Neue Studie: Europäer wollen Trumps Einwanderunsgsstopp für Muslime auch in Europa

Proteste gegen Trumps Einwanderungsstopp für Muslime gegen in Europa nur Minderheitenmeinung wieder. Die Mehrheit der Europäer wünscht einen Einwanderunsgstopp für Muslime auch in Europa. Die Zahlen einer jüngst veröffentlichen Studie.
Proteste gegen Trumps Einwanderungsstopp für Muslime sind in Europa nur eine Minderheitenmeinung. Die Mehrheit der Europäer wünscht einen Einwanderunsgstopp für Muslime auch in Europa. Die Zahlen einer jüngst veröffentlichen Studie.

(London) Nicht nur die Mehrheit der US-Amerikaner die von US-Präsident Donald Trump gewollte Politik gegen eine islamische Zuwanderung, sondern auch für die Mehrheit der Europäer. Dies geht aus einer jüngst veröffentlichten britischen Studie hervor, die in zehn EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt wurde, darunter auch in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich. In Österreich sprachen sich 65 Prozent, in der Bundesrepublik Deutschland 53 Prozent für einen Einwanderungsstopp aus, dagegen nur 18 bzw. 19 Prozent.

Britische Erhebung in zehn EU-Staaten

Die Studie „What Do Europeans Think About Muslim Immigration?“ (Was die Europäer über die muslimische Einwanderung denken?) wurde von Professor Matthew Goodwin, vom Chatham House – The Royal Institute of International Affairs in Großbritannien durchgeführt. Insgesamt wurden dazu mehr als 10.000 Personen in zehn europäischen Staaten befragt. 55 Prozent aller Befragten sprachen sich dafür aus, die Einwanderung von Muslimen nach Europa generell zu stoppen. 25 Prozent der Befragten äußerten keine Meinung. Nur 20 Prozent sprachen sich gegen einen Einwanderungsstopp für Muslime aus.

Was die meisten Europäer auf ihren Straßen nicht sehen wollen: Islamischer Protest für die Scharia in London.
Was die meisten Europäer auf ihren Straßen nicht mehr sehen wollen: Islamischer Protest für die Scharia in London.

Obwohl die „Muslim ban“-Politik von Donald Trump heftige Ablehnung unter führenden europäischen Politikern auslöste, besonders die scharfe Reaktion der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel oder die Forderung des muslimischen Bürgermeisters von London Sadiq Khan, ein Einreiseverbot für US-Präsident Trump nach Großbritannien zu verhängen, zeigt sich laut Studie in der europäischen Bevölkerung ein anderes Bild. Die Anti-Trump-Proteste, die auch in europäischen Städten stattfanden, geben demnach nur die Meinung einer Minderheit wieder.

Vor allem Vertreter der heterogenen europäischen Rechten wie Nigel Farage, Geert Wilders, Frauke Petry, Marine Le Pen, Heinz-Christian Strache oder Matteo Salvini begrüßten Trumps Einwanderungstopp-Politik. Was die Zustimmung in der Bevölkerung angeht, vertreten die Rechtsparteien entschieden deutlicher die Stimmung im Volk, als die Regierungsparteien (außer im östlichen Mitteleuropa). Das Ergebnis läßt sich nicht eins zu eins auf Wahlen übertragen. Beim Wahlverhalten spielen zahlreiche, vor allem längerfristige Aspekte mit. Die Studie von Chatham House zeigt jedenfalls, wer derzeit in der Einwanderungsfrage die Mehrheitsmeinung der Europäer vertritt und wer nicht. Die Anti-Trump-Demonstrationen als Fortsetzung von Refugee-Welcome-Kundgebungen offenbar nicht.

Polen und Österreich mit höchsten Werten für einen Einwanderungsstopp

Die höchste Zustimmung für ein Einwanderungsverbot gab es mit 71 Prozent in Polen, gefolgt mit 65 Prozent in Österreich, 64 Prozent in Ungarn und Belgien, 61 Prozent in Frankreich, 58 Prozent in Griechenland, 53 Prozent in der Bundesrepublik Deutschland, 51 Prozent in Italien, 47 Prozent in Großbritannien und 41 Prozent in Spanien.

