Triste Weihnacht für Franziskaner der Immakulata – Drei weitere Niederlassungen geschlossen

Kommissar hat alle Niederlassungen der Franziskaner der Immakulata in der Diözese Albenga-Imperia geschlossen(Rom) Die Weihnachtsfreude 2013 hat für die Franziskaner der Immakulata eine weitere traurige Note erhalten. Kurz vor dem Hochfest wurden vom Apostolischen Kommissar Pater Fidenzio Volpi OFM Cap drei weitere Niederlassungen des Ordens zugesperrt. Mit den Niederlassungen waren ebenso viele Meßorte in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus verbunden. Die Gläubigen wurden knapp vor den Festtagen vor die Tatsache gestellt, Weihnachten ohne Priester und Meßort zu sein.

Aufgelassen wurden die Konvente an zwei Marienwallfahrtsorten, jenem von Unserer Lieben Frau della Rovere in San Bartolomeo al Mare an der italienischen Riviera und jenem von Unserer Lieben Frau von Pontelungo in Albenga sowie an der Kirche zum Heiligen Leonhard von Porto Maurizio in Imperia. Als Begründung nannte der Apostolische Kommissar, daß die Franziskaner der Immakulata ein missionarisches Charisma haben, weshalb sie auch in der Mission tätig sein sollten und versetzte die Brüder in Länder der Dritten Welt. Der päpstliche Kommissar führte bereits die Schließung anderer Konvente und die Versetzung führender Ordensvertreter durch (siehe eigene Berichte Nach Wiederbelebung folgt der Abbau – Kommissar löst Klöster der Franziskaner der Immakulata auf und Der Weg ins Exil – Säuberungsaktion gegen Franziskaner der Immakulata).

Alle drei Niederlassungen und Meßorte befanden sich in der Diözese Albenga-Imperia in Ligurien. Die Diözese wird von Msgr. Mario Oliveri, einem traditionsverbundenen Diözesanbischof geleitet, der wie Bischof Dominique Rey in der nahegelegenen französischen Diözese Frejus-Toulon an der Cote d’Azur die Niederlassung von alt- und birituellen Gemeinschaften fördert und ihnen Aufgaben in der Seelsorge überträgt.

Die Schließung der drei Ordensniederlassungen durch den päpstlichen Kommissar erfolgte, nachdem Bischof Oliveri die Anträge der in seiner Diözese lebenden Brüder unterstützte, weiterhin im überlieferten Ritus zelebrieren zu dürfen. Der Bischof verwies dabei besonders auf die seelsorgliche Betreuung der Gläubigen an den drei Meßorten. „Messa in Latino“ spricht von einer „Vergeltungsaktion“ gegen den Bischof, der es „gewagt hatte, die Franziskaner der Immakulata zu verteidigen“.

Bischof Oliveri war 2008 weltweit der erste Diözesanbischof, der nach dem Motu proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. ein Pontifikalamt vom Thron zelebrierte. Sieben Franziskanerinnen der Immakulata legten damals in der Konkathedrale von Imperia die feierliche Profeß vor dem Bischof ab.

„Durch den Kommissar und einige mit ihm zusammenarbeitende Brüder wurde im Orden ein Klima der Einschüchterung und der Angst erzeugt“, so ein Katholik aus Albenga in einer Zuschrift an Libertà e Persona. „Im Umgang mit den Franziskanern der Immakulata läßt sich wenig ‚Barmherzigkeit‘ und ‚Gerechtigkeit‘ spüren und noch weniger ‚brüderliche Liebe‘. Und was können wir einfachen Gläubigen tun? Wir beten. Wir sollten aber auch Papst Franziskus schreiben, persönliche Briefe, denn nur er kann dieser Zerstörung dieses blühenden Ordens ein Ende bereiten”.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Santuario NS della Rovere/Santuario NS di Pontelungo

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64 Comments

  1. Es würde mich mal sehr interessieren, was für unverzeihliche Verbrechen dieser Orden verübt hat, dass er diese zutiefst unchristliche Behandlung verdient, die ja auch gegen die Aussagen des Papstes über Barmherzigkeit verstößt.

    • Das sieht übel aus. Die Kirche sollte nicht so mit Gläubigen umspringen. Das ist nicht in Ordnung, um es freundlich auszudrücken. Da zeigt sich der, der für die Kirche die leitende Verantwortung auf Erden trägt, am deutlichsten nicht in Worthülsen gegenüber des Mainstreams.

  2. „Kommissar“ hat sowieso schon keinen guten Klang. Das klingt nach sowjetischem Politkommissar oder Tscheka-Führer.

    Die Photos, die es von P. Volpi im Internet gibt, sind auch nicht gerade vertrauenerweckend. Er wirkt von der Physiognomie jedenfalls nicht wie ein Geistlicher.

    Und die Fakten sprechen eine klare Sprache: Hochwürden hat offenbar den Auftrag, einen blühenden Orden zu zerstören und der allgemeinen Situation der „Konzilskirche“ (Eigenbezeichnung!) anzupassen. Nachdem das nicht ohne Wissen von Papst Franziskus passiert, wird man diesen letztlich dafür verantwortlich machen müssen.

    Es sind Dornen und Disteln, die dieses Pontifikat bis jetzt hervorgebracht hat. Jeder Schabernack ist in Pfarr- und Klosterkirchen heutzutage erlaubt, aber Meßstandorte für den überlieferten Ritus werden kurzfristig vor Weihnachten geschlossen.
    Eine Schande.

    Aber auch eine KIärung des wahren Wesens der „Konzilskirche“. Wer den Geschwisterlichen in die Hände fällt, hat nichts zu lachen.

    • „Kommissar“ steht in einer Linie mit „Generalsekretariat“, „Zentralkomitee“ und den „Räten“ (Pfarrgemeinderat, Pfarreienrat, Verwaltungsrat, Dekanatsrat, Laienrat, Priesterrat, Diözesanpastoralrat etc.) zur Ausbildung einer rätedemokratischen Organisationsstruktur.

  3. „Und was können wir einfachen Gläubigen tun?“

    Diese Vorgänge weitererzählen.

    Sie sollten überall publiziert werden. Immer wieder. Daß sie bekannt werden auch bei Leuten wie den kath.net Jublern. Dort liest man nichts von diesen Dingen. Dort und in den meisten Medien wird man derart einseitig informiert, daß man Angst bekommen möchte.

