Mario Palmaros letzter Aufsatz – „Kaspers Rede aus Stoff für weiße Fahne der Kapitulation gemacht“

Mario Palmaro, bereits durch die Krankheit gezeichnet, im Mai 2013 mit seiner Familie beim Empfang des Preises "Glauben & Kultur", der ihm verliehen wurde(Rom) „Wir brauchen keine Kirche, die sich mit der Welt bewegt, sondern eine Kirche, die die Welt bewegt.“ Mit diesen Worten zitierte der Rechtsphilosoph Mario Palmaro vor wenigen Tagen G.K. Chesterton. Am Sonntag Abend ist Mario Palmaro nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Bis zum letzten Augenblick blieb er ein Streiter für seine Katholische Kirche. Aus diesem Anlaß veröffentlichen wir seinen letzten Aufsatz, den er gemeinsam mit Alessandro Gnocchi am 5. März in der Tageszeitung „Il Foglio“ veröffentlichte.
Wüßte man nicht, daß Papst Franziskus seine Ansprache an die Pfarrer der Diözese Rom erst am 6. März hielt, könnte man den Aufsatz von Palmaro und Gnocchi als Antwort darauf verstehen. Eine Antwort ante eventum.
Das Bild zeigt Mario Palmaro, bereits durch die Krankheit gezeichnet, mit seiner Ehefrau und den vier Kindern im Mai 2013, als ihm der Preis „Glauben & Kultur“ verliehen wurde.

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Sprache der Krise der Welt statt dogmatische und übernatürliche Wahrheit?

von Mario Palmaro und Alessandro Gnocchi

Die Sakramente, Gnadenquell Chrsisti durch die KircheEin Feldlazarett, in dem man den Kranken, Verletzten und Sterbenden sagt, daß es ihnen doch gut geht, so wie es ist. Von der Rückkehr zum ursprünglichen Gesundheitszustand ist keine Rede, und von den Medikamenten, besonders jenen, die dem Gaumen nicht zusagen, schon gar nicht. Will man die Papst Franziskus so teure Metapher, die durch Medien- und Predigtfuror in das kollektive katholische Gedächtnis eingegangen ist, beibehalten, kann man den Sinn des Referats, mit dem Kardinal Walter Kasper das Konsistorium über die Familie eröffnet hat, nicht anders definieren. Es können keine Zweifel bestehen, wenn er sagt: „Wir müssen aber ehrlich sein und zugeben, daß sich zwischen der Lehre der Kirche über die Ehe und die Familie und den gelebten Überzeugungen vieler Christen ein Abgrund aufgetan hat“. Es gibt keinen Zweifel, weil sich seine gesamten Überlegungen nicht darauf konzentrieren, die aus der Herde geflohenen und verlorenen Schafe wiederzufinden und zurückzuführen, und auch nicht auf die Gründe, weshalb sie verlorengegangen sind, sondern auf die Notwendigkeit, sich der neuen Situation anzupassen. Der Hirt soll nicht nur den Geruch seiner Schafe annehmen, sondern vor allem jener Schafe, die gegangen sind.

Nach Kaspers Rede kann sich niemand mehr der Illusion hingeben, alles sei in Ordnung

Daß in der Kirche etwas Neues stattfindet, wurde auch am Aufsehen deutlich, den weltweit der journalistische Knüller der Tageszeitung Il Foglio auslöste, die als erste den Text des Kardinals vollinhaltlich veröffentlichte. Der Illusion, daß alles ruhig und in Ordnung ist, kann sich nur hingeben, wer die konservativen und beruhigenden Teile von Kaspers Rede in die Waagschale legt und sich in Selbsttäuschung einbildet, daß sie zumindest ein Milligramm mehr ausmachen als die innovativen und besorgniserregenden Teile. So als würde nicht ein einziger Schatten der Unordnung genügen, den himmlischen Ursprung der Ordnung zu stören.

