„Es braucht eine Genehmigung“ – Franziskaner der Immakulata: Leben unter dem Kommissar

Franziskaner der Immakulata müssen ein genehmigungspflichtiges Leben führen(Rom) „Es braucht eine Genehmigung.“ Der Brief eines Franziskaners der Immakulata beschreibt das genehmigungspflichtige Leben, das die Ordensbrüder führen müssen, seit sie kommissarischer Verwaltung unterstellt sind.

Der 1990 auf diözesaner Ebene und 1998 durch Rom anerkannte Orden, der ordensintern unter Papst Benedikt XVI. vom Neuen Ritus zum Alten Ritus wechselte und in der Seelsorge nach Vorgabe des Papstes birituell war, steht seit dem 11. Juli 2013 unter kommissarischer Verwaltung durch die Ordenskongregation. Kommissarischer Verwalter ist der Kapuziner Pater Fidenzio Volpi, „ein geschickter und erprobter Machtmensch (der sich zwischen den internen Gleichgewichten der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Italien – CISM zu bewegen weiß), mit mephistophelischem Lächeln und schneidender Schlagfertigkeit“, so Messa in Latino.

„Wir dürfen unsere eigenen Bücher nicht mehr haben und verbreiten“

In seinem Brief beschreibt der Franziskaner der Immakulata, daß er vor kurzem am Sitz des ordensinternen Verlags Casa Mariana in Frigento vorbeikam. „Mir klopfte das Herz. Ich spürte in mir eine ungewöhnliche Leere und Bestürzung beim Gedanken, daß wir nicht mehr für unseren eigenen Verlag schreiben dürfen, und nicht einmal mehr die Bücher unseres eigenen Verlages in unseren Konventen verteilen dürfen.

Ich schaue auf das Haus. Dort drinnen sind unsere Bücher. Viele davon haben wir selbst geschrieben, und noch viel mehr Beiträge für unsere Ordenszeitschriften: Fides Catholica, Annales Franciscani, Immculata Mediatrix … Viele Bücher wurden von uns aus dem Lateinischen übersetzt, andere haben wir aus dem Italienischen, der am meisten im Orden gebrauchten Sprache, in andere Sprachen übersetzt.
Da ist unser Leben drinnen, Jahre des Studiums, von Schweiß und Opfern. Der Apostolische Kommissar hat angeordnet, daß wir sie nicht mehr verwenden dürfen. Welche Sünde sollen sie denn darstellen?

Wann hat man noch ein solches Bild gesehen? Bilder vom Leben der Franziskaner der Immakulata, das manchen ein Dorn im Auge war„Es braucht aber eine Genehmigung“

Ich mache mir Mut und klingle an der Tür. Eine Schwester öffnet und ich bitte sie um den neuen liturgischen Kalender des Ordens, weil wir im Kloster keinen erhalten haben.
„Ich darf Ihnen keinen geben, Pater, Sie wissen das. Es braucht eine Genehmigung“, antwortet mir die Schwester freundlich und verständnisvoll.
Was soll denn so Sündhaftes am liturgischen Kalender sein?
„Es braucht aber eine Genehmigung.“
Genau, die Genehmigung.
Von wem?
„Vom Apostolischen Kommissar natürlich!“

„Unser Leben besteht aus Anträgen um ‚Sondergenehmigungen‘“

Seit wir unter kommissarischer Verwaltung stehen, besteht unser Leben aus Anträgen um „Sondergenehmigungen“ an den Kommissar. Sie sind persönlich zu stellen in schriftlicher Ausfertigung und haben bei Gewährung ausdrücklich nur persönliche Geltung.