  4. Immer wieder wurden Christen in ihrem Vertrauen geprüft. Das kennen wir doch irgendwoher! Ich finde es immer beeindruckend, wie Menschen sich in dieser Situation bewähren und sich nicht zur Rebellion aufwiegeln lassen. Es ist gut, alles auszusprechen, was einen drückt. Am Ende aber steht immer das je größere Vertrauen in die Sache Jesu.
    Wir müssen jetzt mit beiden – dem Heiligen Vater und den Franziskanern, die offensichtlich eine Zeit des Umbruchs erleben – solidarisch sein. Das ist das Gebot der Stunde inmitten des pilgernden, evangelisierenden Gottesvolkes. Vor allem keine Trennungen, denn das Zeugnis der Einheit muss bestehen bleiben.

    • Man kann nicht einfach einen Orden zusperren, nur weil er die Alte Messe zelebriert, was ja nach wie vor erlaubt ist.
      Von mir gibt es da keine Solidarität mit Bergoglio, dem angeblich ‚Heiligen‘ Vater. Denn heilig ist es ja nicht gerade was er so tut.

      Die Einheit sollte natürlich bestehen bleiben, da gebe ich Ihnen Recht, aber erstens nicht zu jedem Preis und zweitens muss man unterscheiden zwischen Recht und Unrecht in der katholischen Kirche.
      Es ist bestehendes Recht, wenn die Alte Messe zelebriert wird und wer das als traditionalistisch bezeichnet und deshalb einen Orden auflöst, begeht offensichtlich Unrecht. An die Seite des Unrechts stelle ich mich nicht, weil ich damit gegen mein Gewissen handle.

    • Wie nett Gregor Sie immer wieder das Gute finden, ja so sind sie die modernen Pfarrer, solange es sie nicht selber erwischt, ist alles, alles gut!
      Und jeder der klagt, ist der Böse, weil ihm das rechte Gottvertrauen fehlt.

    • Einheit in der Zerstörung, Einheit in der Lüge, Einheit in der Tyrannei. Ohne jede Begründung werden die Oberen abgesetzt, wird der junge blühende Orden zerstört. Ein Apostolischer Kommissar regiert den Orden ohne offizielle Anklage, ohne Verfahren, ohne Urteil.
      Stalinismus pur. Unter dem Mantel der Barmherzigkeit eines Papstes, der die Zärtlichkeit Gottes predigt.
      Herr Harliker, was ich an Ihrem Kommentar so entsetzlich finde: Sie verspotten wehrlose Ordensleute, die die Zerstörung ihres Ordens, den Sinn ihres Lebens, ihrer Berufung ertragen müssen. Sie machen sich über Gläubige lustig, die kurz vor Weihnachten ihren Ort verlieren, an dem sie die Weihnachtsmesse feiern können.
      Wenn Sie für den Papst argumentieren, das ist Ihre Sache. Dass Sie Ihren Spott treiben mit Menschen, die sich nicht wehren können, das ist würdelos.

    • Also wie soll man hier mit Franziskus und mit den Franziskanern solidarisch sein? Das wäre so als wenn man zu beiden gleichzeitig Ja und Nein sagen würde. Und die „Franziskaner der Immakulata“ erleben derzeit keinen Umbruch, sondern sie werden bekämpft und sollen offenbar vernichtet werden und das im Namen von Franziskus. .

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • So ein Schmarrn! Wovon reden Sie eigentlich? Was soll das im Klartext heißen? Dass der Schwächere sich fügen muss und auch noch gehalten wird, dies Gott zuzuschreiben?
      Sie sind doch nicht womöglich ein Zyniker?

    • Von welcher Einheit sprechen Sie eigentlich? Einheit im Glauben? Welcher Glaube? Papst Franziskus ist gerade dabei das zu zertrümmern, an was ich glaube, an was meine Grosseltern geglaubt haben! Oder meinen Sie vielleicht die abgedroschene Floskel von der „Einheit mit dem Papst“? Worin besteht eigentlich diese Einheit? In einer kritiklosen Papalatrie? Der Papst sollte der Hüter des Glaubens sein und wenn er dem nicht nachkommt oder diesen gar ramponiert dann kann ich nur für ihn beten aber folgen sicherlich nicht! Das Gebot der Stunde ist eher: SATIS EST!
      Die Alte Messe und die Alte Lehre waren gut genug für meine Grosseltern und sind auch gut genug für mich!

    • Mit Beiden solidarisch sein?? Mit dem (Papst), der sein Amt dazu nutzt, einen Orden kaputt zu machen? Unsere Solidarität kann nicht sowohl als auch gelten. Die Katholizität weiß nur eine Antwort: Solidarität mit dem Orden.

  5. Sind Sie überhaupt katholisch, habe ich vergessen zu fragen. Oder trollen Sie hier einfach nur vorbei?

  6. Damit will der Herr uns zeigen, dass wir uns langsam mal wieder ein katholisches Gehorsamsverständnis zulegen sollten.

  7. Schade dass die „Franziskaner der Immakulata“ gegenüber dem Bischof von Rom einen blinden, in die Vernichtung führenden „Kadaver-Führergehorsam“ leisten.

    Es stellt sich aber die Frage, wann wird es der ersten „Ecclesia Dei Gemeinschaft“ an den Kragen gehen, denn in dieser antikatholischen Aktion gegen die „Franziskaner der Immakulata“ sehe zumindest ich nur einen Probelauf in dem man fest stellen wollte, wie weit man gehen kann, und ob diese Aktion als Bruch mit seinem Vorgänger seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. angesehen wird, denn eines ist sicher, viele Bischöfe werden diese Strafaktion gegen die „Franziskaner der Immakulata“ und einige Wortmeldungen von Franziskus gegen die Heilige Tradition lachend wahrnehmen und gegen „Summorum Pontificum“ und die „Heilige Messe im außerordentlichen römischen Ritus“ wüten.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  8. Ein Papst „Franziskus“ – und „Franziskaner“ der Unbefleckten! Da muss es doch ein Band geben, das vereint, anstatt eines Messers, das trennt!
    Schlimm, wenn Menschen ihre religiöse Heimat verlieren. Ich würde mich niemals über jemand lustig machen, dem das widerfährt. Wir sollten alle, gerade in dieser Zeit des „In-terra-Pax“-Festes, beten um Einheit. Unser Zeugnis ohne diese Einheit kann nicht viel wirken!

