Auf Estrela folgt Hollande – Abtreibung wird in Frankreich zum „Frauenrecht“

Die feministische Parole: "Mein Körper gehört mir" erhält vom ungeborenen Kind ausgesprochen, eine ganz andere Dimension(Paris) Die Stiftung Jerome Lejeune schlägt Alarm: In Frankreich soll Abtreibung mit allen Folgen zu einem „Recht“ gemacht werden.

Die nach dem bekannten Genetiker und Lebensrechtler Jerome Lejeune benannte Stiftung analysierte die Anträge, die ab 20. Januar im französischen Parlament im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Gleichstellunggesetzes zwischen Mann und Frau diskutiert werden.

Bereits am vergangenen 17. September hatte der französischen Senat für eine erweiterte Definition der „Straftat der Abtreibungsbehinderung“ gestimmt. Seither sind alle Schwangerenberatungsstellen, einschließlich der entsprechenden Internetseiten gezwungen, über die „Möglichkeit der Schwangerschaftsunterbrechung“ zu informieren. Der Nationalversammlung liegen noch weitergehende Anträge vor.

Darunter auch eine Änderung des geltenden Abtreibungsgesetzes mit dem Ziel, aus „einer Ausnahme ein Recht“ zu haben, so die Stiftung Jerome Lejeune. Die Tötung ungeborener Kinder werde damit nicht nur zu einem rechtmäßigen Akt wie zahlreiche andere auch, sondern zu einem Rechtsanspruch, dem sich zu widersetzen, zur Straftat wird.

Ein anderer Antrag zielt auf die Änderung der geltenden Bestimmungen für das öffentliche Gesundheitswesen. Wo es bisher heißt, daß „allen schwangeren Frauen, die aufgrund ihres Zustandes leiden“, die Abtreibung erlaubt ist, soll es künftig heißen: „allen schwangeren Frauen, die keine Schwangerschaft wollen“ ist die Abtreibung erlaubt.

„Reproduktive Gesundheit“

Ein weiterer Antrag fordert die Überschrift des zweiten Kapitels des Gesetzes über das öffentliche Gesundheitswesen zu ändern, weil er „veraltet und unangemessen“ sei. Die geltende Überschrift „Gesundheit der Familie, der Mutter und des Kindes“ soll ersetzt werden durch „Reproduktive Gesundheit, Frauenrechte und Schutz der Gesundheit des Kindes“. Der „Schutz“ für die „Gesundheit des Kindes“ gilt allerdings nur für jene Kinder, die nicht vorher durch Abtreibung getötet wurden.

Die Stiftung Jerome Lejeune beklagt das völlige Fehlen einer „öffentlichen Debatte angesichts so tiefgreifender Veränderungen des Abtreibungsgesetzes“ und fordert die verantwortlichen Politiker auf, die Abtreibung als das zu sehen, was sie ist, „ob es gefällt oder nicht“, nämlich „die Tötung eines menschlichen Wesens bevor es geboren wird“.

Auf Estrela folgt Hollande

Das Europäische Parlament lehnte am 10. Dezember den sogenannten Estrela-Bericht ab, der die Abtreibung als “Menschenrecht” definieren wollte. Dafür springt nun in Frankreich die sozialistische Regierung von Francois Hollande ein. Vor allem die Ministerin für die Gleichberechtigung der Frau und gleichzeitig Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem tritt als radikale Abtreibungsbefürworterin auf (zur aus Marokko stammenden Ministerin Najat Vallaud-Balkacem siehe eigenen Bericht). Sie scheint den Kampf bereits gewonnen zu haben, „die Abtreibung ein bißchen mehr zu einem Recht wie alle anderen zu machen“.

Zuerst richtete sie eine offizielle Regierungsseite im Internet ein, um „für den Schwangerschaftsabbruch zu werben“, dann forderte sie vom Haut Conseil à l‘égalité entre les femmes et les hommes ein Gutachten. Der Gleichstellungsrat war erst im Januar 2013 von Hollande als Beratungsgremium geschaffen und mit ideologisch nahestehenden Personen besetzt worden. Die Antwort des Haut Conseil lautete, daß das Recht auf Gewissensverweigerung für Ärzte und Gesundheitspersonal abzuschaffen sei und „die Abtreibung zu einem wirklichen Recht der Frau“ gemacht werden solle. Gesagt, getan. Die entsprechenden Anträge wurden bereits eingebracht und es scheint wenig wahrscheinlich, daß die sozialistische Parlamentsmehrheit ab 20. Januar gegen die Parteilinie entscheiden wird.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: DBoch

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58 Comments

  1. Wenn das geschehen sollte, wäre das legalisierter Massenmord. Das ist nicht weniger als die Nazi-Konzentrationslager und Eugenik. Abgetriebene Kinder sterben nicht nur, sie sterben obendrein den zweiten Tod und kommen in die Hölle (wenn auch ohne die Feuerstrafen für persönliche Sünden (Papst Pius VI, Auctorem fidei, Aug. 28, 1794)). Wer beschützt sie? Somit töten die Abtreibungsärzte UND schicken die Seelen der Kinder zur Hölle. Die Abtreibungsärzte SIND Mörder. Doch die größere Schuld tragen die Frauen, die abtreiben (Johannes 19:11 „Deshalb hat der, der mich dir ausgeliefert hat, größere Schuld.“). Diese Mörderei muss mit allen Mitteln verhindert werden, Gott will es so, denn „gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus“. Was da in Frankreich geschehen soll ist die Katastrophe. Jeder sollte sich mal eindringliche Videos und Informationen über Abtreibung ansehen. „Lasst die Kinder zu Mir kommen“.

    • „Doch die größere Schuld tragen die Frauen, die abtreiben“

      Nein! Das finde ich nicht! Und die Aussage ist ziemlich unverschämt. Eine wesentliche Schuld tragen die Männer!

      Männer, die ihre Freundinnen zum ausserehelichen Verkehr überreden (und wenn sie nicht wollen, sie verlassen), und jene Männer, die keine Verantwortung danach übernehmen und ihre Freundin zur Abtreibung nicht nur überreden, sondern eher zwingen. Jene Männer, die fremdgehen und das Kind als Beweis ermordet haben wollen, statt die Wahrheit zuzugeben. Männer, die als Chef ihren weiblichen Mitarbeitern sagen: Gehe abtreiben, oder du kannst deine Karriere vergessen. Männer, die Frauen und jungen Familienvätern nur Zeitverträge geben. Männer, die ausserehlich Schwangere als Schlampen beschimpfen. Männer, die ausserehlich Schwangere verächtlich anschauen. Männer die alleinerziehende Mütter ebenso behandeln.

      Männer die sich lieber ihrer Internetpornosucht hingeben, als an sich zu arbeiten um grundsätzlich beziehungsfähig zu werden. Männer, die Frauen nicht mehr als göttliche Person sehen, sondern nur noch als Objekt der Begierde, der Befriedigung und als Dienerin, ohne selbst Diener sein zu wollen. Männer die nicht in der Lage sind, Partner zu sein und nicht wirklich eine Partnerin wollen – im christlichen Sinne.

      Diese Männer sind ebenso, wenn nicht sogar mehr, schuldig! Wann haben Sie das letzte mal aktiv etwas gegen Abtreibung getan? Nicht nur auf der letzten Demo, sondern im Alltag?

      Lesen Sie mal die Interviews die mit meinem Freund Jens Falk, Chef von Monica, geführt wurden.

      https://www.monica-ev.de/?p=601

      https://www.monica-ev.de/?p=251

      • Naja – die Schuld tragen je nach Situation anteilig alle, die an dem unseligen Werk mitarbeiten. Und die Situationen sind ganz unterschiedlich. Es ist unmöglich, dazu etwas allgemeines zu sagen.

        Eines aber möchte ich hier – weil ich eine Frau bin – schon zu bedenken geben: wenn nicht Zwang zur Prostitution oder Vergewaltigung vorliegt, stimmt das Bild von der armen lieben Frau, die von ihrem bösen Freund zum Geschlechtsverkehr überredet wird, nicht. Das ist doch Blödsinn. Wer ehrlich ist und weiß, wie auch „frau“ ist, muss zugeben, dass es soundsoft auch umgekehrt ist und die Frauen die Männer ins Bett bekommen wollen, weil auch sie lüstern, machtbesessen oder einfach nur leichtfertig und triebhaft sind.
        Das alle, Männer wie Frauen, frühzeitig zum Sex animiert werden und unter Druck gesetzt werden, wenn sie es nicht tun und zurückhaltend bleiben, ist leider eine Tatsache. Gegenseitig treiben sich die Männer dazu, hier etwas „vorweisen zu sollen. Aber glaubt mir: anders war es auch unter uns Mädchen nicht, als ich jung war. „Jungfrau“ zu sein war das „Out“. Niemand wurde mehr verachtet als ein Mädchen, von dem man wusste, dass es mit 20 „noch nicht hatte“.

