Warnung vor „der Warnung“

warnungbild1von P. Andreas Mählmann (FSSPX)

Eine bis vor kurzem unbekannte Person, die sich den Namen „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ gegeben hat, will seit Ende 2010 fast täglich eine Botschaft – entweder von Jesus, von Maria oder von Gott Vater – empfangen haben, die sie in mehreren Sprachen über Internet unter dem Titel „Die Warnung!“ verbreiten läßt, ohne vorher das Urteil der zuständigen kirchlichen Autorität einzuholen bzw. ihr überhaupt die Möglichkeit zu einer Untersuchung zu geben.

Sie nimmt für sich eine göttliche Sendung in Anspruch, der ganzen Welt ihre Botschaften mitteilen zu müssen, als Vorbereitung auf die Ereignisse der letzten Zeiten. Diese Aktivitäten müssen nicht nur wegen des Agierens aus der Dunkelheit heraus als sehr gefährlich eingestuft werden (wer der Wahrheit verpflichtet ist, hat keine Furcht vor einer Prüfung!).

Viele Katholiken haben angesichts der Krise der kirchlichen Autorität, angesichts der Verwirrung in Glaubensfragen, das Gefühl, daß ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Wer kann noch Klarheit, wer kann noch Sicherheit vermitteln? In dieser schwerwiegenden seelischen Not ist es eine echte Versuchung, einem anderen Lehramt zu glauben, Privatpersonen nämlich, die für sich in Anspruch nehmen, in direkten Kontakt mit dem Himmel zu stehen und die Botschaften verkünden, die für die ganze Welt bestimmt seien. Das macht die Faszination der Privatoffenbarungen in Zeiten der Verwirrung aus: ein scheinbar göttliches Wort zu haben, das Klarheit bringt.

Die nachfolgenden Zeilen wollen die katholische Haltung, mit angeblich himmlischen Botschaften umzugehen, aufzeigen und beispielhaft einige klare inhaltliche Belege dafür bieten, daß die Warnung nicht „echt“ ist. Letzteres liegt im übrigen seit November offen zu Tage, seit dem die so genannte Seherin identifiziert werden konnte – als eine der erfolgreichsten PR-Unternehmer Irlands, die intensiv verquickt ist mit Esoterikern und Sektierern. Die genannte Seherin spricht scheinbar genau die richtigen Themen an: den Einfluß der Freimaurerei auf die Kirche, das Bestreben böser Verschwörungen, die Kirche Gottes zu verändern, die Irreführung vieler Gläubigen durch kirchliche Obrigkeiten, die Warnung vor der ewigen Verdammnis und die Ankündigung eines göttlichen Eingreifens. Können solche warnende Worte vom Teufel kommen? Es braucht die Gabe der Unterscheidung der Geister. Grundsätzlich gilt: Ein Kriterium für die Echtheit ist nicht, ob eine Privatoffenbarung etwas Richtiges sagt, sondern ob alles der Wahrheit, das heißt dem katholischen Dogma, entspricht. Etwas überspitzt gesagt: Was von Gott kommt ist irrtumslos von Anfang bis Ende, was vom Gegenspieler kommt, kann zu 99% irrtumslos sein, aber nicht zu 100%. Der Teufel ist kein Prediger der Wahrheit, darum ließ ihn unser Herr bei den im Evangelium berichteten Teufelsaustreibungen auch nicht zu den Leuten sprechen; der Teufel nimmt wenn es sein muß 99% Wahrheit in Kauf, als seriös erscheinende Verpackung, um an einem Punkt das Gift hinein zu spritzen, das den Glauben verfälscht. Darum ist es noch kein Beweis der Echtheit, wenn „die Warnung“ scheinbar die richtigen Themen anspricht; jeder, der die einschlägige Literatur über die Revolution in der Kirche kennt und die aktuellen Nachrichten mitverfolgt, kann mit ein wenig Phantasie solche Botschaften „produzieren“. Was aber aufhorchen läßt, sind Einlassungen dieser Art, die eindeutig auf den Vater der Lüge verweisen:

Botschaft 59 – Mittwoch, 6. April 2011: Urteilt niemals über andere Religionen, Glaubensbekenntnisse oder sexuelle Ausrichtungen

