New York Times und La Repubblica: Johannes Paul II. „kein Heiliger“ – Ideologische Breitseite

Heiligsprechung von zwei Päpsten: innerkirchliches Gleichgewicht, ausgleichende Gerechtigkeit oder kirchenpolitisches Kalkül und wenn ja, welches?(Rom/New York) Kurz vor der Doppelheiligsprechung zweier Päpste können sich die großen kirchenfernen Mainstreammedien doch nicht zurückhalten. Die „ausgleichende“ Heiligsprechung von Johannes XXIII., der im letzten Augenblick und wunderlos Johannes Paul II. zur Seite gestellt wurde, reicht ihnen nicht. Der polnische Papst ist ihnen zu verhaßt, als daß sie der Blick auf den ihnen eindeutig sympathischeren „Papa buono“ darüber hinwegsehen ließe, daß ein jahrzehntelanger Erzfeind zu solchen Ehren kommt. Man denke an die Anti-Papst-Proteste bei den Besuchen Johannes Pauls II. im deutschen Sprachraum, etwa das „Anti-Papst-Fest“ 1983 der Sozialistischen Jugend (SPÖ), das vom heutigen österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann mitorganisiert wurde, bei dem T-Shirts mit der Aufschrift „Papst raus“ verteilt wurden. Aber das war nur die Spitze der Ablehnung, die Johannes Paul II. entgegenschlug. Der Großteil des Eisbergs wirkte weniger demonstrativ, dafür aber wirksamer.
Die New York Times und La Repubblica feuerten am Ende kurz vor der Heiligsprechung noch eine Breitseite gegen den „reaktionären“ und „restaurativen“ Karol Wojtyla ab, damit klargestellt sei, wie man über wen zu denken habe.

Für das Leibblatt der europäischen Kirchengegner, da mit Sitz im päpstlichen Rom, griff der derzeit bei „Gutmenschen“ besonders in Mode stehende liberale Theologe Vito Mancuso zur Feder. Zum Gründer und Spiritus rector dieses Blattes, dem beschürzten Atheisten Eugenio Scalfari, unterhält ja sogar Papst Franziskus einen bevorzugten Gesprächsdraht. In den vergangenen Monaten scheint dieser zwar abgekühlt zu sein, nachdem das umstrittene Interview, das der Papst Scalfari im vorigen Herbst gewährte und der es dem Doyen des Linksjournalismus sogar überließ, die päpstlichen Antworten gleich selbst zu formulieren, für erhebliche innervatikanische Reibungen führte. Es bedurfte des hartnäckigen Protests hoher Würdenträger, bis das Interview zumindest von der offiziellen Seite des Vatikans gelöscht wurde. Korrigiert wurde es bis heute nicht.

Noch eine Stufe über La Repubblica übernahm für die New York Times Maureen Dowd die Rolle Mancusos, die Königin der radical-chic Zeitgeistchronisten.

Weniger Politik

Laut Mancuso und Dowd mache die Kirche einen Fehler, Johannes XXIII. und Johannes Paul II. gemeinsam heiligzusprechen. Mancuso schrieb am Donnerstag auf der Titelseite von La Repubblica, daß „Politik im Zusammenhang mit der Heiligsprechung ihrer besten Söhne immer eine große Rolle in der Geschichte der Kirche gespielt hat. Im Guten wie im Schlechten“. Als Beispiel für die Anwendung dieses politischen Kriteriums, „im Schlechten“ natürlich, zitiert der Theologe die Parallelheiligsprechung am kommenden Sonntag „von zwei so verschiedenen Päpsten“. Mancuso meint das nicht etwa wegen des unorthodoxen Weges, auf dem Papst Franziskus auch dem Konzilspapst Johannes XXIII. auf die Altäre verhilft. Ganz im Gegenteil. Er stellt eine unter seinesgleichen derzeit besonders eifrig herumgereichte rhetorische Frage: „Hatte Kardinal Martini wirklich völlig Unrecht, wenn er sich gegen die Heiligsprechung der jüngsten Päpste aussprach?“

Mehr Geist und Prophetie?

