Sieg auf ganzer Linie – wer katholisch sein will, muß weiter das Kirchenfeindliche mitzahlen

(Leipzig) Auch vor dem Bundesverwaltungsgericht erlangten die deutschen Bischöfe ihren gewünschten Sieg: Ein Katholik kann nicht vor dem Standesamt erklären, er trete aus der Körperschaft des öffentlichen Rechts aus, um nicht mehr die kirchenfeindlichen Aktionen und Initiativen der deutschen Bischöfe mitzufinanzieren. Das Grundsatzurteil sagt nun: Wer formal aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuern mehr zahlt, ist nicht mehr Mitglied der Glaubensgemeinschaft.

Auch gegenüber dem Vatikan haben sich die deutschen Bischöfe durchgesetzt, was papsttreue Katholiken scharf kritisieren: „Sakramente sind demnach käuflich: Wer Kirchensteuer zahlt, kann die Sakramente empfangen …

In der Kirche ist es offensichtlich möglich, dass Häresien verbreitet werden, Theologen in Memoranden zum Ungehorsam gegen die Kirche, vor allem gegen den Papst aufrufen, Dialogprozesse göttliche Gebote – Verbot der Ehescheidung und Wiederverheiratung – nivellieren, sogenannte kirchliche Vereine im Schutzraum der Kirche gegen sie operieren: Verfehlungen gegen das Depositum Fidei, also gegen das Glaubensgut der Kirche fallen nicht unter den Maßnahmenkatalog der Deutschen Bischöfe. Nur die Verweigerung einzelner, aus Protest gegen Mißstände der genannten Art aus der Steuerzahlergemeinschaft der Kirche auszutreten, wird mit Sanktionen geahndet, die der Exkommunikation gleichzusetzen sind.“

Nach der neuen Reglung der Bischöfe, werden Katholiken, die ihre Kirchensteuerzahlung aus Gewissensgründen einstellen, die Sakramente verweigert. Jenen Katholiken bleibt nur noch, sich Vereinigungen wie der Piusbruderschaft zuzuwenden.

Text: Linus Schneider

Katholisches wird immer für den Leser kostenlos bleiben. Damit das Magazin Tag für Tag mit neuen Artikel weiterhin erscheinen kann sind Zuwendungen notwendig: Unterstützen Sie bitte Katholisches mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

Unterstützen Sie Katholisches auch, indem Sie ihre Bücher über FalkMedien beziehen. FalkMedien hilft uns regelmäßig bei technischen Aufgaben und beteiligt sich bei der Finanzierung von Servertechnik und Administration.

Der WebShop von FalkMedien umfaßt neue und antiquarische Bücher. Bei jedem Kauf, der über Katholisches.info zustande kommt, werden 10 Prozent Provision an Katholisches ausgeschüttet.

FalkMedien liefert jeden erhältlichen Titel: Die Recherche in einem umfassenden Katalog, der auf dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) basiert, ermöglicht es, nahezu alle verfügbaren deutschsprachigen Titel zu beziehen.  -  vlb.falkmedien.de


FalkMedien liefert jedes neue Buch versandkostenfrei ohne Mindestbestellwert.

Print Friendly, PDF & Email
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
quer
Habemus eclesia nationale! Heute hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gesprochen: Es bleibt dabei: Der Staat entscheidet letztlich, wer katholisch ist, und wer nicht. Denn eine Erklärung vor dem Staat ist bindend; auch für die Kirche. Wenn die DBK dies so hinnimmt, oder sich gar darüber freut, dann haben wir in Deutschland eine (katholische?) Staatskirche. Andererseits ist es der Kirche nicht verwehrt, sich via Neuregelung der Kirchenbeiträge aus der Staatsklammer zu lösen. Aber das wird nicht geschehen. Wenn etwa der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte seine Vorgaben v. 13.3.06 entsprechend korrigiert und z.B. das Dekret der DBK bestätigt, dann ist der… weiter lesen »
Jan

Der ganze Streit um die paar Euro Kirchensteuer ist doch lächerlich !
Für was für einen Mist geben die Leute nicht alles sinnlos viel Geld aus.
Die Kirche unterhält viele soziale Einrichtungen für die Menschen aller
Altersstufen.
Auch bei den Piusbrüdern bekommt man nichts umsonst.

quer

Es ist absolut nicht lächerlich, wenn man per Kirchensteuer automatisch das ZdK oder BdKJ mit seinen protestantischen Vorstellungen und Forderungen gegen sein gewissen als Gläubiger unterstützen muß. Ebenso ist es quälend per Kirchensteuer den Ungehorsam der Bischöfe gegen Rom und den Papst z.B. in Sachen Wandlungsworte und der ausbleibenden Kathechese der Gläubigen zu bezahlen.

Der „Austritt“ von der Kirchensteuer aus Gewissensgründen erscheint mir honoriger als das bezahlen o.a. Unfugs und Häresie.

Das gleiche Geld (Kirchensteuerersatz) fließt jetzt von mir an die Petrus-Bruderschaft.

Seinsheim

Kleiner Tipp: Es würde heißen:
Habemus ecclesiam nationalem.

quer

Als ich merkte, daß da die „m“ fehlen, war’s leider zu spät. Keine Korrekturmöglichkeit. Aber danke.

wpDiscuz