Kardinal Lehmann meint die deutschen Bischöfe tun genug für das ungeborene Leben

Kardinal Karl Lehmann ist dem von Lebensschützern erhobenen Vorwurf entgegengetreten, die deutsche Kirche tue zu wenig für den Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens. In eine am Dienstag vorab veröffentlichten Beitrag für die Mainzer Bistumszeitung Glaube und Leben warnt der Mainzer Bischof davor, die seiner Ansicht nach notwendige Stärkung des Bewußtseins für den Lebensschutz mit „unglücklichen Polarisierungen“ zu verbinden.

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Shuca

„Kardinal Lehmann meint also wiedermal.“
Glaubt der überhaupt an Christus?
http://hpd.de/node/1361

Tradidi

So ein Geschwätz! Die Tatsache, dass 1000plus in einigen Bistümer verboten wurde zeigt, dass die DBK eben nicht genug für den Schutz der Ungeborenen tut.

Aber was will man von Bischöfen erwarten, die, entgegen der päpstlichen Anordnung, weiter in der „Schwangerenkonfliktberatung“ geblieben sind und erst nach einer drohenden Kriegserklärung des Heiligen Stuhles an Deutschland (gewollte Übertreibung!) aussteigen mussten.

defendor
Warnung vor einer „unglücklichen Polarisierung“? Was soll das denn schon wieder heissen? Kann überhaupt für den Schutz von ungeborenen beseelten Kindern tatsächlich „genug getan“ werden ? Wohl kaum, zumal gerade das fast schon beschämende diesbezügliche Leisetreten gerade auch einiger Hirten der Kirche einer schleichenden Kapitulation vor dem „humanen“ Vernichtungsprogramm gleichkommt. Niemals kann „genug getan“ werden, um ungeborene beseelte Kinder vor der modernen „human“ ummäntelnden brutalen Vernichtungsmaschinerie in neonbeleuchteten Vernichtungsanstalten zu bewahren. Wem dann als Hirte nichts Besseres einfällt als ein Seitenhieb auf die unerschütterlichen Lebensschützer, dem wäre Anschauungsunterricht angeraten wie sich ein tatsächlicher Einsatz für das ungeborene beseelte Kind anhört;… weiter lesen »
zeitschnur
„Polarisierung“? – Worin besteht die? Meint er, es werde scharf unterschieden zwischen denen, die dem ungeborenen Leben absoluten Vorrang gebe und denen, die dies nicht tun? Nein – er muss meinen, dass die Mehrheit der Menschen, die dem Leben nicht den absoluten Vorrang geben, nicht bloßgestellt werden dürfen durch die Minderheit derer, die dem Leben den Vorrang geben wollen und dies – wie ich aus eigener Kenntnis vieler Frauen und Männer weiß, deren Kinder abgetrieben wurden – auch nicht mehr können. Es hängt eine komplette Weltsicht, es hängt eine freie Perspektive auf den Vorrang des schwächsten Lebens, an der Fühigkeit… weiter lesen »
zeitschnur
Manchmal werde ich müde, weil ich genau sehe, dass die Problematik der Abtreibung an so vielem hängt und keineswegs ein modernes Problem ist, und schon gar nicht nur ein westliches. Die Frau kann ein unbeschwertes Ja zu ihren Kindern nur dann finden, wenn man sie nicht permanent auf den Prüfstand als Frau stellt. Nun ist hinsichtlich der Frau einfach niemals ein gesundes Maß eingekehrt. Solange man dem unsäglichen, eigentlich dümmlich-dreisten Geschwätz über „echte Frauen“, die nicht geeignet für die Universität seien, eines Bischofs Williamson huldigt, einen Prälat Mäder für einen Glaubenshelden hält, der „das Weib“ zur Projektionsfläche eines krankhaften maskulinen… weiter lesen »
Chlodwig

Personen wie Weihbischof Williamson sehen sehr wahrscheinlich den Fakt, daß die Sozialisten bereits seit über 100 Jahren Frauen als „revolutionäres Subjekt“ betrachten, das es zu „befreien“ gelte. Selbstverständlich ist harte Opposition gegen diese Irrlehrer angebracht, doch nicht immer ist das 100-prozentige Gegenteil der richtige Weg. Weder sollen Frauen in lauter Führungspositionen vermännlicht werden noch zwangsweise auf die Rolle als Hausweibchen ähnlich wie im Mohammedanismus festgelegt werden.

zeitschnur
@ Chlodwig Wenn Bischof W. das gemeint haben sollte und nicht das, was er gesagt hat, warum hat er dann nicht das gesagt, was Sie sagen? Es gibt da eine gewisse Website, ganz schwarz hinterlegt, was einen entsprechenden Eindruck hervorruft, da können Sie die Früchte solch bischöflichen Unsinns, angereichert mit Mäderei lesen, dass es – ich gestehe es offen – mir peinlich ist. Man muss sich für manche Katholiken schämen. Für ihre Verfinsterung und ihre Dummheit. Und immer haben Sie als Leser den Eindruck, hier vollziehe sich ein perfektes Beispiel für das Gleichnis vom Splitter und vom Balken: die Frau… weiter lesen »
Chlodwig

Wikipedia zur Ansicht Karl Rahners zum Thema pränataler Mord:

Trotzdem neigte im 20. Jahrhundert der bedeutende neuscholastisch geprägte Jesuit Karl Rahner weiterhin zur Sukzessivbeseelung: „Auch aus dogmatischen Definitionen der Kirche ist nicht zu entnehmen, daß es gegen den Glauben wäre, wenn man annähme, daß der Sprung in die Geist-Person erst im Lauf der Entwicklung des Embryo geschieht. Kein Theologe wird behaupten, den Nachweis führen zu können, daß Schwangerschaftsunterbrechung in jedem Fall ein Menschenmord ist.“ (Karl Rahner: Dokumente der Paulusgesellschaft. Band II, 1962, S. 391 f. Hochspringen)

Noch Fragen?

Müller

Nicht nur kein Theologe, sondern auch keiin PAPST hat dies jemals behauptet. Insofern ist Karl Rahner hier einmal uneingeschränkt Recht zu geben. Zur üblichen Rahner-Häresienjagd taugt dieses Zitat wirklich nicht.

Ariel

Entlarvend ist der Begriff „Schwangerschaftsunterbrechung“. Wer solches Vokabular verwendet ist ein Unmensch. Rahner war ein böser Mann.

Chlodwig

Genau, allein dieser Begriff lädt förmlich zur Häresie ein.

magda

nicht mal bei einem Marsch für das Leben sah ich einen unserer Diezösanbischöfe mitlaufen. Wäre das etwas auch eine sog. unglückliche Polarisierung?

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