Limburg: Bischof Tebartz-van Elst – Verordnete Absetzung in Etappen?

Limburg: Rauswurf in Etappen für Bischof Tebartz-van Elst(Limburg) Papst Franziskus hat im Fall des Limburger Bischofs eine Entscheidung getroffen. Die Frage ist: Wie genau ist sie zu interpretieren? Nach einem Gesprächsreigen in Rom mit dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, dem Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner und schließlich Bischof Tebartz-van Elst selbst, dazu kamen noch weitere Kontaktnahmen und Gespräche, die hinter den Kulissen stattfanden, war der Papst „umfassend und objektiv informiert“, wie es in der offiziellen Presseerklärung des Heiligen Stuhls heißt.

Von einer „Auszeit“ für den Bischof ist die Rede und daß der Papst dem Limburger Oberhirten den „Rücken gestärkt“ habe. Der Tenor wirkt fast so, als sei die päpstliche Entscheidung „positiv“ für Bischof Tebartz-van Elst ausgefallen.

Die Fakten: Bischof Tebartz-van Elst kann „zum gegenwärtigen Zeitpunkt seinen bischöflichen Dienst nicht ausüben“; der Papst „hält es für angeraten“, den Bischof „eine Zeit außerhalb der Diözese zu gewähren“ und ernennt „während der Abwesenheit des Diözesanbischofs“ den Wiesbadener Stadtdekan Wolfgang Rösch „mit dem heutigen Tag“ zum Generalvikar der Diözese „mit allen damit verbundenen Befugnissen“. In dieser Situation sollen die „Ergebnisse“ der „Prüfung im Hinblick auf den Bau des Bischofssitzes“ abgewartet werden. Die Prüfung soll „Vergewisserung über diesbezügliche Verantwortlichkeiten“ bringen.

Der Bischof selbst fühlte sich nach einer 20-Minuten-Audienz beim Papst, „ermutigt“. Ihm nahestehende Kirchenvertreter in Rom sprachen davon, die Begegnung sei „gut“ verlaufen.

Was bedeutet die Entscheidung des Papstes aber im Klartext? Daß Papst Franziskus Bischof Tebartz-van Elst de facto suspendiert hat. Und es scheint unwahrscheinlich, interpretiert man die Feinheiten kirchlicher Sprache richtig, daß es für ihn eine Rückkehr in das Bischofsamt geben wird. Vielmehr scheint es ein Rauswurf in Etappen zu werden, mit einer offenen Seitentür, für den man sich in Rom entschieden hat. Der Unterfertigte wäre erfreut, wenn man ihn eines Besseren belehren würde.

Die Wölfe haben geheult und bekamen ihr nächstes Opfer? Dem scheint so. Nichts Neues also unter deutscher Sonne. Ab einem bestimmten Punkt der Eskalation geht es dann nur mehr um das „Image“ und die „Rückgewinnung von Vertrauen“. Mit Bischof Tebartz-van Elst wird die Liste der in den vergangenen 20 Jahren im deutschen Sprachraum abgesetzten Bischöfe wohl um einen weiteren Namen länger. Und sie betreffen ausnahmslos Bischöfe, die im weiteren Sinn des Wortes dem „konservativen“ Teil der Kirche zugerechnet wurden. Eine Schlagseite mit unangenehmem „Gschmäckle“.

Die Geldfrage, die mit Betitelungen wie „Protzbischof“ süffisant in den Vordergrund gespielt wurde, scheint in der ganzen Frage lediglich vorgeschoben. Denn die Geldfrage ist nicht das isolierte Problem einer Person, angeblich des Bischofs von Limburg, sondern wenn schon der deutschen Kirche insgesamt. Das Grab, das die deutsche Kirche sich und dem Glauben in Deutschland schaufelt, ist 6 Milliarden Euro1 schwer und das jährlich. Doch auf diesem Ohr sind die so hellhörigen innerkirchlichen Kritiker von Bischof Tebartz-van Elst plötzlich stocktaub. So taub, wie sie es waren, als Papst Benedikt XVI. die Entweltlichung der deutschen Kirche forderte, um den Weg zu einer Neuevangelisierung Deutschlands freizumachen.