… Sagt niemals jenen anderer Glaubensbekenntnisse oder sexueller Ausrichtung, sie seien verdammt. Wenn ihr Meine Lehren in einer Weise zu forcieren versucht, indem ihr denjenigen, die nicht Anhänger sind, sagt, dass sie zugrunde gehen oder Schaden erleiden werden, und indem ihr ihre Gewohnheiten als „böse“ bezeichnet, wird sie das einfach schwächer machen als zuvor. Viele werden euch einfach den Rücken kehren. Dann werdet ihr versagt haben. Enthaltet euch also der Belehrung.

Zeigt Barmherzigkeit. Belehrt durch euer Beispiel. Sagt diesen Menschen niemals, nicht einmal versuchsweise, dass sie in Meinen Augen verdammt seien; denn das sind sie nicht. Ich liebe jede einzelne Seele, aller Religionen, aller Glaubensrichtungen, aller Glaubensbekenntnisse, aller sexuellen Ausrichtungen… Umarmt einander. Zeigt einander Barmherzigkeit. Schließt niemanden aus, unabhängig davon, ob sie katholisch sind, ob sie einer anderen christlichen Konfession angehören, ob sie islamischen, hinduistischen, jüdischen, buddhistischen Glaubens sind — sogar ob sie jenen neuen nunmehr entstandenen Kulten anhängen, die nicht an Gott, den Ewigen Vater glauben…

Es ist eine Blasphemie, eine solche Redeweise unserem Herrn Jesus Christus zuzuschreiben. Man vergleiche beispielsweise mit den ersten beiden Kapiteln des Römerbriefes. Ein weiterer Kommentar dieses Zitats erübrigt sich. Dieses eine Beispiel ist für sich genommen schon ausreichend, um diese angeblichen Botschaften als unseriös zu entlarven. Damit aber deutlich wird, daß es sich nicht um ein Einzelbeispiel, sondern um eine durchgehende Linie handelt, seien weitere angeführt:

Das I. Vatikanische Konzil lehrt dogmatisch, daß wir mit unserem Verstand zweifelsfrei die Existenz Gottes aus der sichtbaren Welt erkennen können: „Wer sagt, der eine und wahre Gott, unser Schöpfer und Herr, könne nicht durch das, was gemacht ist, mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft sicher erkannt werden, der sei ausgeschlossen!“ (I. Vatikanum, Dei filius, 2 De revelatione, Kan.1) – Dem widerspricht die Botschaft Nr. 787, die gerade davon abrät auf diesem Weg die Existenz Gottes zu ergründen:

„Versucht nicht, mit dem Verstand zu argumentieren, wenn ihr versucht, Meine Existenz zu begründen, denn Ich bin nicht von dieser Welt.“

Ein weiteres Beispiel: Der ‚Jesus‘ der angeblichen Seherin beendet eine seiner Botschaften mit den Worten:

„Ich werde euch immer lieben, wie sehr ihr Mich auch beleidigt. Euer Jesus.“

Diese Worte stellen sowohl eine Banalisierung der Sünde dar, als auch eine Verfälschung der göttlichen Liebe. Wer eine schwere Sünde begeht, verliert die Gotteskindschaft und das Wohlgefallen Gottes.

Desweiteren lehrt uns das Evangelium, daß Jesus nur eine Kirche gegründet hat – und zwar auf dem Felsen Petri (vgl. Mt 16,18). – Der ‚Jesus‘ der angeblichen Seherin spricht in den bisherigen Botschaften 13x von den ‚christlichen Kirchen‘ im Plural, die ihm gleich wohlgefällig seien:

z.B.: Botschaft 814 – Dienstag, 4. Juni 2013: Mein Weg ist sehr einfach. Ihr könnt Mir folgen, wie immer ihr wollt, aber ihr müsst Mich in Meinen Christlichen Kirchen ehren… Euer geliebter Jesus

Es handelt sich um eine neue Terminologie, die allerdings mit dem neuartigen Ökumenismus und dem neuen Kirchenbegriff des II.Vatikanums kompatibel ist. Niemals zuvor hat man den Plural ‚Kirchen‘ auf schismatische, kirchenähnliche Gemeinschaften angewandt, sondern nur auf Ortskirchen der römisch katholischen Kirche.

