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Kirche sollte Eindruck vermeiden, nach der falschen Pfeife zu tanzen – Kritische Anmerkungen zur Treibjagd gegen kreuz.net

ein Kommentar von Giuseppe Nardi

Die schmuddelige Hetz-Seite Kreuz.net ist nicht mehr erreichbar. Für viele kein Verlust, auch nicht für mich, für den kreuz.net nie zum Lektüreprogramm gehörte. Man mußte die Seite ja schließlich nicht lesen. Kreuz.net selbst ist mir keine Zeile wert. Es scheint jedoch notwendig, etwas tiefer zu gehen und die Hintergründe der Phantomjagd mit skurrilen Zügen der vergangenen Wochen zu beleuchten und in einen größeren Zusammenhang zu stellen.

Kreuz.net war nie eine katholisch anerkannte Seite. Es hätte genügt, wenn die Bischofskonferenz dies klargestellt hätte, um zu verdeutlichen, daß man damit nichts zu tun hatte. Im Internet darf bekanntlich ja jeder mehr oder weniger schreiben, was er will, wie auch die zahlreichen spöttischen, haßerfüllten, gotteslästerlichen Internetseiten zur Genüge unter Beweis stellen. Niemandem käme es aber in den Sinn, schon gar nicht der katholischen Kirche, gegen diese zum Halali zu blasen.

Nun ist die denkbar ungünstige Optik entstanden, als würde Deutschlands Kirche nach der Pfeife der Homosexuellenverbände tanzen. Diesen war kreuz.net wohl schon immer ein Dorn im Auge. Als die Seite schließlich noch das Doppelleben des katholischen Religionslehrers und Theologen David Berger aufdeckte, fand sich eine seltsame Allianz mit dem Bruno Gmünder Verlag zusammen, um eine Treibjagd gegen die Phantomseite zu starten. Wer sich die Mühe macht, die Internetseite des Bruno Gmünder Verlags zu besuchen, braucht als Christ einen wirklich guten Magen, um soviel Abstoßendes zu ertragen.

Umso befremdlicher ist es, daß die deutsche Bischofskonferenz durch den Mund ihres Sekretärs sofort in dasselbe Jagdhorn blies, als die Homo-Aktivisten David Berger und Bruno Gmünder dort vorstellig wurden und sich über die Schmuddelseite empörten.

Im Gegensatz zu anderen europäischen ist der deutsche Sprachraum Meister des Distanzierungskultes. Der katholischen Kirche nördlich der Alpen kann nur empfohlen werden, sorgsam, sehr sorgsam zu prüfen, von wem sie sich distanziert und mit wem sie – und sei es auch nur indirekt – ins selbe Boot steigt.

Die wegen kreuz.net wildgewordenen Homosexuellenaktivisten haben mit der katholischen Kirche und der katholischen Glaubenswahrheit nichts am Hut. Ihr Kampf gegen kreuz.net ist letztlich ein Kampf gegen die katholische Morallehre. Dies nicht zu erkennen, ist die bedenklichste Begleiterscheinung der jüngsten Treibjagd. Wer meint, daß die Jagdgesellschaft durch die erlegte Trophäe milde gestimmt werden könnte, macht die Rechnung ohne den Wirt.

Jene, die sich heute am lautesten über kreuz.net empören, werden morgen nicht mit der Wimper zucken, mit denselben Methoden und Parolen samt Kopfgeld dieselbe Treibjagd gegen den Papst zu inszenieren oder einen beliebigen Bischof oder ein katholisches Medium, wenn diese es wagen sollten, die katholische Lehre zur Sünde der Homosexualität in Erinnerung zu rufen.

