Ist die Krim verloren? „Nein, sie hat sich gerettet vor Wucherern, Päderasten und Freimaurern“

Krim: Ergebnis für RußlandUm eine andere Meinung im Propagandakarussell der führenden Medien zu Wort kommen zu lassen, veröffentlichen wir einen neuen Gastkommentar

von Boris Holowatzky

(Moskau/Kiew) Das Ergebnis der Volksabstimmung steht fest: eine erdrückende Mehrheit der Krim-Bewohner hat sich für einen Anschluß an Rußland ausgesprochen. Konnte es daran Zweifel geben? Ja, werden westliche Apologeten und Agent provocateurs rufen und die Gültigkeit leugnen. Uns EU-Bürgern sei es als Lektion ins Stammbuch geschrieben: die neuen „demokratischen“ Oligarchen lassen ein Volksvotum nur gelten, wenn das von ihnen gewünschte Ergebnis herauskommt. Die doppelte Volksabstimmung in Irland zum Lissabon-Vertrag von 2008/2009 läßt grüßen. Daß eine Abstimmung „nicht frei“ gewesen sei, läßt sich immer behaupten. Zweifel wurden nach der Bundestagswahl vom September 2013 selbst in Deutschland laut. Wie begründet sie sind, ist eine andere Frage. Im Fall der Krim geht die Kritik grundsätzlich gegen eine Abstimmung, die dem Westen, einschließlich NATO nicht paßt. Es geht schlicht und einfach um Interessen und darum, ob das Volk das Recht hat, über sein Schicksal selbst zu bestimmen. Das versucht gerade der Westen den Bewohnern der Krim abzustreiten.

Bevölkerung weiß, wo sie zu Hause ist

Nein, die Realität auf der Krim ist eine andere. Die Menschen dort haben aus dem einfachen Grund für Rußland gestimmt, weil sie in ihrer großen Mehrheit Russen sind, russisch sprechen und denken und ihre Interessen in Moskau besser aufgehoben wissen als in Kiew. Oder anders gesagt: Sie haben mehr Vertrauen in die Aussagen von Rußlands Staatspräsident Wladimir Putin als in die Versprechungen, die Brüssel und Washington über den Kiewer Lautsprecher verbreiten lassen. Das klare Ergebnis von mehr als 95 Prozent für Rußland ist daher naheliegend und legitim. Daran ändert auch nichts, daß im Westen durch trommelnde Propaganda antirussische Ressentiments aus der Zeit des Kalten Krieges geweckt werden.

Propaganda nicht mit Wahrheit verwechseln

Die bewaffnete Intervention Rußlands auf der Krim unterscheidet sich in nichts vom bewaffneten Sturz des demokratisch gewählten ukrainischen Staatspräsidenten Janukowitsch. Doch die angelsächsischen Staaten haben Erfahrung damit, sich auf einem Auge blind zu stellen, wenn es um ihre nationalen Interessen geht. Im Jahr 100 nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges sollte ein Rückblick auf die Propagandaschlachten hilfreich sein, die vor dem Krieg tobten. Nach dem Krieg diktiert der Sieger die Geschichte. Daß die amerikanische Propagandamaschinerie auch in anderen Staaten wie am Schnürchen funktioniert, sagt viel über das politische, aber auch geistige Abhängigkeitsverhältnis zum Washington Barack Obamas aus.

Die propagandistische Schwarz-Weiß-Malerei unterschlägt für Otto-Normalverbraucher, der sich am Frühstückstisch, in der Firmenkantine oder der Straßenbahn echauffieren soll, daß die Krim erst 1954, nach erheblichem Wodkakonsum, vom Ukrainer Chruschtschow im Handstreich der Ukrainischen Sowjetrepublik geschenkt wurde. Eine windige Grundlage, um heute territoriale Ansprüche Kiews zu rechtfertigen. Bei ukrainischen Volkszählungen wird nach sowjetischem Muster zwischen Volkszugehörigkeit (subjektive Frage) und Muttersprache (objektive Frage) unterschieden. Selbst nach 20 Jahren unabhängiger Ukraine bezeichneten sich zuletzt nur 23 Prozent der Krimbewohner als Ukrainer und gar nur elf Prozent nannten Ukrainisch als ihre Muttersprache.

Krim liefert sich nicht einem Europa der Wucherer, Freimaurer und Päderasten aus

Das Ergebnis bedeutet aber vor allem eines, daß sich zwei Millionen Menschen vor der Vereinnahmung durch die EU gerettet haben. Nennen wir die Dinge doch beim richtigen Namen: Die Krim hat sich vor dem derzeit tonangebenden Europa der Päderasten, Euro-Betrüger, Wucherer und Freimaurer gerettet. Eine zugespitzte, aber keineswegs überzogene Formulierung, wenn man einmal einen Blick hinter die EU-Eigenwerbung geworfen hat.

Die Wahl zwischen Rußland und einem West-Vasall Ukraine ist auch eine Grundsatzentscheidung, wenngleich die Mehrzahl der Stimmbürger einfach das Naheliegende gewählt haben wird. Es ist auch die Entscheidung für ein Land, das die Familie zu verteidigen versucht, die Homo-Propaganda unter Minderjährigen unter Strafe stellt, Kirchenschänder einsperrt und Traditionen verteidigt. Im Vergleich zu bestimmten ideologischen Muster scheint das vielgescholtene Rußland immer mehr zu einem Hort von Kultur und Zivilisation zu werden.

Die Kreditfalle schnappt über Kiew zu

Während die Krim sich der Umarmung durch die EU entzogen hat, wird die Ukraine plötzlich mit erstaunlicher Geschwindigkeit von selbiger absorbiert. Und siehe da, mit einem Schlag zeigt auch der Weltwährungsfonds (IWF) Bereitschaft, einen großzügigen Geldregen über Kiew auszuschütten. Sollten die internationalen Institutionen nicht eigentlich neutral sein? Krisensituationen sind ein Paradies für Halsabschneider. Nicht nur Einzelpersonen, auch Regierungen neigen zu Entscheidungen, die sie unter anderen Bedingungen nicht treffen würden. Die Ukraine wehrte sich bisher gegen Kredite, die an eine politische Agenda gekoppelt waren. Eine Form der Erpressung auf politischer Ebene. Wer sich mit Wucherern einläßt, wird sie ein Leben nicht mehr los, und falls doch, schäumen die Halsabschneider und entfachen eine internationale Verleumdungskampagne. Ungarn kann ein Lied davon singen. Die einzige Luft, die die Geldverleiher ihren Opfern lassen, ist nur jene, um weitere Kredite betteln zu können. Zuerst wurde eine neue Regierung installiert, die einigt sich nun flott mit den internationalen „Partnern“ und morgen folgt das böse Erwachen.

Wer hat denn nun auf dem Maidan-Platz geschossen?

So klingen die amerikanischen und europäischen Erklärungen über die angebliche „Illegalität“ der Krim-Volksabstimmung wie eine tragische Farce. Interessiert jemand in Brüssel oder Washington wer auf dem Maidan-Platz wirklich geschossen hat? Was aber soll am Selbstbestimmungsrecht der Völker illegal sein? Natürlich nichts, solange die Abstimmung das gewünschte Ergebnis liefert.

Es wird keine Militärintervention der USA oder der NATO geben. Rußland ist eine Nummer zu groß. Aber es wird einen Propagandakrieg und eine Reihe verdeckter Operationen geben, um in Rußland eine „freundlichere“ Regierung zu installieren. Unterdessen hat sich die Krim gerettet. Die Volksabstimmung bedeutet auch zwei Millionen Opfer weniger, die Homosexualisten, Freimaurern und Halsabschneidern in die Hände fallen. Ein gutes Ergebnis. In diesem Zusammenhang sollte man auch nicht jede Schreckensmeldung über angeblich auf der Krim nun benachtteiligte Katholiken für bare Münze nehmen. Die Propagandamaschinerie zieht alle Register. Interessanter ist in diesem Zusammenhang zu sehen, wer unkritisch alles Vorgekaute übernimmt.

Text: Boris Holowatzky
Bild: Google Maps

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104 Comments

  1. Es ist ganz interessant. Derzeit läuft auf Kath.net eine Kampagne gegen Putin und Rußland, eingeleitet von einem gewissen „Gandalf“ und einem „Msgr Schlegl“.

    • Gandalf und Schlegl sind die Hauptmacher/Argumentatoren von kath.net. Von Ausgewogenheit keine Spur. Mit den ständigen F-Perlen ramponieren sie ihr eigenes Image.

    • Der Macher von kath.net tritt selbst als Kommentator unter dem Namen Gandalf auf, hat sich für Geld entschieden. Eine Hauptgeldquelle ist dem Vernehmen nach Kardinal Schönborn (sogar aus Privatmitteln ?!) – dies von Anbeginn. Die Linie von kath.net wird durch Geld(geber) bestimmt. Nach der Wahl von Franziskus wurde sichtbar, wie sehr hier eine (freiwillige) Abhängigkeit besteht und/oder gewollt ist. Hinzu kommt der Öffentlichkeitsstatus – die persönliche Imagefrage und -aufrechterhaltung.
      In den Anfängen von kath.net war die (bezahlte) Linie ohne größere Verbiegungen noch im Einklang mit der Wahrheit (Katholizismus) fahrbar. Dann die Phase der Kompromisse, dies zu Lasten der objektiven Wahrheit und möglicher Weise wegen falsch verstandener Papsttreue. Zensur betreffend der publizierten Beiträge und bei der Freischaltung von Kommentaren.

    • Oh je Schlegl, der Monsignore, hast die Wahrheit gepachtet. Die Russen sind nachg seiner Meinung nach immer schuld, einer, der nichts dazu kernt. Der Kommentar hier spiegelt zu tagesschau und Co. due reale Lage wider, Besten Dank.

    • Diese Webseite hat seinerzeit ganz arg den heiligmäßigen Patriarchen Pavle von Belgrad verleumdet und schlecht geredet. Die Natooffensive gegen Serbien war nach kath.net auch gottgewollt! Nein, diese Scharfmacher sind einfach ohne Kompetenz und christlicher Unterscheidungsfähigkeit.

    • Ich hab auf Kath.net zu dem Russland-Krim-Thema kritisch reagiert auf die Aussagen von „Gandalf“ und „Msgr Schlegl“. Mein Kommentar wurde aber nie freigeschalten obwohl ich keine abfälligen Bemerkungen oder dergleichen gemacht habe. Vielleicht war das Problem das, dass ich einen Link zu diesem Artikel hier reingestellt habe… Auf jeden Fall machte es mich stutzig.

    • ausgezeichnet-das Licht kommt von Osten her-heute ist der Osten dem Westen moralisch haushoch überlegen, denn er ist durch die furchtbare atheistische satanische Bluttaufe des Kommunismus hindurch gegangen.Auch ein Prälatenkittel mit dickem Portmonais schützt vor Irrtum nicht.Danke an @ OSR Peter Rösch und@ Vitus!

    • Sehr richtig. Bei kath.net unter besonderer Berücksichtigung eines Geistlichen Assistenten aus Wien liest sich das anders. Dort ist Bergoglio auch der Größte.

