Neuer traditionsverbundener Bischof öffnet seit zehn Jahren geschlossenes Priesterseminar

(Paris) Msgr. Marx Aillet, zuvor Generalvikar der traditionsfreundlichen französischen Diözese von Toulon, wurde 2008 von Papst Benedikt XVI. zum Bischof der Diözese Bayonne ernannt. Er ist Mitglied der von Kardinal Siri gegründeten St. Martins-Gemeinschaft, in der die Heilige Messe von Papst Paul VI. in Latein und versus Deum zelebriert wird. Der Bischof schrieb einen Aufsatz über Sinn und Bedeutung des Motu proprio Summorum Pontificum und bemüht sich, den tridentinischen Ritus, also die außerordentliche Form des römischen Ritus in seiner Diözese zu fördern.

Obwohl erst seit zwei Jahren im Amt, war es ihm möglich, das aus Mangel an Kandidaten aufgelöste Priesterseminar der Diözese mit fünf Kandidaten wieder zu öffnen. Die ersten Seminaristen des wiedereröffneten Seminars nehmen in den kommenden Tagen ihr Studium auf. Weitere Kandidaten beginnen gleichzeitig das propädeutische Jahr unter der geistlichen Leitung eines Priesters, der in einem Seminar der Tradition ausgebildet wurde.

Auf der offiziellen Internetseite der Diözese heißt es, daß Ausbildung und Unterricht am Priesterseminar „offen ist für die große Tradition der Kirche durch die Entdeckung des Zweiten Vatikanischen Konzils in Konformität mit einer ‚Hermeneutik der Erneuerung in der Kontinuität des einzigen Subjekts-Kirche‘, besonders durch eine fundierte theologische Lehre und eine wahre Entdeckung der Schätze der römischen Liturgie“.

Als das Priesterseminar vor zehn Jahren aus Mangel an Kandidaten geschlossen wurde, habe der damalige Rektor in seiner Rede von einer „Chance“ gesprochen, die Kirche zu zwingen, „neue Wege zu beschreiten“. „Das wäre gerade so, als würde ein Unternehmer es als Chance betrachten, wenn er wegen Konkurses seine Rechnungsbücher bei Gericht abliefern muß“, kommentiert die Internetseite Messa in Latino.

Und weiter: „Mit dem Bischofswechsel haben wird erneut die Bestätigung: Die Progressiven leeren die Seminare, die Traditionalisten füllen sie. Beides in relativ kurzer Zeit. Es ist nicht alles verloren, wenn uns gute Bischöfe gegeben werden.“

(Messainlatino/GN, Bild: Messainlatino)

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