Laut Mancuso hatte der Jesuitenkardinal natürlich nicht Unrecht und lieferte gleich noch eine „martinianische“ Ergänzung dazu. Laut dem Repubblica-Haustheologen sollte die Feststellung der Heiligkeit „mit mehr Geist der Prophetie gehandhabt werden“. Was aber würde es für die Kirche bedeuten bei der Auswahl ihrer Heiligen „prophetisch“ statt „politisch“ zu sein? Mancuso erklärt es nicht im Detail, streut aber einige Indizien aus: „Die kirchliche Politik zeigt sich nicht nur bei den positiven Heiligsprechungen, sondern auch bei den negativen, durch den Ausschluß jener, die es verdienen würden, als Heilige anerkannt zu werden, aber nicht anerkannt werden.“

Der politisch korrekte Vordenker hat auch sofort einige Beispiel zur Hand von jenen, die es im Gegensatz zu anderen wirklich „verdienen“ würden. Zum Beispiel Oscar Romero, den die außerkirchliche wie die innerkirchliche Linke wegen seiner Ermordung durch rechte Militärs für sich vereinnahmt hat, wobei die politische Verortung der Täter eine größere Rolle zu spielen scheint, als die tatsächliche Positionierung des 1980 während einer Heiligen Messe ermordeten Erzbischofs von San Salvador. Oder Helder Camara, der 1999 verstorbene Erzbischof von Olindo und Recife und in bestimmten politischen Kreisen Europas als Aushängeschild der Befreiungstheologie und (progressive) „Stimme der Dritten Welt“ verehrte Brasilianer, oder wie Mancuso schreibt: „berühmt für seinen Kampf zugunsten der Letzten“.

Dunkle Wolken – aber welche und über wem?

Auch für Maureen Dowd, scharfsinnige Kolumnistin der New York Times, ist die doppelte Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. in Wirklichkeit „ein Akt des politischen Gleichgewichts“ und zitierte dabei den „noted religion writer“ Kenneth Briggs. Wozu aber soll diese politische Entscheidung nützen? Laut Briggs und Dowd um mit dem guten, „freien und reinen“ Papst, den anderen, den bösen, reaktionären Papst aus Polen auszugleichen, über dessen Pontifikat „dunkle Wolken“ liegen. Der Hinweis, für jene die mit bestimmten Stichworten nicht so vertraut sind, gilt nicht theologischen oder kirchenrechtlichen Fragen. Nein, er kommt viel eingängiger, plakativer, keulenhafter des Weges und meint natürlich den Mißbrauchsskandal pädophiler Priester, die angeblich vom Vatikan und Wojtyla jahrelang gedeckt worden seien.

„Kein Heilger“

Kern der Kommentare von Mancuso und Dowd ist die Aussage, daß Johannes Paul II. „kein Heiliger ist“, wie die amerikanische Journalistin ohne jeden Anflug von Verlegenheit zu Papier gibt. Immer im Zusammenhang mit sexuellen Mißbrauchsfällen schreibt sie im moralisierend-ironischen Ton der „Gutmenschen“, die immer „auf der richtigen Seite stehen“: „Es ist wunderbar, daß er den anderen Gesellschaften, der kommunistischen und der kapitalistischen sagte, zu bereuen. Es ist aber tragisch, daß er nie die Fehler seiner eigenen Gesellschaft korrigierte, über die er über absolute Macht verfügte“. Und: „Er hätte etwas tun müssen, statt den Weltenbummler zu machen.“ „Er hätte die sich ausbreitende Schande beheben können und hat nichts gemacht.“

Moral nicht Politik

Ohne näher auf die Frage der ungerechterweise Johannes Paul II. angelasteten Schuld an den skandalösen Pädophiliefällen (Vorwürde, die Dowd zwar empört hinwirft, ohne jedoch zu belegen), scheint die Moral dieser linksliberalen Lektion ziemlich klar. Die Kirche hat nur einen einzigen Weg, um nicht empörender „politischer“ Entscheidungen verdächtigt zu werden: Sie sollte die Auswahl der künftigen Heiligen Leuten wie Vito Mancuso und Maureen Dowd überlassen. Denn sie lassen sich, im Gegensatz von Päpsten, nie von Kalkül und Ideologie leiten, weil sie immer auf der moralisch „richtigen Seite“ stehen und damit a priori recht haben. Mancuso liefert den besten Beweis dafür, wenn er Heiligsprechungen „von unten“ fordert, für die beiden genannten lateinamerikanischen Kirchenvertreter, die seit Jahrzehnten von einer bestimmten, politisch eindeutig zuordenbaren Presse instrumentalisiert werden.