  2. Es ist höchst bedauerlich, daß man für diesen lesenswerten Artikel keine bessere und deutschsprachige Karte realisieren konnte.

  3. Die Wahl zwischen Charybdis und Skylla ist keine wirkliche Alternative für die normalen Menschen. Die Verblödung aus Amerika ist eine Sache. Doch Putin ist nicht weniger gefährlich. Ik sach nur GRU und KGB. Es gibt interessante Verbindungen zwischen dem GRU und dem französichen Orient. Und die Dserschinski-Patriarchen?

    • Vieles ist interessant, manches auch Legende. Im Beitrag wurden die relevanten Fakten benannt. Die Westpropaganda hat sich unerträglich auf die Seite ukrainischer Faschisten (Svoboda) gestellt.

  4. Unbeflecktes Herz Mariens, sei Asia Bibix Rettung, Unbeflecktes Herz Mariens sei ihre Zuflucht!

  5. Und hier und Heute fehlt in diese gefährlichen, ja BRANDGEFÄHRLICHEN SITUATION, ein Hirte auf dem Stuhl Petri, der sich um seine Herde kümmert.Ein Papst wie der Hl.Papst Pius X. und PIUS XII. Das gegenwärtige Pontifikat macht seinen Pseudo-Frieden mit der Welt. Sie haben Ohren und sie hören nicht. Ihr Mund redet krudes Zeugs. ihr Gott ist ein Popanz, ihre Perlen gleichen einem Gewäsch von Kautschukformulierungen, ganz GEMÄSS DEN VORGABEN der Vatikan II Wirrköpfe.Das Ende ist absehbar und es wird im Chaos enden.

  6. Ich finde es gut, hier auch eine differenzierte Stellungnahme zu lesen. Die EU soll sich raushalten. So wie Merkel sich damals für Pussy Riot eingesetzt hatte, ist sie einfach voreingenommen gegen das freie Russland. Auf Kath.net ist indes wieder Meinungszensur angesagt.

      • Das kann ich nun rein gar nicht nachvollziehen. Hier werden doch die Meinungen dargestellt. da kann man sich nicht beschweren.

  7. Eine sehr gute Zusammenfassung der Ereignisse. Langsam gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, dass sich zwei Lager kirchlich wie politisch gegenüberstehen:

    Modernisten („Frohbotschaft statt Drohbotschaft“) + EU-Anhänger (Freimaurer, Päderasten, Homo-Lobby, NWO, Abtreibungspropagandisten, Gutmenschen…) vs. Traditionalisten + EU-Ablehner (Naturrechtsverteidiger, Souveränität, christliche Prägung Europas, Lebensschutz…)

    Wo ich stehe weiß ich.
    Auf, zu den Waffen! Deus et Maria nobiscum!

  8. Ex oriente lux! Die alte Erkenntnis gewinnt eine ganz neue, verblüffende Wahrheit und Aktualität. Was ich bis 1989 in meinen wildesten Träumen nicht hätte ausmalen können, ist Wirklichkeit geworden: gegen den angeblich „freien“, in Wahrheit dekantenten und bis in Mark verfaulten, freimaurerisch-linksgrün gleichgeschalteten „Westen“ erhoffen wir die Rettung aus Russland. Wenn es nach mir und vielen anderen mir bekannten traditionstreuen Katholiken ginge, könnte Präsident Putin seine Truppen gleich weiter gen Westen schicken und mit den Regimes der EU aufräumen. Wir würden viel lieber unter russischer Herrschaft leben, in einem Land, in dem wieder christliche Werte geschützt werden.
    Es lebe Putin“! Lang lebe das Heilige Russland!

    • Erst nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ wurde der Westen derart dekadent…endlich konnten die Links-Grünen ihre sozialistischen Irrlehren realisieren. Wem hat sich denn die BRD z.B. bei der Reform des §218 angepasst. War das nicht die Ex-DDR? Und wo wurde vor dem Mauerfall der christliche Glaube unterdrückt, Erstkommunion und Firmung durch „staatliche Jugendweihe“ ersetzt? Wo wurden die Kinder den Eltern entrissen und in staatliche Kitas gesteckt? Nein wir brauchen nicht mehr Osten, sondern weniger!

  9. Auf der Krim wird griechisch-katholischer Priester entführt und tagelang festgehalten, weil sie ukrainisch gesprochen haben. Die Frau und vier Kinder müssen über Nacht aus der Heimat fliehen, ohne mehr als das nötigste mitnehmen zu können. Wie paßt das ins Bild???

      • Ich habs aus erster Hand. Aber wenn man wählen muß, ob man gegen die EU oder für katholische Priester ist, dann fällt die Wahl einigen anscheinend leicht…

    • Ob das nicht wieder Erfindung der Westpropaganda ist. Sieht gerade danach aus. Man soll nicht alles glauben, nur weil es in der Zeitung steht. Das Gelesene reflektieren. tatsache ist die fasdchistische Beteiligung an der Putschistenregierung in Kiew mit vier Ministern. Partei: Svoboda. Man informiere sich. Das sind Fakten und keine Spekulationen.

  10. Es ist mir ein Rätsel, wieso hier plötzlich alle in Jubel ausbrechen und völlig unkritisch davon ausgehen, dass nun das „Licht aus dem Osten“ kommt und dergleichen. Als Katholiken glauben wir an den „Oriens ex alto“ – an den Morgenstern aus der Höhe, das sind Christus und Maria. Osten hin oder her. Westen hin oder her.

    Die Frage ist doch zunächst einmal, welche Motive Putin überhaupt hat. Sind die christlich? Sind sie aufrichtig? Oder sind sie einfach politisch? Wäre ich Putin würde ich allein aus strategischen Gründen nun die „moralische“ Position einnehmen, die er einnimmt, um dem Westen vollends die moralische Substanz zu entziehen und die Menschen auf mich zu fixieren und an mich zu binden.

    Putin war KGB-Chef. Er hat sich davon niemals öffentlich distanziert oder gar seine Sünden bereut und bekannt. Habt Ihr alle vergessen, welche Verbrechen der KGB begangen hat? Habt Ihr vergessen, dass es heute in Russland keineswegs besser aussieht?
    Vergessen, dass dieses Land fast erstickt in Korruption, Oligarchismus, mafioser Beherrschung, Mord und Totschlag, Prostitution und Menschenhandel? Kann das sein, dass hier keiner sieht, dass – gleich, was Putin tönt – dieses Land moralisch keineswegs besser dasteht als der Westen?
    Hat Putin je seine kommunistische Gesinnung zurückgenommen?

    Und zuletzt: Russland wurde bis heute nicht dem unbefleckten Herzen der Muttergottes geweiht. Schikanierte, aus der Kirche und in der Kirche gemobbte Kreise, haben das sorgsam aufgearbeitet: die Immaculata sprach davon, dass Russland seine Irrtümer über die ganze Welt verbreiten würde.
    Da die Päpste nicht getan haben, was die Muttergottes wünschte, kann Russland weiterhin seine Irrtümer verbreiten.

    Wir sind auf uns fixiert: NWO, die bösen Kapitalisten, die bösen USA, die Nazis …. schön und gut, das ist alles eine Gefahr oder war es, aber dennoch hat tatsächlich seine Irrtümer im 20. Jh … das kommunistische Russland verbreitet. Weder die Nazis schafften das, noch der Lebensstil der USA (auch wenn er in manchen Staaten einen gewissen Fuß fassen konnte). Ideologisch konnten sich die USA keineswegs durchsetzen. Sieht das denn keiner? Dafür verbreitet sich ideologisch rasend schnell der Islamismus (auch ein „Licht aus dem Osten“???) und möglicherweise eben auch noch eine weitere ideologische Größe, die dem freimaurerischen Denken entstammt, was ja im übrigen auch auf den Kommunismus zutrifft. Er ist nichts weiter als eine Abart aus der franz. Revolution, die eindeutig freimaurerischem Denken entstammt. In Wahrheit hängen Westen und Osten am Tropf der freim.-komm. Weich-Doktrin.
    Welche Irrtümer wird Russland nun verbreiten?
    Ich kann nicht sehen, dass der Kommunismus wirklich überwunden ist.
    Alle, die sich nun freuen, sollten wachsam bleiben: Putin ist keine Lichtgestalt, sondern ein Gewaltmann mit Pseudo-Manieren, der niemals seine Sünden bekannt hat und nun in das Gewand des Glaubens schlüpft, um frustrierte römische Katholiken zu ködern.

    • Machen Sie es nicht so kompliziert. Die Krimesen wollten das Unrecht von 1954 korrigieren und haben das window of opportunity genutzt.
      Alles was Putin tun musste und wozu er moralisch verpflichtet war, war ein Schutz der Krimesen vor Kiewer Terror. Stellen Sie sich mal vor, was mit dem Marinekommandanten passiert wäre, hätte Putin ihn nicht beschützt! Ob langfristig Russland seine moralische Oberhoheit verteidigen kann, hängt auch davon ab, wie rasch es seine immense Abtreibungsproblematik in den Griff kriegt. Aber diese Frage hat mit der Krim nichts zu tun. Hier geschah Recht.

      • Ich mache hier nichts kompliziert, verehrter Arrow, sondern ich habe sowohl den Artikel als auch die Jubelkommentare gelesen.
        Wenn Sie die auch lesen, werden Sie auch verstehen, worauf sich mein Posting bezog.

        Vielleicht sehen Sie dann aber auch, dass ich an keiner Stelle der EU oder den USA rechtgegeben hab…

        Ich bin hier in dieser Sache vollständig abhängig davon, von anderen, die aber stets interessengeleitet sind, informiert zu werden.
        Beide Seiten können lügen. Ich enthalte mich des politischen Urteils da lieber. Habe letzte Woche mit einem Mann, der aus Russland stammt und die russische Deabtte verfolgt, darüber gesprochen. Die Lage sieht wohl doch komplizierter aus, als es die jeweiligen Interessenlager sehen wollen. Aber wie gesagt – ich enthalte mich jeden Urteils, weil ich es mir nicht objektiv bilden kann.

      • muß man sich enthalten??I Kann man sich nicht intensiv politisch schlau machen? Sehen wir nicht, dass die EU, Amerika etc mit Nato sich weit an die Grenzen Rußlands ausgebreitet haben, wie nicht 1992 abgesprochen? Hören wir nicht das Säbelgerassel einzelner Politiker, die Rufe aus der Ukraine, man möge schärfer sanktionieren??
        Nun, so genau kenne ich mich im Gesellschaftslebens Rußland nicht aus, aber dass —-so denke ich—Putin in Moral anders denkt als der Westen, scheint mir sicher.Die Kirche redet wieder mit, Kirchen sind wieder aufgebaut etc.
        Also bitte mitreden bzw. sich kundig machen. Ihr Mann ist doch Russe, dann hat er doch sicher eine Meinung

      • Schauen Sie den Verlauf des Forums hier an – einige Poster formulieren die Gründe für meine Bedenken.
        Was wollen Sie: Hauptsache jeder redet mit, auch wenn er nicht weiß, wovon er redet?!
        Ich rede, wenn ich mir einigermaßen sicher bin und dies mit aller Leidenschaft und jedem Engagement. Jeder wird mir das sofort bestätigen, der mich kennt. Wenn ich jedoch nicht sicher bin, ist es ein Stück geforderte Demut, still zu sein. Und im Krim-Konflikt bin ich mir unsicher!
        Prüfen Sie, was Sie in dieser Frage wirklich wissen, und ob Sie aufgrund einer objektiven Kompetenz berechtigt sind, mitzureden und Meinungen zu haben, dann sehen wir weiter.