Die jüngsten Ereignisse lassen ein gesellschaftspolitisches Projekt erkennen, in dem die Jagd zum Erlegen von kreuz.net nur eine Etappe bei dem Versuch darstellt, sukzessive ein Homo-Diktat durchzusetzen. Ein Meinungszwang, der gegen mißliebige Meinungen genauso mit dem Strafrecht arbeitet, wie mit sozialer und gesellschaftlicher Ächtung. Der schon seit längerem in diesem Zusammenhang erzeugte Druck auf die katholische Kirche in Deutschland ist unübersehbar. Erzbischof Woelki von Berlin kann ein Lied davon singen. Kaum im Amt wurde er von den Medien bei jeder Gelegenheit nur zum Homo-Thema befragt. Mit welchem Ziel? Die Kirche zu einer Richtungsänderung zu zwingen. Die Kirche soll, so die Absicht der zahlenmäßig kleinen Homo-Verbände und ihres allerdings großen politischen, medialen und gesellschaftlichen Unterstützerumfeldes in die Knie gezwungen werden. Kreuz.net bot mit seiner untragbaren Art eine Steilvorlage für einen Frontalangriff. Das darf in der Kirche aber niemanden darüber hinwegtäuschen, daß dieser Angriff nur vordergründig dieser Schmuddelseite im Internet gilt, in Wirklichkeit aber die katholische Kirche meint.

Auch ein Wort zu Pfarrer Jolie, dem bisher ungerechterweise einzigen Opfer der Treibjagd. Er scheint der umstrittenen Internetseite, ohne jeden direkten Kontakt, Material zugespielt zu haben, wie man dies bei jedem Medium tun kann. Offenbar ging es um völlig harmlose Themen. Er hat sich das falsche Medium ausgesucht, bestimmt. Ein Verbrechen ist das allerdings noch lange keines. Dennoch wird an ihm nun ein Exempel statuiert. Unschwer erkennbar zwang ihn die Diözese zu einem öffentlichen Mea culpa. Obwohl das zuständige Ordinariat großzügig erklärte, er könne aber im Pfarrdienst bleiben, warf man ihn dadurch ohne Not Kräften zum Fraß vor, die wirklich nicht als Kirchenfreunde bezeichnet werden können. Seine führende Mitarbeit im wichtigen Priesternetzwerk mußte er natürlich aufgeben und in den kommenden Jahren wird er sich wohl kaum mehr öffentlich zu Wort melden. Den Rest erledigen nun schon die anonymen Homo-Aktivisten mit Bomben- und Morddrohungen gegen ihn und die linksliberale Presse, die wie eine Meute über ihn herfallen wird.

Das Aus von kreuz.net ist kein Verlust, vielmehr ein Nutzen für die Kirche, deren Positionen dort vielfach nur in einer häßlichen Verzerrung vorkamen. Der Abschuß von Pfarrer Jolie aber ist ein großer Verlust für die katholische Kirche in Deutschland. Eine tragische und bedauerliche Entwicklung, die in keinem Verhältnis zu dem steht, was dieser Streiter Gottes getan hat.

Auch hier bleibt ein bitterer Eindruck, daß die Kirche nicht zu den Ihren steht, sondern sie dem Zeitgeist vorwirft, wenn dieser dies fordert.

Die Freude, die einige katholische Medien- und Kirchenvertreter nun über das Aus von kreuz.net an den Tag legen, hat deshalb etwas von einer gespenstischen Naivität an sich. Der Wunsch einer vom dominanten Zeitgeist immer stärker marginalisierten Position, und das ist unsere katholische Glaubensüberzeugung, einmal auch zur „Mehrheit“ gehören zu wollen, ist menschlich verständlich. Nun nach dem Motto „Seht her ihr Liberalen, Atheisten, Agnostiker, Gleichgültigen, Homos, wir sind auch gegen kreuz.net“ zu rufen, heißt, sich vom Nicht-Katholischen-Zeitgeist das Handeln und die Meinung diktieren zu lassen und dessen Spiel zu fördern.

Und was fällt am Ende auf? Daß es bei all dem doch recht überzogenen Wirbel und bedenklichen Köpferollen zwar ständig um die Homosexualität geht, aber medial so gut wie nie die katholische Position zur Homosexualität durchdringt und offenbar sich die deutschen Oberhirten auch kaum bemühen, dieser wirklich Gehör zu verschaffen. Dabei scheint dieses Thema ja gerade eine besondere Herausforderung unserer Zeit zu sein.