Es braucht eine Genehmigung, um die Bücher des ordenseigenen Verlages ordensintern gebrauchen und weitergeben zu können. Eine „öffentliche Verbreitung“ ist verboten.
Es braucht eine Genehmigung, um die Heilige Messe im überlieferten Ritus zelebrieren zu dürfen.
Es braucht eine Genehmigung, um das Rituale Romanum im Alten Ritus gebrauchen zu dürfen.
Es braucht eine Genehmigung, um das Stundengebet im Vetus Ordo feiern zu können.
Es braucht eine Genehmigung, um bei den Schwestern des Ordens die Heilige Messe zelebrieren zu dürfen, sowohl für den Alten als auch für den Neuen Ritus.
Es braucht eine Genehmigung, um Treffen der Laiengemeinschaft des Ordens oder des Dritten Ordens durchzuführen.
Es braucht eine Genehmigung, um einen „Tag für Maria“ durchzuführen (ein Tag des Gebets, der vom Orden an Wallfahrts- oder Pfarrkirchen durchgeführt wird und der allen offensteht).
Es braucht eine Genehmigung, um unseren Ordensgründer aufsuchen zu können. Es wird dringend abgeraten, einen solchen Antrag überhaupt zu stellen, der faktisch ohnehin nicht genehmigt wird.
Es braucht eine Genehmigung, für jedwede Initiative im Orden.“

Noch mehr Genehmigungen braucht der Ordensgründer:
„Unser Ordensgründer braucht sogar eine ausdrückliche Genehmigung, um sich im Krankenhaus behandeln lassen zu können. Er braucht eine ausdrückliche Genehmigung, um sich von einem Konvent in einen anderen zu begeben. Er wurde auf der offiziellen Internetseite des Ordens öffentlich dafür getadelt, daß er anfangs es gewagt hatte, den Konvent von Teramo aufzusuchen. In Wirklichkeit hatte der Apostolische Kommissar sogar die Genehmigung dazu erteilt.“ Ein zermürbender Kleinkrieg.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: A Catholic Life/Phatmass

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46 Comments

  1. Eine Probe des Gehorsams. Eine Prüfung für den Orden.

    Ließ Gott nicht zu dass der gerechte Iob geprüft wurde durch den Satan?

    Bleibt standhaft, ihr habt die Unbefleckte an eurer Seite!

      • Als ganz und gar unwichtige Person mit ch-Pass wage ich zu sagen,das sind Nazimethoden der klassischen Art.ich habe selbst Verwandte in Buenos Aires und die berichteten von den vielen abgetauchten Parteigrössen, die dort sehr virulent und einflussreich sind.-soche Sachen wirken dämonisch in das ganze Leben hinein.-zugegeben,auch vor dem Konzil hat es solche Dinge in der Kirche gegeben-erst Johannes XXIII hat damit aufgeräumt-da waren oft Kirchenkommissare-auch Laien- mit höchsten Fakultäten ausgestattet-die hinterhältig und eigenmächtig verdiente Ordensobere-Oberinnen durch willkürliche Denutiationen absetzten-diese liessen sich heuchlerisch von den Klöstern freundlich aushalten-beim letzten Abschied drückten sie lächelnd ein Schreiben in die Hand,das dann das niederschmetternde Urteil enthielt.Das sind die Methoden des Teufels zu allen Zeiten, des Teufes der NS Zeit, des Kommunismus, Atheismus etc.
        fugite partes adversae!

    • @bavaria
      Gehorsam bis in den Tod, das kann es nicht sein. Hier wird der Gehorsam wirklich missbraucht, um einen Orden zu zerstören.

  2. Es muss soweit kommen, dass der traditionsverbundene Teil des Ordens und Gründer erkennen, dass ihr Gehorsan missbraucht wird, um ein exemplarisches Zerstörungswerk zu vollbringen, so dass niemand zum Gehorsam verpflichtet ist.

  3. Wer von den beiden ist mehr zu bedauern, der, der meint, er habe das Recht, für alles eine Genehmigung einzufordern oder der, der sich für alles eine Genehmigung abverlangen läßt?

    Natürlich ist es für einen Außenstehenden schwer, die Sache einzuordnen, aber es kommt einem doch langsam wirklich lächerlich vor, und man fragt sich, warum die FI das alles mitmachen. Warum sie sich nicht zusammentun und sagen, es reicht.

