Freimaurerischer Vatikan? Wahrheit und Legende

Das freimaurerische LichtDer Jurist und Soziologe Massimo Introvigne, 2011 OSZE-Repräsentant gegen die Diskriminierung und Verfolgung von Christen, befaßt sich in einem Aufsatz für La Nuova Bussola Quotidiana, deren Mitherausgeber er ist, mit den Gerüchten einer wie auch immer gearteten Durchdringung der Kirche durch Logenmitgliedschaften von Kirchenvertretern.

von Massimo Introvigne

Vor einigen Jahren sagte ein wichtiger italienischer Kardinal, den ich auf einer Tagung traf, zu mir: „Wissen Sie es Professor? Ich habe soeben einen anonymen Umschlag mit einer Liste von freimaurerischen Katholiken erhalten, auch Ihr Name war dabei.“ Ich antwortete ihm völlig wahrheitsgetreu: „Was für ein seltsamer Zufall. Auch ich habe einen anonymen Umschlag erhalten, mit einer Liste von freimaurerischen Kardinälen. Sie waren auch dabei.“

Die Anekdote fiel mir wieder ein bei der Lektüre des soeben veröffentlichten Buchs „Freimaurerischer Vatikan. Logen, Geld und okkulte Mächte: Die geheime Seite der Kirche von Papst Franziskus“. Autoren sind Giacomo Galeazzi, Vatikanist der Tageszeitung La Stampa und guter Kenner vieler, vielleicht sogar zu vieler römischer Kreise, und Ferruccio Pinotti, ein Journalist, der vor allem wegen seiner militanten Feindschaft gegen das Opus Dei und Communione e Liberazione bekannt ist. Eine Feindschaft, die pünktlich auch im Buch wieder zum Vorschein kommt.

Ganz abgesehen von den Absichten der Autoren, ist das Buch in der Lage, wegen seiner Überdosis an Informationen, Schaden anzurichten und vor allem Verwirrung zu stiften. Die Auszüge aus Zeitungen, Dokumenten, Interviews sind so ineinandergefügt, daß der Leser nicht imstande ist, die Quellen auseinanderzuhalten und damit zu erkennen, welche seriös und gewichtig sind, welche weniger und welche einfach nur haltloses Geschwätz sind.

Großen Raum geben die Autoren führenden Vertretern der Freimauerei, aber auch übertriebenen Raum für den gesprächigen Chef des Demokratischen Großorients, einer relativ kleinen, „linken“ Oppositionsgruppe innerhalb der größten Freimaurerorganisation Italiens, der zu noch so heiklen Themen den Autoren mit einem Zitatenflickwerk aus notorisch kirchenunfreundlichen Zeitungen antwortet.

Sie nehmen sogar Leo Zagami, einen ob seiner unerschöpflichen Fähigkeit sich die phantastischsten Komplotte auszudenken, auch international bekannten Freimaurer ernst. Nicht nur das, sie nehmen sogar die alten, längst widerlegten Verleumdungen für bare Münze, daß Papst Franziskus angeblich in Verbrechen der argentinischen Militärdiktatur verwickelt sei.

Auch unter den Katholiken kommen sicher qualifizierte Stimmen zu Wort, wenn auch einige etwas unvorsichtig mit den Journalisten umgehen, wie der Bischof von Mazara del Vallo, Msgr. Domenico Mogavero, der die Gelegenheit nützt, um Benedikt XVI. für die Freigabe der überlieferten Messe zu kritisieren. Allerdings auch problematische Gestalten, wie der ehemalige Franziskaner Scozzaro. Und was soll man erst zu den anonymen Quellen sagen?

Da gibt es zum Beispiel ein langes Interview mit „einem hohen Vertreter des Jesuitenordens“, einen gewissen Pater R.T., der zum Thema Freimaurerei „die Klassifizierung von Professor Introvigne, der als einer der führenden Experten zur Freimaurerei gilt“, vorträgt. Meine Thesen müssen ihm jedenfalls gefallen, weil er aus meinen Schriften wörtliche ganze Seiten kopiert hat. Dann aber zitiert er, wie viele andere, einen „luziferischen“ Satz, der dem führenden amerikanischen Freimaurer Albert Pike (1809-1891) zugeschrieben wird. Der Satz lautet: „Ja, Luzifer ist Gott und unglücklicherweise ist auch YHWH [der Gott der Christen) Gott“. Obwohl sich dieser anonyme Jesuit als ein Leser meiner Schriften ausweist, weiß er nicht, daß dieser Pikes eine Fälschung ist, die der katholische französische Journalist Abel Clarin de la Rive (1855-1914) lieferte und die erstmals vom großen Provokateur und Dokumentenfälscher Leo Taxil (1854-1907) veröffentlicht wurde.

