Die Institution der Heiligsprechung verkommt zur weiteren Pseudo-Veranstaltung – getreu dem Motto „Brot und Spiele“

Papa-no-fracking-final-001-302x289Sind wir, mit der kürzlichen Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. sowie der bevorstehenden Seligsprechung von Papst Paul VI. an jenem Punkt angelangt, „an dem die Wahl zum Petrusamt schlechthin ein Signal für Gottesfurcht ist, die Garantie für eine spätere Seligsprechung? Wird jeder Papst seinen Vorgänger heiligsprechen – oder zwei oder drei – mit der unausgesprochenen Annahme, daß sein eigener Nachfolger das Kompliment erwidert? Ist die Wahl ein Schuldschein, formuliert in weißem Rauch und bei Tod einzulösen für die öffentliche Erhebung in den Rang eines Heiligen?“ So fragt Maureen Mullarkey in einem Beitrag, der am Montag, 12. Mai 2014, auf der Internetseite des monatlich in gedruckter Form erscheinenden Magazins „First Things“ erschienen ist. „First Things“ steht dabei keineswegs im Verdacht, redaktionell besonders konservativ oder gar traditionalistisch ausgerichtet zu sein.

Durch die Medien, schreibt Mullarkey, werde der Anschein oder die Aura von Heiligkeit vermittelt, durch den nicht nur einfache Gläubige, sondern auch ihre Hirten leicht zu beeindrucken seien. Dies führe zu der Illusion, daß schließlich jede päpstliche Meinung als Prophetenwort angesehen werde. Die Doppel-Heiligsprechung am Weißen Sonntag auf dem Petersplatz sei eine verfrühte Verklärung der beiden Päpste gewesen, „ein Schauspiel synthetischer Frömmigkeit, das inszeniert wurde für den unmittelbaren Medienkonsum.“

Es bestehe die Gefahr, daß die Institution der Heiligsprechung zu einer weiteren Pseudo-Veranstaltung verkomme, welche – getreu dem Motto „Brot und Spiele“ – einer durch virtuelle Realität berauschten Kultur hingeworfen werde. So sei in den letzten Jahrzehnten das Papsttum immer mehr zu einem Spektakel geworden, während andererseits Kirchen leerstehen und die Meisterwerke christlicher Architektur und Kunst nur mehr für Touristen relevant sind.

Auf den Promi-Status von Papst Franziskus bezogen schreibt Mullarkey: „Wie jeder politisch aufgeweckte Showman bedient er sich der Kamera für sorgfältig geplante Fototermine.“ Beispielsweise habe sich der Heilige Vater im November mit einem T-Shirt ablichten lassen, das Position beziehe gegen Fracking, womit er „aktivistischen Filmemachern jene Art von Unterstützung zuerkannte, die wir von Yoko Ono und Matt Damon erwarten“. Doch nicht nur die Gebärden des Papstes sehen sich der spitzen Feder von Maureen Mullarkey hilflos ausgesetzt: „Medienbewußte symbolische Gesten spiegeln sich wider in einer dünnen, unpräzisen Rhetorik, die ein Gefäß ist für welche Bedeutung auch immer die Öffentlichkeit hineinfallen läßt.“

Die jüngsten Äußerungen des Papstes – er sprach von einer „Wirtschaft der Ausschließung“ – bei seinem Treffen mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, seien nur ein Beispiel unter vielen. Darüber hinaus sei jedoch problematisch gewesen, daß Franziskus jene Bemerkung mit einer sozialistisch anmutenden Forderung nach „legitimer Umverteilung von Vermögenswerten“ verknüpft habe. „Päpstlicher Messianismus, unterstützt durch einen Kompetenzmangel in wirtschaftlichen Fragen, ist der Weg zu einer wohlbekannten Hölle, wie fein er auch mit guten Absichten gepflastert sein mag.

Text: M. Benedikt Buerger
Bild: Sonia Goicoechea

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syntyche

Shalom !
Eigentlich ist dieser Gang des mystischen Leibes Christi nach Golgatha schon 1917 in
Fatima dem beharrlichen Gebet anempfohlen worden. Anna Katharina Emmerich erhielt
schon am 13. Mai 1820 die Gnade, in einer Vision exakt den heutigen Zustand des mystischen
Leibes Christi mit Schmerz erfülltem Herzen zu sehen.
Es bleibt – wie vor 2000 Jahren – die sichere Hoffnung auf den herrlichen Ostermorgen.
Shalom !

Frank Bell

Zitat:
„Wird jeder Papst seinen Vorgänger heiligsprechen – oder zwei oder drei – mit der unausgesprochenen Annahme, daß sein eigener Nachfolger das Kompliment erwidert?“(Zitatende)

Ist doch SUPER!!!

Da eine Heiligsprechung unfehlbar ist (was auch der Standpunkt der FSSPX ist), ist das DIE GARANTIE DAFÜR, dass diese Päpste auf jeden Fall in den Himmel kommen.

Warum ist man nicht früher darauf gekommen?

Zeitlos
Es darf daran erinnert werden: Die Massenheiligsprechungen, die Johannes Paul II. vornahm, waren schon mehr als fragwürdig. Sie waren ihrer Zahl nach geradezu inflationär. Die Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II., die bevorstehende Seligsprechung Paul VI., dienen einem ganz bestimmten Zweck, sie gehen über die sentimentale Art der Heiligsprechungen Johannes Paul II. hinaus: Das II. Vatikanische Konzil, das ausdrücklich keine Dogmen verkünden wollte, soll zum Superdogma erhoben werden. Nicht mehr in Frage gestellt werden dürfen wegen seiner heiligen und dem seligen Protagonisten. Johannes XXIII. und Paul VI. sind die Konzilspäpste, Johannes Paul II. war ein Konzilsvater, der an… weiter lesen »
michael

Da haben Sie Recht !

