Dr. med. Josef Rötzer, der Pionier der Natürlichen Empfängnisregelung ist tot

(Linz) Professor Dr. Josef Rötzer, ein Pionier der Natürlichen Empfängnisregelung (NER) ist am 4. Oktober im Alter von 90 Jahren verstorben. Der am 21. März 1920 im oberösterreichischen Vöcklabruck geborene Arzt war der Begründer der symptothermalen Methode der natürlichen Empfängnisregelung.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Wien und dem Medizinstudium, promovierte Rötzer 1947 am Pathologischen Anatomischen Institut der Universität Wien, wo er auch seine erste Anstellung fand. Ab Jahresbeginn 1951 kehrte er als Amtsarzt in seine Heimatstadt zurück.

Dr. Josef Rötzer vertiefte sich in das Studium der Methoden der natürlichen Empfängnisregelung. Seine dabei erzielten Fortschritte waren so überzeugend, daß ihm Österreichs Bischöfe von 1966 bis 1974 finanziell die Dienstfreistellung für eine weitergehende Forschungstätigkeit ermöglichten.

1986 gründete er mit dem Institut für Natürliche Empfängnisregelung (INER) ein eigenes Institut. Als Wissenschaftler setzte er seine Forschungen fort, während er als Buchautor und Redner eine vielfältige Vortrags- und Schulungstätigkeit entfaltete.

1945 heiratete Dr. Josef Rötzer seine Frau Margareta Kramann, die 2006 verstarb. Mit ihr hatte er fünf Kinder.

Der sexuellen Revolution, die den Frauen durch die Propagierung künstlicher Verhütungsmittel ständige sexuelle Verfügbarkeit verordnete, stellte Dr. Josef Rötzer seine Methode der natürlichen Empfängnisregelung entgegen, die im Respekt vor dem natürlichen Zyklus der Frau und damit im Einklang mit der göttlichen Ordnung der wahren Würde der Frau und der ehelichen Liebe entspricht. Dr. Josef Rötzer hat sich durch seine Arbeit für einen partnerschaftlichen Weg der Familienplanung in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche unschätzbare Verdienste erworben. Für seine Leistungen hätte Dr. Rötzer den Nobelpreis für Medizin erhalten sollen. Da seine Arbeit sich jedoch gegen den vorherrschenden Zeitgeist richtete, blieb ihm eine solche Ehrung versagt.

(Giuseppe Nardi)

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