[Update] Papst Franziskus über den Klimawandel: „Der Mensch ist ein Tier und dumm“

Papst Franziskus auf dem Rückflug von Kolumbien nach Rom. Auf eine Journalistenfrage zum Klimawandel bezeichnete er den Menschen als "Tier" und als "dumm".
Papst Franziskus auf dem Rückflug von Kolumbien nach Rom. Auf eine Journalistenfrage zum Klimawandel bezeichnete er den Menschen als "Tier" und als "dumm".

(Bogota) Auf dem Rückflug von Kolumbien nach Rom stellte sich Papst Franziskus gewohnheitsgemäß den Fragen der mitfliegenden Journalisten. Eine Frage betraf den Hurrikan Irma und den Klimawandel. Franziskus gab sich in seiner Antwort „apokalyptisch“, bezeichnete den Menschen als „Tier“, das obendrein noch dümmer als alle anderen Tiere sei. Kritiker der These von einer menschenverschuldeten Erderwärmung würden von Panikmache sprechen.

Elena Pinardi (EBU-UER): Während unseres Fluges kommen wir nahe am Hurrikan Irma vorbei, der – nachdem er Dutzende Tote in der Karibik verursachte – sich nun auf Florida zubewegt mit sechs Millionen Evaquierten. Mit dem Hurrikan Harvey gab es fast gleichzeitig drei Hurrikane in der Gegend. Die Wissenschaftler denken, daß die Erwärmung der Ozeane die saisonsbedingten Hurrikane intensiver mache. Gibt es eine moralische Verantwortung der politischen Führer, die eine Zusammenarbeit mit anderen Staaten zur Kontrolle der Treibhausgase ablehnen, weil sie bestreiten, daß dieser Wandel ein Werk des Menschen ist?

Papst Franziskus: Wer das leugnet, muß zu den Wissenschaftlern gehen und sie fragen: Sie sprechen sehr klar und präzise. Am vergangenen Tag, als die Nachricht jenes russischen Schiffes veröffentlicht wurde, das von Norwegen bis Japan, bis Taipei, fuhr mit einem Nordpol ohne Eis, veröffentlichte eine Universität eine andere Nachricht, die besagt: „Wir haben nur drei Jahre, um umzukehren, andernfalls werden die Folgen schrecklich sein.“ Ich weiß nicht, ob die drei Jahre stimmen oder nicht, aber wenn wir nicht umkehren. Die Folgen des Klimawandels sieht man und die Wissenschaftler sagen klar, welcher Weg zu gehen ist. Und wir alle haben unsere moralische Verantwortung, ob groß oder klein: akzeptieren, Meinungen sagen, Entscheidungen treffen, und wir müssen sie wirklich treffen. Ich glaube, daß es eine sehr ernste Sache ist. Jeder hat seine moralische Verantwortung. Die Politiker haben die ihre. Einer soll die Wissenschaftler fragen, die sind sehr klar, und dann entscheiden. Die Geschichte wird über seine Entscheidungen urteilen.

Enzo Romeo (RAI): Viele Male haben Sie in Kolumbien von der Notwendigkeit gesprochen, mit der Schöpfung Frieden zu schließen und die Umwelt zu respektieren, um einen stabilen sozialen Frieden zu schaffen. Wir sehen die Folgen des Klimawandels auch in Italien. Wie sie wahrscheinlich wissen, gab es Schäden mit vielen Toten in Italien…

Papst Franziskus: Nach dreieinhalb Monaten der Trockenheit.

Enzo Romeo: Warum läßt das Bewußtsein vor allem der Regierungen aufs ich warten, die hingegen in anderen Bereichen schnell reagieren, zum Beispiel im Bereich der Aufrüstung? Wir sehen zum Beispiel die Koreakrise. Auch dazu hätte ich gerne Ihre Meinung.