    • Ja, Gregor Harliker, an uns liegt es ja nicht… Wenn der papst brutal Einheit zerstören lässt von einem Bluthund… Schreiben Sie doch Seiner Heiligkeit. Sie bekommen eine zärtliche Antwort, haben Sie Vertrauen. Und dann mahlen die Mühlen weiter alles, was fest war und Bestand hatte, weiter, solange, bis alles in Einheit und Demut ein Meer von zermahlenem Glaubensgut ist. Von den zerstörten und in die Hölle geworfenen Seelen ganz zu schweigen. Aus diesem Wüstensand backt der papst dann Goldmünzen und verteilt sie an die Armen, die sich sattmachen an Falschgeld und anschließend ebenfalls in die Hölle fahren.
      Diese „Einheit“ auf dem „breiten Weg, der ins Verderben führt“, Verehrtester, bedarf keiner Kirche. Nehmen Sie Ihren Hut und vollenden Sie diese Ideen ohne religiöses Klimbim.
      Es ist besonders zynisch, wenn man das „Messer, das trennt“ auch noch denen vorwirft, die abgeschnitten werden!
      Oder ist es Naivität, Hilflosigkeit, Unbedarftheit?

      • Der Papst ist der oberste Verantwortliche für das Seelenheil der Christen. Über keinen anderen Menschen wird beim jüngsten Gericht so hart geurteilt wie über den Papst. Und wenn ein Papst die Seelen in die Irre leitet und diese dafür in die Hölle kommen würden, wird der Papst für diese von ihm in die Irre geleiteten Personen bürgen müssen und als Einziger in die Hölle fahren. Gerade Herr Bergoglio sollte sich dessen bewusst sein.
        Per Mariam ad Christum.

  9. Diese zum Himmel schreiende Unverschämtheit muß endlich aufgeklärt werden. Ein Wort des an Worten außerordentlich reichen Papstes ist überfällig. Es reicht!

  10. Dass ausgerechnet ein Mann, der sich Franziskus nennt, einen blühenden Franziskanerorden zerstört, ist Spott und Hohn pur. Bergoglio sollte das umsetzen, was er predigt, nämlich Zärtlichkeit walten lassen. Ich weiß aber nicht, was genau Bergoglio unter Zärtlichkeit versteht. Und von Dezentralisierung kann auch keine Rede sein, sondern eher von Terrorherrschaft, sonst würde sich Bergoglio nicht in die inneren Angelegenheiten eines Ordens einmischen und ihn derartig auseinander nehmen. Und auch an Bescheidenheit ist bei Herrn Bergoglio wenig zu finden. Gott schütze diesen Orden.
    Per Mariam ad Christum.

    • Wie war das?
      „Nach der OP sagte eine Odensschwester Namens Dolores einen Satz, der zum Leitfaden im Leben des Gottesmannes Bergoglio werden sollte: „Du imitierst das Leben von Jesus Christus.“
      Jetzt werde ich doch langsam nervös.
      Per Mariam ad Christum.

      • @ Shuca
        Können Sie das mit der Ordensschwester und der OP bitte präzisieren, sprich die Quelle angeben.
        Weil, so wie es dasteht weckt es ne Menge Assoziationen die nicht gerade tröstlich sind.

      • @ ein besorgter Christ
        öffnen sie den Link von Leo Laemmlein ( 28.12 um 0:33) und lesen sie.
        Per Mariam ad Christum.

  11. Da kann dieser Franziskus von den entferntesten Rändern der Erde zusammengekarrte Entstellte umarmen, da kann er Obdachlose seiner Diözese zum Geburtstagsessen einladen, Kränze für Bootflüchtlinge ins Meer werfen und von der Zärtlichkeit Gottes schwadronieren so viel er will, es wirkt doch alles unwahrhaftig, so lange er es zulässt, dass in seinem eigenen Zuständigkeitsbereich und in seinem Namen Gläubige verfolgt, Orden und Klöster zerstört, das Seelenheil von Gottgeweihten und Gläubigen mit Füssen getreten und himmelschreiendes Unrecht gegen sie ausgeübt wird.

  12. Christenverfolgung pur!!! Und das von den eigenen Leuten. Hoffendlich haben der Bischof von Rom und Papst Benedikt XVI. miteinader gut gegessen! Alles ein Trauerspiel. Ich schaue nur noch auf Jesus, gehe zur Heiligen Messe,bete den Rosenkranz und gehe zur Beichte! Alles andere intressiert mich nicht mehr!

    • Huhu, das liest sich aber sehr resignativ. Gebet, Rosenkranz, eucharistische Anbetung, Heiliges Messopfer etc. sind unsere stärksten Waffen, die Waffen der Katholiken, die Waffen der Heiligen. Nicht verzagen und kämpfen.

      Der nächste Rosenkranzkreuzzug beginnt bald. Näheres hier

      • Danke Ihnen für die schöne Info Seite die Sie mir geschickt haben!Werde sie weiterempfehlen und des öfteren hineinschauen!Im Gebet und mit Jesus und Maria verbunden!

  13. Also ehrlich gesagt, ich verstehe diesen blinden Gehorsam gegenüber eines Papstes, der offensichtlich freimaurerisch ist, überhaupt nicht. Ich hätte mich längst der FSSPX angeschlossen und mitgeholfen ein römisch-katholisches Gemeinwesen aufzubauen. Wie viel könnten wir aus dem traditionellen Lager bewirken, wenn das Motu Proprio nicht gewesen wäre. Eine gute römische Taktik um die konservativen katholischen Kreise gegeneinander auszuspielen, wo früher noch viele Menschen an einem Strang gezogen haben.
    Es wird immer suggeriert, dass man ja die „alte Messe“ (ein furchtbares Wort, ich denke da immer an verstaubt) oder heilige Messe in ihrer „außerordentlichen Form“ (die ordentliche Messe ist alles, nur nicht heilig) bei einer Gemeinschaft besuchen kann, die einen geregelten kanonischen Status hat. So hat man der FSSPX absolut geschadet, ergo brauch man sie heute nicht mal mehr zu exkommunizieren, denn Stimmung kann man gegen sie ohnehin ununterbrochen machen. Praktisch, nicht wahr? Und in wie vielen Gebieten hat man Gläubige, die diesen Priestern gefolgt sind, abgeworben, weil man ihnen Angst gemacht hat.
    Aber Rom braucht sich nichts vormachen. Die „alte Messe“ haben sie vielleicht. Die Theologie dahinter ist aber genauso marode wie sonst auch. Und um ein Theaterstück zu sehen, da gehe ich lieber in ein richtiges Theater, wo hinter den Kulissen das reinste Chaos herrscht. Bei der FSSPX bin ich mir wenigstens sicher, dass dort der vorkonziliare Glaube existent ist. Und ich tausche nicht fünfzig Jahre „katholische“ Kirche gegen zweitausend Jahre Lehre Unseres Herrn.

