Gestenspektakel – Nach Gefangenen wäscht Papst 2014 Behinderten „unterschiedlicher Religion“ die Füße

Fußwaschung 2013 an Gefangenen "unterschiedlicher Religion"(Rom) Eine Initiative mehrerer Schriftleiter katholischer Nachrichtenseiten und Blogs rief die Bischöfe auf, zur Gründonnerstagsliturgie in den Kathedralkirchen zu bleiben und dort mit dem Volk die Heilige Messe im Gedenken an das letzte Abendmahl, die Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums zu zelebrieren. Liturgische Handlungen von fundamentaler Bedeutung für die Kirche. Aus diesem Grund zelebrierten die Päpste am Gründonnerstag nicht im Petersdom, sondern in ihrer eigentlichen Kathedralkirche, der Lateranbasilika. Die Aufforderung galt vor allem Papst Franziskus, der im vergangenen Jahr am Gründonnerstag nicht in der Lateranbasilika zelebrierte, sondern ein Jugendgefängnis in Rom aufsuchte und dort unter Ausschluß der Öffentlichkeit zelebrierte. In den Medien wurde davon vor allem bekannt, daß er jungen Gefangenen im Rahmen der Liturgie die Füße wusch. Die menschlich sympathisch wirkende, liturgisch jedoch umstrittene Geste löste heftige Diskussionen aus, zumal nur tröpfchenweise Details bekannt wurden. Darunter auch, daß unter den ausgewählten zwölf Gefangenen auch Moslems und Mädchen waren.

2013 aliturgische, aber mediengerechte Fußwaschung von Moslems und Mädchen

Was die meisten weltlichen und kirchenoffizielle Medien begeistert als weiteren Akt einer außergewöhnlichen Demut des neuen Papstes begrüßten, ist innerkirchlich sehr umstritten. Bis heute ist ungeklärt, ob Papst Franziskus auch Moslems die Heilige Kommunion spendete. Der zuständige Gefängniskaplan, der mit dem Vatikan den Besuch des Papstes koordiniert hatte und selbst anwesend war, weigerte sich ebenso entsprechende Nachfragen zu beantworten wie das Presseamt des Vatikans.

Hochfest der Hochfeste durch plakativen Sozialaktivismus überlagert?

2014 kündigten einige medienaffine Bischöfe an, dem päpstlichen Vorbild folgen zu wollen und Sozialeinrichtungen aufzusuchen, um an den „existentiellen Rändern“ die Füße zu waschen. Dagegen richtet sich der Appell, in den Kathedralen zu bleiben. Den Initiatoren geht es darum, die „wahre Bedeutung“ der Missa in Coena Domini nicht zu verdunkeln. Die Liturgie des letzten Abendmahls sei keine plakative Sozialaktion, sondern Teil des Triduum Sacrum, der drei heiligen österlichen Tage. Das Triduum stellt nach dem Verständnis der Katholischen Kirche vom Abend des Gründonnerstag bis zur Vesper des Ostersonntags eine zusammenhängende, durchgehende Liturgie dar, ein einziges, das bedeutendste Hochfest des Kirchenjahres.

Appell an Bischöfe, am Gründonnerstag nicht die Kathedralkirchen zu verlassen

Horror missae: eucharistische Selbstbedienung durch Verlust des wirklichen Verständnisses für das Altarsakrmament und die Sakralität.„Die Einsetzung des Altarsakraments und des Priestertums bildet den Mittelpunkt der Gründonnerstagsliturgie und ist auf das Engste mit der Kirche als geweihtem Kultort und damit als Sakralraum verbunden. Das Schwinden des eucharistischen Verständnisses und der Mangel an Bewußtsein für das Sakrale werden mit dem Bedeutungsverlust der Heiligen Eucharistie als Realpräsenz des Gottessohnes in Verbindung gebracht.“ Das Verlassen der Kathedralen durch die Bischöfe verstärke diese Tendenz noch, so die Kritik. Dem Horror missae, einem zunehmenden liturgischen Mißbrauch sei entgegenzuwirken, nicht aber zu fördern. Die Fußwaschung habe eine ganz konkrete Bedeutung in der Liturgie des Letzten Abendmahls und sei nicht frei gestaltbar. Abgesehen davon sei sie zwar ein wichtiges Element, aber nur Beiwerk der Gründonnerstagsmesse, das nur mit Blick auf den eigentlichen Mittelpunkt, die Einsetzung des Altarsakraments verständlich werde und Sinn habe. Eine sozialbetonte und mediengerechte Gestaltung der Fußwaschung lenke die Aufmerksamkeit vom Wesentlichen zu einem umgeformten Nebenschauplatz.

Papst Franziskus ging schon als Erzbischof von Buenos Aires „eigene“ Wege

Bei Papst Franziskus fiel der Appell nicht auf fruchtbaren Boden. Nachdem zunächst vom Vatikan lange Stillschweigen darüber bewahrt wurde, was der Papst am Abend des Gründonnerstags tun werde, ist das Programm seit einigen Tagen bekannt. Papst Franziskus wird, wie er es bereits zu seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires getan hat und es im ersten Jahr als Papst tat, erneut die für die Zelebration ausdrücklich vorgeschriebene Kathedralkirche verlassen und eine verwaiste Lateranbasilika zurücklassen. Zur Heiligen Messe in Coena Domini wird er eine Behinderteneinrichtung der Stiftung Don Carlo Gnocchi besuchen und dort zelebrieren. Auch 2014 wird er dies unter Ausschluß des gläubigen Volkes, aber nicht der Öffentlichkeit tun. Die Folge ist eine erneute Achsenverschiebung in der Wahrnehmung von der Heiligen Eucharistie zur Fußwaschung. Dies gilt bereits für die Mitteilungen und Bekanntmachungen des Presseamtes des Vatikans und von Radio Vatikan, die sich bereitwillig diesem aktionistischen Perspektivenwechsel anzupassen scheinen.

Perspektivenwechsel an die „existentiellen Ränder“

Gründonnerstag: Einsetzung des Altarsakraments und des PriestertumsDer Wechsel von der Kathedrale als „Zentrum“ zur „existentiellen Peripherie“, ein Anspruch, den dieses Pontifikat selbst erhoben hat und der von ihm seither vielfach erwartet wird, läßt sich dadurch anschaulich demonstrieren. Ist er substantiell jedoch von Bedeutung oder zumindest nützlich oder verdunkelt er vielleicht sogar das Wesentliche? In der Heiligen Messe am Abend des Gründonnerstags wird nicht der Tag der Caritas begangen, sondern der Eucharistie. Die Einsetzung der Eucharistie verleiht der Liebe erst ihren vollen und übernatürlichen Sinn. Ohne sie wäre die Caritas nur eine Form von Philanthropie. Die Eucharistie ohne die Liebe wäre leerer Ritualismus, die Liebe ohne Verankerung in der Eucharistie, in der sich Christus den Menschen schenkt, wäre nur eine gute Tat, wie sie auch von Nicht-Christen begangen werden kann.

