Der Papst und der Kommissar – Richtungsstreit um Malteserorden: Orden oder humanitäres Hilfswerk

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Großmeister Jean de la Valette nach der siegreichen Abwehr der Türken vor Malta

(Rom) „Eine Nachricht, zwei Presseerklärungen, die sich grell unterscheiden“, mit diesen Worten beschreibt der Vatikanist Sandro Magister, was gestern rund um den Rücktritt des Großmeisters des Malteserordens geschehen ist. Fest steht, daß Papst Franziskus mit einem Kraftakt eine Entscheidung erzwungen hat. Nun will er auch den altehrwürdigen Ritterorden unter kommissarische Verwaltung stellen. Dem steht die Ordensverfassung entgegen, die Franziskus nicht gewillt scheint, zu respektieren. Hinter dem Konflikt zwischen dem Noch-Großmeister Festing und dem Ex-Großkanzler Boeselager geht es jedoch um mehr.

Religiöser Orden oder säkulare humanitäre NGO mit Diplomatenstatus

Es geht im Konflikt auch um die Gesamtausrichtung des Malteserordens: Soll er, wie seit bald 1000 Jahren, ein religiöser Orden bleiben oder in ein humanitäres Hilfswerk, eine NGO, mit einzigartigem, diplomatischem Sonderstatus umgewandelt werden. Dabei geht es auch um einen Machtkampf. Die Vollmitglieder des religiösen Ordens mit Ewigen Gelübden sind an Zahl etwa 60. Laut Ordensverfassung halten sie die Leitung des Ordens in der Hand. Der Orden zählt heute allerdings 13.500 Mitglieder, die aber von den höchsten Ämtern ausgeschlossen sind, weil sie keine Ordensgelübde ablegen. Und nicht zuletzt geht es um viel Geld, Ansehen und internationalen Einfluß. Vor allem der deutsche Teil des Ordens, aus dem auch Boeselager stammt, empfindet den religiösen Charakter des Ordens als hinderlich, um aus den Maltesern eine effizient-perfekte und weltweit führende humanitäre NGO zu machen, die als einzige ein souveränes Völkerrechtssubjekt wäre, deren Aktionen und Vertreter unter diplomatischer Immunität stünden. Eine NGO mit dem Recht, eigene Briefmarken auszugeben und eigenes Geld in Umlauf zu bringen.

Was der verdienstvolle religiöse Orden seit Jahrhunderten aufgebaut hat, der heute mit rund 100 Staaten der Welt offizielle diplomatische Beziehungen unterhält, sollte mit deutscher Gründlichkeit in einer säkularisierten Form zur Hochleistungs-NGO verwandelt werden. Natürlich im Sinne der Humanität. Die Absichten sind gewiß löblich. Eine solche Umwandlung käme aber dennoch einer Art von „feindlicher Übernahme“ gleich, da sie den Charakter und das Charisma des Ordens beseitigen würde. Und schließlich ist da noch eine grundsätzliche Sache, wie der Fall Boeselager zeigt. Das Ergebnis der Umwandlung wäre eine NGO, wie die Verhütungsmittelverteilung zeigt, die nicht bereit scheint, sich an die Morallehre der Kirche zu halten, was allerdings derzeit an höchsten Stellen des Vatikans nicht zu stören scheint.

Die Presseerklärung des Malteserordens

Die erste Nachricht gestern kam vom Pressesprecher des Ordens, der mitteilte, daß Großmeister Fra Matthew Festing, 2008 auf Lebenszeit gewählt, am Nachmittag des 24. Januar von Papst Franziskus in Audienz empfangen worden war. Der Papst, so der Ordenssprecher, „hat ihn zum Rücktritt aufgefordert, und er hat akzeptiert“. Die Rollen wurden klar benannt. Souveränität hin, Souveränität her, der Papst verlangte als Papst Festings Rücktritt. Welcher Katholik in irgendeinem Amt könnte sich einer so unmißverständlich und bedingungslos artikulierten Forderung des Kirchenoberhauptes entziehen? Festing kapitulierte und folgte im Gehorsam. Er stand nicht mehr als Staatsoberhaupt einem Staatsoberhaupt gegenber. Papst Franziskus war nicht bereit, eine solche Position Festings zu respektieren. Franziskus forderte als Papst, und er forderte nicht von einem Staatsoberhaupt, nicht von einem Fürsten und Großmeister, sondern von einem zu Gehorsam verpflichteten Ordensmann und gläubigen Katholiken. Papst Bergoglio setzte damit das moralische Brecheisen an, mit dem sich jeder katholische Panzer brechen läßt. War der Papst damit unfair? Hat er Foul gespielt? Solche Fragen scheinen ihn nicht zu bekümmern.