Die Rede ist eine Meldung, die nicht nur die Medien betrifft, die ihrer Natur nach den Kindern hinterherlaufen, die Hunde beißen und nicht den Hunden, die Kinder beißen. Die Meldung betrifft auch die Gläubigen welchen Rangs und Standes auch immer und jede auf der Erde existierende vernunftbegabte Kreatur, weil die Kirche in allem was sie sagt, unterschiedslos zu allen Menschen sprechen muß oder zumindest sollte, indem sie immer und überall dieselbe Wahrheit bezeugt. Wenn die Medien wegen eines Kindes ein Freudenfest machen, das einen Hund beißt, einfach nur weil es etwas Neues ist, müssen die Gläubigen, die Andersgläubigen, Agnostiker und Atheisten hingegen verstehen, ob dieses Etwas gut oder schlecht ist. Sie können nicht einfach feiern, nur weil etwas neu ist.

Strategie der veränderten Praxis bei nichtssagender Beibehaltung des Buchstabens

Es genügt, zu schauen, wer sich freut und feiert und wer nicht, um zu verstehen, daß Kardinal Kasper, den Papst Franziskus gleich beim ersten Angelus wegen seines Buches „Barmherzigkeit“ als „einen Theologen, der auf Draht ist, ein guter Theologe“ bezeichnete, diesmal dem Hund einen ordentlichen Biß versetzt hat. Aus seinem Referat tritt das Bild einer zukünftigen Kirche hervor, die völlig flüssig und biegsam ist und die immer weniger Ahnung von den Sakramenten hat. Und es ist kein Zufall, daß mit den ersten Pinselstrichen zu diesem Bild bei der Ehe angesetzt wird, die von den hinterlistigsten Begierden versucht und gegeißelt ist und daher am verwundbarsten ist. Aber abgesehen vom Inhalt ist vor allem auch die Methode besorgniserregend. Eine Mischung aus Unterwerfung unter die Begierden der Welt und dem Wunsch, die Tore der uneinnehmbaren Festung dem rasenden Belagerer zu öffnen. Man muß die beim Zweiten Vatikanischen Konzil angewandte Strategie wiederholen, sagt der Kardinal seelenruhig: „Das Konzil hat Türen geöffnet, ohne die verbindliche dogmatische Tradition zu verletzen“. Es ist die Strategie, mit der die Veränderung der Praxis hinter einer nichtssagenden Beibehaltung des Buchstabens versteckt wird. Der Modernist Don Ernesto Buonaiuti theoretisierte sie in einer regelrechten Handlungsanleitung:

„Bisher wollte man Rom ohne Rom oder sogar gegen Rom reformieren. Man muß Rom mit Rom reformieren, indem man die Reform durch die Hände jener gehen läßt, die reformiert werden sollen. Das ist die wirkliche und unfehlbare, allerdings schwierige Methode. Hoc opus, hic labor. […] Der äußere Kult wird fortbestehen wie die Hierarchie, aber die Kirche, da Lehrmeisterin der Sakramente und ihrer Ordnung, wird die Hierarchie und den Kult gemäß der Zeit ändern: sie wird jene einfacher und liberaler machen und diesen spiritueller; und so wird sie schrittweise ein orthodoxer Protestantismus und nicht ein gewalttätiger, aggressiver, revolutionärer und ungehorsamer.“

Zersetzende Pastoral stammt aus problematischer Lehre

Man muß Kardinal Kasper nicht dieselben Intentionen Buonaiutis zuschreiben. Andere Zeiten, andere Träume, andere Theorien, die jedoch die Praxis jeweils nach eigenem Abbild und Gleichnis formen. Man muß den Mut und die intellektuelle Redlichkeit haben und zugeben, daß die Pastoral, diese talismanähnliche Konzeption, die heute dazu dient, jedes Nachgeben zu rechtfertigen, immer Tochter einer Lehre ist. Es ist wahr, daß die Praxis, als Hommage an ihre aufklärerische Herkunft häufig eine nicht wachsame Lehre frißt. Es ist aber auch legitim, sich zu fragen, woher eine zersetzende Pastoral stammt, wenn nicht aus dem Schoß einer zumindest im Kern problematischen Lehre.

Wenn sich im Referat Kaspers auch viele Stellen finden, die an sich kein Problem darstellen, kann man nicht leugnen, daß jeder Absatz und jede Zeile die Idee eines widernatürlichen Dialogs zwischen den Werten der Welt und der christlichen Moral atmet. Ein Trojanisches Pferd ist in die katholische Festung eingedrungen, das gleichzeitig Zweck und Mittel zum Zweck ist. Der eine wie das andere haben sich zusammengeschlossen in ihrem Werk der Zerstörung der Vorstellungen von Natur und Person, die von ihrem Ursprung an die Theologie charakterisierten.