Und Dowd bestätigt es nicht minder, wenn sie ziemlich hinkend den „Nicht-Heiligen“ Wojtyla, den angeblichen großen Freund der Pädophilen, mit Lyndon Johnson vergleicht, einen „Helden“ unter den US-Präsidenten wegen der Bürgerrechte, der aber „nie von der Welt kanonisiert werden wird, wegen des Vietnamkriegs“.

Jubiläumsbedingte Kanonisierung des Zweiten Vatikanischen Konzils?

Am Sonntag wird Papst Franziskus zwei seiner Vorgänger zu den Altären erheben. Trotz der „ausgleichenden“ Funktion Johannes XXIII. blickt ein bestimmter Teil außerhalb der Kirche mit Unbehagen auf die Ehre, die Johannes Paul II. zuteil wird. Und das aus ganz anderen Gründen, aus denen die Doppelheiligsprechung innerhalb der Kirche nicht unumstritten ist. Das offenkundige „Gleichgewicht“, das dieser Parallelakt zum Ausdruck bringt und die beiden großen „Seelen“ der Katholischen Kirche am Petersplatz vereinen soll, ohne daß man unterscheiden kann, wer sich nun eigentlich über die Heiligsprechung welches Papstes freut. Über den Konzilspapst, der „die Fenster aufgerissen“ und einen „neuen Frühling“ in die Kirche gelassen habe, oder über den Papst, der das Konzil und seine Umsetzung „zu bremsen und zu behindern“ und eine „Restauration“ versucht habe, wie ein Schweizer Krawatten-Kapuziner in diesen Tagen ganz auf der Linie von Mancuso und Dowd meinte.

Ein Kalkül scheint der Doppelheiligsprechung zugrundezuliegen und wird von verschiedener Seite so wahrgenommen, wenn auch unterschiedlich interpretiert. Wahrscheinlich weniger ein „politisches“, sondern mehr ein „kirchenpolitisches“ Kalkül. Zusammen mit dem ungewöhnlichen und vor allem erklärungsbedürftigen Außerkraftsetzen kanonischer Vorschriften für eine Heiligsprechung haftet dem Barmherzigkeitssonntag 2014 ein „Gschmäckle“ an, das bitter nachschmecken könnte. Nicht nur die scheinbare „Neutralisierung“ innerkirchlicher Bruchlinien, sondern auch eine krampfhaft wirkende Kanonisierung des Zweiten Vatikanischen Konzils zu dessen 50-Jahr-Jubiläum.

Oder geht es noch um etwas anderes? War das nicht einmal anders? Eigentlich zogen Progressive einst aus, zu entdogmatisieren. Durch die Erkenntnis, mit diesem Unterfangen gescheitert zu sein, scheinen sie heute durch einen Strategiewechsel umso unerbittlicher ihre Position dogmatisieren zu wollen. Und Papst Franziskus kommt ihrem Wunsch entgegen?

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Tempi

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31 Comments

  1. Es ist schon merkwürdig, dass es seit dem Konzil praktisch nur noch „heiliggesprochene Päpste“ geben soll, Paul VI. soll ja eventuell dieses Jahr auch noch selig gesprochen werden.

    Merkwürdig auch, dass von den acht Heiligsprechungen, die Franziskus bisher vorgenommen hat, bei fünf auf das eigentlich notwendige Wunder (vor Joh.Paul II. waren sogar mehrere Wunder notwendig!) offiziell „verzichtet“ wurde!

    Da drängt sich natürlich schon den Eindruck auf, und zwar innerhalb und außerhalb der Kirche, dass hier nicht mehr die übernatürliche Bestätigung der Heiligkeit, sondern die politische Zweckmäßigkeit im Zentrum des Interesses steht!?

    Statt Wunder passieren inzwischen andere merkwürdige Zeichen, so gestern die Erschlagung eines Mannes durch ein unförmig gebogenes, nun plötzlich abgerochenes Kreuz, das zum Andenken an den Besuch von Joh. Paul II. in Brescia errichtet wurde, nur drei Tage vor dessen „Heilgsprechung“!?

