Neue Schuhe für den Papst: "Schwarze, nicht rote"

Papstschuhe Schuhe Johannes Pauls II.(Vatikan/Buenos Aires) Papst Franziskus hat nie offiziell dazu Stellung genommen. Fest steht aber: Er mag keine roten Schuhe. Er mag schwarze. Der Papst rief seinen Schuster Carlos Samaria in Buenos Aires an, offenbar persönlich. Samaria liefert Jorge Mario Bergoglios seit fast 40 Jahren die Schuhe. Der Papst gab nun eine neue Bestellung auf: „Bring mir die neuen Schuhe, aber schwarz wie immer.“ Der Schuster soll das gleiche Modell der vergangenen Jahre beibehalten und dem neuen Papst ein Paar Schuhe in den Vatikan bringen, wahrscheinlich im Mai.

„Sie haben einen einfachen Schnitt, sind aus Kalbsleder mit einem glatten Oberleder ohne Dekorationen, mit Schnürsenkel“, so beschreibt der 81jährige Samaria die Schuhe. Papst Franziskus kennt er, seit dieser Rektor des Jesuitenseminars von San Miguel im Nordwesten von Buenos Aires war. „Das neue Paar Schuhe werde ich ihm bringen, wenn ich ihn in Rom besuche“, erklärte der Schuster der Presse.

Über Geschmack läßt sich bekanntlich trefflich streiten. Bisher trugen Päpste rote Schuhe in Form von Galoschen, ebenfalls mit glattem Oberleder ohne jede Zierde. Im Bild sind Straßenschuhe und Hausschuhe von Papst Johannes Paul II. zu sehen. Kein Papst wurde bisher jedoch wie Benedikt XVI. wegen der roten Schuhe kritisiert. Das lag weniger an den Schuhen, sondern am entschlossenen Willen, den am 28. Februar zurückgetretenen Papst anzugreifen.

Samaria gehört zu den Bekannten des Papstes, die er nach seiner Wahl persönlich anrief. „Hallo, Samaria? Ich bin´s, Bergoglio“, habe er ihm am Telefon gesagt. „Wer sind Sie?“, habe der Schuster noch verschlafen gefragt: „Samaria, ich bin´s, Franziskus, der Papst.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Stefanelli

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137 Kommentare

  1. Nette Story,
    aber mich würden doch seine Aussagen zur Lage der Kirche weit mehr interessieren.
    Allen die noch glauben er würde sich in Richtung Tradition bewegen, ist wohl die letzte Hoffnung genommen worden, denn Kardinal Marx im Amt des Beraters erregt in mir nur noch Kopfschütteln.
    Das nur zum Thema Demut, Einfachheit !

  2. Auch ich bin sehr erstaunt über die Berufung von Marx in diese Beratungskommission. Vor allem hat mich dieser Kardinal sehr enttäuscht, als er vor ein paar Tagen die Schweizergarde und die Briefmarken des Vatikans als überflüssig taxiert hat. Alles Schöne im Vatikan wird kitisiert und wenn möglich noch abgeschafft. Ich vermisse Papst Benedikt immer mehr!

    • Hatte mal das Glück/Unglück Kardianl Marx in einem 45-minütigen Fernsehinterview erleben zu „dürfen“. Mein Fazit: mit solch einer fünften Kolumne als Kardinal, wie dieser Mensch es ist, braucht die Kirche keine Feinde mehr.

      • Sie nenen einen gültig geweihten Bischof und Kardinal, der das ordentliche Lehramt der Kirche verkörpert, einen „Feind der Kirche“? Welche Kirche wollen Sie denn? Eine, in der Sie allein die Bischöfe und Kardinäle nach ihrem Geschmack berufen und am besten auch noch selber den Papst wählen? Und was bitteschön ist eine „fünfte Kolumne“?

        • Medienliebling zitiert wohl Josef Stalin, der vom Vatikan als „5. Kolonne“ sprach… Ausgerechnet den Menschenschlächter und Kirchenfeind Stalin. Wie entlarvend…

        • Inwiefern entlarvend, lieber Vincentius? Entlarvend wohl für all die linken Gaukler innerhalb der Hierarchie der katholischen Kirche, die so fleißig an ihrem Untergang werkeln, wie Kardinal Marx. Und sein Nachname ist ist wohl der absolute Gipfel der Ironie.

        • Entlarvend für Sie – eines der größten Scheusale der Menschheitsgeschichte dient Ihnen, um den Heiligen Vater schlecht zu reden. Und Em. Marx wegen seines Nachnamens verächtlich zu machen ist auch keine Tugend.

        • Wenn man schon ein gültig Geweihter Bischof und Kardinal der katholischen Kirche ist, sollte man auch dementsprechend auftreten. Kardinal Marx ist dagegen vor den beiden Moderatoren herumgekrochen und ausgewichen, um ja nicht anzuecken, als wäre ihm sein Christentum peinlich. Ja ein Rückgrat sollte man als einfacher Christ und erst recht als ein Kardinal schon mitbringen. Punkt. Und was ich von der Kirche will oder nicht will kann Ihnen doch vollkommen egal sein, liebe/r Sursum corda.

        • Ich finde, Sie könnten sich, wenn Sie Rückgrat haben, für die unglaubliche Entgleisung mit dem Stalinzitat entschuldigen.

        • Herr Großinquisitor Vincentius, ich entschuldige mich bei Ihnen für rein gar nichts, da können Sie sich noch so sehr ereifern wie Sie wollen, und mir sonst was unterstellen. Vielleicht sollten Sie sich mal für Ihr Herumtrollen entschuldigen, Sie versuchen hier alle zu torpedieren, die eine abweichende Meinung haben und Ihre grenzenlose Liebe zum Papst Franziskus nicht teilen.

        • Ihre Anrede, ich sei Großinquisitor ist alles andere als angebracht. Ich habe Sie auch nicht aufgefordert, sich bei MIR zu entschuldigen. Ein Stalinzitat. Einen Christenschlächter zitieren Sie da! Wahrscheinlich sind Sie in Wirklichkeit von der kirchenfeindlichen Presse und wollen Menschen, die sich hier katholisch informieren wollen, verwirren.

    • Die Briefmarken und die Schweizergarde nennen Sie „alles Schöne“ am Vatikan? Nicht mehr? Keine Verkündigung der heiligsten Dreifaltigkeit? Keine Eucharistiefeier? Kein Dienst der Liebe an Kranken, Hilflosen, Armen? Potztausend. Dann muss Kardinal Marx rechthaben. Denn wenn das Schöne am Vatikan sich darauf beschränkt, muss man sowas abschaffen.

  3. @Rebekka Sie vermissen Papst Benedikt immer mehr, seine Honig ums Maul Schmierereien gehen Ihnen ab und Sie vergessen wessen Schöpfung dieser Marx ist. Es ist auch Pell dabei , nach Einschätzung von Kreuz.net katholisch, ich warte weiter ab.

  4. Nicht das Tragen der roten Schuhe ist für einen Papst begründungspflichtig, sondern das Tragen von schwarzen Straßenschuhen! Das päpstliche Schuhwerk ist seit Jahrhunderten rot. Die rote Farbe soll an die Kreuzigung und das Blut Christi erinnern, ein Zeichen der Demut und Hingabe seiner bisherigen Träger. Nur der Farbton hatte sich manchmal geändert. Es geht hierbei nicht einfach um eine Geschmacksfrage, um eine Frage persönlicher Vorlieben oder um eine Frage subjektiver Befindlichkeiten („Ich mag keine roten Schuhe!“). Ich habe nie nachvollziehen können, warum ausgerechnet Papst Benedikt immer wieder für das Tragen der roten Schuhe kritisiert worden ist, so als habe er sie erst persönlich eingeführt. Auch Benedikts Vorgänger trugen rote Schuhe, und das seit Jahrhunderten! Die Zeichensprache der roten Farbe hat also einen tieferen Sinn (ähnlich beim Kardinalspurpur).

    • 100% richtig was Sie sagen, Bravo dafür.
      Es geht nicht um die „persönlichen Befindlichkeiten“ des einzelnen Amtsinhabers, sondern um das Amt.
      Jeder Inhaber hat sich dem zu unterwerfen, sonst sind wir irgendwann ein lockerer Freizeitverein mit unverbindlichen Empfehlungen fürs Leben.
      Nein, so geht es wirklich nicht.
      Er hat diese Sachen ALLE vorher gewußt und wenn es ihm alles so lästig war, er hätte doch ablehnen können.
      Ich kenne die Päpste bewußt seit Joh.Paul II und habe sie immer verteidigt und mich mit ihnen identifiziert und wenn sie angegriffen wurden, mit Vehemenz verteidígt, weil ein Agriff auf den Papst auch immer ein Angriff auf mich persönlich war.
      Bei diesem Herrn mit Namen Franziskus, spüre ich eine seltene Ferne und Distanz, er spricht mich nicht an, ich spüre viel Eitelkeit und Selbstdarstellungseifer.
      Jesus Christus ist sein Medium, aber seine unliebsamen Gebote, Wünsche und Forderungen blendet er, genau wie sehr viele in der Kirche, einfach aus.
      Welches Zeichen zb. hätten Asiatische Christen in den roten Schuhen, denn dort wird tausendfach um Christi Namen gelitten und gestorben.
      Aber Franz mag so etwas nicht, als ob das jemanden interessiert.
      Seine Aussagen über die Kirche wirken einstudiert, mir fehlt bei Allem die innere Haltung, es wirkt alles aufgesetzt.
      Schlimm schlimm, das man so etwas sagen muß.

        • Nein, sondern Gehorsam da, wo er ihm zusteht.
          Der Papst befindet sich nicht in einem imaginärem Raum oberhalb und außerhalb der Kirche, sondern er ist Glied der Kirche mit der Aufgabe, ihr zu dienen, und nicht, sie irrezuführen oder zu zerstören.
          Gerade in der heutigen Zeit (wo es Häretiker unter den Bischöfen und Kardinälen gibt) muss mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass ein Papst Gehorsam gegen göttliches Recht fordert, und dann muss man ihm widerstehen und ihm den Gehorsam verweigern.
          Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Dieses Wort des hl. Petrus gilt nötigenfalls auch im Hinblick auf den Papst.

