Pakistanischer Christ auf Pilgerfahrt in die Stadt Mariens “Mariamabad“ ermordet

(Mariamabad) Sunil Masih, ein 25jähriger junger pakistanischer Christ, wurde während seiner Pilgerfahrt zum Marienwallfahrtsort Mariamabad ermordert. Masih war mit einer Pilgergruppe unterwegs zur „Stadt Mariens“ im pakistanischen Punjab. Der junge Mann hatte sich nur kurz von der Gruppe entfernt. Als man ihn suchte, wurde er tot aufgefunden. Die Täter hatten einen Verkehrsunfall simuliert. Die Ermittlungen der Polizei ergaben jedoch aufgrund der Verletzungen, daß Masih bereits tot war, bevor er von einem Lastwagen überfahren wurde, wie die Pakistan Christian Post berichtet.

Sunil Masih war der einzige Sohn einer christlichen Familie und deren Ernährer, da der Vater wegen eines schweren Nierenleidens arbeitsunfähig ist.

Organisationen zum Schutz der Menschenrechte und gegen die Christenverfolgung beklagen die anhaltenden Angriffe gegen Christen in Pakistan durch Mord, Raub und Diebstahl wegen ihrer Religionszugehörigkeit. Sie fordern wiederholt einen besseren staatlichen Schutz.

Seit 60 Jahren findet am 4. September die traditionelle Pilgerfahrt der Christen zur Mariengrotte Daman und Mariam statt, die sich in einem der ältesten christlichen Orte Pakistans, rund 115 Kilometer von Lahore, befindet. Den Höhepunkt der Pilgerfahrt bildet der 8. September, dem Tag, an dem die Kirche das Fest Maria Geburt feiert.

Aus ganz Pakistan kommen christliche Pilger meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Mariamabad. Manche Gruppen reisen mit dem Zug, wer die Möglichkeit hat mit dem Auto. Alle schmücken ihr Reisefahrzeug in besonders festlicher Weise mit farbigen Bändern, um kundzutun, daß sie sich auf dem Weg zur Marienstadt befinden. Neben den Katholiken pilgern auch Angehörige anderer christlicher Konfessionen, aber auch anderer Religionen. Alljährlich kommen viele Hindus, Sikhs und auch Moslems nach Mariamabad. Jährlich nimmt die Zahl der Pilger zu, die zur Gottesmutter in den Punjab kommen.

Die Errichtung der Mariengrotte geht auf das Jahr 1927 zurück. Sie wurde von einem katholischen Missionar, Pater Ostar errichtet. 1949 lud Pater Emmanuel Asi zur ersten Pilgerfahrt ein. Seither machen sich ab dem 4. September zahlreiche Gläubige alljährlich auf den Weg nach Mariamabad, um am Geburtsfest der Gottesmutter, Maria zu verehren und sie um ihre Fürsprache zu bitten.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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