AsiaNews wehrt sich gegen Kritik

Skeptisch zu Abkommen China-Vatikan, nicht „gegen den Papst“

Skepsis gegenüber Abkommen mit dem kommunistischen China dürfe nicht als Gegnerschaft zu Papst Franziskus verstanden werden, so der Chefredakteur von AsiaNews.
Skepsis gegenüber Abkommen mit dem kommunistischen China dürfe nicht als Gegnerschaft zu Papst Franziskus verstanden werden, so der Chefredakteur von AsiaNews.

„In Sachen Abkommen zwischen China und dem Vatikan sind wir skeptisch und nicht ‚gegen den Papst‘. AsiaNews ist weder optimistisch noch pessimistisch, sondern realistisch. Die ‚gezielten‘ Bischofsernennungen führen bereits heute zum Abwürgen der Kirche. Die ‚Partei der Optimisten‘ schweigt zu den Kirchenzerstörungen, zu den Verboten für Jugendliche an der Heiligen Messe teilzunehmen und zur strengen Überwachung von Priestern und Gläubigen. Die katholische Untergrundkirche darf nicht als ‚Abfall‘ betrachtet werden.“

P. Bernardo Cervellera, Chefredakteur des Pressedienstes AsiaNews, am 5. März 2018 zur Kritik am Pressedienst wegen seiner kritischen Haltung zu dem vom Vatikan angestrebten Abkommen mit der Volksrepublik China. AsiaNews hatte Ende Januar das vatikanische Doppelspiel in den Beziehungen zur Volksrepublik aufgedeckt.

Bild: AsiaNews



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2 Kommentare

  1. Nachdem der chinesische Staatsführer sich soeben in seinem Amt auf Lebenszeit bestätigen lässt, stellt sich nunmehr die ernsthafte Frage, welche Institution eine ins Auge gefasste Weltherrschaft den Sieg erringen wird: Das sog. Weltethos, wie es der Tübinger Theologe Hans Küng schon mal maßgeblich mitpostuliert hat? Oder das marxistisch-sozialistisch-kommunistische Gedankengut chinesischer Ausprägung? Oder beides zusammen?

    Dazu eine seltsame, aber aufschlussreiche Interview-Äußerung des Papstvertrauten und Kanzlers der Päpstl. Akademie der Wissenschaften (und wahrscheinlichen) Purpuranwärters) Kurienbischof Sorondo: In China gälten beispielhaft die „Prinzipien des Schutzes von Leben und Umwelt“, und dort bestimme die Wirtschaft nicht die Politik. Wörtlich: „Es sind die Chinesen, die derzeit die Sozialdoktrin der Kirche am besten verwirklichen.“

    • N.b. – Bleibt eigentlich im Moment nur noch zu erwähnen, dass gerade eben die Volksrepublik China beschlossen hat, ihren Militärhaushalt um 8,1 Prozent zu erhöhen. Umgerechnet liegt der Etat damit in diesem Jahr bei 140 Milliarden Euro. Selbst wenn es sich „nur“ um reine und nichts als um reine Verteidigungsausgaben handeln sollte – gegen wen oder was will man sich eigentlich verteidigen? Gegen den Dalai Lama? Gegen die katholische Untergrundkirche? Oder gedenkt man gar, den Vatikan zu verteidigen – im Falle eines IS-Angriffs oder von fundamentalistischen Christen? Kurienbischof Sorondo, der Papst, sein Staatssekretär Kard. Parolin, Kard. Maradiaga usw. sollten sich das alles mal gut durch den Kopf gehen lassen.

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