Christ in Nordkorea gefoltert und hingerichtet – Das Schicksal der Christen Nordkoreas

(Seoul) Ein nordkoreanischer Christ wurde in einem Gefangenenlager von Pjöngjang gefoltert und anschließend hingerichtet. Die brutale Tat wurde erst jetzt durch den Bruder des Opfers bekannt, der das kommunistische Regime von Kim Jong Il anklagt. Diktator Kim Jong Il  versuche sich „über alle menschlichen und göttlichen Gesetze zu erheben“. Son Jung Hun, der heute in Südkorea lebt, bekehrte sich zum Christentum, nach der Ermordung seines christlichen Bruders Son Jong Nam im letzten stalinistischen Regime der Welt.

Jong Nam, 50 Jahr alt, 1958 in Pjöngjang geboren, diente zehn Jahre lang in der Päsidentengarde. Damals war er überzeugt davon, gegen die „imperialistischen Amerikaner“ zu kämpfen. 1997 wurde seine im achten Monat schwangere Frau verhaftet. Man warf ihr vor, Staatspräsident Kim Jong-Il für die schreckliche Hungersnot, die das Land in Schach hielt, verantwortlich gemacht zu haben.

Um von ihr die Unterschrift unter ein Geständnis zu erzwingen, wurde sie geschlagen und verlor das ungeborene Kind. Desillusioniert und verängstigt floh Son 1998 mit seiner Familie in die Volksrepublik China. Sieben Monate später starb seine Frau. Im Untergrund des kommunistischen Chinas lernte Son eine Gemeinschaft protestantischer Christen kennen. Er bekehrt sich zum Christentum und will sein Leben der Evangelisierung Nordkoreas widmen.

Offiziell erklärt das kommunistische Nordkorea, die Religionsfreiheit zu garantieren. Tatsächlich ist seit Jahrzehnten eine schwere Verfolgung der Christen im Gange. Christen gelten als Anhänger einer „westlichen“ Religion und stünden damit in irgendeinem Zusammenhang mit den Vereinigten Staaten von Amerika. In Nordkorea ist letztlich nur der Kult des Diktators Kim Jong Il und seines Vaters Kim Il Sung, des „ewigen Präsidenten“ erlaubt.

In Pjöngjang gibt es drei christliche Kirchen, eine katholische und zwei protestantische. Es gibt jedoch weder katholische Priester noch protestantische Pastoren. Laut Asianews handle es sich bei den drei Kirchengebäuden lediglich um leblose Trugbilder für die wenigen Touristen und ausländischen Besucher, die in die Hauptstadt kommen. Nach dem Waffenstillstand im Bürgerkrieg von 1953 wurden die Christen und ihre Hirten in Nordkorea ausgelöscht, wie Asianews berichtet. Laut Informantenangaben leben heute nur mehr weniger als 200 einheimische Katholiken im Land, die alle schon sehr alt seien. Über Untergrundaktivitäten gäbe es keine stichhaltigen Angaben.

Das totalitäre Regime macht eine christliche Evangelisierung fast unmöglich. Ausnahmen sind in der Regel nordkoreanische Flüchtlinge, die sich zum Christentum bekehren und in ihre Heimat zurückkehren, um Christus zu verkünden. Der evangelikale koreanische, jedoch in den USA geborene Missionar Isacc Lee erklärte gegenüber Asianews: „Es ist schrecklich, es ist aber ihre Heimat. Sie sprechen die Sprache, wissen was sie entgegengehen und wie sich am besten verstecken. Dennoch, jedes Mal, wenn jemand aufbricht, um in sein Land zurückzukehren, leide ich mit.“

Son war mit 20 Bibeln und anderem religiösen Material einer von ihnen. Er wurde jedoch fast sofort entdeckt. Er wurde verhaftet und verschwand in einem Konzentrationslager. Dort wurde er gefoltert und „gestand“ seine Schuld. Im November 2008 wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sein Bruder erfuhr erst vor wenigen Wochen durch einen Dissidenten davon.

(Asianews/GN, Bild: Asianews)

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