Datierte Voraussagen haben sich nicht erfüllt. In der Botschaft vom 31.5.2011 heißt es, „die Warnung“ würde innerhalb „weniger Monate“ an stattfinden. Sie hat sich nicht innerhalb „weniger Monate“ ereignet und auch nicht einmal innerhalb von zwei Jahren. – Zum Vergleich: Das Sonnenwunder von Fatima, das exakt mit Tag und Stunde vorhergesagt war, hat zu genau diesem Zeitpunkt stattgefunden.

Ein letztes Beispiel: Für Katholiken ist die Hl.Schrift das Buch der Wahrheit. – Die angebliche Seherin wagt es, ihre Offenbarungen unter dem Titel „Das Buch der Wahrheit“ zu verkaufen. Somit maßt sie sich an, mit derselben Autorität zu sprechen, wie das Evangelium. Über solche hat der hl.Paulus seinen Fluch ausgesprochen. Nachzulesen im ersten Kapitel des Galaterbriefes.

Diese Beispiele zeigen: Wenn man ausblendet, daß der Gegenspieler Gottes sich auch als ein Engel des Lichtes zeigen kann, daß also die Gefahr besteht unter dem Schein des Guten erst recht in die Irre geführt zu werden, begibt man sich in ernste Gefahr, einen verfälschten Glauben anzunehmen. Darum ist die Grundhaltung der Skepzis vernünftig, ebenso die Anwendung der erprobten Regeln zur Unterscheidung der Geister. – Wollen wir es etwa besser wissen, als die Kirche mit ihrer jahrtausenalten Erfahrung und als unser Herr Jesus Christus?

Der Teufel will uns unter dem Schein des Guten versuchen

„Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.“ (Mt 7,15) – Falsche Propheten, die in Schafskleidern kommen, die sich ein harmloses Aussehen geben und mit einer Stimme sprechen, die scheinbar von oben inspiriert ist, weil sie viel Wahres sagt – davor warnt uns unser Herr, wir könnten ansonsten Opfer reißender Wölfe werden, die unser Leben bedrohen, das Leben der Seele, das Leben der heiligmachenden Gnade, unseren Glauben.

Der seligmachende Glaube ist nur der von den Aposteln verkündete Glaube, so hat es Paulus den Korinthern eingeschärft: „Ihr erlangt durch das Evangelium das Heil, wenn ihr es so festhaltet, wie ich es euch verkündet habe! Ansonsten“, so fährt er fort, „hättet ihr den Glauben vergebens angenommen!“ (1 Kor 15,2). Mit aller Klarheit wird uns hier vor Augen gestellt, daß ein verfälschter Glaube, ein Glaube, der nicht mehr der Glaube der Apostel ist, nicht mehr die Kraft hat, zu retten: „Wenn ihr den Glauben nicht so festhaltet, wie ich ihn euch gepredigt habe, hättet ihr ihn vergebens angenommen!“ Das bedeutet im Umkehrschluß, daß der Teufel schon damit zufrieden sein kann, wenn er die Menschen verführt, einen verfälschten Glauben anzunehmen. Es braucht gar nicht den Abfall von allen Glaubenswahrheiten, er hat schon gewonnen, wenn er die Menschen dazu bringt, ihr Herz einem veränderten Glauben zu öffnen.

Schon am Anfang der Kirche hat der Teufel diese Strategie angewendet, zum Beispiel in der Gemeinde der Galater. Gegenüber dieser Gemeinde erhebt darum der hl.Paulus seine Stimme wie ein brüllender Löwe, weil er sie in Gefahr sieht und rüttelt sie auf: „Es wundert mich, daß ihr so schnell von dem abfallt, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und euch einem anderen Evangelium zuwendet; und doch gibt es kein anderes. Es sind nur gewisse Leute, die euch verwirren und darauf ausgehen, das Evangelium Christi zu verdrehen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch an anderes Evangelium verkündeten, als wir euch verkündet haben, er sei verflucht!“ (Gal. 1,7) – Schon Paulus hielt es also für möglich, daß der Böse sich in engelhafter Gestalt zeigt, die scheinbar vom Himmel kommt, neue Lehren zu bringen und er warnt vor Menschen, die sich zum Sprachrohr dieser Lehren machen.

