Neuer Meßort des überlieferten Ritus in den Dolomiten

Die kleine, dem heiligen Antonius von Padua geweihte Kapelle von Pikolein im Gadertal ist seit dem 1. Mai ein Meßort des überlieferten Ritus mitten in den Alpen.
Die kleine, dem heiligen Antonius von Padua geweihte Kapelle von Pikolein im Gadertal ist seit dem 1. Mai ein Meßort des überlieferten Ritus mitten in den Alpen.

(Innsbruck) Seit dem 1. Mai gibt es einen weiteren Meßort in der überlieferten Form des Römischen Ritus in der Diözese Bozen-Brixen. Tirol, das den katholischen Glauben so lange kompakt bewahrt hatte, war nach den Liturgiereformen der 1960er Jahre ein hartes Pflaster. Ein einziger Priester hielt unbeirrt am alten Ritus fest und wurde dafür in ein kleines Bergdorf verbannt. In den vergangen Jahren hat sich die Lage deutlich gebessert. Nun gibt es einen weiteren Meßort in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus.

Die Diözese Bozen-Brixen umfaßt das Gebiet von Südtirol, die Diözese Innsbruck weite Teile Nordtirols. Beide Bistümer sind aus der alten Diözese Brixen hervorgegangen. Heute gibt es in Südtirol wieder sechs Meßorte im überlieferten Ritus und ein siebter ist soeben dazugekommen.

Die Kapelle von Pikolein
Die Kapelle von Pikolein

Die Lage ist nicht ideal, hat sich aber in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Die tägliche Heilige Messe im überlieferten Ritus wird weiterhin vom hochbetagten Pfarrer Josef von Zieglauer im Bergdorf Spinges zelebriert. Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. zelebrieren an allen Sonn- und Feiertagen in Brixen. Die Priesterbruderschaft St. Petrus betreut jeweils einen Meßort in Bozen und in Brixen, an denen einmal im Monat an einem Sonntag im alten Ritus zelebriert wird. Der Brixner Meßort wird neben Priestern der Petrusbruderschaft auch von anderen Priestern betreut. Wöchentlich an einem Werktag zelebriert der Ortspfarrer von Gratsch bei Meran in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus. Einmal im Monat am Sonntag kann die Heilige Messe im alten Ritus zudem in Schlanders und einmal im Monat werktags in Salurn besucht werden.

Der dringende Wunsch, einen Priester des alten Ritus vor Ort zu haben, soll demnächst in Erfüllung gehen und wird den weiteren Aufbau um einen wesentlichen Schritt fortführen.

Seit dem 1. Mai ist im ladinischen Gadertal ein siebter Meßort hinzugekommen. Dort konstituierte sich ein Coetus fidelium gemäß Motu proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. Der Coetus hat sich nach dem großen Kapuzinerheiligen Pater Pio von Pietrelcina benannt, der noch vor der großen Liturgiereform des Novus Ordo aus dieser Welt abberufen wurde.

Meßort ist die St. Antonius von Padua-Kapelle in Pikolein einem Ortsteil der Gemeinde St. Martin in Thurn. Die erste Heilige Messe im überlieferten Ritus wurde am 1. Mai von dem jungen Priester Alberto Zanier aus dem Erzbistum Udine zelebriert. Don Zanier wurde im Juni 2013 im Alter von 24 Jahren zum Priester geweiht.

Die schön gemachte Internetseite Lateinische Messe in Tirol verzeichnet den neuen Meßort noch nicht, ist aber insgesamt eine empfehlenswert für alle, die sich über den überlieferten Ritus, die Meßorte und die Meßzeiten informieren wollen. Bedauerlicherweise sind die Meßorte und Meßzeiten der Piusbruderschaft nicht enthalten.

Die Aufgabe, diese Lücke auch für Tirol zu schließen, will demnächst die Seite heilige-messen.info übernehmen.

Text: Johannes Thiel
Bild: Wikicommons

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