Der mit dem Thema nicht genau vertraute Leser läuft Gefahr, alle Angaben ernst zu nehmen, ohne zwischen seriösen Zeugen und jenen, die einen Hang zu überzogenen, ungeprüften oder erfindungsreichen Geschichten haben, zu unterscheiden. Schafft man etwas Ordnung, könnte man sagen, das Buch erzählt zwei Geschichten, die allerdings ineinander vermengt werden.

Die erste betrifft die Rolle der Freimaurerei in Italien, über die es seit Jahren zwei widersprüchliche Darstellungen gibt. Die Autoren versuchen sie, was nicht leicht ist, zusammenzuhalten. Die erste Darstellung entstand in der alten Kommunistischen Partei Italiens (1921-1991), die im Umfeld von deren Nachfolgeparteien und von linken Journalisten, Staatsanwälten und Richtern bis heute vertreten wird. Sie erzählt, daß die USA nach 1945 drei Kräfte ausfindig machten und finanzierten, um eine kommunistische Machtübernahme in Italien zu verhindern: die katholische Kirche mit der christdemokratischen Partei Democrazia Cristiana, die Freimaurerei und die organisierte Kriminalität, sprich die Mafia, und damit die Zusammenarbeit auch zwischen diesen förderten.

Die zweite Darstellung, die vor allem unter Katholiken verbreitet ist, sieht in der Freimaurerei vor allem eine Institution, die den Relativismus und dessen Früchte, wie Scheidung und Abtreibung durchsetzen will und dafür vor allem mit den “fortschrittlichen” Kräften, einschließlich den Kommunisten zusammenarbeitet.

Diese zweite Darstellung ist ohne Zweifel zutreffend. Die erste, die meist mit Übertreibungen präsentiert wird, enthält einige Teilwahrheiten und das Buch rekonstruiert manchmal, aber nicht immer glaubwürdig Formen der Zusammenarbeit zwischen freimaurerischen Obedienzen, deren Verbindung zu den „großen“ Freimaurerbünden allerdings unklar ist, mit der Mafia und der ‚Ndrangheta, in die zum Teil mit Blick auf „gute Geschäfte“ auch vereinzelt katholische Politiker und sogar Priester verwickelt waren, die mit Sicherheit allerdings nicht „die Kirche“ vertreten. Das Buch reitet auf, zudem allgemein bekannten Angelegenheiten der IOR, der sogenannten „Vatikan-Bank“ herum, die in der Vergangenheit sicher mit waghalsigen und zum Teil undurchsichtigen Finanzvertretern zusammengearbeitet hat, von denen einige auch Freimaurer waren.

Der Heilige Stuhl ist sich der Notwendigkeit bewußt, Ordnung zu schaffen. In dem Schlußinterview, das sich durch seinen gesunden Menschenverstand auszeichnet, fordert Ettore Gotti Tedeschi, von 2009-2012  IOR-Präsident und damit direkt Betroffener, berechtigerweise dazu auf, zwischen Mißbrauch und der selbstverständlichen Notwendigkeit zu unterscheiden, daß die katholische Kirche mit ihren 1,2 Milliarden Gläubigen auf der ganzen Welt die Gelder, die für das Funktionieren der Diözesen, Missionen und Kirchen bestimmt sind, durch eine eigene Organisation verwaltet, die wiederum, wie es weltweit üblich ist, mit internationalen Finanzinstitutionen zusammenarbeitet, wo sie mit Sicherheit auch auf Freimaurer stößt.

Die zweite Geschichte, die das Buch erzählt, betrifft das Verhältnis zwischen der Freimaurerei und der katholischen Kirche. Es ist ein Verdienst des Buches, daß es im Gegensatz zu zweideutigen Aussagen vieler Freimaurer, aber auch einiger Kirchenvertreter, daran erinnert, daß laut geltendem Gesetz der Kirche, die in der Declaratio de associationibus massonicis (Erklärung zu den freimaurerischen Vereinigungen) der Glaubenskongregation von 1983, einen Tag vor Inkrafttreten des neuen Kirchenrechts, Katholiken die Mitgliedschaft in jedweder freimaurerischen Vereinigung verboten ist und weiter: „Die Gläubigen, die freimaurerischen Vereinigungen angehören, befinden sich also im Stand der schweren Sünde und können nicht die heilige Kommunion empfangen.“

Angesichts dieser eindeutigen Bestimmungen beschreibt das Buch zwei „alternative“ Wege. Der erste ist der von Priestern, die auf eine Aufhebung dieser Bestimmungen hinarbeiteten, ohne sie zu erreichen: teil aus Naivität wie Kardinal Silvio Oddi (1910-2001), der bereits hochbetagt und im Ruhestand veranlaßt wurde, mit dem Großmeister des Großorients von Italien eine entsprechende Bitte an den Papst zu unterschreiben, die im Buch abgedruckt ist; teils aber auch aus ideologischer Übereinstimmung zumindest mit einigen freimaurerischen Ideen, wie im Fall des Priesters der Gesellschaft vom hl. Apostel Paulus, Pater Rosario Esposito (1921-2009).
Der zweite Weg ist der von Kirchenvertretern, die ohne öffentlich eine Änderung der kirchlichen Position zur Freimaurerei zu verlangen, unter Verletzung des Kirchenrechts, einfach geheim Logenmitglieder werden.