        Es ist verfehlt, hier ein rührseliges Frauenbild zu zeichnen. Dass Männer sich leichter aus der Affaire ziehen können, liegt in der Natur.

        Was aber das größte Problem ist, ist der Verlust des Keuschheits- und Jungfräulichkeitsideals für beide Geschlechter. Solange dies nicht wiederhergestellt ist, wird es kaum eine Aufhebung des Problems geben.

        Die Tendenzen gehen aber auch in der Kirche massiv in die andere Richtung. Sex ist ein Musthave. Es wird dem Menschen abgesprochen, dass er ein gutes Leben ohne Sex führen kann, ja, es wird ihm aufgezwungen, dass er ohne Sex nichts wert ist.
        Dieser Druck ist total bestialisch und ich habe erlebt, wie ihm nach und nach jeder meiner jugendlichen Freunde und Geschwister – egal welchen Geschlechtes – nach und nach erlag. Ab da geht das Bestreben nur noch dahin, jeden anderen in diesen Strudel mit hineinzuziehen. Oft sogar die eigenen Kinder. Auch das habe ich erlebt. An der Abtreibungsproblematik sind oft auch Mütter schuld, die lüstern kaum erwarten können, dass ihre Kinder auch endlich Sex haben. Es ist furchtbar, aber so ist es. Wir sind total bis in alle Schichten der sozialen Realitäten verdorben.
        Es wäre dringend notwendig, das Zölibatsideal und die treue Ehe wieder zu stärken, und vor allem der Sexualität all die absurd hohen Erwartungen, die an sie geknüpft werden, zu rauben und zu sehen, was es in Wahrheit ist: ein Geschlechtsakt, der kurz, nicht immer bequem, dafür aber sehr lustvoll für wenige Minuten und sinnhaft nur der Fortpflanzung dient, weder Liebe schaffen oder erhalten kann und im Gegenteil die unbefangene tiefe Liebe zwischen den Menschen außerhalb der Ehe fast total zerstört hat. Jede (platonische) Freundschaft steht heute unter Generalverdacht. Widerlich! Dabei ist Freudnschaft eines der höchsten christlichen Güter.

      • Liebe Zeitschnur,

        ich kann Ihnen nicht zustimmen, was Sie schreiben ist nur ein kleiner teil der Wahrheit und nicht die reale Situation der Frau in unserer Gesellschaft.

        Was Sie beschreiben trifft nicht auf die Mehrheit von Frauen zu. Nicht alle Frauen sind Feministinnen!

        Auch, so denke ich, ist Ihre Lust- und Sexualfeindlichkeit, die Reduzierung des ehelichen Aktes nur auf die Zeugung von Nachkommen, nicht wirklich katholisch.

        In der Ehe ist ein sexueller Umgang erlaubt auch zur Befriedigung. Dieser Umgang ist Ausdruck von Zuneigung und hoher Liebe. Ein Missbrauch des sexuellen Umgangs liegt nur vor, wenn Nachkommenschaft, nicht nur von kurzer und gebotener Dauer, sondern ständig ausgeschlossen wird.

        In der Ehe sind die Eheleute nicht nur zur äußerlichen Treue verpflichtet, sondern auch zur inneren. Die innere Treue ist die Bereitschaft sexuellen Umgang mit seinem Ehepartner zu pflegen.

        Ich stimme Ihnen aber zu: Zölibat und Ehe sollten viel mehr geschätzt werden. Aber Sie dürfen das eine Gut nicht gegen das andere ausspielen.

      • Gisbert: „In der Ehe ist ein sexueller Umgang erlaubt auch zur Befriedigung. Ein Missbrauch des sexuellen Umgangs liegt nur vor, wenn Nachkommenschaft, nicht nur von kurzer und gebotener Dauer, sondern ständig ausgeschlossen wird. “ Kurze Antwort: Nein. Wer sich hartnäckig diesem folgenden oder einem anderen lehramtlichen Schreibrn widersetzt, befindet sich mit Sicherheit auf dem Weg zur Hölle.

        Enzyklika „Casti connubii“ Papst Pius’ XI.
        „Viele gehen so weit, die Nachkommenschaft eine beschwerliche Ehelast zu nennen und den Rat zu geben, die Eheleute sollten das Kind nicht durch ehrbare Enthaltsamkeit (die mit beiderseitigem Einverständnis auch in der Ehe erlaubt ist), sondern durch Verkehrung des natürlichen Aktes fernhalten. Solche verbrecherische Freiheit nehmen einige für sich in Anspruch, weil sie aus Widerwillen gegen den Kindersegen die Last vermeiden, aber trotzdem die Lust genießen wollen; andere, weil sie angeblich keine Enthaltsamkeit beobachten, aber auch nicht den Kindersegen zulassen können, da es ihre persönlichen Verhältnisse oder die der Mutter oder die schwierige Vermögenslage nicht gestatten.

        Aber es gibt keinen auch noch so schwerwiegenden Grund, der etwas innerlich Naturwidriges zu etwas Naturgemäßem und sittlich Gutem machen könnte. Da nun aber der eheliche Akt seiner Natur nach zur Weckung neuen Lebens bestimmt ist, so handeln jene, die ihn bei seinem Vollzug absichtlich seiner natürlichen Kraft berauben, naturwidrig und tun etwas Schimpfliches und innerlich Unsittliches.“

      • Herzlichen Dank, Keinname!
        @Gisbert – weder bin ich lustfeindlich noch bin ich sexualfeindlich. Was für ein Blödsinn! Wie kommen Sie dazu, mir so etwas zu unterstellen?
        Ich denke sogar sehr katholisch!
        Und wer katholisch denkt, folgt dem Zeitgeist nicht in die Überwertung der Sexualität.
        Ich bin seit vielen Jahren verheiratet und auch Mutter. Aus diesem Grunde weiß ich sehr genau, worauf es ankommt – wer (in der Ehe) die Sexualität zum Selbstzweck macht, hat die Liebe (und die Ehe) bereits verspielt. Schauen Sie sich doch um!
        Das Leben als Ehefrau ist anstrengend – Kinderbekommen, dieselben aufziehen, alle Lasten der anverstrauten Menschen mittragen, natürlich auch des Mannes (für den Mann sieht es natürlich ähnlich aus), Krankheiten, ökonomische Not, seelische Not – meinen Sie, da hat der Sex noch einen so hohen Stellenwert?
        Und vor allem dient der Sex nicht der Befriedigung. Zwar hat die Kirche auch immer zugestanden, dass die Ehe ein Heilmittel gegen die Begierde ist. Aber denken Sie mal nach, was das heißt: bestimmt nicht dies, dass es hier um die Befriedigung geht. Das instrumentalisiert nämlich den Ehepartner und das ist unkatholisch. Wer kennt nicht die Klage der Frauen, die Männer dächten nur an Sex, während sie ihr Hirn hinsichtlich der Tatsache, dass dies zu Kindern führt, denen man gewachsen sein muss, offenbar ausschalten. Und immer wieder höre ich auch Klagen von Männern, die von ihrer Partnerin nur als Sexdienstleister betrachtet und völlig überfordert werden. Ich habe inzwischen wirklich viel mitbekommen!
        Nein – es geht hier niemals primär um meine Befriedigung. Dem widerspricht nicht, dass es natürlich in jeder Ehe sehr lustvolle und sehr romantische Momente gibt. Aber es sind Momente, der Rest dauert Jahrzehnte. Was sind Momente gegen Jahrzehnte?
        Der Druck zu verhüten, ist ebenfalls unkatholisch. Lesen Sie Humanae vitae (Paul VI.). Wieder sind es die Frauen, eren leben aufs Spiel gesetzt wird für die für die Befriedigung ihrer selbst oder der Herrn krankgemacht werden: die Pille (und die überflüssigen Hormonbehandlungen der Wechseljahre) sind eindeutig dafür verantwortlich, dass bald jede 8. oder 10. Frau Brustkrebs bekommt. Sie wissen nicht, was Sie reden, und wird immer klarer, dass die Kirche (bis vor kurzem, bis zum verrat durch F., Zollitsch etc. den Männern wie den Frauen ein sanftes Joch auferlegt hatte – ohne Erkrankungen, Sexsucht und Menschenhandel (auch in den Ehen).
        „Heilmittel“ heißt: wer das lebt, entdeckt schnell, was Sex einlöst und was nicht, und welche Pflichten und Lasten auf einen zukommen als Ehefrau oder -mann.