        • Über Glaubensfragen entscheidet der Papst. Allein. Lesen Sie bitte Pastor Aeternus und Dei Filius. Als Laien haben wir zu gehorchen. Dem Papst ist der Beistand zugesichert, in den wesentlichen Dingen nicht aus dem Glauben herauszufallen. Darauf dürfen und können wir uns verlassen.

        • Wenn er ausdrücklich ‚ex cathedra‘ definiert! Dann habe ich zu glauben – nicht zu gehorchen; gehorchen tut man Befehlen, Anordnungen (im Rahmen seiner Leitungsgewalt) – im Bezug auf welche er fehlbar ist wie jeder Mensch. Gibt er gar einen Befehl gegen die Gebote Gottes, so habe ich zu widerstehen!

        • Es gibt auch einen Glaubensgehorsam… Und selbstverständlich bezieht sich der auch auf das ordentliche und nicht nur auf das außerordentliche Lehramt!

      • Der Inhaber des Amtes hat sich genau WAS zu unterwerfen? Ihrem persönlichen Wunsch nach roten Schuhen? Die Kirche ist kein Wunschkonzert, wo der Papst das tun muss, was Sie sich gerade einbilden. Meines Wissens ist es umgekehrt: die Gläubigen schulden ihm Gehorsam.

        Papst Franziskus blendet die „unliebsamen Gebote“ Jesu aus? Ich kann mich nicht erinnern, dass Jesus irgendjemandem geboten hätte, rote Schuhe zu tragen. Jesus hat aber viel anderes Unliebsames geboten: die Nackten zu kleiden, die Gefangenen zu besuchen, die Hungernden zu speisen. Und genau daran erinnert Papst Franziskus (wie es Papst Benedikt im übrigen auch in zahlreichen Äußerungen getan hat).

        Und können Sie mir mal erklären, welchen Nutzen die asiatischen Christen aus den roten Schuhen konkret hätten? Sie brauchen die Stimme und das Wort des Papstes, sie brauchen seinen und unseren couragierten Einsatz für ihre Rechte. Oder meinen Sie zynisch, die asiatischen Christen würden mit dem Blick auf die roten Schuhe des Papstes leichter sterben?

    • Die Bischöfe von Rom tragen seit ca. 400 nach Christus rote Schuhe. Das Tragen von Purpur war dem römischen Kaisern vorbehalten – diese erlaubten den römischen Bischöfen das erst. Johannes Paul II. trug noch auf der Bahre bei seinem Requiem braune Schuhe. Jeder Papst hat die plena potestas, das ändern zu können und zu dürfen, was er für angebracht hält, soweit es nicht zum irreformablen Glaubensbestand des Christentums gehört. Ich kann wirklich nicht erkennen, inwiefern, rote, grüne, schwarze oder blaue Schuhe nun zum depositum fidei gehören.

    • Ist das eigentlich für das äußere Aussehen unseres Hl. Vaters so enscheidend wichtig, ob er nun rote oder schwarze Schuhe trägt? Vieles ist da doch noch immer aus der Zeit des Barock bzw.der Renaissance, was heute viele Gläubige so nicht mehr verstehen und entsprechend deuten und geistig einordnen können. Heute fragt der gläubige Katholik nach dem, was unseren Papst innerlich im Herzen und im Verstand bewegt. Wenn ich dazu in der Hl.Schrift im NT lese, wie es unser Herr Jesus Christus da selbst getan hat, wie eigentlich unauffällig ER auftrat. So, daß die Menschen ihn als den Christus, den Messias nicht erkannten. Auch IHM war seine Botschaft entscheidend, daß sie vor allem Beachtung fand, so sein Auftreten in seiner Vaterstadt.

  5. Die schwarzen Schuhe sind mir jetzt viel zu dekadent und nicht demütig genug! Vollkommen zerlatschte Sandalen mit mindestens 5 Vorbesitzern wären ganz nach meinem Geschmack und authentisch genug oder am besten gleich barfuß. Alles andere ist barocker Firlefanz und nicht mehr mit der Linie der katholischen Kirche unter Papst Franziskus vereinbar.

        • Ja, es ist schlimm. Der Bundespräsident z.B. läuft vor seinen Mitarbeitern auch nicht im Jogginganzug herum, sondern trägt seine Dienstkleidung, d.h. seinen Anzug. Und die Dienstkleidung des Papstes ist nun mal das weiße Gewand. Punkt.

        • Ein Jogginganzug sind keine medizinisch notwendigen orthopädischen Schuhe. Ich finde die Normalität von Papst Franciscus erfrischend. Das weiße Gewand wird auch noch nicht seit einer Ewigkeit getragen. Lassen Sie ihm halt seinen Geschmack.

        • Na dann hoffe ich doch, daß der Papst Franziskus seine ganz eigene, sympatische Reality-TV-Show bekommt.

        • Tja, was ist schlimm?
          Für Priester und Bischöfe gibt es Kleidervorschriften.
          Hier ist es wie mit so manchem während der letzten Wochen. Gewiss hat der Papst die Vollmacht, sich darüber hinwegzusetzen.
          Allerdings gibt der Papst – wie jeder Vorgesetzte, aber er wie kein anderer – ein Beispiel, ein Vorbild.
          Und wie der hl. Paulus sagte, nicht alles, was erlaubt ist, ist auch zuträglich.
          Lassen Sie mich umgekehrt fragen: Gibt es für Sie eine Grenze, ab der es für Sie schlimm würde, was der Papst tut?
          Um bei der Bekleidung zu bleiben: Wie würden Sie es finden, wenn er mit schwarzen Jeans, schwarzem Rollkragenpullover und schwarzer Lederjacke – und einem kleinen angesteckten päpstlichen Wappen am Revers – und schwarzer Baskenmütze herumläuft?
          Oder finden Sie grundsätzlich alles gut, egal was er macht?

        • Ich fände das, was Sie beschreiben, gar nicht schlimm. Er würde damit eine gewisse Aufgeschlossenheit zeigen. Solange er moralisch anständig ist und den Glauben der Kirche vertritt, dürfe er auch in der Bütt auftreten. Um den Glauben geht’s. Ich habe noch nie verstanden, warum Geistliche bestimmte Kleidung (noch dazu von spätantiken Beamten übernommene) tragen sollen.

        • Geehrter Vincentius,
          bezeichnenderweise sind Sie meiner Frage ausgewichen.
          Da Sie mir nicht widersprochen haben, muss ich annehmen, dass Sie a l l e s gut finden werden, egal was Papst Franziskus tut, und dass es für Sie außer der dogmatischen Rechtgläubigkeit keine Grenze gibt. Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich wenigstens im Hinblick darauf Ihre Wachsamkeit bewahren.
          Und wie würden Sie es finden, wenn es sich mit völliger Sicherheit herausstellte, dass Papst Franziskus die hl. Kommunion an Muslime ausgeteilt hat?
          Ich könnte das Kleiderargument fortspinnen, um Ihre Toleranz auszutesten.
          Geschenkt!
          Aber werfen Sie doch wieder einmal einen Blick in das Buch Exodus (Kap. 39), welche Anweisungen Gott der Herr dort für die priesterliche und hohepriesterliche Kleidung gegeben hat.
          Sieht nicht danach aus, als wäre es Ihm gleichgültig, wie die Ihm geweihten Personen herumlaufen.
          Aber bestimmt werden Sie auch darauf eine passende Antwort finden.

        • Um Ihre Frage nachträglich zu beantworten: Unmoralisches Handeln (das impliziert Glaubensabfall und Häresie) wäre untragbar. Dabei ist anzumerken, dass selbst ein mordender Papst (auch das gab es schon) Inhaber der plena potestas ist. Nur durch die Häresie verliert er sein Amt.
          Ich habe prinzipiell zu präsumieren, dass alles, was Papst Franciscus tut oder lässt, von Amts wegen in Ordnung ist. Das ist gute katholische Lehre.
          Die Austeilung der Kommunion an Muslime wäre eine disziplinarische Angelegenheit. Jeder Papst könnte sich in einer solchen Angelegenheit selbst dispensieren (egal, ob die Kommunion für Nichtchristinnen und -christen theologisch sinnvoll ist). Es handelt sich hierbei um keine Frage göttlichen Rechtes.
          Die Priester des Alten Bundes sind nicht mit den Priestern des Neuen Bundes in einen Topf zu werfen (das sagt eigentlich schon der Hebräerbrief). Kleidungsvorschriften des Alten Bundes sind mithin aufgehoben. Dass in der nova lex auch Kleidervorschriften für die prebyteroi promullgiert wären, ist mir neu. Im Übrigen: Sollen unsere Priester wirklich mit Turbänen und Wickelhosen herumlaufen???

        • 1) Ist die hl. Kommunion an Nichtchristen nicht ein Sakrileg? Nennen Sie mir einen Kirchenvater, einen großen katholischen Theologen der Vergangenheit, einen seriösen Kirchenrechtler, der die Möglichkeit der Kommunionspendung an Nichtchristen für erlaubt hält, und nennen Sie mir einen Papst der Kirchengeschichte, der sie getätigt hätte! Von was für einer Selbstdispensierung reden Sie daher?
          2) Die Austeilung der Kommunion ist nicht nur eine disziplinarische, sie ist auch eine zutiefst dogmatische Angelegenheit. Das betroffene Dogma ist (mindestens): „Alle Gläubigen, die im Stande der Gnade sind, können das Sakrament der Eucharistie heilsam empfangen.“ Das Tridentinum bestimmt: „Wenn jemand sagt, der Glaube allein sei hinreichende Vorbereitung zum Empfange des Sakramentes der allerheiligsten Eucharistie, der sei ausgeschlossen.“
          Nun ist ein Muslim nicht nur nicht im Stande der Gnade, er hat nicht einmal den (hier vorausgesetzten und als für sich allein ungenügend qualifizierten) Glauben.
          3) Sie ziehen meinen Einwand aus Ex 39 ins Lächerliche. Das NT steht insofern in dieser Tradition, als in allen von Aposteln gegründeten Kirchen heilige Paramente verwendet werden. Auch schreiben Kanones der ökumenischen Konzilien des 1. Millenniums solche vor, ebenso wie eine besondere Kleidung für den Klerus. Wenn Sie Jeans, Rolli, Lederjacke und Baskenmütze für damit vereinbar halten, dann zeigt mir das nur, dass für Sie das Papstamt sich zu einem metaphysischen Ding verselbständigt hat, das den Bezug zum Dienst des Papstes i m Leib Christi zu verlieren droht.