    • Ich glaube, dass Papst Pius XII. am 7. Juni 1952 in seiner Konstitution Sacro vergente anno Russland dem Unbefleckten Herzen geweiht hat. Ich glaube auch, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion unmittelbar damit zusammenhängt.

      • Ich sagte es unten schon: die Gottesmutter wünschte eine Weihe Rusllands an Ihr unbeflecktes Herz, öffentlich, durch den Papst und alle Bischöfe der Welt. Ein apost. Schreiben als autoritären Akt zu schreiben – das ist was anderes, mit Verlaub. Das weiß aber auch jeder, der sich da nichts vorlügen will.
        Aber noch ganz andere wesentliche Argumente müssen hier mitbedacht werden:
        Der Zusammenbruch der UdSSR geschah erst Jahrzehnte später, nachdem Russland viele Völker noch in maßloses Unglück gestürzt und durch die fehlende Verurteilung des Kommunismus auf dem Konzil und die fortgesetzte Verweigerung des Wunsches der Gottesmutter weltweite Blutbäder initiieren durfte: Angola, Mosambik, Kuba, China, ganz schlimm Kambodscha, ja auch wir Deutschen haben hier großes Leid erfahren etc. etc.
        Es gehört schon ein namenlos zynisches Verhältnis zur Muttergottes dazu, zu glauben, dass Sie Ihr Versprechen dann erst nach all diesen Greueln eingelöst haben will…Immerhin hat Sie die Rettung dadurch versprochen, dass die Weihe vollzogen wird…
        O mein Gott, o Immaculata…
        Nein, alleine die Tasache dieser Greuel beweist, dass dieses apostolische Schreiben Pius XII. defintiv nicht das war, was Sie wünschte. Jedenfalls nicht vollständig. Und katholisch heißt immer: ganz oder gar nicht!

      • Vielleicht auch erstmal nur das Ende Stalins, dass ja am 17.3.53 gewissermaßen auf den Fuß folgte.

    • Liebe Zeitschnur
      Ich bin da ganz Ihrer Meinung. Auch ich traue Putin nicht über den Weg. Soweit ich das beurteilen kann sind Russland, China, Iran und Nordkorea Verbündete. China und Nordkorea machen keinen Hehl aus ihren Hass auf den Westen (Westen = Christentum!), Russland und Iran reden zwar von Annäherung an den Westen. Trotzdem sind Russland und der Iran in erster Linie Verbündete von China und Nordkorea. Als Verbündete haben sie also ähnliche Ansichten und Absichten, sonst würde so ein Bündnis doch keinen Sinn machen. Iran will Uran anreichern – aber natürlich nur zur Energieverwendung (?!) und China rüstet auf für den Frieden (?!) und die vielen Horrormeldungen aus Nordkorea? Ablenkungsmanöver? Falls Rohani und Putin tatsächlich rechtschaffen sind, dann werden sie aber nicht mehr lange im Amt bleiben. Denn die anderen Mitglieder in den oberen Rängen denken mit Sicherheit anders!
      Nur weil man das Böse nicht offensichtlich sieht, heisst es nicht, dass es nicht da ist….

      • „Westen=Christentum“ – das ist, mit allem Verlaub, ein einziger Witz.
        Die Gleichung lautet in Wahrheit so: Westen = Dekaenz, Libertinismus, Permissivismus, Homo- und Genderismus, Freimaurerherrschaft, Kultur des Todes.

        Russland = Rückbesinnung auf das Christentum, Wahrheitsliebe, Disziplin, Gehorsam, Tugendaftigkeit, Zucht.
        Ex oriente lux!

      • Nein, Sie liegen völlig falsch. Das Benedictus, immerhin Schriftwort, wird täglich zu den Laudes gebetet, lehrt uns anderes:

        „Visitavit nos oriens ex alto.“

        Ex alto, Stockhausen, ex alto. Nicht vom Westen, nicht vom Osten, sondern von oben. Nur das hat Zukunft!

        Ursprünglich bezog sich dieser Spruch alleine auf den Sonennaufgang in der Natur, wurde dann auf Christus übertragen, der aus einer okzidentalen Sicht aus dem „Orient“ zu uns herabkam. Diese Sicht ist aber mit der Mission und der entstandenen Weltkirche nicht mehr sinnvoll.

        Unser „Oriens“ kommt aus der Höhe, ex alto, so wie auch nicht Gott Ehre in allen Straßen und Gassen ist im „Gloria“, sondern „in excelsis“.

        Ich kann vor solchen Einfachgleichungen, wie Sie sie aufstellen nur warnen. Lasst uns auf Jesus und Maria schauen und nicht auf Russland.

      • Maria wollen wir doch nicht im Gegensatz zu Rußland stellen. Das ist kein Vergleich. Bleiben wir sachlich und weichen wir nicht auf völlig verschiedene Ebenen ab. Hier soll es nicht um Sprüche in Latein oder Urdu gehen, sondern um die Fakten.. Die Russische Union realisiert ihren Anspruch auf die Krim, die 1954 nicht Teil der Ukraine geworden ist und somit immer Teil Rußlands war und ist.

      • Das Wort :“das Licht kommt von Osten“ entstammt dem erzählerischen, prophetischen Werk Dostojewskij und hat deshalb eine für mich richtungsweisende Bedeutung.Natürlich ist mit Putin nicht alles in Butter-doch gibt es Anzeichen für seine innere Hinkehr zum Glauben-warum soll das nicht möglich sein?Ich hoffe und bete täglich dafür.oder möchten wir lieber den gottverfluchten Kommunismus mit seinen Grausamkeiten zurück?
        ps.mir gefällt@ Stockhausen in seiner Frische und Ungeschminktheit.Ebenso wir Ihre messerscharfen von hoher Durchschlagskraft gezeichneten postings.

      • Mit seiner Gleichung

        Westen = Dekaenz, Libertinismus, Permissivismus, Homo- und Genderismus, Freimaurerherrschaft, Kultur des Todes.

        Russland = Rückbesinnung auf das Christentum, Wahrheitsliebe, Disziplin, Gehorsam, Tugendaftigkeit, Zucht.

        liegt Stockhausen allerdings völlig richtig.

      • Zur Herkunft des Schlagwortes „Ex oriente lux!“ http://de.wikipedia.org/wiki/Ex_oriente_lux

        @ Ralph @ seefeldt

        Sie beide leben aus argumentfreien Meinungen, die durchs Wiederholen auch nicht wahrer werden. Ich bin ganz beim Thema – vielleicht will (oder kann?) mir der eine oder andere einfach nicht folgen in seiner emotionalen und total realitätsfremden Russlandschwärmerei.

        „Ex oriente lux“ bezog sich früh schon keineswegs auf Russland oder sonst eine politische oder kulturelle Größe, sondern alleine auf Christus, der aus okzidentaler Sicht aus dem Orient kommt.

        ER ist das Licht! Nur von IHM kommt das Licht. Nicht ich spiele hier Maria gegen Russland aus, sondern Sie stilisieren Russland nun zum Lichtträger herauf – und das ist mit Sicherheit nicht richtig. Die Orthodoxie lebt nach wie vor im Schisma, da hilft kein Schwärmen.

        Jedenfalls für mich als Katholiken.
        Für andere mag wohl nicht mehr Jesus Christus das Licht sein, sondern Putin oder Russland, Hort des Guten. Das ist doch wirklich indiskutabel.

        Hier hilft nur abwarten: die Zukunft wird uns bald zeigen, was aus dem Nordosten der Welt kommt…
        Ich möchte beim Oriens ex alto bleiben. Solange die Orthodoxie bestreitet, dass der Hl. Geist aus IHM hervorgeht, ist es heller Wahnsinn, sich von dort etwas zu erhoffen!
        Suum cuique!

      • @ zeitschnur:

        Anscheinend ist Ihnen entgangen, daß ich den Spruch „ex oriente lux“ nicht auf Rußland anwandte. Ich bestätigte lediglich die richtigen politischen Aussagen Stockhausens. Ihre Unterstellungen mir gegenüber sind daher falsch.

      • @ seefeldt

        Unterstellt habe ich Ihnen zum Glück nichts. Mein Posting wollte gleichzeitig auf Sie und Ralph antworten. Es ist also klar, dass Sie nur das auf sich beziehen brauchen, das sich auf Sie bezieht. O Mann, tautologisch…haha.
        Ich wollte das einfach zusammenfassen.
        Okay?
        (habe ich aber eigentlich auch deutlich gekennzeichnet bei den Adressaten)

    • Tatsächlich ist der Siegeszug des Bolschewismus weltweit und einzigartig. Im Grunde gehen Demokratismus, Faschismus und Nationalsozialismus ja auch auf diesen Geist und diese Weltensicht zurück.
      Was Putin angeht, so ist er gläubig geworden und erscheint mir ungewöhlich lauter und echt. Er regiert natürlich, aber das machen andere auch. Er scheint mir jedoch für sein Land zu regieren. Und damit sieht es im Westen deutlich anders aus. Da sind Regierungen, Medien, NGOs und selbst Kirchenorganisationen nur noch Marketingchannels einer geheimen Regierung. Da kann ich eine gewisse Begeisterung für Putin schon verstehen.

      • Putin ist „orthodoxer“ Christ, also ein Christ, wohl auch ein gläubiger Christ, wenn auch als „Orthodoxer“ mit Glaubensfehlern.

        Und auch wenn die katholische Kirche die wahre Kirche ist, so gibt es in den „orthodoxen“ Kirchen keine derartigen Mißstände wie in den katholischen Diözesankirchen.

        Mir ist unvergeßlich, wie ein Russe vor einem Chorkonzert in einer katholischen Kirche bat, nicht zu applaudieren; man sei doch in einem Gotteshaus, und was da geschehe, geschehe zur Ehre Gottes.

        Und ein derart schlimmer „Geistlicher“ wie der Bergoglio ist unter den „Orthodoxen“ wahrscheinlich nicht zu finden.

      • Kennen Sie sich mit den Verhältnissen in der Orthodoxie denn wirklich aus, dass Sie das so blauäugig sagen können? Oder dient sie nicht eher als Projektionsfläche für unsere enttäuschten Sehnsüchte nach einer traditionsverbundenen Kirche?

      • Daß Orthodoxe aufgrund ihrer Religion Glaubensfehler haben, beschrieb ich.

        Allerdings kommt man auch nicht an der Tatsache vorbei, daß viele Orthodoxe einen tieferen Glauben haben als viele Katholiken bzw. „Katholiken“.

