Tagung und Wallfahrt: Zehn Jahre Summorum Pontificum 2007-2017

Internationale Wallfahrt Populus Summorum Pontificum zum Grab des Apostelfürsten Petrus
Internationale Wallfahrt Populus Summorum Pontificum zum Grab des Apostelfürsten Petrus unter dem Motto "10 Jahre Motur proprio Summorum Pontificum". Der Wallfahrt geht am 14. September eine Tagung am Angelicum voraus.

(Rom) Vom 14. – 17. September 2017 findet in Rom eine Tagung zu Summorum Pontificum statt. Anlaß ist der zehnte Jahrestag seit Inkrafttreten des von Papst Benedikt XVI. erlassenen Motu proprio. Direkt im Anschluß daran folgt die diesjährige internationale Wallfahrt der Tradition zum Grab des Apostelfürsten Petrus.

Benedikt XVI. erließ mit Datum vom 7. Juli 2007 ein für die ganze lateinische Kirche des Römischen Ritus geltendes Gesetz de usu extraordinario antiquae formae Ritus Romani. Vor zehn Jahren trat es am 14. September 2007 in Kraft.

Darin klärte Benedikt XVI. eine seit der Liturgiereform von Paul VI. von 1969 umstrittene Frage, indem er erklärte, daß die überlieferte Form des Römischen Ritus, wie sie vor der Liturgiereform in Geltung war, nie abgeschafft oder gar verboten wurde, sondern beide Formen, die vor 1969 und die seit 1969, gleichermaßen rechtgläubige Formen des Römischen Ritus sind. Zugleich stärkte er die Stellung der überlieferten Form, die von jedem Priester ohne weitere Genehmigung zelebriert werden darf.

Hochkarätige Tagung am 14. September
Hochkarätige Tagung am 14. September

Während die von Benedikt XVI. als „außerordentlich“ bezeichnete Form vor der Liturgiereform unter seinem Pontifikat eine schnelle Renaissance erlebte, geriet deren weitere Ausbreitung unter seinem Nachfolger Franziskus ins Stocken. Ausschlaggebend dafür sind dessen geringes Interesse an der heiligen Liturgie und seine demonstrativ zur Schau gestellte Abneigung gegen die Tradition. Die Absetzung oder Bestrafung führender, traditionsverbundener Oberhirten verstärkte diesen Eindruck.

Dennoch spielt die Tradition durch den Niedergang einer progressiven Theologie und Pastoral eine zunehmende Rolle in der Kirche. Zum 10. Jahrestag wird eine hochkarätig besetzte Tagung eine Bilanz zum Motu proprio Summorum Pontificum versuchen. Referenten sind unter anderen P. Vincenzo M. Nuara OP, Msgr. Guido Pozzo, Gerhard Kardinal Müller, Abt Jean Pateau, Martin Mosebach, Robert Kardinal Sarah, Msgr. Markus Graulich und Ettore Gotti-Tedeschi.

Die Tagung steht unter dem Motto: „Das Motu proprio Summorum Pontificum von Benedikt XVI.: Eine neue Jugendlichkeit für die Kirche“. Die Tagung findet am Angelicum, der Universität des Dominikanerordens in Rom statt. Online-Anmeldungen sind noch bis zum 11. September, 20.00 Uhr möglich. Der Tagungsbeitrag beträgt 30 Euro. Anschließend ist die Anmeldung nur mehr direkt beim Tagungssekretariat möglich.

Die Tagung geht der diesjährigen internationalen Wallfahrt des Populus Summorum Pontificum voraus, die erstmals 2012 stattfand. Sie steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des 10. Jahrestages des Motu proprio (2007 – 2017).

Pontifikalamt im überlieferten Ritus im Petersdom – Zelebrant: Kardinal Carlo Caffarra

Am Abend des 14. September, Fest Kreuzerhöhung, wird Kurienerzbischof Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses, in der Basilica San Marco Evangelista auf dem Kapitol (Piazza Venezia) die Vesper zelebrieren.

Am Freitag, dem 15. September findet um 16 Uhr beim Kolosseum eine Kreuzwegandacht durch das Institut Christus König und Hoherpriester statt. Um 19 Uhr wird deren Generaloberer, Msgr. Gilles Wach, in der Basilika Santa Maria sopra Minerva eine Heilige Messe zelebrieren.

Ihren Höhepunkt wird die Wallfahrt am Samstag, dem 16. September haben. Ab 9 Uhr wird in der Kirche Chiesa Nuova (Santa Maria in Vallicella, am Corso Vittorio Emanuele II) von P. Jean-Cyrille Sow (FSSP), dem neuen Pfarrer der Personalpfarrei des alten Ritus von Santissima Trinità  dei Pellegrini, eucharistische Anbetung gehalten. Von dort führt um 11 Uhr Kurienerzbischof Guido Pozzo, Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, eine Prozession in den Petersdom, wo anschließend von Carlo Kardinal Caffarra ein feierliches Pontifikalamt zelebriert wird.

Für den Klerus wird im Anschluß von Paix Liturgique und der FIUV (anläßlich ihres 50. Bestehens) ein Mittagsbuffet ausgerichtet, an dem auch Raymond Kardinal Burke teilnehmen wird, und das Gelegenheit zum zwanglosen Gedankenaustausch bieten soll.

Am Sonntag, dem 17. September, wird P. Dominique-Marie de Saint-Laumer, Generalprior der Fraternité Saint Vincent Ferrier (FSVF, Bruderschaft St. Vinzenz Ferrer), einer Ordensgemeinschaft altritueller Dominikaner, in der Kirche Santissima Trinità  dei Pellegrini ein Hochamt im dominikanischen Ritus zelebrieren.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/summorumpontificum2017.org (Screenshot)

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1 Kommentar

  1. Summorum Pontifikum erinnert an dieser Stelle, wie sehr die Allgemeinheit der katholische Kirche überrascht ist, wenn sie so lange Zeit danach herausfindet, welche Inhalte das zweite Vatikanische Konzil hatte und welche Möglichkeiten, in dem Fall alte und neue Messe, es beinhaltet.
    Zweites Vatikanum heißt weder ausschließlich neue Messe, noch Handkommunion. Aber wer macht sich schon die Mühe die Dokumente von damals zu lesen? Bequemer ist es für viele, einfach den ‚Geist des Konzils‘ zu beschwören.
    Wie auch die Weltlichkeit bequemer ist als der wahrhaftige katholische Glaube.
    Und bequemer ist es mit Sicherheit auch, statt sich für die katholische Kirche, den Glauben, die Lehre Jesu Christi einzusetzen, stattdessen irgendein im Kern überflüssiges Amt einzunehmen(Lektor, Kommunionhelfer, Pastoralassistenz), sich fotografieren zu lassen, auf eine Bühne zu stellen und das als etwas Gutes, als Pluspunkt vor Gott darzustellen. Gleich wie wenn sie irgendeine Arbeit annehmen würden, die für Gott aber keine einzige Seele rettet, stattdessen dem Modernismus in der katholischen Kirche zuarbeitet.

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