  

  1. Armin sagt:

    Danke Giuseppe Nardi herzlich für diesen genialen Artikel.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

  2. E.B. sagt:

    Die deutsche Oberhirten sollen beim Thema Homosexualität die katholische Lehre in der Öffentlichkeit bezeugen? Das werden sie gewiß nicht tun, solange ihr Brötchengeber der Staat ist.
    Und diese labile und lauwarme Haltung vieler deutscher Bischöfe war gewiß mit ein Grund, dass sich (verirrte und verwirrte) Leute bemüßigt fühlten, im Internet Kante zu zeigen, so wie sie es verstehen. Diese unsägliche Internet-Seite war eine Frucht des linken laissez-faire-Führungsstil deutscher Bischöfe. Zeit zum Nachdenken für alle ist jetzt angesagt.

  3. T.L. sagt:

    Ein ausgezeichneter Kommentar!! Diesen sollten alle Bischöfe in Deutschland mal lesen…

    Gott segne Sie!

  4. hicesthodie sagt:

    Der Maulkorb für Hw. Jolie und das Priesternetzwerk wird einigen Prälaten der Kirche gar nicht ungelegen kommen, hatte man doch mit diesen „frechen“ Klerikern, die das skandalöse Vorhaben einer flächendeckenden Herausgabe von dem Datenschutz unterliegenden Personalakten der Geistlichkeit an ein privates, sogenanntes „Kriminologisches Forschungsinstitut“ bislang zu verhindern wussten, noch eine Rechnung offen. Die Versuchung ist gross, die von bestimmten Kreisen aufgeheizte Atmosphäre rund um kreuz.net zu nutzen, um missliebige Stimmen zum Verstummen zu bringen. Aber wie der wohltuend klarsichtige Kommentar ganz richtig ausführt: wer heute undifferenziert mit den Falschen „crucifige“ ruft, kann morgen schon selbst an deren Pranger stehen.

  5. Michael van Laack sagt:

    Der wirklich bedauernswerte Pfarrer Jolie! Für viele wäre es jetzt gewiss sehr schön, wenn man ihn als Bauernopfer präsentieren könnte und dann wieder Schwamm über die Sache.
    Ich hatte und habe auch Kontakte zur kreuz.net-Redaktion. Ich habe auch Beiträge auf kreuz.net lanciert. Ich bin auch römisch-katholischer Theologe.
    Es kann und darf nicht sein, dass die verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland von bestimmten Lobbys nach Lust und Laune außer Kraft gesetzt wird. Homophober, Ausländerfeind, Frauenfeind – das reicht in Deutschland bereits aus, um Menschen zu erledigen und dies seit neuestem auch mit dem Segen deutscher Bischöfe. Wer gegen Moscheebauten, gegen die Gleichstellung Homosexueller oder gegen das Ende der Familie durch Ausbau Krippenplätze öffentlich das Wort ergreift, dem entziehen die politische Klasse und die Medienvertreter schleichend sämtliche bürgerlichen Ehrenrechte und die Hierarchie der Kirche hilft, zu vollstrecken!

  6. Seefeldt sagt:

    Auch meinerseits ein herzliches Dankeschön

    an Giuseppe Nardi für das Verfassen des ausgezeichneten Artikels
    und an katholisches.info für die Wiedergabe dieses Artikels.

  7. Marienzweig sagt:

    Das bisher Beste, was ich über diese Angelegenheit gelesen habe.
    Danke dem Autor!
    Zensur umgibt uns, sie wird ausgeübt von der Wirschaftswelt, der Politik, den Medien, der einflußreichen Elite.
    Nun gibt es kreuz.net nicht mehr. Inhaltlich ist es nicht schade darum.
    Dieses Portal hat der katholischen Kirche immens geschadet.
    Es hat das Symbol des Kreuzes, das für Marter, Elend und Tod steht, aber auch für die Liebe und Hingabe unseres Herrn, für ihre eigenen Interessen mißbraucht. Das ist schlimm!
    Wo aber bleibt der Ruf nach Mäßigung oder gar Zensur für die linken, extrem kirchenfeindlichen Foren?
    Es gibt deren genug! Sollten diese sich nicht auch bemühen, in der Sache meinetwegen hart, aber dennoch fair zu argumentieren?
    Im Kommentarbereich des Spiegel online wurde diesen Sommer Papst Bendikt als „Nutte“ bezeichnet.
    Von vielen gelesen – und nicht gelöscht!