  4. Das ist also das Rom unter Bergoglio: schmierig zärtlich und triefend barmherzig gegenüber öffentlichen Sündern, rechtsstaatlich verurteilten Jugendlichen, unterwürfig gegenüber fremden Religionen und kirchenzersetzerischen Irrlehrern, aber gegenüber den treuesten Söhnen und Töchtern kalt und ungerecht, Macht mißbrauchend und kompromisslos. Es fehlt nur noch, dass man die Franziskaner der Immaculata in einen Gulag sperrt. Und die Welt sieht zu, die Bischöfe und Kardinäle sehen zu, die Priester und Gläubigen sehen zu, ducken sich weg, wie dieser Volpi von Bergoglios Gnaden einen Orden tötet. Und die Brüder selbst verhalten sich wie Schafe, die man zur Schlachtbank führt. Nomen est omen, kann man da im Hinblick auf manche google-Übersetzungen nur sagen!

  5. Es braucht eine Genehmigung, um das, was ich hier lese, glauben zu können.
    Es braucht keine Genehmigung, um mir die Frage zu stellen, warum die Franziskaner der Immakulata kein Generalkapitel abhalten, dem Bischof von Rom keinen Brief schreiben, in dem sie ihm erklären, dass der Apostolische Kommissar Volpi Hausverbot hat, dass sie seine Anordnungen als ungültig ansehen und sich der überaus zärtlichen, barmherzigen und sanften Liebe des Bischofs von Rom direkt unterstellen.
    Ich kann das nicht mehr glauben. Dass der Ordensgründer eine Genehmigung braucht, um sich im Krankenhaus behandeln zu lassen, halte ich für einen üblen Scherz. Das Ganze spielt sich doch in Italien ab oder wo sonst? Oder verwechsle ich Italien mit Nordkorea?

    • Das alles ist doch nicht auf Volpis Mist gewachsen. Bergoglio selbst hat die Franziskaner zur „Kooperation“ ermahnt, weshalb also an diesen schreiben und sich ihm unterstellen wollen? Sie unterstehen doch bereits Bergoglio und der ist auch der Letzverantwortliche für diese glaubens- und menschenverachtende Aktion. Dieser Mann macht sich ja total unglaubwürdig und lächerlich. Ein Januskopf.

      • Es war Sarkasmus, mehr nicht. Die Situation ist so bizarr, dass sie als Romanvorlage für einen wüsten Kirchenfeind dienen könnte. Der schmusende, die Zärtlichkeit Gottes predigende Bergoglio und sein Kommissar Volpi, das sprengt doch jede normale Vorstellungskraft.

      • Bergoglio hatte offenbar bereits im Konklave ein Glaubwürdigkeitsproblem.
        Es ist bekannt, daß in der offiziellen, dem Kardinalskollegium vorliegenden Kurzbeschreibung seiner Vita, umfassende Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalt, Doktorat in St. Georgen standen. Auf diese berief sich ein euphorischer K. Lehmann unmittelbar nach der Wahl, bei einem Treffen mit Journalisten im Campo s. t. und lobte, sich auf diese Informationen berufend, die vielschichtigen Fähigkeiten des neuen Kirchenoberhauptes.

        Aber wozu braucht ein Papst Sprachkenntnisse, wozu ein Doktorat in Theologie? Eine geradezu sagenhafte Demut und Bescheidenheit sollten genügen um seine Wähler unter den Kardinälen zufriedenzustellen.

  6. Es gibt den Zeitpunkt, an dem Gehorsam gegen ungerechte Vorschriften, die sich gegen göttliche Gesetze richten, keine Tugend mehr darstellt, sondern zur Dummheit wird.

    Wenn die kirchlichen Autoritäten selber nicht bereit sind, sich an göttliches Recht zu halten, und daher ungerechte Dinge befehlen, die sich gegen göttliche Gesetze richten, muss ihnen niemand gehorchen.
    Es braucht keine Erlaubnis, die alte Messe zu zelebrieren, zwei Päpste haben erklärt, dass dafür niemals eine Genehmigung erforderlich ist, weil das Zelebrieren dieses Ritus keinem Priester jemals verboten werden kann.
    Genauso kann keinem Menschen verboten werden, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen, so ein Verbot richtet sich direkt gegen das 5. Gebot.

    • Genauso ist es! Es ist ungeheuerlich und menschenverachtend, was hier im Namen Bergoglios geschieht. Dieser Mann hat kein Recht, für ertrunkene Bootsflüchtlinge Kränze ins Meer zu werfen oder sich über einen Kapitalismus zu ereifern, der tötet, wenn er selbst Menschen drangsaliert und ihnen die Gesundheit und womöglich das Leben raubt. Pfui!