Exklusive Zelebration unter Ausschluß des Gottesvolkes

Die Bestimmungen der Gottesdienstkongregation zur Zelebration der Heiligen drei Tage erwähnen ausdrücklich, davon Abstand zu nehmen, in kleinen Kapellen oder Gruppen zu zelebrieren, weil das Hochfest so feierlich wie möglich zu begehen sei und in der Gemeinschaft des Gottesvolkes. Kleinere Gruppen von Klerikern oder Laien sollten daher auf eine eigene Zelebration verzichten und sich in die größeren Kirchen begeben. Papst Franziskus geht den umgekehrten Weg. Papst Franziskus wählte erneut eine kleine Kapelle, die im Gegensatz zur Patriarchalbasilika es unmöglich macht, daß Gläubige freien Zugang haben. Tatsächlich ist keine Ausgabe von Zugangskarten zur Zelebration vorgesehen, weil der knappe Platz von den Insassen und Betreuern der Einrichtung belegt wird. Eben eine exklusive Zelebration. „Die Öffentlichkeit darf sich dann als Osterfreude vor der Osterhasensuche für die Kinder und dem Ausflug am Osterwochenende statt über die Auferstehung Jesu Christi über die neue rührende Geste des Papstes freuen“ (Traditio Catholica).

Papst wird Behinderten „unterschiedlichen Glaubens, Volkszugehörigkeit und Alters“ die Füße waschen

Wie Msgr. Angelo Bazzari, der Vorsitzende der Stiftung Don Carlo Gnocchi Radio Vatikan erklärte, wird Papst Franziskus das römische Zentrum Santa Maria della Provvidenza der Stiftung aufsuchen und dort mit den Behinderten und ihren Betreuern zelebrieren. Die Füße werde der Papst zwölf Behinderten waschen, die „unterschiedlichen Glaubens, Volkszugehörigkeit und Alters“ sein werden.

Im Vorjahr im Jugendgefängnis wurde nur vermutet, daß die zwölf Gefangenen, und daher auch die Moslems und die Mädchen unter ihnen, in Absprache und auf Wunsch des Papstes gezielt ausgewählt worden waren. Der diesjährige Besuch im Behindertenzentrum bringt die Bestätigung. Msgr. Bazzari sagte wörtlich: „Für den Ritus der Fußwaschung haben wir zwölf Behinderte unterschiedlichen Alters ausgewählt, die verschiedenen Ethnien und Religionen angehören und mit unterschiedlichem Grad an Behinderung. Es handelt sich ja wirklich um eine universale Geste eines Gottes, der sich zum Menschen macht und der ganzen Menschheit dient. Und es ist ein Zeichen der evangelischen Barmherzigkeit, die durch die Geste des Papstes die ganze Welt des Leidens umarmen will“. Es sei eine „Geste der Zärtlichkeit“ des Papstes, für die „Welt der Verletzbaren“, die „Hoffnung“ schenken wolle, so der Stiftungsvorsitzende.

Kirche auf Sozialaktionismus reduzieren?

Die Heilige Messe am Abend des Gründonnerstags reduziert sich auf Sozialaktivismus. Die Einsetzung des Altarsakraments und des Priestertums entschwinden in einem undefinierten Hintergrund, während der Papst durch seinen Gestenaktivismus die Kirche als jene „Mega-Caritas“ (Mario Palmaro) präsentiert, die er bei anderer Gelegenheit den Worten nach kritisierte, wenn er in Predigten sagte, die Kirche dürfe nicht zu einer „humanitären Nichtregierungsorganisation“ reduziert werden.

Msgr. Bazzari berichtete dem Vatikansender, wie es dazu kam, daß Papst Franziskus in diesem Jahr die Behinderteneinrichtung besucht. „Die Sache war ganz einfach: Ich habe dem Papst einen Brief geschrieben und ihn dann für einige Minuten am Petersplatz getroffen und ihm gegenüber die Einladung bekräftigt. Er sagte mir: ‚Warum nicht? Wir werden es uns überlegen‘. Dann wurde uns seine Entscheidung mitgeteilt, die in uns allen große Bewunderung, Freude und gespannte Erwartung ausgelöst hat. Wir sehen darin eine große Wertschätzung für die ganze Welt der Behinderung.“

Verwaiste „Mutter aller Kirchen“

Die Lateranbasilika aber, wo sich das Volk Gottes um seinen Hirten scharen kann, bleibt auch 2014 vom Papst verwaist. Im Kalender des Amtes für die päpstlichen Zeremonien scheint keine Gründonnerstagsliturgie auf, weil sie unter Ausschluß der Gläubigen stattfindet, während mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, daß die Medien ausführlich berichten werden.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Messa in Latino/Traditio Catholica

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68 Comments

    • Da möchte ich mich voll und ganz anschließen!!!
      Es ist absurd. Diese neuen Kirche kann niemand mehr ernst nehmen.
      Man braucht sich über die Missstände nicht zu wundern.
      Sie werden an „oberster Stelle“ vorgelebt und vorpraktiziert!
      Ein Skandal !!!

      • Sorry, es ist doch nicht die Kirche sondern der Bischof und die Freimaurer um ihn um die es hier geht.
        Ich bin evangelisch und wundere mich das Katholiken nicht den Mut haben den nicht Stellvertreter Christi als solchen zu benennen sondern sogar den Leib Christi an Stelle des Bischofs verurteilen.

      • In der römisch-katholischen Kirche hat sich im 2. Jahrtausend, aber besonders seit 1870 ein Papstkult aufgebaut, der der Kirche Christi fremd ist.
        Kein Wort davon in der Heiligen Schrift. Kein Wort davon aber auch in den katechetischen Werken des hl. Clemens von Alexandrien, des hl. Johannes von Damaskus, des hl. Thomas von Aquin und des hl. Petrus Canisius.
        Ein positiver Aspekt des gegenwärtigen Pontifikats ist, dass es gerade traditionsverbundene Katholiken weg von Papstvergötzung hin zu mehr Gottesanbetung i m G e i s t u n d i n d e r W a h r h e i t bringen kann.

  1. Für mich ist das, was der Papst da macht, Missbrauch von Abhängigen zu Werbezwecken:
    Werbung sowohl für das Behindertenheim wie auch für die „political correctness“ des Papstes.

    Und ich stelle mir auch die Frage, womit man das 2015 wohl noch „toppen“ wird, denn es tritt ja langsam ein Gewohnheitseffekt auf. Die Leute stumpfen gegenüber diesen medienwirksamen Auftritten des Heiligen Vaters langsam ab.

    • Ach, da kann einem schon noch Schlimmeres einfallen: zum Beispiel Zelebration der „Fußwaschung“ in einer Moschee oder Synagoge. Teilnehmer: ausschließlich Muslime oder Juden. Oder in der Waldenserkirche Roms. Oder in einem Gay-Lokal. Da ist noch viel Spielraum….Oder wie wäre es – das wäre aber sehr delikat – im Kloster „mater ecclesiae“. Teilnehmer hier: 11 Nonnen + papa emeritus. Das wäre wirklich der Hammer.