Und hier der vollständige Wortlaut der Presserklärung des Vatikans:

PRESSEMITTEILUNG DES HEILIGEN STUHLS HINSICHTLICH DER DIÖZESE LIMBURG

Der Heilige Vater ist über die Lage in der Diözese Limburg zu jedem Zeitpunkt umfassend und objektiv informiert worden.

In der Diözese ist es zu einer Situation gekommen, in welcher der Bischof, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, seinen bischöflichen Dienst zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben kann.

Nach dem „brüderlichen Besuch“ von S.Em. Giovanni Kardinal Lajolo im vergangenen September hat die Deutsche Bischofskonferenz, gemäβ einer Vereinbarung zwischen dem Bischof und dem Limburger Domkapitel, eine Kommission eingesetzt, um eine eingehende Prüfung im Hinblick auf den Bau des Bischofssitzes vorzunehmen. In Erwartung der Ergebnisse besagter Prüfung und der damit verbundenen Vergewisserung über diesbezügliche Verantwortlichkeiten hält der Heilige Stuhl es für angeraten, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Zeit auβerhalb der Diözese zu gewähren.

Auf Entscheidung des Heiligen Stuhls tritt die durch den Bischof von Limburg zum 1. Januar 2014 ausgesprochene Ernennung des Hw. Herrn Stadtdekan Wolfgang Rösch zum Generalvikar bereits mit dem heutigen Tag in Kraft. Der Hw. Herrn Generalvikar Rösch wird die Diözese Limburg während der Abwesenheit des Diözesanbischofs im Rahmen der mit diesem Amt verbundenen Befugnisse verwalten.

Aus dem Vatikan, 23. Oktober 2013

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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  1. leicht aufgerundete Kirchensteuereinnahmen 2012 []
Martina

Dass immer nur die „konservativen“ Bischöfe gejagt werden, ist wohl wahr.
Diese Bischöfe stören in Wirklichkeit die reibungslose Abwicklung verschiedener UNO-Programme:
http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/10/warum-wird-bischof-tebartz-van-elst.html

Victor

Ist ja gar nicht wahr: Hansjörg Vogel war Bischof von Basel und mußte zurücktreten, als er Vater wurde… nicht gerade konservativ, oder?
Im übrigen sehe ich es keineswegs so negativ wie der Autor obiger Zeilen. In der momentanen, völlig aufgeheizten Situation ist eine Rückkehr des Bischofs nach Limburg tatsächlich schwer vorstellbar. Wenn der Bericht vorliegt, der (so vermute ich) die weitgehende Unschuld des Bischofs nachweist, dann sehen wir weiter…

Frank Bell

Die Presse hat die Stimmung aufgeheizt. Das Verhalten der Presse erinnert ein wenig an die Schauprozesse in den 30er Jahren.

Markus Bertelsmann

“ Das Verhalten der Presse erinnert ein wenig an die Schauprozesse in den 30er Jahren.“

Ein wenig? Es werde grotesk falsche Anschuldigungen erhoben; im Staccato immer wieder etwas Neues, so dass der Angeschuldigte sich nicht mehr verteidigen kann; jeden Tag lautere und grelle Anschuldigunen; Lügen über Lügen werden verbreitet, am Ende der Beschuldigte gar für geisteskrank erklärt.

Da sind nicht nur einige wenige Parallelen zu finden. Die Vorgänge gleichen sich aufs Haar. Die Frage ist nur: wer ist letztendlich bereit, den Roland Freisler in dieser Affaire zu geben?

Die Entwicklung ist erschreckend.

Chlodwig

Es wäre schade, wenn die im Artikel geäußerte Vermutung zutreffen sollte.

petros

Die Axt liegt schon am Baum. Auf die deutsche kath. Kirche wartet ein schreckliches Strafgericht. Das Register der Sünden ist lang. Es reicht vom Konzil bis zu der letzten Freveltat an dem Limburger Bischof.

Jean-Louis

Ich finde, der Papst hat eine weise Entscheidung getroffen. TvE wird uns als Bischof erhalten bleiben, sei es in Limburg, sei es anderswo. Viele der erbitterten Gegner des Bischofs zeigen sich schon von Franziskus „enttäuscht“.

wickerl

Ja zu dieser Naivität gratuliere ich,

bavaria

der fall Limburg ist ein präzedensfall.die frage ist aber was man mit dem Bischof machen will?das einzige was möglich wäre-er ist ja noch sehr jung!-ihn als Bischof für Firmungen einzusetzen.für Rom fehlen im wohl zu viele dinge.