    Joh. XXIII. und Joh. Paul II. haben beide mit Fatima zu tun. Der erste weigerte sich, das 3. Geheimnis, dessen Veröffentlichung ab 1960 von der Gottesmutter gewünscht worden war, bekannt zu machen.
    Der zweite bezog das Geheimnis auf sich, wodurch es praktisch als „schon erledigt“ vorgestellt wurde (damals von Kard. Ratzinger), obwohl ein Text veröffentlicht wurde, der den gewaltsamen Tod eines Bischofs in Weiß und vieler anderer Kleriker und Katholiken beschrieb, was ja beim Attentat von 1981 gar nicht der Fall war!?

    Jeder Katholik ist froh, wahre Heilige anrufen zu können. Wie aber soll er z.B. Joh. Paul II. im christlichen Glauben anrufen, wenn dieser im Okt. 1986 im Zusammenhang mit der Einladung zum interreligiösen Gebet in Assisi die Heiden gerufen hat, dort zu ihren „Gottheiten“ um Frieden zu beten? Vertrat er wirklich die Stelle Jesu Christi??

  2. Die Schmähungen der Vertreter der ‚beschürzten‘ Presse sind offenbar deren anhaltender Wut darüber geschuldet, wie sehr der Selige Papst Johannes Paul II ihnen bei ihren Machenschaften in die Quere gekommen ist und hoffentlich so manchen Ungemach mit der Hilfe Gottes verhindern konnte und somit auch ein wunderbarer Hinweis für die wahre Heiligkeit des Papstes aus Polen.
    Deo gratias

  3. Also es würde mich nicht wundern wenn morgen die Russen massiv und energisch in der Ost Ukraine einmarschieren würden, würde ja zu diesen „Konzilsheiligsprechungen“ passen, 2 Heilig? Sprechungen und der Beginn des WK III am selben Tag. Denn ebenso Katastrophal wie ein Weltkrieg, war das Wirken und sind die Früchte dieser beiden neuen „Konzilsheiligen“.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Hoffentlich haben Sie nicht recht – aber auch ich habe heute angesichts der Entwicklungen eine entsprechende Befürchtung empfunden.

      Ich habe das Dörsam-Buch auch gelesen. JP2 ist alles, nur nicht heilig. Die „konservativen Positionen“ betreffen bei ihm lediglich den Lebensschutz. Und darüber haben sich die weltlichen Medien stets erregt. Das ist zwar ein an sich selbst nicht unwichtiges Thema, wirklich nicht.
      Aber man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, deswegen zu übersehen, dass seine Theologie nicht tradtionell-katholisch, sondern sogar extrem-konziliar war.

      Laudetur Jesus Christus!
      Aber das besagt eben gar nichts über die katholische Rechtgläubigkeit.

    • Siehst Du, Armin:
      Die Welt existiert noch. Auch heute. Die Russen sind nicht in der Ost-Ukraine einmaschiert. Und auch die Arztpraxen sind heute, am Montag, wieder geöffnet.
      Der Petersdom ist nicht eingestürzt, Ratzinger hat während der Zeremonie ruhig auf seinem Sesselchen gesessen, Gänswein durfte mit der High Society herumschwänzeln, und Johannes Paul II und Johannes XXIII stehen nun in der Liste der Heiligen. Und weder Wirbelsturm noch Blitzeinschlag haben die Feierlichkeiten gestört.
      Petrus war demnach also nicht Deiner Meinung über die Leistungen der beiden geehrten Päpste 😉

  4. Die NY Times als Flaggschiff des Antikatholizismus, Relativismus und materialistischen Liberalismus konnte die Heiligsprechung eines Papstes, der so kämpferisch und charismatisch war, einfach nicht ertragen, ohne wenigstens das redaktionsübliche Hämegift darüber zu schütten. Dass er den Geknechteten des Warschauer „Paktes“ die Freiheit brachte, zählt da nichts,
    Man muß ihrem relativistischen Maßstab entsprechen, dann darf man sich alles erlauben. Die Repubblicca agiert da als Schoßhündchen des großen transatlantischen Vorbildes,.
    Dass und warum beide in Papst Franziskus den Papst ihrer Träume gefunden haben, steht auf
    einem anderen Blatt und wurde im hier abgedruckten offenen Brief Levi di Gualdos bestens erklärt.