Schneeflöckchen

> Die Allerlösungstheorie Johannes Paul II. ist eine gefährliche Irrlehre,
> die durch die traditionalistischen Anteile des Papstes verdeckt und
> nicht erkannt wurde

Johannes Dörmann hat die Nähe zur Allerlösungslehre in der Lehre JP2s ausführlich herausgearbeitet: „Johannes Paul II. Sein theologischer Weg zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi“

Sarah

Heiligsprechung sind Akte des unfehlbaren Lehramtes.

Im Mittelalter gab es übrigens – unter Päpsten wie Gregor VIII. – die Meinung, das Papstamt verleihe automatisch eine Würde und Heiligkeit.

Leo Laemmlein
Sarah, und gerade weil das so ist, so argumentieren die Sedisvakantisten, kann es kein Papst sein, der einen Papst wie Johannes Paul II. heiligspricht. (Wobei freilich diese Heiligsprechung eine Konsequenz aus der vorangegangenen Seligsprechung durch Papst Benedikt XVI. war.) Johannes Paul II. gab schreckliche Ärgernisse, im Namen seines Amtes – und so was ist nicht heilig, und so einer ist nicht heilig! Johannes Paul II. tat genau das, was der Apostel Paulus in Gal 1,8 verfluchte: er predigte ein anderes Evangelium. Die Assisi-Greuel waren keine Ausrutscher, sie waren Folgen seiner Theologie und Höhepunkte seiner Politik. In 2 Kor 6,14 sagt… weiter lesen »
Frank Bell

Der Papst IST der Vikar Christi auf Erden.

Was er bindet, bleibt im Himmel gebunden, was er löst, bleibt im Himmel gelöst.

DAS IST SO!!!

Egal, ob es einem gefällt oder nicht.

Jesus Christus hat ganz persönlich dem Petrus und seinen Nachfolgern diese Machtfülle gegeben. Ohne wenn und aber!

Leo Laemmlein

Ja, das ist so, w e n n er denn Papst ist.
Ein Häretiker und Apostat aber wäre kein Papst, auch wenn er eine Tiara auf dem Kopf trüge.

Leo Laemmlein
Der Papst ist der Stellvertreter Christi, aber der Papst ist nicht Christus. Der Papst steht unter dem göttlichen Gesetz. Nur dann, wenn der Papst unter dem göttlichen Gesetz steht und es schützt und wahrt und verteidigt, hat er Anspruch auf Gehorsam. Wenn ein Papst sich über das Gesetz Gottes stellten würde, es verachten und es leugnen würde, wenn er Ungehorsam gegen Gottes Gesetz befehlen würde: dann würde er zu einem Menschen der Gesetzlosigkeit. Vor dem Menschen der Gesetzlosigkeit, der in der Endzeit kommen wird und sich in den Tempel Gottes setzen wird und sich an Gottes Stelle anbeten lassen wird,… weiter lesen »
Armin
Leo Laemmlein: Sie stecken genauso in einem Dilemma wie viele andere vermutlich auch: Ist Franzskus wahrlich ein rechtmäßiger Papst. Nur solange dies nicht eindeutig beantwortet ist, sollten wir alles was „Franziskus“ von sich gibt und tut und im Sinne Gottes unseres Herrn, seines Heiligen Willens, der Glaubenslehre und der Heiligen Tradition seiner Einen, Heiligen, Katholischen und apostolischen Kirche ist, befolgen. Nur alles was diesen widerspricht ablehnen. Dabei überlege ich mir immer, kann ich mit Reinen GEWISSEN gegenüber Gott den Herrn und seiner Kirche, das selbe tun, sagen und wirken wie „Franziskus“ und wenn dann ein „Nein“ kommt bete ich zu… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Armin, ich sehe es ähnlich wie Sie. Obgleich ich die Haltung der Piusbruderschaft kritisere, komme ich selber derzeit nicht darüberhinaus. Selbst wenn er der Falsche Prophet ist, sehe ich mich nicht autorisiert, ihn als Papst zu verwerfen. Das müssen andere tun. Aber ich folge ihm nicht in den Abfall von Christus und in den Greuel der Interreligion. Die Schuld an dieser schismaähnlichen Situation kann ich aber nicht auf meiner bzw. unserer Seite erkennen (ich stehe ja hier nicht allein), sie liegt nach meinem Dafürhalten bei ihm.

Sarah

@ Frank Bell: Volle Zustimmung.

@ Leo Laemmlein: Sie sind also der Meinung, dass Franziskus kein Papst ist? Sie sind also Sedisvakantist?

Leo Laemmlein

Sarah,
das weiß ich nicht.
Ich kann Ihnen aber eine ganze Liste von Franziskus-Äußerungen geben, die ganz bestimmt nicht katholisch, und zum Teil nicht einmal christlich sind.
Die Schlussfolgerung aus diesem Befund habe ich noch nicht gezogen, außer der, dass ich diesem Papst in Dingen des Glaubens und der Moral nicht vertrauen und nicht folgen kann.

Sarah

„dass ich diesem Papst in Dingen des Glaubens und der Moral nicht vertrauen und nicht folgen kann“.

Lieber Leo,

das ist aber letztlich genau die Definition des Sedisvakantismus. Ich bete für Ihre Bekehrung zum reinen, wahren und katholischen Glauben und rufe die selige Jungfrau Maria und die Hl. Pius X. und Johannes XXIII. um Fürbitte an.

Markus

Sarah,
beten wir lieber gemeinsam dafür, dass sich die Konzilskirche zum reinen, wahren und katholischen Glauben bekehrt, von dem sie sich immer weiter entfernt.
Per Mariam ad Christum.

Methodus

Sarah,velleicht sollten sie auch nicht vergessen,ein Gebet für ihren eigenen Weg zum Gott,in etwas mehr Demut im Gluben an den einen Gott,seinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist….etwas weniger Selbstgerechtigkeit,vielleicht, ein bisschen der Barmherzigkeit,von der die heilige Schwester Faustyna schrieb…es ist sicherlich nicht so,das sie,als einzige ,Alles wissen,trotz ihrer Zitate a Franziskusvergötterung.