      • Danke, dass Sie meine geheimen Gedanken so offen aussprechen. Es bleibt einem ja oft nur noch die Flucht in den Zynismus…

  2. Wußte ich es doch, daß man das Theater im Vergleich zum Vorjahr auch noch steigern wird. Wieder wird der Mensch zum Mittelpunkt, anstatt Gott der Herr. Wieder werden medienwirksam Fotos in Großaufnahme auftauchen, die Bergoglios tadellos funktionierende Knie dokumentieren. Wieder wird der Bischof von Rom seine Privatreligion zelebrieren, die immer weniger mit dem Katholizismus zu tun hat. Hoffentlich vergisst er seine brandneue „Besenstiel“ Ferula nicht, die er schon am Palmsonntag rumgetragen hat, die natürlich politisch-korrekt von Strafgefangenen hergestellt wurde, aber bei der wieder das Wichtigste vergessen wurde: Unser Herr Jesus Christus, aber der interessiert in der „Neuen Kirche“ kaum noch.

    http://abload.de/img/article-2603753-1d13bvzkfp.jpg

    Hoffentlich findet der Bischof von Rom zwischen den vielen Füßen auch noch Zeit für Photos zu posieren, wie er es immer bei der Generalaudienz macht, dann sind alle glücklich und zufrieden, vor allem die Medien, die dann schrieben könne wie modern er doch ist und wie sehr er doch mit der Tradition bricht:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2603753/Pope-Francis-abandons-Popemobile-pose-SELFIES-pilgrims-remarkable-break-protocol-Palm-Sunday-celebrations.html

    • Ein Kommentar von Mail Online:
      „I dislike relgion very much but I like this man! He is attempting to bring the church into the modern world. Something has needed to be done for a very long time.“

      Wieder ein Beweis, wie sehr Herr Bergoglio von den Feinden des Christentums gemocht wird. Ich kann nur hoffen und beten, dass Bergoglio mit seinem Führungsstil ein höheres Ziel zum Wohl des Christentums anstrebt. Ansonsten würde es für ihn beim Jüngsten Gericht ziemlich schlecht aussehen.
      Per Mariam ad Christum.

    • Gott sei Dank ist letztendlich die Religion ausschlaggebend und nicht der Behindertenstatus.

  3. Zu dem Artikel, 2. Absatz, darf ich hinzufügen, dass ich vor einem Jahr auch die italienische Justizministerin, die persönlich an der Feier anwesend war, sowie den verantwortlichen Gefängnisgeistlichen, Pater Gaetano Greco, der die ganze Inszenierung vorbereitet hatte, angeschrieben habe. Auf italienisch, um ihnen eine Antwort leicht zu machen. Keiner von beiden hat auf meine Anfrage reagiert. Diese Aktionen werden meines Erachtens auf höherer Ebene orchestriert. Die Gründonnerstagsinzenierung im Jugendgefängnis war geplant und organisiert, noch bevor Franziskus auf dem Stuhl Petri installiert war.

    • In dem Anschreiben fragte ich die beiden Augenzeugen nach der Kommunionausteilung. Sowohl italienische Medien wie auch die Website des Erzbistums Wien hatten nämlich berichtet, dass der Papst persönlich die Jugendlichen, denen er die Füße gewaschen hatte, umarmte und ihnen die Kommunion austeilte.

    • Sicher – Bergoglio hat aber solche Spiele schon in Buenos Aires gemacht.
      Benedikt hatte 12 Laien-Männern die Füße gewaschen, was auch schon eine Grenzüberschreitung war – es sollten doch Priester oder Anwärter aufs Priesteramt sein und waren das auch zuvor, wie ich gelesen habe.

  4. Dem Kirchenvolk will man weismachen, dass der Papst locker im Gespräch die spontane Entscheidung treffe, wo er die Heilige Messe vom Letzten Abendmahl feiert. Das ist eine Verhöhnung der Katholiken. Nicht zu reden davon, was die politische Verzweckung des Allerheiligsten im Hinblick auf unseren Herrn Jesus Christus bedeutet.

    • es drängt sich die ketzerische Frage auf: wie verlottert muss doch das Kardinalskollegium sein, dass sie einen solchen Papst wählen konnten?
      das war selbst zur Renaissancezeit nicht so schlimm quantum ad fidem et fidem servandam ac fovendam haben selbst die unwürdigsten Stellvertreter des Herrn keine solchen Fehlleistungen begannen.Die heiligen Bräuche der Kirche und deren Herzstück die hl. Liturgie werden mit Füssen getreten.Ich möchte keinen Tag jünger sein.

      • „wie verlottert muss doch das Kardinalskollegium sein, dass sie einen solchen Papst wählen konnten?“

        … das war doch von langer Hand geplant, abgesprochen und beabsichtigt.

      • RICHTIG — VÖLLIG RICHTIG !!!!!

        AUSGEZEICHNET GUT ERKANNT !!!!

        MIT SOLCHEN KARDINÄLEN WIRD DER WEG IN DEN ABGRUND AUF UNBESTIMMTE ZEIT VORGESETZT !!!

        Und Bergoglio wird in seinen Ernennungen den ganzen verlotterten Verein noch vervollkommnen !!!

        Nur den Betern kann es noch gelingen … und selbst da habe ich manchmal meine Zweifel ….

  5. Ein Häretiker auf dem Stuhl Petri, der macht, was er will. Es ist furchtbar, es ist unerträglich. Doch es macht einem späteren rechtgläubigen Papst, einem dogmatischen Konzil, relativ leicht, diesen Mann zu richten.
    Vielleicht, hoffentlich, werden spätere Generationen auf den Knien liegen und dem Herrn im Tabernakel Genugtuung leisten.
    Unsere Generation ist dazu nicht fähig. Auch nicht die traditionellen Priesterbruderschaften. Wir scheinen keinen anderen Papst, keine anderen Priester, zu verdienen.
    Es wäre zu einem Sühnekreuzzug auszurufen, und zwar zu einem EUCHARISTISCHEN
    SÜHNEKREUZZUG!
    Dafür fehlen uns die Priester. Doch es wird sie eines Tages geben. Glücklich die Katholiken, die das erleben werden!

  6. ‚Warum nicht? Wir werden es uns überlegen‘. sagt der Papst und dieser neuerliche Gründonnerstagcoup soll auch noch eine große Wertschätzung für die ganze Welt der Behinderung darstellen.“

    Was taugt eine `Wertschätzung von Behinderten` wenn dadurch gleichzeitig die Einsetzung des Allerheiligsten Altarsakraments, dem größten Geschenk Gottes an die Menschheit auf das Ärgste desavouiert wird?

    Es scheint jedes Mittel recht zu sein, um das Zentrum der Kirche, die Hl. Eucharistie zu attackieren und niederzumachen und die liturgische Tradition des Triduum Sacrum, der drei heiligen österlichen Tage, dem bedeutendste Hochfest des Kirchenjahres wird zu demontieren.

