Papst Franziskus und der Gesang der Sirenen – „Sirenen bereits an Bord des Kirchenschiffes“

Horror Missae: Das Bild der Kirche als Schiff, das durch die Weltgeschichte segelt, als Hort der Seelenrettung, die in den sicheren Hafen gebracht werden, geht auf Christus selbst am See Genezareth zurück. Doch vor Banalisierung ist heute nichts mehr sicher, wie das Bild zeigt.(Rom) Papst Franziskus warnte in seiner Predigt am Hochfest der Erscheinung des Herrn vor den Sirenengesängen und Mittelmäßigkeit. Der traditionsverbundene Priester Don Antonio Ucciardo griff diese Warnung auf, um etwas konkreter zu benennen, woher die Sirenengesänge dem Schiff des Petrus heute drohen. Die Sirenen seien nicht mehr nur auf ihrer Insel und versuchen das Kirchenschiff an die Klippen zu locken, damit es dort zerschellt. Die Sirenen seien an Bord des Schiffes und versuchen den Kurs in tödliche Richtung zu beeinflussen. Die Kirchenväter haben jedoch den Odysseus-Mythos genützt, um eine sichere Anleitung zu bieten, den falschen Gesängen zu widerstehen.

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Die Faszination der Sirenen

von Don Antonio Ucciardo

„Wo ist das Leben, das wir verloren haben, während wir lebten? Wo ist die Weisheit, die wir verloren haben in unserem Wissen? Wo ist das Wissen, das wir verloren haben in der Information? Die Umschwünge des Himmels in zwanzig Jahrhunderten haben uns ferner gerückt von Gott und uns näher gebracht an den Staub.“

Mit diesen Worten beschrieb einer der aufmerksamsten Beobachter der Kultur (und des Glaubens) des 20. Jahrhunderts, Thomas Stearns Eliot, 1934 das menschliche Dasein. In seiner Lyrik nimmt er bereits wahr, was sein würde. Und es konnte für ihn kaum anders sein, denn das Christentum ist ein Drama, das in der Geschichte lebt. Ein Drama, das bei jenen Heiterkeit auslösen muß, die den Glauben nur als ein passendes oder unpassendes ständiges Lächeln verstehen. Das Christentum bietet wahre Freude, allerdings zu einem Preis, der ganz göttlich und ganz menschlich zugleich ist. Er bietet die Freude wahrer Freiheit, wie Christus uns verheißen hat. Eine Freiheit, die nichts mit der Freiheit zu tun hat, die die Welt meint.

In seiner Predigt am Dreikönigsfest (Erscheinung des Herrn) sagte Papst Franziskus:

„Die heiligen Drei Könige, die Sterndeuter aus dem Osten „lehren uns, uns nicht mit einem mittelmäßigen Leben, mit dem Kleinem zufrieden zu geben, sondern uns immer faszinieren zu lassen vom Guten, Wahren und Schönen …, von Gott, der all das in immer größerer Weise ist! Und sie lehren uns, uns nicht vom Schein betrügen zu lassen, von dem, was für die Welt groß, weise und mächtig ist. Man darf hier nicht stehen bleiben. Es ist wichtig, den Glauben zu bewahren. In dieser Zeit ist das ganz wichtig: den Glauben zu bewahren. Man muss weiter gehen, jenseits des Dunkels, jenseits der Faszination der Sirenen, jenseits der Weltlichkeit, die heute so viele Ausdrucksformen hat, man muss weiter gehen nach Bethlehem, dorthin, wo in der Einfachheit eines Hauses der Peripherie, bei einer Mutter und einem Vater voller Liebe und Glaube, die Sonne aus der Höhe erstrahlt, der König des Universums. Nach dem Beispiel der Sterndeuter wollen wir mit unseren kleinen Lichtern das Licht suchen und den Glauben bewahren. So sei es.“

Was haben die Sirenen mit dem christlichen Glauben zu tun?

