Anglikanischer Primas Welby am 14. Juni bei Papst Franziskus – Ökumene belastet

(Vatikan) Justin Welby, der anglikanische Erzbischof von Canterbury, geistliches Oberhaupt der Kirche von England und damit Primas der anglikanischen Weltgemeinschaft wird am 14. Juni von Papst Franziskus empfangen. Welby, er vertritt weltweit rund 70 Millionen Anglikaner, wurde am 21. März, zwei Tage nach dem neuen Papst in sein Amt eingeführt. Vor der Begegnung mit dem katholischen Kirchenoberhaupt wird der anglikanische Erzbischof mit Kurt Kardinal Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Förderung der Einheit der Christen zusammentreffen. Die ökumenischen Beziehungen zwischen Katholiken und Anglikanern haben sich in den vergangenen Jahren durch einseitige Entscheidungen der Anglikaner verschlechtert. Die Zulassung von Frauen und bekennenden Homosexuellen zum Priesterstand und zum Bischofsamt stellen für Rom eine schwere Belastung für die Annäherung dar, zumal sowohl die katholische Kirche als auch als russisch-orthodoxe Moskauer Patriarchat die Anglikaner davor gewarnt haben.  Neben diesen Themen werden auch die anglikanischen Personalordinariate der katholischen Kirche ein Thema der Begegnung sein. Papst Benedikt XVI. schuf auf vielfachen Wunsch traditionsverbundener Anglikaner diese Möglichkeit, sich von der durch eine liberale Mehrheit in die Selbstauflösung getriebene anglikanische Gemeinschaft  zu trennen und in die volle Einheit mit Rom zurückkehren zu können.

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