Wahre Natur des Menschen ist es, keine Natur zu haben?

Das inzwischen auch in der katholischen Kirche vorherrschende Denken, das der Rede von Kardinal Kasper zugrundeliegt, wurde von Enrico Chiavacci in einer Zeile des 1973 veröffentlichten Lexikon der Moraltheologie vorweggenommen: „Die wahre Natur des Menschen ist es, keine Natur zu haben“. Daraus folgt, daß die Moral von der metaphysischen Grundlegung der menschlichen Natur autonom wird und daß die Liebe, nur auf rein physischer Ebene verstanden, zur einzigen Regel des menschlichen Verhaltens wird.

Roberto de Mattei schrieb diesbezüglich:

„Die neuen Moralisten, die von jemandem als ‘Pornotheologen’ bezeichnet wurden, ersetzten die Objektivität des Naturrechts durch die ‚Person‘, verstanden als planender Willen, losgelöst von jeder normativen Bindung und eingetaucht in einen historisch-kulturellen Kontext, oder anders gesagt, in eine Situationsethik. Und da der Sex einen integralen Bestandteil der Person darstellt, indem die Rolle der Sexualität als ‚primäre Funktion des persönlichen Wachstums‘ bezeichnet wird, auch weil, laut ihrer Aussage, das Konzil lehrte, daß nur in der dialogischen Beziehung mit dem anderen der Mensch sich verwirklicht, zitierten sie in diesem Zusammenhang die Vorstellung, laut der ‚ich den anderen brauche, um ich selbst zu sein‘, gegründet auf die Nummer 24 von Gaudium et Spes, der Magna Charta des nachkonziliaren Progressismus.“

1966 veröffentlichte die Französische Bischofskonferenz die „Documentation catholique“, in der das einzig Katholische der Titel war, und mit der das Ende der klassischen Theologie verkündet wurde. Die französischen Bischöfe sagten:

„Nach dem Konzil verlangt die Christologie eine besondere Aufmerksamkeit. In der Theologie geht es zum Beispiel um die Notwendigkeit, die grundlegenden Konzepte der Natur und der Person beizubehalten. Diesbezüglich wirft die moderne Philosophie neue Probleme auf: die Bedeutung der Begriffe ‚Natur‘ und ‚Person‘ ist für einen philosophischen Geist eine andere als jene des 5. Jahrhunderts oder des Thomismus. […] Welche Konzepte von Natur und Person sollen gebraucht werden, damit sie für unsere Zeitgenossen die Wahrheit der dogmatischen Definitionen ausdrücken können?“

Das Endergebnis dieser Prämisse konnte nur die Unmöglichkeit sein, Zugang zur Wahrheit der dogmatischen Definitionen zu finden, von denen die französischen Bischöfe den Worten nach sagten, daß sie ihnen noch am Herzen lag.

Der Angriff auf die Theologie des 5. Jahrhunderts und den Thomismus geschah nicht zufällig, bedeutete er doch, die Definition von Person zu zerstören, die von Boetius formuliert und dann unter anderem vom Heiligen Thomas aufgegriffen wurde. „Persona est rationalis naturae individua substantia”, sagte Boetius. “Die Person ist die individuelle Substanz von vernunftbegabter Natur.”

Rede Kaspers ist aus dem Stoff der weißen Fahne für die Kapitulation

Die Rede von Kardinal Kasper ist aus dem Stoff gemacht, der sich dafür eignet, als weiße Fahne in der belagerten Zitadelle Gottes geschenkt zu werden. Zu behaupten, daß man auf die modernen Kategorien des Denkens und der Sitten zurückgreifen müsse, heißt, die notwendige Vermittlung von Vorstellungen und einer Sprache, die auf „natürliche“ Weise wahr sind, zu unterschlagen.

