Islamisten verschleppen zwölf Ordensfrauen aus dem Thekla-Kloster von Maalula

Das christliche Maalula mit seinen beiden Klöstern existiert kaum mehr. Die Christen sind geflüchtet. Ein Teil der Ordensfrauen wurde heute von Islamisten verschleppt(Damaskus) Islamistische Rebellen haben am Montagnachmittag zwölf Ordensschwestern des griechisch-orthodoxen Sankt Thekla-Klosters von Maalula verschleppt. Die Nachrichte wurde von Msgr. Mario Zenari, dem Apostolischen Nuntius für Syrien bestätigt, der in Kontakt mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchat steht. Der Patriarch rief über die vatikanische Diplomatie „alle Katholiken auf, für die Ordensfrauen zu beten“. In einer Erklärung des griechisch-orthodoxen Patriarchats, die von Nuntius Zenari bekanntgemacht wurde, heißt es: „Bewaffnete sind am heutigen Nachmittag in das Kloster der Heiligen Thekla in Maalula eingedrungen und haben mit Gewalt zwölf Ordensfrauen verschleppt“.

Die Islamisten sollen mit ihren Geiseln auf dem Weg nach Yabrud, etwa 80 Kilometer nördlich von Damaskus sein. Über die möglichen Hintergründe der Geiselnahme wollten weder der Apostolische Nuntius noch die griechisch-orthodoxe Kirche etwas sagen. Inoffiziell wird davon ausgegangen, daß es sich um eine Lösegelderpressung handelt. Vielleicht sollen die Ordensfrauen als Faustpfand auch anders eingesetzt werden, zum Beispiel als lebender Schutzschild für die Islamisten.

Zwölf Nonnen des Thekla-Klosters von Maaalula von Islamisten entführtDie Rebellen der Freien Syrischen Armee hatten das christliche Zentrum Maalula am 5. September eingenommen. Die wichtigste Kampfgruppe stellten dabei die Salafisten mit der Brigade Al-Nusra, die mit Al-Qaida verbunden ist. Die 3000 Christen von Maalula sind geflüchtet. Der Großteil hat Zuflucht in Bab Touma, dem christlichen Stadtteil von Damaskus gefunden. Andere haben die Grenze zum Libanon überschritten oder Schutz in den Klöstern der Gegend gesucht. Drei Christen wurden von den Islamisten erschossen. In Maalula waren nur die wenigen moslemischen Einwohner und die 40 Ordensfrauen des Klosters zurückgeblieben. Die Schwestern entschieden sich für das Ausharren, weil sie sich der Kinder annahmen, die durch Kämpfe und Flucht als Waisen zurückblieben.

Seit gestern ist Maalula Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den Islamisten. Die Kampfhandlungen konzentrieren sich vor allem in der Oberstadt, wo sich das Thekla-Kloster befindet. Dort haben sich die Islamisten verbarrikadiert, während die Armee die Unterstadt kontrolliert. Wie Asianews berichtet, heißt es in Damaskus, daß die Regierung alle in der Gegend der Christen von Islamisten besetzten Orte befreien will und dafür eine breite und harte Offensive gestartet habe.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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3 Comments

  1. Da lassen sie ungezügelt alle möglichen Asylanten in unser Land, anstatt den Menschen in ihren Ländern zu helfen oder es wenigstens zu versuchen. Nicht mal eine einzige Zeile lesen wir in den Medien über die oben genannten 12 Ordensfrauen, die als Geiseln genommen wurden. Diese Frauen sind für sie wertlos. Aber wenn es sich um nur einen der Terroristen handelte, dann wäre das Theater groß. Selbstverständlich müßte man sofort eine Freilassung und einen möglichen Aufenthalt in der BRD fordern. Die Empörungskultur würde angeheizt, zumeist leider mit Erfolg.

  2. Eine direkte Folge der Politik des Friedensnobelpreisträgers Barack Hussein O.
    Eine Schande, wie Amerikaner und Europäer die orientalischen Christen verraten haben und mit den Jihadisten gemeinsame Sache machen.

    Alles das läßt natürlich 9/11 tatsächlich immer mehr ins Zwielicht geraten.

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