    Gottes Segen ausm Rheingau

    Der Rheingauer

  14. Offensichtlich stehen wir in einem globalen Werk der Zerstörung, das sich seit 50 Jahren in der Kirche vollzieht. Das wurde durch die Beschlüsse und Auswirkungen des Konzils begonnen, und das alles ist nicht von außen herangetragen, sondern wurde mit Hilfe der eigenen Verantwortung durch die kirchlichen Strukturen wie Konzil, Papsttum und kirchliche Obrigkeiten erreicht. Wir erleben es hautnah, wie die Seelsorge zusammenbricht, wie immer mehr Pfarreien ohne Pfarrer bleiben, wie ein Kloster nach dem anderen geschlossen wird, wie alles kirchliche Leben zerfällt und die kirchliche Lehre unterhöhlt wird. Und wer sich diesem Werk der Zerstörung entgegenstellt, der wird unbarmherzig verfolgt. Da gibt es keine Toleranz mehr, da werden Intrigen ausgeheckt, da wird jede Gehorsamsbereitschaft missbraucht, da bricht jede Solidarität zusammen. Selbst die Lehren des Evangeliums verlieren ihre Gültigkeit. Und wenn das alles nichts hilft, dann greift man zu brutaler Gewalt und zu totalitärem Rechtsbruch. So müssen es die Franziskaner der Immakulata erleben. So hat es wohl auch unser emeritierter Papst Benedikt erfahren müssen.
    Nein, nicht von außen wird die Kirche zerstört, sondern der Feind sitzt im Zentrum der geistlichen Gewalt und schreitet unter dem Jubel der Menge, selbst der noch gläubigen Mitglieder, erbarmungslos fort, bis alles vernichtet ist. Das ist wie bei den Aposteln auf der stürmischen See, eher noch schlimmer. Und dennoch dürfen wir auf unsern Herrn vertrauen, der alle Feindschaft besiegen wird. Es gilt, die Augen offen zu behalten, sich nicht täuschen zu lassen und um den Heiligen Geist zu flehen, den Geist des Verstandes und der Gottesfurcht.

  15. Ganz ehrlich, wer eins und eins addieren kann weiss das es allen traditionsverbundenen auf kurz oder lang so ergehen wird.
    Wirklich „sicher“ ist man nur unter dem Dach der FSSPX.
    Ich mache mir auch keine Sorgen um neue Messorte, denn trotz des Kuschelpapstes laufen der Kirche die Glaeubigen weiter in Scharen weg.
    Es wird immer mehr verlassene Kirchen geben, die man erwerben kann und dort unter der Leitung von FSSPX in Ruhe und liturgischer Sicherheit die Messe aller Zeiten feiern kann.
    Wir sollten endlich aufhoeren um jeden Preis die Konzilskirche als die von Christus gestiftete anzusehen, denn diese ist brutal abgeschwenkt auf den bequemen breiten Weg der Beliebigkeit geradewegs ins Verderben.
    FSSPX hat noch nie ein Dogma auch nur in Frage gestellt, nein eher das Gegenteil.
    Die Vorwuerfe des Ungehorsams sind Notwehrmassnahmen gegen den drohenden Untergang.

  16. Diabolo, der Durcheinanderwirbler ist am Werke. Das Schlimmste kommt noch, wir stehen erst am Anfang. Die Verwirrung beginnt und treibt die Herde auseinander. Wenn schon der Klerus nicht im Bilde ist, was der rechte Glaube ist, was soll da die Herde machen.

  17. Ich denke nicht, dass es zwangsläufig über kurz oder lang allen Traditionsverbundenen so gehen wird. das ist gar nicht notwendig.
    Wenn ich an diverse Diskussionen denke, die mir einige Leute geliefert haben, auch hier auf Katholisches.info im Forum, dann muss doch jeder hier klar sehen, dass viele Traditionsverbundenen kein Interesse an der tiefen Theologie haben, die hinter der überkommenen Messliturgie steht. Sie finden einfach die Alte Messe schöner und würdiger, v.a. weil eben im Novus Ordo so ein Affentheater stattfindet, ein peinlich-hohles, das IHN völlig beiseite gedrängt hat. Ein seltsames Völkchen schart sich oft um die Zelebrationsorte der Alten Messe, auffallend viele Männer, deren „Orientierung“ fragwürdig ist, eigenartige Frauen, viele Spinner, um es mal gelinde auszudrücken. man trifft sich in irgendwelchen Industrieplantagen, vom Bischof schon ausgesondert an die „Ränder“ der Kirchspiele. Da braucht doch keiner mehr etwas kaputtzumachen! Das ist kaputt! Auch wenn ein bisschen Lateinisch gesäuselt wird!
    Machen wir uns nichts vor.
    In der verkehrten Welt der Kirche heute kann tiefere Theologie tatsächlich nur bei der FSSPX atmen oder in Pfarrgruppen oder Seelsorgeeinheiten, in denen der Priester die ältere Messform regelmäßig zelebriert und die Gläubigen wieder heranführt.
    Die FSSPX ist aus der Sicht der Hierarchie ebenfalls unerheblich, weil sie ebenfalls am Rand steht. Ein Problem sind lediglich die Priester, die eben die ältere Messe ins normale Gemeindeleben zurückgeholt und bereits einige Erfolge damit erzielt haben. Es sind nicht viele, aber sie ziehen in ihrem Umkreis oft bis zu einem Radius von zig-, ja sogar hunderten von Kilometern die Gläubigen an. Sie zelebrieren ja nicht bloß die alte Messe, sondern bei ihnen kommt die entsprechende Theologie wieder zur Auferstehung…
    Letztere werden vielleicht bald ein Problem haben. Sie waren und sind die eigentliche Chance für die Kirche. Denn nur sie leben noch in voller Gemeinschaft mit der Kirche und praktizieren etwas, was die große Menge der Gläubigen auch erreichen kann, könnte, wenn sie wollten. Wenn sie könnten. Aber diese Arbeit wird Früchte tragen auf Dauer.
    Dass jedoch nach Jahrzehnten der Zerstörung auch die Gläubigen, selbst wohlwollende, offenherzige Menschen, nicht mehr die Gabe der Unterscheidung besitzen, ist auch ein Faktum.

    Fazit: F. muss nicht mehr viel machen, außer eben diesen wenigen Diözesanpriestern das Leben zur Hölle zu machen.
    Die Franziskaner der Immakulata hätte er sicher in Ruhe weitermachen lassen, wenn sie nicht unters Volk gegangen wären und dort so enormen Widerhall gefunden hätten, wenn sie nicht Pfarreien betreut hätten und auf diese Weise eben das getan hätten, was ich oben beschrieben habe.

