Manif pour tous: „Wir sagen Nein zu Macron“ – Rothschild, Großorient und Großmoschee

"Manif pour tous" sagt "Nein zu Macron". "Seine Politik ist familienfeindlich, die genaue Fortsetzung der Politik der vergangenen fünf Jahre".
"Manif pour tous" sagt "Nein zu Macron". "Seine Politik ist familienfeindlich, die genaue Fortsetzung der Politik der vergangenen fünf Jahre".

(Paris) Frankreich rüstet sich für die Stichwahl der Präsidentschaftswahlen. Am vergangenen Sonntag ist an der Wahlurne gelungen, was die Meinungsforschungsinstitute in den Wochen zuvor bereits vorhergesagt hatten. In vier Monaten ist es dem Establishment mit Hilfe der Massenmedien gelungen, einen ehemaligen sozialistischen Kofferträger, Rotschild-Banker und Minister des scheidenden Präsidenten François Hollande in wenigen Monaten als „Wunderwuzzi“ auf den ersten Platz zu katapultieren. Die Bürgerrechtsbewegung Manif pour tous warnt vor Macron und veröffentlichte einen Wahlaufruf: „Wir sagen am 7. Mai Nein zu Emmanuel Macron“.

Während die Regierung Hollande jede Glaubwürdigkeit bei den Bürgern verloren und ihr offizieller Kandidaten Hamon kaum mehr als desaströse sechs Prozent der Stimme erringen konnte, scheint Emmanuel Macron von Vertrauenswürdigkeit zu strotzen.

Bilderbuchkarriere und Geniestreich: Wer kann, der kann

Macron wäre erst der achte Präsident der Fünften Republik, aber bereits der zweite Angestellte der Rothschild Bank im höchsten Staatsamt. Der Andere war Georges Pompidou, der am 3. Januar 1973 der Banque de France per Gesetz untersagte, dem Staat Geld zu leihen. Dieser muß sich seither gegen hohen Zins- und Zinseszins das Geld bei Privatbanken hohlen, darunter nicht zuletzt bei der Rothschild Bank. Der vierjährige Zwischenstopp bei Rothschild machte Macron zum Millionär. Hollande holte ihn nach seinem Wahlsieg als Berater in die Präsidialkanzlei, während Macron sich unter den „Young Leaders“ der Abschlußklasse 2012 der French-Amercan Foundation als Euro-atlantischer Lobbyist für höhere Ämter „qualifizierte“. 2014 nahm er am Bilderberg-Treffen in Kopenhagen teil und wurde kurz darauf zum Wirtschaftsminister befördert.

Der Geniestreich, den das französische Establishment mit Macron gelungen ist, wird Soziologen und Politikwissenschaftler, so sie frei und unbefangen sind, noch lange beschäftigen. Das Meisterstück zeigt die Bedeutung von PR-Agenturen, programmierten und bis ins Detail durchstudierten Imagekampagnen. Es zeigt auch, wie hilflos große Teile der Bevölkerung der medialen Manipulation jener ausgeliefert sind, die die meinungsbildenden Medien kontrollieren. Wenn selbst Provinzblätter anderer Staaten, Macron nach der Wahl vom Sonntag unkritisch als „jungen Senkrechtstarter“ der Politik präsentieren, wiederholen sie nur, womit sie selber von anderen gefüttert werden. Mit der Wirklichkeit haben die Wahlkämpfe schon lange nichts mehr zu tun. Wie sagte ein kluger Kopf: „Würden Wahlen etwas gegen den Willen des Establishments verändern, wären sie längst verboten.“

Macron hat eine Bilderbuchkarriere hinter sich, seine Arbeitsstellen lesen sich beeindruckend, können bei näherem Hinsehen aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß er Zeit seines Lebens ein Protegé war. Und genau als solcher wurde er nun kandidiert und wird stellvertretend für andere, die ihre schützende Hand über ihm halten, in den Élyséepalast einziehen.