Odysseus und die Sirenen von Herbert James Draper, 1909Was aber haben die Sirenen mit dem dramatischen Ringen um den christlichen Glauben und mit der Freiheit zu tun? Der Vergleich des Papstes ist von außergewöhnlicher Eloquenz. Im kollektiven Bewußtsein, zumindest dem mit einer soliden Schulbildung, rufen sie sofort die Odyssee in Erinnerung.

Nur wenige wissen aber, daß der griechische Mythos der Sirenen nicht nur bei Homer, sondern auch anderen Autoren vorkommt. Auch die Kirchenväter und führende Theologen der ersten christlichen Generationen beschäftigten sich mit ihnen.

Die Sirenen, also die „Verführerinnen“ symbolisieren den Tod. Sie sind Todesdämonen. Den Tod verabreichten sie über zweierlei Wege: die Lust und die Wissenschaft. Erst als sich schrittweise Homers Darstellung der Sirenen durchsetzte, schlüpften sie im allgemeinen Bewußtsein in das Kleid der attraktiven, faszinierenden Frau. Homer läßt zwar erkennen, daß die Seeleute, die angelockt vom Gesang der Sirenen auf der Insel anlegen, den Tod finden, sagt aber nicht wie. Jedenfalls dienten sie bei Homer den Sirenen nicht mehr als Nahrung.

Kirchenväter: Sirenen bringen den Tod durch Lust und Wissenschaft

Die christlichen Theologen der frühen Zeit kannten noch andere Sirenen-Darstellungen der Antike. Sie bedienten sich dieser mythologischen Figur, um darzustellen, daß das Vergnügen und die Wissenschaft – also etwas grundsätzlich Akzeptables und etwas Erstrebenswertes – auch zum Tod führen können.

Auf der Grundlage griechischer Hiob-Übersetzungen und anderer Propheten wurden die Sirenen als Nachtvögel dargestellt, die in Wüstengegenden hausen und dämonischer Natur sind. Mit ihrem süßen und tödlichen Gesang locken sie die Seelen in den Abgrund, damit sie dort von den Wölfen gefressen werden, wie der heilige Hieronymus schreibt.

Was die Überlieferung uns sagen will, findet sich sehr gut durch den heiligen Ambrosius zusammengefaßt, der den Odysseus-Mythos aufgreift:

„Die Sirenen […], wie uns die heidnischen Geschichten übermitteln, waren junge Frauen, die mit lieblicher und verlockender Stimme sangen und die Schiffsreisenden dazu verführten, fasziniert von ihrem Gesang, ihre Schiffe zum Ufer auf die Klippen zuzusteuern […]. Auf dieselbe Weise lockt uns die Süßigkeit der Welt mit den Verlockungen des Fleisches, um uns zu täuschen“ (Kommentar zum Psalm 43,75).

„Um sich nicht von den Lockungen der Lüste betören zu lassen und in die Gefahr der Lust hineinzusteuern“ wie Odysseus, müsse man „nicht mit physischen Stricken an den Mastbaum gebunden sein“, sondern, so der Kirchenvater, „mit geistigen Banden an das Kreuzesholz geheftet werden“, indem man auf die Stimme Christi hört.

Der Mastbaum ist das Kreuz Christi, das Schiff ist die Kirche

Der heilige Maximus von Turin schreibt: „Christus unser Herr wurde ans Kreuz geschlagen, um die Menschheit vor dem Schiffbruch der Welt zu retten“ (Predigt 49 über das Kreuz des Herrn, 1).

Die Worte des Papstes beziehen sich auf die einzelnen Gläubigen, auf unsere armes Leben, hin- und hergerissen zwischen dem Drang nach Höhenflügen und der ständigen Versuchung durch die Mittelmäßigkeit.

