Seminaristen: Summorum Pontificum auf ambrosianischen Ritus ausdehnen – Appell zum alten Ritus

(Mailand) Eine Gruppe von Seminaristen der Kirchenprovinz Mailand ersucht Papst Benedikt XVI. in einem Schreiben, das Motu proprio Summorum Pontificum mit der großzügigen Wiederzulassung des tridentinischen Ritus als außerordentlicher Form des römischen Ritus auch auf den ambrosianischen Ritus auszudehnen. Dies berichtet der italienische Internetblog Messa in latino. Die Seminaristen bitten, in den unmittelbar vor ihrer Veröffentlichung stehenden Durchführungsbestimmungen zum Motu proprio ausdrücklich zu erwähnen, daß dieses für alle lateinischen Riten gilt, nicht nur für den römischen. Der ambrosianische Ritus, wie jener von Braga oder die eigenständigen Ordensriten verfügen über „alte“ Riten, wie sie bis zur Liturgiereform zelebriert wurden.

Der Ambrosianische Ritus, der auf den heiligen Ambrosius (339-397), Bischof von Mailand und Kirchenvater zurückgeführt wird, gilt in der Erzdiözese Mailand und einigen angrenzenden Gebieten, so auch in Teilen des Bistums Lugano im Schweizer Kanton Tessin. Das Erzbistum Mailand ist die zahlenmäßig größte Diözese der Welt. Nur wenige Pfarreien des Bistums zelebrieren im Römischen Ritus.

Der regierende Erzbischof, Kardinal Dionigi Tettamanzi, verweigerte bisher die Umsetzung des Motu proprio Summorum Pontificum mit der Begründung, daß der Ambrosianische Ritus davon nicht betroffen sei.

Denselben Standpunkt vertreten auch die Bischöfe anderer Riten der lateinischen Kirche, so das Erzbistum Braga in Portugal.

Unterdessen äußern verschiedene der Tradition verbundene Internetblogs die „Sorge“, daß die Durchführungsbestimmungen zum Motu proprio nicht eine erhoffte Erweiterung der Anwendung der außerordentlichen Form des römischen Ritus bringen werde. Vielmehr werden „Einschränkungen“ befürchtet. Aus diesem Grund wurde der Appell „Gesuch an den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., betreffend die Instruktion/Klarstellung zum Motu Proprio Summorum Pontificuman“ ins Leben gerufen. Der Text wurde in sieben Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Niederländisch) im Internet veröffentlicht und zur Unterschrift freigegeben.

(Giuseppe Nardi, Bild: The Pope Benedict Forum)

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