  7. Wie könnten es die „Franziskaner der Immakulata“ schaffen, dass sie wieder so wirken können wie früher?

    Es würde nur die Einberufung eines (außerordentlichen) Generalkapitels genügen, mit vorheriger Befragung aller Ordensmitglieder/innen zu der Frage: Wer ist bereit wegen der Liebe zu Gott den Herrn, seinen Heiligen Willen, der Glaubenslehre und der Heiligen Tradition der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche, Verhandlungen mit der FSSPX zu führen?

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  8. Kirchenaustritt jetzt: per eingeschreiben Brief. Und einen offen Brief an den Oberintriganten und Schuft Volpi. Darüberhinaus sollte man diesen Volpi und seine Putztruppe öffentlich kaltstellen, und ihre niederträchtige ARROGANZ vor aller Welt, z.B.Medien-Presse bekanntmachen. Es wird höchste ZEIT FÜR EINEN WIDERSTAND.

    • @Leone, einen „Kirchenaustritt“ kann es nie geben, wir haben nur eine Heilige Kirche von unseren Herrn Jesus Christus gestiftet und gegründet. WIDERSTAND ja, aber mit anderen Mitteln.

      • @Ecclesia:Welch andere Mittel schlagen Sie vor?Einen KIRCHENAUSTRITT KANN ES ABER WOHL GEBEN.Gemeint ist der Austritt aus der Kirchenorganisation die nur dem NAMEN nach noch Katholisch ist.Auch Papst Benedikt war und ist dieser Ansicht.Man bleibt dennoch Katholisch.

      • Richtig. Wenn ich getauft bin und solange ich Christus und seine heilige katholische Kirche bekenne bin ich katholisch. Ich bin doch nicht verpflichtet dem Konzilsgeist zu folgen der durch die Welt streunt und alle Religionen fragt ob sie nicht unseren gemeinsamen Gott gesehen haben. Außerdem hat der Gott an dem ich glaube mir durch sein Wort versichert das ich auch ohne Beitragszahlungen zu ihm gehöre.
        Per Mariam ad Christum.

  9. Ich glaube, daß es den FI zum Nachteil wurde, daß sie meinten, sie müßten sich durch ein blaues Ordenskleid von dem gewöhnlichen Braun der Franziskaner abheben. Wer etwas außergewöhnliches sein will, der zahlt oft einen hohen Preis, wobei es sich meist um unbedeutende Details handelt, wozu ich die Farbe des Ordenskleides zähle. Ich bin überzeugt, daß sie weniger Probleme hätten, wenn sie wie die anderen im allgemeinen braunen Franziskanerhabit gehen würden. Oder wollen sie etwas Besonderes darstellen, etwas Besseres? Ich glaube, das ist wohl nicht der Fall, aber es kann so aufgefaßt werden und daher die Unterdrückung.

    • Liebe/er @M.S., es kann doch wirklich nicht sein, dass die Farbe eines Ordenskleides schuld ist, eine Gemeinschaft auszugrenzen, unvorstellbar.

    • M.S. Die hochlöblichen „Franziskaner der Immakulata“ mussten sich anders kleiden, als die Konzilshörigen Teile der „Franziskaner“ den bei vielen dieser (und das trifft leider auch Großteils auf die 3 Orden zu) wird ja das „Heilige Messopfer aller Zeiten“ eher in die Kategoregie „häretisch u. schismatisch“ eingestuft, und daher wird jeder der diese wünscht, massiv bekämpft. Und viele derjenigen die eben wegen des „Heiligen Messopfers aller Zeiten“ zu den „Blauen Franziskanern“ gewechselt sind, stehen nun ebenso schlecht, wenn nicht sogar schlechter da, wie vor ihren Wechsel. Weil eben diese nun wegen eines ungerechten Gehorsams vom „Heiligen Messopfer aller Zeiten“ abgelassen haben. Und ich warte ehrlich gesagt nur darauf, welche Ecclesia DEI Gemeinschaft es als erstes verboten wird, (egal durch wen auch immer!) das „Heilige Messopfer aller Zeiten“ zu zelebrieren, der Priesterbruderschaft St. Petrus, den Institut Christus König und Hohepriester, usw. ???