Darüber spricht man nicht erst seit Jahren, sondern seit Jahrhunderten und bringt diesen oder jenen Bischof und Kardinal ins Spiel.

Das Buch sammelt alle erreichbaren Hinweise auf Priester, die Freimaurer waren oder sein könnten. Das Spektrum reicht von den einigermaßen lächerlichen Hinweisen des ehemaligen Ordensbruders Scozzaro, laut dem vom aktuellen Kardinalskollegium „mehr als 80″ der 120 Kardinäle Freimaurer seien, bis zum Großmeister der Regulären Großloge Italiens, einer kleineren Obedienz, die allerdings als einzige in Italien von der englischen Großloge, der Mutterloge aller Logen anerkannt ist, laut dem die Behauptung, daß es unter den Freimaurern Kardinäle gebe, eine „Großstadtlegende“ sei.

Das alte Problem der Listen von Bischöfen und Kardinälen, die angeblich Freimaurer seien, und die immer wieder da und dort auftauchen, drohen, und das ist auch der zentrale Schwachpunkt des Buches, in dem zu viele wahre, wahrscheinliche oder falsche Anekdoten dargeboten werden, das wirklich entscheidende Problem nicht sichtbar werden zu lassen.

Heute gibt es Computerprogramme, mit denen ein talentierter Techniker problemlos Mitgliedsausweise und Listen mit echt erscheinendem Briefkopf herstellen kann, mit denen es leicht ist, theoretisch jeden zu beschuldigen, ein Freimaurer zu sein, egal ob Bischöfe, Kardinäle oder sogar Päpste, wenn es sein muß. Das beraubt solche Listen grundsätzlich der Glaubwürdigkeit.

Die eigentliche Frage ist eine andere. Der entscheidende Kern der Freimaurerideologie ist der Relativismus, mit allen damit zusammenhängenden politischen Folgen, die häufig freimaurerische Obedienzen dazu führen, Gesetze zur Legalisierung der Abtreibung, der Euthanasie und der Homo-Verbindungen zu fördern. Wenn man also über einen katholischen Kirchenvertreter oder Politiker sagen hört, er ist Freimaurer, müßte die Frage lauten: Vertritt er relativistische Ideen? Ist er ein Abtreibungsbefürworter, spricht er sich für die Euthanasie oder die gesetzliche Anerkennung von Homo-Partnerschaften aus?

Lautet die Antwort „Ja“, dann ist er – laut der im Buch vom derzeitigen Großmeister des Großorients von Italien gebrauchten Definition – ein „Freimaurer ohne Schurz“, ein Weggefährte der Freimaurerei und die Frage, ob er über einen offiziellen Mitgliedsausweis verfügt oder nicht, ist dann nur mehr nebensächlich.

Wenn die Antwort „Nein“ ist, und der Kirchenvertreter oder der katholische Politiker sich offen dem Relativismus und dessen Folgen widersetzt, dann kann man mit gutem Grund schlußfolgern, daß die Vorwürfe verleumderisch sind.

Das wirkliche Problem sind nicht die Listen und die Mitgliedsausweise. Das Problem ist, um einen Ausdruck Benedikts XVI. zu gebrauchen, den Papst Franziskus in seiner Rede an das Diplomatische Corps am 22. März prompt wiederholte, die „Diktatur des Relativismus“. Und die meint, Listen hin, Listen her, die Diktatur des freimaurerischen Denkens in unserer Zeit.

Übersetzung: Giuseppe Nardi

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Sumsum
Nee, ist vollkommen klar, alles ganz, ganz, gaaaaaanz harmlos, die Freimaurerei ist nur ein schön gruseliges Märchen oder Legende. Nur wie sind bloß satanische Exzesse a la der Kirche für den Hl. Padre Pio zu erklären inkl. einem pechschwarzen, furchtenflößenden (Pseudo-)Tabernakel? Jeder der sich ein wenig gruseln mag, findet hier auf 70 Seiten die Lektüre seiner Träume, voller präziser Ausführungen und unwiderlegbaren Fakten: http://www.chiesaviva.com/satanischertempel%20padrepio.pdf Wer ist bloß in der katholischen Kirche für solche Ausfälle verantwortlich? Alles bloß Einbildung? Oder ist die katholische Kirche inzwischen durch glaubensferne Kräfte dermaßen unterwandert, daß einem schon schwindelig wird? Fragen über Fragen, die man sich… weiter lesen »
Anna