    Herr, erbarme Dich.

    Übrigens, wenn voriges Jahr die Kommunion nicht an Ungläubige ausgeteilt wurde, dann wäre es einfach dies zu verneinen.
    Warum dieses Schweigen und Verweigern einer Antwort?

    • Gewisse Übereinstimmungen zwischen der letztjährigen und diesjährigen Gründonnerstagsveranstaltung sind auffällig:
      Kleiner Rahmen mit sorgfältig ausgewähltem Publikum.
      Die Gesten der sozialen Zärtlichkeit des Papstes werden von der medialen Gehirnwäsche weltweit auf die Bildschirme übertragen.
      Wie lieb, wie gut, wie nächstenliebend, wie christlich!
      Wer da zu zweifeln oder gar widersprechen wagt, ist der nicht ein liebloser, dogmatisch-verhärteter, fundamentalistischer Unmensch?
      Die Kommunionausteilung an Nichtchristen und sogar Nichtreligiöse hingegen wird –noch– versteckt gehalten.
      (Unter den Jugendlichen vergangenes Jahr waren auch solche, die gar keinen religiösen Glauben hatte. Pater Gaetano Greco in einer Fernsehsendung am Vortag (!) über die bevorstehende päpstliche Fußwaschung an den mit Bedacht ausgewählten Personen: es solle gezeigt werden, dass wir alle denselben himmlischen Vater haben.)
      Keine Aufnahmen von der Kommunionsprendung werden veröffentlicht, und das, obwohl man sonst keine pietätvollen Hemmungen hat, päpstliche Kommunionspendungen zu dokumentieren.
      Die Kommunionausteilung an Nichtgläubige kommt nur durch (absichtlich zugelassene, gezielte?) Indiskretion an die Öffentlichkeit.
      Der übliche Effekt, den wir von diesem Papst schon kennen:
      Verunsicherung, Verwirrung, Diskussionen, Zwistigkeiten im „konservativen“ Spektrum.
      Auf Nachfragen gibt es keine Antworten, oder das anonyme Dementi eines ungenannten vatikanischen Prälaten (so im letzten Jahr auf kath.net).
      Die liberalen Katholiken glaubt man in der Tasche zu haben, widersträubende Konservativen werden weichgeklopft.
      Denkbar auch, dass die Zärtlichkeitsgesten fürs Publikum gedacht sind, die sakrilegische Kommunionspendung vorläufig aber nur eine Unterwerfungsgeste an bestimmte Leute im Hintergrund ist.
      Scheint fast, als sollten die Katholiken an Blasphemien und Sakrilegien im Gewand der Nächstenliebe gewöhnt werden.

      • Daß der Papst ‚Spin doctors‘ für seine Inszenierungen einsetzt ist bekannt.
        So erzählte mir ein deutschsprachiger Journalist davon, dass ein kleiner Junge auf dem Petersplatz bis zum Papst vordringen konnte, wo er Sich minutenlang an den Papst klammerte ohne dass jemand einschritt.
        Auf die Frage des Journalisten, wo sich denn die Mutter des Jungen befinde und wie denn so etwas möglich sei, wurde ihm von einem der Aufsichtspersonen gesagt, daß alles in Ordnung sei, die Mutter wisse Bescheid und dies zuvor eingeübt worden.
        Die Welt glaubt nur allzu gerne an diese ‚Spontaneität‘ und ‚Bescheidenheit‘ von J. M. Bergoglio, der sich jetzt als Papst Franz präsentiert und ach so anders ist als sein erzkatholischer Vorgänger. endlich ein Papst zum Anfassen, so ganz ohne Pomp.
        Mich erinnert das an die schlechten südamerikanischen soaps.

        Wer interessiert sich eigentlich noch dafür, daß mit diesem würdelosen Handeln das Papstamt schaden nimmt und wohl auch soll und die Kirche niedergemacht wird.
        Manche haben es offenbar sehr eilig damit, die Kirche zu zerstören. Voltaire lässt grüßen!

    • Ich denke, dass F. uns bewusst an der Nase herumführt. Er wirft turnusmäßig jeder Partei einen Fleischhhappen hin, mal den Linken, mal den Konservativen, dann tritt er irgendeinem kräftig in den Hintern und schmeißt ihn fort, die einen klagen, die andern frohlocken, aber schon steigt er auf seinen Fastnachtskarren und schmeißt Bonbons über die Köpfe weg und alle jubeln wieder, schlucken die Pillen, äh Perlen, die F. vorgelutscht hat und entspannen sich: er ist doch gut, der „Heilige Vater“.
      Bloß passt alles hinten und vorne nicht zusammen und ist außerdem für jeden denkenden und etwas mit dem katholischen Glauben (sogar dem nachkonziliaren Glauben!) vertrauten Menschen als häretisch erkennbar!
      Bestimmt sitzt F. abends beim Wein und lacht sich schepp über die doofen Gläubigen, die immer noch nicht merken, dass er ein Betrüger ist. Irgendein Schulmeister wird schon den anderen Zweiflern heimleuchten mit dem Spruch, dass der Papst alles darf, sogar die Regeln aushebeln.

  7. Ich finde was der Papst da macht im Grunde respektlos gegenüber den Behinderten.
    Aber das begreift er leider nicht, weil er so von sich selber überzeugt ist, wie es wohl noch nie ein Papst vor ihm gewesen ist.

    • Ja, das ist Mißbrauch, um vor allem (und vor Allen) zu zeigen, daß das irdische Leiden, daß ein Behindertenstatus „wichtiger“ sei als die Religionszugehörigkeit. Das „Menschliche“ wird an die Stelle des Göttlichen gestellt. Aus der Ebenbildlichkeit wird Vorrang. Humanismus halt.

  8. Meines Erachtens versteht Papst Franziskus das Leiden unseres Herrn auch bereits in dieser Stunde nicht, wenn er den Gestus Christi auf diese Art der Fußwaschung reduziert. Er zeigt m.E., dass er die Fußwaschung an sich nicht verstanden hat, so wie Christus sie gesehen haben wollte und als ein Mittel Seines Lehrens der Jünger verstanden wissen wollte. Jeder, der im Dienst an Christus steht, soll sich verleugnen, seine Person, die er vorher war, ablegen und ein anderer, Diener am Menschen werden. Dies ist aber nur wirklich zu verstehen im Zusammenhang mit der hier gleichzeitig vollzogenen Einsetzung der Allerheiligsten Altarsakraments. Er soll im Dienst an Christus aufgehen, wenn er für Christus Hirte der Herde wird, nicht sich herausheben, sondern ganz in Christus versinken, so wie Papst Benedikt es für mich vorbildhaft gelebt hat.

  9. Wenn der Papst selbst die Regelungen der Kirche nicht beachtet, wer soll sie dann beachten?
    Das ganze Theater nimmt beängstigende Ausmaße an.

    Was will Papst Franziskus überhaupt? Worum geht es ihm?
    Es wird jetzt alles zur Show.