    • Charismatisch war Johannes Paul II: allemal, ich glaube aber nicht dass er das Charisam dazu verwendete um das Reich Gottes im Sinne der Vater Unser Bitte zu vergrößern, sondern dass er das nur schauspielerte. Er reagierte nur einmal energisch und konsequent, bei der Exkommunizierung der Lefebvre- Bischöfe, die kirchliche Tradition muss ihm sehr unangenehm gewesen sein.

      • um der Wahrheit die Ehre zu geben, so hat er ebenfalls die Tür zum Frauenpriestertum dogmatisch verschlossen und ist in der „§218 Scheinfrage“ auch nicht umgeknickt.
        ER hat übrigens , zwar wortreich und ausführlich, jedoch sachlich klar, sein „Nein“ zur Empfängnisverhütung gesprochen.
        Und im Grunde sehr genau die Kultur des Todes erkannt!
        Also er war schon auch in anderen Dingen konsequent und er (JPII) hat auch das allererste Motu Proprio betreffs der alten Messe erlassen.
        Kurz, er war ein Mensch und einer, der in Zeiten, wo man dachte, „die Kirche ist endgültig zu einem Verein alter Leute geworden, dann doch gezeigt „Die Kirche ist jung“.
        Ob man ihn wirklich hat gleich und so seltsam heilig sprechen müssen, das ist eine ganz andere Frage.
        Aber es ist jedoch so, dass zwischen Heiligen , im Sinne von „hat immer recht“ und den Höllenkandidaten eine riesige Bandbreite ist.

  5. Nun das was die Zeitungen schreiben scheint doch im Ergebnis zu stimmen, ich fasse es nicht, der Konzilseröffner und der Interreligiosist der auch das götzendienerische Weltgebetstreffen in Assisi veranstaltete, werden heilig gesprochen. Ich schließe mich den Aussagen der beiden Zeitungen mit anderen Begründungen an. Morgen ist ein Tag der Trauer und der Tränen für die Kirche, der große Gönner der Modernisten Bischofsernenner von Kasper und dergleichen wird heilig gesprochen. Mich wundert es, dass man Dr. Ratzinger der morgen nach BILD konzelebrieren wird, nicht gleich mit selig gesprochen wird. Wenn man sich vornimmt die Kirche gezielt kaputt zu machen, könnte man es nicht anders machen als wie es morgen am 27.4. 2014 stattfindet.

  6. „Die New York Times und La Repubblica feuerten am Ende kurz vor der Heiligsprechung noch eine Breitseite gegen den „reaktionären“ und „restaurativen“ Karol Wojtyla ab, damit klargestellt sei, wie man über wen zu denken habe.“
    Das glaube ich nicht. Es ist ihr dialektisches Spiel. Wir sollten auf das Kabarett was die Sprachrohre dieser Welt aufführen nicht reinfallen. Wir Katholiken sollen veralbert und in die Irre geführt werden und nichts anderes.
    Per Mariam ad Christum.

    • diese Gazetten mit ihrem gottverfluchten Hass gegen die heilige Kirche sind einfach unerträglich-dazu zähle ich auch die Fernsehfritzen mit ihrem Allmachtsgebaren-es sind Marionetten der Hölle, Knechte des Teufels auf die wir nicht hören und achten sollten.Was denen am meisten auf den Pelz brennt ist das Wort des Herrn-dieses im kommunistischen Russland in der Liturgie auszusprechen war streng verboten-uns aber tröstet es unsagbar:die Pforten der Hölle werden die Kirche, die heilige Braut Christi niemals überwältigen.ergo:fugite partes adversae quia vicit leo de tribu juda Jesus Christus Dominus noster!

  7. Bei diesen „Heiligsprechungen“ scheint die übernatürliche Bedeutung dieses Vorganges völlig bedeutungslos. Sonst müssten die Zeitungen viel stärker auf die Wunderfrage eingehen. Was hat denn ein Oscar Romero post mortem für Wunder erfleht, dass man ihn überhaupt für ein Kanonisationsverfahren vorschlagen könnte.

