Christenverfolgung

30 Seminaristen wegen Adventsliedern von Hindunationalisten festgehalten

Hindunationalisten nahmen zwei Priester und 30 Seminaristen als Geiseln.
Hindunationalisten nahmen zwei Priester und 30 Seminaristen als Geiseln.

(Neu Delhi) Im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh wurden gestern 30 Seminaristen und zwei Priester mehrere Stunden von Hindunationalisten als Geiseln festgehalten.

Die Seminaristen und die Priester gehören zum Priesterseminar St. Ephrem von Satna. Sie befanden sich auf dem Weg in einen entlegenen Ort, um dort wie jedes Jahr Adventslieder vorzutragen.

Gegen 20 Uhr (Ortszeit) wurden sie von Hindunationalisten angehalten und unter Zwang zur nächsten Polizeistation getrieben. Die Polizisten nahmen die Aussagen des Mobs auf und stellten die Identität der Katholiken fest. Dann wollten sie diese wieder gehenlassen. Der aufgebrachte Mob akzeptierte das aber nicht und hielt sie durch Blockade der Polizeistation darin fest.

Erst als sich die Menschenansammlung im Laufe der Nacht auflöste, konnten die Priester und Seminaristen das Gebäude verlassen. Eines ihrer Fahrzeuge war von den Hindunationalisten angezündet worden und völlig ausgebrannt.

Der Vorfall war bereits die zweite antichristliche Episode in diesem Advent in Madhya Pradesh. Am 10. Dezember waren vier Pflingstler in Kalibai mit der Begründung eingesperrt worden, für Weihnachten zu beten.

Pater Stephen Maria, der kirchliche Medienbeauftragte für den Bundesstaat sagte zu AsiaNews: „Die Freiheit, den Glauben praktizieren und bekennen zu können, wird von den Extremisten, nicht akzeptiert.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews



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