Neupriester und Alte Messe – Ist der lange holländische Winter zu Ende?

(Den Haag) In den Niederlanden scheint die Außerordentliche Form des Römischen Ritus die künftigen Priester anzuziehen. Bereits im April 2011 fragte der Internetblog Paix Liturgique, ob der „lange holländische Winter zu Ende“ sei. Grund dafür war die Bereitschaft des Regens des Priesterseminars der Diözese s’Hertogenbosch (Herzogenbusch) das Motu proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. wohlwollend umzusetzen. Seither zelebriert der deutsche Kirchenrechtler Gero Weishaupt drei Mal wöchentlich im Seminar das Heilige Messopfer in der klassischen Form. Allen Seminaristen steht die Teilnahme frei. Damit sollen die angehenden Neupriester mit dem Alten Ritus vertraut gemacht werden.

Das Priesterseminar der Diözese s’Hertogenbosch wurde erst 1987 wegen der desolaten Situation der katholischen Kirche und ihrer Priesterausbildung wiederbelebt, um in den Niederlanden eine glaubens- und romtreue Entwicklung zu fördern.

Wie der Blogger Mark de Vries berichtet, wurden Anfang Juni in der Kathedrale von s’Hertogenbosch zwei der neun Neupriester der Niederlande geweiht: Patrick Kuis und Geoffrey de Jong. Beide sind durch ihre Ausbildung am Sint-Janscentrum mit dem Alten Ritus vertraut. Patrick Kuis, 27 Jahre alt, feierte eines seiner ersten Messopfer mit einem feierlichen Amt in der St. Agnes-Kirche von Amsterdam, an der die Priesterbruderschaft St. Petrus wirkt.

Ein Zeichen dafür, daß die Alte Messe einen steigenden Einfluß auf die Priesterberufungen hat und selbst in den einst so modernistischen Niederlanden auf Seminaristen, Priesteramtskandidaten und Neupriester ausstrahlt.

Die Dokumentation von Paix Liturgique von 2011 über die liturgische Situation in den Niederlanden ist noch im Internet abrufbar.

Text: Riposte Catholique/Giuseppe Nardi
Bild: Riposte Catholique

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3 Kommentare

  1. Kein Zweifel, daß sich die Alte Messe im Kreis der lateinkundigen Priesteramtskandidaten und Priester einer gewissen (wenn auch wohl kaum „wachsenden“) Beliebtheit erfreut.

    Aber ob auch den Gläubigen die Form des Gottesdienstes zusagt?
    Da habe ich doch Zweifel!

  2. „Aber ob auch den Gläubigen die Form des Gottesdienstes zusagt?“

    trotz der ach so Verständlichmachung bzw. gerade deshalb ist die Zahl der Gläubigen seit 40 Jahren so rasant gesunken.
    Als die Hl. Messe noch als wahrhaftes Opfer zelebriert wurde und in der völkerverbindenden Sprache Latein, welche von zeit und raum herausgehoben ist, waren die Kirchen rappelvoll.
    Als die Neue Messe eingeführt wurde und man mit der Sprache Luthers blabberte sind die Meßbesucherzahlen sprunghaft gefallen.

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