Großmeister Pierre d'Aubusson läßt während der Abwehr der Türken von Rhodos seine Verletzung behandeln.
Großmeister Pierre d’Aubusson läßt während der Abwehr der Türken von Rhodos seine Verletzung behandeln.

Dabei geht es in der Sache nicht „nur um Kondome“, wie man in den letzten Tagen mehrfach hören konnte. Es geht auch nicht nur um Freiherr von Boeselager, der in der derzeitigen Führungsspitze des Vatikans wohlgelitten ist, jedenfalls deutlich besser als Großmeister Festing und sowieso besser als der Kardinalpatron des Malteserordens, Raymond Burke. Daß Themen wie Verhütung und Abtreibung den argentinischen Papst nicht sonderlich bewegen, jedenfalls keine Priorität in seinem Denken und Handeln darstellen, das tat er ab dem ersten Tag nach seiner Wahl kund. Zunächst durch ein bedrückendes Schweigen, dann durch eine noch bedrückendere Offenheit. Daß ein bald 1000 Jahre alter, verdienter Orden durch seine massiven Eingriffe Schaden nehmen könnte, bereitet ihm ebenfalls keine schlaflosen Nächte. Das beweist seit Juli 2013 seine Behandlung des bis dahin aufblühenden Ordens der Franziskaner der Immakulata. Die Vergangenheit, mag sie auch „glorreich“ sein, interessiere ihn nicht. Was zählt, sei nur die Gegenwart. Und zur Gegenwart scheint ein Verhütungsmittel „verteilender“ Boeselager besser zu passen, als ein die kirchliche Morallehre verteidigender Festing.

Vielleicht meint es der Papst gar nicht so? So aber kommt es rüber. Die vergröberte Botschaft für die Öffentlichkeit ist eindeutig. Es genügte, gestern die Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anzuschauen, die nie ein katholisches, aber immerhin ein konservatives Blatt war. „Machtkampf im Malteserorden“, „es geht um Kondome“, „Intrigen“, „konservative Hardliner“, „erbitterter Streit“, „Machtwort des Papstes“, „Rauswurf“. Die Etikettierungen sind eindeutig wie einseitig. Großmeister Festing wird, nach Standardschablone und Vokabular, zum „Erzkonservativen“ und Boeselager und dessen Richtung zu „humanitären“ Gutmenschen. Der Vorsitzende der bundesdeutschen Malteser-Assoziation, Prinz zu Lobkowicz, sprach es offen im Tonfall der Sieger aus:

„Es ging um den Kampf zwischen all dem, was Papst Franziskus wichtig ist und einer Clique ultrakonservativer Hardliner.“

So einfach ist das, und der mediale Beifall ist sicher. Boeselager und Franziskus können sich der medialen Unterstützung sicher sein, und das nicht nur im deutschen Sprachraum.

Magister versichert, daß Papst Franziskus den Großmeister, nach dessen Einwilligung in den Rücktritt, aufgefordert habe, gemäß Ordensverfassung vorzugehen, was die Übergangsregierung und die Wahl des Nachfolgers angeht. Entsprechend fiel die offizielle Presseerklärung des Ordens aus, in der es heißt, daß der Großmeister gemäß Ordensverfassung für den 28. Januar eine außerordentliche Sitzung des Souveränen Rates einberufen hat, weil dieser, so steht es im 16. Verfassungsartikel, den Rücktritt des Großmeisters annehmen muß, damit dieser Rechtsgültigkeit erhält. Mit anderen Worten: Bis zum 28. Januar hat der Orden formalrechtlich noch einen Großmeister, und dieser heißt Fra Matthew Festing.