        • Nur der Papst legt fest, was ein Sakrileg ist, nicht wir. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Papst Franciscus der besagten Muslima nicht die Kommunion gespendet hat – und wenn, dann hat er die plena potestas sich von den entsprechenden Kirchengesetzen zu dispensieren. Dazu ist er Papst.
          Im Übrigen: Auch ohne Sakramentenempfang können Menschen sich im Stande der Gnade befinden. Gott bindet zwar seine Gnade an Sakramente – er ist aber nicht an die Sakramente gebunden und kann Gnaden verleihen, wem er will. Ich hoffe, das wollen Sie nicht bestreiten!

        • Protestor altissime!!! Die Frage der Kommunionspendung ist definitiv *keine* nur disziplinarische Angelegenheit, in welcher der Papst sich selbst „dispensieren“ könnte, sondern eine zutiefst theologische und moralische (1 Kor 11,27-29)!

        • Protestieren dürfen Sie – aber der Hl. Stuhl ist niemandem Rechenschaft pflichtig (schon gar nicht Ihnen) außer Gott.

    • Vielleicht haben Sie es nicht mitbekommen. Die Schuhe sind orthopädische Maßanfertigungen wegen eines Rückenleidens. Sie machen sich über einen behinderten älteren Herrn lustig, dessen kirchenpolitische Richtung Ihnen nicht passt. Schade.

        • Was liegt Ihnen so sehr am Purpur? Papst Franz soll den Glauben verkünden, das kann er auch barfuß.

      • Lieber Vincentius, wie schade, daß dieser ältere Herr sich über jahrhunderte alte Tradition lustig macht, die ihm einfach nicht paßt und und damit natürlich vollkommen „unabsichtlich“ seine Vorgänger aussehen läßt wie pompöse Fashionvictims. Der besagte ältere Herr, der zufällig Papst und Staatsoberhaupt des Vatikanstaates ist, könnte sich doch auch ohne viel Getue orthopädische Maßschuhe in rot anfertigen lassen, ohne den ganzen Demutszirkus, oder auch jede andere Farbe nehmen z.B. in Naturleder, also ungefärbt. Nein, der ältere Herr wünscht aber ausgerechnet Schwarz. Ein Schwarz, das so kraftvoll kontrastiert mit dem weißen Gewand, und so keck darunter hervorlugt. Welch eine Symbolik: eine Pechschwärze, überdeckt durch eine dünne weiße Schicht. Und ja, was Sie als seine „kirchenpolitische Richtung“ bezeichnen, empfinde ich schlichtweg als eine ganz falsche Show. Ich bin nun mal nicht so obrigkeitshörig Menschen gegenüber, der liebe Herrgott hat mir ein Hirn gegeben, und dieses so großzügige Geschenk benutze ich immer und gerne. Punkt.

        • Gehe ich recht in der Annahme, dass Ihnen der Papst einfach nicht passt und seine Schuhfarbe eigentlich egal ist? Solange der Papst nicht vom Dogma abweicht, darf er jede Schuhfarbe haben. Es muss nicht der Purpur der christenverfolgenden Kaiser sein.

        • Lieber Vincentius, nicht ich mache aus der Farbe der Papstschuhe ein Theater, es ist Papst Franziskus HÖCHSTPERSÖNLICH, der aus der Farbe seiner Schuhe eine Seifenoper macht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

        • Vielleicht sollte er sich in seiner Aufgabe und Stellung als Papst um wichtigeres als sein Schuhwerk kümmern.

        • Dann kann Ihnen ja auch egal sein, ob die Schuhe rot oder schwarz sind. Im ist es das offenkundig. DAS IST EINE REINE GESCHMACKSFRAGE.

        • Lieber Vincentius, persönlicher Geschmack hat mit Eitelkeit zu tun, und seine Eitelkeit hat man an der Eingangstür abzugeben, wenn man sich entschieden hat, das Petrusamt anzunehmen. Punkt.

        • Es ist nicht eitel, wenn man schwarze, medizinisch notwendige Schuhe anzieht. Eitel ist es, wenn man einen Papst aus einer Geschmackslaune verurteilt. Pfui!

        • Im Vorabdruck seines Buches schreibt Erzbischof Bergoglio/ Papst Franziskus, dass das christliche Leben ein unablässiges Leben mit dem Kreuz ist – das Kreuz als der Ort, an dem Christus seinen äußersten G e h o r s a m Gott dargebracht hat.
          Nach meinem Empfinden steht das praktische Verhalten von Papst Franziskus, das er vom ersten Moment seiner Papstwahl an den Tag legte, in deutlicher Differenz zu diesen Worten: die Verweigerung des apostolischen Segens an die Journalisten; die Fußwaschung, Fußküssung und Kommunionausteilung an Nichtchristen, …, kann ich nicht als Gehorsam und demütige Kreuzannahme erkennen.
          Wäre ich der einzige, der so empfindet, dann hätte es kaum Bedeutung. Aber es sind viele, denen es auffällt.

        • Soweit ich weiß, waren die Apostel im Abendmahlsaal auch keine Christen, sondern Juden. Einer hat Jesus sogar verraten. Dennoch hat er ihnen die Füße gewaschen und ihnen die Kommunion gereicht.
          Im Übrigen hat der Papst einer Muslima nur die Füße gewaschen (Nichtchristen dürfen Sakramentalien durchaus empfangen), nicht jedoch die Kommunion gespendet.
          Aus den von Ihnen geschilderten Tatbeständen mangelnden Gehorsam gegen Gott zu postulieren, erscheint mir ein wenig überspannt.

        • Die Apostel waren Israeliten. Einer war Jude, die anderen Galiläer.
          Nur mal so nebenbei.

        • „Jude“ ist die Religionszugehörigkeit. Und alle, mein lieber Gregorius waren Galiläer. Nicht einer von Ihnen war Judäer (das meinen Sie wohl.

        • 1) Die Kirche schreibt vor, dass in der Gründonnerstagsmesse des Letzten Abendmahls: 12 katholischen Männern, erwachsen (ab 18 Jahren), die darin die 12 Apostel repräsentieren, die Füße gewaschen werden.
          Der Papst
          * küsste einer
          * nichterwachsenen
          * nichtchristlichen
          * Frau und Straftäterin
          als Repräsentantin der Apostel die Füße.
          Der Papst hat diese Vorschriften nicht abgeändert (was er ja tun konnte, aber dann hätte er sich ja mit den Liturgie-Kardinälen auseinandersetzen müssen), er hat sie in seiner überaus großen Demut und seinem vorbildlichen Gehorsam –nicht spontan, sondern in einer im voraus detailliert geplanten und organisierten Aktion– vorsätzlich, wissentlich und willentlich gebrochen und per Fernsehen weltweit übertragen lassen. Bitte erklären Sie doch einmal, w a s der Papst durch diesen Akt ausdrücken wollte.
          2) Die Website der Erzdiözese Wien berichtet, dass der Papst den Jugendlichen, denen er zuvor die Füße gewaschküsst hatte, auch persönlich die hl. Kommunion spendete. Trotz Nachfragen hat der Vatikan dies nicht dementiert. Das ist für mich maßgeblicher als das entgegenlautende Gerücht, das von anonymen, angeblich vatikanischen Gewährsleuten gestreut wurde.
          Nach der F a k t e n lage muss ich davon ausgehen: Papst Franziskus persönlich hat –vorgeplant, vorsätzlich, wissentlich und freiwillig– das allerheiligste Altarsakrament einer muslimischen Jugendlichen gegeben.
          3) Wenn Sie darin keinen Ungehorsam erblicken, dann erwarte ich gern Ihre Erklärung, um w a s für einen Gehorsam w e m gegenüber es sich bei dieser Aktion des Papstes handelte?

        • 1) Das ist sachlich falsch. Weder das Missale noch das Zeremoniale sprechen davon, dass es 12 Männer sein müssen. Auch kann der Papst adhoc dagegen entscheiden, dass er es anders macht. Das nennt man plena potestas.
          2) Achten Sie auf die offene Formulierung der Website. Wenn Sie im Kreml nachfragten, ob der russische Präsident heute ins Bordell gegangen ist, würde Ihnen ob des Unsinns der Frage auch niemand antworten.
          3) Als Laienchrist habe ich die Pflicht (andernfalls begebe ich mich in die Häresie), zuerst einmal anzunehmen, dass der Papst nicht irrt.

  6. @Vincentcius: Die Bilder von JPII in Badehose sind ja wohl keine offiziellen
    Fotos, wie Sie hier implizieren.
    Ansonsten frage ich mich schon, auf was hier gewartet wird. Es hat wirklich den Eindruck, dass hier allgemein vermutet wird, wir erlebten gerade die antichristliche Revolution im Vatikan. Alles, was nicht ins Bild passt, wird niedergemacht. Weshalb sind Sie so negativ?

    • nein, die Bilder sind nicht offiziell. Aber ich verstehe beim besten Willen nicht warum schwarze Schuhe dem Amte abträglich sein sollen.

    • Weil wir gerade eine Revolution im Vatikan erleben, Ruhri. Mit der Ablegung von roten Schuhen fing es an. Und wo wird es enden?