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • @Armin, nein sie mußten sich nicht anders kleiden. Gerade wenn sie traditionstreu sein wollten, hätten sie die klassischen Ordensfarben nehmen sollen. Warum? Weil schwarz, wollweiß (auch das wollbraun) keine Farben an sich sind, sondern Werte, die die Abkehr von der Welt ausdrücken und dem Habitträger helfen, sich zu distanzieren. Mir gefällt dieses bläulich-grau nicht. Was würden Sie zB zu blauen statt schwarzen Talaren sagen?
        Es hat sich nicht von ungefähr über die Jahrhunderte im Christentum eine Ordnung herausgebildet so wie es in anderen Religionen ebenfalls Ordnungen gibt. Ein indischer Sannyasin würde nie auf die Idee kommen statt seinem ockerfarbenen Sari einen grünen oder blauen anzuziehen.
        Ich sehe keinen Sinn in dieser blauen Neuschöpfung und finde es schade für die Franziskaner der Immakulata, daß sie nicht das wunderschöne, sehr demütige Franziskanerbraun beibehalten haben. Pater Pio hatte es an und all die anderen guten Männer und Frauen, die es im Laufe der Zeit in dem Orden gab.

      • Die Schikanen gegen die Franziskaner haben nichts mit der Farbe der Ordenstracht zu tun. (Im Mittelalter waren Farben übrigens teuer, heute sind sie es nicht.) Die einzige „Beschuldigung“, von der bislang zu hören war, ist die des „Kryptolefebvrianismus“.

      • M.S. mir gefällt das blau als Ordenskleidung, Aber im Endeffekt geht es ja so und so nicht um Farben, sondern um den Glauben und dem „Heiligen Messopfer aller Zeiten“ den sich die „Franziskaner der Immakulata“ zugewendet haben, und das im Sinne seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI und seinen Schreiben „Summorum Pontificum“ . Und ich weis wie massiv gegen das „Heilige Messopfer aller Zeiten“ und die „Blauen Franziskaner“ im 3 Orden der Franziskaner gehetzt wurde. Und dort war kein Funke von Barmherzigkeit und Nächstenliebe enthalten.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Dann soll Berdoglio sagen, ändert das Gewand in braun und gut ist. Das sagt er eben nicht. An dem Gewand kann es nicht liegen. So allmählich wird es immer mehr Brauch, die Schuld nicht dort zu suchen, wo sie ist. Der Orden hat kein Unrecht begangen. Berdoglio redet Originalton Mainstream von heute und handelt nach den Gepflogenheiten des Mittelalters jedenfalls im Ergebnis.

    • Sie sind „Franziskaner der Immaculata“. Die Immaculata ist die Gottesmutter. Deren Farbe ist das Blau.
      Im übrigen gibt es viele Orden, vor allem, wenn sie marianisch sind, die blaue Ordenskleider haben.
      Das hat nichts damit zu tun, dass Blau als liturgische Farbe im 16. Jh verboten wurde bzw. nur noch regional angewendet werden darf.
      Warum sollte man wegen einer Farbe, mit der sich auch viele andere Ordensleute kleiden, so verfolgt werden? Ist das nicht irrational?

      • @zeitschnur
        Natürlich ist das kein Grund für Verfolgung. Aber es genügt manchmal ein kleines unbedeutendes Detail, daß etwas als Provokation aufgefaßt wird. Ich hätte es für klüger gehalten, die FI hätten sich auf die innere Neuausrichtung (alte Messe, Lehrtätigkeit, Schreiben usw) konzentriert und nach außen nicht noch eins obendrauf gesetzt gegenüber den gewöhnlichen Franziskanern. Es geht ja auch um Gemeinsames, so aber ist die Abgrenzung von den anderen ohne Not noch größer geworden.