Er fährt fort: „Das Evangelium, das ich verkündet habe, ist nicht Menschenwerk, ich habe es nicht von einem Menschen empfangen, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“ (Gal 1,11) – Es ist ein Dogma, das heißt ein für alle Zeiten feststehender Glaubenssatz, daß die Offenbarung Gottes an uns Menschen mit dem Tod des letzten Apostels substantiell abgeschlossen ist. Nichts Neues kann mehr hinzukommen und schon gar keine Abänderung. Es kann kein neues Evangelium geben. Die Wahrheiten, die Gott uns im Alten Testament durch die Patriarchen und Propheten, im Neuen Testament durch seinen Sohn Jesus Christus und durch die Apostel geoffenbart hat, sind unveränderlich, wie Er selbst unveränderlich ist. – Wo finden wir sie? Im Buch der Wahrheit, der Hl.Schrift, und in der zweiten Offenbarungsquelle, der mündlichen Überlieferung. Beides hat seine Niederschlag in der beständigen Lehre der Kirche gefunden, bei den Kirchenvätern, bei den Kirchenlehrern, in den Konzilien und in den Enzykliken der Päpste. Was immer und überall in der Kirche geglaubt wurde, gehört zweifelsfrei zu dieser einmaligen göttlichen Offenbarung, die keine substantielle Erweiterung mehr erfahren kann. Es gibt nichts, was ihr gleich käme, was in gleicher Weise zum Glauben verpflichten würde!

Christlich glauben, katholisch glauben heißt, alles für wahr annehmen, was Gott geoffenbart hat. – „Lehret alle Völker alles halten, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19) – gebietet unser Herr Jesus Christus seinen Aposteln. Und er macht deutlich, daß er von diesem Glauben Rettung und Verdammnis abhängig macht: „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt“ – d.h. wer nicht alles glaubt – „wird verdammt werden.“ (Mk16,16) – Gegenüber der Offenbarung Gottes im Alten und im Neuen Testament besteht darum eine wirkliche Glaubensverpflichtung.

Das Siegel der Echtheit – das Urteil der Kirche

Ein falscher Prophet stellt sich zum Lehrer einer göttlichen Offenbarung auf, die er selbst empfangen haben will, die aber nicht mit der Hl.Schrift und mit der Überlieferung übereinstimmt. Er verkündet ein neues Evangelium und fordert für dieses einen Glaubensgehorsam ein, wie es nur dem einmal gegebenen Evanglium zukommt. – Demgegenüber gibt es natürlich auch echte Prophetie, die von Gott inspiriert ist. Was Unsere Liebe Frau den Kindern in Fatima prophezeiht hat war echte Prophetie. Nach eingehender Prüfung durch eine örtliche, vom Bischof eingesetzte Kommission wurden die dortigen Erscheinungen Unserer Lieben Frau anerkannt. Und dennoch, obwohl von der Kirche geprüft und als echt befunden, ist kein Katholik verpflichtet, daran zu glauben, schon gar nicht bei dem Heil seiner Seele. Das zeigt den Unterschied zum Evangelium, an das zu glauben, sehr wohl heilsnotwendig ist.

So segensreich sich die Erscheinungen Unserer Lieben Frau in Fatima und Lourdes erwiesen haben, so schädlich erweisen sich viele unseriöse Privatoffenbarungen, in denen angeblich Jesus, die Muttergottes oder Gott Vater zur Welt sprechen. Wir stehen heute vor dem Phänomen einer großen Häufigkeit solcher Vorkommnisse. Wie wir uns verhalten sollen, hat uns unser Herr gesagt: Nicht leichtsinnig Glauben schenken! – „Es werden falsche Christus‘ und falsche Propeheten aufstehen und große Zeichen und Scheinwunder tun, so daß selbst die Auserwählten wenn es möglich wäre, in Irrtum geführt würden. Ich habe es euch gesagt. Wenn man also zu euch sagt: seht er ist in der Wüste, so glaubt es nicht, seht er ist in den Gemächern so glaubt es nicht.“ (Mt 24,24)