Die Wahrheit ist nicht nur dogmatisch und übernatürlich, so wie die Wahrheit der Dogmen nicht der einzige Fixpunkt ist, den es im katholischen Denken zu bewahren gilt. Es gibt eine „natürliche“ Wahrheit der Sprache und der Konzepte, die auch für die ausschließlich religiösen Zwecke absolut unverzichtbar ist. Deshalb können die klassischen Vorstellungen von Natur und Person nicht ungestraft mit den modernen vertauscht werden.

Man kann nicht den Hegelianern die Wahrheit der Dogmen mit den Hegelschen Begriffen erklären, den Cartesianern mit jenen Descartes, den Kantianern mit jenen Kants, den Marxisten, indem man die marxistischen Begriffe verwendet und so weiter, weil die moderne Philosophie essentiell antinatürlich ist und die Gnade auf die Natur wirkt, nicht auf die Antinatur.

Jean Madiran und das Phänomen des theologischen Debakels

In seinem Buch „Die Häresie des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet Jean Madiran dieses Phänomen als theologisches Debakel, das „sich auf die Phantasie stützt. Es ist eine Mythologie. Es geht nicht von einer falschen Vorstellung zwischen Natur und Gnade aus, sondern von einer radikalen Bestreitung der natürlichen Ordnung, was auch ein Bestreiten der übernatürlichen Ordnung nach sich zieht. Es gründet nicht auf einem Aspekt der Realität, indem es andere Aspekte entwertet oder entstellt: es befindet sich vollkommen außerhalb jeder Realität in einem ideologisch-verbalen Limbus. Es bestreitet die natürliche Realität nicht und betrügt sich auch nicht: es weist sie zurück, es lenkt die Seelen von ihr weg, um sie anderswo hinzulenken, ins Nichts.“

Das Grundelement dieses Handelns ist, wie in der Handlungsanweisung Buonaiutis beschrieben, der Angriff auf das Sakrament, auf das, was in der Welt das Zeichen des Göttlichen ist, der Gegenwart Gottes unter den Menschen; das, was letztlich Prinzip und Garantie der irdischen Ordnung ist, weil es die von der göttlichen Ordnung herkommenden Gnaden vermittelt. Daher ist es das Ziel, in die katholische Theologie einzudringen und sie bis in die Wurzeln zu pervertieren.

„Abschaffung“ der Sünde knebelt und erstickt katholische Theologie

Die wirklichen Knoten, die die katholische Theologie knebeln und ersticken, sind die Abschaffung der Sünde und die Trennung von Glauben und Sakramenten. Das Sakrament ist gleichzeitig Auflage und Mittel, um die Geschöpfe vor dem Sündigen zu bewahren. Das ist das grundlegende, aber vergessene und vernachlässigte Thema: die Sünde. Das ist der Skandal, die Schande, ohne die der Mensch nicht verstanden werden kann. Es ist schon in Ordnung: das Ostergeheimnis, die Auferstehung, der Triumph des weggerollten Steines. Aber es gibt keine Garantie, daß unsere Seelen vor dem unabwendbaren Tod bewahrt werden. Die Sünde bringt das Geheimnis der ewigen Verdammnis mit sich.

An dieser Stelle tritt zusammen mit der Fleischwerdung das Sakrament in die Geschichte ein, das Geheimnis, das gleichzeitig grundlegend für die Rettung des Menschen aus seinem Zustand als Sünder ist. Eine Kirche ohne Sakramente ist schlichtweg undenkbar, ein Niemandsland, oder wenn es gut geht, ein Feldlazarett, wo sich jeder selbst rettet. Die Diskussion rund um die Zulassung der wiederverheiratet geschiedenen Paare zur Kommunion ist zermürbend und in gewisser Weise sogar absurd. Die eigentliche Frage ist viel einfacher: Wovon soll der Mensch sich retten? Wovon aber soll er sich retten, wenn man predigt oder zu verstehen gibt, daß die Hölle nicht existiert oder, wenn sie existiert, leer ist?

