
      Das selbe mit der Mafia. Da geht er ins Gefängnis, nennt die Gefangenen „meine Brüder“ sagt dass er ja auch Fehler mache und stellt sich ausdrücklich auf die gleiche Stufe. Dann verlässt er das Gefängnis erklärt alle Mafia Angehörigen für ganz böse und somit auch manche Gefangenen, die er vorher besucht hat !
      Er geht nach Lampedusa, fordert alle auf doch nach Europa zu kommen, vergisst dabei dass es auch in Afrika Fernsehen gibt und man auch dort weiß wer der Papst ist.
      Nun macht sich halb Nordafrika, nach seinen Worten, auf den Weg zu uns, und jetzt was tut er?
      Nichts!
      Er ruft zum Friedensgebet für den Nahen Osten auf, und nachdem daraus nichts wird, sondern die Lage, gerade für Christen sich schwer verschlimmert, was tut er?
      Wieder Nichts!
      Im übrigen, sind alle Menschen Werkzeuge Gottes, auch die Bösen, sorum sagt Ihr Schlusssatz gar nichts aus,

    • @ Romtreu: Dieses seichte Geplapper hören wir seit Jahrzehnten. Es ist schlechthin unerträglich. Die Kirche ist keine Sozialstation für depressive Modernisten, sondern die Stiftung Jesu. Vom Glauben kommt das Heil und die Liebe zu Gott und dem Nächsten- nicht aus irgendwelchen freimaurerischen Sozialträumereien und romantisierenden Sehnsüchten.

    • Herr Bergoglio und ein liebenswürdiger Papst? Lol!!! Seine Liebenswürdigkeit lässt sich wohl am besten an seinem Umgang mit dem Kranken Pater Manelli ablesen.
      Das er ein Werkzeug Gottes ist, ist unbestritten, denn nun kommen all die Häresie, die bisher im Verborgenen und im Halbdunkeln lagen, offen ans Tageslicht. Man spricht Häresien nicht mehr hinter vorgehaltener Hand, sonder offen heraus. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Der Vorteil an seinem Pontifikat ist auch der, dass ich meinen Glauben nun noch viel intensiver verteidige und das zweite vatikanische Konzil noch kritischer betrachte. Wo ich zuvor der Bruderschaft St. Pius X eher distanziert gegenüber stand, gewinnt sie für mich zunehmend an Sympathie. Der Weg des Modernismus führt in den Abgrund und ist nicht zukunftsfähig. Genauso ist ein lauer Glaube nicht zukunftsfähig. Entweder bekennt man sich mit ganzem Herzen zu Christus und folgt ihm und seinen Geboten oder man folgt ihm nicht. Euer Ja sei ein Ja und euer Nein sei ein Nein. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich. Angesichts dieser Worte Jesu sollte sich Herr Bergoglio darum bemühen, möglichst viele Menschen für Christus zu gewinnen. Er dagegen lehnt die Mission ab. Angesichts dessen und der modernistischen Häresien, die viele Gläubige abschrecken, ist es nur natürlich, dass so eine Art von Kirche zum Scheitern und zum Untergang verurteilt ist. Wenn man lehrt, dass alle Religionen gleich seien und sowiso alle Menschen in den Himmel kommen, ist es nur logisch, dass man daraus schließt, dass eine Zugehöörigkeit zur Kirche nicht nötig ist. Genauso unnötig scheint es daher, die erneuerte anthropozentrische Liturgie zu besuchen, denn wenn der Mensch sich selbst feiern will, muss er dazu nicht in die Kirche gehen. Dieser Weg ist aber, wie bereits gesagt, zum Scheitern verurteilt. Die modernistischen Seminare haben keinen Zulauf. Die Modernisten werden immer älter und sterben langsam aus. Die Tradition dagegen blüht immer mehr auf, da sich die katholische Jugend zu ihr hingezogen fühlt. Die Seminare der Tradition sind voll. Es ist daher nur logisch, dass die Kirche in 50 Jahren anders aussehen wird als heute. Sowohl der Klerus als auch die Laien werden sich in der Zukunft wieder Großteils der Tradition zugewandt haben, denn sie sind die einzig wirklich vollkommen treuen Söhne der Kirche. Die Modernisten dagegen werden der Kirche, da sie ihnen für ihr Leben nicht mehr nötig erscheint, den Rücken kehren. Zwangsläufig werden wir in Zukunft dann auch wieder einen rechtgläubigen und wahrhaft katholischen Papst haben, der mit sämtlichen Häresien entgültig schluss macht. Vielleicht wird es ein drittes vatikanisches Konzil geben, dass, ähnlich wie das Tridentinum, mit dem vorkonziliaren Chaos aufräumt und für Sicherheit und Stabilität sorgt.

