Kardinal Lehmann meint die deutschen Bischöfe tun genug für das ungeborene Leben

Kardinal Karl Lehmann ist dem von Lebensschützern erhobenen Vorwurf entgegengetreten, die deutsche Kirche tue zu wenig für den Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens. In eine am Dienstag vorab veröffentlichten Beitrag für die Mainzer Bistumszeitung Glaube und Leben warnt der Mainzer Bischof davor, die seiner Ansicht nach notwendige Stärkung des Bewußtseins für den Lebensschutz mit „unglücklichen Polarisierungen“ zu verbinden.

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12 Comments

  1. So ein Geschwätz! Die Tatsache, dass 1000plus in einigen Bistümer verboten wurde zeigt, dass die DBK eben nicht genug für den Schutz der Ungeborenen tut.

    Aber was will man von Bischöfen erwarten, die, entgegen der päpstlichen Anordnung, weiter in der „Schwangerenkonfliktberatung“ geblieben sind und erst nach einer drohenden Kriegserklärung des Heiligen Stuhles an Deutschland (gewollte Übertreibung!) aussteigen mussten.

  2. Warnung vor einer „unglücklichen Polarisierung“? Was soll das denn schon wieder heissen? Kann überhaupt für den Schutz von ungeborenen beseelten Kindern tatsächlich „genug getan“ werden ? Wohl kaum, zumal gerade das fast schon beschämende diesbezügliche Leisetreten gerade auch einiger Hirten der Kirche einer schleichenden Kapitulation vor dem „humanen“ Vernichtungsprogramm gleichkommt. Niemals kann „genug getan“ werden, um ungeborene beseelte Kinder vor der modernen „human“ ummäntelnden brutalen Vernichtungsmaschinerie in neonbeleuchteten Vernichtungsanstalten zu bewahren. Wem dann als Hirte nichts Besseres einfällt als ein Seitenhieb auf die unerschütterlichen Lebensschützer, dem wäre Anschauungsunterricht angeraten wie sich ein tatsächlicher Einsatz für das ungeborene beseelte Kind anhört; so etwa in diesem Auszug einer Predigt von Hw Werenfried, dem Begründer von „Kirche in Not“:
    -

    Rettet die ungeborenen Kinder“ !

    Die scheußlichste Sünde, die jetzt auch in der christlichen Welt begangen wird,
    ist der millionenfache Mord am ungeborenen Leben.
    Falls es nicht gelingt, dieses Blutbad aufzuhalten,
    werden letzten Endes die Barbaren kommen, um unsere Tabernakel zu zerschlagen.
    Denn Jesus weigert sich, in unseren Tabernakeln zu wohnen,
    wenn er nicht in unseren Herzen wohnen kann, weil wir uns weigern,
    ihn in den Geringsten der Seinen bei uns aufzunehmen.

    Wie viele Männer und Frauen müssen den Kopf senken,
    wenn die alte Geschichte der unschuldigen Kinder erzählt wird?
    Den Müttern von Bethlehem wurden die Kinder mit Gewalt aus den Armen gerissen.
    Aber was tun Millionen Väter und Mütter im christlichen Westen und im heiligen Russland? Tausende Männer lassen sich sterilisieren.
    Mit Pillen und Chemikalien oder Spiralen – wie mit Rattengift und Mausefallen – wehren Frauen sich gegen das von Gott gewollte Leben.

    Oder sie betreten den
    Pfad des Meuchelmordes und töten,
    was schon im Mutterschoß zu leben begonnen hatte.
    Viele Staaten haben diese Schlachterei genehmigt.
    Sie wird von der Krankenkasse bezahlt.
    Aber das Blut der ermordeten Kleinen schreit laut zum Himmel und ihre Klagen werden vernommen vor dem Angesicht des gerechten Gottes.