    Sehr problematisch.

    • Was will der Papst eigentlich?? Gute Frage. Aber das weiß der wohl selber nicht so genau? Einmal dies, einmal jenes.
      Am besten man fragt die Presse.

      • Er weiß es.
        Nach und nach kommt er damit heraus, wie ein Pädagoge.
        Wenn ich versuche, Ihre Frage vom Ergebnis her zu beantworten, wie es bis hierher zu Tage tritt, dann sehe ich leider ein Hauptergebnis:
        Verwirrung.
        Verwirrung und Sünde.

      • Volle Zustimmung zu Ihrer Sichtweise.

        Wie etwas aussieht und wie etwas tatsächlich ist…..
        Die Menschen kann man (lange) täuschen, die Früchte von F. und seinem Gefolge bezgl. *lehren-leiten-heiligen* sind aktuell akute Verwirrung und Verharmlosung von Sünde (bis hin, dass Sünde als solche nicht mehr gelten wird).

        Es ist schrecklich und noch nie so dramatisch und rasant verbreitend dagewesen: weltweit werden von den Regierungen Gesetze erlassen,welche gegen die Gebote Gottes „aufschreiben und wirken“ und damit die Gebote Gottes aushebeln. Mit im Gepäck wird zunehmend von kirchlicher und theologischer Seite eine Verdrehung und/oder Neuauslegung des Wortes Gottes angeliefert. Es tröpfelt nahezu unerkannt in die Köpfe der Menschen, verkleidet in verlogener Sprache, die Termini wie Solidarität, Nächstenliebe, Toleranz usf. einsetzt.

        Planvolle Ver- und Durchseuchung ist im Gange. Satan neidet dem Menschen, dass dieser von Gott göttlich geliebt ist. Der Mensch als solcher interessiert Satan nicht. Satan hasst Gott und IHM will er die Seelen stehlen. Damit kommt der Mensch in die Mitte des geistlichen Kampfes und wird zum „Objekt der Begierde Satans“. Dies wird der Mensch möglicherweise oft/leider erst dann voll begreifen, wenn er endgültig zur Beute Satans geworden ist und die Seele von diesem mit in die Hölle genommen wird.

        Daher ist es so eminent wichtig und notwendig, dass jeder Mensch ganz bewusst mit Verstand und freiem Willen sein JA zu Gott, zu Jesus Christus spricht und sich durch wahre Umkehr und Hingabe ganz Jesus anvertraut. Dafür stehen wir gerade in der besten Zeit – Karwoche und Osteroktav bis zum Barmherzigkeitssonntag.
        Die beste Helferin und Fürsprecherin ist die Gottesmutter, die uns alle vom am Kreuz sterbenden Herrn als ihre Kinder angenommen hat.
        Die Bedeutung von FATIMA kann nicht hoch und erst genug gestellt werden. „Es kommen soviele in die Hölle, weil niemand für sie betet“. Christliche Stellvertretung ist uns aufgetragen.

  10. Heutzutage richtet sich die „Seelsorge“ zumeist an Kinder und alte Leute; die Erwachsenen im leistungsfähigen Alter und auch „die Jugend“ sind der Kirche längst abhanden gekommen. Objekt der „Seelsorge“ sind – wie nüchterne Pfarrer sagen eben die Wehrlosen. Sollen doch die Bischöfe versuchen, z. B. Geschäftsleute, Männer und meinetwegen auch Frauen – zur Fußwaschung zu gewinnen.
    - Was die Bereitschaft von Frauen zur Teilnahme angeht, wird unter Feministinnen kaum jemand zu finden sein. Die Feministinnen ihrerseits werden die übrigen Frauen in aller Feindseligkeit zu den Wehrlosen rechnen.
    - Ein Motiv zu einer Teilnahme könnte für die Kandidaten übrigens sein: Wir kommen ins Fernsehen. Weiß Franzikus genau, was Menschen anderer Religionen über den Sinn der Fußwaschung wissen? Weiß Franzikus genau, was Menschen anderer Religionen von einer – nicht spektakulär in die Medien gebrachten – Demut halten. Petrus wusste, was Demut ist; deshalb er sträubte er sich:
    - In den kommenden Jahren wird sich die ganze Sache – auf der Suche nach neuen medienwirksamen „existentiellen Rändern – schnell verbrauchen. Wir können schon froh sein, wenn der Heilige Vater zu Osten nicht im Pepita-Jakett auf der Loggia erscheint.

  11. Als ganz einfache Seele kann ich nur sagen wie froh ich bin einige erhebende Liturgien des Triduums unter Papst Benedikt auf dem pc gespeichert zu haben.da werde ich mich vertiefen, mich ins Göttliche versenken-denn mit den aktuellen Feiern kann ohne grosses Unwohlsein nicht dabeisein.Im Alter habe ich einfach nicht mehr Nerven wie Drahtseile.

  12. Für die einen in der Einrichtung wird der Besuch wahrscheinlich eine aufregende Sache, die Mitarbeiter werden es als Anerkennung für ihre Arbeit verstehen und die Medien haben ihr Spektakel. Mehr wird davon nicht bleiben. Mir fällt hier nur das Peter Prinzip ein, eine These von Laurence Peter, die besagt, dass in einer Hierarchie ein Mitarbeiter so weit aufsteigt, bis er eine Position erreicht hat, die er nicht mehr auszufüllen in der Lage ist. Das trifft möglicherweise auf Papst Franziskus zu, von dem ja verschiedentlich zu lesen war, dass er sich immer noch so verhalten würde, wie er es schon als Bischof von Buenos Aires getan hat. Ein gewisser Starrsinn und Beratungsresistenz, wie es gelegentlich angedeutet wird, machen ihm das Ausfüllen dieses Amtes auch nicht gerade leichter. Dann bleibt eben der Papst bei ihm einfach ein Bischof, der weiter so agiert, als ob er Bischof eines Bistums j.w.d. wäre. Das kommt ja vielen nicht ungelegen, die eine dezentralisierte Kirche anstreben. Für mich ist das die naheliegenste Erklärung seines Verhaltens.

    • Möglich. Jedenfalls werden wir nicht darumherumkommen, die Psychologie dieses Mannes ernsthaft zu untersuchen und zur Kenntnis zu nehmen.

      • Es ist nicht ganz unproblematisch in diese Richtung zu denken, andererseits hat er das Thema ja auch selbst angesprochen. In einem Filmbeitrag, auf den ich hier leider nicht verweisen kann, aber ich gehe davon aus, dass das Interview viele Leute gesehen haben, sagte er selbst, dass er aus „psychatrischen“ Gründen nicht in der Papstwohnung wohnen wolle, da er nicht allein sein könne. Vielleicht war das auch einfach nur so in die Kamera geschwätzt, vielleicht gibt es tatsächlich eine Störung. Ich denke, es ist nicht falsch, seine theologischen Äußerungen und seine Verhaltensweisen nüchtern zu betrachten und dann weiter zu schauen. Das ist bestimmt auch in seinem Sinne.