Frank Langer
Diese Mitteilung habe ich gerade im Netz gefunden. Da kommt was auf uns zu! Syrien-Berichterstattung auf Bloggs, jetzt schlägt das System zurück Nachdem nicht zuletzt durch Bloggs der fest eingeplante Krieg gegen Syrien versaut wurde, schlägt das System gegen eben diese zurück. Wie immer wird dort begonnen wo eine „Schwachstelle“ ist. Genauer, wo etwas gefunden wird um „Teile und Herrsche“ am einfachsten spielen zu können. Aber jeder der sich etwas auskennt weiß, es wird wie immer nur der Auftakt zu einem neuen Halali sein. Waren es Gesten ein Bundespräsident (gegen ESM), die „rechte“ Afd, oder ein Bischhof (gegen Schwulenehe), so… weiter lesen »
Antifebronius

Im Artikel wird behauptet, Se. Exzellenz Bischof Tebartz-van- Elst sei nunmehr suspendiert. Dies trifft nicht zu. Eine Suspension ist eine Beugestrafe (censura), die das Vorliegen eines Straftatbestandes voraussetzt (cfr. Liber VI CIC). Wer die Entscheidung des Hl. Vaters als Suspension versteht, behauptet mehr, als in den Text des Communiqués hineininterpretieren läßt. Der Verfasser des Artikels tut, auch wenn er mit Kennermiene „die Feinheiten kirchlicher Sprache“ zu interpretieren behauptet, seine profunde Unkenntnis kirchlicher und speziell kanonistischer Zusammenhänge kund. Von entsprechendem Wert sind dann auch seine Mutmaßungen über den Fortgang der Angelegenheit.

Leo Laemmlein

Der Autor des Artikels mag in kanonischen Feinheiten weniger bewandert sein. Woher der Wind weht und wohin er geht hingegen, spürt er mE nur zu gut.

wickerl

So wie ich diesen Papst kenne ist das eine Absetzung in Etappen, aber das kennen wir ja schon, der nunmehr wieder Dr. Ratzinger heißende seinerzeitige Papst ließ auch die Bischöfe Krenn, Wagner und Mixa fallen, wahrscheinlich nicht nur fallen, ich vermute er stieß auch noch nach, ich halte von diesem Rechtsblinker und Linksabbieger der da einst auf dem Stuhl Petri saß nicht viel, ich weine ihm nicht nach wie viele in diesem Forum hier.

wickerl

Den Dom hat er sehr schön hergerichtet, eine furchtbare Medienhetze!

arrow

Soweit man hört hat Franz die Maßregelung gegen Seine Hochwürdigste Exzellenz, den hochlöblichen Bischof FPTvE nicht begründet. Eine unbegründete Maßregelung ist typisch für Tyrannen (Traditionsbrecher). Was soll ich jetzt von Franz denken?

hicesthodie
Auch ich sehe in der Entscheidung des Papstes eher ein positives Zeichen. Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, er serviert ihn sofort ab. Aber offensichtlich sind die Fakten derart konträr zu dem, was die Limburger Königsmörder über die Presse in die Welt hinausposaunen, dass der Papst zu dieser diplomatischen Lösung gekommen ist. Ich denke, selbst Exzellenz Tebartz wird sich keine Rückkehr ins Bistum wünschen, wo er förmlich unter die Räuber gefallen ist. Es ist wirklich eine Schande und ekelt einen einfach nur noch an, wie unmenschlich diese Jakobinerkatholiken mit Bischöfen umgehen. Wenn die Untersuchungsergebnisse Exzellenz Tebartz rehabilitieren (von was eigentlich?), dann… weiter lesen »
GW
Hätte schon ein paar Reform-Ideen für dieses neue K8-Gremium oder wie das heißt …: massive Einschränkung der „Kompetenzen“ der nationalen Bischofskonferenzen; Begrenzung der Amtsdauer der Vorsitzenden auf höchstens drei Jahre (Zollitsch sprach ja sogar schon von „Vorkonklave“ vor der Neubesetzung seines so überaus WICHTIGEN Amtes); massive Kürzungen bei den ‚Pastoralämtern‘, ‚Beauftragten‘ aller Art, ‚Diözesanpastoralräten‘ und was sich da seit VII sonst noch so an Parallelhierarchie von Gremien und Strukturen etabliert hat (samt Apparatschiks [oK, das Wort nehm ich zurück^^ - also Posten] und exorbitanten Personalkosten – über die man lieber schweigt …); dann deutliche Reduktion des ‚Kollegialitätsprinzips‘, Restauration des Hl.… weiter lesen »
GW