    • Was Sie über das „seltsame Völkchen“ an den Zelebrationsorten der alten Messe schreiben, kann ich nur bestätigen. Trotzdem: Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht. Zunächst geht es ja für uns alle darum, sich durch ein möglichst intensives Glaubensleben und den Empfang der hl. Sakramente zu heiligen. Warum soll das nicht auch für Oberflächliche, fragwürdige Gestalten und schräge Vögel aller Art gelten? Es ist eine Illusion, zu glauben, an den Sammelpunkten der Tradition müssten lauter hochinteressierte und tiefgläubige Katholiken anzutreffen sein. Gott allein kennt die Motive, die einen Menschen dorthin führen. Aber ER arbeitet seit jeher mit dem „Material“, das er vorfindet. Ich bin davon überzeugt, dass allein schon die würdig zelebrierte Heilige Messe aus sich selbst heraus wirkt. Wir wissen nicht, was diese Saat bei den einzelnen Messbesuchern jetzt oder in der Zukunft bewirkt. Aber selbst wenn nur Einzelne dadurch auf den Weg des Heils geführt werden, ist das doch ein überaus großer Gewinn.

      • So hab ich es nicht gemeint – nur steht eben auch die Frage im Raum, wie man die Alte Messe samt der Rechtgläubigkeit verbreiten kann. Und dazu bedarf es eben eines normalen gemeindlichen Lebens und einer regelmäßigen Verkündigung der traditionellen Lehre.
        Lauter einzelne Sonderlinge – der Herr liebt sie, keine Frage und arbeitet in jedem auch durch die Liturgie, keine Frage – werden das wohl kaum vollbringen. Es sei denn, einer oder mehrere wachen auf und erkennen, dass es um mehr als nur sie selbst oder eine bloße Zelebration geht….
        Die Pius-Anhänger reklamieren daher die Tradition immer für sich. Sie haben damit in gewissem Sinn recht. Allerdings übersehen sie dabei, dass sie – wenn auch unverschuldet – außerhalb der vollen Gemeinschaft mit der Kirche stehen. Und dies schon viel zu lange. Es tut keiner Gemeinschaft gut, wenn sie derart lange abgeschnitten ist. Allein das wird sie auf Dauer zerstören. F. wird sie links liegen lassen.
        Vielleicht geht es mir auch darum zu sagen, dass die Zeit, die wir uns gönnen, uns nicht zusteht. Wir behandeln sie, als sei sie unser Luxusgut.
        Mahnte nicht schon der Hl. Paulus, wir sollten die Zeit auskaufen?
        In diesem Sinne ist die Schnittstelle weder eine schmutzige Vorstadtkapelle, in der alle 4 Wochen mal die Alte Messe korrekt (wenn überhaupt!) gefeiert wird noch eine Piuskapelle, sondern die Pfarreien, in denen ein glaubenstreuer Priester wirkt, der die Alte Messe samt der dazugehörigen Theologie zelebriert und lebt. Damit will ich jedoch die notwendige Anwesenheit der beiden anderen Genennten keineswegs schmälern. Nur sind sie eben nicht an der Schnittstelle. Und das ist der Punkt.
        Es ist aber andererseits richtig, dass durch die FSSPX die Notwendigkeit, sich auch in der offiziellen Kirche der Alten Messe gegenüber nicht ganz zu verschließen, sichtbar geblieben ist.

      • Zeitschnur: In einigen Punkten muss ich ihnen Recht geben, aber nicht die hochlöbliche FSSPX hat sich abgeschnitten von Gott den Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche, sondern Rom und es wurde ja schon vor langen Prophezeit „Rom wird den Glauben verlieren“ , lesen sie nur einmal wie weit es Rom, kommen hat lassen, hier http://pius.info/archiv-news/892-kirchenkrise/8537-ergebnisse-des-vatikan-fragebogens-zu-ehe-und-familie-aus-den-dioezesen und hier https://www.facebook.com/media/set?set=a.549988751695267.87433090.544137242280418&type=1 und niemand kann mir weismachen das der Vatikan davon nichts wusste.

        Bitte mich nun nicht missverstehen, es gibt auch in der heutigen Zeit wahre katholische Priester die nicht zur Priesterbruderschaft PIUS X gehören, aber diese leiden sehr unter der „innerkirchlichen Kathophobie“.

        Wen von 1000 Frauen und Männern nur eine/einer mit den Geschlechtsverkehr so lange wartet bis er kirchlich Verheiratet ist, und die 999 mit Fingern auf diese/diesen zeigen und im deswegen verachten, wer ist nun der Held in den Augen Gottes unseres Herrn???

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Lesen Sie doch, ich stimme mit Ihnen überein: „Es ist besonders zynisch, wenn man das „Messer, das trennt“ auch noch denen vorwirft, die abgeschnitten werden!“ Das habe ich am 28.12. oben um 11.34 Uhr geschrieben.

        Ihr Schlussbeispiel hinkt allerdings ein wenig, weil ja niemand im rechtlichen Sinn zu einem bestimmten Verhalten gezwungen wird, wenn er heiraten will.
        Bei den Dingen, die uns hier interessieren, geht es aber um die Glaubenslehre u n d dementsprechende rechte der Kirche, die permanent von oben – durch Bischöfe und nun auch massiv den Papst – gebrochen werden!

  18. Es wird über kurz oder lang jeder verfolgt werden, der der traditionellen Theologie und/oder Liturgie anhängt. Denn die Angst, dass die alte katholische Lehre im Heute Wurzeln schlagen, Erfolg haben und womöglich die zweitvatikanische Kirche in ihrer Hohlheit entlarven und überflügeln könnte, ist bei den Konziliaren ähnlich groß, wie bei Herodes die Angst vor dem neugeborenen König der Juden. Man wird deshalb nicht eher ruhen, bis man die Traditionalisten mit Stumpf und Stil ausgerottet hat. Und wenn man mit jenen, die sich noch der Einheit mit dem Papste rühmen, fertig ist, dann kommt die FSSPX auch noch dran. Es gibt genügend Mittel und Wege, in Gemeinschaft mit der Politik und den weltlichen Medien, eine solche Gruppe zu stigmatisieren, für vogelfrei zu erklären und durch den aufgehetzten Mob so ziemlich überall auf der Welt verfolgen zu lassen. Nur wer den Göttern Konziliarismus, Ökumenismus, Relativismus Weihrauch streut, wird der Verfolgung entgehen. Nihil novi sub sole.