      • Ich sprach – nur um das klarzuhalten – nicht von Psychopathologie, sondern von Psychologie.

  13. Dieser Papst ist nur noch ein Ärgenis in seiner Selbstdarstellungssucht, dabei bleibe ich.
    Katastrophe.

  14. Wem hat Jesus die Füße gewaschen?

    Seinen Jüngern!
    Welches Zeichen wollte er damit geben?

    Er wusch die Füße nicht den Dirnen, Aussätzigen oder den Gefangenen.

    • Die Frage läßt sich leicht beantworten:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fwaschung

      Es geht um ein Zeichen, daß die Würde nicht gegen die Niedrigkeit ausspielt. Dies bleibt symbolisiert. Und es paßt zu Franziskus, daß er, Jesu Worte zufolge, einer dadurch wirksamen Teilhabe an ihm, diese an die Randständigen verschenkt.
      Intentional geht sein Verhalten also soweit in Ordnung.

      • „Intentional“ ist hier völlig fehl am Platz. Wenn seine Intention in sich gut ist, dann kann der Papst soviele Füße waschen und küssen, wie er Lust hat, jeden Tag der Woche und auch an allen Sonntagen, sobald er seine regulären liturgischen Pflichten erfüllt hat und noch Zeit dazu finden, alle Jugendgefängnisse und Behindertenheime Italiens abzuklappern. Aber nicht am Gründonnerstag! – Die Fusswaschung am Gründonnerstag hat mit der Beauftragung der Apostel für ihren Dienst zu tun und nicht mit der Barmherzigkeit der Kirche gegenüber den Sündern! Das ergibt sich schon aus dem Dialog in Johannes 13 zwischen Petrus und dem Herrn. Deshalb ist die Vorschrift auch, dass diese Liturgie in der Kathedralkirche stattzufinden hat und nirgendwo sonst. – Und jetzt kommt so ein Besserwisser von Krypto-Protestant, der meint er könne den Willen Christi ganz neu und besser verstehen als die Kirche, lässt sich auf den Stuhl Petri wählen, nimmt die Wahl an und will der Kirche nun einen falschen Glauben aufzwingen. Das ist das wahre Problem! Nicht das der Mann ein faible für die Füße seiner Mitmenschen hat.

      • Auf den Einwand des Petrus, begründet Jesus die Fußwaschung wie folgt: „Wenn ich dir die Füße nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.“* Es geht also, nimmt man diese Worte Jesu als Maßstab, darum, Anteil an Ihm zu haben. Darauf bezog sich mein Beitrag.
        Daß sich beim einen Assoziationen zur Apostelbeauftragung und beim anderen zur Barmherzigkeit ergeben, ist jeweils ein eigenes Thema, welches ich allerdings gar nicht angesprochen hatte.

        *Wörtlich übersetzt: „Wenn ich dich nicht wasche, hast Du keinen Teil an mir.“

  15. Etwas ungewohnt, was Papst Franziskus da macht.
    Aber der Herr ließ sich zum Erstaunen und Unmut vieler Schriftgelehrter von einer bekannten Sünderin die Füße waschen und küssen.
    Der Herr und Erlöser hat sich nicht gescheut, mit Zöllnern und Sündern zu essen.
    Er hat nicht allein den Juden das Heil, sich selbst, verkündet, sondern auch Heiden und den Proto-Moslems (den Samaritern). Er hat sich ihnen allen gewissermaßen zur Speise gereicht.
    Er hat sich für alle, alle Sünder sowie die Gerechten, ans Kreuz schlagen lassen.
    Der Papst aus Südamerika hält uns in Europa den Spiegel vor Augen.
    Eine gewisse Unsicherheit ist gegeben, aber jeder kann und muß dazulernen.

    • Franzel
      Verwechseln Sie da nicht etwas?
      Wenn Franziskus aus dem Vatikan hinausgeht zum Beispiel auf den Vorplatz von Stazione Termini und dort moslemischen Mädchen, buddhistischen Mönchen, atheistischen Freimaurern, Asylanten und Rauschgiftsüchtigen die Füße küsst und ihnen Bekehrung und Vergebung der Sünden in Jesus Christus, unserem Herrn und Heiland und wahren Gott, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, verkündet, wird kein echter Katholik etwas dagegen haben.
      Aber das Letzte Abendmahl war etwas anderes. Jesus wählte nur die Zwölf Apostel, seinen engsten Kreis, zur Teilnahme aus, die mit ihm im Glauben und in der Liebe geeint waren, außer demjenigen, der diese Auserwählung verriet. An diesem Abend setzte er sie als Priester des Neuen Bundes ein und stiftete das Sakrament der Eucharistie.
      Dieses Sakrament darf nicht vor die Hunde geworfen werden!
      Darum erklärte Jesus den Aposteln beim Letzten Abendmahl: Ihr alle seid r e i n, außer dem Sohn des Verderbens.

      • Das Sakrament der Eucharistie ist hier gar nicht betroffen. Bei der Fußwaschung handelt es sich um eine Sakramentalie.

      • Die Fußwaschung zielt auf die Einsetzung als „Priester“. Deshalb sollten bei dem Zeremoniell im Vatikan eigentlich nur Priester(kandidaten) dabei sein. Das war m.W. früher auch so.
        Dass dieselben dann hinausgehen und das Messopfer zelebrieren sollen, ist das Sakrament – nicht die Teilnahme an der Kommunion, die für alle Jüngerinnen und Jünger gedacht ist.

  16. Gelobt sei Jesus Christus. Es tut mir im Herzen weh, zugeben zu müssen, dass ich beim ersten öffentlichen Auftritt (also gleich nach seiner Wahl) von Papst Franz ein ungutes Gefühl im Magen hatte. Wenn ich eine meiner Bibeln zur Hand nehme (egal, welche Übersetzung) wird deutlich, dass sich unser Herr Jesus Christus mit einer ganz bestimmten Gruppe Jünger zum Passahmahl versammlte. Nicht jedoch mit irgendeiner x-beliebigen Schar von Leuten. Sogar Judas Iskariot (der unseren Herrn dann verriet) war kein Nichtgläubiger. Ich gebe zu, dass seit Gründonnerstag 2013 mein Unbehagen (Ablehnung?) ihm gegenüber nur noch gewachsen ist. Ich bin wirklich in Not. Kann mir wer raten? Danke.

    • Schlagen Sie in der Bibel nach und dann im Internet:
      Dan 10,21; Vorher aber will ich dir mitteilen, was im BUCH der WAHRHEIT aufgezeichnet ist. Doch keiner hilft mir tatkräftig gegen sie, ausser eurem Engelfürsten Michael.
      Dan 12,4.9; Du Daniel halte diese Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden nachforschen und die Erkenntnis wird gross sein.