      Wir haben einen Papst, der als Kardinal faule Witze über den pristerlichen Zölibat riss. Was für eine Ungeheuerlichkeit! Wie degeneriert ist eine Kardinalsversammlung, die einen solchen Bock zum Gärtner macht.

      „Im Interview erzählt Jorge Mario Bergoglio den Witz von den zwei Priestern, die sich über ein künftiges Konzil unterhalten. „Und einer fragt: ,Wird ein neues Konzil den Pflichtzölibat aufheben?‘ Und der andere gibt zur Antwort: ,Ich meine ja.‘ Aber der erste fügt hinzu: ,In jedem Fall werden das nicht mehr wir erleben, sondern unsere Kinder.‘“

      http://www.welt.de/kultur/article115294320/Franziskus-haelt-Ausnahmen-vom-Zoelibat-fuer-denkbar.html

      • Ich ermahne Sie freundlich, sich im Ton gegen den Heiligen Vater nicht zu vergreifen. Sie schulden ihm Gehorsam. Eine Revolution aus der Schuhfarbe und einem der ältesten Zölibatswitze zu schließen, ist absurd. Der Zölibat ist ein Ehehindernis. Mehr nicht. Ob der einzelne Geistliche der lateinischen Kirche (in mehr als 20 anderen katholischen Rituskirchen gibt es ihn für Diakone und Priester nicht) einen spirituellen Gewinn daraus zieht, ist eine andere Diskussion. Ich fände es wünschenswert, wenn hinreichend Männer sich zu diesem spirituellen Zeichen bereit fänden. Die sonntägliche Eucharistie vor Ort zu gewährleisten ist freilich das höhere Gut als die Ehelosigkeit des Priesters.

        • Ein Papst, der als Kardinal öffentlich solche widerlichen Zölibatswitze reisst und das Mühen seiner Priester um persönliche Heiligung mit Füssen tritt, hat in meinen Augen jeden Anspruch verloren, ernst genommen zu werden. Ein socher Mann hat es in meinen Augen verwirkt, dass man ihm im Glauben Gehorsam oder Respekt schuldet.

        • Sie wissen schon, dass ein Papst nur bei Häresie sein Amt verwirkt? Die vorsätzliche Widersetzlichkeit gegen den Papst erfüllt den Tatsbestand des Schismas. Wir hätten sogar einem Alexander VI. oder Leo X. Gehorsam geschuldet. Aber Sie scheinen ja nur einen Gehorsam nach Ihrem subjektiven Ermessen (ein Kennzeichen des Relativismus, den der emeritierte Papst sooft zurecht gegeißelt hat) zu kennen.

        • Lieber Vincentius, man schuldet ausschließlich Gott blinden Gehorsam, und keinem Menschen, denn Menschen sind nun mal fehlbar und geben oft vor, was anderes zu sein, als sie es tatsächlich sind. Das sollte uns manch unerfreuliches Erlebnis aus der Geschichte gelehrt haben.

        • Na, dann schauen Sie mal in den Codex iuris canonici. Der Heilige Vater ist übrigens mit Unfehlbarkeit ausgestattet. Und er kann von uns Gehorsam einfordern, da er der Nachfolger des Apostels Petrus ist und die Schlüsselgewalt innehat.

        • Da ich nicht alle Diskussionsbeiträge gelesen hatte (mein Fehler), muss ich hinzufügen: es ist richtig, dass die Katholiken dem Papst Gehorsam schulden und dass die Gehorsamspflicht sehr weit gefasst ist. Bis jetzt jedenfalls gibt es imho keinen triftigen Grund, Papst Franziskus den Gehorsam zu verweigern.
          Allerdings gebe ich zu, dass sein Verhalten mich in beständige Alarmbereitschaft gesetzt hat.
          Das ist leider nicht das Vertrauen, das man dem Stellvertreter Christi als Katholik eigentlich gern entgegenbringt.
          Mit der Austeilung der hl. Kommunion an Muslime jedenfalls wurde eine rote Linie überschritten.

        • Zum ersten Teil Ihrer Antwort. Gut so! Fortwährende Widersetzlichkeit gegen den Papst erfüllt den Tatbestand des Schismas.
          Wir müssen uns halt umgewöhnen – Papst Franciscus mag nicht unseren kirchenpolitischen Erwartungen entsprechen. Das ist aber unser, nicht sein Problem. Nochmal: Er hat keiner Muslima die Kommunion ausgeteilt.

        • Ich schließe mich hicesthodie an.
          Schon dass ein Priester oder Bischof solche Witze reißt, ist unwürdig.
          Zu schweigen vom Nachfolger des hl. Petrus.

        • Auch unwürdige Inhaber der cathedra des Hl. Petrus sind im Besitz der Binde- und Lösegewalt. Die verlieren sie nur durch Häresie.
          Haben Sie eigentlich schon mal überlegt, ob nicht Sie diesen Witz missverstehen, weil Sie nicht hinreichend vom Hl. Geist geleitet sind? Theoretisch kann das ja auch sein.

  7. Ach, lassen wir doch den Vatikan, die letzte Bastion der über 2000-jährigen christlich-abendländischen Kultur, einfach im Ozean der vorherrschenden Kulturlosigkeit, der Beliebigkeit und des Realtivismus absaufen, weil letzendlich doch alles egal ist! Weg mit dem ganzen kulturellen Müll, der sich so angesammelt hat, her mit der sooo sympathischen Formlosigkeit und Erosion jeglicher Normen!

      • Lieber Vincentius, ich schreibe das wegen ALLEM, was vorgefallen ist, seitdem dieser von den Medien bejubelte Selbstdarsteller aufgetaucht ist, vor allem aber wegen seiner Predigten, die ich genau verfolge, die ich aber stets übersetzt bekommen muß, weil er bisher im Gegensatz zu seinen Vorgänger nur auf Italienisch plappert, weil er nicht dazu kommt andere Sprachen zu üben, die Sache mit den schwarzen Schuhe ist wohl sehr zeitaufwändig. Aber ich sehe schon, ich komme nicht gegen ihre geballte Jubelkompetenz als Vorsitzender des Papst Franziskus Fanclubs an, mein Pech.

        • Sie denken sich wirklich nichts dabei, über einen anderen Menschen in einer derart verächtlichen Sprache zu reden? So würde ich nicht einmal über irgendeinen Mitmenschen reden, geschweige denn über den Papst. Das Gebot der Nächstenliebe zählt für sie vermutlich nicht? Auch nicht das Gebot, über den Nächsten nicht schlecht zu reden?

          Wenn Sie den Papst partout nicht ausstehen können und selbst bei solchen Kleinigkeiten (es geht um kein Dogma, nichts was in den Kirchenvätern oder von einem relevanten Denker der Tradition in einer Schrift festgestellt worden wäre) nicht akzeptieren können, was der Papst tut – warum ziehen Sie dann nicht die Konsequenz und treten aus der Kirche aus? Niemand zwingt Sie, diesen Papst, den sie für so unerträglich und schmähungswürdig halten, zu ertragen!

        • Seit wann glauben wir in der katholischen Kirche nur noch an den Papst und nicht mehr an Gott? Jesus hat uns gelehrt, uns vor falschen Propheten in acht zu nehmen und somit kein obrigkeitshöriges Schaf zu sein, „denn an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“. Und da sie mir so im blinden, unkritischen Gehorsam dem Papst gegenüber gleich den Kirchenaustritt nahelegen, möchte ich Ihnen aus reiner Nächstenliebe doch raten, ein wenig kritischer zu sein, sonst gehen Sie aber auch jedem Teufel auf den Leim.

        • Der Papst soll also seiner schwarzen Schuhe wegen ein falscher Prophet sein. Ich erinnere Sie gerne an die Bulle „Unam Sanctam“ von Bonifaz VIII., in der es heißt, dass „alle menschliche Kreatur bei Verlust ihrer Seelen Seligkeit untertan sein muß dem Papst in Rom“.

        • Was ist denn „Alles“ passiert? Es gibt noch kein einziges Gesetz, nicht einmal ein ordentliches Lehramt jenseits von rührenden (wich ich finde) Predigten. Petrus konnte nicht mal schlecht Latein, nur aramäisch und wohl mies (lesen Sie mal die Petrinen) Griechisch – und Sie werfen ihm vor, „nur“ in der Sprache zu predigen, die die Sprache seiner Diözese ist? Das ist seine Aufgabe – was soll der den sonst tun!

        • Lieber Vincentius, wer lesen UND verstehen kann ist klar von Vorteil. Ich habe mich auf seine Predigten bezogen, sein „Muslima Füße Waschen und Küssen“, seine Demut, die man auch unbedingt mitbekommen soll, das ständige nicht endend wollende Getue um was er trägt oder nicht tragen will, wo er wohnt oder auf keinen Fall wohnen will usw. Keine schlechte Bilanz für die ganz kurze Zeit, die er im Amt ist.

        • Da ist doch wirklich nichts tragisch dran. Die große Menge der Katholikinnen und Katholiken mögen ihren Papst deswegen.

  8. @vincentius: Verzeihung, wenn ich Sie falsch interpretiert haben sollte. Wir sind uns da wohl näher als ich dachte – auch in der Frage des Gehorsams gegenüber dem Heiligen Vater.
    @hicesthodie: Was für eine Revolution soll das sein? Doch nicht etwa der Antichrist?
    Da habe ich doch den Eindruck, dass der Durcheinanderwerfer hier bei etlichen Postings schon gewonnen hat. Auch hier vermisse ich Demut und Bescheidenheit bei einugen. Wenn man sich selbst zum Wächter des Glaubens erklärt, kann das auch zu wenug tugendhaften und äußerst unkatholischen Verhaltensweisen führen.