Papst Franziskus: Mir fällt ein Satz aus dem Alten Testament ein, ich glaube in den Psalmen: Der Mensch ist dumm, ein Dickkopf, der nicht sieht. Das einzige Tier der Schöpfung, das den Fuß auf das gleiche Loch stellt, ist der Mensch. Das Pferd u.a. tun das nicht. Es gibt die Überheblichkeit, die Selbstgenügsamkeit … und dann gibt es den „Taschengott“ zu vielen Entscheidungen, nicht nur zur Schöpfung, sie hängen vom Geld ab. Heute in Cartagena habe ich mit einem armen Teil der Stadt begonnen. Auf der anderen Seite war die touristische Gegend, Luxus, und zwar Luxus ohne moralische Grenzen. Aber jene, die dorthin gehen, bemerken das nicht? Die soziopolitischen Beobachter bemerken das nicht? Der Mensch ist dumm, sagte die Bibel. Wenn man nicht sehen will, sieht man nicht. Man schaut nur auf eine Seite. Von Nordkorea verstehe ich jene Welt der Geopolitik nicht, aber ich denke, daß es dort um einen Interessenkonflikt geht, der mir entgeht. Ich kann es nicht erklären, aber das andere ist wichtig: Es fehlt das Bewußtsein.

Papst bezeichnet Mensch als Tier
Papst bezeichnet den Menschen als „Tier“

[Update 19.9.17 15:50 Uhr Inzwischen erfolgte die offizielle Bestätigung der Aussage von Papst Franziskus, der Mensch sei ein „Tier“ und noch „dümmer“ als alle anderen Tiere, durch den Vatikan. Aufder Internetseite des Heiligen Stuhls wurde eine Transkription der fliegenden Pressekonferenz veröffentlicht. Die Stelle ist im nebenstehenden Bildschirmkopie rot unterstrichen.]

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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33 Kommentare

  1. Der Papst bezeichnet in diesem Interview den Menschen als Tier. In der biblischen Schöpfungsgeschichte wird aber zwischen Mensch und Tier ein ganz klarer Unterschied gemacht. Gott hat nur den Menschen nach seinem Abbild geformt und ihm seinen Geist eingehaucht. -Aber auch in den neuen Denkrichtungen, welche mit dem christlichen Glauben nichts gemeinsam haben, möchte man die Menschen dazu bringen, dass sie sich der Evolutionstheorie unterwerfen und akzeptieren, dass der Mensch eben nur ein höher entwickeltes Tier ist.
    Hier fragt man sich wieder einmal, welchem Gedankengut hängt dieser Papst eigentlich an?

    • Wie kann ein Papst, der ja zwingend die Priesterweihe besitzt, und darum im Normalfall vom Heiligen Geist geleitet ist, wie kann er dann solche Worte wählen? Der Heilige Geist gibt die Worte, die aus dem Mund von Papst Franziskus kommen ihm gewiss nicht ein.
      Man braucht nicht viel Bibelkenntnis, um zu wissen, dass Gott die Tiere dem Menschen gab und sie nicht die Hilfe waren, die ihm entsprach. Und genau darum erschuf Gott die Frau, die endlich eine Hilfe war die dem Mann(dem ersten und einzigen Menschen bis dahin) entsprach. Zwischen Mensch und Tier wird also ein genauer Unterschied gemacht, von der Bewertung her. Wie in Genesis nachzulesen ist. Dem widerspricht Papst Franziskus aber. Und wenn es im Ärger über die Gegner des Klimawandels geschieht, so gehört es sich für einen Papst nicht, diesen Ärger öffentlich und auf diese niveaulose Art und Weise durch Worte zu zeigen. Keiner seiner Vorgänger tat das.

    • Hochgeehrter @juni19,
      Vollkommen richtig kontrastieren Sie die Worte der Hl. Schrift einerseits mit diesen zutiefst unchristlichen Worten von Bergoglio.
      Wie wichtig diese Sonderstellung des Menschen in der biblischen Schöpfungsgeschichte ist, wird durch die sprachliche Gestaltung: Wiederholung mit Wörterinversion, besonders deutlich:
      „…Und Gott schuf den Menschen nach Seinem Bilde; nach Seinem Bilde schuf Er ihn…“.
      Und dann haucht Er ihm Atem, d.h. Leben und Denken ein.