Leo Laemmlein
Sarah, wir werden das Problem durch eine Diskussion hier nicht klären können. Etwas vereinfacht ausgedrückt, ist für Sie dann etwas katholisch, wenn es der Papst sagt und tut; für mich ist jemand dann ein Papst, wenn das, was er sagt und tut, katholisch ist. Das sind unterschiedliche Ausgangspunkte und Bewertungskriterien. Normalerweise sollten diese Punkte identisch sein, heute liegt aber ein Abstand, vielleicht sogar eine Kluft dazwischen, leider, aber es ist nun mal so. Für mich –und viele Katholiken– ist diese Situation peinigend, aber doch nicht überraschend, weil der Herr Jesus Christus und die hl. Schriftsteller der Bibel sie für die… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Statt
„jemand (ist) dann ein Papst, wenn das, was er sagt und tut, katholisch ist. “
muss es richtig heißen:
„der Papst (ist) dann ein Papst, wenn das, was er sagt und tut, katholisch ist. “

Bitte um Entschuldigung für den Flüchtigkeitsfehler.

Regino
@ zeitlos Sie schreiben „Bergoglio mirt seinem Barmherzigkeitsfimmel“ und dieses bedarf einer Erklärung, weil es den Kern des Problems zwar anspricht, ihn aber im Grunde genommen verschleiert. Bergoglio benutzt immer wieder- zu jeder passenden und unpassendenGelgenheitr den Begriff der Barmherzigkeit . Er meint damit aber nicht den Begriff der christlichen Barmherzigkeit. der zwei Seiten derselben Medaille besitzt, nämlich die Werke der leiblichen und der geistigen Barmherzigkeit. Er definiert die Barmherzigkeit einzig als ein Allverzeihen, ohne Reue, ohne Busse und ohne den Willen zur Besserung. Dafür kennt er die Werke der geistigen Barmherzigkeit, zu denen die Ermahnung der Sünder gehört, nicht.“… weiter lesen »
Zeitlos
„Bergoglio benutzt immer wieder- zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Begriff der Barmherzigkeit.“ Richtig. Wobei die „Zärtlichkeit“ noch hinzu kommt. Doch ohne die Allerlösungstheorie würde Bergoglio nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Begriff der Barmherzigkeit Gottes zur Sprache bringen. Nach dieser Theorie, Häresie, liebt Gott die Menschen so überschwänglich, dass sie überhaupt nicht aus seiner Gnade fallen können. Die Erbsünde scheint es überhaupt nicht mehr zu geben. Die Erbsünde, die uns von Gott trennt, die uns der Gnade beraubt. Der Sündenfall unserer Stammeltern trennte uns – nach dieser Häresie – nicht von Gott. Die Liebe Gottes ist… weiter lesen »
IMEK
Zustimmung. Auffallend ist nicht nur der schwammige Gebrauch der Barmherzigkeit, sondern auch seine Rede von Heiligen und Heiligkeit. Papst Franziskus hat innerhalb von wenigen Monaten sechs Heiligsprechungen außerhalb der kanonischen Regeln bekanntgegeben. Ein nie gekannter Vorgang innerhalb so kurzer Zeit und weitere derartige Heiligsprechungen werden folgen. Hinweise für eine Banalisierung des Heiligen durch Papst Franz gibt es immer wieder. So sagte er beim Angelus Gebet an Allerheiligen voriges Jahr: „Die Heiligen s i n d wie wir, wie jeder von uns. Bevor sie die Herrlichkeit des Himmels erreicht haben, haben sie ein ganz normales Leben geführt: mit Freude, Leid und… weiter lesen »
Franzel

Papst Franziskus sollte nicht aufhören die Ungerechtigkeiten des (gnostischen) Wirtschaftssystems, auch Kapitalismus genannt, anzusprechen, auch anzuprangern. Natürlich gehts um eine gerechte Verteilung der Güter, die ja wesentlich die Güter Gottes sind und somit Geschenke. Es kann nicht sein, daß Europäer und Amerikaner, auch Japaner, Australier, zunehmend Araber und Chinesen den Großteil der Güter verbrauchen und verschleudern. Das sind schwere Sünden. Das Gleichnis Jesus vom reichen Prasser und armen Lazarus ist ein warnendes Beispiel.
Fracking ist komplett gegen die Natur, die Umwelt gerichtet. Es ist gut, dagegen zu protestieren.

Die Heiligsprechung der beiden Päpste ist voll in Ordnung.

Wickerl

tut er eh nicht, er hat den ukrainischen Ölfreakingpremier herzlich empfangen!

Sarah

@ Franzel

Als guter und treuer Christenmensch, für den Lehramtstreue kein leeres Wort ist, stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Ich mag mit dem einen oder anderen von Papst Franziskus nicht übereinstimmen – aber er ist rechtmäßig zum Papst gewählt und er hat kein Dogma geleugnet. Also ist er Papst. Mit allen Vollmachten.

Franzel
Danke für Ihre Antwort. Das sehe ich auch so wie Sie. Der Papst sagt (und tut auch) viel Gutes und Nachahmenswertes, wenn ich das als kleiner Christ überhaupt so sagen darf. Mit einigem habe ich auch Probleme und Bedenken, aber noch ist nicht aller Tage Abend. Denn ich kann nur sagen: hoffentlich ist bei mir selbst auch nicht aller Tage Abend, und ich weiß, daß man ohne die unverdiente Gnade Gottes verloren ist. Die Barmherzigkeit Gottes stellt Papst Franziskus sehr in den Mittelpunkt seiner Ansprachen, denn wer braucht die nicht gerade in unserer Zeitepoche, die offenkundig sehr vom Bösen heimgesucht… weiter lesen »
Wickerl

Durch eine Inflation ( Entwertung) der Heiligsprechungen ebnen sie den Boden für die Ökumene , dafür opferte man auch schon den Sühnesamstag und die Verehrung des Unbefleckten Herzens, und durch die Heiligsprechung von Johannes XXIII. Paul VI. und von Dr. Ratzinger als Konzilssekretär heilt man so gut es geht das Manko dass das 2. Vatikanum kein dogmatisches Konzil war und ist. Ob man bei Dr. Ratzinger es überhaupt erwarten wird können, bis dass er stirbt?