        Ich will mit diesen Überlegungen keineswegs das brutale Vorgehen eines P. Volpis entschuldigen. Keineswegs! Allerdings vermisse ich insgesamt soweit das ersichtlich ist, eine gewisse Klugheit von Seiten des Ordens (zB daß die Dissidenten so lange mitgeschleppt wurden) Aber was weiß man schon von dem ganzen Vorgang? Ich kann mir da keinen Reim mehr machen.

      • M.S, Ich kann mir leider sehr wohl einen „Reim“ daraus machen, In „La Salette“ wurde uns allen Offenbart, (hier 2 der Kernaussagen dieser Botschaft des Himmels) „Viele Ordenshäuser werden den Glauben völlig verlieren und viele Seelen mit ins Verderben ziehen“ und „Rom wird den Glauben verlieren“, in diesen Sinne sind ja auch andere kirchliche anerkannte Erscheinungsorte erfüllt. Und was Glauben sie wird einer der den Glauben verloren hat, dies auch öffentlich zugeben??? Die Konzilskirche also die „DIE NEUE KIRCHE“ hat zu lange eine völlig verdrehten und sinnentleerten Gehorsamkeit, Nächsten- Feindesliebe ausgeübt, und so die modernistischen Schlangen (Mietlinge, Wölfe im Schafspelz und Helfershelfer des allerniedrigsten) in ihr selber hochgezüchtet und an ihrer Brust saugen lassen, und diese haben nun eben still und heimlich das Kommando unternommen und wirken nun eben so wie es der Fürst der Welt ihnen befiehlt.

        Ps.: Haben sie schon den Heiligen Papst Pio in seiner neuen Ruhestätte besucht, meine den Freimaurertempel in dem sein Leichnam ruht?? Wenn ja dann wissen sie ja wie weit die Franziskaner schon Glaubensmäßig in die Irre geführt wurden.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

      • Man möge mir Verzeihen, habe mit diesen Wörtern “ Haben sie schon den Heiligen Papst Pio

        Die Ruhestätte des „Heiligen Pater Pio“ in San Giovanni Rotondo gemeint, in meinen Augen nichts anderes als ein Freimaurertempel.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Sie haben recht, ein riesiger, hässlicher, kalter Freimaurertempel. Ich war dort, habe aber keinen Fuß reingesetzt. Zu dieser Zeit lag aber P. Pio Gott sei Dank, noch in der Krypta der alten Kirche.

      • Für mich war dieser scheußliche Kirchbau bisher ein Grund, nicht nach San Giovanni Rotonda zu fahren und ich frage mich, warum der Pater Pio das nicht hat verhindern können / wollen?, daß man ihm solch ein Monstrum hinbaut. Er hat ja zu Lebzeiten solche Dinge bekämpft. Aber diese Frage ist genauso unsinnig wie die Frage: warum hat Gott dies oder das zugelassen? Wir wissen es nicht.

    • Es ist nicht das Ordenskleid, sondern vielmehr der gefährliche theologische Tiefgang in der Konzilskritik, ihr erfolgreiches traditionsorientiertes pastorales Konzept und eben ihr unaufhörliches Wachstum, weshalb bei ihnen, als gefährlichsten unter den traditionsfreundlichen Orden, die Spitzhacke zuerst angelegt wurde. Wenn man mit denen fertig ist, kommen der Reihe nach die anderen dran. Und sie alle sind in ihrem falschen Gehorsamsverständnis wie Schafe, haben kein Konzept, dieser Zerstörungswut zu begegenen. Es sei ihnen gesagt: im Gegensatz zu Jesu Kreuzestod steckt hinter dieser Hinrichtung kein göttlicher Heilsplan und deshalb könnte in diesem Fall der vermeintlich auf Gott vertrauende Gehorsam, den „Leidensbecher“ bis zur Neige trinken zu wollen, sogar das Gericht Gottes nach sich ziehen!

  10. Kann mir jemand sagen, was mit der Unterschriften-Petition zur Absetzung von Kommissar P. Fidenzio Volpi geworden ist?