oh, ich vergaß, ganz wichtig: Wiedereinführung des Antimodernisteneids 😉 !

ecclesia

@GW, ganz richtig, alle Kleriker sollten wieder den Antimodernisteneid ablegen. Leider sind wir davon meilenweit entfernt. Wie sehr bräuchten wir wieder das Heilige Offizium !!!

michael
Ganz ehrlich liebe Freunde, diese Sache verfolge ich schon seit längerem, alldieweil ich in Frankfurt lebe und arbeite. Für mich ist das gößte Problem von allen der Stadtdekan Johannes zu Eltz. Herr Hochwohlgeboren betreibt Bischofshetze von Anfang an, ist Modernist durch und durch und gefällt sich als Schattenbischof, das ist er sich schuldig. Wahrscheinlich mit Minderwertigkeitskomplexen gesegnet, weil alle in seiner Familie etwas geworden sind und er nur „Pfäfflein“, giert er nach Anerkennung und quatscht in jedes Mikrofon vom Parkautomaten bis zum „Hetzischen Rotfunk“. Das er seinen Bischof und Amtsherren mit Unterschriftenaktionen ans Messer liefert, stört ihn wenig, Hauptsache Herr… weiter lesen »
Mim

Ein Gutes hat die ganze Sache: die Kirche muss jetzt langsam ihre Vermögensverhältnisse offenlegen.
Intransparenz ist ein Verbrechen gegenüber denen, die das Geld abliefern. Die Kirchenbeitragszahler und Steuerzahler (denn auch aus diesen Töpfen kommt Geld für die Kirche) haben ein Recht darauf zu erfahren, was mit ihrem Geld geschieht.
Und nicht die jetzt kolportierten 31 Mio Euro sind das Problem, sondern der enorme Kostenanstieg von ursprünglich veranlagten 5 Mio Euro (wenn ich mich recht erinnere, wurde diese Zahl genannt). Und dann diese dumme Lüge wegen der 1. Klasse, die ihm möglicherweise ein Verfahren wegen Meineids bringt.

Warten wir ab, was die Untersuchungskommission ermittelt.

hicesthodie

Ist es nicht jedem seine Privatsache wie er wo wohin fliegt? Daraus einen Meineid zu konstruieren, ist ja reichlich absurd. Und auch der Kostenanstieg wäre maximal ein Grund zur Rüge, aber kein Grund für die Resignation eines Bischofs, zumal dabei keine Schulden entstanden. Diese ganze Geschichte ist ein Lehrstück dafür, dass die Menschen auch in unseren aufgeklärten Zeiten nach wie vor manipulier- und verhetzbar sind und keiner sollte mehr mit Blick auf frühere Generationen naserümpfend fragen, weshalb so mancher Wahnsinn der Geschichte nur geschehen konnte. Wir sind gerade einmal wieder Zeuge geworden, wie so etwas funktioniert.