Vertreter des eigentlich abgewählten sozialistischen Establishments

Die Vertreter des Establishments beeilten sich bereits am Wahlabend, Macron ihrer Stimme zu versichern. Die Bürgerbewegung Manif pour tous warnt hingegen vor einer Stimme für Macron, denn „er ist offen familienfeindlich“.

Die Bürgerbewegung war aus dem Widerstand gegen die sozialistische Gesellschaftspolitik entstanden, die Hollande nach seinem Wahlsieg 2012 mit rücksichtsloser Härte durchzusetzen begann. Ob Förderung der Abtreibung, Legalisierung der Homo-Ehe, Freigabe der Euthanasie und der „Leihmutterschaft“, Einführung des Adoptionsrechts für Homosexuelle und der Gender-Ideologie an Kindergärten und Schulen, ob die Kriminalisierung der Lebensrechtsbewegung oder von Manif pour tous, ob die offene Kampfansage gegen die katholische Kirche durch sozialistische Minister, von Macron war nie ein Wort des Widerspruchs zu hören. Als sozialistischer Parteisoldat, Präsidentenberater und Minister trug er den Feldzug gegen die natürliche Ordnung der Familie und des Staates bedingungslos mit.

Großorient von Frankreich: „Wir wählen Macron“

Daher hilft vielleicht ein Blick auf jene, die Macron unterstützen? Das ist einmal der freimaurerische Großorient von Frankreich. Der Großmeister des in Frankreich einflußreichen Großorient, Christophe Habas, ließ keinen Zweifel. Am Montag erklärte er:

„Wir wählen Macron.“

Am 21. Juni 2016 hatte sich Macron, damals noch als sozialistisches Parteimitglied und als Wirtschafts- und Industrieminister, am Hauptsitz des Großorients von Frankreich vorgestellt. Vor den beschürzten Brüdern durfte er in einer nicht öffentlichen Veranstaltung einen Vortrag zum Thema „Ist Globalisierung gleichbedeutend mit Fortschritt?“ halten. Es kann kaum ein Zweifel bestehen, daß es sich in Wirklichkeit um seinen Antrittsbesuch als potentieller Präsidentschaftskandidaten handelte. Zwei Monate später legte er Parteimitgliedschaft und Ministeramt zurück.

Manif pour tous: „Macron ist die Fortsetzung der Politik der vergangenen fünf Jahre“

Manif pour tous, die Bewegung, die Millionen Franzosen zu Kundgebungen gegen die familien- und menschenfeindliche Politik der Regierung Hollande versammelte, veröffentlichte zur bevorstehenden Stichwahl am 7. Mai die Erklärung „Nein zu Macron!“ „Für die Familien, für die Kinder, für die Zukunft werden wir am 7. Mai Nein sagen zu Macron“, sagte Ludovine de la Rochére, die Vorsitzende der Bewegung.

„Das Programm von Emmanuel Macron ist eine Fortsetzung der familienfeindlichen Politik, die Frankreich seit fünf Jahren aufgezwungen wird.“

Ein Sieg Macron bedeute einen „Umbau der Zivilisation“ mit „neuen Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten für die Frauen und die Kinder“. Politiker seien dem Allgemeinwohl verpflichtet. Macrons Programm vertrete „andere“ Interessen, „weshalb wir alle aufrufen, zur Wahl zu gehen und gegen Macron zu stimmen“.

Kandidat des Islams

Macron ist nicht nur der Kandidat der Rothschild Bank und des Großorients von Frankreich, sondern auch des Islams. Die Großmoschee von Paris forderte am Dienstag die Muslime des Landes auf, bei der Stichwahl Macron zu wählen. Macron stehe für eine Politik der „Offenheit“, womit der muslimische Dachverband vor allem „offene Grenzen“ für die Masseneinwanderung meint.

Text: Andreas Becker
Bild: Manif pour tous (Screenshot)

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