  11. Wenn ich die Flucht in den Sarkasmus, die sich in diesen Zeiten immer wieder anbietet, beiseite lasse, scheint es mir nicht mehr primär um eine Frage des Gehorsams, sondern um eine Frage der Treue zur eigenen Berufung zu gehen.
    Wenn der Ordensgründer und seine leitenden Mitarbeiter überzeugt sind, sie müssen als Orden von innen an der Bekehrung Roms, der Kirche, arbeiten, und sie können die Gläubigen nicht im Stich lassen, dann müssen sie dem Papst bzw. seinem Apostolischen Kommissar gehorchen. Dann müssen sie den Weg des Leidens, den Weg der Kreuzesnachfolge gehen. Wobei das Problem darin besteht, dass sie nicht wissen, wie lange diese Prüfung dauert. Wie viele Berufungen in der Zeit verloren gehen. Ob der Orden diesen Angriff überlebt.
    Wehren sie sich, wird es ihnen gehen wie Erzbischof Lefebvre mit seinem Priesterseminar. Sie werden offiziell ausgegrenzt. Sie müssten die Bischöfe der FSSPX bitten, ihre Priester zu weihen, denn ohne Bischöfe gibt es keine Priester.
    Ordensleute sind diesen Weg gegangen, Priester- und Frauenorden. Um ihre Berufung zu retten.
    Sie sind offiziell als Orden mit der FSSPX „befreundet.“ Und von der Amtskirche ausgegrenzt, ins Ghetto verbannt, weil sie dem derzeitigen Rom nicht gehorchen können, ohne ihrer Berufung untreu zu werden.
    Bei Ordensleuten geht es zentral um die Frage der Berufung. Wenn der Platz der Franziskaner der Immakulata in der Amtskirche ist, müssen sie dem Apostolischen Kommissar gehorchen, um ihrer Berufung treu zu bleiben.
    Erzbischof Lefebvre stand bei den Priester- und Bischofsweihen vor einer anderen Entscheidung: Als Bischof konnte er nicht tatenlos den Ruin des Priestertums, die Vernichtung des Messopfers hinnehmen. „Wenn unser Herr mich in meiner Todesstunde fragt, was hast du mit deinen priesterlichen, bischöflichen Gnaden gemacht, dann möchte ich nicht die furchtbaren Worte aus Seinem Mund hören: Du hast mit den anderen die Kirche zerstört.“
    Diese Verantwortung trägt der Ordensgründer der Franziskaner der Immakulata nicht. Er ist „nur“ für seinen Orden verantwortlich. Er hat seiner Berufung treu zu bleiben. Außenstehende können darüber nicht urteilen. Nur beten, dass der Wille Gottes geschehen möge. Wenn sich der Ordensgründer sicher ist, kann ihm der verblendete Apostolische Kommissar Volpi mit seinen Untaten nichts anhaben.
    An dem Schmerz über diese Untaten ändert das nichts.

  12. Was Berdoglio veranstaltet, ist Mittelalter vom Finstersten. Es ist nur noch peinlich und sonst nichts. Freiheit für den Orden!

    • Bergoglio ist eben ein absoluter Herrscher, der seine päpstlichen Vollmachten komplett ausschöpft. Jeder, der nicht nach seiner Pfeife tanzt und anders denkt als er selbst, wird degradiert. Die Dezentralisierung ist nur Schein. In Wahrheit regiert Bergoglio so zentralistisch und absolutistisch wie schon lange kein Papst. Wo unter Benedikt viele seine Sanftheit und Güte ausnutzten und ihr eigenes Süppchen kochten, traut sich das unter dem Absolutisten Bergoglio kaum einer mehr. Ein Vatileaksskandal wäre unter seiner Herrschaft ausgeschlossen. Und die Medien und große Teile kirchenfeindlicher Kreise hat er auch auf seiner Seite. Von Demut und Bescheidenheit bleibt da nicht mehr viel übrig.
      Es gibt zwei mögliche Alternativen:
      Entweder Bergoglio ist Papst der heiligen katholischen und apostolischen Kirche, der als oberster Hirte seine Schafe vor den Wölfen verteidigt. Dann entlässt er diesen Scheinchristen Volpi und lobt den Orden für seine treue zur Kirche und stellt ihn als ein Vorbild für alle Orden dar.
      Oder Bergoglio ist der Antichrist. Dann lässt er den Scheinchristen Volpi den Orden bis zur Unerkenntlichkeit auseinander nehmen und verfolgt unter einem Schein von Demut und Güte die Teile der Kirche, die noch nicht den Teufel inhaliert haben und wo der katholische Glaube noch zu Gänze sichtbar ist.
      Ich hoffe und bete für die erste Alternative
      Per Mariam ad Christum

      • Hä? Volpi ist Bergoglios Kommissar und Bergoglio ermahnt die Franziskaner explizit, Volpi zu gehorchen! Wo sehen Sie in diesem Drama denn um Himmels Willen noch Alternativen??!!