Wer gibt öffentlich zu, zur Freimaurerei zu gehören?
Liste hin oder Liste her, alleine schon durch die Zugehörigkeit toleriert man deren Weltanschauung!
Fakt ist, der Beitritt ist nach wie vor von der katholischen Kirche verboten und zieht die Exkommunikation nach sich.
Es reicht schon, wenn einige Bischöfe und Kardinäle, (sowie unser Papst Franziskus)
verbotenerweise dem Rotary Club angehören.
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Dekret_vom_11._Januar_1951_zum_Rotary-Club

michael
Freimaurerei hin oder her, es ist die Denke, die so besorgniserregend ist. Es ist doch völlig egal, aber die Ideen der Katholischen Kirche Deutschlands, sind denen der Freimaurer nicht unähnlich. Für ein objektives Urteil schaue man sich Aussagen unseres Klerus und die katholische Kirche, nach Vat.II und Liturgierevolution an und vergleiche sie, mit den heroisch verteidigten Werten, der Liturgie und den Grundüberzeugungen der FSSPX ! Die Schere, die sich bei Lebfevres Gegenkurs auf die Liturgie beschränkte ist extrem weit geöffnet und erinnert unseren Klerus schmerzlich an das ganze inzwischen preisgegebene Terrain des Glaubens. Das ist eine Tatsache! Die Kirche ist… weiter lesen »
zeitschnur

Was meinen Sie mit dem letzten Satz? Dass nur die FSSPX-Anhänger wahrhaft gläubig sind?

Armin

Tja lesen ist nicht jedermans Sache und schon gar nicht gelesenes zu verstehen. Aber im
Hineininterpretieren sind die Angehörigen der PKK sehr erfinderisch.

Und diesen Satz von Michael kann ich nur voll zustimmen:

Die wahre Kirche lebt in der FSSPX weiter, weltweit mit gut einer dreiviertelmillion Anhänger.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

Dunkelkatholik

„Aber im Hineininterpretieren sind die Angehörigen der PKK sehr erfinderisch.“

Wer ist denn die „PKK“?? Ich kenne nur die kurdische Terrororganisation gleichen Namens. Sind die auch schon freimaurerisch infiltriert??

Armin
Ach ja bevor ich es vergesse mit `PKK meine ich die P ROTESTANTISCHEN K ONZILS K IRCHLER also diejenigen die den Unheiligen Konzilsgeist dazu benützen um Protestantisches Gedankengut in der Kirche Gottes unseres Herrn zu verbreiten, siehe diejenigen die die aktive Homosexualität, Homoehe und Ehebruch nicht mehr als Sünde erkennen, die den Heiligen Zölibat abschaffen wollen und dafür das Frauenpriestertum einführen wollen, liturgischen Missbrauch nicht mehr erkennen oder gar umjubeln und Priester die solchen begehen die Stange halten usw. Oder eben auch nur einen der uns allen wohlbekannten antikatholischen Thesen Luthers (samt seiner verkündeten oder anderer Häresien). Und die kirchliche… weiter lesen »
zeitschnur
@Armin: Für Ihren frommen Segensspruch am Schluss sind Sie ja ausgesprochen unverschämt und bissig – und ein bisschen schwer von Begriff noch dazu: wenn Jesus nur noch bei der FSSPX Glauben vorfinden wird, dann darf man messerscharf daraus schließen, dass hier unterstellt wird, bei der „PKK“ gäbe es nirgends mehr Glauben, richtig? Offenbar verlässt Sie die Logik und Nüchternheit, wenn Sie irgendwo noch Gläubige in der Konzilskirche wittern – das darf es wohl nicht mehr geben, was? Ja, es gibt uns, und wir lieben die Kirche immer noch. Auch wenn wir vieles kaum ertragen. Die Vorgänge in der FSSPX sind… weiter lesen »
Anna

So sehr ich auch mit der FSSPX sympathisiere, sollte man nicht vergessen, dass es nur die eine röm.kath. Kirche und deren Oberhaupt den Papst gibt. Der Heilige Geist (Gott) weht wo Er will und lässt sich vom Menschen nicht dirigieren(!!), auch wenn der Alte Ritus gottgefälliger sein sollte.

zeitschnur

Sic est!

