Wegen Blasphemie zum Tode verurteilter Christ im Gefängnis gestorben – Familie spricht von Gift

(Lahore) Qamar David, ein wegen Beleidigung des Islam zum Tode verurteilter pakistanischer Christ, starb in der Nacht auf den 15. März im Gefängnis. Als Todesursache wurde Herzversagen angegeben. Die Familie des Toten glaubt nicht an diese Version und verweist auf zahlreiche Morddrohungen, die Qamar David erhalten hatte. Die Familie fordert eine Autopsie, um zu klären, ob David von einem Mitgefangenen oder Gefängniswärter vergiftet wurde.

Die Christen des Landes fürchten um die Christin Asia Bibi. Die 45jährige Mutter von fünf Kindern wurde ebenfalls wegen Beleidigung Mohammeds zum Tode verurteilt und befindet sich im Gefängnis. Da es internationale Bemühungen um ihre Begnadigung gibt, wird ein Mordanschlag auf sie befürchtet. Nach der Ermordung des moslemischen Gouverneurs des Punjub, Salman Taseer, und des katholischen Ministers für die religiösen Minderheiten, Shahbaz Bhatti, die beide nach dem Todesurteil gegen Asia Bibi eine Änderung des Anti-Blasphemiegesetzes gefordert hatten, stünde Asia Bibi ganz oben auf der Liste islamistischer Organisationen.

„Qamar David wurde mit dem Tode bedroht, weil er beide Mordanschläge verurteilt hatte“, so Davids Ehefrau. Heute soll die Leiche Qamar Davids der Familie für die Beisetzung übergeben werden. Seine Ehefrau befürchtet Angriffe der Extremisten während der Beerdigung.

Die Masihi Foundation äußerte unterdessen „große Sorge“ um das Leben von Asia Bibi. Morddrohungen und Mordaufrufe gegen sie seien kaum mehr zu zählen. Die Extremisten haben ihren Fall so hochgespielt, als würde von ihrem Leben oder Tod die Zukunft des Islam in Pakistan abhängen“, so ein Sprecher der Stiftung. Das sei eine „sehr gefährliche Situation“.

(Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Asianews)

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