    • @ Ruhri: Keine Ursache. Man muss nicht immer in allem d‘accord sein (im Wesentlichen ein, im Zweifel die Freiheit, in allem die Liebe, sagt der Heilige Augustin). Ich finde, dass der Papst ganz unbeschadet vom Gehorsam, der in diesem Forum wohl eher eine subjektive Ermessensfrage ist, v.a. auch einmal verdient hat, gehört zu werden. Unsere Vorannahme muss sein, dass er qua Amt erst einmal Recht hat. Natürlich kann er (im Unwesentlichen) irren. Die Schuhfrage zu articulus stantis et cadentis ecclesiae hochzustilisieren, naja, da muss man schon bestimmte Eigenarten haben…

  9. Aber natürlich müssen wir dem Hl. Vater gehorchen. Vielleicht müssen wir ihn erdulden während seiner Amtszeit. Aber wir müssen ihm gehorchen.

  10. Schwestern und Brüder!

    Es entsetzt mich, welch Sammelbecken von Häresien sich auf dieser Webseite findet! Da finden niederträchtige Beleidigungen anderer Geschöpfe Gottes statt, bloß weil sie keinen Anstoß nehmen an einer Schuhfarbe (die zugegeben gegen die Tradition verstößt – aber nicht gegen ein Dogma!). Da wird über den Heiligen Vater auf billigste Weise geschimpft wie über die Telekom oder RTL2. Schreiben denn hier nur Piusbrüder, die schon seit langem in die Irre laufen?

    Wisst Ihr nicht, dass Ihr Euch selber durch solches Denken außerhalb der Kirche stellt, also exkommuniziert? Wisst Ihr, dass Ihr, wenn Ihr den katholischen Glauben ernst nehmt, jetzt nicht mehr heimlich nach Hause schleichen und alle Gülle, die Ihr hier ausgegossen habt, vergessen machen könnt?

    Schämt Euch! Solche Vergehen sind beichtenswürdig! Dann geht zu einem Priester und bettelt, dass er Eure Selbstexkommunitation löse!

    Schwestern und Brüder, ich empfehle Euch die gründliche Lektüre und Meditation von Pascendi und Lamentabili unseres verehrten Papstes Pius X.! Dort könnt Ihr nachlesen, welche Geisteshaltung wir unserem Papst schulden, und zwar gleichgültig, ob uns seine Schuhfarbe, seines Aussagen oder seine Nasenspitze passen.

    Es ist der Heilige Vater, der in dern Nachfolge des Apostels Petrus durch Jesus Christus persönlich mit der Gewalt zu binden und zu lösen betraut wurde UND DESSEN WAHL NACH EINMÜTIGER KATHOLISCHER LEHRE GEISTGEWIRKT IST!

    Über den Papst schimpft man nicht, und schon gar nicht auf solch schändliche subjektivistisch-kryptoprotestantische Weise, die jegliches Maß vermissen lässt! Wenn Ihr rote Schuhe bevorzugt hättet, ärgert Euch insgeheim, dass er schwarze trägt, aber seid ihm dennoch in allem in christlicher Liebe untertan und gehorsam! Dazu seid Ihr verpflichtet, wenn Ihr Euch katholisch nennen wollt und der wahren, reinen, objektiven katholischen Lehre anhangt.

    Ich bete zur Gottesmutter, dass sie Eure irrlichternden Seelen wieder auf den rechten Weg führe!

    • Warum sagen Sie Tilidin, das Piusbrüder in die Irre laufen. Warum exkommunizieren sie Gläubige Katholiken, die hier diskutieren?
      Wo steht, das man den Papst nicht Beurteilen darf? Warum behaupten Sie, das die, die hier eine andere Meinung als Sie haben vertreten exkommuniziert sind?
      Welches Dogma leugnen diese Brüder und Schwestern denn, dass sie der Exkommunikation anheimfallen???
      Der PAPST ist Stellvertreter Jesu Christ, obwohl Franziskus fast immer nur als „Bischof von Rom“ spricht, aber als Papst kann auch er kritisiert werden. Wenn die Kritik sachlich bleibt. Sie aber tun ja gerade so, als wäre alles was der Papst sagt oder tut, sogleich unfehlbar!
      Der Papst ist dann Unfehlbar, wenn er eine Glaubenslehre verkündet und sich auf die Unfehlbarkeit ausdrücklich beruft. Sodann muss diese Lehre schon immer in der Kirche gelehrt und geglaubt worden sein! Was ich an Ihren Argumenten auch nicht verstehe, was bitte ist Geistgewirkt? Dies scheint mir kein traditioneller katholischer Ausdruck zu sein. Meinen Sie damit, das wir davon ausgehen, dass bei der Wahl des Papstes, der Heilige Geist, diese Wahl leitet? Wenn ja, noch eine Frage: Warum sind dann Kardinäle ab dem 80.Lebensjahr von der aktiven Wahl ausgeschlossen? Wirkt der Heilige Geist nur bis man 80 Lebensjahre erreicht hat? Und warum erzählen manche Kardinäle, wenn sie gewählt haben. Meines Wissens war es immer üblich, Stillschweigen über das Konklave zu halten, noch dazu wo die Kardinäle ja einen Eid auf die Heilige Schrift abgelegt haben, dass sie nichts, was im Konklave vor sich geht, nach Außen tragen! Aber Ihr Vorschlag, Pascendi und Lamentabili zu lesen ist sehr gut, dann vielleicht noch den Syllabus des seligen Papstes Pius IX. und anschließend kann man dann noch diese päpstlichen Schreiben mit der Entwicklung der Kirche seit 1962 vergleichen und überlegen, was sich den geändert hat.

      • Gregorius, das tut Tilidin, weil er/sie die postings hier liest! Tilidin exkommuniziert niemanden – das machen die, die den Papst verwerfen schon selber.
        Sie schrieben: „Wo steht, das man den Papst nicht Beurteilen darf?“. Das Kirchenrecht sagt: „Sancta Sedes a nemine iudicatur.“
        Sie schrieben: „Warum behaupten Sie, das die, die hier eine andere Meinung als Sie haben vertreten exkommuniziert sind?“
        Ich gehe davon aus, dass Tilidin – zurecht! – davon ausgeht, dass fortgesetzte Widersätzlichkeit gegen den Heiligen Vater den Tatbestand des Schismas erfüllt und damit die Tatstrafe der Exkommunikation nach sich zieht.
        Sie schrieben: „Welches Dogma leugnen diese Brüder und Schwestern denn, dass sie der Exkommunikation anheimfallen???“
        Nicht nur die Leugnung eines Dogmas, sondern die fortgesetzte Widersätzlichkeit gegen den Heiligen Vater erfüllt den Tatbestand des Schismas und zieht damit die Tatstrafe der Exkommunikation nach sich.
        Selbstverständlich darf, kann und soll der Papst in Frage gestellt werden. Was hier geschieht, das ist vielfach das Ausgießen von Schmutzkübeln.
        Auch wenn der Papst nicht unfehlbar spricht, geht die Präsumption davon aus, dass er erst einmal Recht hat. Nur bei reiflicher Prüfung des Gewissens kann das Gewissen sich auch im Einzelfall gegen eine (nicht unfehlbare) Entscheidung des Papst wenden (das empfehlen die deutschen Bischöfe z.B. beim Thema Empfängnisverhütung).
        Die über 80jährigen Kardinäle sind von der Wahl wegen des Entscheides von Papst Paul VI. ausgeschlossen.

        • Danke Vincentius, damit bestätigen Sie meine Vermutung, nämlich der Großteil der Bischöfe Deutschlands, Österreichs und der Schweiz befinden sich im Schisma, ebenso ein großer Teil der Ortskirchen die sich den päpstlichen Anweisungen widersetzten. Wie z. B. die Änderung der Wandlungsworte beim Kelch „für Viele“ oder die vom Hl. Vater Papst Benedikt XVI. gewünschte Mundkommunion und die Befolgung von Summorum Pontificum. Es freut mich, dass auch sie das erkannt haben. Aber was ist mit Katholiken, die sich den Anweisungen des Ortsbischofs widersetzen, wie z. B. Medjugorie? Was ist mit Kardinal Schönborn und seiner Äußerung zu Gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, ist der Kardinal nicht auch im Schisma, weil er gegen päpstliche Verlautbarung und kath. Morallehre spricht?

        • Benedikt XVI. hat die Neufassung des Kelchwortes für den Neudruck des Messbuches angeordnet. Dem sind die Bischöfe nachgekommen (diese haben übrigens auch ein Remonstrationsrecht). Die deutsche Kirche besitzt nach wie vor die Erlaubnis zur Handkommunion. Nicht die deutschen Bischöfe befinden sich im Schisma, nein, das sind andere.

      • @Gregorius:
        Ihre selektive Lektüre nicht nur kirchlicher Lehrentscheidungen unabhängig von ihrem lehramtlichen Verpflichtungsgrad sind aus dogmatischer Sicht famos: Anscheinend hat für Sie ein Syllabus einen höheren Wahrheitsgrad als ein Konzilsdokument. Indem Sie das Prinzip der „Hierarchie der Wahrheiten“ ablehnen, stellen Sie sich gegen eine zentrale dogmatische Tradition der Patristik.

        Zum Glück (und wahrscheinlich zu Ihrer großen Enttäuschung) hat Papst Franziskus diesen Pflock gleich zu Beginn seiner Amtszeit eingerammt:
        „Bestrebungen zu einer Rückkehr in die vorkonziliare Zeit erteilte Franziskus eine deutliche Absage. Es gebe Stimmen, die zurückgehen wollten, so Franziskus. Das bedeute „dickköpfig zu sein “ und „törichte und lahme Herzen zu bekommen“. Ein solches Unterfangen, zeuge von dem Willen, den Heiligen Geist zu zähmen.“ (entnommen http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=242260; Datum: 19.04.2013)

        Wenn es Ihnen gerade in den Kram passen würde, würden Sie den Syllabus errorum wahrscheinlich auch für wichtiger bewerten als das Infallibilitätsdogma und den universalen Jurisdiktionsprimat, bloß um (den von mir hochgeschätzten) Pius X. nicht anzutasten. In Ihrer kritiklosen Verehrung Pius‘ X. erinnern Sie mich übrigens an die Lutheranbetung mancher Protestanten, aber dies nur am Rande.