  8. Auch wenn ich es absolut nicht verstehe, wie so jemand von jemandem wie Papst Benedikt heilig gesprochen werden soll, und wie der Herr es zulassen kann, dass auf seine Fürsprache hin Wunder geschehen, die ja anscheinend von niemandem, auch von Euch, nicht bestritten werden, so muss ich; angesichts des enomen Ärgers der Kirchenfeinde, einschließlich der von ihm so hofierten Muslime, die dieser Papst verursacht hat und immer noch verursacht, und aufgrund der Tatsache, dass er jemanden aus dem auserwählten Volk Gottes, nämlich Edith Stein, Teresa Benedikta heilig gesprochen hat, und auch sonst so viel für die Juden getan hat,
    seine Heiligsprechung wohl als eine Torheit Gottes verstehen, welche sich noch einmal als klüger erweisen wird, als alle Vernunft und Gradlinigkeit der Menschen!
    Doch woran soll am sich dann halten? Was den ernsthaft Fragenden sagen? Mir hat der Herr bisher folgende Leitlinie gegeben, die einfach ist und noch nie versagt hat: So wie jemand zu den Juden, dem auserwählten Volk Gottes steht, so sehr wie jemand dieses Volk,um unseres Herren willen liebt, so nahe ist dieser Mensch dem Herren!
    Wenn man nur die Juden um ihres Herren willen unterstützt, (das ist wichtig, der heilige Ausgustinus hat ewig Gültiges verkündet) so verweigert man sich auch dem Satan, der dieses Volk hasst, und öffnet sich dem Herren, unserm Gott, dem Adonai, dem Vater unseres Herren Jesus Christus, der dieses Volk liebt!

  9. ES IST TATSÄCHLICH PASSIERT !!!
    Diese fatale „Heiligsprechung“ und das im Beisein, des ach so alten und schwächlichen Papst em., Benedikt XVI der „seinem Amt wegen seines Alters nicht mehr gewachsen war“??? Irgenwas stimmt da nicht mehr !!!!
    Er kann konzelebrieren, braucht plötzlich keinen Gehstoch und auch keinen Rollwagen mehr …. Aber er war nicht mehr fähig das Amt auszuüben und die „katholische Kirche“ vor solchen Auswüchsen zu bewahren.
    Bei der Heiliggesprochenen Nachkonziliaren Kirche bin ich mir ob Ihrer „Katholizität“ nicht mehr ganz so sicher …

    • Das mit dem Gehstock nehm ich zurück, der war als Alibi der Gebrechlichkeit doch noch von Nöten … Aber trotzdem …. Fragen bleiben …. Fragen über Fragen …..

  10. Liebe New York Times,

    jetzt ist es zu spät, denn eine Heiligsprechung ist unfehlbar!

    Daran zweifelt nicht einmal die FSSPX.

    Wobei es schon verstörend ist, dass jemand für das küssen des Korans heilig gesprochen wird…

    Letztlich zeigt es, dass in der heutigen Kirche alles erlaubt und alles egal ist. Und wenn dies für die da oben gilt, dann auch für den kleinen Mann.

  11. Werte @ Mit-‘Poster‘ bzw. ‚alle‘,

    manche Wortmeldungen kommen mir derart selbstgerecht vor, dass ich mir u. a. diese Frage stelle: Sind das eigentlich ‚Christen‘ oder ‚Besserwisser‘ oder selbst ‚Heilige‘, die sich da zu Wort melden?

    Vielleicht sollten wir doch auch mal folgende Aspekte bei ‚unseren‘ Überlegungen mit bedenken, wenn wir uns bemühen woll(t)en, der komplexen Situation einigermassen gerecht zu werden:

    Jesus sagt: „Richtet nicht, damit Ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit dem Mass mit dem ihr messt, werdet auch ihr gemessen werden.“ (d. h.: unsere Urteile über andere werden uns später selbst zur Last gelegt werden)

    Warum bedenken ‚wir‘ nicht auch mit, dass Gott die Geschichte zu ihrem Ziel lenkt, gemäß seinem Heilsplan, den wir nicht kennen, aber (vielleicht) zu kennen glauben?

    Der Grad der Tugendhaftigkeit ist dem Seligen Johannes Paul II. wohl kaum abzusprechen; da er weltweit bekannt ist, ist eine Heiligsprechung – welche die weltweite kirchliche (liturgische) Verehrung ermöglicht – wohl nicht ganz unsinnig.