  2. Es gibt eine interessante Website zum Thema Klimawandel, die als „Ergänzung“ oder auch als „Korrektiv“ zum Thema „Klimawandel“ gesehen werden kann:

    https://www.eike-klima-energie.eu

    Ich wußte gar nicht, daß der Mensch ein Tier ist? Er unterscheidet sich doch entscheidend von diesem, denn er hat etwas, was das Tier nicht hat: einen vernunftbegabten Geist, der das Unterscheidungsmerkmal von Mensch und Tier par excellence ist. Der Mensch als Krone der Schöpfung gehört nicht nur der materiellen Welt an, sondern auch der geistigen. Der dreifaltige Gott sagt schon im Schöpfungsbericht (sinngemä0): „Laßt uns den Menschen machen nach unserem Abbild.“ Der Mensch ist das Abbild Gottes hier auf Erden, nicht der Tiere!

    • Ja Tuor, so ist es.
      Jedem der mit verschiedenen Tieren zu tun hatte ist bekannt, dass Tiere keine
      vernunftbegabten Wesen sind. Sie folgen nur ihren Instinkten wie dem Selbsterhaltungs- und dem
      Fortpflanzungstrieb.
      Alle ihre Handlungen lassen sich aus diesen Trieben ableiten.
      Der „Klimawandel“ ist nicht
      von Menschen verursacht sondern von der Sonne, welche seit fünfzig Jahren so aktiv ist wie seit 8000 Jahren nicht mehr.

      • Was Sie pauschal über Tiere sagen stimmt so nicht. Es gibt Tiere, die primär-rekombinatorische Fähigkeiten haben. Der Mensch im Allg. entwickelt seine kognitiven Fähigkeiten in vier Stufen. (aber nicht jedes Individuum erreicht die 4.) Die Frage wäre, bis zu welcher Stufe welche Tiere kognitive Entwicklung durchlaufen. Auch bzgl. Altruismus wird es schwierig, weil manche Tiere derartiges zeigen. Letztlich ist sind die eigentlichen Unterschiede die Fähigkeit Wissen aushalb eines jeden Individuum zu speichern, einen freien moralischen Willensakt zu setzen (Erkenntnis von Wahr+Gut gegen Falsch+Böse), die Fähigkeit ein göttliches Wesen lieben und anbeten zu können und damit die Unsterblichkeit der menschlichen Seele.

      • Die 8000 Jahre, die Sie anführen, beziehen diese sich auf das Alter der Schöpfung und der Erde speziell? Ich persönlich gehe auch von einem ca. 8000-jährigen Alter der Schöpfung aus.

        In diesem Zusammenhang möchte ich auf zwei Forscher aufmerksam machen, die beide auf ihre Art und Weise Bahnbrechendes geleistet haben. Beide waren auch Verteidiger des vierfachen Schriftsinnes der Bibel und haben besonders deren historischen Schriftsinn herausgestellt. Diese beiden Forscher waren der Deutsche Gustav Seyffarth und der Franzose Fernand Crombette. Von letzterem gibt es eine Webseite von CESHE; einfach den Namen Fernand Cromebtte oder CESHE in die Browser-Suchfunktion eingeben. Die Seite von CESHE hat ihre deutsche Seite noch nicht so weit ausgebaut; wahrscheinlich fehlt es an entsprechenden Übersetzern. Aber in anderen Sprachen, vor allem Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch ist schon mehr vorhanden. Draufschaun lohnt sich allemal, vor allem, wenn sich Katholiken auch im biblischen und/oder wissenschaftlichen Bereich stärken wollen.

    • Warum scheint der vernunftbegabte Mensch dann seine Vernunft nur sehr sparsam einzusetzen? Hat der Mensch denn aus der Geschichte etwas gelernt? Warum ist der Mensch mit seiner Vernunft nicht aktiver, seinen ihm von Gott anvertrauten Lebensraum nach Kräften zu schützen? Tiere sind nicht so „dumm“, ihren Lebensraum mutwillig herunterzuwirtschaften.