        Ich denke, das kann man aber nur sehen, wenn man etwas gereift ist. Im übrigen zitiert Keinname eine sehr realistische Enzyklika – ja, das ist katholisch!

        Und über die Lage der Frauen muss mir niemand was erzählen, Verzeihung….

      • Das ist eine typische Haltung, die die Schuld auf Andere überträgt. wer die Tat begeht, ist der Täter und nicht ein Dritter oder die Gesellschaft im Notfall bzw. könnte auch die Katholische Kirche schuld sein.

    • wenn Sie – kein name – nur ein einziges mal den seelischen Zustand einer solchen Frau miterlebt hätten, wagten Sie es nicht mehr, eine solche Anschuldigung auszusprechen. Diese Frauen werden von allen Seiten belagert, vom Partner, der sie verlassen will oder im besten Fall ihr die Verantwortung allein überläßt, also sie allein läßt, von den Mitarbeitern auf Arbeit, von Eltern und Schwiegereltern und allen möglichen „Freundinnen“, so daß sie, völlig entnervt, überhaupt nicht mehr in der Lage sind, einen klaren Gedanken zu fassen. Eigentlich wollen die meisten von ihnen überhaupt nicht abtreiben! Aber die Beschaffenheit unseres Systems und die lieben Mitmenschen schaffen es. Alle, die ohne Ausgabe eines Scheines beraten, können ein Lied davon singen und haben glücklicherweise schon vielen Frauen helfen können.

      • Ich auch nicht. Diese Diskussion ist zudem fehl am Platz. Konzentrieren wir uns auf den Kern: Jesus Christus !
        Allseits gesegnete Weihnachten.

  2. Schwangerschaft als Krankheit, Besessenheit mit Kindesmord und endloser Nachschub für die Abtreibungsindustrie, das alles PR-technisch als der Gipfel des Fortschritts und der (masonischen) Menschenrechte perfekt verpackt, willkommen in der dämonischen, gottlosen Realität der Neuen Weltordnung. Das (ehemals) christliche Abendland soll einfach dezimiert werden, bis es bald gänzlich verschwindet und Platz macht für Neues. Und der Papst in Rom wird sich ganz sicher in Schweigen hüllen, denn man soll ja nicht andauernd mit den ewig gleichen Themen nerven.

  3. So geht eins zum Andern abwärts. Der Papst unterstptzt das noch zumindest durch Nichstun. Sonst schwätzt er doch über alles.

  4. Na Hollande muss wirklich die Zahl der Jungen dringend reduzieren.
    Bei seiner Politik des Versagens ist die Chance groß, dass er wie der König in der frz. Revolution bald unter der Guillotine landet. Wobei der frz. König damals noch beliebter gewesen sein dürfte.
    Wird analog zu dem obigen Blödsinn auch bald Müttern, die keine Mütter sein wollen, die Tötung ihres Kindes erlaubt ?
    Und wird auch bald die Tötung von Politikern, die nicht dem Volk dienen wollen, erlaubt ?

    Dass die Marokkanerin für Abtreibung ist, ist logisch: In ihrer Heimat käme sie nicht einmal als Putzfrau an den königlichen Hof. Die zahlreichen Nordafrikaner in Frankreich geben als offenes Ziel aus, Frankreich übernehmen zu wollen. Und sie sind sehr erfolgreich dabei: In Marokko gibt es bei 35 Mio. Bewohnern mehr Kinder als in der Merkel- BRD mit 81 Mio. Einwohnern.
    Was liegt da näher die französischen Kinder abzutreiben und die muslimischen unter Naturschutz zu stellen. Ach so, den Antrag werden die verblödeten Linken bald auch noch einbringen: Wegen der kulturellen Tradition und des Schariarechts bei Muslimen Abtreibungen zu verbieten. Alles andere wäre reiner Rassismus.
    Wir sind doch nur für Selbstbestimmung.

  5. Das alles wurde schon vor Jahrzehnten geplant.
    Wer noch gegen Abtreibung wäre, würde dann im besten Fall als Ewiggestriger“ behandelt, der keinerlei Bedeutung mehr hätte.
    Alles ebenso geplant wie die „Legalisierung“ der Homosexualität und die Hypersexualisierung der Gesellschaft angefangen schon bei Kindern.
    Die katholische Kirche war als einziges Hindernis im Visier und musste verändert werden.

    http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/12/der-durchgefuhrte-plan-zur-manipulation.html

    Solange die allermeisten sich und ihre wenigen Kinder so gut „dressieren“ lassen, wird alles noch viel schlimmer werden. Nur wenn jeder einzelne endlich aufhört, die angebliche „Legalität“ von Abtreibung und Homosexualität oder auch Scheidung zur Rechtfertigung eigener schwerer Sünden zu nehmen, wird der grausige Spuk ein Ende nehmen.

  6. Die marokkanische “ ganz humane“ weibliche Misch-Version von Eichmann und Mengele; die sog. „Ministerin“ für die Gleichberechtigung der Frau und gleichzeitig Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem, besser bezeichnet als Propagandaministerin des „ganz human“ beworbenen und ebenso „ganz human“ vollstreckten Massenmordes an ungeborenen beseelten Kindern, dem Baby-caust, ist offenbar besonders daran interessiert, ihre dem Menschenmörder von Anbeginn verkaufte, einer Wüste gleichenden, Seele als Beute der Hölle zu präsentieren. Wie anders als mit den Worten von Weihbischof Laun lässt sich das „ganz humane“ satanische Treiben einer derartigen Standartenträgerin des Kultes des Todes bezeichnen:
    -
    „Eine Blutrunst, ein Hass, der aus der Hölle kommt“
    -

  7. „P. Nikolaus von der Auferstehung“: Natürlich glaube ich es. Ich hätte auch lieber, dass es die Hölle nicht gäbe und den Teufel auch nicht, und überhaupt den Tod nicht und auch die Ursünde nicht. Aber ich glaube nicht das, was „mir gefällt“, sondern das, was als absolute Wahrheit verkündet worden ist. Es IST Lehre des ordentlichen Lehramts, unterstützt von Erklärungen des außerordentlichen Lehramts, dass niemand, der nicht mit Wasser und dem Heiligen Geist getauft worden ist, in den Himmel kommt. Es ist durchgehende Tradition, Kindstaufen sind urchristliche Tradition. Das ist nicht meine Meinung, sondern Katholisches Dogma. Soll ich etwas von dem zurücknehmen, was ich oben geschrieben habe, weil es Anstoß erregt? Christus ist der Stein des Anstoßes. Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wird er zermalmen.

    • Ich werde niemals glauben, dass ungeborenem Leben die Hölle droht.
      Die unzähligen kleinen Wesen, denen man das Recht zum Leben nimmt, sind absolut schuldlos an ihrem ungetauften Zustand.
      Gott wird sie genauso annehmen, wie er uns sündige Menschen annimmt, wenn wir uns IHM hingebungsvoll anvertrauen im Wissen und der Reue um unsere Sünden.
      Ungeborene konnten noch gar keine Sünden begehen, sie sind Opfer unverantwortlicher Handlungen erwachsener Menschen und landen im Abfalleimer der Abtreibungskliniken.
      Gott wird sich dieses „Abfalls“ annehmen.

  8. @ keiname sagt: Sie maßen sich ein Urteil an was nur Gott zu steht, haben Sie kein bedenken , daß die Meßlatte die Sie verwenden, auch für Sie bestimmt wird?