Die Presseerklärung des Vatikans

Papst Franziskus muß es sich dann anders überlegt haben. Vielleicht war er in jenem Augenblick eines menschlich erschütternden Machtkampfes ungleicher Kontrahenten einfach nur zufrieden mit seinem Sieg und zeigte sich gegenüber dem Unterlegenen gönnerhaft. Andere werden ihn anschließend auf die genauen Regeln der Ordensverfassung hingewiesen haben, die einen einseitigen Rücktritt des Großmeisters nicht anerkennen.

Einige Zeit nach der Presseerklärung des Ordens folgte auch eine Presseerklärung des vatikanischen Presseamtes. Der Rücktritt des Großmeisters war im gestrigen Tagesbulletin des Vatikans, das um die Mittagszeit veröffentlicht wurde, noch nicht unter der Rubrik „Rücktritte und Ernennungen“ verzeichnet worden.

Erst Stunden nach dem Bulletin folgte eine gesonderte Erklärung:

„Gestern, 24. Januar, hat Seine Hervorragendste Hoheit Fra Matthew Festing in der Audienz mit dem Heiligen Vater seinen Rücktritt vom Amt des Großmeisters des Souveränen Malteserordens eingereicht.

Heute, 25. Januar, hat der Heilige Vater diesen Rücktritt angenommen und Fra Festing Wertschätzung und Anerkennung zum Ausdruck gebracht für die Gefühle der Loyalität und Anhänglichkeit gegenüber dem Nachfolger des Petrus und die Bereitschaft, demütig dem Wohl des Ordens und der Kirche zu dienen.

Die Leitung des Ordens wird ad interim vom Großkomtur übernommen, bis ein Päpstlicher Legat ernannt wird.“

Soweit die vatikanische Presseerklärung, in der es „mindestens zwei grelle Punkte“ gibt, so Magister.

Das Hauptschiff des Malteserordens (vorne links) in der Schlacht von Lepanto, umgeben von kaiserlichen und österreichischen Schiffen.
Das Hauptschiff des Malteserordens (vorne links) in der Schlacht von Lepanto, umgeben von kaiserlichen und österreichischen Schiffen.

Zunächst fällt der überschwengliche Tonfall über den Rücktritt des Großmeisters und die Betonung, daß Papst Franziskus ihn bereits angenommen habe, auf. Dabei ist der Rücktritt vom Souveränen Rat noch gar nicht abgesegnet und damit noch nicht rechtskräftig. Laut Ordensverfassung, die den Punkt genau regelt, muß der Souveräne Rat den Rücktritt annehmen, dann erst kann er dem Papst mitgeteilt werden.

Zweitens gibt der erwähnte „Päpstliche Legat“ Rätsel auf. Auch in diesem Punkt ist die Ordensverfassung eindeutig. Vom Moment an, da der Rücktritt des Großmeister rechtskräftig sein wird, was er noch nicht ist, übernimmt der Großkomtur, die zweithöchste Charge des Ordens, die Leitung bis zur Neuwahl eines Großmeisters. Ein „Päpstlicher Legat“ sprich Kommissar ist nicht vorgesehen. Dem Heiligen Stuhl steht kein solches Eingriffsrecht gegenüber dem Orden zu. Papst Franziskus scheint, wie die vatikanische Presseerklärung ankündigt, allerdings auch nach der Rücktrittserklärung Festings nicht gewillt, die Souveränität des Ordens zu respektieren.

Die „Reformpläne“ für den Orden: Achse Boeselager-Franziskus?

De Mattei gab gestern bekannt, daß Papst Franziskus bei der Begegnung vom 24. Januar Festing mit Deutlichkeit gesagt habe, daß er den Malteserorden „reformieren“ wolle. Eine Ankündigung, die der Großmeister, angesichts der jüngsten Ereignisse, nur als Drohung verstehen konnte.

