Seltene Begegnung auf dem Petersplatz

Papst Franziskus besuchte umstrittene Weihnachtskrippe

Papst Franziskus nach dem Te Deum zum Jahresschluß vor der umstrittenen Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz.
Papst Franziskus nach dem Te Deum zum Jahresschluß vor der umstrittenen Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz.

(Rom) Zum Jahresschluß suchte Papst Franziskus, wie es traditionell so üblich ist, nach der Vesper und dem Te Deum die große Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz auf.  Dort begrüßte er eine Reihe von Persönlichkeiten, dabei kam es zu einer seltenen Begegnung.

Die Krippe stand in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt von Irritationen und Polemiken. Sie soll in diesem Jahr die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit darstellen und ist ein Geschenk der Benediktinerabtei auf dem Montevergine in Kampanien. Für Irritationen sorgte eine homoerotische Konnotation, die manche in ihr sehen. Eine Wahrnehmung, die durch den Jubel und die Genugtuung von Homo-Organisationen verstärkt wurde. Am Heiligen Abend und am Christtag war es zu Femen-Attacken auf die Krippe gekommen. Eine „Sextremistin“, wie sich die Politsöldnerinnen von Femen, die nicht selten aus dem Rotlichmilieu rekrutiert sind, riß dabei das Jesuskind aus der Krippe und schleuderte es zu Boden.

Franziskus begrüßt Kardinal Castrillon Hoyos
Franziskus begrüßt Kardinal Castrillon Hoyos

Am Rande des Krippenbesuchs grüßte Papst Franziskus verschiedene Personen wie Vatican News, die neue Nachrichtenplattform des Heiligen Stuhls, mit einem Video ins Bild setzte. Unter den vom Papst Begrüßten befand sich auch ein hochrangiger Kirchenvertreter, der schon lange nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten war und noch weniger im Umfeld von Papst Franziskus.

Am 31. Dezember war der inzwischen 88 Jahre alte Darío Kardinal Castrillón Hoyos auf dem Petersplatz erschienen. Der Kirchenjurist war 1976 von Papst Paul VI. in seiner Heimat Kolumbien zum Bischof von Pereira ernannt worden. 1982 erfolgte durch Papst Johannes Paul II. die Berufung zum Erzbischof von Bucaramanga. Nachdem der Erzbischof an der Veröffentlichung des neuen Katechismus der Katholischen Kirche mitgeawirkt hatte, berief ihn Johannes Paul II. 1996 nach Rom und ernannte ihn zum Präfekten der Kleruskongregation. 1998 kreierte er ihn zum Kardinal.

2006 ersetzte ihn Papst Benedikt XVI. an der Spitze der Kleruskongregation durch Kardinal Claudio Hummes, eine der kuriosesten Personalentscheidungen jenes Pontifikats. Von 2000 – 2009 war Kardinal Castrillon Hoyos Vorsitzender der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei für die altrituellen Gemeinschaften der Kirche. Seit 2008 ist er Kardinalpriester. Aus Altersgründen konnte er nicht mehr am Konklave von 2013 teilnehmen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican News (Screenshots)

 

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