Chatham House-Studie für islamische Einwanderung
Chatham House-Studie für islamische Einwanderung

Gegen einen Einwanderunsgsstopp für Muslime sprachen sich insgesamt nur 20 Prozent der Befragten aus. Der höchste Wert wurde dabei mit 32 Prozent in Spanien erreicht, blieb aber auch dort deutlich hinter den Befürwortern eines Einwanderungsstopps zurück. Nicht einmal ein Drittel der Spanier wünscht eine weitere muslimische Zuwanderung.

In Deutschland sprachen sich nur 19 Prozent und in Österreich nur 18 Prozent gegen ein Einwanderungsverbot aus. In beiden Ländern wollten sich 28 bzw. 17 Prozent der Befragten nicht äußern. In Großbritannien (30 Prozent) und Deutschland war der Anteil der Befragten, die sich weder dafür noch dagegen aussprechen wollten, am größten. In Polen mit neun Prozent und in Ungarn mit 12 Prozent sprachen sich am wenigsten Befragte für weitere islamische Zuwanderer aus. Besonders gering ist der Anteil der Einwanderungsbefürworter auch in Belgien (15 Prozent) und Frankreich (16 Prozent).

Alle Altersgruppen und Bildungsstufen für einen Einwanderungsstopp

Die Chatham House-Studie ergab, daß mit 57 Prozent mehr Männer für ein Einwanderungsverbot sind als Frauen. Allerdings sprechen sich auch Frauen mit 52 Prozent mehrheitlich gegen eine weitere islamische Zuwanderung aus. Nur 21 Prozent der Frauen lehnen den Einwanderungsstopp ab.

Die Studie zeigt zudem ein Generationsgefälle. Je jünger die Befragten, desto geringer die Zustimmung zum Einwanderungsverbot. Allerdings erreichte dieses in allen Altersgruppen eine deutliche Mehrheit vor den Befürwortern einer weiteren Zuwanderung. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen sprachen sich 63 Prozent für ein Ende der islamischen Zuwanderung aus, nur 17 Prozent dagegen. In der Altersgruppe der 18-29-Jährigen sind 44 Prozent für einen Einwanderungsstopp und 27 Prozent dagegen.

Zudem weisen alle Bildungsstufen eine satte Mehrheit für ein Ende der islamischen Zuwanderung aus. Auch unter Akademikern, wo die Zustimmung im Verhältnis am geringsten ausfiel, sprachen sich 48 Prozent für einen Einwanderungsstopp aus, nur 27 Prozent dagegen.

Ob die Menschen in Städten oder am Land leben, scheint für die Einwanderungsfrage wenig relevant. Überall gibt es eine absolute Mehrheit für ein Ende der islamischen Zuwanderung. In ländlichen Gegenden sprachen sich 58 Prozent für ein Einwanderungsende aus, in kleinen Städten 55 Prozent und in mittleren und großen Städten 52 Prozent.

Text: Andreas Becker
Bild: Metro/Asianews/Chatham House (Screenshots)

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6 Kommentare

  1. Der Punkt ist, denke ich, dass es einfach keinen Sinn hat, Muslime quasi als Selbstzweck zuwandern zu lassen. Auch wenn es offiziell Asylwerber sind die kommen, so werden sie in Deutschland in der Regel im schlimmsten Fall Geduldete, die nicht einmal rechtlich belangt werden und noch weniger eine Bereicherung für den Arbeitsmarkt sind oder sein könnten.
    Es gab eine Statistik wonach über 80% der nach Deutschland kommenden Asylwerber keine Ausbildung besitzen bzw keine, die in Deutschland gefragt ist. Es sind einfache, aus Nordafrika stammende Menschen, Männer zwischen 20 und 30 Jahren, und vor allem sind es fast ausschließlich Muslime.
    Wenn dem so ist, kann man mit Fug und Recht von Islamisierung sprechen. Denn welchen Grund hat diese enorme Zuwanderung denn sonst, wenn schon der Flüchtlingsaspekt (Flüchtling gemäß gesetzlicher Definition, Genfer Konvention z.bsp) wegfällt?