Briefmarke des Ordens zum 400. Jahrestag der Schlacht von Lepanto
Briefmarke des Ordens zum 400. Jahrestag der Schlacht von Lepanto

Der „Machtkampf“ zwischen der legitimen Führung des Malteserordens, eines souveränen Völkerrechtssubjekts, und dem Heiligen Stuhl war am 6. Dezember ausgebrochen. Großmeister Festing hatte an jenem Tag den Rücktritt des Großkanzlers Albrecht Freiherr von Boeselager gefordert. Festing warf Boeselager Vertrauensbruch vor, nachdem eine interne Untersuchung ergeben hatte, daß Boeselager in seiner Zeit als Großhospitalier des Ordens in Krisengebieten Verhütungsmittel, darunter auch solche mit abtreibender Wirkung, habe verteilen lassen oder diese Verteilung nicht unterbunden habe. Boeselager weigerte sich, und so setzte ihn der Großmeister ab und suspendierte ihn von allen Ämtern im Orden.

Der Vatikan stellte sich aber hinter Boeselager und Papst Franziskus ernannte eine Untersuchungskommission, die Boeselager-freundlich zusammengesetzt wurde. Diese Kommission sollte offensichtlich nicht zu den Vorwürfen gegen Boeselager ermitteln, sondern gegen Großmeister Festing, der es gewagt hatte, einen „Freund des Papstes“ abzusetzen. Der Vatikan sprach dementsprechend nicht von einem Fall Boeselager, sondern von einer „Krise der Ordensleitung“.

Großmeister Festing lehnte eine Zusammenarbeit mit der vatikanischen Untersuchungskommission ab, weil es sich bei dieser um eine unrechtmäßige Einmischung in interne Angelegenheiten eines souveränen Völkerrechtssubjekts handelt.

„Der Konflikt rührt jedoch tiefer“, so der Vatikanist Magister. „Es geht um den Konflikt zwischen den Verteidigern des ursprünglichen religiösen Profils des Ordens, die heute nur mehr wenige Dutzend Mitglieder mit Ewigen Gelübden sind, und den Verfechtern einer ‚Säkularisierung‘“, die den Orden in ein humanitäres Hilfswerk mit diplomatischem Sonderstatus umwandeln möchten. Letztere Richtung „ist besonders im deutschen Teil des Ordens stark“, der im Bereich „humanitärer Hilfeleistungen am zahlreichsten und aktivsten tätig ist“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/orderofmalta (Screenshots)

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9 Kommentare

  1. Das „Brecheisen“, wovon der Artikel spricht, ist die „Unam sanctam“-Bulle Papst Bonifaz‘ VIII., 1302. Statt Brecheisen könnte man sagen: Wunderwaffe. Bei einer solchen Waffe kommt alles auf die Hand an, die sie führt. Wiederholt hat Papst Franziskus Robert Bensons Roman „Der Herr der Welt“ zur Lektüre empfohlen. Durch „Unam sanctam“ ist der Papst buchstäblich Herr der Welt: „… daß der heilige Apostolische Stuhl und der Römische Bischof den Primat über die ganze Welt innehat…“, Denz. 1826 [3059], zit. nach: Rudolf Peil, Die wichtigsten Glaubensentscheidungen und Glaubensbekenntnisse der katholischen Kirche, 3. Aufl., Miriam-Verlag Jestetten 1974, S. 76.

    • Diese „Wunderwaffe“ gegen die eigenen, die treuesten Leute zu richten, hat mit „Unam sanctam“ nichts zu tun, das ist vielmehr psychopathisches, das ist neronisches, das ist selbstzerstörerisches Verhalten!