  3. Es ist wieder einmal schwer begreiflich, dass solche Worte von einem Papst ausgesprochen wurden.
    Dass der lebendige Gott der Menschheit jederzeit Strafen für ihre Sünden schicken kann scheint seit „dem Konzil“ in Vergessenheit geraten zu sein. Stattdessen wird von Klimawandel geredet, um mangels besserer Erkenntnis Wetterextreme zu betiteln. Und dass „der Papst“ wieder einmal Politik betreibt, sich weltlichen Problemen widmet statt der Seelsorge, kennzeichnet traurigerweise weiterhin die Amtszeit von Papst Franziskus. Oder könnte das an den Journalisten-Fragen liegen, die in diese Richtung zielen?

  4. Psalm 14: Die Torheit der Gottlosen
    Psalmentext
    „1 Von David, vorzusingen.
    Die Toren sprechen in ihrem Herzen:
    »Es ist kein Gott.«
    Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel;
    da ist keiner, der Gutes tut.
    2 Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder,
    dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
    3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben;
    da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.
    4 Will denn das keiner der Übeltäter begreifen, /
    die mein Volk fressen, dass sie sich nähren,
    aber den Herrn rufen sie nicht an?
    5 Da erschrecken sie sehr;
    denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.
    6 Euer Anschlag wider den Armen wird zuschanden werden;
    denn der Herr ist seine Zuversicht.
    7 Ach dass die Hilfe aus Zion über Israel käme /
    und der Herr sein gefangenes Volk erlöste!
    So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.“

    Meint Franziskus den oben genannten Psalm? Da geht es aber um die Torheit /Dummheit der Gottlosen, also jener die sagen dass es keinen Gott gibt. Was hat dies jedoch mit den Klimawandel zu tun?
    Robert S

  5. Die Wissenschaftler sagen aber auch, dass sich der magnetische Dipol der Erde gerade zu einem Quadrupol entwickelt. Bis dann irgendwann ein Polsprung erfolgen wird. Diese Forschungen sind wie gesagt nicht aus der Esoterik-Ecke oder von Gläubigen angeblicher Prophezeiungen oder so. Wenn nun aber das Magnetfeld der Erde so eklatant verändert ist und sich weiter ändert, dann ist auch seine Wirkung als Schirm gegen Strahlung aus dem All (insbesondere von unserer Sonne) anders. Und da wo die Feldliniendichte sinkt, sinkt die Abschrimwirkung. Es ist schon seit Jahren bekannt, das sich Flugreisende über dem Südatlantik einer stark erhöhten Dosis ionisierender Strahlung aussetzen. Weit mehr als bei anderen Flugrouten. Warum sollte diese erhöhte Absorption von Strahlung in den entsprechende Gebieten der Erdoberfläche (Ozean) nicht zu einer Erhöhung der Temperaturen führen? Da ich aber nicht der Papst bin, werde ich nicht dekretieren, dies ist die Ursache für die Hurrikane. Möchte aber andere Menschen anregen darüber nachzudenken.

    • Der Flugverkehr müsste überhaupt verboten werden,
      weil dieser zu leichterer Durchlässigkeit bestimmter, die Erdoberfläche aufheizenden, Strahlungsfrequenzen der Sonnenstrahlung führt, weil durch den Flugverkehr der prozentuelle Sauerstoffmoleküle-Anteil der Luft in höheren Luftschichten, welcher am Erdboden einlangende Hitzestrahlung vermindert, nicht unbedeutend vermindert wird.
      Machte in höheren Wasserschichten gebildetes Phytoplankton, das für die Produktion des Großteils des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich ist, 1950 noch 80 % der Sauerstoffproduktion auf der Erde aus, so ist dieser Anteil bis dato um 40 % (von 80%) auf nun 50 % zurückgegangen, bei gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden übrigen Luftsauerstoffproduktionssystemen (Landpflanzen etc.). Dieser Rückgang wird ebenso auf die höhere Heizstrahlenintensität des Sonnenlichts auf der Meeresoberfläche zurückgeführt.
      Containerschiffe, Öltanker, Frachter, Kreuzfahrtschiffe laufen mit billigstem, schwerem Dieselöl; dem giftigsten Treibstoff, der überhaupt erhältlich ist. Allein die fünfzehn größten Schiffe der Welt stoßen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, errechnete der Naturschutzbund Deutschland in einer Studie. Die Weltflotte von rund 90’000 Schiffen verbrennt etwa 370 Millionen Tonnen Treibstoff pro Jahr und pustet 20 Millionen Tonnen Schwefeloxid in die Luft.