    Gott ist der Freund dieser Kleinen.
    Darum will Er, dass man den Kindern, denen das Himmelreich gehört, nicht verwehre,
    zu Ihm zu kommen. Jesus liebte sie so über alle Maßen,
    dass er sich mit ihnen identifizierte. Er sagte:
    “Wer ein solches Kind in Meinem Namen aufnimmt, nimmt Mich auf.
    Wer einem dieser Kleinen Ärgernis gibt, dem ist es besser, dass er mit einem Mühlstein am Hals in die Tiefe des Meeres versenkt wird.”
    Dieses Wort ist so definitiv und unumstößlich.

    “Das Recht auf Leben ist absolut”

    Nie kann es die Kirche dulden,
    dass ungeborene Kinder für vogelfrei erklärt werden,
    wie es die UNO-Kommission für die Rechte des Kindes tat, als sie 1988 beschloss,
    dass die Ungeborenen künftig nicht mehr erwähnt werden,
    wenn von Menschenrechten die Rede ist,
    oder mit der gottlosen Entscheidung der Konferenz von Kairo einverstanden sein,
    welche den Mord an den ungeborenen Babys als legales Mittel der Bevölkerungsplanung zu fördern vorhat!

    Das Recht auf Leben ist absolut.
    Nach den liberalisierten Abtreibungsgesetzen ist es relativ geworden.
    Es beruht nicht mehr auf der Tatsache,
    dass dieser Mensch existiert,
    sondern
    es wird ihm nur zuerkannt,
    wenn er für seine Eltern “zumutbar” ist und bestimmten Normen der geistigen und der körperlichen Vollkommenheit oder des wirtschaftlichen Nutzens entspricht.
    [….]
    -

    Die gesamte Predigt:

    http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2009/12-28-rettet-die-ungeborenen-kinder-pater-werenfried-predigt
    -

  3. „Polarisierung“? – Worin besteht die? Meint er, es werde scharf unterschieden zwischen denen, die dem ungeborenen Leben absoluten Vorrang gebe und denen, die dies nicht tun?
    Nein – er muss meinen, dass die Mehrheit der Menschen, die dem Leben nicht den absoluten Vorrang geben, nicht bloßgestellt werden dürfen durch die Minderheit derer, die dem Leben den Vorrang geben wollen und dies – wie ich aus eigener Kenntnis vieler Frauen und Männer weiß, deren Kinder abgetrieben wurden – auch nicht mehr können.
    Es hängt eine komplette Weltsicht, es hängt eine freie Perspektive auf den Vorrang des schwächsten Lebens, an der Fühigkeit und dem Willen, es überhaupt als vorrangig zu erkennen.
    Lehmann ist durchdrungen von Menschenfurcht, nichts weiter als Menschenfurcht.

    • Manchmal werde ich müde, weil ich genau sehe, dass die Problematik der Abtreibung an so vielem hängt und keineswegs ein modernes Problem ist, und schon gar nicht nur ein westliches.

      Die Frau kann ein unbeschwertes Ja zu ihren Kindern nur dann finden, wenn man sie nicht permanent auf den Prüfstand als Frau stellt.
      Nun ist hinsichtlich der Frau einfach niemals ein gesundes Maß eingekehrt.
      Solange man dem unsäglichen, eigentlich dümmlich-dreisten Geschwätz über „echte Frauen“, die nicht geeignet für die Universität seien, eines Bischofs Williamson huldigt, einen Prälat Mäder für einen Glaubenshelden hält, der „das Weib“ zur Projektionsfläche eines krankhaften maskulinen Dominanzwahnes machte, ausgenommen Maria, die aber quasi als hehre Waffe gegen den Rest der Frauen eingesetzt wird, der nur durch männliche Dominanz davor bewahrt wird, die Welt zugrunde zu richten, außerbiblische esoterische Lehren aufbrachte und im übrigen für alle, die nicht seinen Gedanken folgen wollten, das Rederecht politisch verbieten wollte, eine brutale Einschränkung der Pressefreiheit und die „Internierung in Staatsgefängnissen“ für Künstler und Philosophen, gnädigerweise bei guter Verpflegung – auch hier schon ein Traditionalist, bei dem Wahres mit maniriert-Wahnsinnigem eine hochexplosive Mischung erzeugt hat. „Der Baum der Menschheit sollte durch das revolutionäre Sündengift des Weibes derart widergöttlich durchseucht werden, dass er unfähig würde, die Edelfrucht des Christkönigszu tragen.“ (R. Mäder) Mit Verlaub – das ist krankhaft und im übrigen außerbiblisch und klingt nach Nietzsche und Satanismus. Warum gehen der „Tradition“ bei solch teuflischen Sätzen nicht alle Warnlampen an?