Doch die Worte können nicht anders, als sich auch auf die Gesamtheit der Katholiken zu beziehen, weil die Gesamtheit den Teil trägt und jeder Einzelne auch Teil der Gesamtheit ist. Wir haben nämlich nicht 1,2 Milliarden Kirchen, sondern 1,2 Milliarden Katholiken in einer Kirche. Und jeder Einzelne muß sich dieser Kirchenzugehörigkeit bewußt sein und in sich das Mysterium der Kirche tragen. Von der Kirche aber erhält der Einzelne die Gnade, die nötig ist, um nicht Schiffbruch zu erleiden und nicht den Sirenengesängen zu erliegen. Die beiden Begriffe: Schiff und Christenheit sind auch in unserer heutigen Zeit treffende Synonyme.

Auf der einen Seite das Schiff, das durch die Wellen gebeutelt wird, auf der anderen Seite die Christen, die nicht auf den Mastbaum zu schauen scheinen, wie der heilige Ambrosius in Anlehnung an den Odysseus-Mythos empfiehlt, sondern fasziniert sind vom Gesang der Sirenen auf den Klippen.

Haben diese Sirenen ein Gesicht?

Wir dürfen uns nicht selbst betrügen. Papst Johannes Paul II. schrieb 1993 in Veritatis splendor über einige „grundlegende Fragen der kirchlichen Morallehre“:

„Nachdem die Idee von einer für die menschliche Vernunft erkennbaren universalen Wahrheit über das Gute verlorengegangen war, hat sich unvermeidlich auch der Begriff des Gewissens gewandelt; das Gewissen wird nicht mehr in seiner ursprünglichen Wirklichkeit gesehen, das heißt als ein Akt der Einsicht der Person, der es obliegt, die allgemeine Erkenntnis des Guten auf eine bestimmte Situation anzuwenden und so ein Urteil über das richtige zu wählende Verhalten zu fällen; man stellte sich darauf ein, dem Gewissen des Einzelnen das Vorrecht zuzugestehen, die Kriterien für Gut und Böse autonom festzulegen und dementsprechend zu handeln. Diese Sicht ist nichts anderes als eine individualistische Ethik, aufgrund welcher sich jeder mit seiner Wahrheit, die von der Wahrheit der anderen verschieden ist, konfrontiert sieht. In seinen äußersten Konsequenzen mündet der Individualismus in die Verneinung sogar der Idee einer menschlichen Natur“ (Veritatis splendor, 32).

Die Sirenen haben ein Gesicht

Wenn die Sirenen außerhalb der Kirche geblieben wären, auf ihren Klippen, könnten wir sie erkennen, unterscheiden, jede einzelne mit Namen, als Ausdruck von Ideologien samt ihren Strömungen. Sie befinden sich inzwischen aber auf dem Schiff, an Bord, und versuchen unseren festen Blick auf den Mastbaum des Kirchenschiffes, das Kreuz, wegzulenken. Sobald wir aber den sicheren Blick auf das Kreuz abwenden, läßt unsere zerbrechliche Natur uns den Gesang der Sirenen hören und von ihren Verlockungen verführen zu lassen.

Vor allem wenn uns deren Melodie gar nicht so antichristlich zu klingen scheint, wie sie beschrieben wird. In ihrem Liedtext häufen sich Worte wie „Liebe“, „Gerechtigkeit“, „Brüderlichkeit“ und „Rechte“. Warum also sollten nicht auch wir dieses Lied singen?

Jeder muß sich fragen, ob er sich mit seiner Mittelmäßigkeit zufrieden gibt. Jeder muß sich aber auch fragen, ob diese Mittelmäßigkeit nicht auch dazu führt, daß auch jener Glauben mittelmäßig wird, den alle, mit Petrus, bewahren müssen. Die Rede ist von Salz und Sauerteig, aber auch von der Gefahr, daß Salz und Sauerteig an Qualität verlieren können. Die äußere Form bleibt, doch der Inhalt stimmt nicht mehr. Der Mittelmäßige wird zum Verführten und wird selbst zum Verführer.

