Als Planned Parenthood noch selbst sagte, was heute geleugnet wird: „Abtreibung tötet ein Kind“

Plannes-Parenthood-Broschüre aus dem Jahr 1952 über Abtreibung: "Sie tötet das Leben eines Kindes"
Plannes-Parenthood-Broschüre aus dem Jahr 1952 über Abtreibung: "Sie tötet das Leben eines Kindes"

(Washington) Planned Parenthood ist der weltgrößte Abtreibungskonzern. Von den USA ausgehend ist er mit seiner Propaganda und seinen Kontakten in zahlreichen Ländern an der Abtreibungslegalisierung und an der Tötung ungeborener Kinder beteiligt. Ziel von Planned Parenthood ist ein weltweit „freier und sicherer Zugang“ zur Abtreibung, die als ein „Frauenrecht“ behauptet wird. Weltweit gehören zum Konzern mehr als 650 Abtreibungskliniken. Heute leugnet die Abtreibungslobby, daß durch Abtreibung ein Menschenleben getötet wird. Das ungeborene Kind wird nie erwähnt. Es bleibt ein verfügbares Objekt. Diese große Lüge, mit der ein Massenmord gerechtfertigt wird, dem jährlich Millionen von Kindern zum Opfer fallen, wird sogar von Planned Parenthood widerlegt. Dies belegt ein Dokument, in dem die Abtreibungsorganisation selbst zugibt, genau zu wissen, was bei einer Abtreibung geschieht. In dem Dokument sagt Planned Parenthood, daß durch Abtreibung „das Leben eines Kindes getötet wird, nachdem es begonnen hat“, und überführt damit sich selbst und die ganze Abtreibungslobby der Lüge.

Margaret Sanger, der Sozialdarwinismus und die Sowjetunion

Margaret Sanger: "Die Frau und die neue Rasse" (1920)
Margaret Sanger: „Die Frau und die neue Rasse“ (1920)

Die Wurzeln von Planned Parenthood reichen tief in die Zeit des sozialdarwinistischen Denkens zurück. Gegründet wurde die Organisation 1921 in New York als American Birth Control League (Amerikanische Liga für Geburtenkontrolle). Gründerin war die Eugenikerin Margaret Sanger (1879-1966), deren bedingungsloser Einsatz für Verhütung und Abtreibung in direktem Zusammenhang mit ihren zahlreichen Affären mit wechselnden Partnern zu stehen schien. Sanger hatte 1916 in New York die erste, illegale Abtreibungsklinik eröffnet.

Die Gründung der Liga erfolgte, kein Zufall, wenige Monate nachdem die kommunistische Sowjetunion im November 1920 als erstes Land die Abtreibung legalisiert hatte und kostenlos in den Krankenhäusern anbot. 1920 hatte Sanger ihr Buch „Die Frau und die neue Rasse“ veröffentlicht. Gleich im ersten Absatz bekannte sie sich zur „modernen Frauenbewegung“, die an der Seite der „modernen Arbeiterbewegung“ stehe, und warnte „als Ergebnis der Industriellen Revolution“ vor „Überbevölkerung“, „schrankenlosem Konkurrenzkampf“, „sozialer Misere“ und „Unruhen“.

„Gruppen und Parteien, die für eine neue Gesellschaftsordnung eintreten, müssen sie [die Geburtenkontrolle] in ihre Programme aufnehmen. Kein soziales System, keine Arbeiterdemokratie, keine sozialistische Republik kann erfolgreich operieren und ihre Ideale beibehalten, es sei denn, die Praxis der Geburtenkontrolle wird in einem ausgeprägten und effizienten Grad gefördert.“

Die Lügen der Abtreibungslobbyisten

Unter „Geburtenkontrolle“ verstand Sanger alle verfügbaren Mittel der Verhütung und Abtreibung einschließlich der Zwangssterilisierung. In ihren Publikationen behauptete sie, Abtreibung müsse legalisiert werden, werde aber durch die Etablierung einer Verhütungsmentalität überflüssig. Eine Behauptung, die von ihren Nachfolgern heute noch vertreten wird, obwohl sie längst widerlegt ist. Als Lüge überführt ist sie allein schon durch die Tatsache, daß sich die „Vorhersage“ nach einem ganzen Jahrhundert und inzwischen vier-fünf Generationen von betroffenen Frauen nicht bewahrheitet hat. Allein in Deutschland werden 67 Jahre nach Einführung der Antibabypille und 45 Jahre nach der Legalisierung der Abtreibung (DDR 1972, BRD 1975) laut Christian Fiala, dem bekanntesten österreichischen Abtreibungsarzt, jährlich mehr als 200.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet.