Wickerl

Hilfe ist in Sicht, wenn der Papst mit Antifrackingleibchen hantiert wird es bald um ihn geschehen sein. Es wird zu heftigen Unruhen im und um den Vatikan kommen und ein neuer Papst wird vom Geheimdienst eingesetzt werden, so wie Trutschin in Osteuropa , oder sein Freund Hatschnjuck

Zeitlos
@ Sarah Teilweise stimme ich Ihnen zu: Papst Franziskus ist zum Papst gewählt worden, obwohl die Umstände schon fragwürdig waren. Aber er ist Papst. Ob er es nicht ist, haben wir nicht zu entscheiden. Das ist ganz ALLEIN Sache des katholischen Lehramts, das zur Zeit zusammengebrochen ist. Nach der Lehre der katholischen Kirche können wir nicht den Papst für abgesetzt erklären, auch wenn er ein Häretiker ist. Sich das anzumaßen ist die Häresie der Sedisvakantisten. Wir zählen zur „hörenden Kirche“, wir unterstehen der Hierarchie. Es gibt keinen Fall, der es erlaubt, dass Mitglieder der „hörenden Kirche“ den Papst für abgesetzt… weiter lesen »
Leo Laemmlein
zeitlos Die Position des Auswahl-Gehorsams der Piusbruderschaft, der Sie anscheinend anhängen, ist auf andere Weise nicht weniger „häretisch“ bzw. „schismatisch“ als die angeblich „häretische“ Haltung der Sedisvakantisten, für die ein Papa haereticus eine contradictio in adjecto ist. Ich halte nichts von solchen gegenseitigen Exkommunizierungen der Traditionalisten. Sedisvakantisten sind Katholiken, ebenso wie die Piusbrüder, solange sie die traditionellen Kriterien der Kirchenzugehörigkeit erfüllen, und das tun beide. Sie können Sedisvakantisten vorwerfen, dass sie irren, aber nicht, dass sie Häretiker sind, das ist ein ungerechter Vorwurf. Weder die einen noch die andern haben die gegenwärtige Misere der katholischen Kirche verursacht, ausgenommen in dem… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Gegen die sedisvakantistische Haltung, die geneigt ist, die „zweitvatikanische“ römisch-katholische Kirche in toto zu verwerfen, habe ich ein Argument in der Heiligen Schrift gefunden, das mir für meine Entscheidung wichtig geworden ist. Und zwar wenn wir in der Offenbarung Johannis die Sendschreiben an die Gemeinden in Asien lesen (Kap. 2 + 3), dann sehen wir, dass der Herr einzelne Gemeinden sehr hart tadelt. Die Gemeinde von Sardes nennt er „tot“, die Gemeinde von Laodizea droht er aus seinem Munde auszuspeien… Aber doch sagt er nicht, dass es nicht mehr seine Gemeinden seien, sondern er fordert sie auf, wach zu werden… weiter lesen »
GW
Ich habe mir die Stellen aus der Apokalypse mal angesehen; an die Gemeinde von Sardes ergeht das Wort: „Ich kenne deine Werke. Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot. Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon im Sterben lag. Ich habe gefunden, dass deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind. Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest und kehr um! […]“ Und an die von Laodizea: „Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber… weiter lesen »
GW
Weitere für diese Frage m.E. relevante Worte der hl. Schrift, zum Beispiel: „Ich ermahne euch, meine Brüder, auf die Acht zu geben, die im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, Spaltung und Verwirrung verursachen: Haltet euch von ihnen fern!“ (Römerbrief 16,17) [könnte man im 'recognize & resist'-Sinne auslegen - zwar formal anerkennen, sich aber 'fernhalten'] Dann das allererste Anathem der Kirchengeschichte: „Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch… weiter lesen »
GW
Zeitlos sagt oben: „Der katholische Glaube ist verändert worden“ – ja, aber nur ’sozusagen‘! Der katholische Glaube als solcher ist per def. unveränderlich; was sich da wirklich verändert hat, ist der persönliche Glaube einzelner (aber sehr, sehr vieler); insofern diese (scheinbar?) ein Amt innehaben und ihren letztlich persönlichen Irrglauben unisono und (vermeintlich!?) ‚ex officio‘ als ‚katholischen Glauben‘ verkaufen und ihnen Abermillionen darin auch noch folgen, haben wir ein Problem … … wie groß ist die katholische Kirche zur Zeit WIRKLICH? Nominell über eine Milliarde Katholiken weltweit; ich glaube, die Wirklichkeit sieht erschreckend anders aus. Pater Schmidberger meinte in einem Vortrag… weiter lesen »
GW
Was ich – sehr gelinde gesagt! – ziemlich „kurios“ finde: auf dem yt-Kanal von Eric Gajewski ein Radiomitschnitt, ‚The Third Secret of Fatima and Malachi Martin‘, ein Gespräch mit Fr. Nicholas Gruner und John Vennari, mit Vorspann und Bildern hinterlegt von einem gewissen ‚TradCatKnight‘ – bei 0:17 kommt so ein „Medaillon-Bild“ von Erzbischof Lefebvre mit der Umschrift „This conciliar church is a schismatic church“. Wer dem zustimmt und vom ‚neo-modernistischen Rom – im Ggs. zum Ewigen Rom‘, von einer ‚neuen Religion, mit einer neuen Lehre, einem neuen Gesetz, einem neuen Kult‘ usw. spricht, müßte, find ich zumindest, doch eigentlich auch… weiter lesen »
Leo Laemmlein
GW Die Haltung der Piusbruderschaft ist für mich weder rational noch glaubensmäßig nachzuvollziehen. Entweder man ist Anhänger des 2. Vatikanischen Konzils mit allen Konsequenzen und gehorcht den Päpsten, wie das die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften tun –Gehorsam gegenüber dem Papst gehört sozusagen zur Definition des Katholiken–, oder man verwirft das 2. Vatikanische Konzil als Räubersynode, die den katholischen Glauben verdarb, und zieht daraus die Konsequenzen, wie das mit respektablen Gründen die Sedisvakantisten tun, etwa Bishop Donald Sanborn (auf englisch googeln; lohnt sich). — Die Haltung der FSSPX mag eine Zeit lang ihre Berechtigung gehabt haben, aber sie ist auf Dauer unhaltbar. Dieses Hinken… weiter lesen »
ein besorgter Christ
Die Sache ist doch ganz einfach. der Papst versagt wie reihenweise Eltern halt versagen. Trotzdem ist er der Papst, so wie ein eventuell sich abgesetzt habender oder versagender Vater der Vater ist. Es gilt auch in solchen Fällen das 4. Gebot. Und in alten Katechesen hieß es immer „Wenn die Eltern euch definitiv zur Sünde (z.b Diebstahl) auffordern, dann muss und soll man ihnen nicht gehorchen, Jedoch in Dingen die nicht Sünde sind, muss man gehorchen. Das Problem mit einem definitiv von Gott verworfenen, aber dennoch gesalbten Chef hatte schon der spätere König David und man kann viel draus lernen!… weiter lesen »
GW
@ ein besorgter Christ: interessant finde ich u.a. diesen Satz: „25 Aber was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.“ Also der Befehl, an dem festzuhalten, was sie haben, macht ja nur Sinn, wenn sie bereits den rechten Glauben haben … unabhängig von ihrer Moral, ihrem Tun. Und zu der ‚Eltern- bzw. Vater- bzw. König-Analogie‘ – weiß nicht, ob die hier wirklich zutrifft, ob man so schließen darf/muß!? Natürlich, die (biologische) Vaterschaft ist irreversibel; die Vater-Rechte kann man aber bei schwerster Verletzung der Vater-Pflichten entzogen kriegen. Und: Päpste und Könige können ‚abdanken‘, Väter nicht … – und zumindest bei… weiter lesen »
ein besorgter Christ
@ GW Auch wenn das Jugendamt dem Vater die Kinder entzogen hat, so ist er immer noch der Vater, und für das Kind gilt das 4. Gebot! Papst Franziskus hat weder abgedankt noch ist er abgedankt worden, ergo ist er der Papst! Und genau die zitierte Bibelstelle trifft es doch! Wobei wir aktuell noch in der Situation sind, dass Papst Franziskus gar nichts lehrt, und deshalb gibt es doch gar nichts wo man ihm streng folgen müsste. Das Problem taucht erst in dem Moment auf, wo er etwas vorschreiben würde, was Sünde ist! Und das ist nicht in Sicht! Im… weiter lesen »
GW
noch @ Leo Laemmlein, Stichwort ‚Räubersynode‘: der DDr. G. Hesse sprach in seinen Vorträgen, wenn er das ‚Vaticanum I‘ meinte, ja grundsätzlich vom ‚Ersten und Letzten Vatikanischen Konzil‘, worin ich ihm nach allem, was ich bis jetzt erfahren habe, nur rechtgeben kann; und er ließ sich in seiner herzhaft-wienerischen Art détailliert über all die Häresien aus – aber „um Himmelswillen jaaa keine Sedisvakanz“! Ich kann Ihnen nur zustimmen, Herr Laemmlein – der ‚Gesamtbefund‘, die ‚S-Argumente‘ sind schon ziemlich … erdrückend, ich sehe kaum irgendeine Möglichkeit, um ‚die Konsequenz‘ noch herum zu kommen – was ja nix heißen will; wer bin… weiter lesen »
GW

