Verbot eines Jesus-Comic in Tadschikistan

(Duschanbe) In Tadschikistan wurde der Verkauf eines Comics über Jesus verboten. Das Verbot sprach das staatliche Komitee für Religionsangelegenheiten aus. Die Sache kam in der Stadt Khorog, dem Hauptort der Region Gorno-Badakhshan ins Rollen, wie die persische Redaktion der BBC berichtete.

Mit der Begründung, die Schrift fördere eine ausländische Religion, beschlagnahmten die Behörden 20 Exemplare des Jesus-Comics bei einem Händler von Khorog. Beamte des Religionskomitees bestätigen später gegenüber Interfax, daß in Khorog auch einige Langspielplatten mit religiösem Inhalt beschlagnahmt wurden. Nähere Details wurden von der Behörde nicht mitgeteilt.

Der Comic ist in Shughni verfaßt. Die Sprache wird von rund 250.000 Tadschiken des Pamir gesprochen. Diese sind vorwiegend ismailitische Moslems und gehören damit der zweitgrößten Richtung des schiitischen Islams an. Die übergroße Mehrheit der Tadschiken, etwa 85 Prozent, sind hingegen Sunniten.

Das überarbeitete Religionsgesetz verbietet seit 2009 jegliche Form von Proselytismus in Tadschikistan, wo etwa 80 religiöse Vereinigungen tätig sind, die meisten von ihnen Christen.

(Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Asianews)

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