  8. Konrad Georg sagt:

    Herzlichen Dank, Herr Nardi!

    Ich selbst habe auf kreuz.net geübt. Nachdem ich mich mit 67 reif fürs Internet erklärt hatte. Es war immer ein „Kampf“ gegen Unverschämtheiten.

    Die Macher erscheinen mir zum einen als hochqualifiziert, aber zum anderen als in der Zahl zu klein, um, wenn sie im Dienst stehen, diese Seite zu managen.

    Ich habe gerade auf dieser Seite die fürchterliche Zerrissenheit erst richtig wahrgenommen, an der unsere Gesellschaft leidet, inklusiv Verwahrlosung.

    Schade, daß die Maßlosigkeit, die auf dieser Seite präsentiert wurde, die auch vorhandenen guten Beiträge völlig überlagert hat.

  9. Anonym sagt:

    Das Ziel von kreuz.net war, der katholischen Kirche, vor allem der Tradition und den papsttreuen Gläubigen, den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Der Seite ging es nur darum Vorurteile gegenüber Katholiken aufzubauen und zu bestärken. Es ging darum, Homosexualität, Päderastie und andere dem Glauben widersprechende Dinge gesellschaftsfähiger zu machen und in die Kirche zu tragen. Welcher Gläubige wird nun noch Homosexualiät als Sünde bezeichen, wenn er befürchten muss, mit einem unsäglichen Hetzportal gleichgesetzt zuwerden?

    Mit welchen Genüssen wurden auf der Seite Bilder von abartigen Handlungen verbreitet und warum? Es ging darum, naive Katholiken durch zeigen daran zu gewöhnen, ihnen zu vermitteln, dies sei normal wie das Partnerhoppig im deutschen Spielfilm.

    Fortsetzung folgt

  10. Anonym sagt:

    Kreuz.net hat jahrelang kein Geheimnis aus seinen Zielen gemacht. Bis zum neuen Design vor wenigen Monaten wurde auf eine Grafik verlinkt, auf der ein Teufel seiner vollbusigen nichtbekleideten Sekräterin diktierte (sinngemäß): Lügen, Hetzen, verleumden – kreuz.net.

    Die unqualifizierte „Pressearbeit“ seitens des deutschen Distrikts der Piusbruderschaft, wo Verantwortliche exklusives kreuz.net zuspielten – was erst mit der eindeutige Anweisung durch P. Schmidberger weniger wurde, machte kreuz.net in Pius-Kreisen attraktiv. Dann kamen die naiven, unerfahrenen Internetnutzer, die dem manupulierten Besucherzähler von kreuz.net glaubten und meinten sie hätten nun ein breites Publikum für ihre katholische Meinung. Sei es als Autor, sei es als Kommentator. Dazu ist Pf. Jolie zu zählen.

    Fortsetzung folgt

  11. Anonym sagt:

    Es sind aber auch technische Dinge, die fragwürdig sind: Warum war kreuz.net jahrelang so hungrig nach persönlichen Daten? Warum wurden Jahre später die E-Mails von Pf. Jolie auf dem Mailsystem gefunden? Warum wurden sie überhaupt erhoben? Wie wurde Pf. Jolie „entdeckt“? Man verknüfte die Daten beim Seitenaufruf (IP-Adresse) und mit den Daten seiner Mail (IP-Adresse). Warum tat man dies damals? Warum wurden jahrelang diese Daten gespeichert und nicht gelöscht? Weil bereits damals geplant wurde, Katholiken wie Pfr. Jolie „auffliegen“ zu lassen und zum Schweigen zu bringen.