  11. Ich bin einigermaßen fassungslos, über was hier gestritten wird. Gibt es denn wirklich nichts Wichtigeres für die Kirche als die Schuhe des Papstes? Viele dieser traditionellen Zeichen, von denen sich Papst Franziskus nun trennt, mögen sicher eine altehrwürdige Bedeutung gehabt haben. Aber meist sind sie der Symbolik weltlicher Kaiser und Fürsten entlehnt. Und da wir nun heuzutage eben keine Kaiser und Fürsten mehr haben, läuft die Symbolik ins Leere oder wird sogar missverstanden, die roten Schuhe z.B. als Prunk. Die moderne Welt hat eben eine andere Symbolsprache, die genauso für das Evangelium nutzbar gemacht werden kann. Glauben Sie denn im Ernst, dass die ersten Märtyrer ihr Blut für rote Schuhe vergossen haben und nicht für die Botschaft der Gottes- und Nächstenliebe Jesu Christi?

  12. @ Tilidin Sie haben mit Ihrer Meinung vielleicht sogar recht. Vor allem sedisvakantistische Positionen sind abzulehnen. Den Papst kritiseren, das ist allerdings noch lange keine Häresie. Die Popikone Papst ist eine Erfindung des Medienzeitalters. Wenn es jemand gefällt, mag er sich daran ja erfreuen, es nicht zu tun, ist kein Verstoß gegen den Glauben. Die Schuhe sind m.E. ein Symptom. In der Kirche sind Symbole von entscheidender Bedeutung. Es gibt also einen Grund für die roten Schuhe (ganz schlichte, einfache Schuhe, nur eben rot und ohne Schnürsenkel. Das einfach zu ändern und das mit demontrativem, abwertendem Akt ist fraglich, weit fraglicher als das Tragen der Schuhe. Übrigens wurden die roten Schuhe (das blöde Gerede von Prada konnte man ja schon nicht mehr hören) nur bei Benedikt XVI. kritisiert. Wer wußte oder beachtete sie bei JPII, JPI, PVI, JXXXIII usw.? Niemand. Bei BXVI. wurde so getan, als hätte er sie (wieder) eingeführt…

    • Ach so, der Papst ist eine bloße Pop-Ikone und ein Erfindung des Medien-Zeitalters. Aber die roten Schuhe gehören zum Glaubensgut und sind wichtiger als der Papst. Meinen Sie das wirklich ernst?

      Und niemand hat Benedikt XVI. für die roten Schuhe kritisiert. Das Weglassen wird bei Franziskus positiv wahrgenommen, weil es helfen kann, den Blick auf das Wesentliche zu richten (und das sind gewiss nicht die Schuhe). Es ist also einfach eine Methode der Verkündigung – so wie schon oft in der Geschichte der Kirche neuartige, der jeweiligen Zeit entsprechende Methoden und Zeichen eingeführt wurden. Wenn der neue Papst eine gute Idee hat, ist damit doch nichts gegen seinen Vorgänger gesagt.

      • Offensichtlich kann man leicht mißverstanden werden. Ich habe nicht geschrieben, daß der Papst eine Pop-Ikone ist. Das Papstamt ist durch Christus eingesetzt durch die Berufung des Petrus. Eine seltsame, der Popkultur ähnelnde Übersteigerung dessen, was der gerade amtierende Papst tut (oder nicht tut), das ist das Produkt des Medien-Zeitalters. Das habe ich geschrieben und gemeint.
        Was die Kritik an BXVI. wegen der roten (Prada) Schuhe anbelangt: Durch eine einfache Google-Suche können sie locker kilometerlange Quellen dafür finden. Ich würde Sie bitten, zunächst eine Überprüfung vorzunehmen, ehe sie voreilig anderer Meinung in Abrede stellen.
        Die roten Schuhe haben ihre Bedeutung, die kann vielleicht nicht gewichtig sein. Wenn dem so ist, sollte jedenfalls eine Änderung erklärt und begründet werden. Genau das aber hat Papst Franziskus nicht getan, sondern einen demonstrativen Bruch gegenüber allen Vorgängern vollzogen. Da darf, ja muß man doch Kalkül annehmen. Eben das Kalkül, das der Medienjubel sichtbar macht.

        • Albrecht von Prag schrieb:
          „Eine seltsame, der Popkultur ähnelnde Übersteigerung dessen, was der gerade amtierende Papst tut (oder nicht tut), das ist das Produkt des Medien-Zeitalters.“

          Das kann man genausogut von den Weltjugendtagen unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI., ja sogar von den Generalaudienzen Pius XII., ja von dessen Rombesuch nach dem Bombardement der Alliierten behaupten.

          Die roten Schuhe wirkten immer arg feminin, gottlob zieht sich der neue Heilige Vater anständiges Schuwerk an.

    • Johannes Paul II. trug braune Schuhe (noch auf der Totenbahre) – und niemand sah deswegen eine vatikanische Revolution ausbrechen…

  13. Zu der Behauptung, welche Witze der Hl.Vater, als er noch Kardinal war erzählt haben soll, frage
    ich, ist man sich eigentlich so sicher, daß das wirklich stimmt!? Es wird gerade bei besonde-
    ren Personen,die man zu tiefst ablehnt, doch schnell behauptet, welche ungehörigen Worte (=Witze) dieser gesagt haben soll. Rufmord ist vor Gott sicher eine besonders schwere Sünde. Wer hatte wohl schon früher ein häßliches Interesse, diesem jetzt gewählten Papst „auf jeden Fall“ etwas ans Zeug zu flicken? Und das anscheind nur deshalb, weil ‚der‘ dieses und jenes
    nicht genau so macht, wie es meinem individuellen Maßstab entspricht. Auch in dieser Bezie-
    hung lesen wir von ähnlichen Vorkommnissen, wie es Jesus selbst schon ergangen ist. Dazu
    weist ER vorsorglich seine Jünger hin: Wie sie es mit mir dem Meister gemacht haben, so wird
    es auch euch ergehen ! Und welch üble Nachreden (bis heute) mußte unser HERR über sich
    ergehen lassen. Wer übrigens mit einem Finger auf jemand zeigt, auf den selbst zeigen gleich
    3 Finger. Wie ist das, sich selbst zu sagen: Ich muß einmal vor Gott „für jedes Wort“ Rechen-
    schaft ablegen! Würde man dann noch immer weitererzählen, was man so über Jemand gehört
    haben will…. Vor Gott kann ich mich dann nicht herausreden: Das wird doch so erzählt!

    • Danke für Ihre Worte. Dass das Vorbild von Papst Franciscus Christus selbst ist, wird deutlich, wenn dieser wie jener von einer verhetzten Menge verspottet wird.

      • Ich weiß nicht was Sie wollen?
        Ich glaube beinahe Sie haben vom Katholischen Glauben nicht die Bohne verstanden.
        Ist schlimm, passt aber in die heutige Zeit !

        • Sie meinen also, daß katholisch gleichbedeutend ist mein bloßer Äußerlichkeit? Traurig.

    • Vielleicht auch nicht.Kann sein oder auch nicht.Rufmord ist eine schwere Sünde,……Es gibt schlimmeres.Vielleicht fragen Sie mal Ihr Gottesbild,wo dieser ‚Gott denn war,zum Beispiel KZ der Nazis,und,und und,und……..

  14. als einfache seele sind mir die vielen meinungen welche hier aufgeführt werden zu viel,
    als einfache seele leide ich auch unter dieser verachtung von kultur,schönheit und glanz des höchsten: eben der hl. liturgie-ich lade mir dafür die gottesdienste des hl.russlands herunter etwa idie eröffnung der erlöserkathedrale in moskau etc.
    -da,wo der gleiche glanz aus den Ikonen,von den kostbaren paramenten, aus den gesichtern der ergriffenen popen und der abgehärmten ,ehemals geschundenen einfachen babuschkas mir entgegenstrahlt.das lasst meine seele erheben.
    schön
    ist das bewusstsein,jeder mensch hat seine zeit-
    mein eigenes nichts, das des papstes.,das eines jeden menschen
    aufjeden fall freue ich mich schon auf das nächste pontifikat(auch wenn ich das kaum mehr erlebe)-da kommen nämlich all diese dinge wieder!quod faxit deus.

    • Es ist schon unglaublich, was hier alles verzapft wird. Die Papstbegeisterten sind so vom Papalismus durchdrugen, daß selbst Stilblüten wie „Nur der Papst legt fest, was ein Sakrileg ist, nicht wir“ fallen. Das ist natürlich kompletter Unsinn – auch der Papst kann nicht schwarz zu weiß machen und umgekehrt. Auch der Vorwurf der „Häresie“ an diejenigen, die einzelne Aspekte des aktuellen Pontifikats kritisch sehen, geht völlig ins Leere – eine Häresie ist die Leugung einer Glaubenswahrheit, nicht mangelnder Respekt vor einem Papst. Durch selbigen wäre man auch nicht „exkommuniziert“.

      Wer sich an den schwarzen Schuhen stößt, sieht diese nur als einen von vielen Traditionsbrüchen schon in den ersten 30 Tagen und befürchtet weitere auf entscheidenderen Gebieten. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wer Franz wegen der Farbe seiner Schuhe lobt, sollte sich mal fragen, was daran so lobenswert ist.

      Zu Bischof Marx: Er ließ Frau Käßmann im Liebfrauendom von der Pille als „Gottesgeschenk“ schwadronieren – ziemlich zeitgleich wurde Lebensschützern in München das Betreten einer Kirche verwehrt. Da ist wohl jede Kritik angebracht! So ticken die Berater von Bischof Franz von Rom (auch keine Respektlosigkeit, so nennt er sich selbst am häufigsten), und das macht auch mir Angst.