Das Schiff des Petrus segelt weiter, es ist das Schiff des Herrn. Es wird auch nach uns weitersegeln. Entscheidend für den Einzelnen ist jedoch, daß er in den sicheren Hafen gelangt. Es ist keineswegs gesagt, daß dem so sein wird. Vielleicht wäre der Zeitpunkt gekommen, die allgemeine Euphorie abzulegen und die Warnung vor den Sirenengesängen ernst zu nehmen. Wo anfangen? Zum Beispiel damit, zu verhindern, daß die Zukunft unserer Kinder mittelmäßig sein wird. Wenn wir noch einen Funken christlicher Würde, eine Sehnsucht nach der wahren Freiheit vom Konformismus und der Logik der Macht dieser Welt haben, dann werden wir uns auflehnen und diese gleichmachende Mittelmäßigkeit dieser Welt meiden, uns von ihr abwenden, ja sie verachten und unseren Blick sicher und fest auf das Kreuz richten, um den verführerischen Sirenengesängen nicht zu erliegen.

Das Schiff der Kirche segelt in diesem Moment der Weltgeschichte durch enge, gefährliche Gewässer, umgeben von todbringenden Klippen. In diesem historischen Moment und mit dieser Fahrt erneuert sich das Heilsdrama für die Menschheit, vor allem aber ganz konkret für uns, die wir heute und jetzt leben. Nicht für die anderen, die vor uns lebten und jene, die noch kommen werden. Es geht nicht um eine abstrakte Erörterung, sondern um das Heil – meines und Deines.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Ars

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21 Comments

  1. Na da hatte Bischof Krenn wieder einmal Recht, kein Wunder dass er abgesetzt wurde, so darf man halt nicht die Wahrheit sagen

  2. Wenn ich dieses Bild (Horror Missae) ansehe, ergreift mich der Zorn. Die Kirche steht verwüstet, ein Glaubensabfall sondergleichen, die Schafe zerstreut, die Seelen gehen verloren und die Priester spielen Paddel-Spielchen.Tut mir leid, aber das ist doch Krank!!! Wer kann denn diesen Leuten noch eine Urteilsfähigkeit zugestehen???

    • Das sehe ich genauso. Richtige Witzfiguren sind da zu sehen. was will man zeigen ? Sollten die Gläubigen sich kein Boot vorstellen können ? Krampfhafte Bemühungen eines Katholo-Animateurs.

  3. Papa Bergoglio „außergewöhnliche Eloquenz“ zu attestieren, nur weil er pseudo-intellektuell in seinem Geschwafel die mythologischen Sirenen verwurstelt hat, ist einfach grotesk. Der Verfasser dieses langatmigen Artikels hat aber in der Dreikönigsfest-Predigt die wahre Bombe übersehen: Dort hat der nicht namentlich erwähnte Jesus in Bethlehem eine Mutter und einen Vater. Ja, wirklich. Aber was wäre der derzeitige Nachfolger Petri ohne seine täglichen Häresien, die aber keinen zu stören scheinen.

    • statt Eloquenz würde ich eher Logorrhoe sagen, schwere Logorrhoe. Daß es fast immer eine Äußerung gibt, die außerhalb der Lehre verortet werden muß- ist nun schon Gewohnheit. Wenn das einmal nicht vorkommt, muß man das wohl als Ausnahme, die die Regel bestätigt betrachten.
      Heute war so ein Tag. Katechese über das Taufsakrament. Aber – tja geht wohl nicht ohne aber- die Form! Als habe der Pontifex einen Kursus für Animateure für Ferienclubs oder als Stadionsprecher eines mittleren Fußballvereins absolviert.
      Wörtlich ( bei Radio Vatican It. nachzulesen)
      Papst.: „Kann man sich selber taufen?“
      Menge: „Nein!“
      Papst: „Ich kann nichts hören!“
      Menge brüllt : „NEIN !“
      Papst: „Seid ihr sicher?“
      Menge brüllt: „Jaaaa!“