  12. MisterX sagt:

    Optik? Das ist nicht nur Optik. Die offizielle katholische Kirche ist schon derart verwoben mit der Nomenklatura, daß es eine beruhigende Feststellung war, als die Deutsche Bischofskonferenz klarstellte, daß man vor allem eine staatlich anerkannte Kirchensteuerkörperschaft des öffentlichen Rechts (sic) sein will. Dadurch wurde endlich die wahre Kirche des Herrn von der Offizialkirche unterscheidbar. Der Zeitgeist hat die Offizialkirche fest im Griff, sie hat sich selbst profanisiert.
    Der Beitrag macht dies ebenfalls gut deutlich.
    In der Berichterstattung über kreuz.net gibt es ohnehin so gut wie keine sachlich-nüchternen Beiträge in der Presse, egal, ob online oder offline. Eine sauber formulierte Ausnahme findet sich hier:
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/153277
    Ich distanziere mich übrigens nicht von kreuz.net – das war grundsätzlich ein sinnvolles Projekt. Allerdings, wie so oft, geraten die Dinge aus dem Ruder, wenn es um den Bereich der Sexualität geht.

  13. cuppa sagt:

    Danke, Herr Nardi! Das ist der beste Kommentar, den ich zu diesem Thema gelesen habe. Sie sprechen den Kern des Problems an, ordnen es in den Gesamtzusammenhang ein und bleiben deshalb nicht mehr oder weniger an der Oberfläche.
    Bei der Gelegenheit: Ich bin dankbar, dass es „katholisches. info“ gibt.

  14. Jörg Guttenberger sagt:

    Kreuz-Net ist zwar seit 2005, seit ich dieses Portal kenne, unangenehm auf Sedisvakantenniveau abgesunken, und damit auf Niveau der Gegner, die das Portal bekämpft.

    Die deutsche Presselandschaft kennt weit schlimmere Machwerke, so die gesamte Pornoliteratur, die unter dem Deckmantel der Pressereiheit weitermachen darf. So ergibt sich die Frage, warum hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

  15. Jean-Louis sagt:

    Giuseppe Nardi hat die Situation und die Gefahr, die von den militanten Homo-Verbänden ausgeht, absolut richtig erkannt. Umso unverständlicher finde ich seine scharfe Ablehnung von kreuz.net und seine unverhohlene Zufriedenheit über dessen (hoffentlich vorübergehendes) Verschwinden vom Netz.. Kreuz.net hat sich oft im Ton vergriffen, das muß man verurteilen. Aber die Seite war (ist) vor allem ein unerschrockener Verteidiger der katholischen Lehre, sie hat Missstände in Kirche und Gesellschaft thematisiert. Es gab dort auch viele gute und wertvolle Beiträge,und anregende Diskussionen. Das wird zu wenig anerkannt. Wir sollten nicht auf die schießen, die mit uns im selben (konservativ katholischen ) Boot sitzen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ein geläutertes kreuz.net bald wieder online wäre.

    • Armin sagt:

      Jean-Louis: Ja aber bitte nur ein geläutertes kreuz net, einiges war zuerst auf dieser Seite zu finden und erst mit Verspätung auf anderen katholischen Internetseiten. Nur die Sprache und besonders die teilweise wahrlich verhetzenden Leserkommentare sollten besser überdenkt werden. Und vor allem in einer Zeit in der die Wahrheit bekämpft wird, solte man der vom Zeitgeist durchseuchten Welt und der „Neuheidnischen Spaß und Wegwerfgesellschaft“ keine Chance geben anzugreifen und vor allem sich festzubeißen.

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

      • Christoph Rebner sagt:

        Kommentare auf kreuz.net sind Schneewittchen und die siebenZwerge gegen das, was auf YouTube stehen gelassen gesehen werden muss!

  16. Kreuzzeichen sagt:

    Hm, ich möchte doch mal etwas Wasser in den Wein schütten. Mich stört ein wenig diese sonderbare Verquickung der angeblichen Medienmacht der Homosexuellenverbände mit dem Thema kreuz.net. Wir sollten als Katholiken uns hüten, den Eindruck zu vermitteln das was diese Homepage da in die Welt pustete habe was mit Gott und Glauben zu tun. Selbst wenn dort auch mal ein richtiger Satz stand, so machte das Umfeld alles kaputt. Warum gibt es eigentlich keine wirklich erfolgreiche, aktuelle, gut informierte, würdig geschriebene, katholische Nachrichtenseite im Netz? Dass die Bischofskonferenz und kirchliche Leute sich da vor den Karren von Herrn Berger und Herrn Gmünder haben spannen lassen kann ich nicht sehen (und das sehen diese auch nicht so, im Gegenteil). Was Pfr. Jolie angeht, mag er zu arglos gewesen sein. Aber vielleicht war an dem Punkt sein Mitteilungsbedürfnis viel zu groß. Und um ihn mache ich mir keine Sorgen. Der kommt wieder!