  17. Es ist zu befürchten, dass @ Zeitschnur mit ihrem radikalen Kommentar vollkommen recht hat, dass der Kommentar der Realität entspricht.
    Ich muss noch einen Schritt weiter gehen: Vielleicht ist es Bergoglio nicht möglich, das Abendmahlsamt in der Lateranbasilika zu zelebrieren, vielleicht ist er zu einer solchen Heuchelei nicht fähig.
    Ich weiß, die Vermutung ist ungeheuerlich, aber alles spricht dafür: Er hat den katholischen Glauben vollkommen verloren. Er zelebriert sich selbst. Beim Abendmahlsamt geht das über seine Kraft. „Die Flucht an die Ränder“ wäre dann zwar immer noch ein Werbecoup, aber er flieht auch vor sich selbst. Vor dem eigenen Inneren.
    Er ist Papst, er ist Priester. Die Kirche gedenkt am Gründonnerstag u.a. der Einsetzung des allerheiligsten Altarssakramentes als immerwährendes Vermächtnis Jesu Christi, an die Betrauung der Apostel mit dem Priestertum, an den Verrat des Judas.
    Das ist für Bergoglio zu viel. Er flieht vor sich selbst. Und verbrämt seine Flucht als Tat der Liebe.
    Es ist nur eine Vermutung. Egal, ob sie zutrifft oder nicht: Dieser Papst ist für die Kirche eine Katastrophe.
    Er hat in der Nachkonzilskirche schon in jungen Jahren Karriere gemacht. Erst in seinem Orden, dann in der Hierarchie. Dann bis an die Spitze. Es ist ein dunkles Geheimnis. Bergoglio ist weder brillant, noch hat er ein ähnliches Charisma, mit dem Johannes Paul II. die frommen Massen gewann. Er strahlt auch keine Güte aus, sein Aussehen ist eher gewöhnlich. Er dürfte nach den Mediengesetzen gar kein Massenliebling sein. Er ist es. Er ist der Liebling der Welt, die sich von Gott losgesagt hat.
    Für glaubenstreue Katholiken geht dieser Papst über die eigene Kraft. Wir haben das von Kind an gelernt: Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er ist der Stellvertreter Jesu Christi auf Erden.
    Dass Katholiken die Augen vor der unerträglichen Realität verschließen, kann ich verstehen. Auch wenn es realitätsblind ist.

  18. Die Kartage sind liturgisch die Erinnerung an den Tod und die Auferstehung Christi. Mit dieser traditionellen Feier der Kirche bricht der Papst. Er wendet sich stattdessen effekthaschend dem Thema der Behinderten zu ohne jedoch für diese etwas Wirkliches zu tun.
    Wollte er etwas für die Menschenwürde und das Lebensrecht der Behinderten tun, so hätte er seine Stimme vor den Mächtigendiese Welt ( wie Obama, Hollande, die Königin von England et alii) , die ihn besuchen, erheben müssen und das uneingeschränkte Lebensrecht für die Behinderten einfordern müssen. Seine Vorgänger haben noch in diesem Zusammenhang von der Kultur des Todes gesprochen.

  19. Schade, dass so viele der Tendenz des Artikels folgen, dass die Geste von Papst Franziskus aus katholischer Sicht nicht ernst genommen werden könne. Ich glaube, dass die Kirche in Zukunft nur dann eine Chance hat ernst genommen zu werden, wenn sie sich wie Jesus um die Menschen am Rand kümmert. In diesem Sinne ist Papst Franziskus ein echtes Vorbild.

    • 1. Jesus hat sich nicht um „die Menschen am Rand“ gekümmert. Er hat sich um alle Menschen gekümmert. Oder waren Nikodemus, Joseph von Arimathäa, Lazarus und seine Schwester etwa „Menschen am Rand“ der Gesellschaft. Das Jesus als Sohn Gottes fähig war reumütige öffentliche Sünder von verstockten nicht so öffentlichen Sündern zu unterscheiden sollte uns über die Tatsache nicht hinwegtäuschen, dass es Jesus nicht um die „Menschen am Rand“ ging, sondern um JEDEN Menschen.
      2. Es ist völlig egal, ob die katholische Kirche „ernstgenommen“ wird. Sie ist von der „Welt“ nie ernstgenommen worden, wenn sie katholisch war. Niemals! Und es bedarf immer der Gnade Gottes den Glauben annehmen zu können. Die Kirche hat den unverfälschten Glauben zu verkünden, unabhängig davon ob sie sich eine menschliche Hoffnung machen kann „ernstgenommen“ zu werden oder nicht! Danach hat die Kirche nicht zu fragen. Sie hat Ihrem Herrn zu gehorchen und den Glauben nicht anzutasten. Jesus ist nicht gekommen um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert, nämlich die Wahrheit.
      3. Da im Leben der Kirche das Gesetz des Betens das Gesetz des Glaubens formt, wird durch die Umdeutung der Liturgie der Glauben verfälscht. Und deshalb ist die Änderung oder Umdeutung der Liturgie ein Verrat am Glauben.

    • Ich sehe da nicht einmal die vorgetragene vermeintliche Kausalität. Die Kirche wird nicht deshalb ernstgenommen werden, vielmehr suchen die Irrenden Selbstvergewisserung durch die Zustimmung der Kirche zu erlangen. Im übrigen kümmert sich die Kirche aktuell ja gar nicht um bedürftige Randgruppen, sondern springt auf den Zug der gerade öffentlichkeitswirksam modisch gewordenen Lobbies. Es gibt sehr viel Leid auch in den westlichen „Wohlstandsnationen“, seelisches, wirtschaftliches, soziales, herzliches und sogar intellektuelles Leid, welches die Kirche womöglich nicht einmal sieht, weil ihr Personal sich längst mit den (demokratischen) Machthabern gemein gemacht hat. Sie ist blind geworden für die Wirklichkeit und sucht nun Führung ausgerechnet bei den weltlichen Ideologen. Der Irrende kann aber nicht den Blinden führen. In dem Moment, wo die Kirche nicht mehr auf sich, sondern auf die Wahrheit schaut, in diesem Moment sind ihr auch wieder die Augen für die Not geöffnet. Umgekehrt erliegt man Lug und Trug.

      • ja so ist es wohl. Die Kirche achtet nicht mehr auf das Leid, weil sie dieses nicht mehr an den Geboten Gottes misst, sondern betrachtet das Leid wie aus einem Agit Prop Roman aus den 20ern,
        Also nach dem Motto, dass alles Leid, als Ursache bösen andere, vorzugsweise Reich hat.
        Den Menschen erkennt nur, wer von Gott weiß!
        Und wer von Gott nichts weiß der kann dem Menschen nicht wirklich helfen, sondern höchstens das Elend der Menschen verwalten.

      • habe mich vertippt der Satz sollte heißen:
        …dass alles Leid, als Ursache, böse Andere, vorzugsweise Reiche, hat….

    • Da gibt es jetzt eine schöne treffende Wortprägung „Pastoralperipherie“. Manche suchen sich auch die Ränder raus. Müssen wir jedem nachlaufen, nur weil er nicht will oder was auch immer ? Ein Kaufmann, der sich nur neue Kunden gewinnen will, wird letztlich die Stammkundschaft verlieren.

