Inszenierung eines neuen Kulturkampfes

(Limburg/ Gießen) Die „Inszenierung eines neuen Kulturkampfes“ beobachtet der Theologe Linus Hauser (Gießen). In einem Beitrag für das Magazin Eulenfisch“ kritisiert der Professor für Systematische Theologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen die Giordano-Bruno-Stiftung: Diese „Vereinigung von bekennenden Wissenschaftsgläubigen“ wolle beweisen, warum eine Welt ohne Gott die beste aller Welten sei. Dieser neue „ideenpolitische Atheismus“ ist nach Einschätzung Hausers auch ein „unkritischer Spiegel aktueller Technologieschübe“. Der Theologe erinnert an den „populären Wissenschaftsglauben“, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden war und schreibt in seinem Magazinbeitrag: „Gott schenke uns wieder niveauvolle Atheisten.“

Der  Herausgeber Dr. Eckhard Nordhofen bezeichnet die Giordano-Bruno-Stiftung im Vorwort als neuen „Kampfverband gegen alle Religionen“, der in „fundamentalistischen Christen den Feind des Fortschritts und Weltfriedens ausgemacht“ habe. Nach Überzeugung Nordhofens gibt es in Deutschland jedoch keine nennenswerten geistigen Kräfte, die auf eine wissenschaftliche Bibel-Auslegung (Exegese) verzichten und zu einem naiven Verständnis der Bibeltexte anleiten: „Die großen Kirchen haben jedenfalls damit kaum etwas zu tun.“ Nordhofen, der Dezernent für Bildung und Kultur im Bistum Limburg ist, schreibt: „Das mag in Amerika anders sein, rechtfertigt aber nicht den Import eines Kulturkampfes, dessen Feindbild hier zuerst einmal künstlich erzeugt werden muß“. Es spreche nichts gegen eine faire und argumentative Auseinandersetzung mit Kritikern des Glaubens: „Sie zwingen uns dazu, unsere Argumente zu schärfen und zu differenzieren.“

(PM/RGE/ JF)

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