  19. @Zeitschnur
    Nach allem, was mir bekannt ist, werden die traditionellen Priesterbruderschaften durchaus von der Hierarchie gefürchtet. Ich kenne Gruppen, die warten sehnsüchtig auf Priester der Petrusbruderschaft. Ich weiß, dass Priester kommen wollen. Doch der Bischof erlaubt es nicht in unserer Diözese. Gruppen warten, „Petrusbrüder“ wollen kommen, sie bekommen keinen Fuß in die Diözese.
    Wir sind nicht die einzige Diözese. Eher müssen Ruhestandspriester über ihre Kräfte hinaus den überlieferten Ritus zelebrieren, nach dem Willen des Bischofs, als dass ein junger, rüstiger „Petrusbruder“ diese Aufgabe übernimmt. Höre ich von Bekannten. Wenn es erlaubt ist, werden nicht selten schwer erreichbare Räume angeboten oder familienungünstige Gottesdienstzeiten.
    Doch dass ist der Preis, den die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften bezahlen müssen, deswegen ihr Wohlverhalten Rom und den Bischöfen gegenüber, die kritiklose Anerkennung des II. Vatikanums.
    Davon bin ich überzeugt: Wenn es in Rom so weitergeht, dann kommt in die „Tradi-Szene“ eine ganz neue Bewegung. Dann werden sich papsttreue Priester und Gläubige vielleicht fragen müssen, ob sie der Zerstörung der Kirche wie bisher lethargisch-apathisch gegenüberstehen wollen, darauf bedacht, ihre kleine rechtgläubige Insel innerhalb der nachkonziliaren Insel zu suchen und zu finden.
    Ob die FSSPX auf die neue Situation überhaupt eingestellt ist, weiß ich nicht. Vielleicht wird sich die bis jetzt zerfaserte katholische Tradition ganz neu finden müssen. Bisher gab es gedanklich nur die Einbahnstraße: Wann kommt die FSSPX zurück? Die Frage könnte sich umdrehen.

    • Berichtigung:
      „…darauf bedacht, ihre kleine rechtgläubige Insel innerhalb der nachkonziliaren Kirche“
      muss es natürlich heißen.

    • Ja, genauso ist es hier bei uns. Ich hatte Ihnen den Link ja mal gesandt und tue es für andere Leser wieder: http://www.summorum-pontificum-karlsruhe.de und dort unter „Aktuelles“ links im Menü können Sie das Desaster verfolgen…

      Aber ich denke nicht, dass der Bischof Angst vor den Petrusbrüdern hat. Es ist reine Schikane!
      Bei manchen der Zelebranten dort muss man sich subtiles Gestichel anhören, v.a. in der Predigt, aber auch durch Gesten und Mimik. Oder sie halten die Ordnung einfach nicht ein. Das Johannesevangelium am Schluss lesen sie einfach nicht zu Ende etc. Käme ein junger Petruspriester, würde das an der Kadaverhörigkeit nichts ändern… Irgendwie fasst man als nachfaschistischer, nachtotalitärer Mensch den christlichen Gehorsam in der Kirche im Sinne der dämonischen Führerstaaten auf. Dabei ist Gehorsam etwas Vielschichtiges. Und viele tarnen hinter dem Gehorsam nur ihre Feigheit, ihre Angst um die soziale Existenz oder eine Abwägung zwischen Nutzen und Sinnlosigkeit einer mutigen Intervention…

      Was Sie am Ende formulieren, würde ich so modifizieren. Bei Pius sind mit Sicherheit Leute, die in Meinung und Charisma denjenigen unter uns entsprechen, die die Wahrheit zurückhaben wollen – nicht unbedingt die Moden und Verengungen älterer Zeiten, darum geht es nicht, nein! es geht um die Wahrheit und die Offenheit dafür, was ER heute und hier in dieser Zeit mit SEINER Wahrheit ausrichten will. Ohne Alte Messe geht das nicht. Darüber bin ich felsenfest überzeugt.
      Denkrichtungen?
      Unsere Denkrichtung sollte die auf IHN hin sein. Alles andere ist nicht von IHM!
      Lassen wir uns von IHM überraschen.
      Schließlich ist den Marienkindern in der Offenbarung verheißen, dass die Immaculata mit ihnen gerettet und der Schwall, den der Drache ihnen hinterherspuckt, sie nicht treffen wird.

      • Zeitschnur, von „Denkrichtungen “ steht nichts in meinem Kommentar, vielleicht bezieht sich der Ausdruck auf einen andere Stellungnahme? Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu: Es geht um „Seine Wahrheit.“ Ich unterscheide zwei Ebenen: Die „empfangene geoffenbarte Wahrheit“, diese ist Seiner Kirche anvertraut und besonders die Aufgabe des Papstes ist es, sie zu verteidigen, sie unverfälscht weiterzugeben. Und wenn Päpste meinen, sie können sich über die empfangene, geoffenbarte Wahrheit hinwegsetzen, sie der „modernen Zeit“ anpassen, Seine Kirche zu ihrer Kirche machen, dann verdienen sie den ihnen geschuldeten Gehorsam nicht mehr. Das I. Vatikanische Konzil hat eindeutig, unmissverständlich die Rolle des Papstes definiert: Er hat dem überlieferten Glauben zu dienen. Bis einschließlich Pius XII. war das vollkommen selbstverständlich.

        Die FSSPX hat den katholischen Glauben bewahrt. Und zwar vollumfänglich. Da komme ich nicht mehr dran vorbei. Dass es in ihren Reihen Priester und Gläubige gibt, die Verengungen, die es in der vorkonziliaren Kirche gab, mitbringen, ist sicher. Aber die FSSPX macht diese Verengungen nicht zur offiziellen Lehre Seiner Kirche, auch wenn sie in der Praxis anzutreffen sind.
        Und das ist für mich der entscheidende Punkt.
        Dann kommt die Ebene des persönlichen individuellen Glaubenswegs. Mir ist die sehr wichtig, ich kann mir nicht vorstellen, sie zu opfern. Doch ich habe kein Recht, weil mir vielleicht die Spiritualität der Gruppe, des Kapellenumfelds nicht liegt, die objektive Ebene des Glaubens aufzugeben, weil es mir subjektiv dabei nicht immer gut geht. Ich muss die objektive Wahrheit, die der Kirche anvertraut ist, die sie lehrt, mit meinem persönlichen Glaubensweg zusammenbringen. Auch wenn es mitunter schwer ist.
        Denn die Wahrheit ist zeitlos. Er, unser Herr, hat sie geoffenbart, Seiner Kirche anvertraut. Mit dem Tod des letzten Apostels ist die Offenbarung abgeschlossen. Sie kann im Laufe der Zeit vertieft, entfaltet werden, mit der Geschichte, mit dem technischen Fortschritt ändert sie sich nicht.
        In einer kleinen Gruppierung zu leben, die Weite der Weltkirche aufzugeben, ist nicht leicht. Doch ihr Glaube wird von Häresien erstickt.
        „Lieber in der Wahrheit darben, als im Irrtum schwelgen“, ist ein Zitat, dessen Quelle ich jetzt nicht genau angeben kann. Dem kann ich mich nicht entziehen.

