Fehlendem Sündenbewußtsein, liegt mangelndes Gottesbewußtsein zugrunde

Papst Franziskus: GeneralaudienzLiebe Brüder und Schwestern,

das neue Leben in Christus, das wir durch die Sakramente der christlichen Initiation empfangen haben, kann durch die Gebrechlichkeit der menschlichen Natur geschwächt, ja durch die Sünde sogar verloren werden. Daher hat Christus der Kirche, die sein Heilswerk fortsetzt, die beiden Sakramente der Heilung gegeben: das Bußsakrament und die Krankensalbung. Im Sakrament der Buße und der Versöhnung erlangen wir die Vergebung der Sünden. Diese ist nicht Frucht unseres Mühens, sondern Gabe des Heiligen Geistes, der uns in die Barmherzigkeit und Gnade eintaucht, die vom geöffneten Herzen des gekreuzigten und auferstandenen Christus ausströmt. Dies geschieht in der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche, wo der Heilige Geist gegenwärtig ist. Daher genügt es nicht, den Herrn bloß still im Herzen um Vergebung zu bitten. Es ist notwendig, die eigenen Sünden dem Diener der Kirche zu beichten. Der Priester vertritt dabei nicht nur Gott, sondern die Gemeinschaft der Kirche, die dem Beichtenden Versöhnung schenkt und ihn auf dem Weg der Umkehr begleitet. Allzu oft vergessen wir dieses Sakrament oder schieben es beiseite – aus Bequemlichkeit, aus Scham oder wegen eines fehlenden Sündenbewusstseins, dem ein mangelndes Gottesbewusstsein zugrunde liegt. Wir machen uns selbst zum Maß der Dinge, verschließen uns gegenüber Gott und den Mitmenschen, und unser Gewissen stirbt letztlich ab. Nutzen wir hingegen häufiger den Schatz, den der Herr seiner Kirche im Bußsakrament anvertraut hat.

Ein herzliches Willkommen sage ich den Pilgern aus den Ländern deutscher Sprache. Im Sakrament der Buße und der Versöhnung erfahren wir Gottes barmherzige Liebe, die uns Kraft zur Umkehr und zum neuen Leben gibt. Gehen wir vertrauensvoll zur Beichte, damit uns die göttliche Liebe erneuere und uns mit Gott, mit uns selber und mit den Mitmenschen versöhne. Von Herzen segne ich euch alle.

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Salvatore

Ich verstehe diesen Satz nicht: „Der Priester vertritt dabei nicht nur Gott, sondern die Gemeinschaft der Kirche, die dem Beichtenden Versöhnung schenkt und ihn auf dem Weg der Umkehr begleitet.“

„Die Gemeinschaft der Kirche“ kann mir ja keine Absolution erteilen, sondern nur Christus durch den Priester. Auf einmal spielt die Lossprechung durch den Priester keine Rolle mehr?

magda

über diesen Satz bin ich ebenso gestolpert, wenn auch sonst das, was er hier sagt, recht gut klingt. Aber leider kennen wir das alles nur zu gut: mal so, mal andersherum. Damit erhält jeder das, was er möchte.

Ralph

Das Ganze klang ausnahmsweise katholisch, wäre da nicht wieder der Satz von der Gemeinschaft, der einfach nicht stimmt. Bei Bergoglio sind immer wieder evidente Glaubensfehler zu registrieren. Er ist der Aufgabe nicht gewachsen. Die Zeit seines Pontifikats möge sich schadensmäßig in Grenzen halten.

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