Mim
Es ist mir völlig gleichgültig, ob er 1. Klasse oder Touristenklasse geflogen ist. Aber er hat es GELEUGNET – einen Meineid geleistet. Darum geht es. Wobei ich durchaus verstehen kann, dass man weite Strecken Business Class fliegt, um halbwegs ausgeruht anzukommen. Aber ich bezweifle stark, dass normale Diözesanangestellte, die dienstlich so weit fliegen, ebenfalls diesen Luxus genießen können. Wir alle wissen, dass ein Kostenanstieg manchmal unvermeidlich ist – aber dass die Kosten jetzt mindestens das 6-fache betragen werden wenn nicht mehr? Und das lange Zeit verschleiert wurde? Es ist nicht nur der Umgang mit Geld, der hier gerügt wird, es… weiter lesen »
hicesthodie
Wenn es, wie Sie ganz zu recht sagen, vollkommen gleichgültig ist, auf welche Art und Weise jemand nach Indien fliegt, noch dazu, wenn er das Upgrade in die nächst höhere Klasse mit gesammelten(!) Bonus-meilen bezahlt, dann ist seine Aussage, ob er so oder so geflogen ist, ebenso VOLLKOMMEN BELANGLOS. Hier von Lüge zu sprechen, ist eine Unverschämtheit. Ist die Journaille der Hohe Rat oder das Letzte Gericht Gottes? Wenn jeder für das, was er bei einer Tür-und-Angel-Frage einem Journalisten ins Mikro quatscht, des Meineids bezichtigt würde, dann hätten die Staatsanwaltschaften ja einiges zu tun. So macht sie sich halt im… weiter lesen »
Carlo

Volle Zustimmung. Insbesondere zu

„…wenn er das Upgrade in die nächst höhere Klasse mit gesammelten(!) Bonus-meilen bezahlt, dann ist seine Aussage, ob er so oder so geflogen ist, ebenso VOLLKOMMEN BELANGLOS.“

Aber unter der Flagge „Transparenz“ lässt sich NEUGIER, NEID, KLATSCHSUCHT & der eigene GEIZ gar trefflich verbergen.

ein besorgter Christ

Damit haben sie leider recht!
Es ging um Geld, Geld das aus dem Etat des Bistums floß, Möglicherweise um Zuschüsse wegen Denkmalsschutz, Geld das der Bischof nicht im Ofen verbrannte, sondern ausgegeben hat.
Manchmal wünsche ich mit dieser Sparsamkeits- bzw. Armutsethos würde flächendeckend. Hand aufs Herz, Wer arbeitet schon wo was Vernünftiges, sprich echt Lebensnotwendiges hergestellt wird.
Das ist es doch, es geht uns wirtschaftlich doch nur so gut, weil die meisten sich mit der Herstellung bzw. Verwaltung der Herstellung bzw. Vermarktung der Produkte von im Grunde lauter überflüssigem Zeug, ihre Brötchen (auch Luxus) verdienen.

zeitschnur
Sie haben leichtfertig reden… Erstens ist die Hetze, die diesen Bischof überzieht, einfach nur widerwärtig. Vielleicht schaut ihm noch jemand beim Einkaufen zu und moniert, wenn er ein T-Shirt für 20 statt für 5 € kauft. Zweitens – wer selbst noch nicht in Projekten gearbeitet hat, pumpt sich gerne moralisch auf über andere… Es hat sich so schnell, dass man einen Haushaltsplan macht, Kostenvoranschläge erhält und dann wird alles doch viel teurer. Stichwort Stuttgart 21, Elbphilharmonie. Möchte nicht wissen, wieviel Geld der Kardinal Marx schon versenkt hat… wer fragt danach? Oder kommen Sie mal in mein Erzbistum: was hier an… weiter lesen »
zeitschnur

also mein Posting ist an @Mim

Regino
Hicesthodie beschrieb zu recht das bischöfliche Umfeld in Limburg als Königsmörder. Ich durfte sie gestern auf der Pressekonferenz vereint bewundern und fragte mich, wo ist denn eigentlich der Generalvikar, der das Sagen hat? Denn mit der sofortigen Ernennung das neuen Generalvikars, ist der alte Generalvikar doch sofort und fristlos entlassen. Diese Erkenntnis war in Limburg genau so wenig ankommen, wie die Erkenntnis, dass alle, die gestern am Pressetisch saßen, ein gerüttelt Maß an Mitschuld der jetzigen Misere tragen. Ein Ausweg bietet sich an. Limburg eine der kleinsten Diözesen wird aufgelöst und die Verwaltung den Nachbardiözesen übertragen. Dieses hätte den Vorteil,… weiter lesen »
Rapunzel

In dem Punkt muss ich Ihnen Recht geben:

Die Situation ist so verfahren, dass es die beste Lösung wäre, das Bistum Limburg aufzulösen und – entweder komplett oder aufgeteilt – einem oder mehreren Nachbarbistümern zuzuweisen.