    • Fortsetzung

      Die außerordentliche Messform wird wieder zur ordentlichen erhoben werden. Die neue Messform wird, aufgrund der unzähligen Missbräuche, die den Glauben schwächen, verboten werden. Man wird auch aufhören, vor der Welt in die Knie zu fallen. Der Einzige, vor dem man in Zukunft noch auf die Knie fallen wird, ist der dreifaltige Gott. Männer wie Herrn Bergoglio, die sich knieend(!) von Schismatikern segnen lassen, obwohl er doch solche Knieprobleme hat, werden der Vergangenheit angehören. Nie wieder werden Katholiken von Abtreibungs- und Homolobbyisten gelobt werden. Man wird die Feinde der Kirche mit erhobenem Haupt bekämpfen, nicht mit den Waffen der Gewalt, sondern mit den Waffen des Wortes. Es wird keine Teilzeitkatholiken mehr geben, die beschämt ihr Christsein in der einen oder anderen Situation verbergen. Man wird sich von kirchenfeindlichen Medien nicht mehr auf die Knie zwingen lassen, sondern wird diese in die Knie zwingen. Gegen staatliche Massenmord von ungeborenen Menschen wird die Kirche mit allen Mitteln ankämpfen. Nie wieder wird ein Bischof(!) Katholiken, die vor Abtreibungskliniken protestieren und den Rosenkranz beten, in den Rücken fallen und sie für ihren Kampf kritisieren und den Feinden der Kirche ausliefern. Nie wieder werden Messen in Clownskostümen gefeiert werden oder Weihwasser mit Wasserpistolen verspritzt werden. Die Volksaltäre werden rausfliegen, die Kommunionbänke zurückkehren und das Allerheiligste, wo es in irgeneine unscheinbare Seitennische verbannt wurde, zurück ins Zentrum geholt werden. Man wird die Kommunion ehrfürchtig und kniend in Empfang nehmen und sich vorher selber prüfen, ob man im gegenwärtigen Zustand würdig ist, die heilige Kommunion zu empfangen. Rom und der Vatikan werden wieder Zentrum der Verteidigung des Glaubens werden und nicht Zentrum der Glaubenszerstörung und Freimaurerei. Der Papst wird seine Herde führen und sie verteidigen und ihnen nicht in den Rücken fallen und sie als Rosenkranzfanatisten beschimpfen. Gegen Irrlehren wird der Papst mit aller Macht ankämpfen und die Kirche reinhalten. Häretische oder pädophile Priester wird er exkommunizieren und somit den Priesterstand reinhalten. Und er wird vor allen armen und bedrängten Christen beistehen und ihnen so gut wie möglich körperlichen und seelischen Beistand leisten. Der Papst wird Stellvertreter Christi sein und seine Herde mit erhobenem Haupt vor allem Bösen verteidigen. Kirchenhasser und Feinde des Christentums werden ihn fürchten und ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen versuchen. Der Papst wird sich jedoch nicht unterkriegen lassen, sondern diese mit den Waffen des Wortes bekämpfen und sie zu bekehren versuchen. Er wird den Schall der Lehre Christi in alle Teile der Welt hallen lassen, sodass jeder Mensch mit Christus und seiner Lehre bekannt wird. Ob sie diese allerdings annehmen, bleibt ihnen überlassen, denn niemand kann unter Zwang Christ sein.
      Per Mariam ad Christum.

      • Markus, vielen Dank für Ihr Hoffnung machendes Bild von der Zukunft!!
        Ihre Vision von einer wieder auferstandenen katholischen Kirche habe ich regelrecht in mich aufgesogen.
        Das tiefe Tal ist jedoch noch nicht durchschritten, es wird weiter abwärts gehen.
        Aber dann, eines Tages, wird das, was Sie so lebendig beschreiben, hoffentlich zur Wirklichkeit werden.
        Oder kommt es zum Schisma?
        Denn kann so Unüberbrückbares überwunden werden oder gar zusammenwachsen?
        Doch Ihre Darstellung macht Hoffnung auf die Zukunft und wäre mir auf jeden Fall lieber.