Dunkelkatholik
Dies gilt hierzulande auch für den bei vielen hier so beliebten ehem. Bischof Mixa, sowie für den damaligen Münchner Erzbischof Kardinal Ratzinger und auch für den traditionalistischen Schriftsteller Martin Mosebach. Letztere beiden waren bzw. sind sogar Ehrenpräsidenten der Rotary-Clubs in München bzw Frankfurt. Das Problem ist, daß es den meisten in Deutschland gar nicht bekannt ist, daß „Rotary“ (und auch „Lions“) Freimaurer-Brückenkopf-Organisationen sind. Und wer in diesen sich harmlos als „Service-Clubs“ tarnenden Organisationen Mitglied wird, wird auf strengstes Stillschweigen verpflichtet, den Freimaurern anzugehören. Nach außen zählt nur, daß diese „Clubs“ angeblich viel gesellschaftliches „Prestige“ bringen, weil sie nur Angehörende der… weiter lesen »
zeitschnur
Was soll man als einfacher Gläubiger dazu sagen? Manchmal funktionieren schlimme Entwicklungen, als ob jemand an einer Schnur ziehen würde, es gibt dafür Initiatoren, aber für anderes gibt es auch Initiatoren und es funktioniert nicht… Infiltration, Verschwörung, Dunkelmänner, Geheimbünde – wer will bestreiten, dass hier einiges passiert, was wir nicht wissen? Aber natürlich übersteigert die Phantasie dann manches und es kommen Fakes und Witzbolde dazu, die das Feuer schüren. Wenn ich in meine kleine Welt sehe, sind es höchst aktive, unklare Personen, die Intrigen spinnen und sich durchsetzen, weil sie die Gutgläubigkeit und Verschlafenheit der nichtsahnenden Mehrheit ausbeuten. Ich sehe… weiter lesen »
Dunkelkatholik
„Offenbar wollen viele „normale“ Katholiken es genau so wie es ist! Ohne Verschwörer dahinter! “ Da stimme ich Ihnen, mirabile dictu, für einmal völlig zu. Es sind weder die „Progressisten“, noch die „Liberalen“, noch die „häretischen Professoren von den Fakultäten“, noch „Genderwahnsinnige“ noch „Freimaurer“ und andere Minderheiten, die der „breiten Masse“ der Katholiken ihre häretische Agenda aufdrücken, sondern es sind die ganz normalen Katholiken, die „breite Masse“ eben, die es tatsächlich so wollen, wie es ist. Und die das ewige Krakeele aus den extremistischen Ecken, egal ob von „links“ oder „rechts“ nur noch nervt. Eins aber sehe ich anders als… weiter lesen »
zeitschnur

Moment mal – die Situationsbeschreibung lässt Ihre Schlüsse deswegen nicht zu, weil die Lehre der katholischen Kirche nicht Sache von Mehrheitsentscheiden ist.
Mir ging es darum zu sagen, dass die „Verschwörung“ leider nicht harmlose, sondern ebenfalls wölfische Schafe überfällt und sich darum selbst aufhebt:
es ist schlicht und einfach ein freiwilliger, gigantischer Glaubensabfall!

Leone

Dunkelkatholik@.“Oder warum wohl findet sich kaum ein normaler Diozesankleriker (nicht:Diösesamkleriker, wie Sie hier herumtapsen!),der bereit ist.für verschwindende Minderheiten die Messe aller Zeiten zu zelebrieren? So also reden Sie verächtlich über die Messe aller Zeiten.Daraus folgt offensichtlich,dass Leute wie Sie und Ihr Pedell-der Vincentius-,andere die nicht in euer obsoletes Welbild passen,ständig beleidigen und mit Unrat bewerfen. Es ist unfassbar.

Anna

@ Dunkelkatholik
Es sind sehr wohl die Freimaurer, die Progressisten, die Relativisten und wie man sie alle nennen mag, die „der „breiten Masse“ der Katholiken ihre häretische Agenda aufdrücken.
Nichts anderes wird vorgelebt, gelehrt und der breiten Masse aufgedrückt.
Glaubensabfall oder lauer Glauben sind die Früchte dieses Weges, ob es gewollt ist oder nicht. Die „breite Masse“ wird nicht gefragt.

Barke

Auch ein Papst ist ein Mensch und hat seine Fehler. Denken wir an den seligen Johannes Paul II., der In Assisi mit Heiden gebetet-wobei eine Budda-Statue angeblich auf dem Altar stand.
In Damaskus hat er den Koran geküsst,sodass viele Moslems glaubten, dass er ein Moslem geworden ist.