  9. Die Diskussion um den Limbus Puerorum hilft nicht weiter.
    Fakt ist jedoch, dass die klassische Auffassung den limbus puerorum als Ort vollkommener Glückseligkeit, aber ohne die Anschauung Gottes sah, weil diese Kinder keine persönliche Schuld begangen haben.
    Der Limbus ist nicht die Hölle!
    Weiter feiern wir nach Weihnachten das Fest der unschuldigen Kinder, und das sind Kinder die von einer gottfeindlichen Macht umgebracht wurden und auch nicht getauft waren, jedoch als Heilige gelten, ergo im Himmel sind.
    Glauben wir und das glauben wir ja, das die ungeborenen Kinder eine wie auch immer geartete Seele haben, so wird im Grunde dieser Seele, im Moment des Todes (der Abtreibung) eine Entscheidung getroffen werden. Jedoch, denke ich mal, ist es Lehre der Kirche, dass man von niemandem definitiv sagen kann, dass er in der Hölle sitzt. Wenn das für große Sünder gilt so wird das auch für unschuldige Kinder gelten.
    Die Diskussion darüber ist genauso wenig zielführend wie die Frage wer mehr Schuld an einer Abtreibung hat, wozu Frau Zeitschnur ja um 18:43 Uhr alles gesagt hat.

    • Den Limbus hat doch Benedikt XVI bereits abgeschafft. Das wurde Zeit. Die persönliche Schuld muss Angelpunkt bleiben. Alles Andere ist unkatholisch.

  10. „ein besorgter Christ“: Die Diskussion mag nicht zielführend sein, aber was ich geschrieben habe, ist katholisches Dogma. Was Sie schreiben, dass es „klassische Auffassung [sei] den limbus puerorum als Ort vollkommener Glückseligkeit“ zu verstehen: Sie können dafür keine lehramtlichen Aussagen benennen. Ich habe mehrere Zitate gesehen, die dies direkt lehren (Nequaquam sine dolore von Johannes XXII., 1321; Erklärung von Papst Zosimus im Konzil von Karthago 1417; Laetentur Caeli, Konzil von Florenz, 1439; und das bereits genannte Auctorem fidei; Konzil von Trient (Denz. 791); 2. Konzil von Lyons (Denz. 464); Mit brennender Sorge, Papst Pius XI.:
    „Erbsünde ist die erbliche, wenn auch nicht persönliche Schuld der Nachkommen Adams, die in ihm gesündigt haben[26], Verlust der Gnade und damit des ewigen Lebens“ ETC.). Daneben ergibt es dich konkludent aus Tradition und Schrift. Ungetauft gestorbene Kinder sind nie christlich beerdigt worden. Der Grund ist: sie sind in der Hölle (eine Hölle ohne Feuerstrafen, aber kein Ort der „Glückseligkeit“, sondern der ewigen Einsamkeit und Trennung von Gott und allem, was gut ist).

    „Fest der unschuldigen Kinder, und das sind Kinder die von einer gottfeindlichen Macht umgebracht wurden und auch nicht getauft waren, jedoch als Heilige gelten, ergo im Himmel sind.“ – Sie bringen etwas durcheinander. War die Taufe zu jenem Zeitpunkt heilsnotwendig? Noch nicht einmal Johannes taufte damals, und die Taufe des Johannes war nur mit Wasser. Die sakramentale Taufe wurde erst nach der Auferstehung Christi absolut notwendig zum Heil. Die von Herodes ermordeten Kinder sind unter dem Alten Bund gestorben (so wie der „gute Schächer“, und alle Propheten, usw.). Matthäus 28,19-20. „Darum geht hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“

    • Klar der Limbus ist nicht die Hölle, und nicht der Himmel.
      Aber er ist ein Ort ohne Leid und ohne Schmerz, natürliches Seligkeit, keinerlei Mangel.
      Ich versteh sogar, das man auf dem Limbus „herumreitet“ weil die Konsequenz, wenn man sagt „Okay die ungeborenen, gestorbenen Kinder, kommen alle automatisch in den Himmel!“ ist ja dann, dass man dem abgetriebenen Kind was wirklich Gutes getan hat.
      Man hat es, ohne es den Gefährdungen (ich meine das jetzt in Bezug auf die Sünde) dieser Welt auszusetzen, direkt in den Himmel befördert. Damit wären Leute die Abtreibungen machen, wirklich „Engelmacherinnen“.
      Andererseits, lassen wir mal die Abtreibung beiseite, gibt es ja auch genug spontane Aborte, sprich Fehlgeburten, Totgeburten und all das.
      Eine solche Erfahrung ist oft schlimm und es wird nicht besser, wenn man die Mutter sagt „Hey, dein Kind ist sicher in der Hölle!“
      Will heißen ich halte den Limpus p für den Versuch den Spagat zu halten zwischen der absoluten Heilsnotwendigkeit der Taufe und aber auch der Idee, eines guten Gottes, der gerecht und barmherzig richtet.

      Und auch die „Aufhebung“ des Limbus durch Papst Benedikt sagt genau nicht, dass alle vor der Geburt, wie auch immer, gestorbenen Kinder automatisch in den Himmel kommen, sondern nur, dass man es nicht genau weiß wo sie sind und man der Barmherzigkeit Gottes vertrauen darf, auch dann, wenn scheinbar alles verloren ist.

    • Seit wann schreiben Sie denn katholisches Dogma ? Der Limbus ist abgeschafft mit einem Federstrich von Benedikt XVI und damit causa finita.

      • @ Ralph
        so und wohin kommen dann die abgetriebenen Kinder?
        Ich persönlich bin der Ansicht, dass jedes dieser Seelen eine Entscheidung zu treffen hat, es also unredlcih ist einer Frau mit post abortion syndrom , zu sagen „Ach heulen Sie doch nicht so rum Frau XY, das ist doch sicher! bei Jesus“
        So hilfreich das für die betreffende Frau ist,. so sehr geben wir damit den Abtreiberinnen alter Zeit Recht, die ja Engelmacherinnen genannt wurden.
        Wenn alle abgetriebenen Kinder automatisch in den Himmel kommen, dann hat man denen doch was total Gutes getan udn alle Beteiligten können sich beruhigt zurücklehnen.
        Das Gott aus dem Bösen der Abtreibung was Gutes wirken kann, das ist klar, aber ich finde damit dass man sagt „Nix Hölle, Nix Limbus, sofort Himmel!“ macht man es sich zu einfach.
        Und nochmal auch Benedikt sagt nicht, wo die ungeboren gestorbenen Kinder sind,sondern sagt nur “,man weiß es nicht, man kann sie nur der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen“ und das der Limbus ne gedankliche Hilfskonstruktion war um m.E das oben geschilderte Dilemma ein bisschen zu glätten)

      • Ralph: Es ist sehr wohl geglaubt worden, es ist auf dem ökumenischen Konzil von Florenz festgelegt worden und lehramtlich absolut unfehlbar definiert worden. Wenn überhaupt der Glaube an etwas dokumentiert ist, dann der an die Hölle der Ungetauften ohne persönliche Sünde, wahrscheinlich bereits seit apostolischer Zeit. Was Benedikt XVI. betrifft: seine „Kommission unter dem Vorsitz des Glaubenspräfekten Kardinal William Levada stellte fest, es gebe erhebliche theologische Gründe für die Hoffnung, dass auch ungetaufte Babys errettet werden“. „Erhebliche Hoffnung“ oder „Wahrscheinlichkeit“ ist weniger als die absolute Gewissheit mit der die echten Päpste der katholischen Kirche den Limbus definiert haben. Im Übrigen: wenn Sie davon ausgehen, dass besagter B. (wenn Sie meinen, er sei Papst gewesen) die Autorität gehabt hätte, eine von nicht nur einem, sondern mehreren Päpsten festgelegte und der gesamten Kirche gelehrte Glaubenswahrheit zu ändern oder gar abzuschaffen, dann dürften Sie auch kein Problem damit haben, dass Paul VI. die Messe komplett geändert hat und müssten alle Häresien des zweiten Vatikanums glauben, weil überhaupt alles in der Religion dann dem Wandel unterliegen würde. Die Religion Christi ist aber keine Demokratie.

      • Auch hier glänzen Sie mit sehr großen Wissenslücken und neigen zur jansenistischen Mißdeutungen, die Papst VI. im Bezug zur Verneinung des Limbus verurteilte.

        Das 2. allg. Konzil von Lyon und das Konzil von Florenz erklären: „Die Seelen, die im Stande der Erbsünde aus dem Leben scheiden, sind von der beseligenden Anschauung Gottes ausgeschlossen. De fide.“

        Das heißt nicht, daß diese Seelen in die Hölle kommen. Hölle = Ausschluß von der beseligenden Gottesschau und die Strafen, die mit den Sinnen empfunden wird.