      Viele junge Leute wissen nicht mehr, dass solche geistigen Zustände in der Kirche viele dazu gebracht haben, sich an den Kopf zu langen und den Hut zu nehmen. Wenn ich mit alten Katholiken rede, wird eben auch oft dieser Wahnisnn benannt, der viele bedrückt und gequält hat.
      Wie sollen Frauen von solchen hasserfüllten Priestern auch erfahren, wie der Herr mit den Frauen umging – mit ihnen stundenlang redete, sie achtete und in keiner Weise vom Geist her anders ansah als Männer? Das bezeugt jedenfalls das Evangelium.
      Es ist wirklich die Frage der Fragen: Hat der Klerus mit der Gestaltung der katholischen Lebensrealität wirklich in der Hochachtung vor der Frau auch das Kind hochgeachtet oder nicht doch allzu oft in der Herabstufung der Frau automatisch, unweigerlich und mit klarer Logik auch das kleine Menschenleben abgewertet?
      Das eine ist unlösbar mit dem andern verbunden. Der heutige Zustand kommt ja nicht aus dem Nichts oder gar aus einer heilen und „guten alten Zeit“. Gott hätte Sodom gerettet, wenn nur 10 Gerechte gewesen wären. Er hätte auch dies von uns abgehalten, wenn in der Kirche diese 10 Gerechten gewesen wären.

      Kardinal Lehmann gleitet an der tiefen Problematik ab, die hier zutage tritt. Aber ist es wirklich nur er?

      • Personen wie Weihbischof Williamson sehen sehr wahrscheinlich den Fakt, daß die Sozialisten bereits seit über 100 Jahren Frauen als „revolutionäres Subjekt“ betrachten, das es zu „befreien“ gelte. Selbstverständlich ist harte Opposition gegen diese Irrlehrer angebracht, doch nicht immer ist das 100-prozentige Gegenteil der richtige Weg. Weder sollen Frauen in lauter Führungspositionen vermännlicht werden noch zwangsweise auf die Rolle als Hausweibchen ähnlich wie im Mohammedanismus festgelegt werden.

      • @ Chlodwig

        Wenn Bischof W. das gemeint haben sollte und nicht das, was er gesagt hat, warum hat er dann nicht das gesagt, was Sie sagen?
        Es gibt da eine gewisse Website, ganz schwarz hinterlegt, was einen entsprechenden Eindruck hervorruft, da können Sie die Früchte solch bischöflichen Unsinns, angereichert mit Mäderei lesen, dass es – ich gestehe es offen – mir peinlich ist. Man muss sich für manche Katholiken schämen. Für ihre Verfinsterung und ihre Dummheit. Und immer haben Sie als Leser den Eindruck, hier vollziehe sich ein perfektes Beispiel für das Gleichnis vom Splitter und vom Balken: die Frau wird panisch zusammengetreten, angeblich eben um sie und den Rest der Menschheit vor dem „Sündengift des Weibes“, ausgenommen natürlich Maria, zu „schützen“. Dass aber fast das ganze Elend der Menschheit aktiv von Männern erfunden, konzipiert und durchgeführt wird, einschließlich der politischen Verurteilung und Hinrichtung Jesu, an der buchstäblich keine einzige Frau aktiv mitgewirkt hat, dafür aber Frauen aktiv für IHN gesprochen haben, mahnend und groß das Beispiel der Frau Pilatus, dass auch Adam gesündigt hat, und dies aus freien Stücken, das scheint uns die Schrift nicht überliefert zu haben. Die reale Frau wird dem Reich der Finsternis zugeschlagen, Maria als einzige der Himmelswelt, und dazwischen hängen die armen Männer, an deren schweren Sünden, einschließlich der Sinnlichkeit – auch das der einsame Sündenfall der Frau, wenn man einem Mäder glauben will – „das Weib“ schuld ist. Vergessen all die Vergewaltigungen und Prostitutionen – „das Weib“ ist Opfer und Täter zugleich.