      • Meine Idee einer Kausalität zwischen Magnetpolwanderung/Quadrupolbildung und Klimawandel sollte man vielleicht auch mal anders herum denken. Nicht nur von oben, sondern auch von unten. Denn wenn im Inneren der Erde derartige Vorgänge ablaufen, können die vielleicht auch mit für eine Erwärmung der Meere sorgen. Und die erwärmten Meere speichern dann weniger CO2. Denn die Kausalität ist ja so herum: erst Erwärmung dadurch mehr CO2 in der Luft und nicht wie überall gesagt wird erst mehr CO2 in der Luft dadurch Erwärmung. Also Frage: Wird seit einigen Jahrzehnten der beschleunigten Polwanderung mehr Wärme aus dem Erdinneren in die Ozeane geleitet?

        Im Übrigen denke ich, Naturwissenschaft fällt nicht in die Kompetenz eines Papstes und jeder(!) sollte bei Einmischung in naturwissenschaftliche Fachdiskussionen immer vorsichtig sein, sich nicht lächerlich zu machen.

        • Die Chlorophyll-Masse hat hunderte Millionen Jahre benötigt um durch ausreichend Luftsauerstoffproduktion
          für tierisches Leben an Land und unser Leben,
          durch Umwandlung (Aufspaltung) von Kohlendioxyd in Sauerstoff und Kohlenstoff (der von uns wieder an die Erdoberfläche geholt und mit Luftsauerstoff zu Kohlendioxid verbrannt wird),
          zu ermöglichen.
          Wenn wir jetzt wieder eine Sauerstoff ärmere Uratmosphäre erzeugen, wird das Folgen haben.
          Die Schöpfung ist kein Zufallsprodukt,
          sondern ein Gefüge.

        • Die Bibel ist das Wort Gottes. Schon von alters her hat die Kirche als Urheber der Heiligen Schrift den dreifaltigen Gott angesehen. Die Verfasser der einzelnen biblischen Bücher wurden von Gott inspiriert und haben alles so aufgeschrieben, wie sie es durch die Führung des Hl. Geistes erkannten.

          Ich weiß, daß es in unserer Zeit sehr schwierig ist, an eine Schöpfung zu glauben, die erst vor wenigen tausend Jahren stattgefunden hat. Aber so ist es nun mal. Gott ist allwissend, allweise, allmächtig und vieles mehr. Wenn der Kosmos und alles Leben wirklich durch Evolution und damit verbunden in sehr, sehr langen Zeiträumen entstanden wären, stünde es auch in der Bibel drin bzw. würde auf eine gewisse Weise erkennbar sein. Aber davon steht in der Bibel nichts. Ganz im Gegenteil:

          – Es steht ausdrücklich im ersten Kapitel des Buches Gemesis, daß Gott alles Lebendige nach seiner Art geschaffen hat; alle Lebewesen sind von Anfang an das, was sie sind. Die Evolutionisten können die Evolutionstheorie bis heute nicht belegen, auch nicht im Hinblick auf die fehlenden „missing links“.
          – Der Mensch war schon von Anfang an der „homo sapiens“, alle anderen Gruppen wie „homo erectus“, „homo neanderthalensis“ etc. stammen vom ersteren ab und haben sich an die unterschiedlichen geographischen Räume mit ihrem jeweiligen Klima angepaßt, nachdem die Menschheit nach der Sprachverwirrung sich trennte.
          – Es ist wörtlich zu nehmen, daß dem Menschen schon von Anfang an, mit dem Augenblick seiner Erschaffung, von Gott alle Fähigkeiten mitgegeben wurden, die er für sein Leben auf diesem wunderschönen Planeten brauchte. Kain war Ackerbauer und Abel Viehzüchter; Landwirtschaft gab es demzufolge schon von Anbeginn. Der Höhlenmensch sowie die wilden Jäger und Sammler sind nur „fromme“ Geschichten phantasiebegabter Menschen der Neuzeit. Mit der Wirklichkeit haben sie nichts gemein. In den ersten Kapiteln der Genesis steht u.a. auch, daß die Menschen der allerersten Generationen bereits handwerkliches Geschick vorweisen konnten; sie bauten z. B. Musikistrumente und andere Dinge des alltäglichen Lebens aus den verschiedenen Erzen.

