Morddrohung gegen 100 Kopten in Kanada – In Somalia überlebt Christentum nur im Untergrund

(Rom/Vancouver/Mogadischu) Die kanadischen Medien berichten, daß mehr als 100 kanadische Staatsbürger ägyptischer Herkunft auf die “Schwarze Liste“ einer Internetseite gestellt wurden, die Al-Kaida nahesteht. Sie werden beschuldigt, die Bekehrung von Moslems zum Christentum zu fördern. Die Internetseite Shumukh-al-Islam, die in der Vergangenheit bereits mehrfach als Sprachrohr von Al-Kaida auftrat, veröffentlichte die Namen von koptischen Christen mit Fotos, Adressen und Telefonnummern. Der Großteil von ihnen verfügt sowohl über die ägyptische als auch kanadische Staatsbürgerschaft. Ihnen wird vorgeworfen, öffentlich gegen den Islam Stellung bezogen zu haben. Die drei Internetseiten in klassischem Arabisch tragen den Titel: „Vollständige Information über die Kopten“ und haben das Ziel, „alle Kopten der Welt namentlich zu identifizieren, die hoffen, den Islam zu diffamieren“. Die Internetseite bezeichnet die koptischen Christen als „Hunde in der Diaspora“.
Im Forum der islamischen Seite schreibt ein Mitglied, das sich „Sohn eines geschliffenen Schwertes“ nennt: „Wir werden zum Islam zurückkehren und alle Mujaheddin werden ihnen den Kopf abschneiden.“ Einer der betroffenen Kopten sagte zur Presse: „Das ist eine direkte Bedrohung unserer Leben. Sie versuchen sich untereinander die Informationen weiterzugeben, in der Hoffnung, daß ein Moslem die Drohung in die Tat umsetzt. Es könnte hier [in Kanada] sein oder in Ägypten.“ Viele der betroffenen Christen erfuhren von der Todesdrohung erst durch die kanadischen Sicherheitskräfte.

Dieses Beispiel und das folgende belegen auf dramatische Weise die Warnung Benedikts XVI. vor einer weitreichenden Christenfeindlichkeit in der Welt. Der Papst äußerte seine Besorgnis über zunehmende Angriffe gegen Christen in zahlreichen Ländern am 20. Dezember beim Weihnachtsempfang für die römische Kurie.
Am 16. Dezember zerstörten Anhänger der militanten islamischen Gruppe Al-Shabaab in Somalia eine christliche Bibliothek im Bezirk Luuq. Nachdem sie das Gebäude verwüstet hatten, brachten sie alle Bibeln und Bücher der Bibliothek und das gesamte Material der dazugehörenden Mediathek auf den Hauptplatz des Ortes und verbrannten dort alles nach dem islamischen Mittagsgebet.
Der Anführer von Al-Shabaab von Luuq, Scheich Farhaan Abdi Elmoghe erklärte, daß die “Aufspürung“ der Bibliothek “ein Schlag gegen die fehlgeleiteten christlichen Somalis“ sei. Im von islamistischen Clans beherrschten Somalia müssen Christen Bibeln und christliche religiöse Schriften verstecken vor der massiven islamischen Verfolgung wie in diesem Fall. Die Christen können in Somalia nur als Untergrundkirche überleben. Ein Vertreter der Untergrundkirche sagte, daß die verbrannten Bibeln und Schriften für die christlichen Untergrundschulen dienten. Es handelte sich um eine der größten im Süden des Landes. Al-Shabaab erklärte offen, das Christentum in Somalia auslöschen zu wollen.

(Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Asianews)

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