Vorher wird keine Ruhe einkehren.

Chlodwig

Eine mögliche Lösung wäre die Fusion der Bistümer Trier und Limburg. Das nördliche Rheinland-Pfalz ist ohnehin schwach bewohnt für westdeutsche Verhältnisse, und die Exklave Kirchen an der Sieg des Trierer Bischofs wäre damit beseitigt.

Joseph-P

Es ist geradezu unglaublich, was in Limburg geschieht. Das Domkapitel selbst hat keinerlei Nachricht erhalten, weder aus dem Vatican direkt noch über den Apostolischen Nuntius für Deutschland, so Domkapitular Geis.
Mit welchem Recht gibt das Domkapitel dann eine Pressekonferenz?
Das Domkapitel ist noch nicht einmal vollständig anwesend!
Ich empfehle, diese Pressekonfernz anzusehen. Die ist ohne Probleme im Internet abrufbar z.B. über Google.
Wer diese Pressekonferenz gesehen hat, der sieht klar, woher die Kampagne gegen den Limburger Bischof geschürt und gesteuert wird.
Dem Bischof eine „Auszeit“ geben, die er bestimmt auch aus gesundheitlicher Sicht braucht, ist nett.
Besser wäre es gewesen, das Limburger Domkapitel SOFORT abzuberufen.

eva

Man muss die Sache auch von der Perspektive des Bischofs sehen: auf den Photos sieht er richtig mitgenommen aus. Die Domkapitulare bei der Pressekonferenz strahlen eisige Kälte aus, einer ist sogar in Zivil. Die Auszeit ist ein Barmherzigkeitsakt von Papst Franziskus. In Österreich hat man einigen Bischöfen das Hirtenamt unmöglich gemacht. „Man soll die Perlen nicht den Schweinen hinwerfen“ denke ich mir. Bischof TvE wird sicherlich seinen Platz finden, wo auch immer

Chlodwig

Die innere wie äußere Zersetzung zeigt wieder einmal ihre giftigen Früchte:

http://www.focus.de/politik/deutschland/rekordzahl-an-kirchenaustritten-limburger-katholikin-es-wurmt-mich-einfach-sehr_aid_1139003.html

Anthropozentrisch vernebelte Noch-Mitglieder der Kirche lassen sich vom Revolverjournalismus rund um Bischof Terbartz-van Elst tief beeindrucken. Gemäß gutmenschlicher Logik darf kein Jahr vergehen, ohne in den Medien mindestens eine dreckige Kampagne gegen die katholische Kirche gefahren zu haben.

wickerl

Jedenfalls hat er den Dom sehr schön restauriert, glaube ich schon dass das etwas gekostet hat, wie ich Tebartz kenne hat er einen riesigen Volksaltar eingebaut und vor den Hochalter so wie heutzutage modern einen riesigen Dreiersitz, so als ob dereinst die Heiligste Dreifaltigkeit darauf Platz nehmen sollte

michael

Auflösung der Bistümer !
Keine schlechte Idee, denn es geht in Limburg um 650.000 „Kirchensteuer“ Mitglieder dei auf der Karte das „RK“ angekreuzt haben.
Die wirkliche Zahl der Kirchgänger und Gläubigen beläuft sich auf ca.30.000, beachtlich !!!!!!!!
Das sind die Früchte des Konzils und die Einebnung aller Hierarchien, nebst einer Liturgie(NOM) die keine mehr ist, sondern eine modernisierte Abendmahlsfeier der Lutheraner.
Schafft den Kirchensteuer Wahnsinn ab, gebt alles dem Staat zuzrück und predigt das wahre Evangelium ohne die Vat.II Lügen.
Kehrt zum überlieferten Ritus zurück und kümmert euch ENDLICH um das ewige Leben, statt auf das ewige Leben auf Erden.
Das gibt es nämlich nachweislich nicht.

gerhard küssner

mag sein, dass die Baukosten nur vorgeschoben sind, einen konservativen Bischof zu verjagen. Aber wie soll der 1. Klasse Flug nach Indien und dessen eidesstattlicher Leugnung gewertet werden?

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