        Und derartige Liturgiemißbräuche wie in so vielen Diözesankirchen treffen Sie bei den Orthodoxen nicht an. Auch die Applaudiererei in der Kirche ist ein Mißbrauch – eine Kirche ist schließlich kein Theater.

      • Das sei Ihnen zwar zugstanden, dass viele Orthodoxe ein gesünderes religiöses Gefühl haben. Aber das trifft auch auf die Muslime zu und es wäre fatal, wenn man als Katholik von der Hingabe ans Falsche das Wahre erhoffte.

      • @ zeitschnur:

        Von irgendwelchen Hoffnungen auf Wahres durch Hingabe an Falsches habe ich nichts geschrieben,
        derartige Hoffnungen habe ich auch nicht.
        Ich beschreibe lediglich Tatsachen.

        Übrigens: Viele Mohammedaner mögen zwar einen festeren Glauben haben als viele andere, aber als „gesünder“ würde ich deren religiöses Gefühl nicht beschreiben, schon gar nicht im Falle von Islamisten.

      • Da haben Sie sicherlich Recht. Es kommt drauf an, was man gerade zum Gegenstand der Betrachtung macht.

        Mir geht es einfach drum, dass wir hier nicht in eine Falle rennen. Putin ist eine schillernde Machtfigur. Er könnte auch ein Verführer sein oder werden. Er steht nicht im wahren, katholischen Glauben. Damit will ich das, was an ihm lauter und gut sein sollte, nicht herabwürdigen. Aber für Euphorie ist kein Anlass gegeben. Russland ist voller Probleme – gerade auch im Hinblick auf die Sexualmoral. Bloß weil die Homos dort nichts zu lachen haben, muss hier nicht eitel Freude sein.

        Aber vielleicht warten wir einfach die Ereignisse ab. Dann wird sich manches von selbst zeigen.

      • Mit dem Bolschewismus vergangener Tage hat die Politik des Demokraten Putin nichts zu tun. Die Demokratie steht im gegensatz zu totalitären Systemen.
        Es geht auch nicht um Begeisterung, sondern um klasklare Fakten. Ein Putschistenregime mit Faschistenbeteiligung unterdrückt die demokratisch gesinnten Kräfte der Ukraine. Rußland sichert die Interessen der Krim-Bevölkerung, da die Krim russisch war und geblieben ist, was auch zusätzlich durch das Referendum eindrucksvoll bestätigt worden ist.

      • Zur Ergänzung:

        Janukowitsch, der weggeputschte Präsident der Ukraine, war demokratisch gewählt.

        Es verrät schon viel, wie sich die „westliche Wertegemeinschaft“ dazu verhält, daß in der Ukraine eine demokratisch gewählte Regierung durch Putsch gestürzt wurde.

  11. Ich halte es für einen Fehler, diese politische Frage gleich geistlich zu überhöhen. Wenn sich eine so große, russisch sprechende und denkende Mehrheit für den Anschluss an Russland entscheidet, dann geht das weder die USA noch die EU noch Deutschland etwas an. Das ist zu respektieren.
    Man muss Putin weder als Lichtgestalt überhöhen noch als KGB-Dunkelmann einschätzen. Ein Land, das 70 Jahre unter der Bolschewismus-Diktatur stand, kann nicht in wenigen Jahrzehnten als Musterdemokratie vor uns stehen.
    Doch für mich steht fest, wenn ich meine Augen und Ohren öffne: Die Hauptgefahr für den katholischen Glauben, mehr noch, für die christliche Zivilisation, geht von unseren Großorganisationen im Westen aus: Gender-Wahn, Homo-Lobby, die Zerstörung der Familie, die Promiskuität als Ideal der „Sexualmoral“ , das wird uns von westlichen Leitmedien eingehämmert, von EU-Bürokraten vorgeschrieben. Wenn sich Russland dem entzieht, dann Gott sei Dank! Damit ist es nicht zum moralischen Superstaat erhoben.
    Wenn „Fatima“ dazu kommt, dann wird es völlig irreal. Es bleibt sachlich festzuhalten: Papst Pius XII. hat sowohl die Welt als auch die „Völker Russlands“ dem Unbefleckten Herzens Mariens geweiht. Treu haben Katholiken, die heute nicht mehr leben, zusammen mit dem Papst für die Bekehrung Russlands vom Bolschewismus gebetet. Der eine Gefahr für die ganze Welt war.
    Es war Lucia dos Santos, die stets behauptete, die Weihen auch der nachfolgenden Päpste reichten nicht aus.
    Bis 1992. In diesem Jahr erklärte sie gegenüber Kardinal Padeira von Bombay, dass die Weihe von Russland von den Päpsten vollzogen worden sei.
    1989 ist der Bolschewismus zusammengebrochen. Weitgehend friedlich, was als Wunder bezeichnet werden könnte, wenn man an diese aggressive Tyrannei denkt. Der Dank an die Gottesmutter ist leider ausgeblieben. Nach meiner persönlichen Überzeugung haben wir es der Fürsprache der Allerseligsten Jungfrau zu verdanken, die angerufen wurde von Pius XII., von Generationen von Katholiken vor uns, dass dieser Zusammenbruch des bis an die Zähne bewaffneten Riesenreiches nicht zur Weltkatastrophe wurde.
    Seltsamerweise wird die Aussage von Sr. Lucia im Jahre 1992 von ihren gläubigen Anhängern nicht zur Kenntnis genommen. Vielleicht, weil sie sich eingestehen müssten, dass diese Nonne sich immer wieder widersprochen hat. Wenn man sich die Mühe macht, ihre Botschaften, ihre Briefe, soweit sie veröffentlicht sind, zu lesen.
    Damit es klar ist: Ich bestreite keinesfalls, dass die Allerseligste Jungfrau den Seherkindern 1917 erschienen ist. Ich bestreite nicht, dass es dabei auch um die Bekehrung Russlands vom Bolschewismus ging. Das Jahr 1917 dürfte nicht zufällig sein.
    Doch ich glaube vielen späteren Aussagen der Nonne Lucia dos Santos nicht. Nachdem ich sie gelesen habe, füge ich ausdrücklich hinzu.
    Sie ist weder eine Heilige noch eine Selige der katholischen Kirche. Sie zur geistlichen Autorität zu erheben, ist Privatsache, sei angemerkt.

    • Sachlich bliebe hier noch einiges andere festzuhalten, liebe Zeitlos! Dass Pius XII. Russland nicht dem unbefleckten Herzen der Muttergottes im Verein mit den Bischöfen der Welt geweiht hat, ist eine Tatsache, die sehr viele Leute aussprechen. Nicht weil Sr. Lucia das gesagt hat, sondern weil es sich für einen sachlich und v.a. präzise denkenden Menschen genau so ansieht. Denn es ging darum, dass die ganze Kirche mit ihrem gesamten Lehramt (also auch den Bischöfen der ganzen Welt) diesen Akt öffentlich und ausdrücklich und ausschließlich auf Russland (nicht auf sonstige Völker!) bezogen begehen sollte. Dies ist bis heute nicht geschehen. Tut mir leid.

      Es ist hier eine Willensfrage, ob man den Wunsch der Muttergottes präzise und redlich fassen will oder in den üblichen modernistischen Windungen und Drechseleien der Forderung ausweichen will…

      Die Lage der Kirche und der Welt sieht so düster aus wie noch nie. Das Konzil hat alles getan, um die Irrtümer Russland weder zu verwerfen noch überhaupt zu erwähnen, ja, es hat sie sogar aufgegriffen und verstärkt.
      Es gibt einige Ökonomen und Denker, die das, was Sie dem Westen zuschreiben, durchaus als eine Variante atheistischen Kommunismus beschreiben. Auch katholisches hat davon schon berichtet: http://www.katholisches.info/2013/12/30/evangelii-gaudium-abkehr-vom-rechten-weg/
      Der Zusammenhnag zwischen Freimaurerei und Bolschewismus ist auch vielfach diskutiert und nachgewiesen. Ihn einfach zu ignorieren, ist im übrigen eine Privatsache, den die „Konzilskirche“ zum Programm erhoben hat! Schon vergessen – gerade letzte Woche wurde von erlauchter Lippe die Kurie als „Gewerkschaft“ deklariert…? Der Kollektivismus durchgärt die ganze Kirche, auch Ihre FSSPX, und Sie sind die erste, die dann wieder darüber klagt!

      Dass man einen KGB-Chef nicht als „KGB-Dunkelmann“ betrachtet wissen will – auch das, verehrte Zeitlos, ist Privatsache. Man kann es auch als ein Wegsehen bezeichnen.

      Die Jubler übersehen vollkommen, dass die Orthodoxie in schwerwiegenden Irrtümern verharrt – jedenfalls war das das Urteil der wahren Kirche bis vor wenigen Jahrzehnten. Diese wahre Kirche lehrte auch, dass ein einziger Glaubensirrtum die ganze Glaubenslehre verzerrt. Im Klartext: ein Orthodoxer, sofern man bei Putin überhaupt von einem solchen sprechen kann, steht nicht im wahren Glauben! Aber auch das haben wir vergessen und sind hier, wenn auch sonst mit Vehemenz „vorkonziliar“, hier doch gut und gerne „nachkonziliar“ und suchen nun ausgerechnet dort Lösungen in geistlicher Hinsicht, wo keine zu finden sind, weil die Orthodoxie in ihren Irrtümern verharrt. Es wäre auch denkbar, dass die Muttergottes auch diese Irrtümer mit gemeint hat!

      Welch eine Aussicht: Kryptokommunismus im orthodoxen Ornat. Ja, das wäre eine echte Verführung der Herzen (was auf den Genderismus nicht zutrifft, der von oben und heimlich oktroyiert wird)!
      Das Spektrum der Verführung ist viel weiter, als manche es sehen wollen!

      • Putin ist kein Sowjetnostalgiker. Sie sprechen Richtiges an. Die Weihe Russlands steht aus. Schwester Lucia wurde irgendwie zum Schweigen gebracht und einzelne „ihrer“ Aussagen stammen wohl nicht von ihr. Was an der Doppelgängerthese dran is, vermag ich natürlich nicht zu sagen.
        Im Moment sieht es aber so aus, als seien die USA das Organ und Instrument der internationalen Freimaurerei und Putins Russland so etwas wie der Katechon.

  12. @victor

    Das passt recht gut ins Bild, denn die russisch-orthodoxe Kirche duldet keine andere Konfession neben sich und macht, gerade in der Ukraine, den Katholiken schon lange das Leben schwer … mit Unterstützung Putins natürlich, denn sie hält ihm den Rücken frei, macht offen Wahlkampf für ihn usw. und er dankt es ihr mit Gesetzen nach ihren Wünschen.

  13. Seit Pussy Riot in der Christ- Erlöserkathedrale „Gott ist S….“ gebrüllt haben und sie im Westen dafür frenetisch gefeiert werden gehört meine Symphatie dem russischen Volke. Aber eins weiß ich genau. Es ist nicht Christus der Russland gegen die Ukraine treibt oder umgekehrt treibt. Ich halte es für sehr wahrscheinlich das es einen Zusammenhang zwischen der nichterfolgten Weihe Russlands an das Herz Mariens und Pussy Riot und der Eskalation dieser Zeit gibt. Wenn es soweit ist werden sie wieder rufen „Warum läßt Gott das zu“ diese Idioten dieser Welt.
    Per Mariam ad Christum.