zeitschnur
Das können Sie aber nicht unter „Jeder hat seine Macken“ abhandeln! Das sind offen häretische Aktionen gewesen! Ein Fehler sind Neigungen der Person, um die sie weiß, die sie aber nicht leicht in den Griff bekommt, wenn jemand beispielsweise leicht in Zorn gerät oder in irgendeiner Weise nicht ganz Herr seiner Triebe ist (Essen, Alkohol, Verschwendung, Erotik etc.). Buddha auf dem Altar, Koran küssen – verzeihung – das sind geplante Handlungen, da hat sich niemand zu etwas hinreißen lassen. Es sind Beleidigungen des Herrn der Kirche! Warum? Weil im Koran die Gottessohnschaft Jesu bestritten wird. Weil der Altar Jesus darstellt,… weiter lesen »
Barke

Ich meine ,dass auch der Papst Sünden hat,nicht nur Fehler(Macken).

zeitschnur

Okay – das ist der präzise Begriff: „Sünden“. Denn der „Fehler“ ist ein weicher Begriff.
Jedoch müssen Sünden stets auch als Sünde benannt werden. Die des Papstes – sofern sie entscheidend für die Kirche sind – nicht ausgenommen.

Jan Sobieski
Zunächst dachte ich, Introvigne wollte einfach nur abwiegeln und katholische Gemüter beruhigen. Freimaurerisches Gedankengut, einschließlich Logenmitgliedschaften von Kirchenvertretern hat es in der Geschichte immer gegeben und wird es wohl auch heute geben. Die Geheimhaltung macht die Sache sehr schwer. Sie ermöglich Verleumdung, aber sie schützt auch vor Enttarnung. Dann liefert Introvigne aber einen wirklich guten Maßstab. Den angelegt, kämen mir schon einige Ideen: ich denke z.B. an die jene Prälaten, die sich gleich nach dem Rücktritt Benedikts XVI. für die Homo-Lobby ins Zeug warfen. Weil es weiter oben heißt, 95 Prozent der Katholiken wollten es genau so, wie es ist.… weiter lesen »
zeitschnur
Ich bin mir da nicht sicher – gehe von dem aus, was ich konkret in der Pfarrgemeinde erlebe und von anderen höre: jeder Pfarrer, der dieser allgemeinen Meinung versucht entgegenzuwirken, hat größte Probleme – vor allem durch seine Pfarrgemeinde. Unterschriftensammlungen, Beschwerden wegen Lappalien, Mobbing etc. Reizthemen wie „Kommunionzulassung für wiederverheiratet Geschiedene“ etc. sind ja nicht theoretische Themen von ein paar Meinungsbildnern in den Medien, sondern betreffen die Lebenswirklichkeit sehr vieler Katholiken. Sie haben insofern recht, als niemand die Menschen noch in der wahren Lehre unterrichtet. Da aber immer wieder einzelne Gläubige sehr wohl versuchen, der Stimme Jesu zu folgen, müssen… weiter lesen »
Ottov.Freising
@zeitschnur „…und dennoch gab es in den letzten Jahrhunderten keinen vergleichbaren Abfall wie heute – nicht mal nach der französischen Revolution, nicht mal während der Nazizeit, und die Katholiken der DDR waren stolz auf ihre Identität.“ Sie beschreiben zwar korrekt graduelle Unterschiede. Aber dennoch handelt es sich tatsächlich um eine Entwicklung, die nicht erst 1789 sondern bereits 1517 mit der glaubensspaltenden Reformation beginnt und sich seitdem bescheunigt und verschärft ( natürlich waren Freimaurerei/ Aufklärungsphilosophie und Französische Revolution eine neue massive Welle und Katalysatoren) bis zum heutigen desaströsen Glaubensabfall im ehemals Christlichen Abendland. Ich sehe es zudem wie @Jan Sobieski, dass… weiter lesen »
zeitschnur
Sie haben völlig recht – ein derart massiver Glaubensabfall wie der heutige hat sich lange vorbereitet. Ich meinte, dass es mir scheint, als seien seit 50 Jahren wirklich alles Dämme, die vorher noch viele zurückhalten konnten, gebrochen. Und anders als in der Vergangenheit findet der Abfall heute tatsächlich aus freien Stücken statt. Anders als zur Reformationszeit und danach (cuius regio eius religio) oder in den Greueln und diktatorischen Zwängen in Frankreich während und nach der Revolution, und anders als in der kurzen, aber brutalen Nazizeit und anders als zur Zeit des Sozialismus, der systematisch Katholiken und auch Protestanten pathologisierte, sozial… weiter lesen »
hicesthodie
