Ehemaliger Ordensoberer der Legionäre Christi liegt im Sterben


Alvaro Corcuera, 2005-2014 Generaldirektor der Legionäre Christi liegt im Sterben
Alva­ro Cor­cuera, 2005–2014 Gene­ral­di­rek­tor der Legio­nä­re Chri­sti liegt im Sterben

(Mexi­ko-Stadt) Pater Alva­ro Cor­cuera Mar­ti­nez del Rio, von 2005–2014 Gene­ral­obe­rer der Legio­nä­re Chri­sti durch­lebt „die letz­ten Tage“ sei­nes irdi­schen Daseins. Dies teil­te Pater Jai­me Rodri­guez LC in einem Schrei­ben mit und bat die Gläu­bi­gen um das Gebet für den erst 56 Jah­re alten ehe­ma­li­gen Ordensoberen.

2005 folg­te Cor­cuera dem Ordens­grün­der Mar­cial Maciel Degollado im Amt des Gene­ral­di­rek­tors. Maciel war noch 2005 im Amt des Ordens­obe­ren bestä­tigt wor­den, muß­te jedoch mit der Wahl von Papst Bene­dikt XVI. zurück­tre­ten und wegen schwer­wie­gen­der Ver­ge­hen ein Leben des Gebets und der Buße füh­ren. Die Aus­übung sei­nes Prie­ster­tums war ihm unter­sagt wor­den. Pater Cor­cuera über­nahm damals die Ordens­lei­tung des wegen des unwür­di­gen Lebens­wan­dels sei­nes Grün­ders in eine schwe­re Kri­se gestürz­ten Ordens. Ein Amt, das er auch wäh­rend der kom­mis­sa­ri­schen Ver­wal­tung des Ordens (2010–2014) unter der Auf­sicht des Apo­sto­li­schen Dele­ga­ten Kar­di­nal Vel­asio De Pao­lis aus­üb­te und einen wesent­li­chen Bei­trag zu einem Neu­an­fang für den Orden leistete.

Ein Ger­hirn­tu­mor zwang Pater Cor­cuera 2012 auf die Aus­übung des Amtes zu ver­zich­ten, das er nomi­nell aber bei­be­hielt. Sei­ne Auf­ga­ben über­nahm der Gene­ral­vi­kar des Ordens, der Deut­sche Pater Syl­ve­ster Frei­herr Hee­re­man van Zuydtwyck.

Im Janu­ar 2014 wähl­te das Gene­ral­ka­pi­tel des Ordens eine neue Ordens­lei­tung, womit die kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung durch den Hei­li­gen Stuh­le ende­te. Seit­her führt der wie Cor­cuera in Mexi­ko-Stadt gebo­re­ne Pater Edu­ar­do Robles Gil Orva­ña­nos den Orden. Er befin­det sich der­zeit in Mexi­ko an der Sei­te sei­nes im Ster­ben lie­gen­den Vor­gän­gers Cor­cuera, wie Pater Rodri­guez schreibt.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Regnum Christi