          Noch vieles mehr könnte geschrieben werden; aber der Platz reicht an dieser Stelle nicht aus. Deshalb soll es bei den obigen Beispielen bleiben.

  6. Kennt Franziskus Psalm 8,5ff nicht?
    „Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
    Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.2
    Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt:
    All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere,
    die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.“

  7. „Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch, und haben alle einerlei Odem, und der Mensch hat nichts mehr als das Vieh; denn es ist alles eitel“ Prediger 3,12 (ausnahmsweise nach Luther 1912). Für die Lateiner aus der Vulgata Clementina: „Idcirco unus interitus est hominis, et jumentorum, et aequa utriusque conditio: sicut moritur homo, sic et illa moriuntur: similiter spirant omnia, et nihil habet homo jumento amplius: cuncta subjacent vanitati…“.

        • Der Glaube und die Theologie beruhen ja nicht auf einzelnen, abgesondert betrachteten Bibelstellen und Bibelbüchern. Kohelet ist aber schwere Kost, gleich welchem Bekenntnis man als Leser angehört. Und doch ist es faszinierend, wie da einer die Summe seiner Lebenserfahrung und des Nachdenkens darüber niedergeschrieben hat, wie es scheint unbekümmert um Dogmatik.

        • Protestantische Gruppen und Freikirchen, sowie die Pfingstkirchen, sind meist viel mehr AT-orientiert und meist Volksgruppen orientiert, im Vergleich zur römisch katholischen (allumfassenden) Kirche, die viel mehr Gewicht auf den Neuen Bund legt und das Katholische Allumfassende repräsentiert. Gerade bei nicht katholischen christlichen Gruppen aus Ostdeutschland (Thüringen, Sachsen) zum Beispiel ist das auffällig.

    • Seltsam, dass ein Schriftzitat so viele Daumen abwärts bekommt.- Hier noch in der (interpretierend abmildernden) Einheitsübersetzung: „Denn jeder Mensch unterliegt dem Geschick, und auch die Tiere unterliegen dem Geschick. Sie haben ein und dasselbe Geschick. Wie diese sterben, so sterben jene. Beide haben ein und denselben Atem. Einen Vorteil des Menschen gegenüber dem Tier gibt es da nicht. Beide sind Windhauch. Beide gehen an ein und denselben Ort. Beide sind aus Staub entstanden, beide kehren zum Staub zurück. Wer weiß, ob der Atem der einzelnen Menschen wirklich nach oben steigt, während der Atem der Tiere ins Erdreich hinabsinkt?…“ (Kohelet 3,19-21) – Schließlich noch die jüdische Übersetzung von Leopold Zunz: „Ich dachte das in meinem Herzen nach den Reden der Menschenkinder, daß Gott sie ausgesondert; aber um einzusehen, daß sie sind, was das Vieh ist. Denn das Geschick der Menschenkinder ist wie das Geschick des Viehes, und ein Geschick haben sie; wie der stirbt, so stirbt jenes, und einen Geist haben sie alle, und der Vorzug des Menschen vor dem Vieh ist ein Nichts, denn alles ist eitel. Alles geht nach einem Orte, alles ist geworden aus dem Staube, und alles kehrt zurück in den Staub. Wer weiß, ob der Geist der Menschenkinder in die Höhe steigt, und ob der Geist des Viehes in die Tiefe steigt, zur Erde?“ (Prd 3,18-21)

  8. Tiere machen wenigstens keine Atombomben. Also koennte man sagen dass sie weniger dumm sind als Menschen. Diesmal finde ich dass Papst Franziskus einen Punkt hast. Wenn ein Mensch meint dass er weniger dumm ist als ein Tier, dann soll er dass auch zeigen. Er hat ja das Gehirn bekommen von Gott,dann soll er das auch benuetzen fuer etwas Gutes. Aber nach dem Suendefall scheint das schwierig zu sein!