  2. Dass die Mehrheit der Europäer meint, nun seien genug Muslime im Land – das kommt nicht überraschend. Aber wie soll diese Meinung in Politik umgesetzt werden? Präsident Trumps derzeitig verhängter Einreisestopp für die Bürger bestimmter Länder besteht nicht deshalb – und da kann noch so oft das Gegenteil behauptet werden – weil diese Länder muslimisch sind, sondern weil sie hartnäckig Terrorismus decken oder gar unterstützen. Hier fangen die Probleme an. Die Verbindung Islam – Terrorismus ist beunruhigend dicht, aber ist deshalb jeder Moslem ein Terrorist? Nicht wenige Moslems kommen deshalb zu uns, weil sie vor dem Terror in ihren Heimatländern Angst haben. Wenn wir einen generellen Zuwanderungs- oder sogar Einreisestopp gegen alle Personen verhängen wollen, die muslimischen Glaubens sind, und das heißt doch wohl: wenn und weil sie muslimischen Glaubens sind – ja, dann wollen wir das eben. Aber wollen wir das? Wir müssten dann ein für alle Mal feststellen: es geht nun mal nicht, wir haben es lange genug probiert, der Islam ist mit unserer Art zu leben und unserem Denken nicht kompatibel, und wer sich zum Islam bekennt, hat bei uns nichts zu suchen … eine Religionsprüfung also für Zuwanderer! Und wenn sie an der Grenze abschwören, lassen wir sie dann rein? Wenn sie an der Grenze ein schriftliches Bekenntnis zum fröhlich-materialistischen Hedonismus als alleinseligmachender Religion ablegen, lassen wir sie dann herein? Selbstverständlich werden wir zuwandernde Kommunisten ohne weitere Gesinnungsprüfung an der Grenze durchwinken, wiewohl doch der Kommunismus mit unserer Art zu leben und zu denken noch weniger kompatibel ist als selbst der vermurksteste Saudi-Islam. Mit anderen Worten: die Nase voll haben genügt nicht. Man muss sich darüber klar werden, was man wirklich will, und dies auch in aller Schärfe formulieren. Wollen wir künftig Menschen abweisen und zurückweisen, weil sie muslimischen Glaubens sind? Wenn wir das wollen, wollen wir es eben, und müssen es auch so sagen.

    • Der Religion an der Grenze abzuschwören bedeutet nicht, dass die seit der Kindheit verinnerlichten religiösen Ge- und Verbote, Moralvorstellungen, das Verständnis über die Rolle der Frauen in der Gesellschaft usw. auch automatisch abgelegt werden.

      Ich komme aus einem kommunistisch regierten Land und glauben Sie mir, die in Deutschland lebenden Polen, Russen oder andere Osteuropäer integrieren sich ohne Probleme in die deutsche Gesellschaft, weil ihre Kultur im christlichen Glauben tief verankert ist, und dieses christliche Erbe konnte von den Kommunisten auch nicht zerstört werden. Aufgrund dieses Glaubens leben die Menschen in meinem Land (in Polen) im sozialen Frieden miteinander, es gibt keine Selbstmordattentäter, Terror und Gewalt gegeneinader.

    • Hier fehlt der Staats- und Geheimdienst-Terrorismus, welcher sich der Muslime und anderer Ausführender nur bedient und sie steuert.

      • Alles gut und schön, wir wissen, dass diese aufgefundenen und alles übestehenden Reisepässe mehr als dubios sind. Ich würde daher nicht mit der „Terrorgefahr“ argumentieren. Aber ich will dennoch keine Muslime in Europa, wie auch keine Einwanderungswellen sonstiger non-europäider Ethnien, die nur masonistischen und somit zutiefst antichristlichen Zielen dienen.

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