    • Ganz recht. Keine, aber auch keine Predigt ist ohne Pferdefuß.
      Um nur zu erwähnen, was mir auffiel und ich noch nirgends behandelt gesehen habe.
      „Gott schließt niemals Türen zu“, sagte F. – im direkten Gegensatz zum Gleichnis von den fünf klugen und den fünf törichten Jungfrauen.
      In einer der letzten Predigten sagte F., wir Christen sollten das Licht Christi reflektieren. Wir Christen sind aber i m Licht, wenn wir in Christus sind und wie ausdrücklich der hl. Johannes irgendwo schreibt, wir reflektieren es nicht nur von außen. Reflektieren kann auch jemand, der selbst Finsternis ist.
      Das ist ja der Unterschied. Ein Moslem oder ein Freimaurer, z.B., kann das Licht von außen sehen und sich sogar nach ihm sehnen, aber wir Christen, solange wir im Stande der heiligmachenden Gnade sind, sind i m Licht und das Licht ist in uns.
      Usw. usf. !
      Schrecklich!!!

    • Mir sind die „Mutter und “ – unterschiedslos – „der Vater“ sofort aufgefallen. Bergoglio verschleiert seine Häresien sehr geschickt. Vom Glauben an Gott ist durchaus die Rede. Aber nicht vom Gottmenschen, nicht von der zweiten göttlichen Person, die Mensch geworden ist und nun als Kind in der Krippe liegt. Davor drückt sich Seine Heiligkeit, Papst Franziskus. „Sonne aus der Höhe“, „König des Universums.“ Das klingt gut für die Ohren seiner Fans, es ist nur sehr wenig konkret. Über 19 Jahrhunderte hat die katholische Kirche klar und mit eindeutigen Worten ihren Glauben bekannt. Er löst sich in Fragmente auf, umhüllt von wolkig-blumigen Phrasen.

    • Genau so ist es. Berdoglio bringt Geschichten ins Spiel, die befremdlich zu den zu behandelnden Themen wirken. Dass er es zum Erzbischof schaffen konnte bei diesem Wirrwar, Es ist kaum zu begreifen. Geradlinige Denker wie sein Vorgänger waren offenbar nicht mehr gefragt. Der viel beschworene Heilige Geist hatte offenbar die Kardinäle nicht beeinflußt, wie es aussieht.

  4. „Man darf hier nicht stehen bleiben. Es ist wichtig, den Glauben zu bewahren…. Nach dem Beispiel der Sterndeuter wollen wir mit unseren kleinen Lichtern das Licht suchen und den Glauben bewahren.“ sagt Papst Franziskus. Seine Enzyklika Lumen fidei lässt es dagegen nicht zu den Glauben als etwas Starres zu sehen, dessen wir uns rühmen könnten.

    Lese ich Matthäus 2, 1-12 tut sich mir folgendes auf:
    Die Sterndeuter haben im aufgehenden Stern den Hinweis auf den neugeborenen König der Juden erhalten den sie anbeten/huldigen wollten und dafür nahmen diese heidnischen Menschen (Magier) einen Weg ins ungewisse auf sich, immer dem Stern folgend.
    Auch als sie Seinen Stern nicht mehr sehen konnten ließen sie von ihrem Plan nicht ab und erkundigten sich in Jerusalem, wo der Messias, der Gesalbte, geboren werden sollte. Die Schriftgelehrten konnten sofort sagen, in Betlehem wie es bei den Propheten steht: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
    Die Weisen gaben sich in ihrer Suche in Jerusalem ganz naiv und unbedarft in ihrem Bekenntnis den König der Juden zu suchen und sorgten sich nicht um die Gefahr die von Herodes ausging, auch nicht als er ihnen sagte sie sollten ihm berichten wenn sie das Kind gefunden hätten, damit auch er nach Betlehem gehen und dem Kind huldigen könne.
    Sie erkannten zu diesem Zeitpunkt also nicht den Todesdämon Herodes, vielleicht erst, als ihnen im Traum geboten wurde nicht zu Herodes zurückzukehren.
    Stattdessen schauten sie nach dem Stern und freuten sich riesig als sie ihn wieder sahen, folgten ihm und gingen in das Haus über dem der Stern stehen blieb, sahen das Kind und Maria und beteten das Kind an.
    Die drei unbeirrbaren Weisen waren voll Glaube und Hoffnung und sie waren voll Freude als sie auf die Liebe trafen, den König des Volkes Israel.