  17. Nix Kreuzet sagt:

    Man kann immer viel schönreden. Ich sorge mich zuerst um Pfarrer Jolie, nicht um irgendwelche Homo-Aktivisten. Sollten Letztere Offenheit und eine gewisse Bereitschaft zeigen, den Herrn anzunehmen, bin ich gerne auch für sie da, aber nicht für ihre Sünde! Der Herr hat aufgetragen, milde zum Sünder, aber hart gegen die Sünde zu sein. Da haben allerdings manche Bischöfe Nachholbedarf. Und in manchen kath. Medien weiß man ja nicht einmal mehr, was überhaupt katholisch ist, ein solches Durcheinander verzapfen die da.
    Jeder Angriff gegen die Kirche wäre eine Gelegenheit Klartext zur katholischen Lehre zu reden. Wäre… wenn es nicht so viele Drückeberger und Schönredner gäbe.

    • Jean-Louis sagt:

      Warum sorgen Sie sich denn für Pfarrer Jolie? Ein guter, tüchtiger und couragierter Priester. Der Mann hat sich nun aber auch gar nichts vorzuwerfen, und ich wünsche ihm, dass er seinen Weg unbeirrt weiter geht.

      • MisterX sagt:

        Wohlan, Pfarrer Julie hat sich tatsächlich nichts vorzuwerfen. Auch im Pfuhl wird noch der Priester gebraucht. Doch das Lied „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ wird inzwischen auf der (linken) Blockflöte gespielt.

  18. CM sagt:

    Ein ganz ausgezeichneter Kommentar. Herzlichen Dank dafür!

  19. Norbert Lohbreyer sagt:

    Danke Herr Nardi für diesen hervorragenden Kommentar. Auch ich fand das Verhalten des Bistums Mainz gegenüber Pfarrer Jolie völlig unverhältnismäßig. Offenbar hat man hier eine willkommene Gelegenheit genutzt, einen unliebsamen Priester des eigenen Bistums in die Schranken zu weisen. Die Pressemitteilung des Bistums dazu läßt nach meinem Empfinden eine Nähe von Pfarrer Jolie zu Kreuz.net vermuten, die so nie bestanden hat. Die Genugtuung der Bistumsverantwortlichen im Hinblick auf Pfarrer Jolie schimmert durch. So lese ich die PM jedenfalls.

  20. Thomas sagt:

    Ganz hervorragender Kommentar, Danke!

  21. Martina sagt:

    Vergelt´s Gott für den sehr guten Artikel!

    Ich möchte nur anmerken, dass es an einigen Stellen „offiziellen Kirchenvertreter“ statt „Kirche“ hätte heißen müssen. z. B. hier:
    „Der katholischen Kirche nördlich der Alpen kann nur empfohlen werden, sorgsam, sehr sorgsam zu prüfen, …“ oder hier „Die Kirche zu einer Richtungsänderung zu zwingen…“

  22. Carolus sagt:

    „Die Kirche soll, so die Absicht der zahlenmäßig kleinen Homo-Verbände und ihres allerdings großen politischen, medialen und gesellschaftlichen Unterstützerumfeldes in die Knie gezwungen werden.“
    Ich meine sogar, dass die Homolobbys von den globalistischen Strippenziehern instrumentalisiert wurden und werden, um Familie und Kirche zu zerstören.