    • @Romtreu,
      Bei der Lektüre Ihrer Postings bin ich in homerisches Gelächter ausgebrochen.
      Während im Vatikan und der früher irenisch-traditionsneigende Presse und Milieus geschwiegen wird, gezittert, Postings gelesen, Artikel vorsichtig publiziert und nicht selten rasch danach wieder aus dem Internet entfernt werden, Erklärungen gesucht werden, was krumm ist, geradegebogen und was gerade ist, krumm gemacht, kurzum: wo totaler Wirrwarr herrscht (Hebräisch: Tohuwabohu); und wo nach meiner Erfahrung die meiste Kumpanen des Bösen durch gewaltige Dummheit und Inpertinenz auffallen; da sind Sie mit Ihrem Sarkasmus eine seltene Ausnahme.
      Es muß in der Tat schon sehr viel im Argen liegen, daß jetzt auch boshafte Intelligenz aufgeboten wird.
      Mit dem Bösen kann nicht dialogiert werden, er gehört bekämpft, mit fides et ratio.
      Was die Werkzeuge Gottes betrifft, denke ich hier an den „Geißel Gottes“- Attila, den König der Hunnen; Papst Leo hat zu ihm wohl nicht „Deo gratias“ gesagt, sonddern erst hinterher wenn Rom nicht geplündert wurde.

      Ihr Ziel ist wohl leicht zu durchschauen: die Herde aufrühren, wild machen, ihre Kräfte binden und vom Wichtigen ablenken.
      Sie sollten jedoch bedenken daß bei einer durchgegangener Rinderherde die Hirte und Hunde versuchen eine kreisende Stampede zu bewirken; und nicht selten kommen die angreifende Wölfe dann selber vollends unter die Hufe.

    • Sehr geehrte(r) Romtreue(r),

      Ich bin beeindruckt: So viele fromme papalatrische Leerformeln auf so engem Raum habe ich in letzter Zeit selten gelesen! Ich bin mir sicher, Sie haben als Theologe eine steile Karrierere vor sich. Absolut perfekt Ihr Vatikanesisch! (…und das schon im Studium.)

      „Vergessen wir nie all das was Papst Franziskus anf Früchten aussät, besonderes nenne ich das soziale Engagement dieses Papstes.“

      Würden Sie mir bitte mal konkret benennen, was ich „nie vergessen“ soll?

      Fakten, meine ich, keine Abstrakta: Zahlen, Orte, Taten z.B. des sozialen Engagements.

      Ich bin nämlich noch so ein stumpf-dumme Traditionalistin und brauche ein paar konkrete Vorstellungen, um die Dinge einordnen zu können.

      „Ein Mann von tiefen Glauben und überschwenglicher Frömmigkeit.“

      Ja? Woran merkt man das konkret? Was ist sichtbar, hörbar und lesbar, dass es Ihre Behauptung beweist?

      Danke.

  17. @Romtreu

    Auch wenn Sie Theologiestudent sind, weist Sie das noch nicht als wirklich profunden Exegeten aus und es besagt auch nichts über ein tieferes Glaubensverständnis. Apropos soziales Engagement, hier kann ich nur immer wieder eine Stelle aus dem Jesus Buch von Papst Benedikt zitieren:

    „Inzwischen hat sich in breiten Kreisen, besonders auch der katholischen Theologie, eine säkularistische Umdeutung des Reichsgedankens entwickelt, die eine neue Sicht des Christentums, der Religionen und der Geschichte im Allgemeinen entfaltet und mit dieser tiefen Umgestaltung die angebliche Botschaft Jesu wieder aneignungsfähig machen will…Deshalb müsse nun der Schritt zur Regno-Zentrik, zur Zentralität des Reiches getan werden. Das sei ja schließlich die Mitte von Jesu Botschaft gewesen, und das sei der richtige Weg, um endlich die positiven Kräfte der Menschheit im Zugehen auf die Zukunft der Welt zu bündeln.