Und warum ist der Abfall so massentauglich? Weil dieser Weg einfach der bequemere und breitere ist. So war es schon bei Luther. Die Fürsten konnten sich an den Pfründen der Kirche bereichern und die einfachen Gläubigen kräftig sündigen und dabei doch noch in den Himmel kommen. Was will man mehr. So auch das Konzil, die Liturgiereform usw.: verheutigen, sprich vereinfachen, sprich, es den Leuten einfach machen, war und ist ein wunderbares Erfolgsrezept. Das dabei nur Mittelmaß und am Ende Zerfall herauskommt, weil die Wahrheit auf der Strecke bleibt, wen schert das schon. Deshalb ist Abbrucharbeit immer leicht und schnell getan,… weiter lesen »
Ottov.Freising
Ja, der Grad, die Qualität des Glaubensabfalls der letzten 50 Jahre ist eine andere als zuvor. Der Wendepunkt für diese neue Qualtität und der Katalysator ist defintiv das Zweite Vaticanum, weil dort und damit der Erosionsprozess von Innen begann und die katholische Kirche nicht mehr wie in der Vergangenheit den antichristlichen Kräften als geschlossener Block („Turm“) wie z.B. im Kulturkampf entgegentreten konnte. Der Durchschnittsdeutsche und einfache Katholik ist in seinem Glauben völlig desorientiert, weil die zuständigen Autoritäten versagen. Glaubenstreue Priester werden von ihren protestantisierten, liberalkatholischen und progressiven Gemeindemitgliedern an den Pranger gestellt und erhalten von Bischöfen ala Schönborn, Lehmann, Zollitsch… weiter lesen »
zeitschnur
Der Druck nimmt allmählich erst von staatlicher Seite aus zu (Homogesetzgebung, das Beispiel Lohmann etc.). Das war bis vor ca. 10 Jahren ja noch nicht dermaßen dramatisch. Ein spektakulärer, wenn auch nicht katholischer Fall, bei dem sich sogar die Bundeskanzlerin dafür einsetzte, hier jemanden, der eine missliebige Meinung vertrat, aus seinen Ämtern zu entfernen, war Sarrazin und sein Buch (über das man natürlich diskutieren können muss und darf!). Und so geht es weiter mit allen dezidierteren katholischen Positionen (Stichwort Mixa) und wir müssen seither mit allem rechnen, was dem ähnelt. Dass radikale und terroristische Gruppen auch körperlich gewalttätigen Druck ausüben,… weiter lesen »
cuppa
Man kann nicht von etwas abfallen, was man nicht kennt. Die „Masse der Katholiken“ hat seit über 40 Jahren kaum noch die Möglichkeit, den katholischen Glauben kennenzulernen. An Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, an allen Ausbildungsstätten für Priester, Religionslehrer, Pastoral- und Gemeindereferenten wird der katholische Glaube vollumfänglich nicht gelehrt. Ein ‚Glaubenspluralismus‘, ein Synkretismus, offene Häresien sind an die Stelle des katholischen Glaubens getreten. Mit vollem Wissen der Hierarchie bis hin zu den Päpsten. Schon Paul VI. hat unmittelbar den nach dem Konzil den „Selbstzerstörungsprozess“ innerhalb der katholischen Kirche beklagt. Irgendwelche Maßnahmen gegen diesen Selbstzerstörungsprozess hat er so gut wie nie ergriffen, er… weiter lesen »
michael
Da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu! Aber die Gläubigen von FSSPX sind die am besten „versorgten“ in der Kirche und daher viel offener für Zeichen der Gnade. Ich bin einer Meinung, das die Gläubigen in der Opferrolle sind, denn wem permanent Katholische Wahrheit verschwiegen bzw. umgedeutet wird, kann nicht die volle Lehre der Kirche kennen. Daher sind die „Verdunkler“ in der Verantwortung. Papst Paul 6 ist entweder Zynik oder Dummheit vorzuwerfen, denn wie kann man die Liturgie derart völlig verändern, Kritiker und Mahner ausgrenzen und exkommunizieren und dann vom Rauch Satans klagen der in die Kirche eingezogen ist. Ein Papst… weiter lesen »
zeitschnur
Im wesentlichen haben Sie sicher recht – aber die Masse ist heute nicht bloß ein „Opfer“. Jeder spottet über die Altrituellen und die „Piusbrüder“ (wie z.B. Heiner Geißler wo es nur geht) und der wahre katholische Glaube wird sehr wohl, wenn auch mit negativen Vorzeichen, benannt und zur Kenntnis gebracht. Wenn ich das hier mal bekennen darf: ich bin genauso „anti-katholisch“ erzogen worden, wie Sie es oben beschreiben, quasi als „Opfer“, habe aber doch schon früh zumindest geahnt, dass das so nicht stimmen kann und Fragen gestellt und gesucht und …. dann auch nach längeren Prozessen gefunden. Die Heimat meiner… weiter lesen »
michael