  23. manfred molls sagt:

    Ich denke, die Diskussion über Kreuz-net, das mir stets auffiel wegen seiner assozialen Fäkalsprache, wird auf das Thema Homosexualität radikal verkürzt. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass diesem Thema insgesamt viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet und auch davon, dass den Interssenvertreter dieser Spezies zuviel an Bedeutung geschenkt wird.
    Das hat aber sicherlich nichts oder zumindest nur am Rande mit der Kreuz-net Diskussion zu tun. Wer wie dieses Forum die höchsten Würdenträger unserer röm. kath. Kirche, einschließlich des Papstes sowie vieler Kardinäle und Bischöfe grob verunglimpft und beleidigt, darf ein Mitwirken seitens verschiediedner kath. Priester nicht erfahren. Deshalb ist es gut, dass Kreuz-net gestorben ist. So kommen solche Katholiken nicht mehr in Versuchung, dort mitzuwirken.

  24. Jean-Louis sagt:

    In der Diskussion wird sich m.E. zu sehr auf die Fehler von kreuz.net focussiert. Kreuz.net war in seiner Grundausrichtung eindeutig katholisch und auch papsttreu. Nicht umsonst zierte fast jeden Tag ein Bild von Benedikt die Nachrichtenzeilen. Natürlich war man auch kritisch gegenüber Bischöfen und verschiedenen Kardinälen. Gerade diese freie Meinungsäusserung, die z.B. auf katn.net nicht möglich ist, machte das Portal so wertvoll. Es gab hochinteressante theologische und weltanschauliche Diskussionen, Gebete, Heiligenbiographien, Lieder, Gedichte, neben hochbrisantem Revelationsjournalismus und Nachrichten aus Kirche und Welt. kreuz.net war liberal, und ließ auch diskutable Beiträge zu; die konnten aber jeder Zeit widerlegt werden. Kreuz.net war wie das Leben: manchmal bunt und schrill, manchmal tiefsinnig, manchmal (zu) polemisch. Als treuer Katholik (ich versuche es zumindest) und großer Bewunderer unseres Papstes Benedikt hoffe ich, dass die Seite bald wieder online geht.

    • besucher sagt:

      Sind Sie sich sicher? Freie Meinungsäußerung oder Dialektik? Papsttreu und wertvoll oder scheinheilig zerstörend? Hochinteressante Diskussionen oder eine Plattform um das Wahre und Heilige zu denunzieren? Liberal oder pluralistisch/relativistisch?

      Eine komplette Umkehrung der Wertevorstellungen kann es ja nicht gewesen sein – oder etwa doch?

      Christus sagt: „Die Lauen speie ich aus.“

      • Jean-Louis sagt:

        Ja, ich stehe dazu, dass eine definitive Abschaltung von kreuz.net ein herber Verlust wäre, Wegen der oben zitierten positiven Punkte. Und weil traditionnellen Katholiken eine Plattform entzogen würde, auf der sie unbeirrt ihre Meinung zum Ausdruck bringen konnte, Missstände anprangern und auch mal Bischöfe und Kardinäle kritisieren durften. Der Ton müsste allerdings ändern und revisionistisch angehauchte Artikel verbannt werden.
        Ihren letzten Satz verstehe ich nicht (es sei denn er ist ironisch gemeint); man kann kreuz.net ja vieles vorwerfen, aber garantiert nicht, dass die Seite lau wäre??!

        • Kreuzzeichen sagt:

          Erstaunlich, durch welche rosarote Brille man das sehen kann. Es war nicht nur der Ton, es war die innere Haltung der Macher! Selbst wenn man die benannten Punkte mit Mühe positiv sehen könne, so zeigen ja auch ander Plattformen, dass es engagierte Diskussionen geben kann, ohne die dauernden persönlichen Angriffe. Auch im Forum von kreuz.net gab es doch lauter Müll und persönliche Attacken gegen jedermann. Ist es „papsttreu“, wenn der Papst beschimpft und seine Äußerungen diffamiert oder herabgesetzt werden. Da kann man noch so viele Bilder bringen. Ist es Gehorsam und Kirchentreu, wenn seine Bischöfe einseitig schlecht gemacht werden, wegen aus Zusammenhängen gerissenen oder reißerisch zugespitzten Bemerkungen und Haltungen. Gebete? Habe ich nie gesehen… Sprechen wir über unterschiedliche Seiten?