    ‚Reich‘- das bedeute einfach eine Welt, in der Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung herrschen. Um nichts anderes gehe es. Dieses ‚Reich‘ müsse als das Ziel der Geschichte hergestellt werden. Und das sei der wahre Auftrag der Religionen: für das Kommen des ‚Reiches‘ zusammenzuarbeiten … Sie könnten im Übrigen durchaus ihre Traditionen bewahren, jede ihre Identität leben, aber sie müssten mit ihren je verschiedenen Identitäten zusammenwirken für eine Welt, in der Friede, Gerechtigkeit und Respekt vor der Schöpfung bestimmend sind.

    Das klingt gut: Auf diesem Weg scheint es möglich, dass Jesu Botschaft endlich universal angeeignet wird, ohne dass man die anderen Religionen missionieren muss: nun scheint sein Wort endlich einen praktischen Inhalt gewonnen zu haben und so die Verwirklichung des ‚Reiches‘ zur gemeinsamen Aufgabe zu werden und damit in die Nähe zu rücken. Aber wenn man näher hinsieht, wird man doch stutzig: Wer sagt uns eigentlich, was Gerechtigkeit ist? Was in der konkreten Situation der Gerechtigkeit dient?

    Bei näherem Hinsehen erweist sich das alles als utopisches Gerede ohne realen Inhalt, sofern man nicht im Stillen Parteidoktrinen als von jedermann anzunehmenden Inhalt dieser Begriffe voraussetzt. Vor allem aber zeigt sich: Gott ist verschwunden, es handelt nur noch der Mensch. Der Respekt vor den religiösen ‚Überlieferungen‘ ist nur scheinbar. Sie werden in Wirklichkeit als eine Menge an Gewohnheiten angesehen, die man den Menschen lassen soll, obwohl sie im Letzten überhaupt nicht zählen. Der Glaube, die Religionen werden finalisiert auf politische Ziele hin. Nur das Einrichten der Welt zählt. Religion zählt so weit, sie sie dabei behilflich sein kann“ (Joseph Ratzinger – Jesus von Nazareth)

  18. Bei Hinweisen zum sozialen Engagement fällt mir immer eine schöne Stelle aus dem Jesus Buch von Papst Benedikt ein.

    „Inzwischen hat sich in breiten Kreisen, besonders auch der katholischen Theologie, eine säkularistische Umdeutung des Reichsgedankens entwickelt, die eine neue Sicht des Christentums, der Religionen und der Geschichte im Allgemeinen entfaltet und mit dieser tiefen Umgestaltung die angebliche Botschaft Jesu wieder aneignungsfähig machen will…Deshalb müsse nun der Schritt zur Regno-Zentrik, zur Zentralität des Reiches getan werden. Das sei ja schließlich die Mitte von Jesu Botschaft gewesen, und das sei der richtige Weg, um endlich die positiven Kräfte der Menschheit im Zugehen auf die Zukunft der Welt zu bündeln.

    ‚Reich‘- das bedeute einfach eine Welt, in der Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung herrschen. Um nichts anderes gehe es. Dieses ‚Reich‘ müsse als das Ziel der Geschichte hergestellt werden. Und das sei der wahre Auftrag der Religionen: für das Kommen des ‚Reiches‘ zusammenzuarbeiten … Sie könnten im Übrigen durchaus ihre Traditionen bewahren, jede ihre Identität leben, aber sie müssten mit ihren je verschiedenen Identitäten zusammenwirken für eine Welt, in der Friede, Gerechtigkeit und Respekt vor der Schöpfung bestimmend sind.

    Das klingt gut: Auf diesem Weg scheint es möglich, dass Jesu Botschaft endlich universal angeeignet wird, ohne dass man die anderen Religionen missionieren muss: nun scheint sein Wort endlich einen praktischen Inhalt gewonnen zu haben und so die Verwirklichung des ‚Reiches‘ zur gemeinsamen Aufgabe zu werden und damit in die Nähe zu rücken. Aber wenn man näher hinsieht, wird man doch stutzig: Wer sagt uns eigentlich, was Gerechtigkeit ist? Was in der konkreten Situation der Gerechtigkeit dient?