Oh, ich hatte Ihre Antwort gar nicht gesehen, @ ein besorgter Christ – ich antworte morgen (in der Hoffnung, daß mir was Vernünftiges einfällt^^)!

GW
[nur soviel noch, ganz kurz, weil ich befürchte ... - meine Worte: 'Heute denkt man „in der Kirche“ scheint’s genau anders herum, überspitzt gesagt: was ein Bischof glaubt und lehrt, scheint für viele ziemlich „unerheblich“ geworden zu sein [...] Und F kann im Grunde sagen, was er will – Hauptsache, er ist „demütig und zärtlich“ […]‘ usw. – das war keinesfalls „auf Sie gemünzt“, also so, als wolle ich Ihnen unterstellen, auch Sie dächten so – nein, auf keinen Fall, ich kenne ja Ihren Standpunkt aus vielen Kommentaren und weiß, daß Sie nicht so denken, von wegen „Hauptsache, er ist… weiter lesen »
GW
Antwort @ ein besorgter Christ: 1. Thema ‚Analogie‘: So hilfreich Analogien oft auch sein mögen, so problematisch sind sie auch, wenn man nicht immer daran denkt, daß so eine Analogie ja nie eine ‚ein-eindeutige Abbildung‘ zwischen zwei (ich nenn’s mal) ‚Modellen‘ ist. Eine Analogie „hinkt“ immer! Deswegen hilft mir bei dieser dogmatisch-theologischen und kanonisch-juristischen Frage nach der Rechtmäßigkeit eines bestimmten Amtsinhabers die Vater- oder die König-Analogie nicht weiter; was zählt, ist allein die definierte Glaubenslehre und das kanonische Recht! Eine sich nur darauf stützende Argumentation „sticht“ grundsätzlich alle Analogieschlüsse. 2. „Papst Franziskus hat weder abgedankt noch ist er abgedankt worden,… weiter lesen »
GW
4. „Ich seh schon das Problematische des aktuellen Pontifikats und des 2ten Vatikanums, aber Treue und Gehorsam haben nur dann einen Wert, wenn sie schwer sind!“ – also, dazu paßt doch ganz prima das, was Roberto de Mattei in dem neuen Artikel über die Franziskanerinnen der Immakulata sagt, hier auf ‚Katholisches‘: „Der Gehorsam ist eine Tugend, vielleicht die höchste. Das Problem, das sich heute in der Kirche stellt, ist, wem und in was man zu gehorchen hat. Wenn der Gehorsam gegenüber menschlichen Autoritäten statt zur Vervoll-kommnung des geistlichen Lebens, dieses beeinträchtigt und das eigene Seelenheil aufs Spiel setzt, muß er… weiter lesen »
ein besorgter Christ
werter G.W. das Lehramt hängt in der Tat sehr tief und eine apostolische Exhoration ist nicht verbindlich, und im Grunde steht da ja gar nix originelles drin, außer Selbstverständlichkeiten , wie von wegen Abtreibung ist Mord, üble Nachrede = Hexenjagd und das Geld hat der Teufel erfunden! Das Ganze garniert mit viel pseudo (oder auch echt) linkem Geschwurbel. das Problem mit den Ämtern kommt doch, finde ich von einem sehr donatistischen Ansatz,d er aber prinzipiell verkehrt ist. Damit man mich nicht verkehrt versteht, ich wäre auch schwer dafür dass Päpste und Bischöfe udn Priester mehr Format und Weisheit aufweisen würde… weiter lesen »
GW
„Nicht verbindlich“? – „Nix Originelles drin“??? – Nee, tut mir leid, ich seh das „ein bißchen“ anders; nur mal der Widerspruch zu ‚Cantate Domino‘, Konzil von Florenz, Papst Eugen IV.; dann die (mit deutlicher Ermahnung der Christen verbundenen) Aussagen über den Islam; dann, daß die Eucharistie nicht „eine Belohnung der Guten“ sei, die Kirche „nicht ohne Grund [sagt auch keiner!] den Zugang zu ihr versperren“ könne, auch noch mit Väterzitaten „belegt“ (m.E. ist das fast schon ‚haeresin inducens‘! damit suggeriert er bei vielen genau das Falsche!!); seine „Reform-Vorschläge“, die in Wahrheit einen regelrechten Umsturz der Verfassung der Kirche bedeuten, einen… weiter lesen »
GW