Christus ließ sich nicht kreuzigen, um uns vor Krieg, Armut und einer gescheiterten Ehe zu retten

Christus hat sich nicht kreuzigen lassen, um die Menschen vor dem Krieg, der Armut, dem Neid, der schiefgegangenen Ehe oder der Traurigkeit zu retten. Er hat es getan, um sie vor der ewigen Verdammnis zu retten. Und die Sakramente sind das Gnadenmittel, um aus dieser schrecklichen Krankheit herauszukommen. Der alte Katechismus des Heiligen Pius X. erklärte: „Die Sakramente sind wirksame Zeichen der Gnade, eingesetzt von Jesus Christus um uns zu heiligen.“ Und weiter, daß „sie wirksame Zeichen der Gnade sind, weil sie mit den spürbaren Teilen diese unsichtbare Gnade bedeuten oder anzeigen, die sie verleihen; und sie sind wirksame Zeichen, weil sie die Gnade, die sie bedeuten, wirklich verleihen“.

Als sie Jesus den Taubstummen brachten und baten, daß Er ihm die Hände auflegt, legte Er seine Finger in die Augen und mit dem Speichel berührte Er seine Zunge, dann richtete Er seine Augen zum Himmel, seufzte und sagte „Effata“ und der Mann war gesund. Jesus, der Gott war, hätte dem Taubstummen das Gehör und das Sprechen mit einem einfachen Befehl seines Willens zurückgeben können. Doch der Kontakt der Finger und des Speichels bedeutete und verlieh wirklich die Gnade der Heilung. Es war das Zeichen des Sakraments, des Eintritts der Gnade in das Leben des Mannes, das die Handlungen und die Materie des Alltags in Ritus verwandelt. Die Kirche wird bis an ihr Ende nicht darauf verzichten können, außer unter Strafe ihres Endes. In einer Welt, die der zugleich fleischlichen und geistlichen Verankerung der Sakramente beraubt ist, kann die Sünde nicht mehr besiegt werden, weil sie nicht mehr als das erkannt und bekämpft wird, was sie ist. Und der Mensch verirrt sich, jeder ist niemand, und, wie Marshall McLuhan sagt, „könnte der größte Staatsmann mit einem Lakaien verwechselt werden. In liturgischen Begriffen bedeutet der Verlust der Identität den Verlust der religiösen Berufung, und die moralische Permissivität bedeutet den Verlust, die Notwendigkeit der Beichte zu erkennen. Dort, wo viele zur Beichte gingen und verhältnismäßig wenige zur Kommunion, beichten nun sehr wenige, während viele zur Kommunion gehen“.

„Wir brauchen eine Kirche, die die Welt bewegt“

Wie G.K. Chesterton sagte, mag eine solche Kirche der Welt gefallen, aber sie tut ihr nichts Gutes:

„Die Kirche kann sich nicht mit der Zeit bewegen, ganz einfach deshalb, weil die Zeit sich nicht bewegt. Die Kirche kann sich nur mit der Zeit beschmutzen und korrumpieren und mit der Zeit stinken. (…) Und die Kirche hat die Aufgabe, das ganze Licht und die ganze Freiheit zu retten, die gerettet werden kann, jener Macht der Welt zu widerstehen, die hinabzieht, und bessere Tage zu erwarten.
Eine wahre Kirche möchte sicher all das tun, aber eine wahre Kirche kann viel mehr tun. Sie kann in diesen Zeiten des Obskurantismus etwas mehr tun, als zur Zeit der Aussaat. Sie kann der Welt das wirkliche Gegenteil der Finsternis sein. Sie kann ihre Ideale in einem solchen anziehenden und überraschenden Kontrast zum unmenschlichen Abgrund der Zeit präsentieren, daß sie mit einem Schlag die Menschen zu einer der moralischen Revolutionen der Geschichte inspiriert, so daß die heute lebenden Menschen nicht vom Tod berührt werden, bis sie nicht die Rückkehr der Gerechtigkeit gesehen haben.
Wir brauchen, wie hingegen die Zeitungen sagen, keine Kirche, die sich mit der Welt bewegt. Wir brauchen eine Kirche, die die Welt bewegt.“

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Fede & Cultura

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Ralph

Von Trauer erfüllt, vernehme ich diese Nachricht. er war bis zu seinem irdischen Ende ein steter Streiter für die Wahrheit in der Kirche. Sein Andenken halte man als gläubiger und bekennender Katholik hoch. Das was er zuletzt gesagt hat, war auch völlig richtig. Der Herr sei ihm gnädig.

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