  20. Die entscheidende Frage wird sein, ob es Seiner Heiligkeit gelingen wird, die Knie zu beugen, um wahrhaft demutsvolle Fußwaschungen durchzuführen. Da sollten alle genau hinschauen.

  21. Der folgende Beitrag passt aus meiner Sicht gut zu dem Thema, er zeigt wo die Reise hin geht und was im Hintergrund abläuft. Ich habe meinen Kommentar dazu geschrieben bevor ich den obigen Beitrag in Kath Info gelesen habe:

    Papst Franziskus spricht vor Seminaristen
    Seid keine Bürokraten
    Rom, 15. April 2014 (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 288 klicks
    Gestern empfing Papst Franziskus die Studenten, Seminaristen, Priester und Bischöfe der Päpstlichen Universität „Leoniano di Agnani“ der Region Latium im Vatikan. Die Seminaristen waren zu Fuß zu ihm gepilgert. Er sagte zu den Anwesenden, bei Priestern dürfe es keine Mittelmäßigkeit geben. Nachdem er ihnen gedankt hatte, betonte er, die Ausbildung der Priester basiere auf vier wichtigen Pfeilern: starkem geistlichen Leben, ernsthaftem intellektuellen Leben, gemeinschaftlichem Leben und apostolischem Leben. Diese Punkte seien nicht als eine Aneinanderreihung zu verstehen, sondern als Interaktion anzusehen. Bezüglich des Berufes des Priesters sagte er:

    „Ihr lieben Seminaristen, bereitet euch nicht auf einen Beruf vor, auf eine Funktion in einer Firma, seid kein Teil eines bürokratischen Körpers. Wir haben viele Priester auf halber Strecke. Es schmerzt, dass sie es nicht geschafft haben: Viele wirken wie Funktionäre einer Firma, es bekommt eine bürokratische Dimension und das tut der Kirche nicht gut! Passt auf, dass ihr nicht so werdet! Werdet Hirten, wie Jesus. Um wie er zu sein, müsst ihr Teil seiner Herde sein und diese nähren. “
    Papst Franziskus unterstrich, dass es heutzutage nicht einfach sei, ein guter Priester zu sein. Er sagte:
    „Ein guter Priester zu sein, mit Jesus als Vorbild, ist keine einfache Sache. Jesus ist viel zu groß und wir sind viel zu klein… Ja, es ist wahr, er ist viel zu groß für uns! Aber es ist nicht unser Werk! Es ist das Werk des Heiligen Geistes und unserer Mitarbeit. Wir bieten uns an, als formbare Tonerde, und Gott ist der Töpfer, der uns mit Wasser und Feuer bearbeitet – mit dem Wort und dem Geist.“
    Papst Franziskus sagte zu den Seminaristen, dass sie das Volk auf dem Weg Gottes nur dann führen können, wenn sie Jesus in sich tragen. Dabei sei es entscheidend, das Volk nicht auf dem eigenen Weg zu führen, sondern absichtslos zu handeln. Als Beispiel nannte er die Apostel Jakob und Johannes, die hohe Ämter angestrebt hätten, doch der Herr habe ihnen den richtigen Weg gewiesen. So appellierte er an die Priesteranwärter, jeden Tag mit Jesus zu sprechen und zu beichten, das Evangelium täglich zu beten, um dies dann zu leben und zu predigen. Papst Franziskus forderte die Anwesenden auf, sich aufrichtig die Frage zu stellen, ob sie auf dem richtigen Weg seien. Indem er Ezechiel (Ez 34, 1-6) zitierte, sagte er, den schlechten Priestern, die sich selbst nähren würden und nicht die Herde, drohe Ärger. Er sagte:
    „Wenn ihr euch – das sage ich jetzt nur aus Liebe und nicht als Angriff – nicht sicher seid dieser Straße zu folgen, mit dieser Einstellung, mit dieser Erfahrung, dann wäre es besser, sofort den Mut zu haben und einen anderen Weg einzuschlagen. Es gibt verschiedene Wege in der Kirche, ein Zeuge Jesu zu sein, und viele Straßen führen zur Heiligkeit. Aber als Priester gibt es keinen Platz für die Mittelmäßigkeit, diese würde nur dazu führen, dass das heilige Volk ausgenützt wird.“
    (15. April 2014) © Innovative Media Inc.

    Papst Franziskus spricht vor Seminaristen was er sagt hört sich wieder gut an.
    Aber es hat halt immer den ….fuß (es ist nicht der Pferdefuß):
    Was sollen die Priester tun? Sie sollen das tun was der Bischof von Rom für ihren Auftrag hält: sich um die Armen kümmern (nicht die im Geiste) sich um die Bootsflüchtlinge kümmern, die Fußwaschung im Gefängnis, auch von Frauen und Muslimen vornehmen, sich vom pluralistischen Heiligen Geist führen lassen.
    Und wichtig, schlechte Priester, also solche die dem Bischof nicht folgen, sollten den Mut haben einen anderen Weg einzuschlagen. „Es gibt viele Wege in der Kirche….“
    So ist es auch in den Unternehmen in welchen Mc und Co aktiv sind, eine neue Verkaufstruppe, ein neuer Kader wird aufgebaut in die anderen, die bisherigen Mitarbeiter machen mit oder bekommen neue Aufgaben (natürlich minderwertige unbedeutende) zugewiesen, angeboten. Viele scheiden dann lieber aus zB. „Altersgründen“ aus. Das Ergebnis ist eine neue folgsame Mannschaft.

    Auch Diktaturen setzen immer auf Jugend um sie zu manipulieren und für die eigenen Interessen zu mobilisieren. Auch die Deutsche Geschichte kennt dies.

    • Wie es den Bischöfen gefällt. Ein Zirkus der Beliebigkeit. in leeren Zeichen ergeht man sich gern.

  22. Bei allen kritischen Details, die auch Franziskus in seiner nun doch sehr eigenwilligen Auslegung der Fußwaschung* an den Tag legt, sei daran erinnert, daß es eine sehr lange Tradition in der Kirche gibt, neben apostolisch Ausgesendeten auch Armen die Füße zu waschen.

    • Vielleicht ein Brauch, aber keine Tradition, da möchte ich doch unterscheiden. Bei Bergoglio wirkt alles so verkrampft, überzogen und medienbewußt.

      • nee ich finde er wirkt absolut echt, nur wirkt er nicht, wie ein Papst, worin das Problem besteht!
        Aber er ist der Papst, solange es keinen Hinweis gibt, dass die Wahl unrechtmäßig war, und/oder der Rücktritt Benedikts erzwungen war, wofür es auch keinerlei Hinweise gibt

      • Ja, er entpapst die Kirche – und das kann eben auch gewollt sein.

        Vielleicht wäre es besser gewesen, er wäre einfach „Weltpastoralbeauftragter“ der Kirche oder so etwas geworden.
        Man kann die Breite der Kirche nicht an der Spitze auswalzen.

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