@zeitschnur „Aber man muss sich auch verführen lassen“ Daccord, das kann ich nicht widerlegen, ich denke jeder wirklich suchende Katholik kommt um gewisse Wahrheiten des Evangeliums nicht herum. Allein die Evangelien um die Weihnachtszeit sind voll von Christi Wort über Umkehr, Gericht, Hölle natürlich auch mit Verheißung. Alles „Drohende“ inklusive dem Heilmittel Beichte z.b wird größtenteils totgeschwiegen, Todsünden bagatellisiert und Allerlösungsformeln ausgegeben,nach dem Motto: „Wir kommen alle in den Himmel“ Früher war die Predigt Exegese, Mahnung und Warnung in Einem. Bei den Fürbitten hatt Gott als „Reparaturmeister“, von Natur, bis zu sozialen Fragen (Schleckerfrauen), sich um alles zu kümmern, was… weiter lesen »
cuppa
Zeitschnur, es geht jetzt nicht darum, jeden einzelnen Katholiken zum Opfer zu erklären. Auch ich habe mich von meiner nachkonziliaren Ausbildung, in der eine Bresche nach der anderen in meinen Glauben geschlagen wurde, befreit. Niemand behauptet, es seien keine Bekehrungen möglich. Doch die katholische Kirche ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass der Glaube unverfälscht und vollumfänglich verkündet wird. Eigentlich ist das eine Binsenwahrheit. Sie ist umso mehr dazu verpflichtet, als dass es kein tragendes Milieu mehr gibt. Im Gegenteil, der Glaube wird von allen Seiten verzerrt und bruchstückhaft dargestellt. Doch sie kommt dieser Verpflichtung nicht nach. Seit wann werden… weiter lesen »
zeitschnur
Ich sagte es doch schon: im wesentlichen gebe ich Ihnen doch recht! ja, die Hirten versagen! jajaja. Darüber brauchen wir doch gar nicht zu diskutieren. Ich würde (fast) jedes Ihrer Worte unterschreiben. Als ich neulich wegen der beleidigenden Kommunionspraxis in unserer Pfarrgemeinde (Gläubige tauchen die Hostien selbst in den Kelch!) den Pfarrer bat, hier die Geltung der Norm durchzusetzen, bekam ich eine abschlägigie Antwort, sehr gewunden … er wolle die Ehrenamtlichen durch Heranziehung auch zur Krankenkommunion etc. „dazu bringen“, respektvoller mit dem Leib Christi umzugehen etc. Ich sagte: „Dazu bringen? Gelehrt wedren müssen die Menschen!“ Da wich er zurück und… weiter lesen »
cuppa
Michael hat das weiter oben angesprochen, und ich greife es auf: Der NOM dürfte die Ursache sowohl für die mangelnde Ehrfurcht als auch für den Glaubensverlust sein. Natürlich beantwortet das nicht die Frage, wie es zum NOM kommen konnte. Auch dass Bugnini, der Architekt der Messe Paul VI., im Verdacht steht, Freimaurer gewesen zu sein, beantwortet die Frage nicht. Aber sie muss auch nicht beantwortet werden. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass die Kirchen- und Glaubenskrise nicht beendet werden kann, wenn die Kirche nicht zum klassischen römischen Ritus zurückkehrt. Als dem zentralen Ritus. Sich zu ihm bekehrt. Ohne Bekehrung ist diese… weiter lesen »
zeitschnur
Klar – wenn man die Kommunion kniend auf der Kommunionbank und in den Mund und vom Priester empfängt, erübrigt sich alles andere Problem. Zu dem Thema zerreißen sich die Konziliasten ja, nachzuweisen, dass die Austeilung der Kommunion ja schon gaaaanz früh auch Laien getätigt hätten (bei uns muss der Hl. Tarcisius als Beispiel herhalten – der in einer Extremsituation die Kommunion zu den Verborgenen brachte…) Genauso die Debatte, dass ganz früh auch schon die Handkommunion praktiziert worden sei… Wenn aber der heiligste Teil einer Messliturgie zum Kampfplatz für das Geltungsbedürfnis der Empfänger wird, kann dabei nichts anderes herauskommen als das,… weiter lesen »
Jean-Louis
Die Signale aus Rom bezüglich der Freimaurerei sind widersprüchlich. Einerseits scheint man der Sache keine große Bedeutung beizumessen, andererseits duldet die Glaubenskongregation unter Erzbischof Müller, wenn dann mal was herauskommt, die Zugehörigkeit eines katholischen Priesters zu einer Freimaurerloge nicht. So wurde der Pfarrer von Mégève (Diözese Annecy in Frankreich) von seinem Amt entbunden, also entlassen, weil er nachgewiesenes Mitglied des „Grand Orient“ ist und auf seiner Mitgliedschaft beharrte. Es versteht sich von selbst, dass dieser Pfarrer in allen einschlägigen Punkten, die Linie des Freimaurer vertrat, und nicht die Lehre des katholischen Kirche. Und selbstverständlich war er, wie die Zeitung „Le… weiter lesen »
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