[Präzisierung: natürlich ist die hl. Eucharistie keine "Belohnung für die Guten" - aber darum geht's doch gar nicht, das hat doch nie einer behauptet! Er baut oft so ... "Strohmänner" (oder Feindbilder) auf, die mit der Wirklichkeit nicht viel (bis gar nichts) zu tun haben - um diese dann zu bekämpfen; wie auch das mit den Beichtstühlen als "Folterkammern", oder die ständigen Ermahnungen der Priester, die dadurch ja in eine bestimmte Ecke gestellt werden; statt sich hinter die Priester zu stellen, die eh von allen Seiten angegriffen werden ...]

ein besorgter Christ

also wenn Sie es schon angesprochen haben, man kann sich an Evangelii gaudium gar nicht halten, weil es ein von vorne bis hinten widersprüchliches Dokument ist.
Man kann aus der Exhoration einzelne Sätze herauspicken und diese die eigene, katholische Position bestätigend zitieren.
Man kann genauso gut andere Sätze herauspicken und diese, die eigene, nicht katholische Position, egal wie die konkret aussieht, bestätigend zitieren.
Man kann aber eines nicht tun, die komplette Exhoration meditierend, versuchen diese ins eigene Leben zu übertragen!
Von daher ist sie kein Ausdruck des Lehramtes, weil sie nix lehrt, noch nicht mal den Irrtum!

Sarah
@ Zeitlos „ein Papst wird nicht nur zum möglichen Häretiker, wenn er ein Dogma verkündet. Und unterhalb des Dogmas kann er lehren, was er will“. Dieser Satz ist falsch und beinhaltet Irrtümer. Lesen Sie bitte dazu eine gute neuscholastische Summe wie z.B. Pohle-Gummersbach. Der Definition gemäß ist die Häresie die Leugnung eines Dogmas. Der Papst kann sehr wohl – auch wenn ich mir das nicht wünsche – unterhalb des Dogmas lehren, was er will, ohne seines Amtes verlustig zu gehen. Und Dogmen kann er nicht leugnen, weil laut Pastor Aeternus der Hl. Geist den Papst davor bewahrt, aus der amtlichen… weiter lesen »
GW

„Und Dogmen kann er nicht leugnen, weil laut Pastor Aeternus der Hl. Geist den Papst davor bewahrt, aus der amtlichen und verbindlichen Lehre der Kirche herauszufallen“ – sollte das so sein (wobei ich mich frage, ob ‚Pastor Aeternus‘ dies wirklich aussagt!), so stünde von einem Menschen, welcher das Papstamt innezuhaben scheint, wenn er offensichtlich aus der verbindlichen Lehre herausfällt, sofort fest, daß er das Papstamt in Wirklichkeit niemals innehatte (etwa, weil er unter der falschen Voraussetzung gewählt worden ist, daß er kein Häretiker sei; das ist dann genau der Fall von ‚Cum ex apostolatus‘).

Sarah

Also ist P. Bergoglio jetzt Papst oder nicht?

Leo Laemmlein

Gut biblisch antworte ich Ihnen mit einer Gegenfrage.
Sind katholische Päpste berechtigt, die unter den nachfolgenden Links beanstandeten Lehren zu vertreten?
http://www.monarchieliga.de/images/6/6c/Haeresien-benedikts-XVI.pdf
http://www.monarchieliga.de/images/c/c2/101-haeresien-benedikts.pdf
Wenn Sie mir darauf antworten, dann antworte auch ich Ihnen.

Sarah

Ah, sehr schön, ein Syllabus – Sie wissen aber schon, dass nur das Lehramt und kein Laie oder Priester so etwas verfassen und als Sammelwerk des katholischen Glaubens ausgeben darf?
Zu der Biblizität der Gegenfrage: Sie stellen sich also mit Jesus auf eine Stufe?
Nur noch eine Nachfrage meinerseits: Lehrt die Bibel, dass es Gott gibt oder dass es nicht gibt?