        Theologen haben schon immer Ersatzmittel für die ohne sakramentale Taufe angenommen (vgl. die Opfer des bethehemitischen Kindermordes) im Hinblick auf den allgemeinen Heilswillen Gottes ( 1 Tim 2,4), die da währen: Begierdetaufe oder Erlangung des Vernunftgebrauches im Augenblick des Todes, so daß das sterbende Kind sich für oder gegen Gott entscheiden könne. Auch wird Leiden und Tod des Kindes als Quasi-Sakrament (Leidenstaufe) für möglich gehalten.

        Eine weiter Ort und Möglichkeit für die ohne Taufe sterbenden Kinder ist die Vorhölle der Kinder limbus puerorum. Es ist ein Ort/ Zustand der natürlichen Glückseligkeit (d.h. ohne die Höllenstrafen, die mit den Sinnen empfunden werden) ohne beseligender Gottesschau. (Papst Innozenz III. , vgl. S. Thomas, De malo 5,3; Sent. II d. 33 q.2 a. 2).

        Richtig ist, daß es die Kirche nicht entgütlig weiß und deshalb dieser Frage nicht endgültig klären kann. Deshalb ist sowohl die Limbustheorie als auch die Theorien der Ersatzmittel möglich, bzw. dürfen nicht ausgeschlossen werden.

        Wenn Sie mit B. Papst Benedikt XVI. meinen und ihn nicht als Papst anerkennen, wäre dies ein nächster Beweis, daß Sie dem katholischen Glauben und der katholischen Wahrheit so ziemlich entfernt sind.

      • „natürliche Glückseligkeit“ der Ungeborenen in der Limbus-Hölle – das hat Innozenz III. nie lehramtlich gelehrt, das ist die fehlbare (und tatsächlich falsche) Meinung einiger Theologen gewesen. Unfehlbar ist nur das päpstliche Lehramt.

      • @ keiname

        Können Sie im Ott, § 25 nachlesen, mir liegt hier die 7. Ausgabe vor. Desweiteren im Denzinger, Ausgabe 38 von 1999, M3d.

        Der Satz „Ein Kind, das ohne Taufe stirbt, wird Gott hassen“ wird ausdrücklich vom Lehramt verworfen. Hingegen die Limbuslehre von Papst Innozenz III. nicht.

      • Eugen IV., St. Zosimus, Gregor der Große, Gregor X., St. Innozenz I., Innozenz III., Martin V., St. Augustinus haben alle dasselbe gelehrt. Sie bringen etwas durcheinander. Zitieren Sie bitte, wenn Sie meinen es besser zu wissen. Ich weiß nur, dass Papst Innozenz III. völlig korrekt mit dem unfehlbaren Lehramt von Auctorem fidei lehrte, dass diese ungetauften Seelen für immer LEIDEN wegen des Verlusts des ewigen Lebens. Was St. Thomas von Aquin und andere abweichend gelehrt haben, spielt keine Rolle.

      • Nein keiname, ich bringe nicht durcheinander und habe korrekt zitiert.

        Ihr Einwurf zeigt nur, daß fast richtig zitieren (bzw. das gelesen wiedergeben), aber den Inhalt überhaupt nicht verstanden haben. Sie wissen nicht was Papst Innozenz III. mit der Limbustheorie lehrte. Sie wissen nicht, was mit „Vorhölle der ungetauften Kinder“ gemeint ist, wie der Limbus auch genannt wurde.

        Lesen Sie bitte die zitierten Quellen und ich denke dann haben Sie die Problematik verstanden.

      • Der, der die Kompetenz hat, wird darüber entscheiden. Uns ist es nicht gegeben, alles zu verstehen und wird sollten auch nicht ein perfektionistisches System aus der lebendigen Kirche machen.
        Konzentrieren wir uns doch auf das Thema mit der dortigen Überschrift und dem Sachverhalt und überlegen wir, was zu tun ist (aber nicht nur auf Andere dabei warten).

  11. @ keiname / 22. Dezember 2013 um 16:09

    Ihnen fehlt schlicht das Wissen und vor allem das Verständnis für die katholischen Lehre von Ehe und Familie.

    Mit dem Zitat von Papst Pius XI. konstrurieren Sie einen Widerspruch zu meinem Beitrag. Es besteht kein Widerspruch.

    Eheleuten ist es erlaubt zu Zeiten der fruchtbaren Tage der Frau enthaltsam zu leben und es ist ebenso erlaubt an Tagen an dem die Frau nicht fruchtbar ist den ehelichen Akt zu vollziehen.

    In der Enzyklika Humanae Vitae (hier könnten Sie sich die geballte katholische Lehre aneignen) wird von der naturgegebenen Möglichkeit rechtmäßigen Gebrauchs gesprochen (Empfängnisregelung).

    Papst Pius XI. verurteilt die Empfängnisverhütung, den Vorgang, bei dem der Zeugungsvorgang bei seinem natürlichen Ablauf gestört, unterbrochen, verhindert, usw. wird. Er verurteilt nicht die Empfängnisreglung!

    Sicher ist es nicht erlaubt (So sehe ich das, entgegen der vorherrschenden modernen „katholischen“ Lehre), die Empfängnisreglung so anzuwenden, dass vollständig in der Ehe, oder über einen sehr langem Zeitraum, der Kindersegen verhindert wird. Aber sicher ist es Eheleuten erlaubt, eine Empfängnisreglung zu praktizieren, wenn es geboten ist. Das kann z.B. dann der Fall sein, wenn eine Schwangerschaft den Tod der Mutter und des Kindes bedeuten könnten. Es gibt eine Vielzahl weitere individuelle Gründe.

    „Der eheliche Akt ist seiner natürlichen Struktur nach eine persönliche Handlung, ein gleichzeitiges und unmittelbares Zusammenwirken der Gatten. Er ist, eben aus der Natur der wirkenden Personen und der Eigenart des Aktes, Ausdruck der gegenseitigen Hingabe, die, nach dem Wort der Schrift, die Vereinigung ‚in einem Fleisch‘ verwirklicht.

    Das ist viel mehr als die Vereinigung zweier Keime, die auch künstlich bewirkt werden kann, das heißt ohne das naturgemäße persönliche Handeln der Ehegatten. Der eheliche Akt, von Natur geordnet und gewollt, ist ein persönliches Zusammenwirken, zu dem sich die Ehegatten, wenn sie die Ehe schließen, gegenseitig das Recht erteilen“ (Pius XII.)

    „Der eigentlichste und tiefste Sinn der Ausübung des ehelichen Rechts soll nach ihnen darin bestehen, dass die körperliche Vereinigung Ausdruck und Verwirklichung der persönlichen Liebesverbindung ist.“ Pius XII.

    Ich lese in Ihren Zeilen, dass Sie den Zweck des ehelichen Akt allein zur Zeugung menschlichen Lebens sehen. Das ist falsch und entspricht nicht der katholischen Lehre.

    • Nein. Gisbert lesen Sie Humanae Vita.
      Da ist die natürliche Empfängnisregelung nur ins spezialgelagerten Sonderfällen erlaubt.
      Prinzipiell muss die katholische Ehe offen für Kinder sein, ansonsten, wenn von vorneweg klar ist, nix Kinder dann ist die Ehe ungültig.
      Das bedeutet nicht, dass z.B Ehen wenn beide schon älter sind, und die Frau schon in den Wechseljahren ist, man nicht heiraten dürfte.

      Der Zweck der katholische Ehe ist ein doppelter, nämlich Zeugung und Erziehung von Kindern und (dadurch ) die gegenseitige Heiligung der Eheleute.

      Das Problem ist nur, dass wir in einem gesellschaftlichen Kontext leben, wo ein Kind eher einer Katastrophe gleichkommt, denn als Segen gesehen wird.
      Man kommt nicht mehr dahin in allen Problemen zu denken „naja wenigstens kleine knuddelige Kinder haben wir“ oder wie es in alten Märchen heißt „Doch in allem Elend hatte sie eine Tochter!“

      Es ist den katholischen Eheleuten eben nciht einfach erlaubt, an den fruchtbaren tagen enthaltsam zu leben, sondern es ist ihnen nur dann erlaubt überhaupt die fruchtbaren Tage herauszufinden, wenn ernste Gründe vorliegen.
      Es ist eben nicht katholisch, dass man sagt „die anderen nehmen die Pille, wir praktizieren NER!“

      Davon gänzlich zu unterscheiden ist eine sogenannte Josefsehe, das ist was komplett anderes, aber dürfte heutzutage eher auf Unverständnis stoßen

      • Ich weiß nicht so recht was Sie wollen? Was habe ich anderes geschrieben?