    Die Sterndeuter haben wohl kaum“ mit ihren kleinen Lichtern das Licht gesucht“, sondern ihnen wurde der Leitstern offenbart und sie folgten ihm im Gehorsam und Vertrauen, alle Gefahren außer acht lassend und wurden belohnt.
    Credo in unum deum bedeutet wörtlich sich in Gott hinein zu glauben. Der Glaube fordert Bewegung um in der Erkenntnis zu wachsen, also kein Stehen bleiben (bewahren) bei dem was sich mir bisher gezeigt hat.
    Warum sollten wir, denen die volle göttliche Offenbarung in der Heiligen Schrift, der Tradition und der Lehre der einen Heiligen katholischen und apostolischen Kirche gegeben ist, auf die Sirenen hören?

  5. Man kann es fast schon sagen, dieser Papst wird keinen entscheidenden theologischen Beitrag in seinem Pontifikat leisten. Was er sonst macht, ist krampfhafte Distanzierung von seinen Vorgängern, an Beispielen, hier erörtert, fehlt es nicht.

  6. Offen gebe ich es zu: „Seine Heiligkeit“, das war nur noch die Flucht in den Sarkasmus. Weil Bergoglio aus der Geburt Jesu Christi ein Event macht, eine begeisternde Veranstaltung. Natürlich, wie bei ihm üblich, an der Peripherie. Ohne Ernst, ohne besonderen Sinn.
    Dass von unserer Stellungnahme zu diesem Kind in der Krippe unser Seelenheil abhängt, darüber verliert er kein Wort. Weil dieses Kind nicht nur Mensch ist, sondern zugleich Gott.
    Der Papst muss das sagen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche muss die Welt darauf hinweisen. Dass Gott Mensch geworden ist, um uns aus unserer Verfallenheit an den Tod, an die Sünde zu erlösen. Dass wir unser ewiges Heil verwirken können, wenn wir uns Ihm verweigern. Er sagt es nicht.

  7. Sowohl an Weihnachten als am Neujahrstag ging Bergoglio mit dem Freimaurer Zeichen, rechte Hand auf der Herzgegend, mürrischen Gesichtes ohne den Segen zu spenden durch die Reihen der Gläubigen. Am Altar schaute er kurz mit fahrigem Blick auf das Kreuz.
    Bei den amerikanischen Freimaurern muss man einer Religion angehören und bei dem Beitrittsritual auf diese schwören. Jede Religion ist gleichrangig und kann auch Hinduismus sein, Alle Religionen suchen oder und bekennen einen Gott, aber keinen Gottessohn als Erlöser.

  8. Ist das Bild echt oder eine Fotocolage? Wenn es echt ist, hat sich der hochwürdige Herr Pfarrer mit seinen fleißigen Ruderern wohl ziemlich verfahren. Sie befinden sich weder auf dem Jordan, noch auf dem See Genezareth. Kein Wunder, dass Bergoglio Priestern keine geistigen Titel mehr vergibt, denn der Großteil verdient sie nicht.
    Pwe Mariam ad Christum

    • Sie haben nicht nur den Glauben verloren, sondern auch den Verstand! Das Szenario könnte sich ebenso in einem Kindergarten abspielen. Es ist unerträglich!