Markus

Geehrter Leo Laemmlein,
in ihren bereitgestellten Links wird unter anderem behauptet, dass laut traditioneller katholischer Lehre ungetaufte Säuglinge nicht gerettet werden können. Steht unter anderem den haufenweise noch vor ihrer Geburt ermordeten Kindern nicht das ewige Heil zu, obwohl sie vollkommen unschuldig sind? Sie werden zugeben müssen, dass dies schlicht und einfach ungerecht ist und vor allem mit der Aussage Jesu aus dem Markusevangelium „Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran, denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“ nicht vereinbar sind.
Per Mariam ad Christum.

Leo Laemmlein
Sarah, Syllabus ist ein bildungssprachliches, gelehrt klingendes Wort für Register, Aufzählung…, das auf verschiedenen Gebieten verwendet wird. Hier ist Anklang an den Syllabus errorum wohl beabsichtigt, aber gewiss ohne lehramtliche Anmaßung. Jeder Katholik hat das Recht, wenn er auf doktrinelle Widersprüche, Irrtümer und gegebenenfalls Häresien stößt, sie als solche zur Kenntnis zu nehmen und zu geben. Gegenfragen sind i.a. unhöflich, aber unter Umständen angebracht. Warum sollte ich mich auf eine Stufe mit dem Herrn Jesus Christus stellen, wenn ich ein Diskussionsmittel von Ihm verwende (das er nicht nur einmal anwandte)? Noch eine Gegenfrage: Stellt Jesus Christus uns auf eine Stufe… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Schluss.
Das Bildchen des Papstes ist unterschrieben mit: „Franziskus“
Wenn Sie eine Antwort auf Ihre Frage haben wollen: warum schreiben Sie nicht an Papst Franziskus und stellen ihm Ihre Frage?

Sarah

Ich hege im Gegensatz zu Ihnen keinerlei Zweifel daran, dass Franziskus Papst ist. Ich bin sogar sehr erfreut über ihn – er hat mir schon seinen apostolischen Segen gespendet.

Sarah
@ Markus Die Qualität dieser Sammlung angeblich häretischer Sätze mögen Sie anhand eines einzigen Faktums bemessen: Das sind Einzelsätze, die aus zeitgenössischen Kontexten ohne Interpretation in Grobheit und mit unsagbarem Geifer und Eifer gegen Benedikt XVI. herausgegriffen wurden, damit man selber und nicht der Papst recht hat. Wie unkatholisch und unchristlich dieses Sammelsurium ist, bemerken Sie, wenn Sie sich den Fall der Unschuldigen Kinder von Betlehem anschauen. Bei diesen ist nicht einmal das votum baptismi da – als Märtyrer mit Bluttaufe können Sie eben nicht gelten. Und doch gehen wir zurecht davon aus, dass sie als Zeugen für Christus auch… weiter lesen »
Leo Laemmlein
@ Markus Es ist katholische Lehre: „Die Heilsnotwendigkeit der Taufe besteht auch für alle unmündigen Kinder“ (Dogma de fide; F. Diekamp, Katholische Dogmatik nach den Grundsätzen des hl. Thomas, 3. Bd., Münster i. W. 1937, S. 82) Die Synode von Karthago 418 erklärt gegen die Pelagianer, die die Erbsünde leugneten, dass die neugeborenen Kinder der Taufe „zur Sündennachlassung“ bedürfen. Das Tridentinum wiederholt diese Entscheidung und fügt hinzu, dass sie auch für die Kinder getaufter Eltern gilt. (Siehe ebd.) Die traditionelle Lehre der Kirche unterscheidet gemäß Hl. Schrift und Überlieferung verschiedene Zustände und Örtlichkeiten, in die die Menschen nach dem Tode… weiter lesen »
GW
Also, ich formulier’s mal so: ich kann nicht mehr mit absoluter Sicherheit und innerer Überzeugung sagen, „ja, er ist der regierende Papst!“ – wir wissen ja noch nicht mal wirklich, was nun hinter der ‚Abdankung‘ von BXVI steht (sollte in irgend einer Form Druck ausgeübt worden sein, wäre sie ja ungültig; für völlig unmöglich halte ich das – mittlerweile – def. nicht mehr); allerdings muß ich bis auf weiteres annehmen, daß alles seine Richtigkeit hatte. Wenn auch „mit Bauchschmerzen“, mit einem unguten Gefühl. Was ich auch erst allmählich in dem ganzen Ausmaß wirklich realisiert habe, ist, daß die Kirche sich… weiter lesen »
GW

Ui, muß langsamer tippen 😉 – da fehlt ein ‚bin‘, und es heißt ‚Notstand‘.

ein besorgter Christ
Hmmh ja im Grunde geht es ja vielen so, wie ihnen werter GW,. ob man es sich nun eingesteht oder nicht! Nur ist die Idee des Sedisvakatismus eine Sackgasse aus der man nicht mehr herauskommt, weil es bedeuten würde, dass „man“ wer immer das ist, in der Lage war über 100 Kardinäle, also gestandene Kirchenfürsten dazu zu bringen ihre Schäfchen, also uns anzulügen bzw zu betrügen. Und es erhebt sich die Frage, woher der richtige Papst denn kommen soll und das führt dann zu der einen oder anderen Variante des Kyffhäusermythos. Oder zu der Idee einer „verborgenen Kirche“ die im… weiter lesen »
GW
Ich würde gar nicht von ‚Sedisvakantismus‘ sprechen (wollen), es ist sowieso nicht richtig, aus einer Partialfrage eine ganze „Weltanschauung“, ein „System“ zu machen; hab mit den vielen -ismen sowieso meine Probleme; ich bin katholisch und will auch nichts anderes sein. Und die Papst-Frage ist so ein Partialproblem (allerdings eingebettet in / bedingt durch die ganze Krise, an welcher Welt und Kirche jetzt schon seit so langem leiden); es geht auch (erstmal) nicht darum, Probleme zu lösen, denn vor der Therapie steht die präzise Diagnose – das Benennen der Probleme. Und: es ist ja noch viel schlimmer, es geht nicht „bloß“… weiter lesen »
Zeitlos

Berichtigung: „Bergoglio …wird auch kein Dogma verkünden. Das Fragezeichen ist ein Tippfehler.