        Ich fasse zusammen:

        - Die Ehe muss prinzipiell offen für Kinder sein.
        - Es ist erlaubt, wenn ernsthafte Gründe vorliegen, eine Empfängnisreglung zu praktizieren.
        - Der Zeck des ehelichen Aktes ist nicht allein in der Zeugung von Kindern zu sehen.

        Das ist katholische Lehre! Nichts anderes haben die Päpste bis einschließlich Humanae Vite gelehrt. (Ob es danach auch so gelehrt wurde, weiß ich nicht – will ich nicht ausschließen).

        „Der Zweck der katholische Ehe ist ein doppelter, nämlich Zeugung und Erziehung von Kindern und (dadurch ) die gegenseitige Heiligung der Eheleute.“

        Das ist schlicht falsch! Die Heiligung kann auch ohne Kinder erfolgen. Oder wollen Sie etwa dem Leid der Kinderlosigkeit auch noch jenes hinzufügen, dass Sie diesen Ehepaaren „das sich heiligen können“ absprechen?

        Um es mit den Worten der katholischen Morallehre auszudrücken und zu ergänzen:

        - Der Hauptzweck ist die Erzeugung und Erziehung von Nachkommen.

        - Nebenzwecke:
        - die gegenseitige materielle und geistige Hilfeleistung
        - die Verhütung von Verkehrtheiten im Geschlechtsleben

        Übrigens ist die Ehe auch dann gültig, wenn schon von vornherein feststeht, dass keine Hoffnung auf Nachkommenschaft vorhanden ist.

      • Also wenn ein Ehepaar ungewollt kinderlos ist, ist das eine andere Sache.
        Ich finde es immer wieder fast putzig wie in Zeiten, wo Abtreibung ein Menschenrecht sein soll, die paar ungewollt Kinderlosen immer wieder herhalten müssen, damit man die katholische Lehre lustig weiter verwässern kann.
        Es geht, wie Sie so schön schreiben, um das prinzipielle Offensein für Kinder und das funktioniert nicht mit Pille, Thermometer und Spirale!
        Wenn man einfach keine Kinder kriegt, so muss man das tragen, genauso, wie wenn man welche kriegt.

      • Was noch nie jemand ernsthaft geglaubt hat, kann doch auch keine katholische Lehre geworden sein. Die Päpste wußten doch schon immer um die Natur des Menschen. Von idealen Glaubenshünen und Selbstvergessenen gingen sie doch nie aus. Die Lehre muss doch praktizierbar sein.

      • etwas weiter unten geben ich „zeitschnur“ und „keinanme“ Literaturempfehlungen. Vielleicht hilft es.

      • @ Ralph jeder Mathelehrer weiß um die Unfähigkeit seiner Grundschüler Integralechnung zu verstehen, trotzdem gibt es selbige und er weiß dass seine Schüler das irgendwann einmal kapieren werden müssen, auch wenn er sich aktuell mit dem einmaleins rumplagt.

      • Sie stiften nur Verwirrung. Ich habe Ihnen einen lehramtlichen Text zitiert, der Sie widerlegt, als Sie schrieben es sei OK Nachkommenschaft auszuschließen (wortwörtlich: „Ein Missbrauch des sexuellen Umgangs liegt [nicht] vor, wenn Nachkommenschaft, […] von kurzer und gebotener Dauer […] ausgeschlossen wird“ „Aber sicher ist es Eheleuten erlaubt, eine Empfängnisreglung zu praktizieren, wenn es geboten ist“ ) ; ich könnt Ihnen noch viele weitere Zitate von Heiligen und Kirchenlehrern zeigen. Das führt hier aber zu weit, lenkt vom Thema (Abtreibung) ab und überhaupt legen Sie keinen Wert auf die Wahrheit, und Perlen und Schweine…
        Das ist katholisch: Primärer Zweck der Ehe: Kinder zeugen und katholisch erziehen. Verkehr aus anderem Grund ist IMMER Sünde. Der primäre Zweck muss immer im Vordergrund stehen. Menschen, die wissen, dass sie unfruchtbar sind: sie können nicht heiraten.

      • Ich habe „nur“ u.a. Humanae Vita; Pius XII. und Jone „katholische Moraltheologie“ zitiert. Zuvor habe ich wegen der Begrifflichkeit etwas in Niedermeyer „Pastoralmedizin“ gestöbert. Wenn das keine lehramtlichen Texte für sind.

      • Dann wäre die zweite Ehe unseres Altkanzlers keine Ehe in Ihrem Verständnis. Man müßte lachen, wenn das nicht zum Heulen wäre.

      • Das ist nicht katholisch, Sie haben keine Hoffnung, denn Sie scheren sich nicht im Geringsten um unfehlbare lehramtliche Definitionen. Aber das führt hier alles am Thema vorbei (Abtreibung), deswegen möchte ich Sie bitten es einfach mal gut sein zu lassen, keine neuen Fässer hier aufzumachen, um damit weiter Verwirrung zu stiften.

        „Aber sicher ist es Eheleuten erlaubt, eine Empfängnisreglung zu praktizieren, wenn es geboten ist“

        Diese Intention (Verkehr, der sicher oder wahrscheinlich die Zeugung verhindert) widerspricht „Casti connubii“, und zahlreichen Zitaten von Kirchenlehrern und Heiligen. Anathema.

        „Übrigens ist die Ehe auch dann gültig, wenn schon von vornherein feststeht, dass keine Hoffnung auf Nachkommenschaft vorhanden ist.“

        Nein. Menschen, die wissen, dass Sie unfruchtbar sind, dürfen nicht heiraten, sie sind nicht für die Ehe geschaffen.

      • „Übrigens ist die Ehe auch dann gültig, wenn schon von vornherein feststeht, dass keine Hoffnung auf Nachkommenschaft vorhanden ist.“

        Das Zitat stammt von P. Dr. Heribert Jone: „Katholische Moraltheologie unter besonderer Berücksichtigung des Codex Iuris Canonici“ . Ein Werk was ich neben dem „Compendium der Pastoralmedizin“ und dem Gesetzbuchess des katholischen Rechtes zum Studium empfehle.

        Sie schreiben leider über Dinge, die Sie nicht verstehen und werfen einiges durcheinander und ziehen die falschen Schlüsse.

        Eine weitere inhaltliche Diskussion hat keinen Sinn, wenn Grundlagen fehlen.

        „Übrigens ist die Ehe auch dann gültig, wenn schon von vornherein feststeht, dass keine Hoffnung auf Nachkommenschaft vorhanden ist.“

        Wenn Sie mit nein antworten: „Nein. Menschen, die wissen, dass Sie unfruchtbar sind, dürfen nicht heiraten, sie sind nicht für die Ehe geschaffen.“, entspricht das nicht dem katholischen Eherecht. „Unfruchtbarkeit macht die Ehe weder ungültig noch unerlaubt (can. 1068 § 3).

      • Das geht doch reichlich an der Thematik vorbei. Es geht jetzt in Frankreich darum, ein Recht auf Tötung ungeborenen Lebens zu konstruieren. Das allein sollte Focus der Betrachtung sein. Ein solches „Recht“ verstöße gegen höheres Recht, nämlich auf das Recht auf Leben auch des Ungeborenen. Man sollte mehr versuchen, auch breitere katholische Kreise in diese Richtung mitzunehmen.

      • Was soll denn das in diesem Kontext ? Ordnungsruf ! Zum Thema: Man will die Abtreibung zum Menschenrecht erklären. Nach Ihrer Theorie wäre Altkanzler Kohl nicht rechtmäßig verheiratet. Da war aber ein Priester dabei. Wie soll ein Katholik wissen (vor der Ehe), dass er unfruchtbar ist ? Schöne Weihnachten übrigens.

      • @ Gisbert
        Mir ist nicht klar, was Sie wollen. Es ist nun mal kein besonderer Ehezweck, die Sexualität an sich zu leben.
        Jeder Verheiratete weiß, dass der Sex weder eine Ehe stabilisiert noch dauerhaft Ausdruck der „Liebe“ sein kann. Wirkliche Liebe beweist sich erst, wenn einem der Sex nicht möglich ist und man trotzdem zu dem Gatten steht und ihn stützt.