    • Mit Forschung über Quantenverschränkung, Spiegelneuronen und Multiversen, könnten sie vielleicht ein bisserl nachdenklicher werden und über das von Einstein verordnete Lichtgeschwindigkeitsgrenzen-Gefängnis hinausdenken.

    • Das Denken des Menschen liegt nicht im Gehirn. In den modernen Wissenschaften wird zwar von gehirngerechtem Lernen usw. geredet bzw. geschrieben. Aber auch viele Tierarten haben ja ein Gehirn. Und dennoch können die Tiere nicht denken. Das menschliche Denken ist definitiv mit seinem vernunftbegabten Geist verbunden. Dieser vernunftbegabte Geist ist immaterieller Natur. Das Gehirn als Teil des menschlichen Körpers gehört aber der materiellen Welt an. Sicher hat das Gehirn wohl eine spezielle Funktion, um den geistigen (Vernunft/Geist) und materiellen Teil (Leib) des Menschen in welcher Form auch immer zu verbinden. Aber das Gehirn ist – wie geschrieben – materieller Natur und gehört nicht der immateriellen Welt an, zu der der vernunftbegabte Geist des Menschen gehört.

      • Der Mensch benötigt weniger als die Hälfte an Verdauungsapparat und kann die dadurch eingesparte Proteinmenge für die Ausbildung und die Energieversorgung des Gehirns nutzen und zwar gegenüber den Primaten, welchen die Domestizierung des Feuers nicht gelungen ist und die daher keine gegarte Nahrung (insbesondere proteinreiche) haben, was eben als Folge Energie verschlingenden großen Verdauungsapparat erfordert.
        Was die Verlinkung mit Gott und der Heiligen Maria Mutter Gottes betrifft ist das ähnlich einer Quantenverschränkung mit einer Parallelwelt des Multiversums. Die Seher-Kinder von Fatima und die Hl. Bernadette von Lourdes waren besonders begnadet, der Sinn ist aber, wie man an diesen sieht, nicht wie viele meinen, Wohlergehen auf Erden, sondern Verknüpfung ins ewige Leben (in die räumliche und zeitliche Allgegenwärtigkeit und ewige Glückseligkeit).

  9. Eine solche Beleidigung gegenüber dem Erlösungswerk unseres Heilandes Jesu Christi! Der Mensch wurde nach dem Ebenbilde Gottes geschaffen, ist durch Sünde gefallen und durch den Heiland erlöst in Ewigkeit! Ein Priester und somit dieser Papst, der dieses in offenkundiger Weise leugnet um der neuen Weltordnung und des Applauses der „Gutmenschen“ willen, der isst und trinkt sich mit dieser Haltung bei jedem Meßopfer das Gericht selbst. Einem Katholiken fehlen die Worte. Die schwächsten Päpste der Kirchengeschichte sind niemals bis dato der Häresie oder Gotteslästerung verfallen, so sündhaft sie persönlich gewesen sein mögen, sogar die sündhaftesten Borgia-Päpste haben treu an der Lehre und Wahrheit festgehalten und haben die Lehre Christi verteidigt.

    • Interessant, dass Sie das so darlegen. Ich finde, man sollte deutlicher den Unterschied herausstreichen, der zwischen der Reihe an als glaubensschwach geltenden Päpste und Papst Franziskus besteht. Dann würde deutlich werden, warum dieser Papst dermaßen anders ist, als alle seiner Vorgänger.
      Mir scheint nämlich, als ob man bei einigen Vorgänger-Päpsten, sogar bei Papst Benedikt XVI verhältnismäßige Kleinigkeiten aufbauscht und falsch interpretiert, nur um sagen zu können, dass allesamt, von Papst Paul VI angefangen bis Papst Franziskus gleich „schlecht“ seien. Dem widerspreche ich, so wie Sie, denn das lenkt nur von den Häresien ab, die Papst Franziskus in Wort und Tat begeht.

  10. Wieder einmal eine dieser unsäglich dümmlichen Pressekonferenzen während des Heimflugs. Was wurde da nicht schon Unfug geredet. Unser Papst als verhinderter Sozialrevolutionär und Umweltschützer. Hoffentlich erhebt er nicht noch den Glauben an den Klimawandel zum „Elften Gebot“.

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