Sangers Zeitschrift "Geburtenkontrolle" (1923)
Sangers Zeitschrift „Geburtenkontrolle“ (1923)

Die Namensänderung in Planned Parenthood erfolgte 1942. Verbunden war damit, daß man mitten im Krieg gegen den Nationalsozialismus die kompromittierten rassistischen Wurzeln verschleierte. Nach dem Krieg wurden die diskreditierten rassistischen, klassistischen und eugenischen Selektionsparolen, bei grundsätzlicher Beibehaltung derselben Zielsetzung, schrittweise im weiteren, gesellschaftspolitischen Sinn durch verstärkte Warnungen vor einer angeblich drohenden Überbevölkerung und einer dadurch verursachten, irreversiblen Umweltzerstörung ersetzt, im engeren Sinn durch eine Sexualaufklärung, die sexuelle Enthemmung und Frühsexualisierung propagiert (Bekenntnisse einer Ex-Abtreiberin: „Alles beginnt mit der Schulsexualerziehung“).

Zentraler Kern der Abtreibungspropaganda ist die Entpersonalisierung der Tötungstat, indem weder die Frau als mitverantwortliche Täterin noch das Kind beim Namen genannt werden. Das hat damit zu tun, daß die Frau für die feministische Bewegung grundsätzlich immer „Opfer“ ist und das zu tötende oder getötete Kind entmenschlicht und zum verfügbaren Objekt reduziert werden soll. Auf diese Weise soll das Gewissen der Betroffenen ausgetrickst werden. Das Kind wird zum „Zellhaufen“, „Gewebeteil“, ein „Etwas“, ein undefiniertes, sächliches „Es“. Damit wird verschleiert, daß bei jeder Abtreibung ein Mensch getötet wird.

Als Planned Parenthood selbst noch sagte, was heute bestritten wird

Die völlige Verdrängung des Kindes aus der Abtreibungsdiskussion wird jedoch durch Planned Parenthood selbst widerlegt. In einer Werbebroschüre des Abtreibungskonzerns aus dem Jahr 1952 kann man über Abtreibung nachlesen:

„It kills the life of a baby after it has begun.“

Die Planned Parenthood Federation of America (PPFA), der US-Mutterkonzern von Planned Parenthood, gibt damit selbst zu, daß durch Abtreibung ein Menschenleben, ein Kind getötet wird. Zugegeben wird damit auch, daß das Leben des Kindes bereits mit der Zeugung beginnt („after it has begun“) und nicht erst willkürlich irgendwann, letztlich erst, sobald das Kind durch die Geburt sichtbar wird.

PPFA-Broschüre von 1952
PPFA-Broschüre von 1952

Das Planned-Parenthood-Dokument von 1952 wurde von der US-Lebensrechtsorganisation Life Site publiziert. Damals war die Tötung ungeborener Kinder in den USA noch verboten, weshalb sich Planned Parenthood öffentlich auf die Propagierung verschiedener Verhütungsmethoden konzentrierte. Man könnte sagen, noch „Kreide geschluckt“ hatte. Tatsache ist, wie das Dokument belegt, daß die Abtreibungslobbyisten sich zwar einer verschleiernden Sprachregelung bedienen (z.B. mit dem Begriff „reproduktive Gesundheit“), aber genau wissen, was sie tun.

In der Broschüre von 1952 warnt Planned Parenthood Frauen sogar vor Abtreibung: „Sie ist gefährlich für ihr Leben und ihre Gesundheit“, denn sie kann zur „Unfruchtbarkeit der Frau“ führen.

Ableger der IPPF im deutschen Sprachraum sind Pro Familia in der Bundesrepublik Deutschland, die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) in Österreich und Sexuelle Gesundheit Schweiz (vormals PLANes) in der Schweiz.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana/Life Site/ZVAB (Screenshots)

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