        Die Kirche hat daher das, was Sie da behaupten niemals gelehrt. Erster Ehezweck ist die Erzeugung von Nachkommen. Deshalb ist Verhütung prinzipiell nicht erlaubt. Prinzipiell gilt: entweder Enthaltsamkeit oder eben Offenheit für das Kind.

        Lesen wir doch ein wenig Casti connubii von Pius Xi., das ausdrücklich als Widerspruch zum Absinken der Ehemoral verfasst wurde.

        „Durch die Ehe werden also die Gatten innerlich verbunden und verschmolzen, und zwar eher und inniger als dem Leibe nach, und nicht durch vorübergehende Sinneserregung oder bloße Gemütsbewegung, sondern durch überlegten und festen Willensentschluß: und aus dieser Verschmelzung der Seelen erwächst, so hat es Gott bestimmt, das heilige und unverletzliche Eheband.“

        Also: es ist nicht der Sex, der hier irgendeine besondere Bindekraft hätte… (und so ist es ja auch, wenn wir mit offenen Augen ins Leben schauen…)

        „Die erste Stelle unter den Gütern der Ehe nimmt also das Kind ein.“

        „Damit aber die Treue im vollen Glanz erstrahle, muß auch der vertraute Verkehr der Gatten untereinander das Gepräge der Keuschheit an sich tragen. Die Eheleute müssen sich also in allem nach den Normen des göttlichen Gesetzes und des Naturgesetzes richten und sich bemühen, den Willen des allweisen und allheiligen Schöpfers immer mit großer Ehrfurcht vor Gottes Werk zu befolgen.“

        „Jeder Gebrauch der Ehe, bei dessen Vollzug der Akt durch die Willkür der Menschen seiner natürlichen Kraft zur Weckung neuen Lebens beraubt wird, verstößt gegen das Gesetz Gottes und der Natur, und die solches tun, beflecken ihr Gewissen mit schwerer Schuld.“

        „Die heutigen Feinde der Ehe gehen noch einen Schritt weiter. An Stelle der echten und wahren Liebe, die das Fundament des Eheglücks und der innigsten Seelengemeinschaft ist, setzen sie eine mehr triebhafte Übereinstimmung und Zuneigung, die sie Sympathie nennen. Hört sie auf, so lockere sich, wie sie behaupten, das Band, durch das allein die Gatten miteinander verbunden sind; ja es werde völlig gelöst. Was heißt das anders, als ein Haus auf Sand bauen, das nach dem Worte Christi beim ersten Ansturm der Wogen des Unglücks sofort ins Wanken gerät und einstürzt?“

        Bevor Sie also anderen Postern hier von oben herab Kenntnislosigkeit vorwerfen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie nicht die katholische Lehre als Projektionsfläche für selbstgemachte Ideen missbrauchen.

        Die besondere Innigkeit der Ehe wurde niemals auf den Vollzug der Sexualität gegründet, sondern auf die Liebe, die diese enge Gemeinschaft, deren Zweck die Erzeugung von Nachkommen ist und durch eben jene Sexualität geschieht, allein stabilisiert.

      • Liebe Zeitschnur,

        auch Ihnen empfehle ich wärmstens das Studium der Werke „Katholische Moraltheologie unter besonderer Berücksichtigung des Codex Iuris Canonici“, „Compendium der Pastoralmedizin“ und das Gesetzbuches des katholischen Rechtes, ebenfalls Jone.

        Auch wäre es sicher hilfreich meine Beiträge richtig zu lesen um nicht den Fehler zu verfallen etwas anderes als geschrieben steht zu lesen.

        „Es ist nun mal kein besonderer Ehezweck, die Sexualität an sich zu leben.“

        Das habe ich in nicht geschrieben!

        „Jeder Verheiratete weiß, dass der Sex weder eine Ehe stabilisiert noch dauerhaft Ausdruck der „Liebe“ sein kann. Wirkliche Liebe beweist sich erst, wenn einem der Sex nicht möglich ist und man trotzdem zu dem Gatten steht und ihn stützt.“

        Das ist nur ein Teil der Wahrheit und der katholischen Lehre. Aber zunächst erlaube ich mir Ihr Zitat richtig zu stellen:

        Jeder Verheiratete weiß, dass der Sex [allein!!!] weder eine Ehe stabilisiert noch dauerhaft Ausdruck der „Liebe“ sein kann. Wirkliche Liebe beweist sich erst, wenn einem der Sex nicht möglich ist und man trotzdem zu dem Gatten steht und ihn stützt.“

        Mit dem Wort allein wird die Aussage erst richtig! Der zweite Satz dieses Zitates beschreibt die äußere Treue. Die Ehe besteht aber nicht nur aus der äußeren Treue sondern auch aus der inneren.

        Aber auch bei Ihnen gilt: Ich habe den Verdacht, daß Sie nicht so recht wissen, was die katholische Kirche tatsächlich lehrt, ähnlich wie hier keiname.

      • Wissen Sie was – bleiben Sie bei Ihren Interpretationen. Lassen wir es gut sein.
        Sie überzeugen mich nicht. Allein schon deswegen nicht, weil Papstrundschreiben immer noch über irgendwelchen Kompendien stehen.
        Im Himmel wird nicht mehr geheiratet, heißt es.
        Aber geliebt wird dort umso mehr.
        Wer sich nach dem Himmel ausstreckt, versteht mich.
        Das ist auch der Grund, warum in älteren Zeiten immer wieder Ehepaare sich gegenseitig für ein solch zölibatäres Leben freigegeben haben – z.B. hier im Südwesten während der Hirsauer Klosterreformen. Sehen Sie sich das Leben des Bruder Klaus und seiner Frau Dorothea an. Die Ehe ist einerseits Sakrament, aber eben nicht auf das Verharren in irdischen Süchten bezogen, sondern auf das Charisma, die Menschen ins Leben zu lassen, die Gott ruft und um sich gegenseitig den Weg zum Himmel zu weisen. Und die Ehe ist ein Zeichen für die Treue Gottes zu uns. Es ist symptomatisch, dass das Interesse an Sex bei heiligen Ehepaaren mit den Jahren vollkommen in den Hintergund rückt. Sex ist daher zwar etwas Gutes und Gottgewolltes, aber es ist und bleibt etwas Vorläufiges und Vergängliches. Und wir sollen doch nicht dem Vergänglichen, quasi rückwärtsgewandt anhängen… das wäre falsche Lehre. Am Ende führt auch die Ehe, wenn die Betreffenden ein tiefes geistliches Leben führen, zum Zölibat, wofür auch die vielen verwitweten Heiligen stehen, die anschließend ein zölibatäres Leben wählten.
        Das ist die katholische Richtung. Richtung. Es ist ein langsamer, freier und tiefer Weg, den man da geht.
        Im übrigen sind wir weit ab vom Thema gekommen. Es ging um das Recht auf Abtreibung als „Frauenrecht“ in Frankreich.
        Ein solches „Recht“ kann nur entstehen im Denken, wenn die Sexualität als Lust und Sucht nach Lust überbewertet und der Auftrag zur Nachkommenschaft unterbewertet wird.
        Niemals, niemals hat die katholische Kirche ein solches Denken durch das Lehramt und die großen lehramtlichen Akte befördert. Was seit dem Liberalismus in nationalen Werken mit Imprimatur steht, muss demgegüber zurückstehen.
        Sie sind schnell dabei, dem Anderen fehlende Kompetenz an den Kopf zu werfen.
        Wie kompetent sind Sie, wenn Sie ganz offen und starrsinnig ignorieren, was ich Ihnen aus der Enzyklika Pius XI. zitiert habe?
        Und vor allem: Wie viel persönliche Erfahrung haben Sie? Welche geistliche Erfahrung spricht aus Ihren Worten? Es tut mir leid, aber da ich selbst viel durchlebt habe, höre ich da etwas Krampfhaftes heraus, das nicht wirklich offen ist für einen Weg in die himmlische Freiheit.
        Wir alle sind deformiert durch unsere Zeit und bedürfen der Befreiung hin zu einem aufrechten und klaren Empfinden für eine echte und zielführende innere Ausrichtung zu IHM hin.
        Zur Sache finde ich die Vorträge dieser Tagung ganz interessant: http://www.zölibat.at

      • Wie viele Kinder hätten dann die Leute bei Ihrer These ? Auch bei Katholiken halten sich die Kinderzahlen in Grenzen. Es wird verhütet im Rahnen der Hv und außerhalb. Das ist hier einfach nicht das Thema !