    Im Übrigen empfehle ich einmal den Kritikern die Lektüre des Buches „Darum ist er heilig“ von Slawomir Oder, dem Postulator des Seligsprechungsprozesses. Wer von uns glaubt eigentlich alles richtig machen zu können bzw. macht alles richtig, hat bisher alles richtig gemacht? Jeder von uns wird auch und gerade nach seinen Absichten von Gott gerichtet werden. Und wie wir aus seinem Wort wissen können, schaut der Herr aufs Herz. Und das ‚Herz‘ von j. P. II. war ja wohl nicht schlechter als unsere eigenen ‚Herzen‘, oder vielleicht doch sogar noch besser?

    Befasst Euch mal ohne Vorurteile mit dem Leben dieses Menschen und den Zwängen in denen er sich vielleicht (oder sogar ganz sicher) befunden hat; nicht zu vergessen die menschlichen Begrenztheiten, denen wir doch auch unterworfen sind. Oder? Wenn man das Buch über den Papst im Gegenwind (Papst Benedikt) liest, kann man erahnen, was auch J. P. II. an Gegenwind hat aushalten müssen. Wir brauchen nur genauer auf die Abhängigkeit unserer Bischöfe von ‚ihrem‘ (verweltlichten) Personal in den Ordinarien zu schauen und auf das Wirken der Geheimgesellschaften innerhalb und außerhalb der Kirche; wenn wir wirklich Verständnis für die schwierige Situation gewinnen möchten.

    Nicht zuletzt sollten wir m. E. bei ‚unseren‘ Überlegungen und unserem Austausch dabei nicht schweigen von dem Geheimnis des (begrenzt) freien Willens einerseits und dem Geheimnis der Bosheit andererseits. Ich glaube nach solchen Überlegungen werden wir vielleicht ein wenig ‚gerechter‘ mit dem ‚Urteil‘ über andere Personen, die solch hohe Verantwortung unter so schwierigen Bedingungen zu tragen hatten. Wir alle wären unter einer solchen Last wohl zusammengebrochen. Oder?

    Nicht zuletzt ist doch hier das Geheimnis des Lebens ganz allgemein, aber auch – insbesondere – bezüglich des mystischen Leibes Jesu Christi, der heiligen Kirche, mit zu bedenken. Die Kirche ist in ihrem Vollalter angekommen (Fatima etc.) . .

    • Daß Joh Paul II ein heldenhaftes und tugendreiches Leben geführt hat und daß er liebenswürdig und sympathisch war, ist nicht zu leugnen. Aber reicht das für einen Papst aus? Da müßte man wohl auch einige Kriegshelden heilig sprechen, denen es an Tapferkeit nicht mangelte.
      Was hat Joh Paul II getan, um den Glauben an Christus, den einzigen Erlöser, zu stärken? Dies wäre seine allerwichtigste Aufgabe gewesen als Stellvertreter Christi.
      Leider hat er mit vielen seiner Aktionen, wenn auch unbeabsichtigt, den Glauben GESCHWÄCHT. Das sind bittere Tatsachen. Assisi. Voodoo Zeremonien.
      Ich kenne Leute, die es ihm nachgemacht haben und teuer dafür bezahlt haben. Die ganzen Horror missae – wo haben die ihr Vorbild? Solche Veranstaltungen gibt es in der kath. Kirche erst seit seinem Pontifikat. Das sind bittere Pillen für jeden, der ihn zweifellos sympathisch findet. Das ist irgendwie tragisch.

    • Lieber Cyrill., bei der Kritik an Joh. Paul II. und an seiner Selig- bzw. Heiligsprechung,
      geht es weder um Besserwisserei, noch um Urteilsanmaßung. Die von vielen namhaften, katholischen Theologen festgestellten oder zugebenen Lehrdefizite, in den Worten und Werken Joh. Paul II., sind so gewaltig, das seine Theologie – vor dem Konzil – verurteilt worden wäre! Seine liturgischen Entgleisungen sind in Bild und Ton festgehalten, seine Schriften, in denen er zum Beispiel die von der katholischen Kirche verurteilte Allerlösungslehre vertritt, sind in deutscher Sprache erhältlich. Die schwerwiegenden Vorwürfe die die theologischen Autoren wie Barth, Le Roux, Dörmann, Gaudron oder Mura gegenüber Joh. Paul erheben sind ebenfalls in Buchhandel zu bekommen .Es geht auch um Fehler, wie sie jedem Menschen passieren können! Es geht um Irrlehren die er, über lange Zeit, hartnäckig vertreten hat und um nachprüfbare Fakten!
      Schon gar nicht geht es darum, den Menschen Karol Wojtyla zu verunglimpfen. Jeder Christ ist, nach der Weisung des Hl. Augustinus verpflichtet , den Irrenden zu lieben, den Irrtum aber zu hassen. Wen die Kirche eines Tages zur Fülle der Tradition zurückkehrt, werden einige übereilte Heiligsprechungen in einem neuen Prozess aufgerollt werden müssen. Es ist anzunehmen das dann „Heilige“, deren Prozess übereilt und schlampig geführt wurden, von ihren Postamenten genommen werden müssen. Ob Joh. Paul II. oder der wunderlose Johannes XIII. wohl auch dazu gehören?