      • Was für eine Seelenverfassung es braucht für eine solche Politik, darüber lässt sich zwar nachdenken. Für einen Dichter oder sonstigen Autor kann das ein lohnender Gegenstand sein. Für die Kirche wäre es aber nur für den äußersten Fall von Bedeutung, der im kanonischen Recht als eine der Bedingungen für den Amtsverlust sogar eines Papstes festgehalten ist. Dieser liegt hier schwerlich vor, da Papst Franziskus einen seelisch stabilen, gesunden Eindruck macht. Der Fehler liegt in der Fehleinschätzung der Beweggründe. Papst Franziskus folgt einer Agenda, die man nicht umhinkommt im weltpolitischen Gesamtzusammenhang zu sehen. Ich beschreibe sie mit dem Ausdruck: entgrenzen, niederreißen, um etwas vermeintlich Besseres, Größeres, Umfassendes aufzubauen. Wir erinnern uns: „solve et coagula“, und „ordo ab chao“… Wir sehen weltweit ein Niederreißen von Grenzen zwischen Staaten, Völkern, Kulturen, Konfessionen, Religionen, Ideologien, bis hin zu den Grenzen zwischen Gut und Böse. Schon ein Blick in die Natur zeigt, dass dies gefährlich und letztendlich tödlich ist. Wenn ich dazu Goethe zitieren darf: „… ein wichtiger Grundsatz der Organisation: daß kein Leben auf einer Oberfläche wirken und daselbst seine hervorbringende Kraft äußern könne; sondern die ganze Lebenstätigkeit verlangt eine Hülle, die gegen das äußere rohe Element, es sei Wasser oder Luft oder Licht, sie schütze, ihr zartes Wesen bewahre, damit sie das, was ihrem Innern spezifisch obliegt, vollbringe. Diese Hülle mag nun als Rinde, Haut oder Schale erscheinen; alles was zum Leben hervortreten, alles was lebendig wirken soll, muß eingehüllt sein. Und so gehört auch alles, was nach außen gekehrt ist, nach und nach frühzeitig dem Tode, der Verwesung an.“

    • Die Bulle „Unam Sanctam“ darf man nicht aus ihrem theologischen Kontext reißen, oder zu einem „Superdogma“ machen, wie es hier scheint, der Fall zu sein. Blinder und absoluter Gehorsam, wie es im Falle Festing anscheinend sei, darf man niemals leisten, wenn es um einen unmoralen Befehl geht, wie der vom Bergoglio. Ich bin der Meinung, daß Fra Festing in diesem Falle hätte widerstehen sollen. Er hat schwere Pflichten als Staatsoberhaupt, den Orden zu verteidigen. Die Abdankung wird ungeheuere Übeln auslösen.

      Natürlich gilt die schwerhaftere Sünde dem der Ketzerei stützenden Staatsoberhaupt des Vatikans. Dennoch sollte Fra Festing seine Abdankung zurücknehmen, und zum Angriff übergehen, um nicht nur die Rechte des souveränen Ordens zu schützen, sondern auch die Wahrheit des katholischen Glaubens, des Naturgesetzes, und die Rechte Gottes Selbst, von denen letzteren kaum ein Mensch heutzutage noch spricht.

      Oder glaubt man nicht mehr an der Macht der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, wie einst bei Lepanto?

      • „… sollte Fra Festing seine Abdankung zurücknehmen …“
        Jedenfalls bricht Franziskus offenbar sein Wort. Dies kann nicht verwundern, mißfallen ihm doch Recht und Gesetz schon allgemein – und im Besonderen, wo sie seiner Willkür entgegenstehen.
        Festing und Franziskus haben vereinbart, daß Festing zurücktritt und der Orden dies nach seinen Regeln abhandelt. Der Franziskus verpflichtende Teil der Vereinbarung wird nun nicht eingehalten, wie es mir erscheint aus einer Mischung aus notorischer Rechtsbeugung (Primat der politischen Willkür), Böswilligkeit und Dilettantismus.
        Festing kann jedenfalls die Einhaltung der Vereinbarung fordern. Geschieht dies nicht, hat Franziskus den Vertrag gebrochen und Festing ist selbstverständlich nicht mehr daran gebunden. Die Folgen solcher Ungeheuerlichkeit diplomatisch abzufedern wird ein fast unmögliches diplomatisches Kunstwerk werden. Ich sehe niemanden mehr, der dies vermag. Und der da als Papst auftritt, ist zunehmend nicht mehr satisfaktionsfähig. Wie soll so etwas gut enden, ohne Einsicht in die eigenen Fehler?

  2. Papst em. Benedikt XVI.: brechen Sie bitte Ihr Schweigen! Stehen Sie auf und unternehmen Sie etwas- egal was, aber tun Sie etwas. Sie und kein anderer sind der rechtmäßig wahre Papst!!!

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