    …Bei näherem Hinsehen erweist sich das alles als utopisches Gerede ohne realen Inhalt, sofern man nicht im Stillen Parteidoktrinen als von jedermann anzunehmenden Inhalt dieser Begriffe voraussetzt. Vor allem aber zeigt sich: Gott ist verschwunden, es handelt nur noch der Mensch. Der Respekt vor den religiösen ‚Überlieferungen‘ ist nur scheinbar. Sie werden in Wirklichkeit als eine Menge an Gewohnheiten angesehen, die man den Menschen lassen soll, obwohl sie im Letzten überhaupt nicht zählen. Der Glaube, die Religionen werden finalisiert auf politische Ziele hin. Nur das Einrichten der Welt zählt. Religion zählt so weit, sie sie dabei behilflich sein kann“ (Joseph Ratzinger – Jesus von Nazareth)

  19. Dankeschön !!
    DAS heute mal so offen auszusprechen und die Gefühle der Anderen so ehrlich zu hören hat mir wieder etwas Mut gemacht.

  20. Dieser Artikel beschreibt die Situation sehr gut. In der Tat war unter Benedikts Regentschaft ein Prozess der Re-Katholisierung in Gang gesetzt worden, der sich auf vielen Ebenen erfolgreich durchzusetzen begann und der die Verfechter einer neuen Kirche in die Defensive drängte. Deshalb hat man dem hinter den Kulissen auch nicht tatenlos zugeschaut und den Rücktritt dieses Pontifex in die Wege geleitet. Denn der Papst, so hatte man gelernt, ist die letzte und zugleich mächtigste Identifikationsfigur aller orthodoxen Katholiken. Durch den Rücktritt wurde das Papstamt schon grundlegend relativiert und entmystifiziert. Wenn es noch dazu gelänge, den orthodoxen Katholiken diese Identifikationsfigur zu rauben, in dem man einen Mann als Papst installiert, der mehr oder weniger offen anti-orthodox redet und handelt, dann wäre die Verwirrung unter den Katholiken komplett, hin und her getrieben zwischen eingefleischter Papsttreue und einem Papst der dem Glauben nicht treu ist, würde ihr Widerstand zerrieben werden und sich gänzlich auflösen. Und so ist es gekommen. Die einen suchen ihr Heil in der Glorifizierung und Papolatrie, die anderen wählen die innere Emigration und das Schweigen. Doch gerade letzteren sei gesagt: wer schweigt, stimmt zu. Und eine Einheit auf kleinsten gemeinsamen Nenner, wie es uns die Ökumenisten seit Jahrzehnten als Idealbild in die Ohren und Köpfe blasen, ist eine Einheit in der Lüge. Die Einheit im Glauben kann aber nur in der Wahrheit gefunden werden. Deshalb hat die Kirche, als sie sich noch ihrer selbst und ihres Gottes bewusst war, die Einheit im ANATHEMA SIT gesucht, bewahrt und auch gefunden! Wer angesichts der neuen Entwicklung schweigt, aus was für vermeintlich hehren Motiven auch immer, der tut genau das, was die Zerstörer von ihm wollen: ihnen den Sieg leicht zu machen.

    • Ich danke Ihnen!
      Sie haben mir durch Ihren Kommentar deutlich gezeigt, dass Schweigen ein Fehler ist.
      Nun gilt es nur noch, zu lernen, in meinem persönlichen Umfeld mutiger zu werden, was Papst Franziskus betrifft!
      Danke noch einmal!

      • Und dennoch sollte man – gerade in der zeitlichen Nähe des Gedenktages des 20. Juli – die persönlichen Konsequenzen immer bedenken und sich fragen, ob man ihnen gewachsen ist. Vielleicht sollte man als Katholik auch bedenken, dass Gebet und vor allem das persönliche Aufopfern von Schmerz und Leid schon mehr Widerstand gegen das Böse bewirken können, als alles Reden. Jeder muss in sich hineinhören, was das Gewissen ihm aufträgt. So haben es die Männer und Frauen des 20. Juli gehalten. Und weil sie ihrem Gewissen, Ihrer inneren Stimme, der Stimme Gottes folgten, deshalb konnten sie auch die Verfolgung und das Martyrium nicht nur ertragen, sondern in Zuversicht und in der Gewissheit, das richtige getan zu haben, fast glückvoll annehmen.

  21. @sabine
    @ Geschwister die innerlich zerrissen sind
    Sucht einen Pater der die alte Messe liest oder der Petrus Bruderschaft oder noch besser der Piusbruderschaft. Bei letzterer ist der Wurm zwar auch drin (Freimaurer u oder Freidenker sind überall), aber ich meine die meisten orthodoxen Priester sind wohl dort zu finden … Außerdem wenn ich einem häretischen Papst nicht folge, dann liegt das Recht die Pflicht und der Segen auf meiner Seite.