      • Danke für die nüchternen Worte.

        Es geht tatsächlich nicht um menschliche Schwächen, sondern darum, dass unsere Päpste seit dem Konzil halsstarrig und entgegen jeder Warnung und jeder Bitte, die unseligen Dinge weitergeführt haben, die hier ja auch schon oft, auch von Ihnen, genannt worden sind.

        Sie wussten allesamt, dass sie vor dem Konzil exkommuniziert worden wären und wussten als studierte Theologen genau, dass die Lehre der Kirche eine andere war und ist.

        Das lässt sich nun mal nicht schönreden – vor allem, wenn man die Wirkungen und den Niedergang der Kirche sieht…

  12. Wenn eine politische Partei ein Anti-Papst-Fest organisiert, ist aus christlicher Sicht eigentlich schon alles über sie gesagt. Wie im Katechismus geschrieben steht, weist die katholische Kirche den Sozialismus, Kommunismus und Kapitalismus zurück.
    Nicht umsonst sind es die Linken im EU-Parlament die für Dinge wie den Estrela-, Lunacek-Bericht und den Gender-Irrsinn gestimmt haben und es immer noch tun.

    Ich frage mich wie die politischen Linkswähler es mit ihrem Glauben vereinbaren können, wenn sie bei der EU-Wahl ihre Stimme(indirekt für Euthanasie, Homosexualisierung, Abtreibung usw) abgeben.
    Es stellt sich mir auch die Frage, ohne jemanden verurteilen zu wollen, inwieweit Schuld bei all jenen besteht, die über die EU-Politik ihrer linken Partei informiert sind.

  13. Nicht zwei Päpste wurden heute „heiliggesprochen“ sondern das II. Vaticanum! Ohne eine „ideologisch – linke Breitseite“ zu haben, komme ich zum gleichen Schluss. Was Johannes Paul II. gelehrt, getan und unterlassen hat, würde für mehr als ein Lehrbeanstandungsverfahren reichen. Zu Zeiten Pius X. oder Pius XII. wäre ein solcher Prozess vor dem Hl. Offizium, für den Koranküsser und Assisi Initiator, sicherlich ungünstig ausgegangen. Im Heiligsprechungsverfahren wurden weder die theologischen Defizite, die in manchen Schriften Joh. Paul II., bis zur Verfälschung der Heiligen Schrift gehen, noch seine überaus seltsame Rolle im kommunistischen Polen, in den 50er und 60er Jahren berücksichtigt. Damals war es ihm, als einzigem Vertreter des polnischen Episkopats möglich eine ausgedehnte Vortragsarbeit zu entfalten, sogar in westliche Länder. Das Durften eigentlich nur 1000% Kommunisten!!!! Da diese Angelegenheit in den meisten Biographien kaum berührt und – meines Wissens – überhaupt nicht erörtert wird, möge man sich der aufmerksam Leser seine eigene Meinung bilden. Jedenfalls sind beide Heiligsprechungsprozesse angreifbar . Man könnte sich vorstellen das diese Verfahren, unter einen traditionstreuen Papst, erneut aufgegriffen werden könnten. Ob man in einem neuen, Verfahren, nach exakter Prüfung der Fakten, zu den selben Ergebnissen bezüglich der Heiligkeit der beiden Päpsten kommt, ist mehr als fraglich. Ich gönne beiden Päpste die ewige Seligkeit,
    aber Vorbilder im Glauben sind sie nicht!

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