      • Natürlich kann der Papst aus schwarz weiß machen – das ist der Inhalt der plena potestas. Ich bin dankbar dafür, dass er es noch nicht getan hat und hoffe, dass das auch so bleiben wird. Aber theoretisch ist das spätestens seit 1870 möglich. Und es gibt keine Appellationsinstanz gegen den Papst.

        Zu den Schuhen: Schließe mich Ihnen an. Ob Schwarz oder Rot, das ist so was von wurscht!

        Der Erzbischof von München ist Kardinal und als solcher dem Papst Rechenschaft pflichtig. Wenn er etwas dem Katholischen Glauben Abträgliches täte, würde er schnell des Amtes enthoben. Auch das ist schon passiert.

        • Das ist eben so nicht richtig – auch der Papst hat nicht beliebige Freiheiten. Er könnte z.B. nie ex cathedra die Auferstehung Christi für ein Märchen erklären usw.

          „Wenn er etwas dem Katholischen Glauben Abträgliches täte, würde er schnell des Amtes enthoben“ – wo waren Sie die letzten 40 Jahre?!?

        • Nein, er könnte FAKTISCH die Auferstehung nicht zu einem Märchen erklären – weil der Hl. Geist ihn daran hinderte (Dei Filius!).
          Aber theoretisch ist das möglich, und das ist die plena potestas.

        • @ Vincentius
          „Natürlich kann der Papst aus schwarz weiß machen – das ist der Inhalt der plena potestas.“
          Bei einem solchen Satz frage ich mich, ob Sie echt sind oder ein Fake, ein Fortentroll.
          Was Ihnen wie Papsttreue vorkommt, ist für mich –hier– nicht andres als G ö t z e n d i e n s t.
          Sie stellen den Papst über den Herrgott. Nicht einmal der Herrgott kann und will aus Gut Böse, oder aus Böse Gut machen – wie Er ausdrücklich in der Heiligen Schrift sagt.
          Er wendet in Seiner Allmacht, Weisheit und Vorsehung das Böse zum Guten, aber das ist etwas ganz andres.
          Sie sind hier auf einem Irrweg, und ich kann Ihnen nur herzlich wünschen, dass Ihnen rechtzeitig die Augen aufgehen.
          Würde einmal ein Papst (was Gott verhüten möge) auf den Antichrist zeigen und das christliche Volk und die Menschheit auffordern: Sehet da, Christus, kommt, lasst uns ihn anbeten – dann würden Sie diesem falschen Papst, und mit Ihnen Millionen und Abermillionen, die nicht mehr Gut von Böse unterscheiden können, ihm wie die Lemminge in den Feuerpfuhl folgen. Richtig?

        • Genau das wird aber nicht kommen, weil der Hl. Geist den Hl. Vater davor bewahrt. Folgen Sie getreu Papst Franciscus!

        • Ich folge dem Papst, aber, mit Gottes Gnade, nicht in die Irre.
          Möge Gott ihn davor bewahren. Dafür bete ich.
          PS.
          Gott gibt die Gnade, aber der Mensch muss mit der Gnade mitwirken wollen.
          Es gibt eine von Gott gewährte hinreichende Gnade, die trotzdem unwirksam bleibt wegen des Widerstandes des Willens.
          Oder bezweifeln Sie, dass der Papst einen freien Willen hat?

        • Auch das Mitwirkenwollen ist selbst nochmal Gnade. Wenn ein Papst ein Dogma erlässt, ist er von Gott vor Irrtum bewahrt. Wenn das implizieren sollte (man beachte das „Wenn“!), dass er dann und auch nur dann nicht mehr frei ist, dann hat er in diesem Augenblicke und nur dann auch keinen freien Willen.

  15. @ Vincentius – 16. April 2013 um 19:51:
    Da es oben technisch nicht möglich ist, antworte ich Ihnen hier.
    (Teil 1)
    Sie behaupten:
    „1) Das ist sachlich falsch. Weder das Missale noch das Zeremoniale sprechen davon, dass es 12 Männer sein müssen.“
    Sind Sie da ganz sicher mit Ihrer forschen Behauptung?
    Und was sagt uns dann dieses Zitat aus dem Missale Romanum (2002): „Lotio pedum …11. Viri selecti deducuntur a ministris ad sedilia loco apto parata. Tunc sacerdos … accedit ad singulos, eisque fundit aquam super pedes et abstergit …”?
    Nach CIC (1983), can. 97, § 1, ist Erwachsener, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.
    Also liegt offenkundig ein Bruch der liturgischen Rubriken vor, so wie von mir oben beschrieben, von Ihnen aber abgestritten.
    Hier liegt zwar kirchliches Recht vor, das der Heilige Stuhl abändern kann, nach CIC can. 838.
    Sie schreiben: „Auch kann der Papst adhoc dagegen entscheiden, dass er es anders macht. Das nennt man plena potestas.“ Es war aber nicht ad hoc, jedenfalls nicht im Sinne einer spontanen Augenblicksentscheidung (unter Antrieb des Heiligen Geistes, auf den Papst Franziskus sich ja so eindrücklich in seiner gestrigen Predigt berufen hat), sondern eine vorgeplante Verletzung der liturgischen Rubriken.
    Klar hat er dazu die volle Macht.
    Aber nimmt sich eine solche Inanspruchnahme seiner Vollmacht nicht seltsam aus angesichts dieser dem Papst obliegenden Rechtsverpflichtung: „Sache des Apostolischen Stuhles ist es, die heilige Liturgie der ganzen Kirche zu ordnen, (…) sowie darüber zu wachen, daß die liturgischen Ordnungen. überall getreu eingehalten werden.“ CIC can. 838, § 2 ?
    Aber noch einmal frage ich Sie: W a s will er mit dieser Geste den Betroffenen, uns katholischen Christen und der ganzen Welt, die am Fernsehen zuschaute, sagen, was eine solche Rubrikenverletzung rechtfertigt?

    • Missale Romanum – Die AEM gilt im Deutschen Sprachgebiet als liturgischen Gesetz. Dabei ist zu beachten, ob es sich bei den einzelnen Ausführungen um Ausführungsbestimmungen (wie bei der lotio) oder um Einzelgesetze handelt. Von beiden kann sich der Papst übrigens auch selbst dispensieren. Im Übrigen ist auch das keine lex divina.
      Seine Intention der Regelverletzung (wenn es denn eine war, ich würde das bestreiten): Nicht Rubriken sind wichtig, sonder salus animarum suprema lex.

  16. @ Vincentius – 16. April 2013 um 19:51:
    (Teil 2)
    Zu der Tatsache, dass nach Meldung seriöser Medien der Papst persönlich die heilige Kommunion Muslimen ausgeteilt hat, schreiben Sie:
    „2) Achten Sie auf die offene Formulierung der Website. Wenn Sie im Kreml nachfragten, ob der russische Präsident heute ins Bordell gegangen ist, würde Ihnen ob des Unsinns der Frage auch niemand antworten.“
    Ihre Antwort zu dieser ernsten Frage empfinde ich als flapsig und vom Thema ablenkend.
    In dem Artikel der Erzdiözese Wien steht zu lesen: „Bei der Eucharistiefeier umarmt der Papst die zwölf Jugendlichen zum Friedensgruß. Die Kommunion teilt er jedem persönlich aus.“
    http://www.erzdioezese-wien.at/content/news/articles/2013/03/27/a28907
    Meine Muttersprache ist deutsch. Nach den Regeln der deutschen Grammatik, Semantik und Stilistik (und meinem natürlichen Sprachempfinden sowie dem anderer Personen, die sich zu diesem Thema geäußert haben) bezieht sich die Angabe „jedem“ auf die unmittelbar zuvor genannte Gesamtheit der zwölf Jugendlichen.
    Das hat Unruhe und Besorgnis weltweit hervorgerufen. Ein Blick in amerikanische Internetforen und Blogs wird Ihnen das bestätigen. Deshalb haben Journalisten den Pressesprecher Pater Lombardi danach befragt. Pater Lombardi, der viel unwichtigere Fragen freigiebig beantwortet, hat es abgelehnt, sich zu dieser Frage zu äußern. Warum? Glauben Sie im Grunde Ihres Herzens wirklich, dass diese Frage „unsinnig“ ist, ähnlich wie die Frage, ob “ der russische Präsident Putin heute ins Bordell gegangen“ ist? Glauben Sie das a u f r i c h t i g?

  17. @ Vincentius – 16. April 2013 um 19:51:
    (Teil 3)
    3) Sie schreiben: „Als Laienchrist habe ich die Pflicht (andernfalls begebe ich mich in die Häresie), zuerst einmal anzunehmen, dass der Papst nicht irrt.“
    Wenn Sie am Fernsehen oder auf youtube sähen, wie Papst Franziskus einer Muslimin die hl. Kommunion gibt, dann würden Sie annehmen, dass es eine Fälschung ist, ja?
    Wenn Sie selbst daneben stünden und mit eigenen Augen Zeuge wären, würden Sie annehmen, dass es eine Sinnestäuschung ist, nicht wahr?
    Diese Ihre Einstellung würde ich bei einem anderen Papst akzeptieren, bei Papst Franziskus nicht.
    Warum?
    Weil Papst Franziskus uns vom ersten Moment seiner Wahl an in einer ganzen Serie von Taten gezeigt hat, dass er sich über Bräuche, Regeln und Gesetze hinwegsetzt.
    Bei einem solchen Charakterprofil und pontifikalen Programm muss im Zweifelsfalle leider davon ausgegangen werden, dass hier kein gefälschtes Video und keine Halluzination vorliegt, sondern dass die Szene real ist.
    Und das ist keine Häresie, worüber andere Kommentatoren Sie glücklicherweise schon belehrt haben.

    • Schauen Sie, damit machen SIE SICH SELBST zum Maßstab. Das ist der gefährliche Subjektivismus, vor dem Benedikt XVI. gewarnt hat!

      • Maßstab ist der Glaube, wie er von der katholischen Kirche autoritativ vorgelegt ist, nicht meine oder irgendjemandes subjektive Meinung.
        Diesem wahren Glauben ist der Papst nicht minder verpflichtet wie jeder andere Christ.

