Papst-Schülerkreis spricht 2011 über Neuevangelisierung

(Rom) In den ersten Juli-Tagen beginnt der Sommer auch im Vatikan. Seit Papst Benedikt XVI. den Stuhl Petri bestiegen hat, verläßt er um diese Zeit Rom. Auch in diesem Jahr verzichtet er auf einen Aufenthalt in den Bergen und zieht die päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo vor.

Dort wird er sich seinen Studien widmen und dem Manuskript zum dritten Band seines Werks über „Jesus von Nazareth“ den letzten Schliff geben, das den Kindheitsevangelien gewidmet sein wird. Er wird aber auch das jährliche Treffen mit seinem Schülerkreis vorbereiten, das vom 26. bis 28. August in Castel Gandolfo stattfinden wird.

Wie Pater Stephen Horn vor kurzem bei der Vorstellung des Ratzinger-Preises bestätigte, wird das Thema des Treffens die „Neuevangelisierung“ sein. Dazu sind in diesem Jahr als externe Teilnehmer und Referenten die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Universität Dresden) und der Österreicher Otto Neubauer von der Gemeinschaft Emmanuel geladen.

Das erste Treffen Joseph Ratzingers mit einem Kreis ehemaliger Schüler fand 1977 statt, als ihn Papst Paul VI. zum Erzbischof von München und Freising ernannt hatte und er daher seine Lehrtätigkeit aufgeben mußte. Seither ist das Treffen jeweils zu einem bestimmten Thema zu einem Fixpunkt im Jahreslauf geworden.

2005 erhielten die Mitglieder des Schülerkreises zu ihrer Überraschung einen Brief, in dem ihnen der nunmehrige Papst Benedikt XVI. nur wenige Monate nach seiner Wahl mitteilte, daß er an diesem jährlichen Gedankenaustausch trotz seiner Wahl zum Papst festhalten wolle. Die Themen spiegeln die großen Fragen der Zeit wider: der Islam (2005), die Evolution (2006), evolutionistische Theorien (2007), die Passion Christi (2008), Mission und Dialog mit den anderen Religionen und Kulturen (2009), die angemessene Interpretation des Zweiten Vatikanischen Konzils (2010), die Neuevangelisierung (2011). Dem Schülerkreis gehören unter anderen Msgr. Hans-Jochen Jaschke, Weihbischof von Hamburg, Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlicher Rats zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Abt Maximilian Heim von Heiligenkreuz an.

Das Thema Neuevangelisierung ist dem Papst besonders wichtig. Er errichtete dafür ein eigenes Dikasterium, dessen Leitung er Kurienerzbischof Rino Fisichella anvertraute. Den Mitgliedern des neuen „Ministeriums“ beklagte der Papst. bei einer Audienz im vergangenen Mai, den Versuch, das Christentum aus dem „öffentlichen Leben auszugrenzen“. Für Benedikt XVI. „ist Christsein nicht eine Art von Gewand, das man im Privaten oder zu besonderen Anlässen anlegt, sondern etwas Lebendiges und Einnehmendes, das fähig ist, alles Gute der Moderne in sich aufzunehmen.“

(Palazzo Apostolico/Giuseppe Nardi, Bild: Palazzo Apostolico)

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