  14. Zeitschnur, ich glaube, es sind mehrere Unterscheidungen zu treffen: Ohne Russland weiß zu waschen, muss darauf hingewiesen werden: Der Kommunismus geht auf Karl Marx und Friedrich Engels zurück. Karl Marx hat an der Humboldt-Uni in Berlin studiert. Westliche Philosophie, berühmt ist sein Satz, er habe „Hegel vom Kopf auf die Füße gestellt.“ Bekannt ist auch seine Befürchtung, der Kommunismus könne in einem wirtschaftlich unterentwickelten Land die Macht ergreifen. Weil er dann gegen die hochentwickelten Industrienationen unterliegen würde. Genau das ist geschehen. Der Kommunismus wurde von Russland nicht erfunden! Deswegen ist es nicht zu überhöhen, aber auch nicht zu verteufeln.
    Nach meiner Kenntnis werden wir im Westen in Wirklichkeit beherrscht von: a) der Hochfinanz, b) den Großindustriellen, c) vom alten Adel, der sich mit a) und b) zusammengeschlossen hat. C) war mir unbekannt, a) und b) ist ziemlich offensichtlich.
    Zu Fatima: Bis vor kurzem habe ich naiv geglaubt: Die 1917 von der Gottesmutter ergangenen Botschaften wurden von den drei Kindern sofort weitergegeben. Wortwörtlich, so wie es in Lourdes tatsachlich geschehen ist.
    Ich fiel aus allen Wolken, als ich las, dass erst 1941 Lucia mit dem Geheimnis herausrückte, dass für die Bekehrung Russlands zu beten und das Herz Mariens Russland zu weihen sei.
    Ich weigere mich, zu glauben, die Allerseligste Jungfrau mache ein Geheimnis daraus, dass viel zu spät bekannt wird, dass für die Bekehrung Russlands zu beten sei. 1917 wäre es an der Zeit gewesen!
    Wir wissen fast nur über Fatima, was Lucia dos Santos uns teilweise Jahrzehnte später mitgeteilt hat. Wobei sie spätere Privatoffenbarungen hatte, die ungeprüft geglaubt werden.
    Was soll diese unmögliche Bitte, die Bischöfe auf der ganzen Welt sollen zusammen mit dem Papst diese Weihe vollziehen, obwohl viele, soll es gleichzeitig geschehen, es bei Nacht tun müssen?
    Liebe Zeitschnur, ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, dass dem Herzen Jesu nie eine solche Ehre zu teil werden sollte?
    Leider muss ich feststellen: Es gibt nicht nur die Charismatiker, die sich losgelöst haben von dem Erlösungswirken Jesu Christi, sie sind jedoch ein Phänomen der „Konzilskirche.“
    Und es gibt die „Marianisten.“ Mir stockte das Blut in den Adern, als ich las: Ja, Jesus Christus hat uns erlöst, er tritt beim Vater für uns ein. Wir jedoch haben keinen direkten Zugang zu Ihm, unsere Mittlerin, die uns Zugang zu Ihm verschafft, ist seine Mutter.
    Die „Marianisten“ sind ein Phänomen der Tradition. Ich weise beide Phänomene eindeutig zurück, nicht ohne zu seufzen: In diesem Jahrhundert kommen alle Häresien zusammen: die Modernisten, Progressisten, Charismatiker und Marianisten. Bei aller Verschiedenheit haben sie ein gemeinsamens Merkmal: Die Missachtung des Kreuzes.
    Die Missachtung unseres Erlösers und einzigen Mittlers.
    Lucia dos Santos hat den Marianismus nicht erfunden, sie ist in ihm aufgewachsen und versuchte, ihn über die Welt zu verbreiten.

    • Ihre Bedenken sind ja – wäre es alles so, wie Sie es sagen – verständlich. Aber vieles stimmt so nicht, wie Sie es hindrehen. Sr. Lucia „rückte“ nicht erst 1941 „heraus“ mit dem Wunsch der Gottsmutter. Sie hat wohl erstmalig 1929 in einer Erscheinung von der Notwendigkeit einer Weltweihe erfahren. Weitere Erscheinungen mit demselben Anliegen folgten. Sie hat zu Beginn der 30er Jahre spätestens ihren Beichtvater informiert, dies dem Bischof und dem Hl. Vater mitzuteilen. Es ist kaum ihr Fehler, wenn die Sache dann auf höherer Ebene ins Stocken kam. Seien wir doch mal ehrlich: Auch Pius XII. hatte keine Lust, sich mit der hochaggressiven Sowjetunion anzulegen! Das dürfte wohl der tiefste und pragmatischste Grund für das Zögern sein, denn er hatte ja keinerlei hemmungen, eine öffentliche und feierliche Weltweihe zu vollziehen…und zweifelte auch mit keinem Wort an der Wahrheit der Botschaften. Im Gegenteil!

      Was das Apostolische Schreiben 1952 betrifft, hat Pius es ausdrücklich im Allengang geschrieben, die Bischöfe weder informiert vorher noch gefragt. Was spräche im übrigen dagegen, wenn eine solche Weihe zeitgleich, auch mancherorts bei nacht, stattgefunden hätte. Das ist doch kein ernsthaftes Problem.
      Selbst wenn man nicht ganz daran geglaubt haben sollte – probieren geht über studieren. Oder?

      Was das Herz Jesu betrifft, kann ich Sie nur verweisen auf die reichhaltige Tradition dazu. Vielleicht haben Sie das einfach noch nicht zur Kenntnis genommen. Das geht von Herz-Jesu-Statuen allüberall, vor denen wir innehalten, in jeder Kirche steht eine, sofern das Konzil nicht ganze Arbeit geleistet hat, auch vielen Privathaushalten, auch in meinem übrigens (!). Vielleicht wissen Sie das ja nicht – aber es gibt alle vier Wochen einen Herz-Jesu-Freitag, der selbst in unserer Kirche hier feierlich mit Hl. Messe, Anbetung und Weihrauch begangen wirdWie Sr. Lucia es ja erwähnt sollte auch einmal Frankreich dem Herzen Jesu geweiht werden, was jedoch ebenso unterblieb und die Revolution zur Folge hatte.

      Ihre Auslassungen zum „Marianismus“ klingen einfach nur nach Protestantismus. Sie missverstehen hier eindeutig, dass die Herzen Jesu und Mariae zusammengehören.
      Schlagen Sie Ihre Hl. Schrift auf: der alte Simeon prophezeit Maria, dass ein Schwert ihre Seele durchdringen wird um ihres Sohnes willen. Diese Tradition ist also sogar schon im NT vorhanden. Jesus und Maria – das lässt sich kaum auseinanderdividieren. Ich denke oft drüber nach, was es bedeutet, MUTTERGOTTES zu sein – es schwindelt mich, weil es etwas Undenkbares ist!
      Zwar haben Sie recht damit, dass manche Erscheinungsgläubige nur noch eine isolierte Marienschwärmerei betreiben.

      Das hat aber mit der Erscheinung von Fatima nichts zu tun und mit der Marienverehrung, wie sie von Anfang an bestand gar nichts zu tun. Sie werfen hier Dinge in einen Topf und verstehen anschließend beides nur noch aufgrund der Verzerrtheit des anderen. M.E. schütten Sie so das Kind mit dem Bade aus.

    • @zeitlos
      Ihre Bedenken kann ich teilen. Die Marienverehrung, die heute mancherorts betrieben wird, erscheint mir merkwürdig und einseitig. Eine gesunde Marienverehrung gab es früher auch, aber immer im Zusammenhang mit dem Sohn. Und sehr viel sanfter und schöner als heute. Die vielen Orte, die jetzt auftauchen und es werden immer mehr, nicht nur Fatima, und die grottenhäßlichen Bauten dort. Wie ist das möglich?

      Gleichzeitig wird die Verehrung des Sohnes immer mehr vernachlässigt. Wo gibt es heute noch eine gesunde Herz Jesu Verehrung? Wo wird der Herz Jesu Freitag wirklich gefeiert, der Kreuzweg gebetet? Wo gibt es eucharistische Andachten? Was mich außerdem abstößt, ist die Wortwahl. Weltweihe – diese Dinge, die mit „Welt“ anfangen, als nächstes dann die Weltreligion, die neue Weltordnung. Warum nicht gleich das Universum?

      Warum wird 1917 das Rosenkranzgebet eingefordert zu einer Zeit, wo in jedem kath. Haus der Rosenkranz täglich gebetet wurde? Kein Katholik muß an Privatoffenbarungen glauben und es wird ein Aufhebens gemacht als ginge es um Dogmen.

      • Ein Zitat von Kardinal Leo Scheffzyk zu der Behauptung, Privatoffenbarungen müssten nicht geglaubt werden. Er differenziert, dass „Erscheinung“ nicht „Erscheinung“ ist:

        „Diese Erscheinungen und die mit ihnen verbundenen Botschaften zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie nebensächliche Einzelheiten aussagen, die nur für die betreffenden Seher von Bedeutung wären. (…) In diesem Sinne ist Fatima – wie alle prophetischen Anrufe in der Heilsgeschichte – Verheißung und Warnung zugleich.“ (Maria – Mutter und Gefährtin Christi, S. 292/93)

        Auch Bischof Graber hatte sich seinerseits in diesem Sinn geäußert: Privatoffenbarungen, die inhaltlich die ganze Kirche dramatisch betreffen und auch vom Lehramt anerkannt werden, müssen sehr wohl auch von den Katholiken anerkannt werden!

        Die Kirche hat gerade diese Offenbarung anerkannt wie sonst kaum eine andere. Es ist geradezu absurd, eine Offenbarung, die einer derart appellativen Charakter aufweist für alle Menschen, insbesondere aber die Kirche, einerseits anzuerkennen – natürlich in ihrem appelativen Inhalt – und dann schließlich wieder ins Ermessen des einzelnen zu stellen. So etwas nennt man schizophrenes Denken. Hier eine interessante Debatte dazu: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=12692&start=16

        Die Kirche ist mit Privatoffenbarungen solcher Art niemals so vage umgegangen, wie Sie das behaupten. Auch die erwähnte Herz-Jesu-Frömmigkeit entstammt ja einer solche appellativen Privatoffenbarung.
        Ihr Argument hinsichtlich der schwindenden Herz-Jesu-Verehrung ist nicht schlüssig, weil Fatima genausowenig geachtet wird wie auch die auf Privatoffenbarung zurückgehende Herz-Jesu-Verehrung.