        • Dass dem wahren Glauben der Papst genauso verpflichtet ist, würde ich auch nie bestreiten. Er ist derjenige, der ihn uns autoritativ vorlegt!

  18. @Vincentius sagt:
    16. April 2013 um 19:46
    Sie schreiben:
    „(…) Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Papst Franciscus der besagten Muslima nicht die Kommunion gespendet hat – und wenn, dann hat er die plena potestas sich von den entsprechenden Kirchengesetzen zu dispensieren.“
    Hier geht es nicht um ein bloßes Kirchengesetz – wovon der Papst sich dispensieren könnte. Hier geht es um eine unfehlbare Glaubenswahrheit, welcher eine bruchlose disziplinäre Tradition seit dem vom Herrn selbst gefeierten Letzten Abendmahl entspricht.
    Der hl. Paulus schärft ein: „Wer nämlich unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht…“ (1 Kor 11, 27).
    Zur Würdigkeit gehören Taufe und Glaube, aber nicht einmal das ist ausreichend.
    Lesen Sie die Väterzeugnisse, was Didache, Justinus, Cyprian, Augustinus u.a. dazu sagen.
    Lesen Sie dazu auch Can. 899 § 1, sowie Cann. 912 ff.
    Es ist vollkommen klar, dass die hl. Eucharistie nur an Getaufte, die darüber hinaus die richtige Disposition haben, gegeben werden darf.
    Kein Papst darf das ändern.

    Ferner schreiben Sie:
    „Auch ohne Sakramentenempfang können Menschen sich im Stande der Gnade befinden. Gott bindet zwar seine Gnade an Sakramente – er ist aber nicht an die Sakramente gebunden und kann Gnaden verleihen, wem er will.“
    Das steht im direkten Widerspruch zur katholischen Rechtfertigungslehre und zum ganzen Neuen Testament. Erinnern Sie sich nur: Dieser Tage haben wir in der Lesung gehört, wie der hl. Petrus (der erste Papst) die Juden, um gerettet zu werden, aufgefordert hat, sich taufen zu lassen! Damit erfüllte er nur den Taufbefehl des Herrn.
    Kein Papst, auch kein Franziskus, kann das abändern.
    Gott ist nicht gebunden, aber der Papst ist es.
    Der Papst ist daran gebunden, den Auftrag Christi auszuführen und der Kirche zu dienen, um des ewigen Heiles der Seelen willen.
    Er kann nicht machen, was ihm gerade einfällt, und es als Eingebung des Heiligen Geistes deklarieren.

    • Dass Gott Gnaden verleihen kann, wem er will, ist im Widerspruch zum christlichen Glauben? DAS IST CHRISTLICHER GLAUBE! Das Menschen sich ohne Sakramentenempfang im Stande der Gnade befinden können ist ebenfalls katholischer Glaube: Sonst wäre die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria nicht die unbefleckt Empfangene. Aber Sie scheinen ja die Immaculata Conceptio bestreiten zu wollen…

      • Nein, Vincentius. Im Widerspruch zum christlichen Glauben ist die pelagianische Irrlehre. Der Pelagianismus leugnet die Erhebung des Menschen in den Zustand der übernatürlichen Ordnung und die Erbsünde, eine heute wieder weitverbreitete naturalistische Irrlehre.
        Das hier relevante Dogma der Kirche ist: Ohne Glauben ist die Rechtfertigung eines Erwachsenen nicht möglich. Der Glaube ist, wie das Konzil von Trient lehrt, „der Anfang des menschlichen Heiles, die Grundlage und die Wurzel aller Rechtfertigung“.
        Das entspricht dem Zeugnis der Heiligen Schrift: „Verkündet das Evangelium jedem Geschöpf! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ (Mk 16,16)
        Ein Muslim, der nicht den Glauben an Jesus Christus annimmt und sich nicht taufen lässt, ist nicht gerechtfertigt und nicht im Stand der heiligmachenden Gnade und ist schon deshalb nicht disponiert, das Sakrament der Eucharistie zu empfangen.
        Es ist weiterhin Dogma, dass zum würdigen oder fruchtbringenden Empfang der Sakramente beim erwachsenen Empfänger eine sittliche Disposition erforderlich ist. Diese ist bei den Sakramenten der Lebendigen der Gnadenstand.
        Noch einmal: Zum würdigen Empfang der Eucharistie ist der Gnadenstand erforderlich – de fide!
        Der Gnadenstand ist bei Ungetauften nicht vorhanden.
        (Deshalb mussten früher sogar jene, die sich auf die Taufe vorbereiteten -die Katechumenen –, die Heilige Messe vor dem Opfergottesdienst verlassen.)
        „Die der Einsetzung der Eucharistie vorausgehende Fußwaschung (Jo 13, 4ff) ist nicht bloß eine Belehrung über die Demut, sondern auch [hört, hört!] ein symbolischer Ausdruck der für den Empfang der Eucharistie geforderten Gewissensreinheit (vgl. V. 10).“ (Ludwig Ott, Grundriss d. kath. Dogmatik)
        Derselbe weiter: „Die unwürdige Kommunion ist ein Sakrileg“ (vgl. 1 Kor 11,27).
        Sie, geehrter Vincentius, reden an der eigentlichen Sache vorbei – zweifellos weil sie Ihnen, mit Recht, peinlich ist.

        • Ob der Gnadenstand auch bei Ungetaufen vorhanden ist, weiß Gott. Das kann, muss aber nicht sein. Gott selber kann begnaden, wenn er will. Dabei bleibt’s – nehmen Sie die Immaculata ernst!

        • Vincentius,
          die Immaculata Conceptio ist ein Thema, das nur entferntest mit dem, das hier in Rede steht, zu tun hat, und es ist ziemlich fahrlässig von Ihnen, mir zu unterstellen, ich zöge sie in Zweifel.
          Es scheint eher umgekehrt zu sein: Um das fragwürdige Vorgehen von Papst Benedikt -Spendung der hl. Kommunion an Nichtchristen-, sozusagen auf Teufel komm raus zu rechtfertigen, geraten Sie in Konflikt mit Dogmen, anders gesagt: mit der göttlichen Offenbarung.
          Die Wassertaufe ist seit der Verkündigung des Evangeliums für alle Menschen ohne Ausnahme zum Heil notwendig (de fide). Wie das Konzil von Trient definierte: die Rechtfertigung des Erbsünders ist nicht möglich „ohne das Bad der Wiedergeburt oder das Verlangen nach demselben“.
          Sind Sie der Auffassung, ein Papst könne von dieser Wahrheit „ad hoc“ dispensieren?
          Warum hat es dann zwei Jahrtausende lang kein Papst getan?
          Der Auftrag, den Christus seiner Kirche gab, ist, alle Völker zu Jüngern zu machen und sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen (Mt 28,19), und nicht, die Taufe abzuschaffen oder für fakultativ zu erklären.
          Jedoch möchte ich für mein Teil die Diskussion über dieses Thema an dieser Stelle beenden.

    • Bester Zet. Es ist doch vollkommen klare und eindeutige Lehre der Kirche, dass der Papst an das göttliche Recht gebunden ist und ihm gleich jedem anderen Katholiken untersteht. Genau dort ist die Grenze seiner Vollmacht. Mit anderen Worten: der Papst ist qua Amt Hüter und Bewahrer, auch Ausleger dessen, was immer und überall geglaubt wurde, niemals aber Kreator oder gar Negator des Glaubens. Vincentius übt sich hier in einer plena potestas Agitation, die stark an die Führer- oder Personenkulte erinnert, mit denen bspw. in Nordkorea oder Teheran den Menschen die Gehirne gewaschen werden. Jene von ihm bis an die Grenzen des Absurden und der Karrikatur getriebenen (Schwarz/Weiss) Allmachtsphantastereien und seine Gehorsamsfrömmelei sind nur der billige Versuch, die von diesem Papst erwünschte Deformation des Katholischen vorab als gottgegeben zu legitimieren und jegliche Kritik daran abzuwürgen. Im Grunde macht er sich über den Papstprimat und den im Glauben geschuldeten Gehorsam auf teuflische Weise lustig. Man spürt förmlich hinter jeder Wortspende das Augurenlächeln dieses, wie Sie es zu recht formulierten, Forentrolls.

      • Bester hicesthoden. Das dogmatische Denken und die theologische Spekulation mögen Ihnen nicht liegen, das Denken in einfachen Strukturen mag zugegeben seinen Reiz haben. Aber lesen Sie doch bitte einige Ihrer Sätze nochmal in Ruhe durch: „Allmachtsphantastereien und seine Gehorsamsfrömmelei sind nur der billige Versuch, die von diesem Papst erwünschte Deformation des Katholischen vorab als gottgegeben zu legitimieren […]“ – das ist doch reinste Comedy, ebenso wie bei Zet., der dem Stellvertrater Petri überall seine kleinen selbstgemachten, eingebildeten „roten Linien“ auf den Boden malen will!

        Oder meinen Sie so etwas etwa ernst? Meinen Sie, dass unserer geliebten Mutter Kirche sowie dem Heiligen Vater damit geholfen ist, wenn Sie sich in Verschwörungstheorien suhlen? Überlassen Sie das doch bitte Dan Brown und Konsorten!

        Ich kann es nur nochmals wiederholen: In der Freiheit der Geschöpfe Gottes schulden wir aus freiem Entschluss dem Heiligen Vater Treue und Gehorsam, wenn wir innerhalb der Kirche stehen wollen und nicht außerhalb – und zwar aufrichtigen Herzens. Natürlich beraubt uns dies nicht der Freiheit, dieses und jenes kritisch zu betrachten, wir dürfen uns sogar insgeheim über solche Nichtigkeiten wie seine Schuhwahl ärgern, aber Ihre Boshaftigkeit dem Heiligen Vater gegenüber ist absolut unakzeptabel. Schämen Sie sich!

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