      • Liebe Zeitschnur,

        die genannten Kompendien beinhalten die päpstlichen Rundschreiben und legen die Lehre der Kirche dar. Nicht ich persönlich interpretiere da, sondern das kirchliche Lehramt.

        Sie schreiben zwar immer viel und heftig, verlieren dabei aber den Blick auf das Wesentliche und leider verlassen Sie oft die katholische Wahrheit und Lehre.

        Ich glaube, es wäre gut wenn Sie Ihr Sendungsbewußtsein etwas zügeln. Möglich wäre aber auch zuvor ein Studium, zB. der o.g. gängigen Bücher, die auch in der Priesterausbildung verwendet werden. Das ist besser als aus dem Bauch heraus persönlichen Theorien und Irrlehren zu verbreiten.

        Wenn Sie den Zölibat gegen den ehelichen Verkehr ausspielen und den Zölibat höher bewerten, so ist dies zurückzuweisen. Das hat die katholische Kirche nie gelehrt.

      • @ gisbert der Zölibat ist der Stand der Engel zu dem wir alle mal hinkommen sollen.
        Ehe ist auch Berufung, aber es wäre von der Kirche gescheiter, anstatt einerseits, wie alle Welt den Sex zu verherrlichen und die dabei auftretenden Scherben, wie Abtreibung Verhütung, Scheidung udn Homosexualität sozusagen zu verklären und das zugehörige Elend unter den Teppich zu kehren, einfach den Leuten zu helfen die Ehe zu leben und klar zu machen, dass das wahren Glück, für alle im Himmel ist.
        Das würde den Menschen frei machen, von der Fixierung auf die Etage unter dem Bauch.
        Sexualität ist nicht in sich schlecht, es ist die Grundlage von jedermann Existenz, aber im Himmel gibt es das nicht mehr.

      • @ Gisbert – ja, die Argumente gehen aus, die persönliche Niedermache nimmt zu. Bravo! Ich habe nichts ausgespielt gegeneinander. Irgendwie haben Sie ein Problem, bei dem Thema richtig hinzuhören.
        Streiten Sie sich mit unserem Herrn oder dem Hl. Paulus. Erzählen Sie denen, sie müssten erst mal das studieren, was Ihnen studierenswert vorkommt??!!
        War es nicht der Hl. Paulus, der eindeutig den Zölibat über die Ehe stellte? Nicht, um die Ehe abzuwerten als eine irdische Aufgabe, die volle Zahl der Menschen zu schaffen, nach denen sich Gott sehnt, sondern um darauf hinzuweisen, dass es im Himmel keine Ehe mehr gibt und alles, was ihr an Bedeutung zukommt, dort keine Bedeutung mehr hat. Wäre der Zölibat nicht die höhere Lebensform, gäbe es keinen Grund ihn zu leben – und daher wollen Ihre modernen Priester ihn ja auch nicht mehr leben, können damit nichts mehr anfangen. Ebenso sieht es bei den Ordensfrauen und -männern aus.
        Aber das führt hier zu weit. Sie haben dazu zum jetzigen Zeitpunkt wohl keinen Zugang und werden darum kein Argument der Welt gelten lassen, das Ihre vorläufige Sicht der Dinge in Frage stellt.
        Nun habe ich aber den Herrn selbst an meiner Seite („Wer es fassen kann, der fasse es!“) und den Hl. Paulus und sehr viele andere, die ich nicht alle aufzählen kann.
        Dass der Zölibat Vorrang im Hinblick auf das himmlische Leben hat (daher kommt ja auch der Begriff „Zölibat“ von coelestis=himmlisch) entwertet für den irdischen Auftrag keineswegs die Ehe, relativiert aber die übertriebene Bedeutung und die Fessel, der sich der Mensch ohne Christus oder im unreiferen Zustand durch die Sexualität, der Ehe und die leibliche Familie gemeinhin selbst auferlegt. Wenn Sie in den Islam sehen und dort beobachten, dass ein einzelner kaum eine Chance hat, diesem familiären und sexuellen Druck zu entfliehen, dann müsste Ihnen ein Licht über die ungeheure Freiheit aufgehen, die Jesus auch gerade uns Frauen geschenkt hat mit der Zurückweisung der Bedeutung der irdischen Familie und dem Zwang zur Sexualität. Die Relativierung von Sex und Ehe ist einer der ganz großen Faktoren zur Freisetzung der Frau im Christentum. Denken Sie in Ruhe darüber nach, bevor Sie mir wieder Inkompetenz um die Ohren schlagen. Das ist im übrigen einfach nur dumm und nichtssagend. Daraus folgt nicht, dass Ehe und Sexualität nichts wert wären, aber die zwanghafte Fessel, die beides überall im Heidentum für den Menschen bedeutet, wird hart zurechtgestutzt.
        Es hat aber keinen Sinn, darüber zu diskutieren, wenn Sie sich für diese Wahrheit noch nicht öffnen wollen oder können.

      • Blanker Unsinn. Wenn die Ehe ungültig ist, könnte wieder geheiratet werden kmit Zugang Zur Kommunion. Ehe muss in solchen Fällen erst für nichtig erklärt werden, was außerordentlich schwer zu beweisen sein dürfte. Mit derartigen Schieflagenparolen werden nur die Gegner der Kirche gefördert.

  12. Es geht jetzt wirklich nicht darum, was mit den Seelen der abgetäteten Ungeborenen geschieht. Das mag man Benedikt XVI fragen bzw. bei ihm nachlesen. Höchste Theologie ist hier nicht das Thema. Wir müssen uns auf breitere Basis stellen: Die Abtötung eines ungeborenen Kindes kann niemals Menschenrecht sein. Das verstehen auch Leute ohne ausgefeilte theologische Kenntnis und selbst Kirchenfernstehende.

  13. Dem besorgten Christen sei gesagt, dass es jetzt nicht unter uns um die Präzisierungen in dieser oder jener Frage geht, sondern um den Abwehrkampf gegen Erscheinungen wie in Frankreich. Kommen wir und bleiben wir beim Thema. Richten wir uns an den „Grundschülern“ aus in diesem Kampf. Mehr muss hier nicht gewußt werden.

    • @ Ralf
      Der Abwehkampf ist nur dann zu gewinnen, wenn man selber einfach die Kinder kriegt und auch unter Katholiken aufhört zu lästern, wenn die Mitschwester mit den nichtabgetriebenen Kindern halt zur Messe kommt und die dort nerven.
      Wenn man aufhört im katholischen Verwandtenkreis über die junge Frau die mit 17 ihr Kind gekriegt hat, deshalb das Abi in den Sand gesetzt hat und jetzt ein Problem hat, herzuziehen, natürlich im Brustton des eigenen Gutmeinens.
      Wie oft habe ich schon erlebt, dass gerade gute Katholiken dann, anstatt mit Geld und Rat und Tat der eigenen Nichte (Tochter, Enkeltocher) einfach zu helfen, sich auf die Position „Ach nee, die ist ja eh soooo doof“ zurückziehen.
      Wie oft habe ich von Guten Katholiken gehört „naja ich bin ja gegen Abtreibung, aber die XY kann sich ja mit dem Kind die Karriere nicht versauen“
      Wie oft beklagen sich gute, sehr gute Katholiken darüber, dass in der Nachbarwohnung die nichtabgetrieben Kinder das tun, was Kinder halt tun,. eben Krach und Radau.
      Klar wollen die guten Katholiken schon dass die Leute Kinder kriegen, aber bitte nur ruhige, liebe, nette, pflegeleichte und höfliche.

      Oder man nervt rum bis die XY das Kind glücklich in der Krippe hat, und das ist ja so traumatisch für die Mutter und so widernatürlich, dass die XY sich das bestimmt kein 2tes Mal antut, auch wenn sie verbal da absolut dafür ist und selber hysterisch wurde, als der Krippenplatz sich nicht gleich fand.

      • Sie schweifen ab. Das ist hier nicht das Thema. Unter Abwehrkampf verstand ich das bewußte Zusammenwirken trotz unterschiedlicher Haltung im Übrigen. Sie hören offenbar nur in sich hinein. Es wird immer das gemacht, was ansteht.

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