  13. Bergoglio könnte sagen „Wer bin ich denn der Volpi eine Genehmigung für sein wüstes Treiben ausstellen würde“. Er folgt doch bestimmt nur seinem Gewissen und das steht bei jedem Menschen erst recht bei Volpi über alle Kritik.
    Per Mariam ad Christum.

  14. Die Franziskaner sind erst seit Leo XIII. braun. Vorher eher grau. Aber es gab zB auch eine violette Kongregation. Insofern ist gegen graublau gar nichts einzuwenden.

  15. Ich finde es merkwürdig wie auf der Farbe des Ordensgewandes herumgeritten wird.
    Selbst wenn die FI in braun mit Strick, wie Franziskus höchstpersönlich gewandtet wären, hätte es die gleichen Folgen.
    Es gibt sogar einen neuen Orden da tragen die Schwestern einen Jeanshabit, Neugründung eines Klarissenordens .
    Die Sache mit den FI ist wohl, dass die sich in demselben Gehorsamskonflikt sehen, in dem jeder von uns mehr oder weniger steckt.
    Die Sache wäre einfach, wenn von ihnen z.B verlangt würde zu stehlen oder zu lügen, das wäre Aufforderung zur Sünde und da muss wiederstanden werden.
    Aber so wird schikaniert und es ist halt nun mal keine Sünde im NOvus Ordo zu zelebrieren.
    Ich hoffe einfach dass die Brüder udn Schwestern durchhalten, weil irgendwann einmal wird der Spuk vorbei sein.

  16. Realistisch betrachtet gibt es für die Franziskaner der Immakulata nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie ordnen sich weiter dem Bergoglio-Kommissar unter, oder sie „fliegen raus.“ Wie das kirchenrechtlich genau geschieht, kann ich jetzt im Augenblick nicht sagen, aber es wäre die Folge. Volpi ist der Kommissar Bergoglios, ihm nicht zu gehorchen heißt, dem Bischof von Rom nicht zu gehorchen, sich ihm offen zu widersetzen.
    Dann müsste dieser Orden, um geweihte Priester zu bekommen, die Bischöfe der FSSPX um die Erteilung der Priesterweihen bitten, sie würden kaum einen Sedisvakantisten-Bischof auftreiben wollen, der ihre Priester weiht. Sie müssten sich in loser Form der FSSPX irgendwie unterstellen, denn deren Bischöfe werden nicht wahllos Seminaristen zu Priestern weihen. Würden es die FSSPX- Bischöfe machen, könnte Bergoglio sie erneut exkommunizieren. Sie hätten wieder – für Bergoglio – einen Beweis ihres Ungehorsams, ihrer schismatischen Tendenzen geliefert. Das sind ganz klar die Folgen.
    Die Franziskaner der Immakulata sind – menschlich gesprochen – in der Falle. Innerhalb der Kirche sind sie dem Papst ausgeliefert. Jeder „Ungehorsam“ kann bestraft werden, Bergoglio kann jedem Bischof verbieten, die jungen Franziskaner-Seminaristen zu weihen.
    Es gibt, realistisch gesehen, nur zwei Möglichkeiten: Dieses Kreuz zu tragen in der Hoffnung, dass der nächste Papst ein Einsehen hat,oder den Ausschluss. Wurden diesen Franziskanern nicht „krypto-lefebvrianische Tendenzen“ unterstellt von Bergoglio selbst? Wenn sie sich widersetzen, haben sie nur noch die FSSPX-Bischöfe. Und einen Bergoglio, der die Exkommunikationskeule schwingt.
    Eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht, doch ich lasse mich gern korrigieren.

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