        Die Frage, wieso der Rosenkranz empfohlen wird, ist in verschiedenen Äußerungen Sr. Lucias ebenfalls erklärt worden, ebenso aber völlig unabhängig davon vom Hl. Maximilian Kolbe oder Grignion de Montfort schon lange vorher: der Rosenkranz ist gewissermaßen – zusammen mit der höchsten Verehrung des Herzens Mariae – das letzte Mittel in einer satanisch verwirrten Zeit, von der wahren Christusfrömmigkeit nicht abzukommen in dem theologischen Chaos, in dem wir uns befinden und dem unser Lehramt vollständig erlegen ist…. Schauen Sie sich doch einmal an, wie es aussieht in der Kirche: der Rosenkranz erinnert auf einfachste Weise an die zentralen Christusgeheimnisse und unseren wahren Glauben!!! Wer aber betet ihn noch? Wer das Herz Mariae, der echten Gottesmutter (nicht ihre Nachäffungen) verehrt, muss zwangsläufig durch Ihr Herz hindurch in das göttliche Herz Jesu sehen und es anbeten.

        Wenn irgendwelche Marienverehrer, v.a wenn sie schwärmerisch ticken, das nicht tun, ist das kein Argument gegen den Sinn der Fatima-Botschaft, die auf Christus abzielt, auf den Herrn, der total aus dem Zentrum gerückt wurde. Gegehn Sie zu den Rosenkranzbetern: die allermeisten praktizieren auch eucharistische Anbetung und versuche, die Kommunion, den Leib des geopferten Herrn, würdig zu empfangen.

      • @zeitschnur
        Eine Privatoffenbarung ist kirchlich „anerkannt“, wenn sie vom Inhalt her weder zur Heiligen Schrift, noch zur kirchlichen Tradition noch zum Lehramt im Widerspruch steht.

        Es wird keine Aussage darüber getroffen, ob die jeweilige Privatoffenbarung übernatürlichen Ursprungs ist. Dies bleibt dem Glauben des Einzelnen überlassen.

      • @zeitschnur
        Sowohl Sie als auch ich haben unzureichend zitiert. Bei mir fehlt (unbeabsichtigt) der Hinweis, daß es Privatoffenbarungen gibt, deren übernatürlicher Ursprung bestätigt wurde, dazu gehört laut kath pedia auch Fatima.
        Im gleichen Link heißt es aber auch: „Eine Privatoffenbarung … ist eine Hilfe, die angeboten wird, aber von der man nicht Gebrauch machen muß“.

        Sie unterschlagen den Hinweis, daß nicht in jedem Fall die Übernatürlichkeit bestätigt wird (worden ist).

      • Moment mal, das stand ja nicht in Frage! Ich unterschlage nichts, sondern blieb beim Thema – und das ist Fatima.

        Schauen Sie doch mal auf Vatican.va folgenden Artikel an: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19780225_norme-apparizioni_ge.html

        Wenn Sie den lesen und dazu all die anderen „weichen“, unklaren Formulierungen in Verbum Domini oder im KKK (§67), dann geht Ihnen auf, dass die Privatoffenbarungssache ganz im Kreuzfeuer der nachkonziliaren Wirren steht.
        Die fraglichen Normen wollen nämlich – entgegen der früheren Praxis, ein klares Ja oder Nein zugunsten des weichen „pro nunc nihil obstare“ verwischen und einem „nein“ oder „Vielleicht“ oder einem „ist auch egal“ angleichen. das ist der typisch unlautere Stil Pauls VI., mit dem er auch Lefebvre niedergemacht hat.
        Alle Traditionsliebhaber sollten hier also genau hinsehen.
        Wenn aber die Kirche aktiv anerkannt mit dem Satz „Constat de supernaturalitate“, dann kann das nicht einfach weggeschoben werden – von niemandem, auch wenn es nicht den Stellenwert der biblischen Offenbarung aufweist. Mit dieser Polarisierung zwischen der abgeschlossenen Offenbarung und angeblichen „Vervollständigungswünschen“ verschiebt eine modernistsiche Theologie das Phänomen der Eingebungen ins Reich der Illegitimität oder der Vernachlässigbarkeit.
        Lesen Sie das Rahner-Zitat auf Kat.pedia am Ende – selbst dieser Modernist wusste noch, dass die für die Kirche allgemeine und anerkannte Privatschau tatsächlich ein Befehl in eine Zeit hinein ist, definitiv ist.
        Das hat doch mit der abgeschlossenen Offenbarung null zu tun!
        Die nachkonziliare Verwischtaktik hat ja die Zustände mit Medjugorje etc. erst hervorgerufen!
        Und zum Schluss: ein Klerus, der sich selbst die Autorität abgesprochen hat, kann natürlich auch in diesem Fall dann kaum noch das Vertrauen der Gläubigen erwarten.
        Wir stecken in einem unlösbaren Dilemma.
        Fest steht aber, dass Fatima vor dieser chaotischen Zeit bereit sein „Constat“ erhalten hat.
        Und nur um Fatima ging es mir.

      • @zeitschnur
        Interessantes Thema, habe mich bisher wenig damit beschäftigt, hier unter Krim zwar offtopic, aber dennoch kurz: Kath pedia führt 19 Ereignisse auf, die als übernatürlich anerkannt wurden zwischen 1200 und 2008. Davon sind 14 Ereignisse im 19./20.Jh. aufgetreten bzw. haben die Anerkennung erhalten.
        Demnächst erhalten Joh XXIII und JPII die Anerkennung …

      • Nun um noch ein bisschen Öl ins eh schon brennenden Feuer der Frage der Privatoffenbarungen zu kippen, im Grunde sagt auch ein „Es steht fest, dass es übernatürlich ist“ noch gar nix aus, weil übernatürlich ist das dämonische oder auch der Bereich, den die ollen Griechen den Bereich er Metaphysik nannten.
        Es kann sich auch bei den übernatürlichen Geschehen um Dinge handeln die im Bereich irgendwelchen PSI Kräfte angesiedelt sind.
        Das können durchaus Kräfte sein, von denen man noch keine Ahnung hat, so wie man im 19. JHd, auch die magnetischen Kräfte für übernatürlich hielt, einfach weil man diese noch nicht verstanden hat.
        So mag es sein, dass es einfach Phänomene im Bereich dessen, was unter PSI Kräften und Esoterik firmiert, gibt, die nicht dämonisch, und nciht göttlich sind, sondern einfach nicht physikalisch oder chemsich erfassbar, jedoch mit Gesetzmäßigkeiten versehen, die man einfach noch nicht, kennt.
        Um es abzukürzen ich finde die Gleichsetzung von Übernatürlich und Göttlich im kirchlichen Urteil über Privatoffenbarungen sehr unbefriedigend und auch wohl nicht richtig.

      • @ M.S.
        Die anstehenden Heiligsprechungen sprechen nicht gegen das Urteil jedes anderen kirchlichen Aktes.
        Sie sprechen aber damit aus, wie irritiert wir heute sind – seit dem Konzil.
        Bleiben wir bei Fatima: dessen Anerkennung fand vor dem Konzil längst statt. Insofern brauchen wir die Inflation unter JPII hier nicht als „rückwirkendes Arument“ bemühen. Das würde schlicht die Normen der Logik brechen.

        @ besorgter christ

        Sehr scharfsinnig – verzeihung, das ist doch lächerlich: Sie wissen genau, dass die Formel „constat de supernaturalitate“ NICHT teuflische Übernatürlichkeit meint! Ihr Argument ist perfide. Solche Postings sind nicht hilfreich und stürzen das Niveau ins Bodenlose.

        Die ganze Frage ist ja kein Sandkastenspiel, sondern an ihr scheint auch die ganze Tragik der nachkonziliaren Kirche auf.

      • @ zeitschnur
        Ich möchte wissen was daran lächerlich ist, wenn ich die Formel „die Übernatürlichkeit steht fest“ so verstehe, wie sie sich präsentiert.
        Die Kirche stellt fest, ein Phänomen ist nicht natürlich zu erklären nicht mehr und nicht weniger.
        Gerade Kardinal Ratzinger sagt in Salz der Erde, dass sich viele, gute, fromme Bewegungen an fragwürdigen bis hin zu falschen übernatürlcihen Phänomenen entzündet haben.
        ER verweist explizit auf die Visionen eines Joachim von Fiore und (glaube ich) auf Loreto.
        Will hießen, die Kirche drückt sich sehr elegant um die richtige Bewertung der Phänomene.
        Und das ist nicht meine Schuld.

        Im Grunde hält nämlich die Kirche überhaupt nichts von übernatürlichen Phänomenen weswegen sie ja, auch bei Erscheinungen nur dann anerkennt, wenn in selbigen nichts gelehrt und behauptet wird, was nicht schon in der Schrift und er Tradition gelehrt und behauptet wird.
        Genau das widerspricht dem Fatima Hype der Frommen,w eil von einer Weltweihe Russland, überhaupt eines bestimmten Landes als göttliche Forderung, findet sich, (wenn wir von der Bevorzugung Israels im AT (und auch im NT; aber das führt zuweit) mal absehen) nichts, aber auch gar nichts in der Schrift und in der Tradition findet sich auch nichts, was Russland eine, wie auch immer geartete Sonderrolle zugesteht

      • @zeitschnur
        Dieselbe Kirche, die Fatima anerkannt hat, hat auch Joh 23 und JPII selig gesprochen und sie hat Botschaften wie die der Frau aller Völker von Amsterdam (1945-59) anerkannt. In letzteren kann man lesen: Dann sehe ich große Gebäude, Kirchen. Es erscheinen Kirchen von versch. Art, also nicht nur kath. Kirchen. Die Frau sagt: „Es muß eine, große Gemeinschaft werden.“ Oder: “ Es muß jedoch viel geändert werden in der Kirche. Die Ausbildung der Geistlichen wird in eine modernere (!), in diese Zeit passende geändert werden müssen, … Weite muß kommen, mehr sozial. Allerlei Strömungen neigen zum Sozialismus, und das ist gut …“ Da ließe sich noch einiges aufführen, hier ist jedoch nicht der Platz dafür.

      • @ besorgter christ

        Die Formel „constat de supernaturalitate“ ist allerdings schon alt. Es heißt was es heißt und nicht etwas Anderslautendes. Es ist einfach unredlich, daraus eine andere, selbstgezimmerte Nuance herauszubrechen und das dann polemisch weiterzuspinnen.

        Auch ist ihre Behauptung, die Kirche halte nichts von übernatürlichen Erscheinungen, in dieser pauschalen Formulierung schlicht unwahr, falsch, verzerrt einen Tatbestand. „Prophetisches Reden verachtet nicht!“ mahnt der hl. Paulus schon.

        Was allerdings stimmt ist, dass es eine wahre Erscheinungsinflation gibt. Nun sollte man hier grundsätzlich folgendes bedenken:
        a. eine solche Steigerung an „Häufigkeiten“ weist möglicherweise auf einen Mangel in der Kirche hin, z.B. bei der treuen Mittlerfunktion der Hirten und in der Glaubenstreue des Lehramtes
        b. Es könnte auch in Gottes Ratschluss liegen, wenn etwas zu bestimmten Zeiten häufiger vorkommt als zu anderen.

        Schon die hl. Schrift ist voller „übernatürlicher “ Interaktionen zwischen Gott und Mensch. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, sonst lägen Schrift und Tradition falsch. Mit Ihren skeptischen Argumenten greifen andere die zentralen Dogmen an, die ebenfalls dem Verstand nicht einfach so reinlaufen (Jungfrau Maria, Auferstehung, Gott wird Mensch etc. etc.).