      • @ zeitlos

        „Bisher gab es gedanklich nur die Einbahnstraße: Wann kommt die FSSPX zurück? Die Frage könnte sich umdrehen.“ Das hatten Sie geschrieben und darauf habe ich mich mit meiner „Denkrichtung“ bezogen.

        Ich wollte nur sagen und sicher stimmen Sie darin mit mir überein: Die Sammlung der Marienkinder wird wohl noch einmal neu stattfinden, aus allen Gruppierungen, die bisher versucht haben, treu zu bleiben. Mir fällt dieses „Gesiebtwerden“ (Lk. 22, 31: „Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf.“) dazu ein.
        Heute habe ich in der Kirche die Weihnachtskrippe angesehen und den Josefsalter mit der Heiligen familie und den Flügeln, auf denen auch die Flucht nach Ägypten dargestellt ist und dachte:
        „Du hattest, kaum auf der Welt, keine Ruhe, liebster Herr! Herdoes hat dich verfolgt. Um deinetweillen sind ungezählte kleine Buben ermordet worden. Dein Pflegevater hat dich und deine allerseligste Mutter gerettet nach Ägypten auf Gottes Einsprache hin, und so gings weiter bis ans Kreuz… – wieso sollte es uns besser gehen?“

        Liebe Zeitlos, wir haben hier keine Ruhe, auch nicht auf irgendwelchen Trauminseln des Glaubens. Ich weiß, dass Sie das nicht meinen, aber ich sage es trotzdem noch einmal.
        Aber ich freue mich sehr darauf, wenn wir in IHM Ruhe finden werden. Die Zeitschnur wird dann zu Ende sein, der rote Faden, der zeitlos die Geschichte durchzog, wird dann aufgehen in der himmlischen Stadt. Bis dahin bleibt es – abenteuerlich.

    • zur FSSPX gehn und dort für den Glauben kämpfen. In Liebe und Deutlichkeit die Wahrheit sagen, Irrende ermahnen, Zweifelnden raten, reuige Sünder barmherzig aufnehmen, für die Lebenden und Toten beten (7 geistigen Werke der Barmherzigkeit).

      Vor allem eine ehrliche Selbstumkehr, will man der Kirche helfen, muss man zunächst bei sich selbst anfangen – sehr empfehle ich dazu die 5 tägigen Ignatianischen Exerzitien bei der Bruderschaft zu machen! Und dann ein inniges, intensives Gebetsleben führen – vor allem den Rosenkranz, regelmäßig die Sakramente empfangen, um Gottes Geist und Führung bitten, die Geister unterscheiden und sich ganz Gottes Führung anheimstellen. Er allein kann helfen. Seine Stunde wird kommen. Er ist der Herr seiner Kirche zu der wir gehören dürfen. Vertrauen wir ganz auf Ihn und seine Hl. Mutter…

      alles nichts wirklich neues! Das raten seit jeher die großen Heiligen und Geistlichen Lehrer!

      • @mariokin, ich verehre und schätze die Piusbruderschaft sehr, auch den Ratschlag dorthin gehen und für den Glauben kämpfen, kann ich nachvollziehen; die Gefahr ist vielleicht, wenn man nur diesen einen Weg geht, dass man sich zu sehr abschottet. Sicher man fühlt geborgen und wohl in der Gemeinschaft, aber ich denke wir müssen immer auch nach links und nach rechts schauen. Dies ist und soll kein Seitenhieb auf die die FSSPX sein, wir sind dieser Gemeinschaft zum großen Dank verpflichtet.

      • Ja ich glaube ich verstehe, wie Sie das meinen. Diese Gefahr sehe ich für all jene in der Bruderschaft der FSSPX, die sie für den einzig verbliebenen Rest der katholischen Kirche halten und sie außenheum nix mehr interessiert: so nach dem Motto: was kümmert uns Rom, wir haben ja alles, was wir brauchen.

        Das dies werder die Meinung des Gründers Erzb. Lefebvre noch der FSSPX Leitung ist, versteht sich von selbst. Da ich aus der DDR Diaspora stamme und nicht in der Tradition aufgewachsen bin, ist mir eine solche Abschottung fremd und ich würde sie in unserer kl. Dresdner Kapelle auch nie mit unterstützen. Gott sei Dank denken wir nicht so! Für mich ist überall dort die kath. Kirche wo getreu die Lehre Christi und der tradierten Überlieferung gemäß der Glauben gelebt wird. Deshalb finde ich den Begriff Amtskirche auch als gegenüberstellung sehr fragwürdig.
        Das heißt für mich aber auch, wenn der glaubenstreue Dorf- und Stadtpfarrer dazugehört, wie die Ecclesia Dei Gruppen oder die FSSP, das man dann zusammenhalten muß und sich nicht gegenseitig das Katholischsein abspricht oder wetteifert, wer treuer zu Papst und Kirche steht. Diese Eifersücheleien untereinander, besonders vieler FSSPler gegenüber der FSSPX finde ich ätzend und anmaßend. Ohne den Erzbischof und seine Bruderschaft gäbs die FSSP gar nicht – und das der Schismavorwurf der diese treuen Katholiken Luther gleichstellt und abtigmatisiert Blödsinn ist, weiß doch inzwischen hoffentlich jeder logisch und vernünftig denkende Mensch auch.
        Nein hier muß zusammenkommen ohne Berührungsängste was zusammengehört, gemeinsam gebetet, offiziell Messe gefeiert und gewallfahrtet werden. Nur so können Resoriments überwunden, Vorurteile abgebaut und manche Polemik, die der Ausgrenzung entstammt aufgelöst werden.

        Das die FSSPX diözesanunabhängige Bischöfe hat, macht sie zur Speerspitze und Schutzgarantin für die Ecclesia Dei Gemeinschaften, die von Rom sonst aufgerieben würden – und zum gefürchteten Gegner des Widersachers.

        Wie Paulus das Petrusamt nicht infragestellte, aber Petrus trotzdem in wichtiger Sache bei Ungerechtigkeit widerstand, so muss es auch jetzt sein.

        Kein glaubenstreuer Katholik kann mit Papst Franziskus wirklich glücklich sein und seine Gegnerschaft der Tradition gegenüber – im Gewand der Franziskaner der Immakulata – sowie aller Wölfe uner den Oberen zeigt, dass der Teufel seine Gegner, die Tradition bekämpft und diese Familie auf rechtem Weg geht.

