Primas von Frankreich errichtet neues Priesterseminar, in dem beide Formen des Ritus gleichberechtigt sind

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(Lyon) Der Erzbischof von Lyon und Primas von Gallien, Philippe Kardinal Barbarin, wird ein Priesterseminar errichten, in dem beide Formen des römischen Ritus, die ordentliche und die außerordentliche gleichberechtigt gelehrt wird, wie Paix Liturgique mitteilt.

Die Ankündigung erfolgte durch Kardinal Barbarin im Rahmen der Tagung „Réunicatho“, die vor wenigen Tagen in Versailles stattfand. Das neue Priesterseminar soll mit dem Studienjahr 2010-2011 seinen Betrieb aufnehmen. Die Heilige Messe soll im Seminar täglich auch im alten Ritus gefeiert werden.

Wie die Internetseite Messa in latino kommentiert, sei „endlich jemandem bewußt geworden“, daß „sterbende französische Katholizismus“ den „Zeichen der Zeit“ folgen müsse, daß der Weg der bisher ausgegebenen Parolen wie „mehr Platz den Laien“ oder „weniger Gottesdienste mehr Gottesdienst“ nicht fortgesetzt werden könne. Bisher hatte nur die kleine Diözese Fréjus-Toulon unter der Leitung von Bischof Dominique Rey ihr Priesterseminar auch dem „alten Ritus“ geöffnet mit der Konsequenz, daß Toulon alleine mehr als ein Zehntel aller Priesterberufungen Frankreichs sammelt, sogar mehr als Paris.

Während der Erzbischof von Paris, Kardinal Vingt-Trois erst vor kurzem seinen Amtsbruder von Toulon in der katholischen Tageszeitung La Croix dafür kritisierte und der Bischof von Longres „versprach“, daß die Diözese nach dem jetzigen Touloner Bischof „untergehen“ werde, folgte nun ein Oberhirte dem Beispie von Fréjus-Toulon.

Die Intitiative gehe auf die Priestergemeinschaft Totus tuus zurück, der Msgr. Batut, der Weihbischof von Lyon nahesteht.

(GN)

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