2008 brachte „bisher nicht gekannten“ Pilgerstrom ins Heilige Land

(Jerusalem) Das zu Ende gehende Jahr 2008 führte mehr als 1,5 Millionen Pilger in das Heilige Land. Diese Zahl gab P. Pierbattista Pizzabella, der Kustos des Heiligen Landes gegenüber der italienischen Presseagentur SIR bekannt. P. Pizzabella steht der seit 1217 bestehenden Franziskaner-Ordensprovinz vor, der die Betreuung der heiligen Stätten anvertraut ist. Zur Kustodie des Heiligen Landes gehören u.a. die Grabeskirche in Jerusalem und die Geburtskirche in Betlehem. Der Provinzobere des Franziskanerordens sprach geradezu von einem „Pilger-Boom“, der ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreichte, nachdem schwierige Jahre vorausgegangen waren.

Als Gründe nannte er vor allem den Rückgang der Gewalt im Heiligen Land, „wenngleich die Lage im Gazastreifen schwerwiegend bleibt“. Aus politischer Sicht sei das Jahr 2008 sehr „zerbrechlich“ gewesen, so der Kustos des Heiligen Landes. Es habe keine besonderen Fortschritte gegeben. „Die Konferenz von Annapolis ist gescheitert, während wir nun die Krise in Israel erleben“, so P. Pizzabella. Zum anschwellenden Pilgerstrom trage bei, daß die Medien immer seltener im Zusammenhang mit dem Heiligen Land über Gewalttaten berichten, ebenso gäbe es eine stärkeres Entgegenkommen Israels in der Visa-Frage, wenn auch nicht für arabische Länder, so der Leiter der Kustodie. Nicht zuletzt nannte P. Pizzabella als Grund die Einladung des Papstes an die Gläubigen, die heiligen Stätten zu besuchen, an denen Jesus Christus lebte und wirkte.

Für die Weihnachtsvigil bestätigte die Kustodie des Heiligen Landes die Anwesenheit des palästinensischen Präsidenten Abu Mazen in der Geburtskirche von Betlehem. (SIR/JF)

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