        Benedikt wollte dieser Familie eine Chance gben und die offizielle Hierarchie zur Umkehr bewegen. Er scheiterte und musste gehen. Doch sein Beispiel zeigt, wo der richtige Fixpunkt ist.
        Die nachkonziliare Zerstörungsära wird nur überwunden, wenn sich die katholische Kirche samt ihrem VII wider ganz an die Tradition bindet, aus ihrem Licht das aktuelle Lehramt formt und auf sie gestützt vorwärts geht. Eben eine wirkliche Reform an Haupt und Gliedern passiert und keine pseudoreformierte Weltoffenheitsplatitüde.

        Mit weihnachtl. Wünschen allen

  20. Das Stichwort, das einige hier suchen, lautet Personalpfarrei oder Prälatur. Es ist m.E. eine kirchliche Organisationsform der Zukunft. Die Bistümer sind nur mehr im Stande die Kirchensteuern zu verbrauchen, besitzen jedoch selbst keine erkennbare Impulse für die zukünftige Weitergabe des Glaubens. Sie haben versagt im Unterricht der Glaubenslehre, bauen nur mehr ab. Das Wissen um die katholische Religion ist bei Analphabeten größer als bei uns in Deutschland. … und all dieses trotz der Unsummen von Kirchensteuer, die von den Bischöfen eingenommen und ausgegeben wird. Das, was die Piusse erkennbar leisten, geschieht ohne Kirchensteuer.
    Kämpfen wir dafür, dass unsere Enkel wieder wissen werden, woran unsere Großeltern geglaubt haben. Franziskus wird uns bei Weiterführung seiner bisherigen Politik des Abbaues keine Hilfe sein.

  21. @Zeitschnur
    Jetzt komme ich darauf, was Sie mit „Denkrichtung“ gemeint haben. Ich meinte in dem Kommentar: Bisher war Erzbischof Lefebvre der Verfemte, die FSSPX-Priester die „Schismatiker.“ Die Guten waren – oder sind noch – die mit Rom vereinten Priesterbruderschaften. Doch Franziskus kann es gelingen, dass sich die Wahrnehmung innerhalb der Tradition ändern muss: Dem geoffenbarten Glauben, der ja in Dokumenten niedergelegt und keine Fantasie ist, ist zu gehorchen – gegen den Papst.
    Die Entscheidung des Erzbischofs kann für alle Traditionstreuen noch mal aktuell werden. Hatte er nicht doch recht? Benedikt XVI. hat schon als Glaubenspräfekt die traditionellen Priestergemeinschaften geschützt, so weit er konnte. Er hat den überlieferten römischen Ritus aufgewertet mehr als seinen Gegnern lieb war. Dieser Schutz ist weggefallen. Die Brutalität, mit der gegen die Franziskaner der Immaculata vorgegangen wird, ist ein deutliches Zeichen.
    Der Erzbischof hat vorausgesehen, was kommen musste. Wahrscheinlich nicht das Vulgäre, Banale, aber die verkehrte, nichtkatholische Theologie.
    Es geht nicht um Denkrichtungen. Es geht um den Glauben. Ich wage keine konkreten Aussagen. Doch dieses Pontifikat bringt Prüfungen für die Tradition mit sich, die vielleicht, neue Entscheidungen fordern. Um dem Herrn der Kirche treu zu bleiben. Es ist Seine Kirche. Kein Papst hat das Recht, die Kirche als seine Kirche anzusehen. Die Tradition wird sich entscheiden müssen.

    • sehr richtig. Prima! Stimme mit Ihnen voll überein.

      Vielleicht kommt es sogar zu einer Versöhnung und Bündelung aller Traditionsgruppen unter dem Schutz der FSSPX, die ja Bischöfe hat

      • @ mariokin:

        Ich sehe das genauso. Die FSSPX-Kapellen müssen jeden Sonntag bis zum Bersten voll sein. Es müssen neue Kapellen erworben oder gebaut werden. Erst dann wird die Hierarchie auf die überlieferte Tradition aufmerksam werden. Wenn wir uns in den Indult-Messen tummeln, wird gar nichts passieren. Es ist wie ein Bonbon, das Rom ab und zu den „verrückten und zurückgebliebenen“ Gläubigen zuwirft. Man muss sich wirklich entscheiden.

        Marcel Lefebvre war und ist ein Heiliger!

        Gottes Segen

        Der Rheingauer aus dem kurmainzischen Rheingau

      • Nur Geduld, es wird genauso kommen.
        Die „deutsche Kirche“ ist bankrott, tot und am Ende, denn der Weg von „Koenigsteiner Erklaerung“ ueber dem „Los von Rom“ wird nicht gheaendert, sondern immer weiter beschritten.
        Juengstes Paradoxon der Schismatiker: Faktische Ausserkraftsetzung des 6.Gebotes durch schwachsinnige Handreichungen an die Ehebrecher, aber wer die Kirchensteuer nicht zahlt, wird exkommuniziert.
        Und FSSPX wird verfemt als schismatisch, nein selten trifft das Wort von Dummheit und Stolz die auf demselben Holz wachsen besser zu als bei Zollitsch und seinen Geisterfahrer Kollegen.
        Und man verschone mich mit Herrn Mueller, der seine Haeresien uber die hl.Messe bzw. die allerheiligste Jungfrau Maria nie revidiert hat.
        Nein, egal wer zu den Piusbruedern geht (ja ein paar sind in der Tat etwas komisch), die Gemeinschaft von Gruender M.Lebfevre ist der letzte verbliebene Rest Katholischer Kirche der unverkuerzt verkuendet.
        Durch den weiteren modernistischen Drive von Papst Franziskus wird die Ausgrenzung weiter fortschreiten.
        Das werden die Ecclesia Dei Gemeinschaften bald brutal zu spueren bekommen.
        Unter dem Dach von FSSPX koennen sie sich aber sammeln.
        Ora pro nobis !

  22. Freund Scalfari reicht weitere Details aus dem Interview mit S.H. Franziskus nach in einem neuen Artikel in „La Repubblica“: „Die Revolution von Franziskus hat die Sünde abgeschafft“…

  23. Wir wissen nicht, ob sich die bis jetzt zersplitterte Tradition zur Einheit findet, und wenn es geschieht, in welcher Form. Vor dem Totalabbruch, vor dem wir stehen, wäre es nötiger denn je.
    Beten wir für die FSSPX, besonders für die Oberen, dass sie den Willen Gottes erkennen. Sie hat theologisch standgehalten, den Glauben verteidigt gegen die konziliaren und nachkonziliaren Irrtümer. Von daher wird die FSSPX wahrscheinlich eine Schlüsselrolle haben. Auch mit ihren gültig geweihten Bischöfen in apostolischer Sukzession
    Beten wir, dass sie ihrer Aufgabe gerecht wird, beten wir, dass sich die Tradition findet

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