        Ihre Feststellung, die Kirche drücke sich um eine klare Bewertung stimmt – aber erst seit den 70ern, sprich: Paul VI.!!! Erst da wurde die Formel verunklart. Bis dahin stellte die Kirche fest: „constat de supernaturalitate“ oder eben „constat de non supernaturalitate“. Also entweder etwas ist übernatürlich oder eben nicht. Punkt (schärfen Sie bitte daran Ihre Behauptungen von oben noch einmal!).
        Mit den Normen Pauls VI. hieß es plötzlich: jein, man weiß es nicht so richtig, lasst uns warten und erst mal, wenn nichts dagegensteht, sagen: „pro nunc nihil obstare“ (für den Monent steht nix dagegen) und irgendwann später kommt es dann entweder zu einem „constat de supernaturalitate“ oder aber – und nun hören Sie genau hin: „non constat de supernaturalitate“ („Es steht nicht fest, dass es übernatürlich ist“), was durchaus als unklare und offene Formel zu bezeichnen ist. Warum diese Veränderung?! Was machen daraus die Erscheinungsfrommen völlig zu Recht: es steht noch gar nicht fest, es kann sich ändern, lasst uns beten, dass die Kirche das kapiert, wie echt die Erscheinungen sind.

        Was ich Ihnen hier darlege sind die Fakten. Das heißt, erst die modernistische Kirche hat das Chaos erzeugt, über das Sie sich ereifern. Daran ist nicht die fromme Szene schuld.
        In früheren Zeiten hatte die Kirche ein tiefes Wissen darum, dass Gott, wann und wo ER will, sich auch heute noch zeigt, dies aber genau geprüft werden muss. Sehr genau, damit die Gläubigen hier Klarheit über die Übernatürlichkeit haben dürfen. So kam es zur Herz-Jesu-Frömmigkeit. So entstand die wunderbare Medaille, so gab es das Wunder von Guadalupe vor 500 Jahren.

      • @ M.S.

        Sie irren – es ist nicht dieselbe Kirche, die Fatima, die Frau aller Völker in Amsterdam und die Seligsprechung J23 und JP2 anerkannt hat.
        Während Fatima längst vor dem Konzil anerkannt worden ist, fanden die beiden Seligsprechungen nach dem Konzil statt (logisch!).
        Amsterdam ist erst 2002 anerkannt worden!!!
        Zu allem weiteren bitte auch an Sie gerichtet meine Ausfürhrungen an Besorgter Christ.

  15. In Ihrem Kommentar, Zeitschnur, sind so viele persönliche Unterstellungen, dass ich darauf nicht antworte.

  16. „Seien wir doch mal ehrlich: Auch Pius XII. hatte keine Lust, sich mit der hochaggressiven Sowjetunion anzulegen!“
    Auch das ist eine Unterstellung! Papst Pius XII. war als Antikommunist bekannt. Jetzt übernehme ich Ihren Stil: Vielleicht ist es Ihnen ja entgangen, dass erst Johannes XXIII. die dezidiert antikommunistische Einstellung seiner Vorgänger aufgab und die Neue Ostpolitik des Vatikans einleitete.

    • Es ist ein Unterschied, ob ich theoretisch „dezidiert“ antikommunistisch bin, oder ob ich ganz konkret und praktisch „Russland“, also das sendungsbewusste Instrument der kommunistischen Ideologie, das nicht identisch ist mit den „Völkern Russlands“, der Immaculata weihe.
      Ich lade Sie ein, hier zu differenzieren:
      Während ersteres politisch nicht allzu teuer erkauft werden muss, v.a. solange man dabei auch Rückendeckung bei den USA hat, ist letzteres ein klarer politischer Affront gegen eine konkrete Großmacht, die gerade ihren Siegenszug durch die Welt antrat.
      Die Immaculata wünschte aber eben die Weihe „Russlands“ – nicht der „Völker Russlands“ an Ihr unbeflecktes Herz.

      Das Problem ist in der Debatte, dass nicht präzise gelesen, verstanden und argumentiert und anschließend gehandelt wird.
      Was Pius XII. betrifft kann es keinen anderen Grund als Furchtsamkeit geben.

      Um Ihren Hinweis auf JXXIII. zu korrigieren:
      Pius XII. war theoretisch dezidiert antikommunistisch, hätte aber nie gewagt, Russland frontal anzugreifen.
      Welch eine Szene hätte das ergeben: alle Bischöfe der Welt hätten in einem medial natürlich groß aufgenommenen und hitzig debattierten Akt „Russmand“, das ja inzwischen UdSSR hieß, dem makellosen Herzen Marias geweiht! Fehlt uns wirklich die Fantasie, uns vorzustellen, dass das etwas ganz anderes gewesen wäre?!
      Johannes XXIII. war nicht antikommunistisch, sondern in klarer freimaurerischer Sendung. Der Kommunismus entstammt dem Schoß der schwankenden freimaurerischen Grundlage. JXXIII. hat Russland nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung nicht frontal angreifen wollen.

  17. Gott zum Gruss !!!
    Sehr gute Beiträge entgegen der gleichgeschalteten Gehirnwäsche!!!!
    Danke an alle.

    Beten wir zum lieben Gott , zum Erzengel Michael und Mutter Maria, dass alle aufrechten Menschen beschützt und behütet bleiben… Möge Gottes Liebe durch uns wirken…

    Gottes Segen!

  18. Zum angeblichen „Kryptokommnismus“ Präsident Putins kann ich nur feststellen: und wenn? Ist das von irgendeiner Relevanz für die jetzige Entscheidungsstuation für Europa und das (ehemals) christliche Abendland??
    Meinetwegen mag Putin in jedem russischen Dorf eine Statur für Väterchen Stalin errichten, ist mir völlig wurscht – wenn er nur seine an den essentiellen christlichen Werten orientierte Politik macht. An seinen Früchten soll man ihn erkennen – nicht an dem, was er vielleicht zum Kommunismus inwendig denkt. Und die Früchte sind klar, ausgereift und sehr genießbar! Kampf der moralischen Degeneration, Kampf den Homos, den sittenlosen Frauen, dem Genderwahnsinn, der Abtreibung. Das ist es, worauf es allein ankommt.

    Im übrigen sei daran ernnert, dass der heiligmässige Papst Pius XII. trotz aller ideologischen Gegensätze in mehreren Briefen, die heute öffentlich sind, seine Hochachtung und Wertschätzung für J. Stalin bekundet hat, der rein moralisch in der damaligenSowjetunion auch einen viel höheren Stand durchsetzte als in allen ach so freiheitlichen „westlichen Demokratien“.
    Wladimir Putin kann Europa retten! O Maria, steh ihm bei!

    • @ zeitlos

      Sehn Sie es? da haben wir es! Stockhausen entlarvt unbeabsichtigt ganz gut das, was ich meine: es geht nur um die richtige „Moral“. Dann lasst uns aber auch den Islam begrüßen und was auch immer, Hauptsache, es wird nicht abgetrieben und christlich getan. Ins Boot sollten dann auch alle Protestanten gehievt werden, alle Buddhisten, alle Menschen guten Willens. Ja, und dann klingt es schon wieder nach Konzil und J XXIII.

      Das ist alles für Katholiken falsch: denn es gibt keine Wahrheit in der Lüge!

      Père Jean (OFMC) neulich in einer Predigt:
      „Es ist der Grundsatz, daß wir kein praktisches oder kanonisches Abkommen mit den römischen Autoritäten schließen können, wenn wir in der Lehre nicht übereinstimmen und nicht die gleichen Wahrheiten bekennen. Das ist ein katholischer Grundsatz. Er gründet auf der Heiligen Schrift, auf den Kirchenvätern und auf der kirchlichen Praxis.“ Das bezog sich auf die Verhandlungen zwischen Msgr. Fellay und Rom, gilt aber generell:
      Auch die Schrift mahnt uns schon:
      „Beugt euch nicht mit Ungläubigen unter das gleiche Joch! Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam?1
      Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam?“ (2. Kor. 6)
      Aber Père Jean bekam gesalzene und arrogante Antwort von P. Stehlin FSSPX.
      Es sind schwere Zeiten, weil der Rest derer, die den Geboten Jesu folgen wollen, immer mehr schmilzt. Die Gebote Jesu sind jedoch nicht in erster Linie Moral, sondern die Selbstaufopferung in Sein Kreuzesopfer.

      • Zeitschnur: Mit Verlaub, mit Ihrer Suada gegen „Moral“ klingen Sie verdächtig wie der aktuelle Papst, der ja gerne gegen „Moralisten“ und „Pelagianer“ herzieht.
        Der katholische Glaube aber IST Moral. Durch und durch. Deshab darf, ja muss man als traditionstreuer Katholik einen moralisch gefestigten Politiker wie Putin unterstützen.

      • Der katholische Glaube ist Moral?
        Das dürfte eines der krudesten Missverständnisse seit der Aufklärung sein!
        Der Glaube ist … ja zitieren wir doch einfach den hl. Paulus: „Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebr. 11,1)
        Glaube heißt, dass man den Herrn über alles lieben will, wohl wissend, wie weit man von IHM moralisch entfernt ist trotz größter Mühe…ach. Dass daraus bedingungslose Hingabe und Unterordnung unter den Willen Gottes folgt, liegt in der Natur der Liebe.
        Ziehen Sie das Pferd allerdings vom Schwanz her auf und fordern ohne Liebe Moral, dann erreichen Sie nur das, was wir gerade haben.
        Das wiederum hat mit F.s Predigt nichts zu tun. er hatte darin gewohnt polarisierender und realitätsferner Manier gefordert, man müsse nun endlich mehr Glaubensverkündigung und weniger Morallehre betreiben.
        F.s Rede ist deshalb falsch, weil die Kirche weder Morallehre erteilt noch Glaubensverkündigung. Sie ergeht sich im Schwafeln, Politisieren und Häretisieren.
        Dass aber dennoch – unabhängig vom zweifelhaften Kontext – F.s Forderung, beides müsse ausgewogen sein, richtig ist, weil die Kirche es immer so gelehrt hat (!), muss zugestanden werden.

        Einem Putin, dessen Motive im Dunkeln liegen, der aber eindeutig ein Machtmensch ist, würde ich in der Suche nach dem rechten Maß allerdings nicht trauen wollen.
        Er ist nun wahrlich keine Richtschnur – vielleicht aber mit dem Anschein der Frömmigkeit, die plötzlich vom Himmel gefallen sein soll und keine Kontur hat (ist er denn katholisch?), einer der größten verführer werden könnte.
        Ich warne und plädiere für Wachsamkeit und Nüchternheit.

      • Das ist leider Protstantismus pur, was Sie da predigen. Das ist die protestantische Erzhäresie: allein der „Glaube“. Das Konzil von Trient dagegen lehrt, daß wir durch unsere Verdienste, also die Werke gerecht und gerettet werden. Nicht durch irgendeinen amorphen „Glauben“. Also entscheidet die MORAL, und nichts anderes. Alles andere ist nicht katholisch, also Irrlehre.
        Deshalb noch einmal: „An ihren FRÜCHTEN sollt ihr sie erkennen“!