Zeitlos
Leo Lämmlein Erzbischof Lefebvre hat nie einem „Auswahl-Gehorsam“ das Wort geredet. Das Kriterium ist der überlieferte katholische Glaube, sowie er lehramtlich dokumentiert ist. Schlicht und einfach der Katechismus. Daran müssen sich alle Päpste und Bischöfe messen lassen. Wenn mir einzelne Gläubige sagen, sie halten den Stuhl Petri für nicht besetzt, dann muss ich das natürlich als Überzeugung gelten lassen. Wenn sie jedoch daraus eine „Lehre“ machen, versuchen, andere zu verwirren und daran hindern, zur heiligen Messe zu gehen und die Sakramente zu empfangen, weil die Priester sich nicht zum Sedisvakantismus bekennen, dann halte ich das für einen gefährlichen Irrtum. Der… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Zeitlos Ich bin noch dabei, die Lage zu studieren, und habe mich noch in keiner Richtung entschieden. Jedoch bin ich mir bewusst, dass die Haltung, alle Möglichkeiten offen zu halten, nicht katholisch ist. Denken wir an die Zeit der Reformation, denken wir, wie die anglikanische Kirche entstand… Der Katholik muss sich entscheiden. Die Grundfrage ist: Ist der Glaube, der in Vatikan II gelehrt wird, katholisch oder nicht? Wenn ja, dann muss der Katholik den Päpsten gehorchen. So einfach ist das. Wenn der Papst Papst ist, dann muss man auch seine Liturgiereform annehmen und kann nicht, wie die Piusbruderschaft es tut,… weiter lesen »
Sarah
Dafür, daß der Geist der Kirche keine Fehler macht, gibt es keine solchen Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen (in der Verfassung der Kirche oder in den … Methoden der Theologie), an die man Berufung einlegen könnte, wenn die Lehre der Kirche eine entscheidende Forderung an die Glaubenszustimmung stellt. Ihre Definition von oben – der, der katholisch denkt, redet und handelt, ist Papst – ist schlicht logisch falsch. Sie gilt von jeder/jedem guten Katholiken/in. Der Papst ist Papst, wenn er gültig gewählt ist. Das ist P. Bergoglio. Und er hat schlicht keine Häresien vertreten. Er glaubt an die Trinität, die Menschwerdung der 2.… weiter lesen »
GW
Voraussetzung für die gültige Wahl: Mitgliedschaft in der katholischen Kirche! Diese erlischt durch formale Häresie oder Apostasie; ein Häretiker kann nicht zum Papst gewählt werden, die Wahl wäre ungültig! Und: es gibt sehr wohl solche „Sicherheitsmaßnahmen“, über genau diese Frage hat sich jedenfalls schon Innozenz III. Gedanken gemacht, dann Paul IV. in ‚Cum ex apostolatus officio‘, worauf, soviel ich weiß, noch im CIC von 1917 verwiesen wird; dann sehr ausführlich der hl. Kirchenlehrer[!] Robert Bellarmin, ebenso der hl. Alfons von Liguori uvm.; was Sie schreiben, stimmt einfach nicht. Punkt. Und was bitte ist der ‚Geist der Kirche‘, der Fehler machen… weiter lesen »
GW
Herr Laemmlein stellt es oben ja richtig, was wirklich offensichtlich nur ein Flüchtigkeitsfehler war: „der Papst (ist) dann ein Papst, wenn das, was er sagt und tut, katholisch ist“ – d.h. ja: notwendige Bedingung für das rechtmäßige Innehaben des Papstamtes ist die Rechtgläubigkeit des Inhabers. – Sie aber machen genau den logischen Fehler tatsächlich, den Sie Herrn Laemmlein vorwerfen; Sie sagen: „Und er hat schlicht keine Häresien vertreten. Er glaubt an die Trinität […]“ – sollten Sie damit wirklich einen Kausalsatz umschrieben haben („er hat keine Häresien vertreten, denn er glaubt an die Trinität usw.“), dann wäre das sogar ein… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Statt „jemand (ist) dann ein Papst, wenn das, was er sagt und tut, katholisch ist“ muss es oben richtig heißen: „der Papst (ist) dann ein Papst, wenn das, was er sagt und tut, katholisch ist.“ (Ein Flüchtigkeitsfehler, den ich bemerkte, nachdem ich den Kommentar losgeschickt hatte. Pardon!) — Sarah, die Sache ist nicht so simpel, wie Sie es gern hätten, und mit einem „Punktum“ nicht abgeschlossen. Das werden wir zunehmend zu spüren bekommen, und um das zu prognostizieren, braucht man kein Prophet zu sein. „Er (P. Franziskus) hat schlicht keine Häresien vertreten“? Werfen Sie mal einen Blick hierauf: http://novusordowatch.org/pope-francis.htm Sie… weiter lesen »
Sarah

Die von Ihnen angesprochenen Stichwörter sind alle gut katholisch. Selbst davon abgesehen: Das Lehramt hat sie nicht als sollemne iudicium bezeichnet. Also, wo ist das Problem?

Zeitlos
Auf den ersten Blick sieht es nach Auswahl-Gehorsam aus: Wenn es um die drei letzten heiligen Päpste geht, dann entscheide ich mich für Pius X. Gegen Johannes XXIII. und Johannes Paul II. Doch ich muss mich entscheiden, wenn ich feststelle, dass es zwischen Pius X. und den beiden anderen Päpsten nicht zu überbrückende Gegensätze in der Lehre gibt. Warum? Weil Pius X. den katholischen Glauben gegen seine Feinde verteidigte. Sie, Leo Lämmlein, sagen, das sei Auswahl-Gehorsam. Ich argumentiere, Pius X. verteidigte den 2000jährigen katholischen Glauben. Der sich vertieft, aber nicht verändert. Den zu verändern Päpste kein Recht haben. Johannes Paul… weiter lesen »
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