  9. Das obige Bild vom Gottesdienst stellt in der Tat eine Art Irrfahrt des Odysseus dar. Diese Irrfahrt ist symptomatisch für eine Kirche, die sich ganz im Hier und Heute, im Unterwegssein in dieser Welt, verortet und nicht mehr so recht an Gott – und somit an einen Hafen als das Ziel ihrer Fahrt – glaubt. Die Fahrt im Schiff der Kirche wird dann entweder im Rahmen von Psycho-Wellnes-Gottesdiensten zur vergnüglichen Kreuzfahrt verknöcherter ZdK-Pensionisten oder aber im Rahmen von Event-Gottesdiensten zur abenteuerlichen Spritztour unbedarfter BdkJler. Hauptsache die DBK-Reederei kann an dem Geschäft noch gut verdienen.

  10. Zitat aus obigem Text: „Die Sirenen, also die „Verführerinnen“ symbolisieren den Tod. Sie sind Todesdämonen. Den Tod verabreichten sie über zweierlei Wege: die Lust und die Wissenschaft.“

    Man beachte, daß neben der Lust die Wissenschaft genannt wird als ein Instrument, das den Tod bringt. In der Tat, wir konnten in den letzten Jahrzehnten erfahren, wie die sogenannte Wissenschaft die Religion und den Glauben zu ersticken drohte.

    Der Glaube setzt Vertrauen voraus, Hingabe und Akzeptanz des Unerklärlichen, des Geheimnisses Gottes. Wer Gott erklären oder versachlichen will wie dies durch die neue Theologie / neue Messe angestrebt wird, der zerstört den Glauben, indem er ihn erniedrigt und verkleinert. Der Mensch fällt dann auf die Methode der Wissenschaft herein, die für den religiösen Bereich keine Messinstrumente herzustellen in der Lage ist. Gott kann nicht mit wissenschaftlichen Instrumenten gemessen werden. Er ist unerfaßlich, unendlich. Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört. Keiner sieht IHN und bleibt am Leben. Er läßt sich finden in der Tiefe des eigenen Herzens. Das setzt die Reinheit des Herzens voraus. Eine völlig andere Dimension bzw. Methode. Die Frage hierzu lautet: wie gelange ich zur Reinheit des Herzens?

    Die Lust und die Wissenschaft: zwei Wege, die den Tod verabreichen.

  11. Man schaut mit Schaudern auf eine voellig herunterghekommene verproletarisierte Kirche, in der alles erlaubt ist.
    Da die Priester ueberhaupt keinen hoeheren Anspruechen mehr genuegen muessen und es schon in vielen Priesterseminaren zugeht wie in Raeuberhoehlen, wundert mich nichts mehr.
    Die jungen (oder inzwischen auch alten Maenner) haben gut bezahlte Jobs mit Pensionsgarantie und eine Organisation, die nur nach der Kirchensteuer und grossen Zahlen giert.
    Ansonsten ist der theologische Anspruch wie schon oben erwaehnt, auf unterstem „Bildzeitungsniveau“ und die Predigten (eigentlich tiefsinnige Interpretationen des Evangeliums) an Flachheit und Primitivitaet teilweise, nicht mehr zu ueberbieten.
    Das Proletariat ist nun endgueltig, tief in der Kirche etabliert !!!!!
    Da die Wandlung und Opferung zum leckeren Friedensmahl „umgelogen“ worden ist, kann man das Wesen und die Gestalt der vormaligen hl.Messe eigentlich vielerorts wirklich nicht mehr ernsthaft besuchen.
    Der Hass auf FSSPX ist nur konsequent, denn dort spielt Christus die Hauptrolle und nicht die jeweilige Laune der PGR oder sonstwelcher Verbaende.
    Kirchensteuer weg, subito!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Unter der Herrschaft des Proletariates wird es aber keine Kirchen mehr geben, auch keine Synagogen und Moscheen.

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