Militär finanziert Wiederaufbau zerstörter Kirche – Moslems verbieten Kopten Kirche zu nützen

(Kairo) Der Militärrat beschloß den Wiederaufbau der koptischen Marienkirche von Imbaba (Kairo) zu finanzieren, die am 8. Mai durch Salafiten zerstört worden war. Bei den Angriffen der moslemischen Salafiten auf koptische Christen starben acht Menschen, 116 wurden verletzt. AsiaNews nannte mehrfach unter Berufung auf ägyptische Quellen, daß das Militär mitverantwortlich ist für die Gewaltausbrüche. Das Militär unternehme nichts, um die Angriffe zu verhindern. Die Täter bleiben meist ungestraft.

Seit einigen Tagen arbeiten Handwerker an der Wiederherstellung des abgebrannten Dachstuhl und an der Instandsetzung der beschädigten Fresken. In drei Monaten sollen der Wiederaufbau abgeschlossen sein. Kirchliche Kreise werten die Initiative des regierenden Militärs als positives Zeichen. Dennoch bleiben Vorbehalte und Zweifel gegenüber dem Militär bestehen.

Ägyptische Christen werfen dem Obersten Militärrat ein Doppelspiel vor. Einerseits ließe man den islamischen Extremisten freie Hand, während man sich gleichzeitig als Vertreter der Versöhnung präsentiere.

Unter den Christen des Landes am Nil herrscht große Angst. Sie fürchten eine Verschärfung der Situation und noch schlimmere Diskriminierungen durch die moslemische Mehrheit. „In der Übergangsregierung fehlen starke Persönlichkeiten, die dem Druck der Moslembrüder und der extremistischen Gruppen etwas entgegensetzen könnten“, so AsiaNews.

Im Kairoer Stadtteil Ain Sheim im Süden der Hauptstadt bekräftigten die Moslems ihr Nein zur Wiedereröffnung der koptischen Kirche St. Abraham, die am 19. Mai Ziel von moslemischen Angriffen war. Die Führer der Moslems erklärten ihr Nein ausgerechnet bei einem Treffen mit den Christen, das der Versöhnung dienen sollte. Das Militär glänzte beim Treffen durch Abwesenheit. Die moslemischen Führer beschlossen einseitig ein Dokument, das die unbefristete Schließung der koptischen Kirche anordnet. Das Dokument verbietet den Kopten jegliche Handlung und jeden Gottesdienst in ihrer eigenen Kirche.

(Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Asianews)

 

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