  22. @Romtreu

    Sie schreiben an einer Stelle, dass Sie Theologiestudent sind.
    Darf ich fragen:
    Sind Sie Jesus-verliebt oder Papst-Franziskus-verliebt?
    Beides kann nicht sein, denn es verträgt sich nicht.

    Wenn Sie wirklich Jesus-verliebt sind, dann fragen Sie sich doch jedesmal, wenn Papst Franziskus etwas sagt oder tut: Hätte Jesus dies auch so gesagt oder so getan? Überprüfen Sie die Antwort, zu der Sie gelangen. Suchen Sie die Wahrheit in der Heiligen Schrift.

    Gott mit Ihnen!

  23. Überhaupt zu viel Gerede und Herumschmeißerei mit mehr oder weniger theologischen und sonstigen Begriffen bringt nicht weiter. Der Katholik in der Reihe neben uns braucht unsere Ansage unverblümt.

  24. @Suarez, zu Ihrem weiter oben stehenden Artikel:
    Trösten Sie sich, Sie sind nicht der einzige, der von kath.net gemobbt wird und wurde, obwohl Sie immer gute und sehr gute Analysen geschrieben hatten. Tja, M. Schneider-Flagmeyer (Forum deutscher Katholiken) müßte man heißen.
    Ich habe alles genau verfolgt etwa die Angelegenheit „Tebartz-van-Elst“. Ich sage Ihnen eines: ich hatte, wie Sie, in vielen statements, den Limburger Bischof verteidigt. Aber mir ist seit längerem klar geworden: kath.net hatte kein Interesse daran, daß dem Bischof Gerechtigkeit zukommt. Es war von kath.net ein gut Stück Heuchelei.
    Ich glaube, @Suarez, kath.net auch nicht, daß es sich wirklich für die Lehre der Kirche hinsichtlich einer Unmöglichkeit des Kommunionempfangs für sog. wvh. Gecshiedene einsetzt. Auch das sieht nur so aus und ist doch viel blabla. Dem @gandalf, dem großen Zensor dort, glaube ich gar nichts mehr.

    Ein kath.net mobbing-Opfer.

  25. Liebe Kommentatoren,
    dürfen wir nicht dankbar sein, dass der arrogante Theologiezwerg „Romtreu“ so glasklar aufgezeigt hat, wie richtig wir doch alle liegen und wie abschreckend die Vorstellung ist, so einen als pastoralen Oberlehrer vorgesetzt zu bekommen? Genau das sind die Typen, die mit ihrer überheblichen und rechthaberischen Art dafür sorgen, dass ich ständig an die Grenzen meiner Nächstenliebe gelange und beichten muß. Dieser Bergoglioanbeter hat mit Sicherheit den Mund nicht aufbekommen, wenn es darum ging, S.H. Papst Benedikt in Schutz zu nehmen. Und wir dürfen sicher sein, dass so einer steile Karriere im System Bergoglio macht. Wie tief sind wir gesunken !

    • wenn man den Beitrag von „Romtreu“ liest, dann kommt man zu dem Schluß, daß er mehr Soziologe als Theologe ist… Phrasen wie „pastoraler Zugang“ heißen in der Schulpädagogik „dort abholen, wo er steht“, heißt im Endeffekt, nur ja nix fordern, keine Leistung, keine Regel und um Gottes Willen bitte nicht urteilen…

      Geurteilt wird nur, wenn „Romtreu“ uns die Meinung geigt oder jemand Zulauf hat, der nicht auf der Friede, Freude, Tortilla (Eierkuchen auf argentinisch) Linie liegt…

  26. Eigentlich sollten wir “ Romtreu“ dankbar sein, da er doch ein Spiegelbild der heutigen theologischen Hochschulen ist , und uns somit zeigt wessen Geist dort herrscht. Im ersten Moment möchte man ihn bedauern, aber in der heutigen Zeit werden solch Charakteren zu den theolog. Fakultäten angezogen , wie die Motten vom Licht.
    Mir graut es jetzt schon was da noch auf uns zukommt. Romtreu und Co. kann ich nur dringend empfehlen die Biographie der
    Heiligen zu lesen und in seinem Fall besonders die des Pfarrer von Ars. Es ist nie zu spät.

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