        Sie dagegen schreiben ja eher, dass wiederum Männer die Frau als passendes Objekt, um maskuline Ambitionen durchzsetzen, verführt hätten. Sie drücken damit das genaue Gegenteil dessen aus, was inzwischen auf traditionalistischen Websites dikutiert wird. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie wissen, worauf ich angespielt habe.
        Auf jeden Fall werden Frauen auf diese Weise haufenweise vom Glauben abgehalten und dazu erzogen, dass sich der Mann zwischen sie und Gott in einer Weise stellt, dass man das überlieferte Heilsgeschehen, gerade in der Gottesmutter sichtbar, nicht mehr erkennen kann. Es ist fast satanisch! Und diese satanische Linie ist schon seit Anbeginn des Christentums da.
        Neulich sprach hier einer im Forum vom Klemensbrief Nr. 1. Ich hab ihn daraufhin noch mal gelesen. Auch in diesem Brief mussten die Männer gemahnt werden, die Frauen anzuerkennen, denen bescheinigt wird, dass sie durch den Glauben und durch gute Bildung dieselben starken Taten wie Männer aufweisen.
        Die Unterwerfung einer schwangeren Frau unter fremde Interessen aller Art (auch fromme!) ist das schlimmste und erniedrigendste Kapitel, das die Weltgeschichte kennt.
        Jesus steht vor mir – Er, der die Frau sehr liebt und in der Frau, in der ER sich verbarg, sicherlich alle Frauen sah und nicht nur Maria als „Gegenfrau“ zur realen Frau, ist die Sehnuscht der verzweifelten schwangeren Frau. ER!

  4. Wikipedia zur Ansicht Karl Rahners zum Thema pränataler Mord:

    Trotzdem neigte im 20. Jahrhundert der bedeutende neuscholastisch geprägte Jesuit Karl Rahner weiterhin zur Sukzessivbeseelung: „Auch aus dogmatischen Definitionen der Kirche ist nicht zu entnehmen, daß es gegen den Glauben wäre, wenn man annähme, daß der Sprung in die Geist-Person erst im Lauf der Entwicklung des Embryo geschieht. Kein Theologe wird behaupten, den Nachweis führen zu können, daß Schwangerschaftsunterbrechung in jedem Fall ein Menschenmord ist.“ (Karl Rahner: Dokumente der Paulusgesellschaft. Band II, 1962, S. 391 f. Hochspringen)

    Noch Fragen?

    • Nicht nur kein Theologe, sondern auch keiin PAPST hat dies jemals behauptet. Insofern ist Karl Rahner hier einmal uneingeschränkt Recht zu geben. Zur üblichen Rahner-Häresienjagd taugt dieses Zitat wirklich nicht.

    • Entlarvend ist der Begriff „Schwangerschaftsunterbrechung“. Wer solches Vokabular verwendet ist ein Unmensch. Rahner war ein böser Mann.

  5. nicht mal bei einem Marsch für das Leben sah ich einen unserer Diezösanbischöfe mitlaufen. Wäre das etwas auch eine sog. unglückliche Polarisierung?

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