Angesichts dieser Warnung wäre es ein Leichtsinn, sich in seinem Glaubensleben von nicht kirchlich als echt anerkannten Privatoffenbarungen abhängig zu machen, anstatt vom Evangelium. Die Gefahr ungeprüfter Botschaften ist so groß, weil der Gegenspieler Gottes zum Erweis ihrer scheinbaren Echtheit sogar Scheinwunder wirken kann, die nicht leicht zu durchschauen sind. Unser Herr warnt uns ausdrücklich davor. Auch Tränen weinende Statuten und Lichtphänomene sind ganz und gar nicht hinreichende Beweise für die Echtheit.

Ungeprüften Offenbarungen und Botschaften leichtfertig Glauben zu schenken, heißt seinen Glauben zu gefährden. Der heilige Johannes vom Kreuz warnt eindringlich davor, das Verlangen nach himmlischen Offenbarungen in sich zu pflegen. Viele angebliche Propheten bedienen heute dieses Verlangen via Internet; sie agieren aus der Dunkelheit des weltweiten Netzes heraus – oft ohne ihre Persönlichkeit preiszugeben – und führen zahllose Seele in die Irre. Der heilige Johannes vom Kreuz lehrt, daß das Verlangen nach Offenbarungen die Reinheit des Glaubens trübt, eine gefährliche Wißbegier entwickelt und eine mangelnde Unterwerfung unter die allgemeine Offenbarung! 1)vgl. Tanquerey, Grundriß der aszetischen und mystischen Theologie, S. 1033. Er äußert ganz klar, daß es von Gott in keiner Weise gewünscht ist, daß Menschen sich zu Dienstleistern machen, die von Ihm für Menschen dies oder jenes erfragen.“ 2)Aufstieg zum Berge Karmel, I, II, Kap.XVI.

Gott läßt sich nicht ausfragen. Er will, daß wir aus dem Glauben leben, in dem sich gerade unser Vertrauen auf seine göttliche Vorsehung zeigt. Täglich neue Botschaften – wozu? Für den Teufel ist es ein einträgliches Geschäft, um die Menschen in ihrer Neugier zu fangen und nach und nach unmerklich ihren Glauben zu unterwandern, sie schlußendlich zur Annahme eines veränderten Glaubens zu bewegen, der nicht mehr mit der einmal gegebenen Offenbarung überein stimmt. Das ist die Gefahr jener falschen Propheten, die ein neues Evangelium predigen – mit lieblicher Stimme und in Schafskleidern. Der Herr hat uns gewarnt. – Das sichere Fundament für unseren Glauben sind die Katechismen, die noch nicht vom neuen Geist des II.Vatikanums durchdrungen sind, wie zum Beispiel der des Petrus Canisius oder der Römische Katechismus und der Basler Katechismus. Als im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Sie alle schöpfen aus den zwei Quellen der Offenbarung, aus der Heiligen Schrift und der Überlieferung und geben eine einwandfreie Orientierung, für das was römisch-katholisch ist.

warnungbild2Ein E-Mail an Jesus mit Rückantwortgarantie? Das ist kein Witz: Die angebliche Seherin der ‚Warnung‘ bietet diese Dienstleistung an. Der hl.Johannes vom Kreuz urteilt über solche Unternehmungen: “Es ist von Gott in keiner Weise erwünscht, daß Menschen sich zu Dienstleistern machen, die von Ihm dies oder jenes erfragen.“ – Wer sich für so etwas öffnet, riskiert eine Antwort vom Vater der Lüge zu erhalten, der gern aktiv wird, wo Gott schweigt, weil er sich nicht ausfragen läßt. Er hat uns mehrfach gesagt, daß er wünscht, daß wir aus dem Glauben leben. 3)Vgl. Röm 1,17; Gal 3,11; Hebr. 10,38

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Referenzen   [ + ]

1. vgl. Tanquerey, Grundriß der aszetischen und mystischen Theologie, S. 1033
2. Aufstieg zum Berge Karmel, I, II, Kap.XVI.
3. Vgl. Röm 1,17; Gal 3,11; Hebr. 10,38

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