      • Ihre Lesekompetenz ist zweifelhaft. Oder arbeiten Sie bewusst mit Lügen?
        Wo habe ich geschrieben, dass allein der Glaube selig macht?
        Lassen wir es gut sein – auf einem solchen Niveau kann man nicht diskutieren.

      • „Der katholische Glaube aber IST Moral.“
        Quatsch. Der katholische Glaube ist die Wahrheit.
        Moral ist wenn ein Pinguin seine Eier gegen einen Albatros verteidigt.
        Per Mariam ad Christum.

    • Also, wenn „Wolodja“ (der kleine Wladimir – Spitzname des russischen Volksmundes für den derzeitigen Präsidienten) Europa retten soll … das erinnert mich irgendwie so an eine russische Variante von „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ … egal, ob sie will oder nicht!

      Und wenn sich Pius XII. hoch- und wertschätzend gegenüber einem Ex-Priesterseminaristen und pathologischen Massenmörder geäußert haben sollte: Bitte, Eugenio SRE Card. Pacelli war zuvor päpstlicher Diplomat und jahrelang Kardinal-Staatssekretär gewesen: Er wusste, dass man sich als Staatsmann sein Gegenüber nicht in allen Fällen aussuchen kann, und dass man manchmal Dinge sagen oder schreiben muss, um die Atmonsphäre zu verbessern, oder zumindest nicht zu verschlechtern.

      Wahrscheinlich hat Papst Pius deshalb, weil er Stalin so hochgeschätzt hat, im Jahre 1950 die praktizierenden Kommunisten Italiens exkommuniziert …

      • Der verherungswürdige und geliebte Hl. Vater Pius XII. hat keineswegs den kommunistischen Ideologen J. Stalin, wohl aber den effektiven politiker J. Stalin geschätzt. Weil er wußte, was das Herrenwort bedeutet: „An ihrn Früchten solt ihr sie erkennen.“ Die Früchte waren christlich, mag der Glaube auch noch so falsch gewesen sein. All das, was die Herrschaft des Freimaurertums und des schrankenlosen Liberalismus „im Westen“ angerichtet hat, gab es in der UdSSR (und jetzt in Russland) nicht: Homo-Perversionen, Genderismus, Sittenlosigkeit, „Emanzen“, Okkultismus, Kultur des Todes etc.

      • Das ist doch nicht zu fassen! Hat nicht unser Herr gelehrt, dass ein guter Baum keine faulen Früchte haben kann, ein fauler Baum aber auch keine guten Früchte?
        Haben Sie die Millionen GULAG-Toten unter Stalin vergessen? Die Greueltaten der Roten Armee, des NKWD/Geheimdienst, die Morde, das Verschwinden von Menschen, die Massaker und Vergewaltigungen im Krieg, die Umsiedlungen, den russ. Antisemitismus, den Hass eines Mannes, der einen Trotzky um die ganze Welt jagte, um ihn zu ermorden – das nennen Sie „christliche Früchte“!

        Ja, das war eine Kultur des Todes ganz anderer Provenienz!
        Oder kam auch das nur aus dem Schoß der Freimaurerei, dieser vielköpfigen Hydra?

      • „Die Früchte waren christlich, mag der Glaube auch noch so falsch gewesen sein. All das, was die Herrschaft des Freimaurertums und des schrankenlosen Liberalismus „im Westen“ angerichtet hat, gab es in der UdSSR (und jetzt in Russland) nicht: Homo-Perversionen, Genderismus, Sittenlosigkeit, „Emanzen“, Okkultismus, Kultur des Todes etc.“
        Ihnen ist bekannt das Großväterchen Stalin damals als ein Gott, als der Schöpfer der Menschheit galt. Wollen sie ihm unterstellen das er nicht progressiv war und in der Moral des finsteren Mittelalters verhaftet gewesen ist? Ich verstehe die Aufregung in dieser Zeit sehr gut, aber wir sollten unsere durchgaloppierenden Pferde solange wie möglich unter Kontrolle halten. Aber nur wenn es nicht zuviel verlangt ist.
        Per Mariam ad Christum.

      • Die UdSSR hatte ihre eigenen Probleme: Ewige Mangelwirtschaft, die Lüge war endemisch, Verherrlichung von Gewalt (ist heute auch noch der Fall), Alkoholismus und Abtreibung als Volksseuchen, um nur ein paar zu nennen.

        Betr. Stalin: Wenn Sie ernsthaft der Meinung sein sollten, Massenmord in industriellem Maßstab – Holodomor, Gulag, Säuberungsprozesse – sei christlich bzw. Frucht einer christlichen Politik, dann soll Gott Ihnen gnädig sein, ich kann’s nicht.

      • Das ist doch albern werter Stockhausen, natürlich gab und gibt es all das in Russland sehr wohl!
        Bedenken Sie, wie die russischen Soldaten sich aufgeführt haben!
        Ich denke in der ganzen Sache sind die einen nicht besser, wie die anderen!

    • @ Stockhausen:

      Es ist überhaupt nicht „wurscht“, ob Statuen für Stalin erstellt werden oder nicht.

      Stalin war ein Verbrecher übelster Sorte, viel schlimmer noch als Hitler, und „nebenbei“ auch ein übelster Christenverfolger.

    • „Wladimir Putin kann Europa retten!“
      Da wird sich der liebe Putin aber freuen, wenn er solche Lobeshymnen liest!

  19. Interessante Volksabstimmung, das. Wahlbeteiligung – habe ich nirgends erwähnt gefunden, also uninteressant. Wahlurnen: durchsichtig. Couvert überm Stimmzettel: Gibt’s nicht. Das Ergebnis steht also schon vor der Auszählung fest. Überraschend war am Ergebnis eigentlich nur, dass es nicht 99 % waren.

    Es gibt den bösen Spruch, man solle vorsichtig sein mit dem, was man sich wünsche – man könnte es nämlich bekommen. Die 95 %-Ja-Sager auf der Krim werden bald erfahren, wie es ist, wenn man kriegt, was man wünscht. Obwohl deutlich nach diesem Ereignis geboren, erinnert mich das Procedere auf der Krim sehr an Österreich 1938: Zuerst Einmarsch der „Befreier“ (wobei die auf der Krim keine Hoheitsabzeichen tragen), zeitgleich Propaganda-Offensive (ein Volk, ein Reich, ein … bitte selbst fortsetzen), dann eine Volksabstimmung mit absehbarem Ergebnis. Wie frei eine Abstimmung ist, wenn fremde Truppen im Lande stehen, können am ehesten noch die beurteilen, die sich noch an die Nationalratswahlen von 1945 und 1949 erinnern … wobei damals der Krieg ja offiziell schon vorbei war und ein Feuerbefehl für die Besatzungstruppen ungut ausgesehen hätte. Ich hoffe für die Bewohner der Krim inständig, dass das Endergebnis bei ihnen anders ausgeht als bei uns.

    Inwieweit Putin Christ ist, das will ich nicht beurteilen, aber seine Leute machen sehr viel Propaganda für das alte Byzanz – eine brave Kirche, die das macht, was der Staat will, „Symphonie“ … no bravo.

    • „Interessante Volksabstimmung, das. Wahlbeteiligung – habe ich nirgends erwähnt gefunden, also uninteressant. Wahlurnen: durchsichtig. Couvert überm Stimmzettel: Gibt’s nicht. Das Ergebnis steht also schon vor der Auszählung fest. Überraschend war am Ergebnis eigentlich nur, dass es nicht 99 % waren.“
      Waren sie per tausendfacher Bilokation in allen Wahllokalen dabei oder haben sie zuviel Fernsehen geguckt?
      „Es gibt den bösen Spruch, man solle vorsichtig sein mit dem, was man sich wünsche – man könnte es nämlich bekommen. Die 95 %-Ja-Sager auf der Krim werden bald erfahren, wie es ist, wenn man kriegt, was man wünscht.“
      Passen sie lieber auf sich auf denn die Welt ist heute sehr klein.
      Per Mariam ad Christum.

      • Liebe oder lieber Shuca,

        ich bin nicht Padre Pio, d.h., weder heilig noch der Bilokation fähig.

        Betr. Fernsehen – nicht mit mir. Ich lese viel, u.zw. „querbeet“, also auch hier. Da bleiben manchmal Fakten hängen, auch solche, die unerwünscht sind …

        Betr. „Passen sie lieber auf sich auf denn die Welt ist heute sehr klein.“: Fürs Aufpassen habe ich meinen Schutzengel, und die Welt ist nicht kleiner als manche Geister in ihr. „Media vita in morte sumus“ ist doch wirklich nichts Neues.

        U.I.O.G.D.

      • „Fürs Aufpassen habe ich meinen Schutzengel, und die Welt ist nicht kleiner als manche Geister in ihr.“
        Ich wollte nur sagen das im Zeitalter strategischer Waffensysteme es
        völlig egal ist ob man auf der Krim oder in Deutschland wohnt. Vor den Geistern dieser Welt sollte man sich auf jedem Fall fürchten denn sie können nur noch eins, Lügen.
        Per Mariam ad Christum.

      • zeitschnur, strategische Waffen sind hauptsächlich Atom-Waffen, ein Produkt der aufgeklärten Menscheit die keinen Gott brauchen. Und für Atomwaffen bedeuten Entfernungen sehr wenig. Ich bin mir nicht ganz sicher ob Obama und Putin wirklich gegeneinanderstehen. Vielleicht läuft wiedermal ein dialektisches Spiel. Die USA sind finanziell bankrott und das bedeutet in der Regel nichts gutes für den Rest der Menschheit. Wenn zb. in Deutschland der moderne Katholik jeden Tag in die Kirche geht und sich nicht über das Zölibat seines Priesters aufregt weiß man das er wieder auf dem Boden seines Taufversprechens gelandet ist. Ob ich in dieser Zeit leben will ist eine schwierige Frage.
        Per Mariam ad Christum.

    • Machen nicht auch der Bergoglio und viele Bischöfe mehr oder weniger weitgehend das, was die „westliche Wertegemeinschaft“ will?

      Die deutschen Bischöfe verstiegen sich sogar zu direkt politischen Stellungnahmen zur Ukraine!

    • zwetschgenkrampus: Wahlbeteiligung – habe ich nirgends erwähnt gefunden, also uninteressant

      Was lesen sie eigentlich für Schund- und/oder Käseblätter? Die Wahlbeteiligung lag bei 83,1%, und das war in so ziemlich allen Medien zu erfahren. Durchsichtige Wahlurnen werden auch andernorts eingesetzt – was in einigen Medien auch erwähnt wurde.

      Übrigens: Nach dem 1.Weltkrieg wünschten die Österreicher tatsächlich die Wiedervereinigung mit dem übrigen Deutschland, was ihnen aber entgegen des Selbstbestimmungsrechts der Völker verwehrt wurde. Und dieser Wunsch war auch noch 1938 in Österreich weitverbreitet. Und vergessen wir nicht: Hitler selbst war Österreicher.

      • Seefeldt:
        „mit dem übrigen Deutschland“ – da muß ich protestieren: Österreich ist nicht und war nicht Deutschland!

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